CNG aktuell fast so teuer wie E10, Zukunft

Moin, verfolge wie wahrscheinlich viele von euch die Preisentwicklung/Abdeckung von CNG, um daraus noch eine Entscheidung für Anschaffung eines Fzg abzuleiten. Bei mir im Berliner Nordosten gibt es großstadtbedingt noch einige CNG Tankstellen mit teilw echt großen Preisunterschieden. Momentan sieht's so aus (ungefähre Angaben):
•Aral & Esso 1.75€; •Total: 1,50€, Spitzenreiter ist die Sprint Knipodstr mit 1,25€, eine Hem Alt-Friedrichsfelde auch noch 1,25€.
= durchschnittlich kommt man also bei 1,50€ raus, was nicht mehr weit von E10 weg ist. Bis 2027 werden durch Wegfall der Steuerbegünstigung weitere 17ct aufgeschlagen. Was bleiben da in 2 Jahren noch für Vorteile? Fällt mir nur die höhere Energiedichte und Kompression ein, die 'dieseltypisch' für niedrigen Verbrauch Innerorts und bei hohem Autobahntempo sorgt, was ich zugegeben ganz nice finde. Ansonsten die üblichen Nachteile einer auslaufenden Technologie.

199 Antworten

Zitat:

@pcAndre schrieb am 1. Januar 2025 um 21:55:59 Uhr:



Zitat:

@DonC schrieb am 1. Januar 2025 um 20:10:13 Uhr:


Das rechnest du einfach mal vor 🙂

Morgen...!
Ich habe kein Haus und keine PV-Anlage - lade überwiegend beim Arbeitgeber.
Laut Datenblatt der Batterie (LG E63) schafft diese ca. 1.000 Vollzyklen bevor sie unter 80% fällt. Vollzyklen sind aufgrund des spezifischen Puffers nicht möglich. Also gehe ich im schlechtesten Fall von diesen 1.000 Zyklen aus.
Der Skoda Citigo iV ist von 10/2020 und hat aktuell 59.000 km auf dem Tacho. Der Jahresdurchschnittsverbrauch liegt bei ca. 12,8 kWh/100 km (inkl. Ladeverluste). Dafür sind folgende Kosten,
Theoretischer Wertverlust (15 Jahre)
-2.985
[
Strom
-533
Allerdings zahle ich jetzt beim Arbeitgeber akzeptable 30 Cent/kWh.

MfG André

Das geht sich aber nicht aus.....wie der Österreicher sagt...

1. Ladezyklen - die stimmen nur, wenn die innerhalb wenigen Jahren passieren, du kannst in keinster Weise auf km schließen, der Akku kann auch nach 10 Jahren mit 20.000 km platt sein, denn der Akku altert kalendarisch stärker als durch Nutzung, Chemie ist keine Mechanik

2. Stromverbrauch von 12,8 kWh/100km hat kaum jemand, sehr Fahrprofil- und fahrzeugabhängig - ich kenne hier in der Region keinen der unter 18kWh fährt, allerdings fährt auch keiner so eine Knutschkugel, weil alle Familie haben 🙂
- im Winter deutlich mehr, ist dann eher in Richtung 1000€, wenn für Haustarif geladen werden kann, unterwegs haut es dann einem den Zapfen raus...oder man kann gleich wieder die Abo-Kosten mit ansetzen.

3. Wertverlust nach 15 Jahren ist 100% und ganz sicher nicht 2985€, die Kiste ist nichts mehr wert, noch nicht mal für den Export - du musst wahrscheinlich für die Entsorgung der Batterie sogar noch bezahlen
Du bist momentan im 5. Jahr - gerade noch so verkaufbar, warte noch 2-3 Jahre und die Kiste will keiner mehr, da bekommste dann vielleicht noch den Preis für den Altakku von 500€, noch 2 Jahre mehr und auch den will keiner mehr

4. Unfälle kannst du natürlich nur persönlich im Eigenschicksal rechnen, aber nicht kalkulieren

5. THG-Quote war einmal relevant, nun eher Beiwerk - ausserdem sagen mir die E-Autofahrer ja immer, dass sie so umweltfreundlich seien, verkaufen aber dann die Emission? Heuchelei in meinen Augen.
Ebenso sehe ich kurze Haltedauer von Fahrzeugen wie Abo und Leasing - Wegwerfprodukte können niemals umweltfreundlich sein.

Morgen...!

Zitat:

@DonC schrieb am 3. Januar 2025 um 12:59:25 Uhr:


1. Ladezyklen - die stimmen nur, wenn die innerhalb wenigen Jahren passieren, du kannst in keinster Weise auf km schließen, der Akku kann auch nach 10 Jahren mit 20.000 km platt sein, denn der Akku altert kalendarisch stärker als durch Nutzung, Chemie ist keine Mechanik

Ja, eine Batterie altert auch kalendarisch. Aber da fehlen uns noch die praktischen Erfahrungen aus einer Vielzahl von Fahrzeugen. 😉 Der VW e-Up mit der kleinen 18.x kWh Batterie wurde ab Ende 2013 gebaut. D.h. die ersten Fahrzeuge sind heute schon 11 Jahre alt und fahren immer noch. Und man hört auch nicht, dass die Akkus dort massenhaft ausgefallen sind.

Hier

und

hier

zwei Beispiele mit relativ hoher Laufleistung. Die Batterie schaffte im Durchschnitt ca. 100 km. Dies entspricht bei den oben genannten Fahrleistungen weit über 1.000 fast vollen Zyklen.

Hier

ein noch jüngeres mit Batteriezertifikat.

Zitat:

2. Stromverbrauch von 12,8 kWh/100km hat kaum jemand, sehr Fahrprofil- und fahrzeugabhängig - ich kenne hier in der Region keinen der unter 18kWh fährt, allerdings fährt auch keiner so eine Knutschkugel, weil alle Familie haben 🙂
- im Winter deutlich mehr, ist dann eher in Richtung 1000€, wenn für Haustarif geladen werden kann, unterwegs haut es dann einem den Zapfen raus...oder man kann gleich wieder die Abo-Kosten mit ansetzen.

Ja, natürlich hängt der Verbrauch vom Fahrprofil und vom Fahrzeug ab. Ich fahre hier hauptsächlich täglich meine 50 km aus dem Münchner Umland in die Stadt und zurück. Dazu mal eine längere Fahrt nach Tschechien, Memmingen, Kempten oder in den Bayerischen Wald, aber mit max. 108 km/h auf der Autobahn. So komme ich auf den Schnitt. 😉 Den Verbrauch habe ich

hier

quartalsweise mal mit geplottet.

Wir sind auch eine Familie! Hinter mir (1,86 klein) ist ein schwenkbarer Reboarder montiert, darauf ein Maxi-Cosi. Kinderwagen (zusammenklappbar) und Kleinkram sind im Kofferraum verstaut. Das reicht für alles im Umkreis von 150 km. Mit dem VW Up TSI meiner Frau inklusive Dachbox würden wir dann in den Urlaub fahren. Für die Stadt bzw. für unseren Alltag sind die Kleinstwagen ideal, da finden wir immer einen Parkplatz. Aber auch Freunde und Bekannte fragen, wann wir uns endlich ein größeres Auto kaufen. 😉

Ladetechnisch muss man vorher schauen. In meiner Umgebung gibt´s Aldi und Kaufland. Da kosten DC 39 Cent/kWh oder AC 29 Cent/kWh. In Memmingen, Kempten oder München könnte man am

V-Markt

für 19 Cent/kWh AC laden. Wer da in der Nähe wohnt fährt echt günstig. 😉 Diese Supermärkte sind leider die Ausnahme. Unterwegs bin ich auch eher bei Ende 50 Cent/kWh, wobei diese Strecken bei mir nicht soo ins Gewicht fallen.

Zitat:

3. Wertverlust nach 15 Jahren ist 100% und ganz sicher nicht 2985€, die Kiste ist nichts mehr wert, noch nicht mal für den Export - du musst wahrscheinlich für die Entsorgung der Batterie sogar noch bezahlen
Du bist momentan im 5. Jahr - gerade noch so verkaufbar, warte noch 2-3 Jahre und die Kiste will keiner mehr, da bekommste dann vielleicht noch den Preis für den Altakku von 500€, noch 2 Jahre mehr und auch den will keiner mehr

Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Ich rechne den Wertverlust nach 15 Jahren auf NULL Euro hoch. Das heißt, in den letzten 51 Monaten sind ca. 3.000 Euro angefallen. Aber wenn man sieht, was die für 10 Jahre alte e-Ups verlangen, bin ich eher pessimistisch. 😉

Zitat:

5. THG-Quote war einmal relevant, nun eher Beiwerk - ausserdem sagen mir die E-Autofahrer ja immer, dass sie so umweltfreundlich seien, verkaufen aber dann die Emission? Heuchelei in meinen Augen.

Ich glaube, die THG-Quote kommt wieder. Da die Mineralölgesellschaften die Quote vorerst nicht mehr ins nächste Jahr übertragen können. Von daher rechne ich wieder mit steigenden Einnahmen. Ob Heuchelei oder was auch immer, ist mir egal. Ich fahre Elektroauto, weil es billig ist...und nicht wegen dem grünen Mäntelchen. 😉

MfG André

Heute in Neumünster gewesen, SVG Kieler Strasse nach wie vor bei 1,19€.
HH Preise schocken jetzt nicht wirklich, Hauptsache die Aral Barmbek läuft.

Ich habe jetzt mal hier in Oldenburg geschaut, der Preis hat sich nicht verändert, 1,74€ bei Aral und 1,66€ sonst. Am Westkreuz, wo es laut Ecomotori über 2€ bei Aral kosten soll, habe ich nicht geguckt. Es sind alles OG Tankstellen, insgesamt fünf Stück.
Von diesen fünf liegen zwei 800m (Kreyenkrück) und zwei 1500m voneinander entfernt. Mit drei Säulen(1xKreyenbrück, 1xWechloy und 1xNardorst, jeweils 1,66€) wäre unsere Versorgung immer noch gut. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Aralsäulen viel angefahren werden. Wenn man das mit Bremen oder Hamburg vergleicht.....

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https://www.drivingeco.com/de/vehiculos-gnc-centro-polemica/

Man fragt sich schon, wieso bei Saugrohreinblasung so etwas möglich ist.

Dieser nach meiner Meinung totale Unsinn entspringt i.Ü. den Erkenntnissen des grünen Lobbyverbandes, der maßgeblich bei den aktuellen Richtlinien gegen Biokraftstoffe gearbeitet hat.

Der Bereichsleiter PkW war früher bei Tesla Lobbyist. Was glaubst du was dessen Aufgabe bei T&E ist?

Re-fuels, egal ob gasförmig oder flüssig sind der grösste Feind der e-Lobby. Also werden sie mit allen Mitteln bekämpft. Die DUH klagt ja auch gegen HVO.

Mit der gleichen Strategie werden sie auch bei H2-Verbrennern vorgehen.

Zitat:

Dieser nach meiner Meinung totale Unsinn entspringt i.Ü. den Erkenntnissen des grünen Lobbyverbandes, der maßgeblich bei den aktuellen Richtlinien gegen Biokraftstoffe gearbeitet hat.

Schau dir an wer T&E mit Geld versorgt und du weißt bescheid:

https://www.transportenvironment.org/.../finanzierung

Geldgeber über 1million Euro:

-Sequoia Climate Foundation
-Quadrature Climate Foundation
-ClimateWorks Foundation
-National Philantropic Trust
-Schwab Charitable Fund
-Climate Imperative Foundation
-European Climate Foundation

Geldgeber 500 000euro bis 1 Million:

-OAK Foundation
-The William and Flora Hewlett Foundation
-European Commission*
-Rockefeller Philanthropy Advisors

Trace the money funktioniert halt immer 🙂

Befremdlich, dass sich T&E dermaßen bei den Beratungen in den EU Gremien durchsetzen konnte.

Wer sich auch nur halbwegs auskennt, sollte wissen, dass die in dem Text geschilderten Probleme von CNG völliger Unsinn sind. Wer wissentlich falsche Informationen verbreitet sollte dafür ......

Zitat:

@tomate67 schrieb am 4. Januar 2025 um 23:06:34 Uhr:


https://www.drivingeco.com/de/vehiculos-gnc-centro-polemica/

Man fragt sich schon, wieso bei Saugrohreinblasung so etwas möglich ist.

Dieser nach meiner Meinung totale Unsinn entspringt i.Ü. den Erkenntnissen des grünen Lobbyverbandes, der maßgeblich bei den aktuellen Richtlinien gegen Biokraftstoffe gearbeitet hat.

"Kommentare geschlossen" sagt doch schon einfach alles, der Link geht auch nicht mehr.

Behauptungen müssen heutzutage ja nicht mehr mit Beweisen unterlegt werden, wobei es so einfach wäre:

Einfach mit den Fingern in den Auspuff fassen....bei Rußpartikeln dieser Menge müsste der Finger schwarz sein, ist er aber nicht.

Blick in den Zylinder, da müsste es schwarz sein, ist es aber nicht.

Und wenn man Einblick in solche "Studien" haben will, bekommt man sie nicht vollständig. Eine interessante hab ich aber gefunden:
file:///home/donc/Downloads/Oder_Johannes_Dissertation_2021.pdf

Hier wurden Rußpartikel ausgeschlossen.

Desweiteren wurde beim ADAC in der Vergangenheit sehr oft CNG Fahrzeuge getestet und erhielten den Umweltengel vor den Hybriden.

MMn begann das ganze 2011 als der damals noch nicht reichste Mensch der Welt in einem Interview behauptete, sein demnächst erscheinendes e-Auto würde mit dem Strom, der zur Raffination von einer Gallone Benzin verwendet wird, 20 Meilen weit fahren können.

Seither hat sich eine Industrie gebildet, die bereit ist, gegen Bezahlung jede noch so abstruse Studie zu veröffentlichen in der Hoffnung, dass sie niemand öffentlich anzweifelt.
Nach ein paar Jahren ist die Studie dann nur noch maximal per wayback machine auffindbar.

https://repo.bibliothek.uni-halle.de/.../...nnes_Dissertation_2021.pdf

Sorry, hatte falsch verlinkt

Zitat:

@CNG-1 schrieb am 6. Januar 2025 um 17:19:40 Uhr:


MMn begann das ganze 2011 als der damals noch nicht reichste Mensch der Welt in einem Interview behauptete, sein demnächst erscheinendes e-Auto würde mit dem Strom, der zur Raffination von einer Gallone Benzin verwendet wird, 20 Meilen weit fahren können.

Seither hat sich eine Industrie gebildet, die bereit ist, gegen Bezahlung jede noch so abstruse Studie zu veröffentlichen in der Hoffnung, dass sie niemand öffentlich anzweifelt.

Dazu braucht niemand wirklich eine Studie. 20 Meilen sind etwa 36 km, was bei typisch 18 kWh/100km also rund 6 kWh Strom bedeuten würde. Das wäre in etwa der Startpunkt, nun ist die Frage wieviel Strom tatsächlich verbraucht wird.

Die Raffinerie in Ingolstadt hat z.B. eine Umweltbilanz veröffentlicht. Man kann die versuchen selbst aufzuarbeiten (Problem: Die trennt nicht sauber zwischen Strom bzw. Fernwärme, beides sind kWh) oder nimmt einen "Artikel" wie https://www.gaencon.de/.../...Studie_TU_Eindhoven_Teil5_210104.pdf?... wo es "jemand" gemacht hat. Samt Quellenangaben. Und kommt auf 0.03 kWh Strom(!) je Liter. Was gerade mal ein Faktor 10-30 zu wenig ist - je nach Quellenangabe. Siehe auch https://sedl.at/Umweltirrtuemer/Stromverbrauch_Raffinerien

Kommt davon, wenn man kWh Strom nicht von kWh Wärme unterscheiden können will. Was aber stimmt: Der "thermische Overhead" (z.B. Cracker, Wasserstoff zur Entschwefelung aus Partialoxidatoren) für jeden Liter Treibstoff mit 55-60% in einer Dampfturbine verstromt würde für die erforderliche Strommenge bzw. Reichweite etwa korrekt sein.

Was übrigens interessant ist: Laut der Umwelterklärung der Gunvor Raffinerie macht die etwa 53% Diesel und Heizöl, 28% Benzin (was ungefähr der Steuerstatistik vom Verhältnis her entspricht). Dazu kommen 2% Kerosin und für LPG unerwartet hohe 8%.

Zitat:

Kommt davon, wenn man kWh Strom nicht von kWh Wärme unterscheiden können will.

Genau. Die Betonung liegt dabei auf "will".

In den einschlägigen e-Auto Foren und bei Youtube influencern hält sich diese (und weitere abstruse) Behauptung(en) immer noch hartnäckig.
Durch die neue US-Regierung wird mMn der Nachschub an neuen abstrusen Behauptungen auch nicht versiegen.

Zitat:

@DonC schrieb am 6. Januar 2025 um 19:26:59 Uhr[/url]:


https://repo.bibliothek.uni-halle.de/.../...nnes_Dissertation_2021.pdf

Komisch, für den Versuchsmotor hatte man DI-Einblasventile, für die Serie nicht.

Aber ich habe die Hoffnung, dass durch die aktuelle Entwicklung von DI H2-Einblasventilen auch evtl. wieder Schwung in das Thema CNG DI kommen könnte.

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