Benzinpreise und Fahrverhalten

Volvo

Hallo zusammen,

bei den jetzigen Spitzenpreisen für Sprit macht das Fahren ja bald keinen Spaß mehr.
Mich würde mal interessieren, wo bei euch die Schmerzgrenze liegt und evtl. Fahrten nicht mehr gemacht werden oder sogar ein verbrauchsärmeres Fahrzeug erwogen wird.

Also ich nutze auf längeren Strecken, wenn es geht, den Volvo, das kostet fast nur halb so viel mit dem dem MB (zumindest beim Sprit)

149 Antworten

Schaut Euch mal den Artikel hier an, ist von einem alten Prof. von mir und vielleicht ganz interessant.

Gruß, Testsieger

Ein grüner Prof. aus dem grünen Freiburg...

Eine Steuer ist also dann "gut", wenn sie ergiebig ist. Ein interessanter Ansatz. Man könnte ja auch auf die Idee kommen, daß eine gute Steuer eine niedrige ist, die dem Steuerzahler genügend Geld beläßt, so daß er selbst und nicht der Staat entscheidet, was er damit anfängt.

Eine Steuer dient nicht der Staatsfinanzierung, sondern der Lenkung der Gesellschaft, weil der Staat besser weiß, was für den Bürger gut ist. Auch etwas, das tief blicken läßt.

Die Verteuerung der PKW-Nutzung geht also verkehrspolitisch in die richtige Richtung. Es fragt sich nur, welche Partei für den Prof. bestimmt, was verkehrspolitisch richtig ist?

Die OPEC und die Erdölgesellschaften fressen eine Steuersenkung sofort wieder auf und besser unsere Regierung gibt unser Geld aus als irgendjemand anders. Wenn alles schief geht, gibt der Bürger plötzlich sein Geld einfach selbst aus - ohne die Regierung zu fragen. Warum plädiert der Prof. dann eigentlich nicht für einen generellen Steuersatz von 100 % oder gleich die Verstaatlichung des Privateigentums. Dann haben die bösen Kapitalisten überhaupt nichts mehr, was sie bei uns abschöpfen können und der alles steuernde Staat entscheidet weise, was er uns mit unserem Geld Gutes antun kann.

@Advokat:

Kannst Du Deinen Beitrag so verschlüsseln, dass er für SPD-Politiker nicht lesbar ist?

Die machen das sonst..........

Gruß

Martin

oh je, jetzt wird es politisch :-)))

da fällt mir sofort ein die Diskussion um die Gewerbesteuer und deren Erhöhung/Abschaffung.
wie sagte ein örtlicher SPD-Politiker aus der Kanzlerstadt dazu:
die Gewerbesteuer soll auskömmlich sein...

Da krieg ich doch ein ......, wenn ich sowas höre.

Nichts dafür tun, aber einkassieren und besser wissen wollen, was für andere gut ist.

Steuern sollen lenken, die Erzielung von Einnahmen darf nicht im Vordergrund stehen.
Wer beschließt, die Ökosteuer zur Sanierung der Rentenkasse zu verwenden, hat von Problemanalyse keine Ahnung.

Hilfe, mein Blutdruck.......

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Zitat:

Original geschrieben von hjp xc70


da fällt mir sofort ein die Diskussion um die Gewerbesteuer und deren Erhöhung/Abschaffung.
wie sagte ein örtlicher SPD-Politiker aus der Kanzlerstadt dazu:
die Gewerbesteuer soll auskömmlich sein...

Da krieg ich doch ein ......, wenn ich sowas höre.

Nichts dafür tun, aber einkassieren und besser wissen wollen, was für andere gut ist.

Steuern sollen lenken, die Erzielung von Einnahmen darf nicht im Vordergrund stehen.
Wer beschließt, die Ökosteuer zur Sanierung der Rentenkasse zu verwenden, hat von Problemanalyse keine Ahnung.

Wie geht nochmal der kotzende Smily? 😉

(unpolitischer) Gruß

Martin

Zitat:

Original geschrieben von XC70D5


Wie geht nochmal der kotzende Smily? 😉

Der fehlt hier in der Tat !!!

Wobei ich bei aller berechtigter Kritik an unsere Politiker, auch an die Lobbyisten mit den dicken Geldbeuteln erinnern möchte, die sich gern im Hintergrund aufhalten ...

@ Advokat

Also eins vorweg: Freiburg wurde seinerzeit noch nicht *grün* regiert, zudem ist der Prof. Schweizer und wird sicher nicht von irgendeiner Partei *bestochen* oder sonstwas...

Zur Ergiebigkeit von Steuern: Den Ansatz, den der Prof. in seinem Artikel gewählt hat, mag Dir (und mir ebenfalls) möglicherweise aus verständlichen Gründen nicht passen, falsch ist er aber nicht unbedingt. Du selbst hast unlängst etwas von *Jammern auf hohem Niveau* geschrieben, begründet damit, daß wir ja auch ein Auto fahren können, daß erheblich weniger Benzin verbraucht. Du hast aber auch begründet, warum wir dies nicht tun. Wenn der Staat genau diese Situation ausnutzt, ist das für uns sicher nicht schön, aber verständlich (aus Staatssicht) ist es allemal.

Ob dieser Ansatz verkehrspolitisch in die richtige Richtung geht, wage ich insoweit zu bezweifeln, als daß von den Bürgern gerade auch in Bezug auf das Thema Arbeitsplatz ein höheres Maß an Mobilität gefordert wird, auf der anderen Seite dann aber die Ökosteuer ständig erhöht und die Pendlerpauschale gekürzt wird. Dies fördert sicher nicht die Mobilität bzw. Flexibilität, einen weiter vom Wohnort (im Grünen 🙂 ) entfernten Arbeitsplatz anzunehmen. Wobei man auch hier wieder sagen könnte, daß man einer hohen Ökosteuerbelastung entgehen KANN, wenn man eben auf ökonomischere Autos zurückgreift. Du weißt sicherlich auch, was unser Herr Trittin als Gründe für die Erhöhung der Ökosteuer anführt (eben u.a. genau so eine Lenkungsfunktion wie im Artikel beschrieben; anderes Beispiel ist die vor kurzem ins Gespräch gebrachte höhere Besteuerung von Billigflügen, damit man am WE nicht mal eben nach London zum *Shoppen* fliegen kann...); daß sie im Endeffekt die Funktion hat, den Rentensteuersatz niedriger zu halten als er ohne diese Steuer wäre, wird der Öffentlichkeit nach Möglichkeit verschwiegen.

Sicher kennst Du aber auch die andere Seite der Medaille, nämlich die, daß der Staat - man könnte manchmal sagen *leider* - auch gerade solche Lenkungsaufgaben zu erfüllen hat. Man denke nur an ein paar im GG verankerte Prinzipien, die er ohne die Erhebung von Steuern nicht erfüllen könnte. Aber das geht jetzt wohl zu weit...

Was ich einzig und allein mit der Bereitstellung dieses Artikels zeigen wollte, ist eben genau das, was Du in Deinem letzten Absatz schreibst. Es würde nichts bringen, die Ökosteuer jetzt wieder zu senken, da dann eben die Mineralölkonzerne sofort an der Preisschraube drehen würden und für die Verbraucher im Endeffekt nichts gewonnen wäre. Denn auch dort hat man gesehen, was deutsche Konsumenten für Benzin bereit zu zahlen sind, und wenn der Staat eben nicht mehr in dem Maße abschöpft, wie er es momentan tut, dann tun es eben die Konzerne oder die OPEC. Nur würden dann wahrscheinlich auch die Rentenbeiträge gleich wieder steigen, was Dir persönlich wahrscheinlich relativ egal ist - aus bekannten Gründen. Du kannst meiner Signatur sicher entnehmen, auf welcher Seite ich stehe, aber auch wenn ich persönlich in ein paar Jahren zu Deiner Berufsgruppe gehören werde und ebenfalls nichts mit den Rentenerhöhungen am Hut habe - ich versuche trotzdem, auch noch den Großteil der Bevölkerung im Auge zu behalten.

Gruß, Testsieger

Zitat:

Original geschrieben von Testsieger2003


Herr Trittin... anderes Beispiel ist die vor kurzem ins Gespräch gebrachte höhere Besteuerung von Billigflügen,

Wenn man für 97k€ einen Jet vom Bund missbraucht, sollte man m.M. nach vorsichtig mit solchen Forderungen sein.

Da wir aber ein Volk von leidensfähigen und -willigen ..... sind, würde es mich auch nicht wundern, wenn diese Regierung noch ´ne 3. "Chance" vom Wähler bekommt...

Gruß

Martin

Der leider zu viele Verpflichtungen hier hat um auszuwandern 😉

Hallo Testsieger,

als ich vom WS 91/92 bis SS 95 in FR studiert habe, hatte die Stadt zwar einen rot/grün-dominierten Rat, aber eine schwarze Bürgermeisterin (die Frau des damiligen Dekans).

Bei der Gelegenheit: kennst Du den Prof. aus dem für Juristen (damals) obligatorischen VWL-Schein oder hast Du Dir ein Doppelstudium angetan?

Als ich vom "Jammern auf hohem Niveau" geschrieben habe, hatte ich die sogenannten Besserverdienenden vor Augen, die sich über 18l/100km bei Vollgasfahrten im XC90-Drittwagen ärgern. Das Thema Öko- und Mineralölsteuern anzuschneiden, hatte ich mich einfach nicht getraut. Jetzt sind aber die Dämme gebrochen.

Natürlich ist mir klar, daß der Staat Geld braucht, soziale Aufgaben erfüllen muß und sich nicht nur auf eine Nachtwächterrolle zurückziehen kann. Dazu soll er Steuern erheben. Wenn die Steuerlast ein Niveau erreicht hat, das für die Wenigen, die die Steuern überproportional erwirtschaften, nicht mehr erträglich ist, muß an anderer Stelle eingespart werden. Wo ich das Einsparpotential sehe, kannst Du Dir denken und will ich in einem Auto-Forum nicht weiter auswalzen.

Zum Kotzen finde ich aber den arroganten, staatsdirigistischen Ansatz einer gewissen Koalition, der damit beginnt, dem Bürger vorschreiben zu wollen, wie er gefälligst von A nach B reisen darf, wo er seine Wochenenden verbringen darf, mit welcher Kapitalanlage er für sein Alter vorsorgen darf, aus welcher Produktionsart sein Strom stammen soll usw. und damit endet, "die Lufthoheit über den Kinderbetten" seiner Bürger zu beanspruchen.

Noch ein abschließendes Wort zum Versorgungswerk der RAe, auf welches Du wohl anspielst. Natürlich können wir froh sein, nicht in die Kaltenteignungsmaschinerie BfA einzahlen zu müssen. Aber einerseits wirst Du ja auch bald feststellen, daß die Rendite, die dort erzielt wird, nicht das Gelbe vom Ei ist und Du eigenverantwortlich besser vorsorgen könntest. Zum anderen wird bei anhaltender Ebbe in der Rentenkasse der Druck auf die Überführung der berufsständischen Versorgungswerke in die BfA und die Zwangsmitgliedschaft aller Selbständigen immer größer. Ich habe noch Herrn Bsirske im Ohr, der im letzten Sommer mit Schaum vor dem Mund namentlich Superreiche (zu denen ich übrigens nicht gehöre) benannt hat, die ohne weiteres eine Vermögenssteuer zahlen sollen (weil nämlich Vermögen, das in der Hand des Bürgers ist, igitt ist).
Mit gleicher Begründung kann man auch die Versorgungswerke einebnen.

OT: (aber das ist hier ja fast alles)

Zitat:

Original geschrieben von Advokat


Herrn Bsirske... ...Superreiche

Superreich wird er wohl nicht sein, aber bei seinem Posten als "Vertreter des arbeitenden Volkes" verdient er im Monat mehr, als manch einer seiner Vertretenen im Jahr...

Gruß

Martin

... da fællt mir, ziemlich populistisch, aber wohl wahr, der spiegel-artikel ein, der vorrechnete, dass eichel nach zwei legislaturperioden im dienste des bundes und ein paar jahren krimskrams vorher eine rente zusteht, die beim »durchschnittlichen« arbeitnehmer eine arbeitszeit ab dem 16. jahrhundert voraussetzt. na holla.
ansonsten schwinge ich mal die moderatorenkeule® und wuensche mir, dass ihr an jedes dritte wort ein »motor« hængt. 😁

lieb gruss
oli

jetzt wird's schwierig»motor«

(ich tippe den»motor« text erstmal runter»motor« und haenge dann»motor« an jedes dritte»motor« wort ein »motor«»motor« ran. okay, oli»motor«?)

also. benzinpreis und»motor« fahrverhalten stehen fuer mich»motor« in keinem direkten»motor« abhaengigkeitsverhaeltnis. wer 'nen»motor« cabrio oder was»motor« auch immer als»motor« zweitwagen sein eigen»motor« nennt und dann»motor« vor lauter geiz»motor« beide autos stehen»motor« laesst und mit»motor« dem rad faehrt»motor«, hat selbiges ab»motor«. sorry. der spritpreis»motor« steht fuer mich»motor« eher in einem»motor« direkten zusammenhang zu»motor« den verbrauchswerten der»motor« naechsten automobilen anschaffung»motor«.

hierzu eine ganz»motor« einfache rechnung:

man»motor« kann heute schon»motor« autos kaufen, die»motor« unter 4 liter verbrauchen»motor«. vielleicht kommt man»motor« inzwischen bei entsprechender»motor« fahrweise sogar locker»motor« auf 3 - keine ahnung»motor«. was wir so»motor« fahren verbraucht doch»motor« aber im schnitt»motor« eher mehr als»motor« 9 liter, die diesel»motor« natuerlich entsprechend weniger»motor«. also koennte der»motor« sprit locker 3x soviel»motor« kosten und im»motor« wesentlichen wuerde sich»motor« nichts aendern - man»motor« muesste sich nur»motor« das entsprechende auto»motor« zulegen. jaja, ein»motor« lupo ist viel»motor« zu klein und»motor« ein v70 gerade»motor« mal ausreichend gross»motor«. ihr habt ja»motor« recht. aber wie»motor« oft braucht man»motor« den vielen platz»motor« denn wirklich???

insofern»motor«: bis 2,50 euro pro»motor« liter (diesel) komme»motor« ich nicht auf»motor« die idee, mein»motor« fahrverhalten zu aendern»motor«. zumindest nicht deswegen»motor«. dann schon eher»motor« mein kaufverhalten.

Zitat:

Original geschrieben von boisbleu


Mag sein, dass es verantwortungsvolle Ausnahmen gibt, aber viele Firmenwagenfahrer und alle Aussendienstler (und die meine ich eigentlich) die ich kenne, treten die Wagen bis zum Anschlag. Zeitdruck, schlechtes Timing und Staus sind die Situationen, die Aussendienstler zum Bleifuß treibt. Klar gibt es Ausnahmen.

Von der Sorte gibt es leider sehr viele. Ich bin zwar auch viel unterwegs, aber bin dann meistens mehrere Tage vor Ort, so dass ich nicht so unter Zeitdruck stehe. Aber was ich dann auf den Autobahnen erlebe ist schon unglaublich. Da wünsche manchmal selbst ich mir mehr Kontrollen 🙁

Ich fahre zwar jetzt seit zwei Monaten einen Firmenwagen, aber deswegen verhalte ich mich nciht anders als wenn ich einen eigenen Wagen zu unterhalten hätte. Wer das tut, hat irgendwas nicht richtig verstanden.

Gruß, Olli

Zitat:

Original geschrieben von XC70D5


Da wir aber ein Volk von leidensfähigen und -willigen ..... sind, würde es mich auch nicht wundern, wenn diese Regierung noch ´ne 3. "Chance" vom Wähler bekommt...

Bitte nicht! Aber welchen Kanzlerdarsteller haben die anderen zu bieten? Wir haben die Wahl zwischen VW und Opel, dabei wollen wir doch Volvo - um mal wieder zum Thema zurückzukommen 😉

Gruß, Olli

@ Martin:
Die 3.Chance sehe ich momentan gottlob nicht! Aber sicher, man sollte niemals nie sagen ...!

@ murcs:
Auch wenn mir Deine Meinung sehr am Herzen liegt (.......), aber den Beitrag tue ich mir nicht an ... 😉

@ All:
Was wir unbedingt vorübergehend mal brauchen, ist eine Partei mit einer absoluten Mehrheit, die auch mal dazu in der Lage ist, Ideen umzusetzen. Daran hapert's doch derzeit am allermeisten - von meinen oben zitierten Lobbyverbänden mal abgesehen! Ich denke von unseren sogenannten Volksvertretern hat momentan keiner die Weisheit gepachtet, auch wenn oftmals so getan wird. Von daher gehören einige Sachen einfach mal durchgesetzt, PUNKT !

Der Stillstand und das ständige Nachflicken, weil wieder irgendein Herr "XY" auch noch seinen Senf dazugeben muss, nervt doch am allermeisten!

Und wir (das Volk) müssen uns auch mal an die eigene Nase fassen, wenn es um Änderungen geht. Es gilt doch immer die Devise: Erst die anderen , dann vielleicht auch ich!

In diesem Sinne:

Gute Nacht

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