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Airbag Weste mit Reißleine!

Yamaha XJ 600
Themenstarteram 5. Mai 2021 um 22:04

Hallo,

lohnt sich das "alte" System mit Reißleine überhaupt? Lt. ADAC sind die weil sie zu langsam sind erst beim zweiten Aufprall offen. Leider kann ich mir ein elektronisches System nicht leisten. Jemand speziell mit Reißleine Erfahrung?

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19 Antworten

Ich habe eine helite Touring Jacke mit Luftsack.

0,1 sec bis sie aufgeblasen ist .

 

Der Vorteil ist sie braucht keine Batterien um Aktiv zu werden

 

Habe noch keinen Einsatzfall damit erlebt.

 

@Lewellyn hat mit der Weste Erfahrungen gemacht ....sehr gute wie er mir geschrieben hat.

 

Er meldet sich hier bestimmt noch.

Ich habe aus Komfortgründen die Jacke gekauft

Lüftungsöffnungen werden nicht durch die Weste verschlossen.

Ich muß nur ein Turm anziehen

Fühle mich gut damit.

 

Geh Mal zu helite die machen auch Testauslösungen im Geschäft mit der Jacke/Weste am Körper und beraten Super

Ich war in Zirndorf kann die Leute nur weiterempfehlen

 

Es gibt ein paar Unfallsituationen, wo die elektronischen den Reissleinen überlegen sind.

- Du stürzt mit dem Motorrad und löst Dich nicht von der Maschine. Dann löst die mechanische Weste auch nicht aus.

- Du fährst frontal gegen eine Wand mit hohem Tempo (ersatzweise ein Laster), dann kann die Reissleine zu lang sein, um vor dem Einschlag in die Wand die Weste aufzublasen.

Ansonsten verlasse ich mich lieber auf Mechanik statt auf Elektronik. Zumal die mechanische Auslösung für 25€ wieder einsatzbereit ist. Die elektronische musst Du einschicken und dreistellig berappen.

Moin!

Und hier mal ein Beitrag von einem Anhänger der elek. Varianten:

Es sind noch weitere Szenarien die von diesen Westen abgedeckt werden bzw. wo sie schneller reagieren, als im Beitrag von Lew beschrieben. Aufgrund der Bewegungsmustererkennung kann so ein Ding in vielen(!) Situationen schneller reagieren, als ein Reißleinensystem. Zum Beispiel auch beim Auffahrunfall an der Ampel, wenn du stehst.

Die Nachteile sind aber auch klar:

- man muss der Elektronik vertrauen. Ein Reißleinensystem ist so gesehen einfach doof. Und dabei sind beide Worte zugleich wichtig. Es ist einfach, im Sinne von simpel und für jeden nachvollziehbar. Aber ist halt auch doof, weil es quasi nur auf einen Trigger reagiert.

- elektronische Systeme sind i.d.R. teurer.

- elektronische Systeme sind nur arbeitsfähig, wenn sie Strom haben. Vergisst du das Laden, hast du einfach nur eine Stoffweste mit ein wenig mehr Abriebschutz an.

Das was Lew anspricht ist zudem aktuell richtig: Viele mechanische Systeme kannst du einfach zur Wiederbenutzung bringen, indem eine neue Kartusche eingelegt wird. Das ist aber eigentlich nicht im System der Auslösung bedingt, sondern dass die Hersteller der elektrischen Westen (z.B. Dainese) das so wollen - es ginge auch anders.

(Einschub: Von Helite ist doch auch eine elektrische Weste rausgekommen - ist das da auch so? Ich weiß es gerade nicht)

Ich kann an der Stelle nur sagen, dass das für MICH jedoch kein Argument ist: Wenn ich mich wirklich lang mache, gehe ich davon aus, dass das Ding eh danach (ggf. im wahrsten Sinne des Wortes) durch ist. Ansonsten ist es bei den wirkenden Belastungen evtl. auch gar nicht so schlecht, wenn der Hersteller da mal schaut, ob die Weste noch mal nutzbar ist.

 

Zu guter Letzt: Beide Systeme haben, wie man lesen kann, Vor- und Nachteile. Wie bei jeder Sicherheitsklamotte gilt aber auch hier: Sie bringt nur etwas, wenn du sie trägst. Eine theoretisch höhere Sicherheit bringt dir nichts, wenn du die Weste nicht trägst.

Für mich auch das ein Grund, warum ich mir die Helite nicht gekauft habe. Ich finde sie nicht besonders hübsch (aus verschiedenen Gründen). AAAAABER sie hat die größere Abdeckung als die Dainese-Westen. Bringt mir aber nichts, wenn ich die Helite nur seltener angezogen hätte.

Also, im Zweifelsfall auch sowas in Betracht ziehen.

Oder, letzte Variante: Jacke/Kombi mit eingebautem Airbag-System. Diese sind aber i.d.R. immer elektronisch (zumindest habe ich gerade nichts anderes in Erinnerung).

Moin!

Nachtrag: Ich habe gerade mal nachgeschaut. Die Helite e-Turtle ist ebenfalls wiederverwendbar ohne eingeschickt werden zu müssen:

https://www.helite.de/e-Turtle-Airbag-Weste

U.a. bei Dainese ist das anders.

Wenn die Airbags mit Reißleine zu spät aufgehen, dann ist das meist darauf zurück zu führen, dass die Leine zu lang eingestellt wurde. Ob aus Komfortgründen oder Unwissen ist ja egal. Auf ADAC Aussagen gebe ich sowieso genau gar nix.

Ich bin auf der Rennstrecke einige Male unsaft abgestiegen.

Da kann ich nur auf die Ursprungsfrage antworten: "UND OB SICH DAS LOHNT!" ;)

Meine hab ich mittlerweile zweimal gebraucht. Und jedesmal war die weiter verwendbar.

Wenn man da Zweifel hat, kann man sie zu Helite zur Inspektion schicken.

Hab ich beim ersten Mal gemacht, da war das kostenlos. Jetzt hätte es 60€ gekostet, war aber nix dran an der Weste.

Hat mir nur den Hals gerettet.

Zitat:

@Lewellyn schrieb am 6. Mai 2021 um 20:21:58 Uhr:

 

Hat mir nur den Hals gerettet.

Und das ist das Entscheidende!

Zitat:

@Tobiasrw schrieb am 5. Mai 2021 um 22:04:29 Uhr:

Hallo,

lohnt sich das "alte" System mit Reißleine überhaupt? Lt. ADAC sind die weil sie zu langsam sind erst beim zweiten Aufprall offen. Leider kann ich mir ein elektronisches System nicht leisten. Jemand speziell mit Reißleine Erfahrung?

Da stellt mir sich die Frage warum nicht dann ohne fahren??

Oder haste so viel Angst das dich einer runter holt von deinem Hobel??

Dann solltest du darüber nach denken ob es das richtige für dich ist.

Ich will dir das nicht absprechen , ich halte nicht viel von den Airbag westen / Jacken.

Da ich diese erkaufte Sicherheit doch sehr überteuert halte, und der nutz Effekt daraus nicht wirklich überzeugt , es ist halt wie beim Fliegen runter kommen sie alle.

Zitat:

@jmlif schrieb am 7. Mai 2021 um 08:15:22 Uhr:

Zitat:

@Tobiasrw schrieb am 5. Mai 2021 um 22:04:29 Uhr:

Hallo,

lohnt sich das "alte" System mit Reißleine überhaupt? Lt. ADAC sind die weil sie zu langsam sind erst beim zweiten Aufprall offen. Leider kann ich mir ein elektronisches System nicht leisten. Jemand speziell mit Reißleine Erfahrung?

Da stellt mir sich die Frage warum nicht dann ohne fahren??

Oder haste so viel Angst das dich einer runter holt von deinem Hobel??

Dann solltest du darüber nach denken ob es das richtige für dich ist.

Ich will dir das nicht absprechen , ich halte nicht viel von den Airbag westen / Jacken.

Da ich diese erkaufte Sicherheit doch sehr überteuert halte, und der nutz Effekt daraus nicht wirklich überzeugt , es ist halt wie beim Fliegen runter kommen sie alle.

Da täuscht du dich.

Der erste Aufprall der hier schon angesprochen wurde ist der gefährliche. Ab 70 km/h steigt das Todesfallrisiko exponentiell bei einem Motorradfahrer. Eben weil man mit Wucht auf ein festes Hinderniss kracht. Das kann nach einem Flug auch am Ende ein Baum, Auto, Haus, Leitplanke oder einfach der Bordstein sein. Das bricht die Knochen wie Zahnstocher und verursacht schlimme innere Verletzungen. Alles was Kopf betrifft ist dann eh vorbei, trotz Helm.

Und genau dafür ist die Airbagweste da. Die dämpft das extrem ab. Danach scheuert die auch auf (Helite Turtle/Airnest z.B. - die neuere GP ist da aus Leder und hält mehr aus) und die Luft ist raus, aber wenn man soweit ist, ist das auch nicht mehr so gefährlich (2ter Aufprall). Natürlich kann es auch da schlimme Verletzungen geben, aber eben nicht mehr so lebensgefährlich wie beim ersten Aufprall.

Bei 150 km/h gegen ne Wand brauchen wir uns nichts vormachen, da hilft auch keine Airbagweste, da ist man tot. Aber bei einem normalen Landstraßentempo zwischen 50-100 km/h hat die Weste schon einen Sinn.

Und wie bewertet man den Kosten/Nutzen wenns um das eigene Leben geht? Wenn man eh nicht stürzen will, kann man auch ohne Kombi, Handschuhe, Stiefel fahren - ohne Helm war ja früher auch mal erlaubt. Leider kann man das nicht beeinflussen. Ich rede hier nicht von Rasern sondern normal durch die Gegend gondeln und einer übersieht dich und kommt rechts aus der Seitenstraße raus. Ist doch ein Klassiker.

Mein Fahrlehrer hat gesagt: "Als Motorradfahrer stehst du permanent mit einem Bein im Grab, tu alles was nötig ist, um das andere raus zu halten."

Natürlich kann man das Motorradfahren auch einfach lassen, aber das kommt für mich nicht in Frage. :D;)

Ich versteh dich da vollkommen , nur wenn ich Lese das selbst bei 70 km/h die Weste nicht wirklich mehr Schutz bietet, ..........................

Ok seis wie es will, ich halte es so das ich einmal aufs Glück vertraue, und zweitens auf meine Erfahrung aus 25 Jahren LKW Fahren, und genau das hat mir sehr oft schon die haut gerettet, man lernt den Verkehr zu Lesen schult sein Auge und die Wahrnehmungsfähigkeit .

Und das ist das was ich heute so vermisse , man wird von Sicherheitsvorkehrungen nur so eingelullt, ein Sensor für dies ein Sensor für das, Kraftfahrzeugführer werden dann auch kein Gefühl mehr fürs Fahren.

Nur so ein Beispiel wer kann heute noch im tiefsten Winter mit einem heckangetriebenen Fahrzeug vernünftig Fahren??

am 7. Mai 2021 um 13:14

Zitat:

@jmlif schrieb am 7. Mai 2021 um 08:15:22 Uhr:

Da ich diese erkaufte Sicherheit doch sehr überteuert halte, und der nutz Effekt daraus nicht wirklich überzeugt , es ist halt wie beim Fliegen runter kommen sie alle.

Mich hat das überzeugt, meine Weste wiegt 1,8 kg extra, kann locker getragen werden, gibt´s in schwarz oder reflektierend-gelb wer´s mag, Patrone hält laut Hersteller Helite 10 Jahre, 1x im Jahr nachwiegen, ist ruckzuck erledigt.

Blöd kann sein, wenn man extrem kurz die Reißleine befestigt. Die 30-35 kg Auslöselast sind genug, um samt Körpermasse entweder das moped vom Seitenständer zu kippen oder das Risiko auszulösen, macht 20 Euro für die neue Patrone.

Teuer? Dieses Jahr hat Louis die alten Helite Westen im Angebot, 300 Euro, Helite gibt 4 Jahre Garantie, von Held gibt´s 5 Jahre Garantie, macht 40 Euro im Jahr, Ersatzpatrone sollte man mithaben, 20 Euro extra, plus 4 Euro, 44 Euro im Jahr.

Sind umgerechnet zwei Tankfüllungen bei mir.

Je nach Generation kostet es a bissl mehr. Will ich mich nach einem Unfall lange Jahre quälen und jammern oder (dem Partner) sagen können: hab alles getan an Maßnahmen was der Markt hergegeben hat. Sicherheitsassistenten an neuen Motorrädern kosten kein Geld, oder?

Mein Kaufgrund war der Kopf-/Nackenschutz. Absteigen und Rutschen ist das eine, geschleudert werden ohne jedwede Kontrolle zu haben ist was anderes, bereits eine simple Airbag Weste stützt den Helm ab, seitlich und nach hinten. Das ist Kaufgrund genug, meine ich. Ein vernünftiger Nackenschutz kostet ähnlich, (sieht ... aus), braucht immerhin keinerlei Wartung.

Ja, Illusionen sollte man sich keine machen. Schaut euch mal die Reit-Unfälle ohne Airbag und mit Airbag an, Helite hat die mal gegenübergestellt. Als Motorradfahrer ist man weit besser geschützt, bei den unteren Geschwindigkeiten ist ein Airbag wirklich sinnvoll. Verbremst, auf der Landstraße runter in den Graben ... weil unverschuldet gerutscht, Öl in der Kurve usw. das sind sehr konkrete Unfallszenarien.

Klar, im Sommer tragen die dichten Westen schon auf, seitlich zieht die Luft durch, meine Weste ist hinten sehr lang geschnitten, liegt auf, logisch, ohne wär´s luftiger.

Vor der Airbag Weste hatte ich eine Level 2 Protektorenjacke, da schwitzt man im Sommer auch direkt unter den Protektoren, klar gibt Alternativen mit mehr Löchern usw. Hab mir für die Hüfte in den Hosen neue D3O nachgerüstet, geiles Zeug. Unterschied zu steifen Protektoren spürt man sofort, gerade wenn´s eng zugeht.

Airbag spürt man nix wenn platt und hofft drauf, nie zu brauchen. Da ist die Motivation schwer sich sowas zu kaufen. Hatte ganz früh auf dem moped einen Unfall, die Bilder bleiben im Kopf, Auto von rechts, Absteiger oben drüber, 10 Meter später vom Bordstein gebremst.

Man weiß nie wo man draufknallt. Durchrutschen auf freier Straße ist ein Wunschtraum. Schutz tragen ist lästig, besonders Maximalschutz. Für irgendwas dazwischen wird man sich entscheiden.

Über Geschwindigkeit >70 will ich gar nicht nachdenken, da sind rationale Willensentscheidungen eh schwierig, man sieht´s kommen und reagiert dann ... hoffentlich richtig. Trainieren sollte man, Fahrsicherheitstraining, Vollbremsungen usw. statt sich (nur) auf Aufrüstung - sei sie noch so teuer - zu verlassen.

P.S. Sparen kann man mit gebrauchten Airbags, Service beim Hersteller kostet ggf. extra, aber in Summe liegt man deutlich unter Neupreisen. Hatte Glück bei der Suche und statt Service in eine Patrone investiert, die alte auslösen lassen. Gute und wichtige Erfahrung meiner Meinung.

Zitat:

@jmlif schrieb am 7. Mai 2021 um 11:47:27 Uhr:

Ich versteh dich da vollkommen , nur wenn ich Lese das selbst bei 70 km/h die Weste nicht wirklich mehr Schutz bietet, ..........................

Ok seis wie es will, ich halte es so das ich einmal aufs Glück vertraue, und zweitens auf meine Erfahrung aus 25 Jahren LKW Fahren, und genau das hat mir sehr oft schon die haut gerettet, man lernt den Verkehr zu Lesen schult sein Auge und die Wahrnehmungsfähigkeit .

Und das ist das was ich heute so vermisse , man wird von Sicherheitsvorkehrungen nur so eingelullt, ein Sensor für dies ein Sensor für das, Kraftfahrzeugführer werden dann auch kein Gefühl mehr fürs Fahren.

Nur so ein Beispiel wer kann heute noch im tiefsten Winter mit einem heckangetriebenen Fahrzeug vernünftig Fahren??

Doch doch die Weste hilft immer. Das meine ich ja, es ist als großen Bonus bei der Sicherheitsausrüstung zu sehen.

Auch beim Aufprall gegen die Wand mit 150 km/h hilft diese, der Aufprall ist weniger hart. Aber mit oder ohne Weste ist der Aufprall zu hart. Wenn man nicht irgendwie Glück hat ist man dahin.

Aber ich verstehe was du meinst. Beim LKW ist der Bremsweg viel länger, alles ist unübersichtlicher usw. da lernt man die Situation vor dem Unglück einzuschätzen und gar nicht erst in die schlimme Situation zu kommen. Das fehlt ganz ganz vielen, da gebe ich dir vollkommen Recht.

Eine Abhilfe schaffen da regelmäßige Sicherheitstrainings. Aber es geht hier ja um Sicherheitsaustattung und die Airbagweste ist da ganz klar sinnig, egal welche.

Ich würde einfach mal auf dem Gebrauchtmarkt suchen. Es gibt viele Rennstreckenfahrer die verkaufen auch hin und wieder ihr Zeug. Meine erste Helite Airnest hat 170€ gekostet. Das kann man ja locker dafür ausgeben.

am 9. Mai 2021 um 23:41

Interessieren den TE überhaupt noch die Antworten?

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