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Bremsflüssigkeit alleine wechseln

VW Golf 3 (1H)
Themenstarteram 4. Dezember 2018 um 21:21

Hallo allerseits

Fahrzeug

Golf 3, 1.8L, 90ps, ADZ Motor, mit ABS, mit Klima, bj.1995, 270000tkm

Ich habe mir so ein Luftdruckreservoire (s.Bild) gebastelt. Aus einem 5 Liter Kunststoff-Motorölbehälter.Möchte damit mein Bremssystem entlüften.

Wollte es zuerst mit der Bremspedal-Pump-Variante machen, was ich schonmal gemacht habe (vor 5 Jahren), mit einem Kumpel zusammen. Habe aber Schiss dass ich eine von den Membranen des Bremskraftverstärkers beschädige.

Daher möchte ich auf den Bremsflüssigkeitsbehälter Druck geben und die Flüssigkeit wechseln. Reihenfolge HintenRechts/HintenLinks/VorneRechts/VorneLinks.

In die Werksatt möchte ich ungern. Mache es lieber selber, damit ich weiß, was ich wie und wo gemacht habe.

Hab den Golf nun seit 10 Jahren, und das selbständige Reparieren und Werken hat größtenteils wegen Eurer Hilfe zu 95% geklappt. Hab mich ehrlich gesagt einfach daran gewöhnt selber zu machen. Warum ich ungern zu einer Werksatt gehe, außer dass man Zahlen muss, weiß ich ehrlich gesagt selber nicht. Ich glaub ich fühl mich sicher wenn ich es selber erldigt habe. Und ich weiß dass natürlich der Bremsflüssigkeitswechsel nicht die Welt kostet :) . Aber dennoch.

Ich habe mal auf dieses gebastelte Ding 1,8 Bar Luft reingejagt. Hält ohne Probleme. Es entweichen pro 15 Minuten soviel Luft, dass der Druck um 0,1 Bar fällt. Denke das

ist dicht genug.

Ich pumpe die Luft mit einer Fahrradpumpe. Habe leider kein Kompressor.

Meint ihr, dass die 1,8 Bar reichen, um die Bremsflüssigkeit adäquat rauszudrücken?

Was haltet ihr von der Methode ?

Oder soll ich doch lieber Mit der 2-Mann-Pumpmethode vorgehen?

Vielen Dank im Voraus.

Reservoire Ding
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57 Antworten
Themenstarteram 5. Dezember 2018 um 22:47

Big-little

Glaube hast mich falsch verstanden.

Das was morsch sein könnte, bei einem 23 Jahre alten KFZ, und evtl reißen könnte ist eine von den Membranen im Bremskraftverstärker.

Themenstarteram 5. Dezember 2018 um 22:57

Und den Kanister schalte ich in die konstruktiion damit ich ein Luftdruckreservoire habe. Ich hab ja nur eine Luftpumpe und keinen kompressor.

Wenn ich die Luftpumpe ohne den 5 Liter Kanister direkt an den bremsflüssigkeitsbehälter dran mache dann habe ich ein zu kleinen LuftFüllvolumen bei 1,2 Bar. Dann müsste ich in sehr kurzen Intervallen immerwieder pumpen.

Wenn ich den Kanister vorschalte ist es nicht so, wenn ich richtig liege.

Wenn ich in den 5 Liter Kanister 1.2Bar gebe und die kompressivität und die Dehnung des Kanisters (Kunststoff) berücksichtige dann müsste ich ein LuftFüllvolumen von ca 4 Litern erhalten. Das reicht eigentlich satt

Themenstarteram 5. Dezember 2018 um 22:58

Aber ich möchte euch jetzt auch nicht weiter nerven.

Ich werde es machen und gebe dann Rückmeldung

Wenn Du beim Entlüften, wo keine zusätzlichen Drücke entstehen und der Motor in aller Regel auch nicht läuft, Membranen zum zerreißen bringst, dann bist Du aber gut!

Nee, mal im ernst. Dir ist wahrscheinlich der Aufbau und die Funktionsweise einer hydraulischen Bremse nicht bekannt? Sei beruhigt, es sind schon Tausende und aber Tausende Pkw-Bremsen mit Hilfe der Zweimann-Methode entlüftet worden und es sind dabei die Bremskraftsverstärker, so weit sie verbaut waren, nie zu Schaden gekommen. Daß sich mal ein Kolben im Hauptbremszylinder verklemmt hat, kommt schon mal vor. Vor allem wenn man kein Gefühl in den Füßen hat und wie ein Pferd auf das Pedal tritt. Das ist mir vor laaanger Zeit bei meinen ersten Versuchen selbst einmal passiert. Das ist dann zwar ärgerlich, aber relativ schnell mit einem neuen Hauptbremszylinder erledigt.

Nerven würdest Du nur, wenn Du nicht lernfähig wärst und immer wieder die selben Fragen stellen würdest.

Die Du hier nerven könntest, lesen Deine Fragen nicht. Jeder der an seinem Gefährt schraubt hat mal mit seiner ersten Schraube angefangen. Glaubst Du alle die hier ihr Wissen zum Besten geben haben dies mit in ihre Wiege gelegt bekommen? Sie wollen nur helfen und ihr Wissen an den Mann oder die Frau bringen und selbst dabei vielleicht noch etwas lernen.

Themenstarteram 5. Dezember 2018 um 23:17

Ok dann hab ich es vllt falsch verstanden. Kann durchaus sein. :)

Also ich kenne es so dass ein Schlauch von der motoransaugung zum BKV geht und dort entsteht dann zwischen 2 Membranen ein unterdruck. Dieser Unterdruck wirkt dann als zusätzliche bremskraft.

Korrigier mich wenn es falsch ist.

Und diese 2 Membranen sollen wohl auch gerne mal reißen bei dieser 2-MannMethode.

Themenstarteram 5. Dezember 2018 um 23:20

Ich bin Gesundheits-/Krankenpfleger und aktuell im 5. Semester des Medizinstudiums. Und als Stundent spart man halt wo man kann. Daher bin ich für dieses Forum sehr dankbar, denn ohne wäre ich glaube ich nur noch DB-Kunde :)

Dann solltest Du Dir aber bei Deinem Wissensstand auch mal jemanden erfahrenerenaus Deinem näheren Kreis suchen, der Dir beim Schrauben beistehen kann. Besonders bei so sicherheitsrelevanten Arbeiten an Bremsen etc.. Wir brauchen ja schließlich in Zukunft unsere Mediziner mit all ihren Gliedmaßen. ;-)

Meine Besuche in "Markenwerkstätten" halte ich auch in Grenzen, aber nicht nur aus finanziellen Gründen, aber auch.

Themenstarteram 6. Dezember 2018 um 0:34

Ich Bau ne neue Gliedmaße dran :)

Ich war letzte Woche in der Klinik im unfallchirurgischen OP-Saal wo eine Cox-EndototalProthese durchgeführt wurde. War fast wie in meiner "Werkstatt" , nur etwas steriler :)

Themenstarteram 6. Dezember 2018 um 0:40

Spaß bei Seite. ....

War die Erklärung mit dem VakuumPrinzip falsch ?

Also hier wird es eigentlich ähnlich erklärt :

https://youtu.be/cP1B9wSgB1I

Ok es gibt nur 1 Membran. Aber ansonsten?

Ja diese Animation der Funktionsweise eines Bremskraftverstärkers ist so weit richtig. Aber eins fehlt und das ist der Hauptbremszylinder der durch die Druckstange die vom Pedal durch den Bremskraftverstärker geht, direkt betätigt wird. Der Bremskraftverstärker verstärkt wie der Name schon sagt, die Kraft die durch das Pedal auf die Druckstange wirkt. Dabei kommt die Kraft nicht aus dem Unterdruck, sondern aus dem Luftdruck selbst, der auf die Membran im Bremskraftverstärker einwirkt. Wenn nun der Motor aus ist und somit kein Unterdruck produziert wird fehlt nur die Unterstützung. Der Kolben im Hauptbremszylinder wird auch ohne Bremskraftverstärkung durch die Druckstange, die vom Pedal kommt bewegt. Dadurch kann auch bei ausgefallenem Motor oder Unterdruckpumpe die Bremsen betätigt werden, allerdings benötigt man dann den besagten Pferdefuß, weil die Bremswirkung ohne die Unterstützung durch den Bremskraftverstärker fehlt. Beim Entlüften nun schiebt man den Kolben des Hauptbremszylinders nicht nur ein paar Millimeter, bis die Bremswirkung eintritt, sondern den ganzen Weg des Hauptbremszylinders. Nun kann es passieren, vor allem nach vielen absolvierten Kilometern, daß der Hauptbremszyliner auf dem kurzen immer benutzten Hubweg einen größeren Durchmesser bekommen hat, als am Ende des Hubweges, wo der Kolben mit den Manschetten im normalen Betrieb nie hin kommt. Dort kann es dann beim zu festen Durchtreten des Pedals während des Entlüftens, zum Klemmen des Kolbens kommen. Aber das passiert sehr selten, besonders bei älteren Fahrzeugen, bei denen die Laufleistung einen höheren Verschleiß bedingen und bei unerfahrenen Schraubern. Wie schon gesagt, das ist mir auch einmal vor sehr langer Zeit passiert. Hier: https://www.youtube.com/watch?v=JsQ6SDWAst0 findest Du die Funktion des Hauptbremszylinders, der direkt mit dem Bremskraftverstärker gekuppelt ist.

Themenstarteram 6. Dezember 2018 um 1:26

Verstanden.

Vielen Dank für detailreiche Erläuterung.

Eine Frage.

Wieso ist das eigentlich so, dass bei mehrmaligem Betätigen des Bremspedals (wenn Motor aus), das Pedal ganz hart wird? Wenn man den Motor anschmeist wirds wieder normal und weich...

Wenn Du den Motor ausschaltest, dann bleibt der Unterdruck im Bremskraftverstärker noch eine Weile bestehen und wird durch das Bremsen abgebaut. Dadurch kann es passieren, daß man das Auto ohne Motor eine Gefällestrecke rollen lässt und bei den ersten beiden Bremsversuchen die Bremse noch einwandfrei funnktioniert. Doch spätestens nach dem dritten Bremsversuch ist dann der Unterdruck abgebaut und die Bremse funktioniert dann nur noch mit einem gehörigen Tritt auf das Bremspedal. Wer sich mit der Technik da nicht auskennt, rauscht dem Vordermann dann ist Heck.

Hier hat sich jemand mit einfachsten Mitteln ein Werkzeug zum entlüften gebaut. Kannst du dir ja mal ansehen:

https://www.youtube.com/watch?v=UJ37oXKfEwo

Themenstarteram 6. Dezember 2018 um 12:05

danke Euch

wie gesagt, ich machs mal, dann geb ich Bescheid ob mir irgendwas durch die Gegend geflogen ist :)

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