Bremsscheiben hinten ringförmig abgeplatzt / verrostet Golf 7
Hallo zusammen,
bei meinem Golf 7 (5 Jahre, 100 tkm, meist Langstrecken mit höherer Geschwindigkeit) habe ich immer darauf geachtet die Bremsscheiben vor dem Abstellen gut trocken zu bremsen. (Wenn man in einer Innenstadt ankommt ists halt schwierig.)
Bislang sind noch die original Bremsscheiben drauf. Jetzt zeigen plötzlich die hinteren Bremsscheiben erschreckenden Verschleiß: Ein relativ breiter Ring außen an der Bremsscheibe wird offenbar nichtmehr von den Belägen erreicht, und ist zu größeren Teilen abgeplatzt (ca. 1mm tief).
Mich wundert dies auch, weil die letzten Wochen kaum noch Salz gestreut wurde, und trotzdem so massiver Rost sichtbar ist, obwohl das Auto trocken gebremst abgestellt wurde (aber dann 2 Tage im Regen stand).
Dann auf einer Gefälle-Strecke fünfmal stark runtergebremst: Danach Foto 3+4, und die nassen Felgen haben hinten leicht gedampft, vorne dagegen nicht. Daraus schließe ich stärkere Wärmeentwicklung als normal bei den hinteren scheiben.
- was kann hierfür die Ursache sein? die elektrische Handbremse ist grundsätzlich aktiv.
- lässt sich hier noch was retten, oder sind neue Scheiben fällig? In Kürze Termin bei der VW-Werkstatt... lohnt sich hier vorher ein Versuch bei einer freien Werkstatt wegen Abdrehen o.ä.?
- was kann man außer trockenbremsen noch tun, um die Scheiben zu schonen? Konservierungssprays o.ä.?
Danke!
117 Antworten
Und das eigentliche Thema war jetzt nochmal genau welches ... ???
Ah ja - jetzt hab' ich's wieder:
"Bremsscheiben hinten ringförmig abgeplatzt / verrostet Golf 7"😁
Da es um den Golf ging, bezog es sich auf diesen und nicht allgemein.
Aber nun gut. Bevor es zu weiteren Missverständnissen kommt. Ein Golf 7 wiegt 1,2 bis 1,6 t, von daher ist er für mich bis 150 PS moderat motorisiert. Das haut doch niemanden um. Ab 200 PS kann da meiner Meinung nach von stark motorisiert sprechen.
Wartungstechnisch ist eine Trommel tatsächlich aufwändiger.
Bitte einfach im Forum lesen, nirgends gibbet soviel Ärger mit Scheibenbremsen hinten, wie bei VAG. Dort ist es die Regel. Bei anderen Herstellern ist es die Ausnahme.
Ob Fahrwerkregelsysteme tatsächlich einfacher darzustellen sind, bezweifle ich. Ein Smart for2 Typ 451 hat Heckantrieb und Trommeln hinten. ASR und ESP funktionieren tadellos. Andere Frontantriebe sollten da einfacher sein, zum einen ist eine Trommelbremse eben eine Bremse, zum anderen kann es problemlos so ausgelegt werden, dass hinten kein Blockieren vorkommt und dazu kommt wieder, das vorne für die Spurstabilität eh mehr gebremst wird.
Von daher bleibe ich dabei. Es ist blingbling. Die Scheiben sind VAG typisch hin, verursachen Kosten. Eine Trommelbremse hätte den Zweck erfüllt und müsste EVENTUELL mal gereinigt und nachgestellt werden - mehr nicht.
Zitat:
@KJ121 schrieb am 13. Februar 2024 um 05:37:31 Uhr:
Dass diese Bremse schon länger nicht mehr einwandfrei funktioniert, sieht doch ein Blinder mit Krückstock!Warum macht man da noch großartig Fotos und stößt hier eine Debatte an, anstatt umgehend dafür zu sorgen, dass die Fuhre wieder verkehrssicher wird?
Ich verstehe es grad echt nicht!Sättel, Beläge&Zubehör und Scheiben an der Hinterachse einmal in neu, bitte.
Bei der Laufleistung wohl eh kein Thema.Die Automatikfunktion der elektrischen Feststellbremse würde ich übrigens, grad im Winter, deaktivieren.
So siehts aus und man braucht nichts weiter ergänzen.
Sowas kommt nicht über Nacht sondern gedeiht über Monate.
Mich würden nicht nur die Scheiben, sondern eher noch der Bremsbelag interessieren.
Oder die Scheibe und Belag sind soweit unten das gar kein Fleisch mehr drauf ist?
Sollte spätestens beim Reifenwechsel auffallen.
und bei 8 Jahren... Leute, es gibt lackierte und unlackierte Scheiben, was wird wohl ein Hersteller hernehmen der Geld ohne Ende benötigt für seine Transformation (ist ja auch nachzulesen in der Presse- 1+1 zusammenzählen muss man halt selber können).
Zitat:
@benprettig schrieb am 14. Februar 2024 um 12:20:21 Uhr:
Bitte einfach im Forum lesen, nirgends gibbet soviel Ärger mit Scheibenbremsen hinten, wie bei VAG. Dort ist es die Regel. Bei anderen Herstellern ist es die Ausnahme.
Was meistens den Ärger macht, sind fest sitzende Bremssättel. Ab 200.000 km sind die tatsächlich typisch, aber leicht zu reparieren. Solche verrosteten Scheiben wie hier gezeigt sind auch bei VW die Ausnahme.
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Ja klar sind die hier gezeigten Scheiben ein extremes Beispiel, sowie die Rost befallen sind. Dennoch einfach mal mit offenen Augen Autos am Straßenrand ansehen, beim vorübergehen, auf Parkplätzen. VAG Bremsen sind selten richtig blank, wie es sein sollte.
Und ja, festgehende Bremssättel kenne ich auch zuhauf von 3er und 1er BMW. Da würde ich BMW beschissene Qualität unterstellen.
Zitat:
@benprettig schrieb am 14. Februar 2024 um 12:20:21 Uhr:
Aber nun gut. Bevor es zu weiteren Missverständnissen kommt. Ein Golf 7 wiegt 1,2 bis 1,6 t, von daher ist er für mich bis 150 PS moderat motorisiert. Das haut doch niemanden um.
Ja, in der Beschleunigung nicht, trotzdem will die Bewegungsenergie beim Bremsen vernichtet werden. Da gibt's dann halt doch einen Unterschied zwischen Golf 1 mit 150PS und 800kg und Golf 7 mit 150PS und 1,6t. 😉
Zitat:
... zum einen ist eine Trommelbremse eben eine Bremse, zum anderen kann es problemlos so ausgelegt werden, dass hinten kein Blockieren vorkommt ...
Echt? Auf allen Untergründen (Eis)?
Zitat:
... und dazu kommt wieder, das vorne für die Spurstabilität eh mehr gebremst wird.
Nö, für Spurstabilität wird hinten mehr gebremst. 😉
Gruß Metalhead
Nein. Google mal.
Natürlich wird vorne stärker gebremst.
Bevor man wieder mit Details meine Aussage aus den Zusammenhang reißt.
Ich meine Pkw. Wie das bei Lkw oder anderen Kraftfahrzeugen ist, weiß ich nicht.
Zitat:
@benprettig schrieb am 14. Februar 2024 um 13:04:06 Uhr:
Nein. Google mal.
Natürlich wird vorne stärker gebremst.
Nein, nicht mehr bei modernen Autos. Bei leichten Bremsungen wird primär hinten gebremst (Tempomat bremst auch nur hinten um Fading zu vermeiden). Wenn stärker verzögert werden muß macht natürlich die Vorderachse die Hauptarbeit, aber statisch verteilt ist das heute nicht mehr.
Gruß Metalhead
Zitat:
@Go}][{esZorN schrieb am 14. Februar 2024 um 13:37:34 Uhr:
BTT bitte.
Soo ganz off-topic ist das hier nicht. Wenn der Golf ebenfalls stärker auf der HA bremst, dürfte sowas überhaupt nicht vorkommen (auch bei eher Kurzsstrecke nicht).
Da wären wir dann wieder bei klemmenden Sätteln (wobei die IMHO eigentlich nur ausgefahren hängen können) bzw. nicht entlüfteten Bremskreisen.
Aber unterm strich läufts erst mal auf "Sättel prüfen" und alles neu raus.
Gruß Metalhead
Wenn man einen Riss in der Manschette hat und den Wagen unter ungünstigen Bedingungen etwas stehen lässt, können die Kolben auch in der Ruheposition festgammeln.
Zitat:
@mecco schrieb am 14. Februar 2024 um 15:22:34 Uhr:
Wenn man einen Riss in der Manschette hat und den Wagen unter ungünstigen Bedingungen etwas stehen lässt, können die Kolben auch in der Ruheposition festgammeln.
Gegen vollen Bremsdruck? Da müsste er schon sehr lange stehen. Aber ja theoretisch möglich (aber wohl eher unwahrscheinlich).
Gruß Metalhead
Gewöhnlich gammelt der Belag auf dem Dreck der Führungsbereiche fest und der/die Bremskolben drücken dann die Beläge schief gegen die Scheibe. Das erzeugt dann das ungleichmäßige Tragbild.
Zitat:
@mecco schrieb am 14. Februar 2024 um 12:34:06 Uhr:
Was meistens den Ärger macht, sind fest sitzende Bremssättel. Ab 200.000 km sind die tatsächlich typisch, aber leicht zu reparieren. Solche verrosteten Scheiben wie hier gezeigt sind auch bei VW die Ausnahme.
Meinst du, die Ausnahme?
Nun ich kenne solche Bremsscheiben auch vom Audi Q3, die so aussahen, bei ca. 120.000 km und weitere Fahrzeuge aus dem VAG Konzern.
Zitat:
@mecco schrieb am 14. Februar 2024 um 12:34:06 Uhr:
Was meistens den Ärger macht, sind fest sitzende Bremssättel.
Und die sind häufig Folge von Nichtbenutzen der Handbremse und ausbleibenden Bremsflüssigkeitswechseln. Mechanik fest dank Nichtbenutzen, wenn dann mal genutzt löst es nicht mehr richtig, Feuchtigkeit in der Bremsflüssigkeit fördert Korrosion, Korrosion führt zu weniger Leichgängigkeit bis hin zu defekten Dichtungen.
Der größte Vorteil der Trommelbremse ist dass man das Elend nicht sieht. Wenn ich sehe wie viele Trommeln bei der HU erstmal nicht gescheit Bremsen ... da sind häufig die Scheiben trotz schlechtem Tragbild in der Wirkung besser. Und haben eben den großen Vorteil dass man ohne Zerlegen sieht wenn was im Argen ist.