auto motor sport startet Frontalangriff gegen Toyota

Toyota Prius 3 (XW3)

Hallo zusammen!

Die aktuelle Ausgabe der "auto motor sport" hat mich außerordentlich belustigt, wird doch im ganzen Heft versucht, Toyota und deren Vorsprung in der Hybrid-Technoligie zum Marketing-Gag abzuqualifizieren.
Dies ist zum Teil mit derart platten Halbwahrheiten und propagandistischen Plattitüden erfolgt, dass ich nicht mehr an mich halten konnte und einen erbosten Leserbrief geschrieben habe. Es ging unter anderem darum, dass die Co2-Bilanz eines jeden Hybridfahrzeuges ja schon durch den Schiffstransport von Japan nach Europa zerstört würde und diese Antriebstechnologie von daher sinnlos sei.

Hier also mein Leserbrief an "ams" (die Toyota Marketing-Abteilung habe ich in die cc gesetzt 😉):

Sehr geehrte Damen und Herren,

als langjähriger Leser Ihrer Zeitschrift bin ich über die „Meinung“ von Frau Haschek in Ihrer aktuellen Ausgabe (Seite 150) geradezu entsetzt.
Sie schreibt: „Wer wie sie (gemeint ist Frau Künast, meine Anmerkung), den Hybridantrieb als ultimativen Ausweg postuliert, und damit über Tausende von Kilometern von Japan nach Europa verschiffte Toyota meint, ist bei der Co2-Gesamtdiskussion in die Sackgasse geraten.“
Bereits an dieser Stelle frage ich mich, ob es sich hier um objektive Berichterstattung oder um Propaganda der untersten Schublade und billigste Polemik zur Vertuschung der Versäumnisse der einheimischen Automobilindustrie handelt.
Wie hoch ist wohl der Co2-Ausstoß des Transportschiffes pro Hybridfahrzeug, wenn man bedenkt, dass bei einer Schiffsfahrt von Japan nach Europa tausende von Autos befördert werden?
Muss bei deutschen Autos, die in den USA produziert werden (Mercedes M-Klasse, BMW Z4) der Transportweg nach Europa dann nicht auch in die Co2-Bilanz einbezogen werden?
Wird die Co2-Bilanz eines aus Brasilien importieren VW Fox, oder eines aus Mexico importierten VW Jetta, Golf Variant oder Beetle durch den Transportweg nicht auch deutlich getrübt?
Wie groß ist der Co2-Ausstoß der bei der Produktion der unterschiedlichen Autos verursacht wird?
Wie hoch ist der Energiebedarf des einzelnen Autos in der Produktion? Wird der Strom durch Atom- oder vorrangig durch Co2-intensive Kohlekraftwerke erzeugt?
Sie werden leicht feststellen, dass das von Frau Haschek vorgebrachte Argument in einer globalisierten Welt auf fast jeden Hersteller anzuwenden ist und es einem Fauxpas gleicht, die Verdienste der japanischen Automobilindustrie auf dem Sektor der umweltfreundlichen Hybrid-Technologie in den Dreck zu ziehen.
Dazu passt auch die folgende Aussage: „Frau Ex-Ministerins Parteigenosse Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, treibt es auf die Spitze……..Palmer beteuert, er wechsle sofort zu einem schwäbischen Hersteller, böte diese ein vergleichbar umweltfreundliches Fahrzeug an. Herr Palmer, ist der Smart Fortwo CDI mit 90 Gramm, also 14 Gramm weniger als Ihr Prius, nix?“
Mal abgesehen davon, das Smart kein schwäbischer Hersteller ist, scheint Frau Haschek dabei entgangen zu sein, dass es sich beim Prius um ein 4,45m langes Mittelklassefahrzeug handelt, welches mehr als 100 PS Systemleistung generiert, während es sich beim Smart Fortwo offensichtlich um ein konkurrenzlos kleines Gefährt von 2,75m Länge handelt, dass gerade mal 45PS im Stande zu leisten ist, und mit den Annehmlichkeiten eines Prius nun wirklich nichts gemein hat.
Würde sich die Diskussion nicht nur aufs Co2 fokussieren, sondern würden auch Stickoxide (NoX) und Partikel bedacht, die in der ganzen Diskussion offensichtlich keine Rolle mehr spielen, so sieht selbst der Smart CDI gegen den Prius alt aus.
Über die Abgasbilanz von Fahrzeugen aus Stuttgart, die mit dem Prius in Abhängigkeit von der Fahrzeugklasse tatsächlich konkurrieren, möchte ich in diesem Zusammenhang lieber mal den Mantel des Schweigens decken.
Den Abgasvergleich von Oberklasselimousinen aus Stuttgart, München oder Ingolstadt mit den Hybrid-Modellen von Lexus erspare ich Ihnen und mir auch lieber.
Anstatt endlich den Druck auf die deutschen Autohersteller zu erhöhen, macht sich Frau Haschek den Spruch „Angriff ist die beste Verteidigung“ zu Eigen, und spielt sich mit hanebüchenen Argumenten zur Lobbyistin der deutschen Automobilindustrie auf. Wie man auf Seite 148 leicht feststellen kann, untermauert die sonstige Berichterstattungen Ihrer Zeitschrift die Polemik von Frau Haschek noch zusätzlich. So wird auf ein Neues behauptet, dass der Transportweg von Hybrid-Fahrzeugen aus Japan deren Vorteile teilweise zunichte macht. Besteuert wird aber hinterher doch die Emission des Fahrzeuges selbst und nicht diejenigen die beim Transport entstehen, wenn ich richtig informiert bin?
Ist dann für den mündigen Konsumenten ein Hybrid-Fahrzeug nicht doch die unterhaltsgünstigste Lösung?
Diese Erkenntnis würde ihr Weltbild als bitterer Kämpfer für die deutsche Automobilindustrie allerdings vollends zerstören, nicht wahr?
Aber mit der Schlagzeile „Toyota verliert bei der Zuverlässigkeit“ schicken Sie ja nochmals einen Todesstoß gen Japan.
Wie Sie an meinem erbosten Leserbrief feststellen können, ist der mündige Bürger und geneigte Leser nicht dumm und glaubt nicht jeden Unfug der abgedruckt wird.
Ich für meinen Teil werde Ihre Zeitschrift nicht mehr kaufen, weil ich diese protektionistischen Maßnahmen zugunsten der (schlafenden) einheimischen Autoindustrie und gegen die japanische Autoindustrie, die zu nichts dient außer Defizite der eigenen Autoindustrie zu überspielen, nicht auch noch finanzieren werde.
Um mit dem Eingangsstatement zu schließen: In der Co2-Diskussion hat sich einzig Frau Haschek in die Sackgasse manövriert.

Viele Grüße

Christian

Beste Antwort im Thema

Hallo zusammen!

Die aktuelle Ausgabe der "auto motor sport" hat mich außerordentlich belustigt, wird doch im ganzen Heft versucht, Toyota und deren Vorsprung in der Hybrid-Technoligie zum Marketing-Gag abzuqualifizieren.
Dies ist zum Teil mit derart platten Halbwahrheiten und propagandistischen Plattitüden erfolgt, dass ich nicht mehr an mich halten konnte und einen erbosten Leserbrief geschrieben habe. Es ging unter anderem darum, dass die Co2-Bilanz eines jeden Hybridfahrzeuges ja schon durch den Schiffstransport von Japan nach Europa zerstört würde und diese Antriebstechnologie von daher sinnlos sei.

Hier also mein Leserbrief an "ams" (die Toyota Marketing-Abteilung habe ich in die cc gesetzt 😉):

Sehr geehrte Damen und Herren,

als langjähriger Leser Ihrer Zeitschrift bin ich über die „Meinung“ von Frau Haschek in Ihrer aktuellen Ausgabe (Seite 150) geradezu entsetzt.
Sie schreibt: „Wer wie sie (gemeint ist Frau Künast, meine Anmerkung), den Hybridantrieb als ultimativen Ausweg postuliert, und damit über Tausende von Kilometern von Japan nach Europa verschiffte Toyota meint, ist bei der Co2-Gesamtdiskussion in die Sackgasse geraten.“
Bereits an dieser Stelle frage ich mich, ob es sich hier um objektive Berichterstattung oder um Propaganda der untersten Schublade und billigste Polemik zur Vertuschung der Versäumnisse der einheimischen Automobilindustrie handelt.
Wie hoch ist wohl der Co2-Ausstoß des Transportschiffes pro Hybridfahrzeug, wenn man bedenkt, dass bei einer Schiffsfahrt von Japan nach Europa tausende von Autos befördert werden?
Muss bei deutschen Autos, die in den USA produziert werden (Mercedes M-Klasse, BMW Z4) der Transportweg nach Europa dann nicht auch in die Co2-Bilanz einbezogen werden?
Wird die Co2-Bilanz eines aus Brasilien importieren VW Fox, oder eines aus Mexico importierten VW Jetta, Golf Variant oder Beetle durch den Transportweg nicht auch deutlich getrübt?
Wie groß ist der Co2-Ausstoß der bei der Produktion der unterschiedlichen Autos verursacht wird?
Wie hoch ist der Energiebedarf des einzelnen Autos in der Produktion? Wird der Strom durch Atom- oder vorrangig durch Co2-intensive Kohlekraftwerke erzeugt?
Sie werden leicht feststellen, dass das von Frau Haschek vorgebrachte Argument in einer globalisierten Welt auf fast jeden Hersteller anzuwenden ist und es einem Fauxpas gleicht, die Verdienste der japanischen Automobilindustrie auf dem Sektor der umweltfreundlichen Hybrid-Technologie in den Dreck zu ziehen.
Dazu passt auch die folgende Aussage: „Frau Ex-Ministerins Parteigenosse Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, treibt es auf die Spitze……..Palmer beteuert, er wechsle sofort zu einem schwäbischen Hersteller, böte diese ein vergleichbar umweltfreundliches Fahrzeug an. Herr Palmer, ist der Smart Fortwo CDI mit 90 Gramm, also 14 Gramm weniger als Ihr Prius, nix?“
Mal abgesehen davon, das Smart kein schwäbischer Hersteller ist, scheint Frau Haschek dabei entgangen zu sein, dass es sich beim Prius um ein 4,45m langes Mittelklassefahrzeug handelt, welches mehr als 100 PS Systemleistung generiert, während es sich beim Smart Fortwo offensichtlich um ein konkurrenzlos kleines Gefährt von 2,75m Länge handelt, dass gerade mal 45PS im Stande zu leisten ist, und mit den Annehmlichkeiten eines Prius nun wirklich nichts gemein hat.
Würde sich die Diskussion nicht nur aufs Co2 fokussieren, sondern würden auch Stickoxide (NoX) und Partikel bedacht, die in der ganzen Diskussion offensichtlich keine Rolle mehr spielen, so sieht selbst der Smart CDI gegen den Prius alt aus.
Über die Abgasbilanz von Fahrzeugen aus Stuttgart, die mit dem Prius in Abhängigkeit von der Fahrzeugklasse tatsächlich konkurrieren, möchte ich in diesem Zusammenhang lieber mal den Mantel des Schweigens decken.
Den Abgasvergleich von Oberklasselimousinen aus Stuttgart, München oder Ingolstadt mit den Hybrid-Modellen von Lexus erspare ich Ihnen und mir auch lieber.
Anstatt endlich den Druck auf die deutschen Autohersteller zu erhöhen, macht sich Frau Haschek den Spruch „Angriff ist die beste Verteidigung“ zu Eigen, und spielt sich mit hanebüchenen Argumenten zur Lobbyistin der deutschen Automobilindustrie auf. Wie man auf Seite 148 leicht feststellen kann, untermauert die sonstige Berichterstattungen Ihrer Zeitschrift die Polemik von Frau Haschek noch zusätzlich. So wird auf ein Neues behauptet, dass der Transportweg von Hybrid-Fahrzeugen aus Japan deren Vorteile teilweise zunichte macht. Besteuert wird aber hinterher doch die Emission des Fahrzeuges selbst und nicht diejenigen die beim Transport entstehen, wenn ich richtig informiert bin?
Ist dann für den mündigen Konsumenten ein Hybrid-Fahrzeug nicht doch die unterhaltsgünstigste Lösung?
Diese Erkenntnis würde ihr Weltbild als bitterer Kämpfer für die deutsche Automobilindustrie allerdings vollends zerstören, nicht wahr?
Aber mit der Schlagzeile „Toyota verliert bei der Zuverlässigkeit“ schicken Sie ja nochmals einen Todesstoß gen Japan.
Wie Sie an meinem erbosten Leserbrief feststellen können, ist der mündige Bürger und geneigte Leser nicht dumm und glaubt nicht jeden Unfug der abgedruckt wird.
Ich für meinen Teil werde Ihre Zeitschrift nicht mehr kaufen, weil ich diese protektionistischen Maßnahmen zugunsten der (schlafenden) einheimischen Autoindustrie und gegen die japanische Autoindustrie, die zu nichts dient außer Defizite der eigenen Autoindustrie zu überspielen, nicht auch noch finanzieren werde.
Um mit dem Eingangsstatement zu schließen: In der Co2-Diskussion hat sich einzig Frau Haschek in die Sackgasse manövriert.

Viele Grüße

Christian

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Zitat:

Original geschrieben von Audilenker



Soso 😁
Das Prius-Konzept mag in der Stadt große Vorteile haben, aber wenn sich das 1.5er Motörchen auf der Autobahn abquält, dabei noch den Generator antreibt - wo (und vor allem wozu) ist dann die Energierückgewinnung?
vg Steve

Du hast das Prius-Konzept halt einfach noch nicht ganz durchschaut. Der Prius hat einen Verbrennungsmotor, einen großen E-Motor und dazu einen zweiten kleineren E-Motor. Beide können als Antrieb genutzt werden, aber auch als Generator. Somit kann der Prius gleichzeitig Strom erzeugen, und mittels des zweiten E-Motors den Benzinmotor unterstützen. Somit erklärt sich auch bei Autobahnfahrten ein geringerer Verbrauch als bei vergleichbaren Benzinern, weil das System einfach effizienter arbeitet.

Meine AB-Fahrten sind im Allgemeinen über 100 km lang - ich bezweifle, daß da der Akku noch die E-Mots powern kann.
😉
vg STeve

Er dient nur beim Beschleunigen als Unterstützung, und das macht richtig Druck, bedenke man das hohe Drehmoment eines E-Motors...

Natürlich nur, wenn der Akku einiges an Ladung vorzuweisen hat.

Ob der Benziner entkoppelt ständig noch den Generator mit antreibt kann ich nicht sagen...

Zitat:

Original geschrieben von sternfreund74


Du hast das Prius-Konzept halt einfach noch nicht ganz durchschaut. Der Prius hat einen Verbrennungsmotor, einen großen E-Motor und dazu einen zweiten kleineren E-Motor. Beide können als Antrieb genutzt werden, aber auch als Generator. Somit kann der Prius gleichzeitig Strom erzeugen, und mittels des zweiten E-Motors den Benzinmotor unterstützen. Somit erklärt sich auch bei Autobahnfahrten ein geringerer Verbrauch als bei vergleichbaren Benzinern, weil das System einfach effizienter arbeitet.

Zitat:

Original geschrieben von Yarissol


Andy, sorry, aber du hast dich mit dem Hybrid-Konzept schlicht nicht befasst. Natürlich generiert der Prius wenn E-Motor und Verbrennungsmotor laufen (und das tun sie unter Vollast) 120PS. Der Prius ist bei 170km/h zum Schutze der Hybrid-Komponenten abgeregelt. Der Prius erreicht durch sein starkes Drehmoment und die recht hohe Systemleistung die 170km/h spielend schnell und bleibt dabei erfreulich leise.

Interessante Argumentationen.

Mir war bis heute nicht klar, dass es ein System gibt, wo mehr rauskommt, als reingesteckt wird, also ein Wirkungsgrad von mehr als 100% im Elektroantrieb vom Prius?

Das erklären zwei, die das Priussystem richtig verstanden haben. *kopfschüttel*

Zur Aufklärung:
letzten Endes stecke ich in den Prius als Energielieferant nur Kraftstoff, richtig? JA!
Wenn ich nun auf der BAB mit sagen wir mal 150km/h fahre, wird der Prius vom Otto-Motor angetrieben, richtig? JA!
Dieser Oto-Motor hat eine Leistung von 78PS richtig? JA
Dieser Motor, muss den Wagen antreiben, zusätzlich einen (von mir aus auch zwei, egal) E-Motor antreiben, und hat dann am Ende mehr Leistung, als die 78PS richtig? JA, wenn man für eine Kurze Zeit stärker beschleunigt, ABER!! in 1000 Jahren nicht, wenn man konstant fährt.
Verbraucht der Prius Systembedingt auch weniger als ein absolut identischer Wagen mit lediglich dem 78PS Ottomotor? Niee und nimmer, weil eben zig Kilos mehr an Bord sind, viel mehr zusätzliche Mechanik bewegt werden muss, und die Elektromotoren IMMER!! mehr Energie aufnehmen, als sie abgeben.

Der arme Prius kann zwar nichts dafür, wenn man ihm physikalische Vergewaltigungen aneignet, aber interessant, wie weit die Vorstellungsweise mancher User geht.

Harry, SwisPrius und MezzoLE, ich weiss, euch wäre das nicht passiert. 😉

Gruß, espe

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Zitat:

Original geschrieben von CelicaSt185


Ob der Benziner entkoppelt ständig noch den Generator mit antreibt kann ich nicht sagen...

Ja, das habe ich mich auch gefragt, ob die bei angenommenen 150km/h noch ständig mitlaufen, aber selbst wenn, wäre es in keinster Weise ein vorteilhaft, jedenfalls nicht wenn man nicht bremst und nicht beschleunigt.

Gruß, espe

Hi espe - du kannst doch nicht... Der Prius stellt sämtliche energetischen Grundsätze auf den Kopf, wußtest du das nicht? 😉

Wenn allerdings irgendwann mal 130 Limit auf den Bahnen ist, braucht man theoretisch keine Megaleistung, das stimmt. Mit 78 PS würde ich mich auch nicht freiwillig zufriedengeben, wenn ich Alternativen hätte. Denn bei 130 weiß ich gar nicht, ob ich überhaupt Gas geb bei meinem Dampfer - nicht daß noch der Motor einrostet 😉.
vg Steve

Zitat:

Original geschrieben von esperanda


Ja, das habe ich mich auch gefragt, ob die bei angenommenen 150km/h noch ständig mitlaufen, aber selbst wenn, wäre es in keinster Weise ein vorteilhaft, jedenfalls nicht wenn man nicht bremst und nicht beschleunigt.

Gruß, espe

Ich sag doch, es gibt hier viele, die das Hybrid-System von Toyota einfach nicht verstanden haben. Die E-Motoren laufen immer mit, weil sie schlicht ein essentieller Bestandteil des Antriebes sind. Der Benziner und die beiden E-Motoren sind über ein Planetengetriebe miteinander verbunden, und das ständig.

Und zum Thema Mehrgewicht: Der Prius hat zwar eine große Zusatzbatterie, und auch zwei E-Motoren und ein bissel Leistungselektronik. Dafür hat er kein herkömmliches Getriebe, keinen Anlasser, keine Lichtmaschine usw. Und der kleine 1.5er Benziner dürfte auch um einiges leichter sein als ein Diesel.

Sternfreund: Die E-Motoren laufen immer mit, weil sie schlicht ein essentieller Bestandteil des Antriebes sind. Der Benziner und die beiden E-Motoren sind über ein Planetengetriebe miteinander verbunden, und das ständig.

Natürlich.
Ich hab das Prinzip ganz gut verstanden, denke ich.
Sinn des Systems ist es ja, das diskontinuierliche Fahren (Beschleunigen/Bremsen) auszugleichen. In der Stadt eine richtig gute Sache.
Auf langen kontinuierlichen Strecken wie eben die Autobahn ist es jedoch eher ein Nachteil, wenn der kleine Benzinmotor noch zusätzlich den Generator speisen muß (wie gesagt, ständige Verbindung..) - damit Power ins Netz kommt, mit der wiederum der Elektromotor gespeist wird, verstehst? Das ist wirkungsgradtechnisch gegenüber dem reinen Benzinerlauf im gleichmäßigen AB-Betrieb ein Nachteil.
vg STeve

Hallo,

meine Güte, was für ein Monster Thread.

1) Wenn Frau Künast sich in ihrer Eigenschaft als Vertreterin Deutschlands hinstellt und ausländische Produkte bewirbt, dann grenzt das meiner Meinung nach schon an Verrat. Sie kann gerne auf Mißstände aufmerksam machen, die zweifelsohne vorhanden sind, z.B. daß die deutsche Autoindustrie in Bezug auf Umweltschutzkonzepte meistens hinterher hinkt. Um so schlimmer wird das, weil es in D mit Smart und Polo Bluemotion mindestens 2 Autos gibt, die weniger CO2 Ausstoß haben. Am besten enthielte sie sich aber jeglicher konkreter Produktnennungen, wie emjay schon geschrieben hat.

2) Die Vergleichbarkeit der Konzepte Prius/Polo/Smart spielt in diesem Kontext gar keine Rolle, es ging ja nun mal ausschliesslich um den CO2 Austoß. Außerdem ist das Hybridkonzept nur ein aber nicht DER Weg zu umweltfreundlichen Konzepten.

3) Den momentane "Hype" um CO2 find ich auch voll daneben, es gibt schliesslich noch andere Schadstoffe, die bleiben in der Diskussion völlig unberücksichtigt. Sicher muß hier was getan werden, aber bitte richtig!

4) Die vorgefertigten Meinungen einiger hier (ich sag nur driver87) können einem wirklich langsam auf die Eier gehen. Ich bin auch kein wirklicher Toyota Fan, trotzdem kann ich mich in angemessener Art und Weise (Umgangston!) zum Thema äussern. Schade, daß einige nicht in der Lage sind, ein Thema differenziert und halbwegs objektiv zu besprechen.

Gruß
Alf

Zitat:

Original geschrieben von sternfreund74


Ich sag doch, es gibt hier viele, die das Hybrid-System von Toyota einfach nicht verstanden haben. Die E-Motoren laufen immer mit, weil sie schlicht ein essentieller Bestandteil des Antriebes sind. Der Benziner und die beiden E-Motoren sind über ein Planetengetriebe miteinander verbunden, und das ständig.

 

Zitat:

Somit erklärt sich auch bei Autobahnfahrten ein geringerer Verbrauch als bei vergleichbaren Benzinern, weil das System einfach effizienter arbeitet.

sternfreund,

jetzt verzählst du noch immer was von "nichts verstanden" anschliessend wirst du wieder technisch, vonwegen Elekktromotor, Generator bla bla.... lass die doch mal beiseite.

Sag mir du lieber mal, woher die Energie auf dauer kommen soll?
Von der Batterie nur für kurze Zeit, was ja du bereits auch verstanden hast.

Nun kommen wir zum Ottomotor, bei konstanter und längerer Fahrt treibt der verständlicherweise den Motor an, klar, wie in jedem anderen Fahrzeug eben auch.
Und nun kommst du ab hier mit Batterie, Generator, E-Motor, und exakt das sind die Dinge, die einen Prius auf der BAB mehr verbrauchen lassen, weil es so etwas wie ein Wirkungsgrad gibt.
Benzin wird verbrannt, eine enorme Menge geht eh an Kühlung, Reibung, Abgaswärme verloren, ob die restliche Energie jetzt direkt die Achse antreibt, oder zusätzlich über einen Generator weiter Energie verliert, spielt doch keine Rolle, fakt ist, jedes weitere sich drehende Teil nimmt ein Stück von der Leistung weg, und treibt den Verbrauch in die Höhe.

Verstehst du das wirklich nicht, oder ist es das dingens-Syndrom, nunja, ich werde keine Namen nennen. 😉

Gruß, espe

Zitat:

nschliessend wirst du wieder technisch, vonwegen Elekktromotor, Generator bla bla

Ich gehe mal davon aus, daß beim prius "normale" brushless servos eingesetzt werden - und diese lassen sich wie eigentlich jeder Elektromotor als Generator einsetzen, was natürlich im Prius genutzt wird.

Daher wäre es eigentlich sinnvoll, von Elektromaschinen und Verbrennungsmotor zu reden 🙂

vg Steve

>weil es so etwas wie ein Wirkungsgrad gibt.
Ja, ist es nicht so, dass ein E-Motor einen höheren Wirkungsgrad hat, als ein Benzinmotor?

Und das ein Verbrennungsmotor nur bei einer ganz bestimmten Drehzahl seinen optimalen Wirkungsgrad hat?

Somit ist es eine Frage der möglichst effizienten Nutzung der eingebrachten Energie (in Form einer bestimmten Menge Benzin). Es kann also der Fall sein, dass es effektiver ist, dass der Benziner nicht nur direkt das Auto antreibt bei konstanter Fahrt, sondern zusätzlich die Batterie lädt und Strom erzeugt, mit dem der E-Motor das Auto antreibt.

Hm... Angenommen, man sieht ein durchschnittliches AB-Profil. Ich fahre sagen wir gern um die 140-170 km/h, um im Priusbereich zu bleiben.
Bei meinem V6 entspricht das ungefähr der Drehzahl mit einer bereits hohen Leistung - halt um die 4000 rpm. Sprich, der Motor arbeitet schon im für sich guten Wirkungsgrad. Bei limitierten Autobahnen wirds noch gleichmäßiger.
Jetzt muß der Priusmotor, der als 1.5er mit knapp 80 PS bei dem schweren Auto um etwa 140 km/h seinen höchsten Wirkungsgrad erreichen dürfte - von seiner Leistung noch einen guten Teil in die Elektroausrüstung stecken (merke - mehr rein als rauskommt, sonst hätte TMC ein perpetuum mobile erfunden..) - und da sehe ich halt keine echten Vorteile.
vg Steve

Zitat:

Und das ein Verbrennungsmotor nur bei einer ganz bestimmten Drehzahl seinen optimalen Wirkungsgrad hat?

Deshalb hat man so interessante Dinge wie 6 Gang, variables Saugrohr, verstellbare Nockenwellen, ja sogar verstellbaren Hubraum 😉 usw. erfunden, um das Band des höchsten Wirkungsgrades zu spreizen.

vg Steve

>Deshalb hat man so interessante Dinge wie 6 Gang, variables Saugrohr, verstellbare Nockenwellen usw. erfunden, um das Band des höchsten Wirkungsgrades zu spreizen.

Ich meinte ja nicht ein Band einer optimalen Drehzahl, sondern die optimale Drehzahl. Bei Schiffsdieseln spielt dies zum Beispiel eine Rolle.

Aber zurück zum Prius.

>Bei meinem V6 entspricht das ungefähr der Drehzahl mit einer bereits hohen Leistung - halt um die 4000 rpm.

Und genau das spielt beim Prius keine Rolle, denn er hat ein stufenloses Getriebe. Damit kann der Benziner auf der Drehzahl gehalten werden, bei der er optimal läuft.

>von seiner Leistung noch einen guten Teil in die Elektroausrüstung stecken
Und warum sollte er das nicht tun, wenn es effizienter wäre, Strom zu erzeugen, damit der E-Motor, der ja einen höheren Wirkungsgrad hat, das Auto antreibt und den Benziner unterstützt? Das System im Prius versucht halt ständig, die vorhandene Leistung des Benziners so aufzuteilen, dass diese effektiv genutzt wird.

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