auto motor sport startet Frontalangriff gegen Toyota

Toyota Prius 3 (XW3)

Hallo zusammen!

Die aktuelle Ausgabe der "auto motor sport" hat mich außerordentlich belustigt, wird doch im ganzen Heft versucht, Toyota und deren Vorsprung in der Hybrid-Technoligie zum Marketing-Gag abzuqualifizieren.
Dies ist zum Teil mit derart platten Halbwahrheiten und propagandistischen Plattitüden erfolgt, dass ich nicht mehr an mich halten konnte und einen erbosten Leserbrief geschrieben habe. Es ging unter anderem darum, dass die Co2-Bilanz eines jeden Hybridfahrzeuges ja schon durch den Schiffstransport von Japan nach Europa zerstört würde und diese Antriebstechnologie von daher sinnlos sei.

Hier also mein Leserbrief an "ams" (die Toyota Marketing-Abteilung habe ich in die cc gesetzt 😉):

Sehr geehrte Damen und Herren,

als langjähriger Leser Ihrer Zeitschrift bin ich über die „Meinung“ von Frau Haschek in Ihrer aktuellen Ausgabe (Seite 150) geradezu entsetzt.
Sie schreibt: „Wer wie sie (gemeint ist Frau Künast, meine Anmerkung), den Hybridantrieb als ultimativen Ausweg postuliert, und damit über Tausende von Kilometern von Japan nach Europa verschiffte Toyota meint, ist bei der Co2-Gesamtdiskussion in die Sackgasse geraten.“
Bereits an dieser Stelle frage ich mich, ob es sich hier um objektive Berichterstattung oder um Propaganda der untersten Schublade und billigste Polemik zur Vertuschung der Versäumnisse der einheimischen Automobilindustrie handelt.
Wie hoch ist wohl der Co2-Ausstoß des Transportschiffes pro Hybridfahrzeug, wenn man bedenkt, dass bei einer Schiffsfahrt von Japan nach Europa tausende von Autos befördert werden?
Muss bei deutschen Autos, die in den USA produziert werden (Mercedes M-Klasse, BMW Z4) der Transportweg nach Europa dann nicht auch in die Co2-Bilanz einbezogen werden?
Wird die Co2-Bilanz eines aus Brasilien importieren VW Fox, oder eines aus Mexico importierten VW Jetta, Golf Variant oder Beetle durch den Transportweg nicht auch deutlich getrübt?
Wie groß ist der Co2-Ausstoß der bei der Produktion der unterschiedlichen Autos verursacht wird?
Wie hoch ist der Energiebedarf des einzelnen Autos in der Produktion? Wird der Strom durch Atom- oder vorrangig durch Co2-intensive Kohlekraftwerke erzeugt?
Sie werden leicht feststellen, dass das von Frau Haschek vorgebrachte Argument in einer globalisierten Welt auf fast jeden Hersteller anzuwenden ist und es einem Fauxpas gleicht, die Verdienste der japanischen Automobilindustrie auf dem Sektor der umweltfreundlichen Hybrid-Technologie in den Dreck zu ziehen.
Dazu passt auch die folgende Aussage: „Frau Ex-Ministerins Parteigenosse Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, treibt es auf die Spitze……..Palmer beteuert, er wechsle sofort zu einem schwäbischen Hersteller, böte diese ein vergleichbar umweltfreundliches Fahrzeug an. Herr Palmer, ist der Smart Fortwo CDI mit 90 Gramm, also 14 Gramm weniger als Ihr Prius, nix?“
Mal abgesehen davon, das Smart kein schwäbischer Hersteller ist, scheint Frau Haschek dabei entgangen zu sein, dass es sich beim Prius um ein 4,45m langes Mittelklassefahrzeug handelt, welches mehr als 100 PS Systemleistung generiert, während es sich beim Smart Fortwo offensichtlich um ein konkurrenzlos kleines Gefährt von 2,75m Länge handelt, dass gerade mal 45PS im Stande zu leisten ist, und mit den Annehmlichkeiten eines Prius nun wirklich nichts gemein hat.
Würde sich die Diskussion nicht nur aufs Co2 fokussieren, sondern würden auch Stickoxide (NoX) und Partikel bedacht, die in der ganzen Diskussion offensichtlich keine Rolle mehr spielen, so sieht selbst der Smart CDI gegen den Prius alt aus.
Über die Abgasbilanz von Fahrzeugen aus Stuttgart, die mit dem Prius in Abhängigkeit von der Fahrzeugklasse tatsächlich konkurrieren, möchte ich in diesem Zusammenhang lieber mal den Mantel des Schweigens decken.
Den Abgasvergleich von Oberklasselimousinen aus Stuttgart, München oder Ingolstadt mit den Hybrid-Modellen von Lexus erspare ich Ihnen und mir auch lieber.
Anstatt endlich den Druck auf die deutschen Autohersteller zu erhöhen, macht sich Frau Haschek den Spruch „Angriff ist die beste Verteidigung“ zu Eigen, und spielt sich mit hanebüchenen Argumenten zur Lobbyistin der deutschen Automobilindustrie auf. Wie man auf Seite 148 leicht feststellen kann, untermauert die sonstige Berichterstattungen Ihrer Zeitschrift die Polemik von Frau Haschek noch zusätzlich. So wird auf ein Neues behauptet, dass der Transportweg von Hybrid-Fahrzeugen aus Japan deren Vorteile teilweise zunichte macht. Besteuert wird aber hinterher doch die Emission des Fahrzeuges selbst und nicht diejenigen die beim Transport entstehen, wenn ich richtig informiert bin?
Ist dann für den mündigen Konsumenten ein Hybrid-Fahrzeug nicht doch die unterhaltsgünstigste Lösung?
Diese Erkenntnis würde ihr Weltbild als bitterer Kämpfer für die deutsche Automobilindustrie allerdings vollends zerstören, nicht wahr?
Aber mit der Schlagzeile „Toyota verliert bei der Zuverlässigkeit“ schicken Sie ja nochmals einen Todesstoß gen Japan.
Wie Sie an meinem erbosten Leserbrief feststellen können, ist der mündige Bürger und geneigte Leser nicht dumm und glaubt nicht jeden Unfug der abgedruckt wird.
Ich für meinen Teil werde Ihre Zeitschrift nicht mehr kaufen, weil ich diese protektionistischen Maßnahmen zugunsten der (schlafenden) einheimischen Autoindustrie und gegen die japanische Autoindustrie, die zu nichts dient außer Defizite der eigenen Autoindustrie zu überspielen, nicht auch noch finanzieren werde.
Um mit dem Eingangsstatement zu schließen: In der Co2-Diskussion hat sich einzig Frau Haschek in die Sackgasse manövriert.

Viele Grüße

Christian

Beste Antwort im Thema

Hallo zusammen!

Die aktuelle Ausgabe der "auto motor sport" hat mich außerordentlich belustigt, wird doch im ganzen Heft versucht, Toyota und deren Vorsprung in der Hybrid-Technoligie zum Marketing-Gag abzuqualifizieren.
Dies ist zum Teil mit derart platten Halbwahrheiten und propagandistischen Plattitüden erfolgt, dass ich nicht mehr an mich halten konnte und einen erbosten Leserbrief geschrieben habe. Es ging unter anderem darum, dass die Co2-Bilanz eines jeden Hybridfahrzeuges ja schon durch den Schiffstransport von Japan nach Europa zerstört würde und diese Antriebstechnologie von daher sinnlos sei.

Hier also mein Leserbrief an "ams" (die Toyota Marketing-Abteilung habe ich in die cc gesetzt 😉):

Sehr geehrte Damen und Herren,

als langjähriger Leser Ihrer Zeitschrift bin ich über die „Meinung“ von Frau Haschek in Ihrer aktuellen Ausgabe (Seite 150) geradezu entsetzt.
Sie schreibt: „Wer wie sie (gemeint ist Frau Künast, meine Anmerkung), den Hybridantrieb als ultimativen Ausweg postuliert, und damit über Tausende von Kilometern von Japan nach Europa verschiffte Toyota meint, ist bei der Co2-Gesamtdiskussion in die Sackgasse geraten.“
Bereits an dieser Stelle frage ich mich, ob es sich hier um objektive Berichterstattung oder um Propaganda der untersten Schublade und billigste Polemik zur Vertuschung der Versäumnisse der einheimischen Automobilindustrie handelt.
Wie hoch ist wohl der Co2-Ausstoß des Transportschiffes pro Hybridfahrzeug, wenn man bedenkt, dass bei einer Schiffsfahrt von Japan nach Europa tausende von Autos befördert werden?
Muss bei deutschen Autos, die in den USA produziert werden (Mercedes M-Klasse, BMW Z4) der Transportweg nach Europa dann nicht auch in die Co2-Bilanz einbezogen werden?
Wird die Co2-Bilanz eines aus Brasilien importieren VW Fox, oder eines aus Mexico importierten VW Jetta, Golf Variant oder Beetle durch den Transportweg nicht auch deutlich getrübt?
Wie groß ist der Co2-Ausstoß der bei der Produktion der unterschiedlichen Autos verursacht wird?
Wie hoch ist der Energiebedarf des einzelnen Autos in der Produktion? Wird der Strom durch Atom- oder vorrangig durch Co2-intensive Kohlekraftwerke erzeugt?
Sie werden leicht feststellen, dass das von Frau Haschek vorgebrachte Argument in einer globalisierten Welt auf fast jeden Hersteller anzuwenden ist und es einem Fauxpas gleicht, die Verdienste der japanischen Automobilindustrie auf dem Sektor der umweltfreundlichen Hybrid-Technologie in den Dreck zu ziehen.
Dazu passt auch die folgende Aussage: „Frau Ex-Ministerins Parteigenosse Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, treibt es auf die Spitze……..Palmer beteuert, er wechsle sofort zu einem schwäbischen Hersteller, böte diese ein vergleichbar umweltfreundliches Fahrzeug an. Herr Palmer, ist der Smart Fortwo CDI mit 90 Gramm, also 14 Gramm weniger als Ihr Prius, nix?“
Mal abgesehen davon, das Smart kein schwäbischer Hersteller ist, scheint Frau Haschek dabei entgangen zu sein, dass es sich beim Prius um ein 4,45m langes Mittelklassefahrzeug handelt, welches mehr als 100 PS Systemleistung generiert, während es sich beim Smart Fortwo offensichtlich um ein konkurrenzlos kleines Gefährt von 2,75m Länge handelt, dass gerade mal 45PS im Stande zu leisten ist, und mit den Annehmlichkeiten eines Prius nun wirklich nichts gemein hat.
Würde sich die Diskussion nicht nur aufs Co2 fokussieren, sondern würden auch Stickoxide (NoX) und Partikel bedacht, die in der ganzen Diskussion offensichtlich keine Rolle mehr spielen, so sieht selbst der Smart CDI gegen den Prius alt aus.
Über die Abgasbilanz von Fahrzeugen aus Stuttgart, die mit dem Prius in Abhängigkeit von der Fahrzeugklasse tatsächlich konkurrieren, möchte ich in diesem Zusammenhang lieber mal den Mantel des Schweigens decken.
Den Abgasvergleich von Oberklasselimousinen aus Stuttgart, München oder Ingolstadt mit den Hybrid-Modellen von Lexus erspare ich Ihnen und mir auch lieber.
Anstatt endlich den Druck auf die deutschen Autohersteller zu erhöhen, macht sich Frau Haschek den Spruch „Angriff ist die beste Verteidigung“ zu Eigen, und spielt sich mit hanebüchenen Argumenten zur Lobbyistin der deutschen Automobilindustrie auf. Wie man auf Seite 148 leicht feststellen kann, untermauert die sonstige Berichterstattungen Ihrer Zeitschrift die Polemik von Frau Haschek noch zusätzlich. So wird auf ein Neues behauptet, dass der Transportweg von Hybrid-Fahrzeugen aus Japan deren Vorteile teilweise zunichte macht. Besteuert wird aber hinterher doch die Emission des Fahrzeuges selbst und nicht diejenigen die beim Transport entstehen, wenn ich richtig informiert bin?
Ist dann für den mündigen Konsumenten ein Hybrid-Fahrzeug nicht doch die unterhaltsgünstigste Lösung?
Diese Erkenntnis würde ihr Weltbild als bitterer Kämpfer für die deutsche Automobilindustrie allerdings vollends zerstören, nicht wahr?
Aber mit der Schlagzeile „Toyota verliert bei der Zuverlässigkeit“ schicken Sie ja nochmals einen Todesstoß gen Japan.
Wie Sie an meinem erbosten Leserbrief feststellen können, ist der mündige Bürger und geneigte Leser nicht dumm und glaubt nicht jeden Unfug der abgedruckt wird.
Ich für meinen Teil werde Ihre Zeitschrift nicht mehr kaufen, weil ich diese protektionistischen Maßnahmen zugunsten der (schlafenden) einheimischen Autoindustrie und gegen die japanische Autoindustrie, die zu nichts dient außer Defizite der eigenen Autoindustrie zu überspielen, nicht auch noch finanzieren werde.
Um mit dem Eingangsstatement zu schließen: In der Co2-Diskussion hat sich einzig Frau Haschek in die Sackgasse manövriert.

Viele Grüße

Christian

369 weitere Antworten
369 Antworten

Hört sich natürlich schon viel sinnvoller an.

Richtig ist auch, dass sich der Prius immer den besten Wirkungsgrad aussuchen kann.
Nur darfst du nicht vergessen, dass es ein Leichtes wäre, jeden Benziner/Diesel mit einer stufenlosen Automatik (z.B. B-Klasse Mercedes), man ebenfalls im besten Wirkungsgrad bewegen kann.
Die verbrauchsvorteile gegenüber einer der Handschaltung sind da, wie man ebenfalls an der B-Klasse sieht, marginal bis gleich gut.
die Nachteile "ständig hohe Drahzahlen, überwiegen da schon eher.

Wenn man nun die Verlustleistung der zusätzlichen Hybrid-Komponenten, dazu das Zusatzgewicht miteinbezieht bewegt man sich bei langer, konstanter Geschw. garantiert im negativen Bereich.
Leider gibt es keine brauchbaren Zahlen, weil z.B. der Höchstverbrauch (laut einem test beim Prius bei 170km/h, wohl etwas mit 11ltr.) nie von der Priusgemeinde akzeptiert wird.
Fakt ist aber dennoch, dass der Prius es eben bei konstant hohher Geschw. niemals mit einem gleichstarken, oder etwas stärkeren Wagen aufnehmen kann.

Zitat:

Original geschrieben von Audilenker


Hm... Angenommen, man sieht ein durchschnittliches AB-Profil. Ich fahre sagen wir gern um die 140-170 km/h, um im Priusbereich zu bleiben.

Hallo Steve,

140-170 km/h würde ich auch gerne fahren. Für die letzen 2650 km zeigt meine MFA aber einen Schnitt von 63 km/h an. Und das bei 75% Autobahnanteil.
Hast Du als Audilenker nicht auch so eine Anzeige?

Von daher meine ich, dass alleine aufgrund der bei uns in den Ballungszentren möglichen Fahrprofile auch auf der Autobahn ein erhebliches Einsparpotenial durch rekuperieren der Energie besteht.

Michael

Natürlich habe ich keine MFA - da hat der Vorbesitzer gespart. Mein Audi ist bis auf Mittelarmlehne, Sitzheizung und Gepäcknetz Serie 😉
Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt natürlich nicht bei 140 (mein Rekord war mit vielen "Flugstrecken" und Heimweh bei knapp 135 über 1000 km..), aber auf der Bahn fahre ich selten unter 120.

Zitat:

Und warum sollte er das nicht tun, wenn es effizienter wäre, Strom zu erzeugen, damit der E-Motor, der ja einen höheren Wirkungsgrad hat, das Auto antreibt und den Benziner unterstützt? Das System im Prius versucht halt ständig, die vorhandene Leistung des Benziners so aufzuteilen, dass diese effektiv genutzt wird.

Das ist systembedingt - die Komponenten sind fest miteinander verbunden (auch ein Planetengetriebe ist eine feste Verbindung) - so muß halt das Energiemanagement so ausgelegt werden, daß der Abzweig in die Elektrik bei höchsten Geschwindigkeiten gering bleibt. 11 l bei 160-170 km/h ist natürlich der entsprechende Tribut.

vg Steve

Zitat:

Und warum sollte er das nicht tun, wenn es effizienter wäre, Strom zu erzeugen, damit der E-Motor, der ja einen höheren Wirkungsgrad hat

Genau hier machst du einen Denkfehler.

Richtig ist, Elektromotoren haben einen weitaud besseren Wirkungsgrad, nur muss doch diese Kraft erstmals durch den schlechten wirkungsgrad des Benziners erkauft werden, zusätzlich duch die Umwandlungen der Energie.

Wirtschaftlicher wäre es, direkt mit einem stufenlosen Getriebe an die Antriebswelle, direkt mit der idealen Drehzahl, wie bereits geschrieben, B-Klasse Benz, und bestimmt einige Andere.

Dass mich keiner falsch versteht, ich will dem Prius seine tollen Qualitäten in keinster Weise abreden (Stadt, Stau usw) nur kann er eben bei konstant hoher Geschw. nur mehr verbrauchen, was nach wie vor klar sein sollte.

Ähnliche Themen

>eben bei konstant hoher Geschw. nur mehr verbrauchen, was nach wie vor klar sein sollte.

Das will ich nicht abstreiten. Aber so ist dieser Fall doch eher theoretischer Natur. Ich habe noch nie die Möglichkeit gehabt, über eine längere Strecke 170km/h zu fahren. Und sobald Du abbremsen und wieder beschleunigen musst, ist der Prius im Vorteil.

Natürlich fährt kein Mensch 3 Stunden konstante 172,4 km/h 😉
Warum ist dann der Priusverbrauch so hoch?
Wenn ich es wirklich nicht eilig habe (Gewöhnungssache..) fahre ich die meiste Zeit zwischen 150 und 180 km/h - bei einem Verbrauch von unter 10 l/100 km/h. Fahrtenbuchtechnisch erfaßt 😉

vg Steve

Der Verbrauch von 11l wurde damals bei einem Test der Autobild ermittelt, und zwar bei konstant 170km/h.

Ich habe meinen Prius einmal von Leipzig nach Berlin gescheucht mit möglichst hoher Geschwindigkeit, also meist um die 160. Dabei hatte er einen Durchschnittsverbrauch von 8,5l/100km. Im Vergleich dazu: mein ehemaliger A160 verbrauchte um die 10l/100km.

Siehst du - deshalb bringt der Prius für AB-Vielfahrer eigentlich keine Punkte. Dafür sehe ich ihn auch nicht konzipiert.
8-9 Liter schafft bei der Geschwindigkeit eigentlich jeder höher motorisierte Mittelklassewagen - den man bei 160 noch nicht scheuchen muß 😉
vg Steve

Zitat:

Original geschrieben von sternfreund74


Der Verbrauch von 11l wurde damals bei einem Test der Autobild ermittelt, und zwar bei konstant 170km/h.

Ich habe meinen Prius einmal von Leipzig nach Berlin gescheucht mit möglichst hoher Geschwindigkeit, also meist um die 160. Dabei hatte er einen Durchschnittsverbrauch von 8,5l/100km. Im Vergleich dazu: mein ehemaliger A160 verbrauchte um die 10l/100km.

Hallo,

das ist ja der Punkt..bei einem solchen Nutzerprofil wie oben beschrieben...komme ich mit selbst mit meinem gewichtigen Audi Avant 2,5Tdi bei ganz anderen Fahrleistungen mit etwa dem gleichen Verbrauch hin....😉

Der Audi läuft dann im sparsamen Teillastbereich...da die Vmax von 226km/h wesentlich höher liegt und somit selten ganz durchgetreten werden muss.

mfg Andy

Ich denke, auf der AB kann jeder vergleichbare modere Benzinmotor mit dem Verbrauch des Prius mithalten. 8,5 l sind da kein Ruhmesblatt. Aber in der Stadt sieht man dann gegen den Prius kein Land mehr.

Eine (ernst gemeinte) Frage hätte ich aber: kostet nicht die Herstellung und insbesondere die Entsorgung der Akkus nicht richtig Ressourcen, die dann die Gesamtbilanz wieder verhageln?

Grüße Stereo

>Siehst du - deshalb bringt der Prius für AB-Vielfahrer eigentlich keine Punkte.

Das hatte ich auch nie behauptet. Und deswegen fahre ich auch keine 160 auf der Autobahn, wenn ich mal Autobahn fahre :-)

Zitat:

Eine (ernst gemeinte) Frage hätte ich aber: kostet nicht die Herstellung und insbesondere die Entsorgung der Akkus nicht richtig Ressourcen, die dann die Gesamtbilanz wieder verhageln?

Unter uns Zweiflern gesagt - ja das tun sie mit Sicherheit, aber solche Fragen sind hier absolut nicht gern gesehen. 😁

Man findet kaum aussagekräftige Artikel darüber im Netz. Sonst würde ich hier noch wesentlich mehr wettern *fg

vg Steve

Zitat:

Das hatte ich auch nie behauptet. Und deswegen fahre ich auch keine 160 auf der Autobahn, wenn ich mal Autobahn fahre :-)

Brav. Und dran denken - immer schön rechts fahren 😁

vg Steve

Aber sicher doch. Im Windschatten eines LKW lässt es sich doch eh am sparsamsten fahren...

Tach!

Nun stolper ich auch mal ins Toyota-Forum. Ich habe den Titel des Threads auf der M-T-Hauptseite gelesen und dachte gleich an die große Verschwörungstheorie 😁 Deshalb habe ich mir den Thread mal durchgelesen.

Eine paar generelle Bemerkungen möchte ich vorweg noch zum zum CO²-Ausstoß machen. Deutschland hat am weltweiten CO²-Austoß einen Anteil von ca. 3,4 Prozent. Von diesen 3,4 Prozent werden ca. 12 Prozent durch den PKW-Verkehr verursacht. Das bedeutet also, dass am weltweiten CO²-Ausstoß die Deutschen mit ihren Autos einen Anteil von insgesamt 0,41 Prozent haben. Nur diese sind in Deutschland durch z. B. Änderung des Kaufverhaltens etc. überhaupt beeinflussbar. Angesichts dieses Anteils bezweifel ich allerdings stark, ob es überhaupt einen Einfluss auf das Weltklima hätte, wenn alle Deutschen ab morgen nur noch Fahrrad statt Auto fahren würden. Mal ganz abgesehen vom Verlust vieler Arbeitsplätze, das ist aber ein anderes Thema.

Der Vorwurf einiger User, das die deutsche Autoindustrie es versäumt hätte, sparsame Motoren ist zu bauen, ist in meinen Augen kompletter Unsinn. Alle deutschen Hersteller haben durch die Bank sehr effiziente Motoren im Programm. Der Hauptanteil des Verbrauchs wird eh durch Fahrzeuggröße, dem damit verbundenen Gewicht und der dazu gehörenden Leistungsanforderung bestimmt. Der Markt fordert solche Fahrzeuge und die Hersteller bauen sie.

Wir haben eine Mercedes E-Klasse. Dieser Wagen besitzt einen V6-Diesel mit 190 PS und Automatik (Gibt es eigentlich mittlerweile auch einen Toyota-Diesel mit Automatik?). Mit dem Fahrzeug haben wir einen Durchschnittsverbrauch von 7,8l. Es ist aber auch problemlos möglich, mit 6,5l auszukommen. Angesichts der Masse des Wagens und der möglichen Fahrleistungen finde ich das durchaus beachtlich. Ob ein Toyota Prius bei den Fahrgewohnhieten wirklich sparsamer wäre? Ich denke nicht. Vom Mangel an Fahr- und Antriebskomfort im Prius ganz zu schweigen.

Die deutsche Automobilindustrie hat es einzig versäumt, ihren Kunden die Hybrid-Technik anzubieten. Ich sage hier bewußt anzubieten, denn auch wenn es in den den Medien und hier im Forum suggeriert wird, so ist ein Hybrid nicht immer das Optimum. Ein Diesel ist bei vielen Fahrgewohnheiten sparsamer. Das sollte man auch in der Diskussion erwähnen. Auch nicht jeder Toyota ist ein Hybrid. Wenn man sich die Emissionen dieser Fahrzeuge ansieht, steht Toyota nicht besser da als die deutsche Konkurrenz.

Zitat:

Original geschrieben von Yarissol


Nun gut, es liegt deutlich über den geforderten 130g/km.
ABER: Andere Autos dieser Kategorie und Leistungsklasse stoßen erheblich mehr aus. Insbesondere der 2,2 D-CAT liegt mit 173g/km im Vergleich sehr, sehr gut.

Eben wurde noch so schön auf die deutschen Hersteller eingeprügelt, dabei würde es schon reichen einfach mal die Toyota-Brille abzunehmen 😉 Nun erhältst du die Chance, dich auch äußerst kritisch zur rückständigen Toyota-Technik zu äußern: Bei BMW kann man das 3er Coupe mit neuem 2.0l Diesel-Motor und 177 PS kaufen. Dieses Fahrzeug hat einen CO²-Ausstoß von 131 g/km. Ich hoffe du schreibst auch an diesem Fall an Toyota, allerdings dieses Mal kritisch 😉

Viele Grüße

Deine Antwort
Ähnliche Themen