Audi- Verkäufe stürzen ab (Donau Kurier)
Habe ich heute bei Google gefunden:
06.02.2009
Audi-Verkäufe stürzen ab
Ingolstadt (DK) Bis Ende vergangenen Jahres sah es für Audi noch gut aus, nun aber hat die Absatzkrise der Branche auch die VW-Tochter voll erwischt. Im Januar verkaufte der Ingolstädter Automobilhersteller weltweit noch rund 56 200 Fahrzeuge – 28,6 Prozent weniger als im gleichen Vorjahresmonat.
Der Absturz der Verkaufszahlen ist für den erfolgsverwöhnten Autobauer besonders schmerzlich. Im vergangenen Jahr verkaufte Audi erstmals in der Firmengeschichte mehr als eine Million Autos und erreichte bei einem Absatzplus von 4,7 Prozent das 13. Rekordjahr in Folge. Allein im Dezember 2008 hatte die Marke mit den vier Ringen die Verkäufe noch einmal um 17,4 Prozent in die Höhe gewuchtet. Anders als die Münchner und Stuttgarter Konkurrenz dürfte das Unternehmen für 2008 denn auch bei Umsatz und Ergebnis voraussichtlich mit Spitzenwerten aufwarten.
Nun aber scheint selbst an der Donau der Erfolgsfaden gerissen zu sein. Audi-Chef Rupert Stadler selbst hatte erst kürzlich von "grottenschlechten" Absatzzahlen gesprochen. Der Verkaufsrückgang im Januar "ist sowohl in der allgemeinen Kaufzurückhaltung als auch im Vergleich mit dem sehr guten Vorjahreswert begründet", hieß es in einer Mitteilung von Audi am Freitag. Im Januar 2008 hatte Audi wegen der gerade neu eingeführten A4 Limousine mit 78 679 verkauften Fahrzeugen einen neuen Rekord aufgestellt.
Dramatische Einbrüche
Besonders rasant abwärts ging es im Januar mit dem Absatz in Europa: Hier stürzten die Verkäufe um 31,2 Prozent auf rund 37 700 Pkw ab. Ganz schlimm erging es Audi dabei in Osteuropa, wo nur noch 1724 Autos an den Mann gebracht wurden – ein Einbruch um 52,2 Prozent gegenüber Januar 2008. Aber auch in Westeuropa kam teils zu dramatischen Einbrüchen: Spanien (minus 46,3 Prozent), Großbritannien (minus 41 Prozent)., Frankreich (Minus 26,8 Prozent). Am besten hielten sich noch die Märkte in Belgien und Italien mit Rückgängen von 6,3 beziehungsweise 12,8 Prozent. Auf Audis "zweitem Heimatmarkt China" (inklusive Hongkong) ging es um 26,4 Prozent auf 7816 Fahrzeuge abwärts; in der gesamten Region Asien-Pazifik rutschten die Auslieferungen um 22 Prozent auf etwa 20 400 Autos weg. Und auf dem wichtigen US-Markt brachen die Verkäufe um 26,4 Prozent auf nur noch 4722 Autos ein. Kleiner Lichtblick: In Australien legte Audi bei den Verkäufen um 5,5 Prozent auf 1081 und in Indien um 94,6 Prozent auf 109 Einheiten zu.
Am schwächsten verkauften sich im Januar nach Angaben einer Audi-Sprecherin das Flaggschiff A8 (minus 72 prozent) und die A4 Limousine (minus 28 Prozent). Dagegen liefen der Q5 und der A5 noch am besten.
Und die weiteren Aussichten sind bestenfalls durchwachsen: "Dieses Jahr wird für niemanden einfach. Unserer Strategie bei Audi bleibt jedoch offensiv: Allein im ersten Halbjahr bringen wir sechs neue Modelle auf den Markt", erklärte Audi-Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer unter Verweis auf die "junge Produktpalette" und "wachsende Marktanteile".
Auch stellt das Unternehmen wegen des Absatzschwunds seine Premium-Strategie noch lange nicht in Frage. "Keine Rabattschlachten", lautet die Devise. Und so erklärt sich der Audi-Sprecherin zufolge auch die Preiserhöhung Anfang März in Deutschland um durchschnittlich 1,4 Prozent: "Wir wollen nicht auf Teufel komm’ raus Volumen machen." Das hohe Markenprestige solle gehalten werden: Wer den Kauf eines Audi-Pkw ernsthaft ins Auge fasse, sei auch bereit, den entsprechenden Preis dafür zu bezahlen.
Mehr Tempo in USA
In den USA setzt die Marke in dem weiterhin äußerst schwierigen Markt ohnehin schon auf antizyklisches Verhalten mit einer groß angelegten Marketingkampagne, die nach den Worten der Unternehmenssprecherin auch "15 bis 20 Prozent" mehr Geld kosten darf als bisher geplant. Dazu werden in den nächsten Monaten noch der Q5 und der Q7 TDI clean diesel auf den US-Markt rollen. Motto: "Wir wollen Gas geben, wenn andere bremsen."
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Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von AxelHS
Nicht nur das die Medien und die Journalie, in jeder Form aus der "Krise" einen gewissen Populismus machen und Sensationsjournalismus betreiben, anstatt Positives auszuschlachten (wie schnell war der Superpilot, der seinen Vogel, im Hudsonriver landete aus den Medien verschwunden?). Nein, jetzt fördern sogar Forumsmitglieder hier diesen Mist, was soll der Scheiß?
So werden andere die gar nicht tief genug in der Materie stecken, noch mehr verrunsichert. Prima gemacht @maddin, Idoten wie Dich braucht das Land. Maddin for President. Geh mal wieder arbeiten Alter, dann kommst Du auf andere Gedanken.Tut mir leid, ich kann nicht anders, wenn ich solche unkonstruktiven Beiträge lese.
Da braucht man aber nicht gleich persönlich werden, lieber AxelHS....
68 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Misi71
...
Klare Zustimmung von mir.
Das ist Produktmarketing. Und wenn es funktioniert auch noch gutes PM. ;-)
...
Hast du den Artikel nicht gelesen? Wir diskutieren gerade die Tatsache, dass es nicht (mehr) funktioniert. Die Premiumhersteller haben mit erdrutschartigen Absatzrückgängen zu kämpfen und du attestierst gutes Produktmanagement. 😕
Zitat:
Original geschrieben von onkel_eduard
Hast du den Artikel nicht gelesen? Wir diskutieren gerade die Tatsache, dass es nicht (mehr) funktioniert. Die Premiumhersteller haben mit erdrutschartigen Absatzrückgängen zu kämpfen und du attestierst gutes Produktmanagement. 😕Zitat:
Original geschrieben von Misi71
...
Klare Zustimmung von mir.
Das ist Produktmarketing. Und wenn es funktioniert auch noch gutes PM. ;-)
...
Da hast du etwas missverstanden, die Aussage geht auf meinen Beitrag zurück. Dabei ging es darum, ob und warum man für einen Audi A3 bis zu 50000 Euro ausgeben kann.
Das die Automobilhersteller, die gesamte Branche mit einer Marktschrumpfung von 20% rechnen, da kann kein Hersteller ausweichen und es trifft auch das deutsche Premiumtrio... Nur die Automobilkrise ist nicht Folge eines schlechten oder guten PM, denn die Ursache für die Absatzrückgänge liegt auf einer anderen Ebene...
Zitat:
Original geschrieben von corneljt
Wieso Arroganz, das ist Marktwirtschaft. Wer nicht kaufen kann oder will, soll es einfach bleiben lassen. So einfach ist das. ...
Klar - und immer mehr lassen es auch einfach bleiben. Darum meldet man bei Audi ja auch Kurzarbeit an - und die übrigen Beschäftigten dürfen mal eben für Audis Personalkosten blechen. Alles reine Marktwirtschaft. Da darf man auch ruhig die Preise erhöhen.
Ich krieg bei sowas echt das Kotzen.
MfG
roughneck
Der Rückgang hat aber nicht mit einem Jahresanfangseffekt zu tun, denn der Rückgang ist ja auf den Januar 2008 gerechnet nicht auf den Dezember 2008 ;-)
Es ist also der allgemeine Rückgang am Jahresanfang sowieso schon in den Vergleichzahlen (Januar 2008 <=> Januar 2009) mit drin.
Ähnliche Themen
Zitat:
Original geschrieben von roughneck78
Klar - und immer mehr lassen es auch einfach bleiben. Darum meldet man bei Audi ja auch Kurzarbeit an - und die übrigen Beschäftigten dürfen mal eben für Audis Personalkosten blechen. Alles reine Marktwirtschaft. Da darf man auch ruhig die Preise erhöhen.Zitat:
Original geschrieben von corneljt
Wieso Arroganz, das ist Marktwirtschaft. Wer nicht kaufen kann oder will, soll es einfach bleiben lassen. So einfach ist das. ...Ich krieg bei sowas echt das Kotzen.
MfG
roughneck
Sehe ich auch so! Habe in diesen Forum schon viele Beitrege gelesen und mich schon öfters gefragt warum Audi ein Premium Hersteller ist? Der A5/S5 ist ein tolles Auto, keine Frage, aber bei dieser Kundenpolitik die Audi zur Zeit betriebt?
Wie schon roughneck sagte, in Februar meldet Audi Kurzarbeit an (schade für alle Audi-Mitarbeiter), erhöht jedoch ab März gleichzeitig die Preise (schade um die schönen Autos die wahrscheinlich bei Audi stehen belieben werden) und dann noch über Absatzzahlen wundern? SUPER PM !
Zitat:
Original geschrieben von JanA6Avant
Da hast du etwas missverstanden, die Aussage geht auf meinen Beitrag zurück. Dabei ging es darum, ob und warum man für einen Audi A3 bis zu 50000 Euro ausgeben kann.Zitat:
Original geschrieben von onkel_eduard
Hast du den Artikel nicht gelesen? Wir diskutieren gerade die Tatsache, dass es nicht (mehr) funktioniert. Die Premiumhersteller haben mit erdrutschartigen Absatzrückgängen zu kämpfen und du attestierst gutes Produktmanagement. 😕
Das die Automobilhersteller, die gesamte Branche mit einer Marktschrumpfung von 20% rechnen, da kann kein Hersteller ausweichen und es trifft auch das deutsche Premiumtrio... Nur die Automobilkrise ist nicht Folge eines schlechten oder guten PM, denn die Ursache für die Absatzrückgänge liegt auf einer anderen Ebene...
Das stimmt so nicht. Es gibt durchaus Hersteller, die Profit aus der Krise schlagen können, wie z. B. Hyundai. Viele werden aber auf dem falschen Fuss erwischt. Den Japanern verhagelt der starke Yen die Geschäfte, die Amerikaner sind faktisch pleite und die Deutschen haben mit schnellen aber ineffizienten und teuren Autos auf das falsche Pferd gesetzt. Smart z. B. erlebt bei Daimler seinen zweiten Frühling. Wer hätte das gedacht? Auch wenn man sich innerhalb der Industrie umhört; der Zenit scheint überschritten. Ein Zitat aus der Financial Times letzte Woche: "Frugalism is the new cool." Wenn dem so sein sollte, dann ist das nicht nur eine kleine, die wir hier sehen. Mal schauen!
Hmm naja die Löhne sind halt auch gut gestiegen 2008 .... Geld leihen wird für Audi deutlich teurer - ich sehe die Erhöhung da als ein Muss an - einzig Rohstoffe sind gesunken, davon profitieren aber eher die Zulieferer.
Von daher die Erhöhung ist sicher eher ein Muss als ein Wollen
Lieber auf Umsatz verzichten und dafür einigermassen eine Rendite noch erwirtschaften - sonst geht es nämlich richtig schnell bergab.
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Nei Japans Jugend (so bis 25) ist das Auto schon "out" da hat man inzwischen andere Werte wiederentdeckt.
Daran hilft auch die Abwrackprämie nicht viel. Meiner Meinung nach ist dieses je nicht richtig durchdacht. Ich meine, wieviel Manschen in DE gibt es, die in Zeiten einer Finanzkrise ein mindestens neun Jahres altes Auto fahren, dieses wegen der Abwrackprämie verkaufen würden und sich durch die Abwrackprämie von 2,500€ auf einmal einen 40.000€ Wagen leisten können?
Also was machen alle die so ein altes Auto besitzen und gerne 2500€ für ein neues Auto abkassieren möchten? Die kaufen ein KIA, Peugeot, MAZDA, HYUNDAI - oder eben alles was unter 12.000€ zu bekommen ist. Dazu gehören sicherlich nicht Autos von Audi, BMW, VW, MERCEDES. Was hat also die Deutsche Wirtschaft von der Abwrackprämie? Jede Menge neuer Schulden, sonst nicht viel.
Zitat:
Original geschrieben von Rob7900
Daran hilft auch die Abwrackprämie nicht viel. Meiner Meinung nach ist dieses je nicht richtig durchdacht. Ich meine, wieviel Manschen in DE gibt es, die in Zeiten einer Finanzkrise ein mindestens neun Jahres altes Auto fahren, dieses wegen der Abwrackprämie verkaufen würden und sich durch die Abwrackprämie von 2,500€ auf einmal einen 40.000€ Wagen leisten können?
Also was machen alle die so ein altes Auto besitzen und gerne 2500€ für ein neues Auto abkassieren möchten? Die kaufen ein KIA, Peugeot, MAZDA, HYUNDAI - oder eben alles was unter 12.000€ zu bekommen ist. Dazu gehören sicherlich nicht Autos von Audi, BMW, VW, MERCEDES. Was hat also die Deutsche Wirtschaft von der Abwrackprämie? Jede Menge neuer Schulden, sonst nicht viel.
Volle Zustimmung!
Naja der Verband der Mercedes Händler hat sich sehr positiv über die Abwrackprämie geäussert - die gilt ja auch für Jahreswagen und da ist auch der A3 dann vielleicht für 15.000 zu haben.
Ausserdem werkeln auch in vielen ausländischen Autos Technik von z.B. BOSCH & Co.... und die sind sicher mindestens so wichtig wie die "Kompenenterzusammenstecker" VW, Mercedes oder BMW 😁 wo ja auch keiner wirklich weiss wieviel % "Deutschland" steckt in dem Modell drin
Zitat:
Original geschrieben von WHornung
einzig Rohstoffe sind gesunken, davon profitieren aber eher die Zulieferer.
Wenn es nur so einfach wäre. Glaube mir, wenn Audi, VM, BMW und MERCEDES ein Umstatztief haben und dadurch Kurzarbeit anmelden müssen, dann wir es den Zulieferer auch nicht besser ergehen (ich spreche aus Erfahrung).
Zum diesen Zeitpunkt ist eine Preiserhöhung sicherlich der falsche Weg! Wir wollen nicht vergessen, dass die Autos nicht nur von irgendwelchen Leuten gekauft werden die sich um Geld keine Sorgen machen müssen, den sonst hätte Audi keine Probleme. Es sind normale Bürgen die sich ggf. Teilweise über viele Jahre mit einen Kauf einer diesen "Premium Autos" verschulden, dafür aber wenigsten auf ein gutes Auto und guten Service hoffen.
Zusammenfassung:
Finazkriese - weniger Geld in der Tasche - Angst - Kurzarbeit - weniger verkaufte Autos - und was macht Audi ? Die nicht gerade günstigen Preise nochmal erhöhen. RESPEKT !
Na aber es könnte den Zulieferen NOCH schlechter gehen das ist es ja.
Noch hat Bosch keine Insolvenz angemeldet - fallen Auslandsgeschäfte weg ist eben auch ein Unternehmen wie Bosch schnell pleite.
Es geht nicht darum geht es den Zulieferern schlecht sondern darum WIE schlecht könnte es sein - und da ist die Lage noch paradiesisch - eine Insolvenz von Bosch das wäre wirklich schlecht
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Wie gesagt in schlechten Zeiten muss man auf die Rendite schauen und der Umsatz ist Nebensache - was Audi macht ist das einzig mögliche, was die tun können, alles andere wäre Selbstmord.
Umsatz ist in guten Zeiten wichtig wenn man Expandieren will - es geht aber jetzt um's Überleben der Krise da muss die Rendite das sein, was stimmen MUSS.
Es ist zwar schlecht für die Verkaufszahlen wenn man teurer wird - aber das muss man halt in Kauf nehmen um zu überleben. Wegen der Finanzkrise MUSS Audi nun halt deutlich höhere Renditen erwirtschaften als bisher - daran führt kein Weg vorbei.
Wenn die Krise vorbei ist kann man sich ja wieder auf Marktanteile und Expansion konzentrieren und dann auch den Preis einsetzen um mehr zu verkaufen.
Ich finde das sehr gut, dass sich die dt Konzerne sich hier nicht ihr eigenes Grab schaufeln und lieber Umsatzeinbussen in Kauf nehmen.
Zitat:
Original geschrieben von onkel_eduard
Das stimmt so nicht. Es gibt durchaus Hersteller, die Profit aus der Krise schlagen können, wie z. B. Hyundai. Viele werden aber auf dem falschen Fuss erwischt. Den Japanern verhagelt der starke Yen die Geschäfte, die Amerikaner sind faktisch pleite und die Deutschen haben mit schnellen aber ineffizienten und teuren Autos auf das falsche Pferd gesetzt. Smart z. B. erlebt bei Daimler seinen zweiten Frühling. Wer hätte das gedacht? Auch wenn man sich innerhalb der Industrie umhört; der Zenit scheint überschritten. Ein Zitat aus der Financial Times letzte Woche: "Frugalism is the new cool." Wenn dem so sein sollte, dann ist das nicht nur eine kleine, die wir hier sehen. Mal schauen!Zitat:
Original geschrieben von JanA6Avant
Da hast du etwas missverstanden, die Aussage geht auf meinen Beitrag zurück. Dabei ging es darum, ob und warum man für einen Audi A3 bis zu 50000 Euro ausgeben kann.
Das die Automobilhersteller, die gesamte Branche mit einer Marktschrumpfung von 20% rechnen, da kann kein Hersteller ausweichen und es trifft auch das deutsche Premiumtrio... Nur die Automobilkrise ist nicht Folge eines schlechten oder guten PM, denn die Ursache für die Absatzrückgänge liegt auf einer anderen Ebene...
Nein durchweg alle Vollsortimenthersteller haben Probleme beim Absatz, auch vor Hyundai wird der ganz Effekt nicht stoppen, beim Falle Hyundai könnte man auch von einer kleinen SOnderkonjunktur, durch neue Kleinwagen nennen.
Da ist auch der Punkt, wo ich zustimme, es gibt zur Zeit einen Run auf Kleinwagen. Das betrifft aber alle Hersteller und der Gesamtmarkt wird schrumpfen, dass merken wir auch in Zulieferbranche. Natürlich verhagelt der starke Yen den Japanern ein wenig das Geschäft, dass war über Jahre aber umgekehrt... Aber dieser Punkt zieht nicht unbedingt, denn auch die Japaner produzieren im Euroraum (England, Slowakei, Polen, Russland) und auch im Dollarraum, also ganz so hoch sind die Währungsunsicherheiten auch nicht.
So die deutschen Hersteller haben auf das falsche Pferd gesetzt? Die letzten 7-10 Jahre liefen doch durchweg gut für die deutschen Hersteller? Und wieso haben sie aufs falsche Pferd gesetzt, wenn die deutschen Autohersteller nur auf den Markt reagiert haben? Eine weitere Frage ist, an was gemessen sind die deutschen Fahrzeuge ineffizient?
Zum Thema Industrie und ob der Zenit überschritten ist, dem kann ich nicht zustimmen, es gibt jetzt eine Delle, die aus der Vertrauenskrise resultiert. Spätestetens im nächsten Jahr wird sich der Markt entspannen...
Zitat:
Original geschrieben von JanA6Avant
Nein durchweg alle Vollsortimenthersteller haben Probleme beim Absatz, auch vor Hyundai wird der ganz Effekt nicht stoppen, beim Falle Hyundai könnte man auch von einer kleinen SOnderkonjunktur, durch neue Kleinwagen nennen.Zitat:
Original geschrieben von onkel_eduard
Das stimmt so nicht. Es gibt durchaus Hersteller, die Profit aus der Krise schlagen können, wie z. B. Hyundai. Viele werden aber auf dem falschen Fuss erwischt. Den Japanern verhagelt der starke Yen die Geschäfte, die Amerikaner sind faktisch pleite und die Deutschen haben mit schnellen aber ineffizienten und teuren Autos auf das falsche Pferd gesetzt. Smart z. B. erlebt bei Daimler seinen zweiten Frühling. Wer hätte das gedacht? Auch wenn man sich innerhalb der Industrie umhört; der Zenit scheint überschritten. Ein Zitat aus der Financial Times letzte Woche: "Frugalism is the new cool." Wenn dem so sein sollte, dann ist das nicht nur eine kleine, die wir hier sehen. Mal schauen!
Da ist auch der Punkt, wo ich zustimme, es gibt zur Zeit einen Run auf Kleinwagen. Das betrifft aber alle Hersteller und der Gesamtmarkt wird schrumpfen, dass merken wir auch in Zulieferbranche. Natürlich verhagelt der starke Yen den Japanern ein wenig das Geschäft, dass war über Jahre aber umgekehrt... Aber dieser Punkt zieht nicht unbedingt, denn auch die Japaner produzieren im Euroraum (England, Slowakei, Polen, Russland) und auch im Dollarraum, also ganz so hoch sind die Währungsunsicherheiten auch nicht.
So die deutschen Hersteller haben auf das falsche Pferd gesetzt? Die letzten 7-10 Jahre liefen doch durchweg gut für die deutschen Hersteller? Und wieso haben sie aufs falsche Pferd gesetzt, wenn die deutschen Autohersteller nur auf den Markt reagiert haben? Eine weitere Frage ist, an was gemessen sind die deutschen Fahrzeuge ineffizient?
Zum Thema Industrie und ob der Zenit überschritten ist, dem kann ich nicht zustimmen, es gibt jetzt eine Delle, die aus der Vertrauenskrise resultiert. Spätestetens im nächsten Jahr wird sich der Markt entspannen...
Ich glaube Hyundai war der einzige Autohersteller, der noch während des diesjährigen Super Bowl Werbezeit gebucht hatte. Die scheinen etwas zuzulegen, während die anderen sich zurecht schrumpfen. Aber man sieht es ja in der Krise, Billiganbieter, wie z. B. McDonald's, Wal Mart etc. können zulegen, während andere ihre Planwagen zur Burg zusammenstellen und der Dinge harren, die da kommen werden. Ich bin gespannt, wie sich das auszahlt.
Das Natural Hedging hast du erwähnt. Es stimmt natürlich, dass es sich insbes. für die Japaner auszahlt, dass sie in den USA selbst fertigen. Audi tut sich da schwerer, wenn der Euro anzieht. Wenn du allerdings sagst, dass die deutschen Hersteller die letzten sieben bis zehn Jahre gute Geschäfte gemacht haben, dann will ich dem gar nicht widersprechen. Aber die letzten anderthalb Jahre haben die Welt doch deutlich verändert. An den internationalen Finanz- und Kapitalmärkten wurden seit Ausbruch der Kreditkrise ca. $ 30 Billionen verdampft. Auf den Immobilienmärkten hat sich eine vergleichbare Summe in Luft aufgelöst. Wir reden also über einen Flurschaden von ca. $ 60 Billionen - weil's so schön spektakulär aussieht: $ 60.000.000.000.000 - in zwei Anlagekategorien, die für die Altersvorsorge der Menschen von existenzieller Bedeutung sind. Man muss ja nicht selbst Aktionär sein. Es reicht ja, wenn die Pensionskassen das Geld verbrannt haben. Wie also wollen BMW und Co. einem Baby Boomer ein PS-starkes Coupé verkaufen, wenn der mit dem Blick auf sein ausgebombtes Portefeuille feststellt, dass seine Altersvorsorgepläne bestenfalls noch als Toilettenpapier taugen. Übrigens: auch die amerikansichen Autobauer haben jahrelang immer nur das gebaut, was der Markt haben wollte; bis er es eines Tages nicht mehr in ausreichender Menge haben wollte. Das Ergebnis lässt sich heute in Detroit beobachten. Ein solches Ende wäre für GM und Ford wohl früher illusorisch gewesen.
Deutsche Autos sind für ein Topsegment gebaut, das wir in Deutsshland als normal ansehen. Dass in den Top Five der Zulassungsstatistik nach dem Golf mit der Mercedes C-Klasse, der 3er-Reihe von BMW, dem Audi A4 und dem VW Passat vier (!) Mittelklassemodelle auftauchen, ist schon ein extremer Ausdruck des deutschen Autofetischismus. In anderen europäischen Ländern hat das Auto bei weitem nicht den Stellenwert und eine deutsche Limousine wird recht emotionslos gegen einen italiensichen Kompakten getauscht, wenn es opportun erscheint. Und verglichen mit eben dem ist ein deutscher Mittelklassewagen eben ineffizient. Der Motor mag sogar effizienter sein, aber alleine in zwei Tonnen Stahl durch die Gegend zu rollen, ist es eben nicht.
Der Hinweis auf den überschrittenen Zenit fiel in Detroit. Es war, wenn ich das richtig erinnere, bezeichnenender Weise Ford-CEO Alan Mulally, der das gesagt hat. Der Mann sollte es wissen. Ich hoffe ich bin auf die meisten Fragen eingegangen. Die Antworten sind aber nur meine Ansichten, denn Prognosen sind ja bekanntlich schwer zu treffen; insbes. wenn sie die Zukunft betreffen. 😉
Zitat:
Original geschrieben von McQuade77
Volle Zustimmung!Zitat:
Original geschrieben von Rob7900
Daran hilft auch die Abwrackprämie nicht viel. Meiner Meinung nach ist dieses je nicht richtig durchdacht. Ich meine, wieviel Manschen in DE gibt es, die in Zeiten einer Finanzkrise ein mindestens neun Jahres altes Auto fahren, dieses wegen der Abwrackprämie verkaufen würden und sich durch die Abwrackprämie von 2,500€ auf einmal einen 40.000€ Wagen leisten können?
Also was machen alle die so ein altes Auto besitzen und gerne 2500€ für ein neues Auto abkassieren möchten? Die kaufen ein KIA, Peugeot, MAZDA, HYUNDAI - oder eben alles was unter 12.000€ zu bekommen ist. Dazu gehören sicherlich nicht Autos von Audi, BMW, VW, MERCEDES. Was hat also die Deutsche Wirtschaft von der Abwrackprämie? Jede Menge neuer Schulden, sonst nicht viel.
Voller Widerspruch! Protektionistische Konjunkturmassnahmen, waren es, die in den Dreissiger Jahren des letzten Jahrhunderts die Weltwirtschaft von der Rezession in die Depression gestürzt haben. Das Ergebnis waren Massenarbeitslosigkeit und in letzter Konsequenz ein Weltkrieg.