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Beinahe-Unfall

Themenstarteram 7. Juni 2007 um 23:27

Moin,

muss Euch einfach mal berichten, was mir neulich widerfahren ist.

Ich war an einem Samstag von meiner Freundin auf der Rückfahrt nach Hause. Die Fahrt führte mich durch die Stadt, die zu fortgeschrittener Stunde am Stadtrand bereits fast leer war.

Ich war also auf der Hauptstraße, vor mir ein Golf V, der ortsfremd war und mit 45 vor sich hin dümpelte. Etwas genervt fuhr ich hinterher denn überholen wollte ich in der Stadt schonmal gar nicht.

Als wir uns auf eine bereits ausgeschaltete Ampel zu bewegten, setzte der Golf seinen Blinker und wollte rechts abbiegen. Wir befanden uns immer noch auf der Vorfahrtsstrasse. Da ich durch die schleichende Fahrt wie gesagt genervt war und sich hinter mir sowie auf der Gegenfahrbahn weit und breit niemand befand, fuhr ich etwas links versetzt um am langsam werdenden Golf vorbeizufahren. Ich befand mich zu dem Zeitpunkt also auf der Linksabbiegerspur, obwohl ich ja geradeaus wollte. OK, wie gesagt - war ja schon spät und niemand da, den ich behindert hätte. Der Golf fuhr gerade rechts ein, wir befanden uns zu dem Zeitpunkt auf selber Höhe direkt vor dem Kreuzungsbereich.

Genau in diesem Moment kam von rechts ein Kleinwagen (Polo?), vollbesetzt, mit geschätzten 60-70 km/h in die Kreuzung geschossen. Da der Golf in diesem Moment bereits rechts eingefahren ist und ich mich fast auf der Kreuzungmitte befand, konnte ich rechts rüber, gleichzeitig griff das ABS aufgrund der Vollbremsung. Ich war immerhin gerade am Beschleunigen, ca. 50 km/h standen auf meinem Tacho.

Ich sah mich schon im Heck des Polo kleben! Ich sag Euch, da fehlten vielleicht 5 cm - sowas knappes!!! Nachdem ich kurz vor einem Zaun zum Stehen kam, konnte ich nur noch sehen, dass der Polo ungebremst seinen Weg zog.

Meine Knie waren am Tag danach noch weich! Das hätte auch ganz anders ausgehen können. Vielen Dank an meine Schutzengel, die in dieser Nacht wohl noch nicht geschlafen haben!

Naja, wollte ich hier nur mal loswerden. Im Falle eines Crashes hätte ich den Polo hinten seitlich getroffen. Das hätte bei der Geschwindigkeit einen Überschlag des Polos zur Folge haben können. Bei einem vollbesetztem Fahrzeug keine schöne Vorstellung.

Meine Freundin meinte, dass sie besonders nachts immer langsam in die Kreuzungen einfahre, da einige "Idioten" meinen, ihnen würde nachts die Stadt alleine gehören....

Gruß

Krümel

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10 Antworten

Da hat wohl jemand Todessehnsucht gehabt, was? Kann ich nicht verstehen, wie irgendwelche Deppen da einfach über Vorfahrtsstraßen brettern, ohne auch nur ansatzweise auf den Verkehr zu achten.

So Leuten müsste man sofort den Führerschein weg nehmen. Schade, dass du dafür keine Zeugen hast. Sonst hätte der mal ne schöne Anzeige bekommen wegen Straßenverkehrsgefährdung.

ja hast du echt glück gehabt......

Themenstarteram 8. Juni 2007 um 10:02

Naja, selbst wenn ich einen Zeugen gehabt hätte, der Polo ist weitergefahren ohne zu bremsen! Ein Kennzeichen zu erkennen war in dieser Situation unmöglich. Normalerweise hätte ich auf der Stelle hinterher fahren müssen, aber in der Situtation war mir gar nicht danach. Außerdem: Ich alleine und die zu viert oder fünft, hätte ich ja eh keine Chance gehabt...

Gruß

Krümel

45 ist kein "Schleichen" sondern definitionsgemäss knapp unter der innerorts zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Trotzdem ist dein Verhalten hierzulande leider die Regel, wenn jemand es wagt, nicht mindestens die Höchstgeschwindigkeit einzuhalten. Da wird dann dicht aufgefahren, nervös nach links und rechts herumgezuckelt, gestikuliert, gehupt usw.

Das rechtfertigt natürlich in keinster Weise, dass der Polo anderen die Vorfahrt nimmt. Möglicherweise hat er dich aber aus irgendeinem Grund nicht gesehen, vielleicht weil du auf der falschen Spur warst?

Zitat:

Original geschrieben von Großkunde

Das rechtfertigt natürlich in keinster Weise, dass der Polo anderen die Vorfahrt nimmt. Möglicherweise hat er dich aber aus irgendeinem Grund nicht gesehen, vielleicht weil du auf der falschen Spur warst?

Genau, und deshalb darf der Polo dann einfach mit 50 über die Kreuzung rauschen?

Selbst wenn der TE links abbiegen wollte (was ja nicht der Fall war) hätte er trotzdem Vorfahrt gehabt.

Zitat:

Original geschrieben von Großkunde

45 ist kein "Schleichen" sondern definitionsgemäss knapp unter der innerorts zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Trotzdem ist dein Verhalten hierzulande leider die Regel, wenn jemand es wagt, nicht mindestens die Höchstgeschwindigkeit einzuhalten. Da wird dann dicht aufgefahren, nervös nach links und rechts herumgezuckelt, gestikuliert, gehupt usw.

Das rechtfertigt natürlich in keinster Weise, dass der Polo anderen die Vorfahrt nimmt. Möglicherweise hat er dich aber aus irgendeinem Grund nicht gesehen, vielleicht weil du auf der falschen Spur warst?

Genau, und du fährst wohl immer Strich 50 in der Ortschaft. Gut, dass es noch Menschen wie dich gibt...:rolleyes:

"Menschen wie ich" würden sich in der Tat freuen, wenn der Straßenverkehr in Deutschland etwas entspannter vonstatten gehen könnte. Ich erlebe es jeden Tag so, dass alle vor allem _gegeneinander_ fahren.

Dazu passt auch die zumindest latent aggressive Diktion deiner Antwort (@325ci Fahrer). Viele sehen es geradzu als ihre Pflicht an, auf "vor sich hinschleichenden Schwächlingen" herumzuhacken.

Ja und wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein!

Themenstarteram 8. Juni 2007 um 22:47

Paßt jetzt zwar nicht zum Thema, aber man sollte generell zwischen verschiedenen Situationen unterscheiden!

Wenn ich auf der AB linke Spur eine Kolonne von LKWs überhole und von hinten jemand meint, mir auf einen Meter auffahren zu müssen und Lichthupe gibt (in Luft auflösen kann man sich dann auch nicht), dann gebe ich dir, Großkunde, Recht. Gerade auf ABs wird die Fahrweise immer aggressiver.

Jedoch: Wenn ich auf Landstraße jemanden vor mir habe, der 90 statt 100 fährt, platzt mir schonmal die Hutschnur. Auch innerorts muss man nicht schleichen. Sofern es die Verkehrslage zuläßt, soll man auch die vorgeschriebene Geschwindigkeit fahren und im Verkehrsfluss bleiben.

Was IMHO auch ein "NoNo" ist, sind Rechtsabbieger auf einer Landstraße, auf der es keine Abbiegespur aber einen Standstreifen gibt. Solche Leute, die dann abbiegen, schön von 100 auf 30 runterbremsen und dabei mitten auf der Fahrbahn bleiben, anstatt rechts über den Standstreifen zu verzögern so dass man links daran vorbeiziehen könnte, ohne in den Gegenverkehr zu geraten. Ein bißchen Rücksichtnahme könnte da auch drin sein...

Umso freundlicher finde ich dann LKW-Fahrer, die in Stoßzeiten oder unübersichtlichen Kurven extra weit nach rechts auf den Standstreifen fahren, um einen Überholvorgang mehrerer PKWs möglich zu machen. :)

Gruß

Krümel

Zum Glück kann einen "schleichen" mittlerweile auch 50€ kosten, bzw. der Fahrprüfer gibt den Führerschein nicht her.

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