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Abzocke?

Fiat Punto 188
Themenstarteram 6. Juli 2012 um 13:54

Hallo Leute.

Der 188er Punto meiner Frau hat in den letzten Wochen täglich einen halben Liter Wasser verbraucht und überhitzte schnell bei langsamen Fahrten.

Die Meinungen aller Fiat-Besitzter und aller, die sich mit Autos halbwegs auskennen war relativ eindeutig. Zylinderkopfdichtung im Eimer. Ich habe den "Fehler" bei Fiat sehr ausführlich geschildert und habe den Wagen abgegeben, damit die mir sagen ob es wirklich die Dichtung ist und wieviel es kosten würde.

Nach dem ich erfuhr, dass eine Reparatur ca. 1300€ kosten würde und gesagt habe, dass es sich nicht mehr lohnt, wurde mir mitgeteilt, dass das Auto nicht fahrbereit ist, weil bei der Fehlersuche die Zündkabel abgerissen wurden. Diese waren angeblich so festkorrodiert, dass ein normales Abziehen nicht mehr möglich war

Ich wollte das Auto nach Hause bringen und fragte wie viel denn nun die Aktion kostet um mit dem Auto wieder fahren zu können. Die Antwort: 50€ brutto für neue Zündkabel + 15 Minuten Montage. Macht insgesamt etwa 75 €.

Das grössere Übel: Die wollen vom mir 190€ für die Fehlersuche! Den Lohn haben die mir telefonisch mit 94€ brutto pro Stunde mitgeteilt. Die Stundenzahl wird mit 1,8 angegeben.

Ich selber fahre einen Audi A6 und bin Audi-Preise gewohnt. Ich halte die Fiat Werkstatt für bescheuert. 200€ für die Fehlersuche an einem klinisch toten Punto zu verlangen, nach dem jeder Laie die Zylinderdichtung schon genant hat, ist rotzfrech.

Wie verhält es sich mit den zerstörten Kabel? Sind die 200€ rechtens?

Vielen Dank für eure Hilfe

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10 Antworten

Das Problem ist aus meiner Sicht, wie so oft, der Unterschied zwischen "moralischer" und "rechtlicher" Bewertung. "Moralisch" gesehen ist das eine Frechheit von der Werkstatt. Rechtlich gesehen (vermutlich) nicht.

Natürlich kann Fiat Dir den Zeitaufwand für die Fehlersuche in Rechnung stellen, und wieviel sie dafür verlangen werden, kannst Du -theoretisch- ja vorher erfragen (versteh' mich nicht falsch, geht nicht gegen Dich, aber das ist halt der Rahmen, auf den sich die Werkstatt berufen kann). Du hast doch sicherlich unterschrieben, dass Du die Werkstatt mit der Fehlersuche beauftragst. Damit akzeptierst Du deren Bedingungen, leider. Allerdings erscheint der berechnete Preis sehr hoch, da bin ich Deiner Meinung. Aber was die Werkstatt pro Einheit/Stunde berechnet, kann man eben auch erfragen und dann ggf. sagen, "nee, Verzeihung, aber ich gehe zu einer Werkstatt, die niedrigere Arbeitskosten ansetzt, danke schön". Wird also schwierig sein, da etwas gegen zu machen. Wogegen ich aber auf jeden Fall protestieren würde ist, dass man Dir nicht auch noch Geld für die Montage der Zündkabel berechnen will. Gut, das sind laut Deinem Post nur 25€, aber vielleicht kannst Du das in die Wagschale werfen und mit denen darüber reden, dass sie es insgesamt ja wohl ein wenig zu stark auf Dein Portemonnaie abgesehen haben, wenn sie Dir allein 200€ für die Fehlersuche und dann auch noch getrennt davon die Zündkabelgeschichte berechnen wollen, zumal diese Reparatur ja nicht vorgesehen war.

Ich finde, dass manche Werkstätten gerade mit Besitzern älterer Autos unverschämt umgehen. Mit diesen Kunden können sie, wenn ein größerer Mangel zu beseitigen ist (was ja nun einmal im fortgeschrittenen Alter eines Autos eher vorkommt), gutes Geld verdienen, aber gerade bei diesen Kunden sollten sie preissensibel sein. Das gilt übrigens auch für die 1300€, die man Dir für die Reparatur aufbrummen wollte. Es ist ja wohl nur die ZK-Dichtung... Ich habe bislang vier Fiat-Werkstätten kennengelernt, gefühlt war alles zwischen "die wollen mich auf den Arm nehmen" und "scheinen vertrauenswürdig zu sein" dabei.

Themenstarteram 7. Juli 2012 um 22:49

Vielen Dank für deinen sehr guten Beitrag. Ich habe den Punto selbst nicht abgegeben . Habe eine fast volle DIN A4 Seite formuliert zum dem Helden die Arbeit zu erleichtern. Hab meine Frau hingeschickt. Bin gespannt ob sie was unterschrieben hat. Was denkst du wie viel die eine ZKD angemessen wäre?

Hallo

Habe deine Geschichte gelesen, muss sagen ähnliche Erfahrungen hatte ich mit meiner (inzwischen nicht mehr meine) Fiatwerkstatt auch gemacht.

Rechtlich wirst da nicht viel machen können, wenn man deswegen vor Gericht gehen würde, muss man aber (die in deinen Augen) unberechtigen Forderungen der Werkstatt durch Beweise wiederlegen.

Zur Zylinderkopfdichtung würde ich sagen eine freie Werkstatt macht dir das für 700 -800 Euro der Dichtungssatz ist ja nicht teuer, es hängt aber doch einiges an Arbeit drann.

Es ist aber zu bedenken, es könnte nach der Demontage noch einige Zusatzarbeiten notwendig werden Kopf Planschleifen, oder der Kopf hat einen Riss, dann ist schon zu überlegen ob du dir das Ganze nicht doch noch überlegst.

Gruß Aljubo

Ich weiß nicht wie alt dein Punto ist. Nach der Bauzeit kann er zwischen 5 und 13 Jahr alt sein.

Wenn dein Wagen deutlich älter als 5 Jahre ist, wäre ich nicht in eine Vertragsverkstatt gegangen. Sondern in eine Freie, wo die Preise günstiger sind.

 

Desweiteren kenne ich dein DIN A4 Schreiben nicht und was darin steht. Ist dort hinauszulesen das eine Fehleranalyse zu machen ist, oder steht dort Angebot für ein Zylinderkopfreparatur. Steht dort nur eine Auflistung von Fehlern drinn, muss die Werkstatt natürlich eine Analyse machen. Die Analyse ist nirgendswo kostenlos.

 

Abgesehen davon scheint ja der Wagen auch nur sehr wenig Wartung erhalten zu haben.

 

Zitat:

Diese waren angeblich so festkorrodiert, dass ein normales Abziehe nicht mehr möglich war

Werkstattpreise sind natürlich immer auch Abhängig von der Lage. In der Münchener Innenstadt wird es teurer sein als irgendwo auf dem Lande.

 

italo

Zitat:

Original geschrieben von ka184

Was denkst du wie viel die eine ZKD angemessen wäre?

Jetzt bin ich gaaaanz vorsichtig, weil ich kein Mechaniker bin, also lege meine Worte nicht auf die Goldwaage (viellicht bekommst Du ja auch noch eine weitere Einschätzung hier), aber wenn es stimmt -davon gehe ich jetzt nach Deinem Thread erst einmal aus-, dass nur die Zylinderkopdichtung getauscht werden muss, sollten eigentlich um 500-600 EURO reichen, auch bei Fiat. Oder was meint Ihr da draußen, ist der Punto 188 ein technischer Sonderfall, die die Reparatur doppelt so teuer macht? Das glaube ich nicht. Wie gesagt, unter dem Vorbehalt dass es nur um die Zylinderkopfdichtung geht - Deine Anmerkung mit der DIN A4-Seite klingt ja eher so, als hättest Du noch mehr zu beanstanden gehabt...

500-700€ halte ich für angemessen. Man muss ja auch den Zahnriemensatz dazurechnen. Aber ansonsten ist es ja nichts besonderes (ich gehe davon aus, dass es sich um den 1.2 8V handelt, der hat häufig Kopfdichtungsschäden).

Ich hab beim Lancia Beta mal 500€ für die reparatur eines Kopfdichtungsschadens bezahlt (vor ca. 8 Jahren in einer Fiat-Niederlassung, allerdings ohne Teile, die hab ich denen dazugelegt) und der hat 2 Nockenwellen und viel desolatere Platzverhältnisse zum Basteln.

Das mit den Zündkabeln ist eine Frechheit, was haben die für Grobmotoriker.. ??

Zitat:

Das mit den Zündkabeln ist eine Frechheit, was haben die für Grobmotoriker.. ??

Passiert, habe ich auch öfters so in der Hand. Da muss man sich nicht sonderlich anstrengen. Wenn die Zündkabel lange auf den Kerzen drauf waren, gehen die nur schlecht wieder ab.

Ich wunder mich nur, dass die Zündung noch vernünftig funktioniert haben soll, wenn die Zündkabel richtig vergammelt gewesen sein sollen. Allerdings sind beim Punto 188 die Zündkabel von den mittleren Zylindern manchmal wirklich schlecht abzukriegen. Die saugen sich so abartig fest und am Kabel soll man ja bekanntlich nicht ziehen, aber den Stecker selber kriegt man mit der Hand eines Erwachsenen kaum vernünftig zu packen (und ich habe schon für 'nen Kerl relativ kleine Hände). Da hat ich auch schon diverse Male Bedenken, dass zum Kerzen- auch gleich noch ein Kabelwechsel dazukommt...

Moin,

Die Berechnung der Schadensanalyse / Diagnostik ist korrekt. Die Werkstatt hat eine Leistung erbracht, dafür hatte sie eine zeitliche Aufwendung, für welche der Mitarbeiter auch bezahlt wird. Insofern ist die Berechnung korrekt - wird auch von jeder anderen Werkstatt (auch Audi ;) ) so gemacht. Läßt du anschließend die Reparatur durchführen - wird die Diagnose üblicherweise verrechnet.

Nicht OK ist meines Erachtens die Berechnung des durch die Werkstatt herbeigeführten Defektes! Hier liegt ein Gewerkschaden vor, für den die Werkstatt eine Teilverantwortung trägt. Erstens ist die Werkstatt sachkundig und hätte entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen müssen oder auf den möglichen Demontageschaden hinweisen müssen. Zudem fällt die Arbeitszeitberechnung bei der Montage des neuen Teiles weg - auch das alte Kabel hätte montiert werden müssen - dies ist im Rahmen der Diagnose bereits abgegolten - eine Doppeltberechnung ist nicht statthaft. Das neue Kabel hätte meines Erachtens verbilligt abgegeben werden müssen, weil es einfach neu im vergleich zum alten Kabel ist. Aber bei vorsichtiger Arbeit wäre dies nicht nötig gewesen ...

MFG Kester

Darüber hinaus halte ich es für unwahrscheinlich, dass alle 4 Zündkabel abgerissen sein sollen, nach dem ersten abgerissenen hätten die ja nun doch gewarnt sein müssen. Vielleicht arbeitet der unglaubliche Hunlk inder Werkstatt.... :D

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