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Bremse vorne verhält sich komisch

Mercedes C-Klasse W204
Themenstarteram 9. Juni 2018 um 14:30

Hi leute,

diesmal muss ich seit langem mal wieder eine Frage stellen, bevor ich nun blind anfange weiter teile zu tauschen.

Ich habe ein Problem mit der Bremse vorne rechts.

Folgendes ist neu:

Bremssattel mit Kolben, Manschetten und Dichtungen vorne beide Seiten

Belege sind neu (ATE Ceramic)

Bremsflüssigkeit (ATE DOT 4)

Wenn ich leicht auf die Bremse trete tritt und quasi nicht auf, nur wenn ich mehr oder minder eine harte Bremsung mache. Das Auto zieht dabei, wenn ich das Lenkrad gerade halte stark nach Links, als wenn vorne rechts keine Bremsleistung generiert wird. Lasse ich das Lenkrad leicht los und tritt voll drauf, dreht das Lenkrad von allein nach rechts und das Auto fährt gerade aus weiter.

Beim Flüssigkeitswechsel ist mir aufgefallen, das die Flüssigkeiten vorne links (seite ohne Problem) deutlich leichter druch ging, als vorne rechts. Nachdem ich dann das ganze nochmal mit der Pedalmethode verifiziert habe, ist es besonders deutlich geworden.

Während vorne links die Flüssigkeit sich mehr oder minder leicht durchpumpen lies, war es vorne rechts eher so, das man lange und kräftig drücken musste, bis die Flüssigkeit durchgelaufen ist, so als wenn man das Ventil nicht richtig geöffnet hat. Beide Ventile waren gleich weit geöffnet, bzw das rechte war ein gutes stück weiter offen.

Zu erst hatte ich die Bremsscheiben in verdacht, aber nachdem ich merkte das die rechte Seite sich schwerer entlüften lies, kommt es mir so vor, als wenn da irgendwas im System "blockiert"

Noch eins dazu: Wenn man eine längere härtere Bremsung macht, normalisiert sich das Problem nach etwa 1-2 sekunden. Bedeutet erst bremst es vorne links merkbar mehr und nach 1-2 sekunden, kommt dann vorne rechts auch die Bremskraft, wie sie sein soll.

Hat dazu jemand eine Idee?

Was könnte ich noch testen, um herauszufinden, ob es z.b. am ESP Block liegt oder am HBZ oder die Leitung vielleicht "verstopft" ist? Auf dem Bremsenprüfstand sieht man nichts, dort sind die Werte soweit in Ordnung und auch annährend gleich, das Tragbild der Scheiben ist auch ok.

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 12. Juni 2018 um 10:56

um das ganze hier abzuschließen: die neuen bremsschläuche sind seit gestern verbaut und das problem ist komplett weg. ich werde den defekten schlauch auch nochmal aufschneiden und gucken, wo genau das problem da drin liegt und dann auch gern nochmal ein foto posten. um es aber technisch abzuschließen: der bremsschlauch ist defekt.

bremstest wurde x mal gemacht und man sieht gar nichts, weil man nur langsam den druck aufbaut und das problem nur bei scharfem bremsen vorhanden war.

und nochmal nebenbei: ich denke, ich weiß genau was ich an bremsen mache und was und wie ich am auto arbeite, habe schließlich nicht erst gestern damit angefangen und bin kein bäcker, fernfahrer oder förster.

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Da würde ich man den Bremsschlauch vorne rechts als ersten prüfen. Evtl ist der verdreht drin oder die Leitung evtl irgendwo gequetscht. Es kann auch der Sattel schwergängig sein oder der Kolben darin.

Das würde ich mal überprüfen, der Schlauch darf nicht verdreht sien, er muss eher locker runter laufen und etwas Luft ü berall hin haben. Leider werden auch in Werkstätten mitunter die Sättel verdreht eingebaut. Sieh mal in youtube bei den Autodocs nach, da gibt es so einen Fall.

Themenstarteram 9. Juni 2018 um 15:15

danke für die antwort. ich hatte es auch nochmals kontrolliert, da ist alles locker, nichts verdreht oder gequetscht, die schläuche vorne wurden auch letztes jahr erneuert, im dez hatte ich auch HU und dort war auch alles ok.

kein poltern an der vorderachse oder sonstige merkwürdige geräusche. seit der HU bin ich gut 10.000km gefahren

das ganze gibt mir langsam echt rätsel auf.

ich würde erstmal so weitergehen:

1. bremsschläuche tauschen

2. scheiben rundum neu, in der hoffnung das das hilft.

3. evtl. bald mal alles an der vorderachse an querlenkern, koppelstangen, spurstangen und sonstige kugelgelenke tauschen.

der karren ist nun auch schon 222000km alt (2007er) und die vorderachsteile sind noch die ersten. laut prüfer ist dort aber alles bestens gewesen.

oh und ja, autodoks guck ich auch ab und an, das mit den verdrehten bremsschläuchen ist schon echt krass. auf eines deren videos hab ich auch die radlager vorne mal nachgestellt, war dann doch etwas spiel drin.

am 9. Juni 2018 um 16:24

Könnte eventuell irgendwelche Fremdkörper im Kreislauf als Ursache haben, die z.B. Irgendeine Bohrung verstopfen und somit der Druckaufbau in der Anlage ungleichmäßig schnell geht. Die "schwergängigere Entlüftung wäre hierfür ein Indiz.

Veilleicht hilft, die Anlage quasi rückzuspülen, also die Flüssigkeit vom Sattel her durchzupumpen. Da aber zum Wechsel die Leitung/Schlauch gelöst werden musste, würde ich erstmal vorab dort nachsehen, ob sich da irgendwas verirrt hat.

Mach bitte bei der dekra einen bremsentest. Und bitte nicht ausschliessen das deine vorderachsgeometrie sich verschiebt. Durch ausgeschlagenen zugstreben etc. 200000 halten die im 204 auch nicht oder?? In jeder lkw werkstatt gibt es diese schubplatten wo mann diese kräfte auch mal simulieren kann. Beim prüfen mit montierhebel ist das unter umständen nicht sichtbar bzw nicht richtig zu hebeln.

Radlager vorne nachstellen?

Themenstarteram 9. Juni 2018 um 17:38

rückspülen klingt nach einer guten idee, das könnte was bringen, das guck ich mir mal an.

ja daher meine anmerkung mit den vorderachsteilen, ich denke auch, das die ziemlich fertig sind.

HU wurde beim TÜV gemacht mit den pneumatischen schubplatten auf der hebebühne, mit dem montierhebel machen die schon lange nichts mehr da, dort sah alles gut aus, aber ich werd nochmal eine zweite untersuchung machen, nur um sicher zu gehen.

@radlager vorne nachstellen: ja, sind gesteckte mit zwei rollenlager, durch den heckantrieb ist es kein gekapseltes wie es an den antriebsachsen ist.

ich danke euch jedenfalls schonmal für die tipps, ist manchmal besser nochmal 2-3 weitere meinungen zu hören und zu bestätigen, das man nicht komplett auf dem holzweg ist oder jemand kennt sowas vielleicht und sagt gleich: ja das ist folgendes...

:)

DANKE bisher!

am 9. Juni 2018 um 18:50

Wenn es dann klar ist, was los war/ist, wäre ein kurzes Feedback natürlich interessant ;)

Themenstarteram 9. Juni 2018 um 22:19

klaro, ich komm ja selber schon nach monaten oder jahren zurück und guck was ich geschrieben habe, vor kurzem erst was ich damals über öl geschrieben habe :D

ich tausch morgen einmal die schläuche von links nach rechts und guck mal wie es sich verändert und guck mir die hintere bremse auch nochmal an, nicht das der wagen auf einer seite schwach bremst und deswegen verzieht. finden werde ich das problem aber schon, da bin ich mir sicher.. hat ja bis vor kurzem ganz normal funktioniert :confused:

am 10. Juni 2018 um 0:57

Eventuell ist eine kleine Nebenwirkung der "erschwerten" Entlüftung, dass sich da jetzt irgendwo eine Luftblase befindet, die dafür sorgt, dass da ein Bremskolben etwas verzögert drückt. Der Gedanke kam mir vorhin, als ich darüber nochmal nachdachte. Manche Sachen beschäftigen mich dann schon, weil sie mich neugierig machen.

Themenstarteram 10. Juni 2018 um 7:07

ja der gedanke mit der luftblase kam mir gestern abend dann auch nochmal, mir ist dann auch noch aufgefallen, wenn die bremse kalt ist, ist das problem nur sehr leicht vorhanden, wenn die bremse richtig heiß ist, ist es besonders schlimm

Themenstarteram 10. Juni 2018 um 9:59

update: ich hab nun nochmals die bremse komplett von hinten nach vorne entlüftet.

folgendes: keine luft, ich hab insgesamt sicher 1,5l durchgepumpt. was mir def. aufgefallen ist: vorne rechts ist es schwer durchzupumpen, ähnlich wie hinten, vorne links sehr leicht. also muss da irgendwas drin sein. ich werd mal vor dem bremsschlauch öffnen und in eine wanne reinpumpen. nicht das der bremsschlauch wirklich einen an der pfanne hat, sonst kann es fast nur noch der ESP Block sein. Die Leitungen sind absolut Rostfrei und komplett sauber und fest verschraubt.

nebenbei werde ich auch nochmal an dem anderen mercedes vorne rechts gucken, wie es sich anfühlt und dann weiter auf fehlersuche gehen.

ich bleibe erstmal bei dem tipp mit dem bremsschlauch (vielleicht zugequollen, materialfehler oder dergleichen) oder der ESP Block verabschiedet sich langsam..

Warum wurde der Bremssattel getauscht? Ist der getauschte Sattel ein Originalteil? Gleicher Hersteller und gleiche Nummer? Die kleinste Abweichung kann bereits solche Folgen haben. Nach meiner Erfahrung werden Bremsssättel daher immer achsweise getauscht.

Wenn da eine Luftblase ist, müsste das auch hinten links Auswirkungen haben.

Bremssättel werden vielleicht in bestimmten Werkstätten achsweise getauscht, nötig ist das aber nur bilanztechnsich, technisch ist das Unsinn.

Ich hatte aber in den vergangenen 42 Jahren, seit ich Scheibenbremsen habe, noch nie einen defekten Sattel. Bei meinem Bruder hatten wir mal einen Sattel getauscht, aber auch hier nur den einen Sattel. Und der hat das inzwischen 20 Jahre überlebt.

Themenstarteram 10. Juni 2018 um 10:34

ich hatte witzigerweise genau vorne rechts ein geräusch problem, wenn die bremse warm wurde, hat es ein knarzen gegeben, wenn man drauftritt und loslässt. ich habs noch nicht zerlegt mangels zeit und funktionierdem kompressor, aber ich denke mal das dort der kolben an der dichtung gescheuert hat und daher das knarzen kam.

zum tausch: original mercedes teil, wurde alles erneuert, kompletter dichtungssatz, entlüftungsschraube, kolben usw.

warum beide seiten? ich bin ein freund davon immer alles achsweise zu tauschen, ist kein mehraufwand und man hat beidseitig immer mehr oder minder das selbe teile alter. beim glühkerzen tauschen, tausch ich auch immer alle oder wenn querlenker oder spurstangen(köpfe) fertig sind, immer gleich achsweise. sicher ist das technisch nicht immer notwendig, aber beide seiten auf gleichem stand zu haben ist mir persönlich einfach lieber.

mach ich übrigens bei bremsteile wechseln auch, also wenn die beläge hin sind, mach ich gleich die scheiben mit neu, notwendig oder nicht..

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