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C350 aus den USA importiert - Suche Hilfe für neuprogrammierung Command APS

Themenstarteram 19. August 2008 um 11:28

Hallo Zusammen,

Gestern Abend habe ich endlich meinen C350 AMG aus den USA erhalten. Fotos folgen! :)

Da die technische Umrüstung jetzt durch ist möchte ich das eingebaute Command APS auf deutschen/europäischen Strassenstand bringen. Laut MB muss ein neuer Command Rechner für über 2000,- Euro eingebaut werden, war mir aber vorher klar dass die sich nicht kooperativ zeigen. ;)

Laut Hersteller des NTG4 gibt es jedoch keine technisch unterschiedlichen Geräte für Europa/Nordamerika sondern nur unterschieldiche Software auf den Geräten.

Kennt jemand eine Werkstatt (nach Möglichkeit im Umkreis Düsseldorf) die neu-Programmierung vom NTG4 durchführen könnte? Dazu würde auch noch eine Aufhabung des V-Max bei 215km/h kommen, stört doch etwas...

Über Hilfe oder Kontakte von guten Werkstätten würde ich mich sehr freuen. :)

Viele Grüße,

Tim

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 21. August 2008 um 11:51

klar doch... ;)

 

Kauf in den USA

Hier stößt man eigentlich bereits auf das größte Problem! Man wird als Deutscher (oder eher jeder US-Ausländer) keinen Händler finden, der einem einen MB jünger als 1 Jahr verkauft. Selbst dann wird es bei MB Händlern mehr als schwierig...

 

Grund: Wenn ein in den USA ausgeliefertes MB Fahrzeug innerhalb eines Jahres bei einem Händerl außerhalb der USA erfasst wird, bekommt der USHändler eine Strafe von US$10000 (glaube ich). Deswegen verkaufen die generell nicht an Ausländer. Wenn man glaubhaft wirkt dass man für 1-2 Jahre in den USA bleibt muss man dann ein "Non-Export-Agreement" unterschreiben.

 

Tipp: Gebrauchte Fahrzeuge von Privat kaufen!

 

Transport:

Vom Hafen in den USA (z.B. Newark) bis Bremerhaven muss man ca. 1000 - 1500 Euro rechnen. Problem: Es gibt keine Transportgarantie auf Lackschäden, wenn es sich um ein gebrauchtes fahrzeug handelt. Da ca. 1/4 aller Fahrzeuge nach dem Transport Kratzer aufweisen ist das ein heikles Spiel. Recht häufig hat man auch größere beschädigungen, da beim verzurren auf dem Schiff "geschlampt" wurde. Man sollte davon ausgehen, dass man pro Transport durchschnittlich 500-1000 Euro für Lackarbeiten aufwenden muss.

Hinzu kommt ggf. noch Transport innerhalb der USA zum hafen (ca. 300 Euro) und von Bremerhaven zum Zielort (200-400 Euro)

 

Gebühren, Zoll, MwSt.:

Für Handling etc. beim Zoll und Fracht muss man mit ca. 300 Euro rechnen.

Viel mehr ins gewicht schlägt Zoll und MwSt. Auf den kaufpreis in den USA und die Transportkosten kommen 10% Zoll hinzu. Auf den Gesamtpreis inklusive Zoll dann noch die üblichen 19% MwSt.

Beispiel:

US$ 35.000 - Kaufpreis USA

US$   2.000 - Transport USA und Seefracht

-----------

US$ 37.000 zu verzollen

US$   3.700 Zollgebühren

------------

US$ 40.700 Gesamt mit Zoll

US$   7.733 MwSt.

-----------

US$ 48.433 inklusive Zoll und MwSt.

 

Dazu kommen dann noch Handling und Transport in Deutschland. Wie viel das in Euro ist kann sich jeder selbst ausrechnen. ;)

 

Umrüstung und Anmeldung:

Kann man nicht selbst machen, da man diverse Gutachten benötigt. Ein US-Umrüster nimmt zwischen 1500 und 3000 Euro für die Zulassungsprozedur.

Hinzu kommen:

  • Neue Scheinwerfer (war bei mir so - habe Halogenscheinwerfer)
  • Tacho-Einheit (Meilenskale ist sehr gewöhnungsbedürftig...)
  • Comand / Navi

 

 

Das wäre im Prinzip alles was ich "kurz" dazu schreiben kann. Bevor der eine oder andere Kommentare dazu hat, wie "wenig" ich gespart habe... Wenn man in den USA für eine gewisse Zeit angemeldet war und dann nach Deutschland zieht kann man das Fahrzeug als Umzugsgut deklarieren. Dann ist er frei von Zoll und MwSt. ;) Es gibt auch "Gerüchte" dass man bei in Deutschland hergestellten Fahrzeugen den Zoll nicht zahlen muss. Dafür notwendig sind ein Schreiben vom Hersteller, mit dem dieser bestätigt dass das Fahrzeug mit der angegebenen Ident-Nr. in Deutschland gefertigt wurde und ein kooperativer Zoll!

 

So, das soll erst mal reichen. ;)

 

Viele Grüße,

Tim

 

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56 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von soenni

Hallo Zusammen,

Gestern Abend habe ich endlich meinen C350 AMG aus den USA erhalten. Fotos folgen! :)

Da die technische Umrüstung jetzt durch ist möchte ich das eingebaute Command APS auf deutschen/europäischen Strassenstand bringen. Laut MB muss ein neuer Command Rechner für über 2000,- Euro eingebaut werden, war mir aber vorher klar dass die sich nicht kooperativ zeigen. ;)

Laut Hersteller des NTG4 gibt es jedoch keine technisch unterschiedlichen Geräte für Europa/Nordamerika sondern nur unterschieldiche Software auf den Geräten.

Kennt jemand eine Werkstatt (nach Möglichkeit im Umkreis Düsseldorf) die neu-Programmierung vom NTG4 durchführen könnte? Dazu würde auch noch eine Aufhabung des V-Max bei 215km/h kommen, stört doch etwas...

Über Hilfe oder Kontakte von guten Werkstätten würde ich mich sehr freuen. :)

Viele Grüße,

Tim

Bezüglich des Kartenmaterials sollte es doch ausreichen, die Europa-DVD's aufzuspielen, oder nicht? Und im Sprachmenü sollte es doch auch möglich sein, Deutsch zu wählen. Davon würde ich mal intuitiv ausgehen.

Aber eine Werkstatt wirst du ja dennoch aufsuchen müssen, denn die V-Max-Begrenzung bei 215km/h in einem 272PS Auto würde mich auch mehr als "stören" ;)

Wieviel hat dich den der Spass (=das Auto) mit allen anfallenden Kosten und Gebühren gekostet, wenn man fragen darf?

Hallo!

Herzlichen Glückwunsch zum Neuerwerb! Zu Deinen Fragen kann ich Dir leider nichts sagen. Wollte Dir nur mitteilen, dass ich es toll finde, dass Du ein US-Modell hast! Ich mag diese Re-Importe mit den kleinen aber feinen Unterschieden sehr gern. Habe selbst einen 500SEL (126) von 1984 aus den USA...

Was ist mit dem Tacho passiert? Kann man ihn von Meilen auf km/h umstellen oder musstest Du einen neuen kaufen?

Über Bilder würde ich mich sehr freuen!!! :-)

Viele Grüße und viel Spaß mit dem Teil!

denke auch, das das mit einer europa-dvd und der umstellung der sprache genügen dürfte :) ... und zweitens brauchst du ja nur in der db-werkstatt ein software uptdate aufspielen lassen, sollte eigentlich ausreichen:) somit werden ja die alten steuergerät-daten überspielt :) ... ich würde das auf jedenfall erstmal so versuchen:)

Zitat:

Original geschrieben von Magier1000

denke auch, das das mit einer europa-dvd und der umstellung der sprache genügen dürfte :) ... und zweitens brauchst du ja nur in der db-werkstatt ein software uptdate aufspielen lassen, sollte eigentlich ausreichen:) somit werden ja die alten steuergerät-daten überspielt :) ... ich würde das auf jedenfall erstmal so versuchen:)

Hi..

das mit dem Update seh ich kritisch... schonmal auf n englisches Windows n deutsches Update zu machen ;)

Kenn das halt nur von größeren Maschinen, da wird nich die komplette Software geupdatet (was n schreckliches Wort..) sondern nur kleine Dinge geändert.. Inwieweit das bei Autos der Fall ist möchte ich nich vorhersehen, da gibts bestimmt hier besser informierte Leute :)

Grüße,

Stefan

Kein Problem mit dem Update.

Er muss aber tatsächlich in die Werkstatt und ein vollständiges SW-Update drüberfahren lassen.

Die Kartendaten für die Navi sind dabei das kleinste Problem (dazu müsste er ja gar nicht mal in die Wekstatt).

Kritisch ist es aber bei Dingen wie der automatischen Funktionsabschaltung (bspw. Adressbuch ab 5km/h und so weiter).

Das ist hierzulande anders geregelt als in USA.

--> Geräte-Codierung muss also vom :) geändert werden.

Ausserdem würde er hier kaum vernünftigen Radioempang haben, da ja die Frequenzbereiche und insbesondere die Frequenzschritte anders sind.

--> Neben Codierung, auch ein Wechsel auf "Europa-SW" nötig.

Und ja, grundsätzlich ist es ein und dasselbe Gerät für EU und USA.

Wenn der :) was anderes erzählt, is er ein Dillettant und/oder unkooperativ ;)

Themenstarteram 21. August 2008 um 9:23

Hallo Zusammen,

danke für die ausführliche Hilfe. :)

Mit den Infos bin ich noch mal zum :) und habe jetzt einen Termin für das Aufspielen der EU-Software bekommen! Mal schauen ob die auch auf Linguatronic greift, das ist nämlich die einzige Funktion, bei der man die eingestellte Sprache nicht ändern kann!

Das Tacho ist übrigens noch original. Dieser hat zwar die Meilenskala, jedoch wird nach Einstellung des BC dauerhaft km/h in digitaler Form mit angezeigt. Da das aber doch sehr gewöhnungsbedürftig ist und für den W204 mit AMG Paket jetzt die "neuen" Tachos mit "Tunneloptik" zur Verfügung stehen werde ich das Tacho noch wechseln (lassen). Dann bekomme ich auch die Außentemperatur in Celsius statt Fahrenheit angezeigt. Im gleichen Zuge wird auch die 215km/h V-max aufgehoben. ;)

Wenn das geschehen ist kann man nur noch an den Blinkern in der Stoßstange erkennen, dass es ein US-Modell ist. Für diese gibt es allerdings auch schon "getönte" Versionen, so dass die nicht mehr auffallen.

Fotos werden dieses Wochenende gemacht und anschliessen hier geposted.

Vielen Dank noch mal und viele Grüße,

Tim

Hi Tim,

freut mich das du einen Weg gefunden hast!

Könntest du evtl. auch ein paar Infos zum Ablauf, Preise usw. hier mal posten??

Wäre sicherliche nicht der einzigste dem das interessiert! ;)

MFG und schonmal Danke!

Themenstarteram 21. August 2008 um 11:51

klar doch... ;)

 

Kauf in den USA

Hier stößt man eigentlich bereits auf das größte Problem! Man wird als Deutscher (oder eher jeder US-Ausländer) keinen Händler finden, der einem einen MB jünger als 1 Jahr verkauft. Selbst dann wird es bei MB Händlern mehr als schwierig...

 

Grund: Wenn ein in den USA ausgeliefertes MB Fahrzeug innerhalb eines Jahres bei einem Händerl außerhalb der USA erfasst wird, bekommt der USHändler eine Strafe von US$10000 (glaube ich). Deswegen verkaufen die generell nicht an Ausländer. Wenn man glaubhaft wirkt dass man für 1-2 Jahre in den USA bleibt muss man dann ein "Non-Export-Agreement" unterschreiben.

 

Tipp: Gebrauchte Fahrzeuge von Privat kaufen!

 

Transport:

Vom Hafen in den USA (z.B. Newark) bis Bremerhaven muss man ca. 1000 - 1500 Euro rechnen. Problem: Es gibt keine Transportgarantie auf Lackschäden, wenn es sich um ein gebrauchtes fahrzeug handelt. Da ca. 1/4 aller Fahrzeuge nach dem Transport Kratzer aufweisen ist das ein heikles Spiel. Recht häufig hat man auch größere beschädigungen, da beim verzurren auf dem Schiff "geschlampt" wurde. Man sollte davon ausgehen, dass man pro Transport durchschnittlich 500-1000 Euro für Lackarbeiten aufwenden muss.

Hinzu kommt ggf. noch Transport innerhalb der USA zum hafen (ca. 300 Euro) und von Bremerhaven zum Zielort (200-400 Euro)

 

Gebühren, Zoll, MwSt.:

Für Handling etc. beim Zoll und Fracht muss man mit ca. 300 Euro rechnen.

Viel mehr ins gewicht schlägt Zoll und MwSt. Auf den kaufpreis in den USA und die Transportkosten kommen 10% Zoll hinzu. Auf den Gesamtpreis inklusive Zoll dann noch die üblichen 19% MwSt.

Beispiel:

US$ 35.000 - Kaufpreis USA

US$   2.000 - Transport USA und Seefracht

-----------

US$ 37.000 zu verzollen

US$   3.700 Zollgebühren

------------

US$ 40.700 Gesamt mit Zoll

US$   7.733 MwSt.

-----------

US$ 48.433 inklusive Zoll und MwSt.

 

Dazu kommen dann noch Handling und Transport in Deutschland. Wie viel das in Euro ist kann sich jeder selbst ausrechnen. ;)

 

Umrüstung und Anmeldung:

Kann man nicht selbst machen, da man diverse Gutachten benötigt. Ein US-Umrüster nimmt zwischen 1500 und 3000 Euro für die Zulassungsprozedur.

Hinzu kommen:

  • Neue Scheinwerfer (war bei mir so - habe Halogenscheinwerfer)
  • Tacho-Einheit (Meilenskale ist sehr gewöhnungsbedürftig...)
  • Comand / Navi

 

 

Das wäre im Prinzip alles was ich "kurz" dazu schreiben kann. Bevor der eine oder andere Kommentare dazu hat, wie "wenig" ich gespart habe... Wenn man in den USA für eine gewisse Zeit angemeldet war und dann nach Deutschland zieht kann man das Fahrzeug als Umzugsgut deklarieren. Dann ist er frei von Zoll und MwSt. ;) Es gibt auch "Gerüchte" dass man bei in Deutschland hergestellten Fahrzeugen den Zoll nicht zahlen muss. Dafür notwendig sind ein Schreiben vom Hersteller, mit dem dieser bestätigt dass das Fahrzeug mit der angegebenen Ident-Nr. in Deutschland gefertigt wurde und ein kooperativer Zoll!

 

So, das soll erst mal reichen. ;)

 

Viele Grüße,

Tim

 

Vielen Dank dir!!!!

Hab meinen C220 CDI T nun eine Woche, aber interessant ist es auf jeden Fall!

Danke nochmals und viel Glück und Freude mit dem neuen Gefährt!!!

Themenstarteram 21. August 2008 um 12:29

Danke :)

ein perfekter bericht :) vielen dank dafür und ich denke das es für den ein oder anderen sicherlich sehr hilfreich ist:)

.... das das mit der software so funktioniert, habe ich mir schon gedacht, da ja alle technischen sowie motorenbauteile identisch sind; schon allein aus kostengründen :) .. bis auf den tacho, scheinwerfer, ... etc.

freut mich, das der freundliche nun doch eingelenkt hat :D .. und schliesslich macht die werkstatt das ja auch nicht umsonst ;)

Schöne Auflistung, das nenn ich mal Zahlen, Daten, Fakten. Sehr gut.

Kauft man eine US Version des W204 wird der mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in Südafrika gebaut. Hat was mit den Zöllen zutun. Also Transport in die Staaten, dort ein Jahr fahren und dann nach Europa. Mmmmmh mit Glück geht alles gut, aber was ist wenn...

Ist der W204 aus Kapstadt wirklich der W204 wie aus Bremen/Sindelfingen? (Wollte die Frage ohne Wertung mal in den Raum - Forum- stellen)

 

Ich hab meinen Wagen (CLC CL203) aus Brasilien bekommen, 3 bis 4 Kratzer. Jeweils an den Türen. Der Wagen sollte eigentlich ganz neu sein. Hatte 92 Km gelaufen und war (ist) zerkratzt.

w204 in südafrika gebaut??? wäre mir neu:confused: ... aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren:) ...

.... ist zwar unlogisch (aus kostengründen) aber denkbar:confused:...

wer weis da näheres ????

nochmals danke an den bericht von "soenni" ... sehr klare und detalierte infos:) ... klasse

Das Werk ist in East London. Meines Wissens bauen die dort nicht für den deutschen Markt. Sonder eher für Export, US-Märkte und Rechtslenker.

http://www.daimler.com/.../...-0-0-0-0-0-12075-7145-0-0-0-0-0-0-0.html

der W203 wurde dort auch schon gebaut

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