Benzinverbrauchsanzeige fehlerhaft oder tatsächlich extrem hoher Verbrauch?
Hallo zusammen,
ich habe heute meinen Astra K Sports Tourer 1.0 ecoflex vom Händler abholen dürfen. Es ist ein Jahreswagen aus 2017.
Ich bin bis jetzt ca. 100 KM gefahren und der Durchschnittsverbrauch lt. BC beträt satte 14.3 l (Ich hatte den BC resetet bei Beginn der Fahrt). Ich bin nicht im Stadtverkehr unterwegs gewesen..nur Landstraße und ca. 30 KM Autobahn und das auch eher sparsam (Autobahn Tempo 120)
Da stimmt doch etwas nicht mit der Anzeige oder dem Wagen. Oder muss sich die Verbrauchsanzeige erst einspielen?
Danke für Eure Hilfe...
Beste Antwort im Thema
Wer “braucht“ denn überhaupt schon einen BC? Dann lieber einen schnellen Dreisatz an der Tanke. Das hält auch das Hirn frisch. 🙂
37 Antworten
Du kannst das Thema mal bei der nächsten Inspektion ansprechen. Der BC ist soweit ich weiß kalibrierbar.
Zitat:
@-Pacman- schrieb am 3. März 2018 um 16:41:29 Uhr:
Was ist denn nun richtig?In den letzten Wochen haben wir Sitz- und Lenkradheizung, sowie Klima aufgrund der Witterung viel genutzt. Wird der Verbrauch dafür nicht im Bordcomputer mitgerechnet?
Jedweder Verbrauch der dafür sorgt dass die Einspritzung des Motors betätigt wird, geht in die Berechnung ein, also auch die Last der Lichtmaschine, des Klimakompressors und Schleppleistungen wie Rollwiderstand oder festgegangene Bremsen etc. Defekte die den realen Verbrauch ggü. dem errechneten Verbrauch erhöhen (wie etwa ausgewaschene Einspritzdüsen, Leckagen, undichtes Ansaugluftsystem), wirken sich an der Zapfsäule aus, jedoch auch in der Abgasnachbehandlung, d.h. solche Fehler werden idR nach einigen Kilometern Fahrt per Motorkontrollleuchte angezeigt.
Lange Stillstandszeiten bei laufendem Motor erhöhen natürlich auch den Verbrauch pro gefahrener Strecke, wenn man lediglich den Absolutverbrauch betrachtet. Gleiches gilt für die Benutzung einer Standheizung, deren Verbrauch wird der Bordcomputer des Astra K nicht anzeigen. Die Abweichung nimmt aber ab je höher der Fahranteil ist, das sollte man beim Vergleich beachten.
Wichtig und oft vergessen wird zusätzlich die Bereifung des Fahrzeugs. Nicht die Profilsorte, sondern der Umfang des Reifens spielt eine Rolle bei der Frage danach welche Strecke denn zurückgelegt wurde. Dafür greift man idR auf den Wegstreckenzähler des Fahrzeugs zurück. Wenn der Reifenumfang größer ist als vom Fahrzeug für die Berechnung herangezogen, dann kommt ein höherer Verbrauch pro Kilometer heraus (es wurde tatsächlich mehr Strecke pro Verbrauch zurückgelegt), obwohl evtl. mit korrekter Bereifung in Ordnung. Sollte bei Serienbereifung natürlich nicht so sein. Bei dieser Form der Abweichung müsste sich die Differenz zwischen Anzeige*Distanz und Zapfsäule dann mit jedem weiter zurückgelegten Kilometer weiter erhöhen, d.h. bei 200km doppelt so hoch wie bei 100km.
Sind diese Punkte ausgeschlossen/berücksichtigt rechnet das Motorsteuergerät evtl. tatsächlich mit falschen Korrekturwerten, bzw. es wurde fehlerhaft korrigiert.
Wie schon häufiger im Thread genannt kann dann durch den FOH eine Anpassung der Verbrauchsberechnung vorgenommen werden, es empfiehlt sich dazu vorher ein paar Betankungen lang zu sammeln welche Abweichung denn im Mittel vorliegt.
MfG BlackTM
P.S.: sofern es nicht zum Vor-Vorgänger geändert wurde, dann gibt der Durchschnittsverbrauch auch nicht den Durchschnitt über die gesamte Strecke an, sondern nur über die letzten ca. 30 (?) Kilometer. Verfährt man also 3/4 der Tankfüllung mit wenig Verbrauch und das letzte 1/4 mit viel Verbrauch, dann gibt auch das eine Abweichung.
Nein, das ist unmöglich.
Es dauert immer etwas bis sich der Bordcomputer eingependelt hat.
Also etwas Geduld.
Bei meinem Astra K(1.4 turbo dynamic/110KW/ohne S+S) liegt der Verbrauch im gemischten Betrieb über das Jahr gesehen bei 6,8-7,5l/100km.
Die Toleranz von 0,3 l Abweichung BC ist da schon eingerechnet. Generell zeigen BC`s immer etwas weniger Verbrauch an.
Generell kontrolliere ich immer den Verbrauch, indem ich volltanke. Dann beim nächsten Tankstop km notieren. Liter X100 geteilt durch gefahrene km. Das ist die beste Methode. Dann hat man den genauen Verbrauch ermittelt.
Naja wenn es Leute gibt bei denen der BC einen Liter zu wenig anzeigt dann ist das aber nicht Sinn der Sache. Denn dann brauche ich auch keinen BC.
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Zitat:
@Astra1971 schrieb am 16. März 2018 um 10:08:18 Uhr:
Generell zeigen BC`s immer etwas weniger Verbrauch an.
Dachte ich auch. Bis mir ein Bekannter gezeigt hat, dass sein BC im Insignia einen Liter mehr anzeigt.
Also einen funktionierenden BC finde ich schon sinnvoll, wenn man eine Liter Abweichung hat ist es einfach nur extrem nervig. Denn wenn mal besonders sparsam unterwegs ist und sich schon über den niedrigen Verbrauch freut.
Persönlich rechne ich auch immer den Verbrauch selbst aus zur Kontrolle.
Meine Erfahrung zeigen, dass Kurzstrecken den BC die Sache wohl erschweren und Langstrecke ihn deutlich genauer machen.
Mal ehrlich:
Im Prinzip ist die Verbrauchsanzeige doch nur ein nettes Gimmick, dass es dem modernen Menschen ermöglicht, noch fauler zu werden, als er eh schon ist. Stichwort "selbst ausrechnen".
Zitat:
Zager and Evans:
In the year 5555
Your arms are hanging limp at your side
You legs got nothing to do
Some machine's doing that for you
Was wirklich interessant ist, ist eine funktionierende Tankuhr. Die sagt mir nämlich recht genau, dass ich in den nächsten 50 km keinen Sprit mehr habe und etwas dagegen unternehmen sollte.