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75er Cadillac Coupe DeVille

Cadillac De Ville 5
Themenstarteram 13. März 2022 um 20:45

Guten Morgen meine Lieben,

Ich habe mir jetzt noch relativ spontan ein neues Projekt zugelegt, das erste mal einen Oldtimer. Soweit so gut, wie oben beschrieben handelt es sich um einen 1975er Coupe DeVille.

Das Auto braucht ganz viel Liebe und wird in den nächsten Wochen erstmal komplett zerlegt, danach wird in aller Ruhe der Rost bekämpft. Erstmal muss der Lack runter, was eigentlich entspannt sein könnte aber da der Vorbesitzer auf die Idee kam das Auto komplett grau zu rollen ist da ne ordentliche Lackschicht drauf.

Habt ihr einen Tipp wie es am besten wieder runter geht. Mit dem Exzenterschleifer wird das ne Ewigkeit bauen. Zum Sand/Eisstrahlen hab ich keine Möglichkeit, es bleibt bloß Handarbeit.

Ein weiteres dickes Problem ist tatsächlich der Kofferraum. Er hat kein Schloss mehr und ist zu, bisher blieben alle entriegelungsversuche erfolglos. Rücksitzbank ausbauen bringt auch nichts. Vielleicht hat ja einer ne Idee.

Ansonsten bin ich für Tipps und Hinweise für Teile immer dankbar.

Das ist der Dicke
Viel Arbeit
Wieso
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25 Antworten

Durch das Loch im Kofferraumdeckel ein Endoskop einführen und man sollte sehen, wie entriegelt wird.

Zum Lack abschleifen würde ich CSD Scheiben nehmen. Durch die grobe Struktur setzt sich die Scheibe nicht zu, wenn der Lack durch die Wärme weich wird.

Es gibt auch extra Absaughauben für den Winkelschleifer, hilft vielleicht damit nicht alles zustaubt. Ich habe die leider erst gefunden, nachdem ich mit dem Schleifen durch war :-D

Zum Thema Lack: Da kann ich den "Speed-Ex Abbeizer" von Beko empfehlen. Ich hatte ein ähnliches Problem: Motorradtank Originallack plus Hammerite gerollt. Geht recht schnell das Zeug und ist auch ziemlich ergiebig. Wie das allerdings bei den alten Ami-Lacken aussieht, weiß ich nicht. Dürfte aber gehen - zumindest bis zum Werks-Lack.

Schönes Projekt übrigens!

Kofferraum: flachen Schraubendreher reinstecken und 45 Grad nach rechts drehen. Das Schloss hat hinten ein flaches Metall drauf, ca. 5 mm breit, das in einen Schlitz an der Verriegelung eingreift. Dieses Metall simuliert der Schraubendreher.

BTW ..... so startet man den Wagen auch, wenn der letzte Besitzer das Schloss ausgebohrt hat.

Da hast Du Dich aber in die Königsklasse der Restaurierungsprojekte vorgewagt. Logistisch und finanziell. Ein gepflegtes Toppexemplar dürfte deutlich günstiger kommen…

Themenstarteram 21. März 2022 um 19:36

So schlimm ist er vom Zustand her überhaupt nicht, Motor läuft, Auto fährt. Karosseriearbeiten, Innenraum neu und Lack. Meine Vorstellung wir noch auf Luft umbauen und dann ist gut. Ansonsten geht eigentlich alles was elektrisch ist, fast alle teile sind da. Von daher ?? und wenn es ein paar Mark mehr kostet ist’s halt so.

Es geht mir hierbei weder uns sparen, noch darum das Teil fertig zu kaufen. Der Weg ist das Ziel, viel lernen dabei und Spaß beim zerlegen und Wiederaufbau. Ich hab jetzt kein Problem da 20-30t€ rein zu stecken neben meiner Arbeit, hauptsache am Ende ist es ein so wie es mit gefällt.

Gekauft für 4.000, daher sollte der Rest eigentlich passen, viel günstiger kriegst kaum eine brauchbare Basis. Ich wollt nicht gleich mit Mustang oder Challanger anfangen, da bist ja allein bei ner Basis beim x-fachen.

Von daher bin ich immer auf der Suche nach guten Kontakten für Teile an dem Fahrzeug.

P.S.: Kofferraum ist mittlerweile offen, hab von hinten alles versucht aber nichts ging, war am Ende auch chancenlos. Als der Deckel offen stand, war nichts mehr da vom Schloss, von daher gingen alle versuche mit dem Schraubenschlüssel ins leere.

Also Innenraum raus, Dämmung muss eh neu und dann ein paar Verlängerungen aneinander auf ca 165cm + Ratsch. Bisschen gefummelt bis das Werkzeug saß und dann die 3 Schrauben vom Scharnier gelöst. Offen ist das Teil, jetzt für ein paar Euro ein neues Schloss bestellt und fertig.

Mittlerweile ist auch die Motorhaube und der Kofferraumdeckel unten. Jetzt mal sehen ob es irgendwo in Europa noch brauchbare ohne viel Rost gibt, das würde viel Zeit sparen ??

Zitat:

@spechti schrieb am 14. März 2022 um 17:30:49 Uhr:

Da hast Du Dich aber in die Königsklasse der Restaurierungsprojekte vorgewagt. Logistisch und finanziell. Ein gepflegtes Toppexemplar dürfte deutlich günstiger kommen…

Ich mag solche Projekte. Und ich mag Menschen, die sich solchen Herausforderungen stellen!

Ich wollte seinerzeit etwas über Technik, Reparatur und Restauration von Ami-Oldtimern lernen. Und ich hätte sogar eine Ausbildung in einer solchen Firma gemacht. Aber keiner war da, der es mir zeigen wollte/konnte.

Und so habe ich mir einfach meinen "Dicken" gekauft und begonnen, es mir selbst beizubringen... ohne Garage, Werkstatt oder gar Zoll-Werkzeug zu besitzen :)

Du wirst unbezahlbare Erfahrungen machen. Alles ist machbar. Kostet meist weniger als man denkt. Meistens. Soweit mein Fazit.

Ich drück Dir alle verfügbaren Daumen und Wünsche viel Spaß und viel Erfolg !

Im Prinzip ist jedes gerettete Fahrzeug begrüßenswert. Doch möge der TE unsere Skepsis verzeihen, nach allem was wir hier schon erlebt haben an großen Projekten und Ankündigungen.

Es wäre auf jeden Fall cool wenn der TE durchhält und uns immer auf dem Stand hält. Wäre endlich mal wieder ein schöner Thread in den man gerne reinschaut.

Ich habe auch schon so eine Restaurierung gemacht, wenn auch mit einem kleineren Fahrzeug (Manta B). Sowas fordert Blut, Schweiß und Tränen, gibt aber auch unglaublich viel der eigenen Persönlichkeitsentwicklung.

In diesem Sinne wünsche ich dem TE gutes gelingen und hoffe, daß er uns regelmäßig an seinen Erfolgen (und natürlich auch Misserfolgen) teilhaben lässt.

Denke mal das ich für alle spreche wenn ich sage, das wir ihn gerne dabei unterstützen mit unseren Erfahrungen.

Hau rein, so ein Cadillac ist ein verdammt geiles Auto!

Gruß Olli

Gibt es hier im Forum ein Tagebuch mit einer bis zum erfolgreichen Ende geführten Restaurierung eines Siebziger-Jahre Fullsize-Cadillac? Damit meine ich nicht nur ein paar weggeschliffe Rostplacken und eine Rolllackierung, sondern eine fachmännische Arbeit mit Chrom und Lack und Vinyldach und Leder und der weltweiten Jagd nach Originalzierteilen und so weiter. Selbst in US-Foren ist mir ein solches Projekt nie begegnet. Allerdings die eine oder andere Überholung eines sechziger-Jahre oder Fünfziger-jahre Cadillac. Die spielen allerdings noch mal in einer ganz anderen Liga.

Wenn einer einen Link hat würde mich sehr sehr interessieren. Danke vielmals!

Themenstarteram 22. März 2022 um 22:32

Aktuelles Update:

Neuer Kofferraumdeckel und neuer Himmel sind gefunden, so wie es aussieht wohl auch die neue Windschutzscheibe.

Nachdem wir das Auto immer weiter zerlegen gibt es auch interessante Entwicklungen ??. Das Vinyldach gibt es nicht und ich möchte auch keines mehr drauf machen. Allerdings haben wir eingefallenen Spachtel gefunden, angefangen zu schleifen und erstmal eine etwa 3cm dicke sprachgeschichtliche gefunden. Sobald ich da durch bin stell ich mal ein Bild ein, da dies parallel auf beiden Seiten des Dachs ab etwa oberhalb der hintern Scheiben zu finden ist.

Jetzt wüsst ich gern warum ??. Egal weiter geht’s

Im Moment auf der Suche nach ner neuen Innenausstattung. Sollte nichts zu bekommen sein werden wir mal sehen die Sitze neu satteln zu lassen.

Das Dach ist oberhalb der hinteren Seitenfenster aufgesetzt, angeschweisst und dann verspachtelt ab Werk, aber eher 3 mm denn 3 cm. Und zwar unabhängig ob Vinyldach oder nicht. Ist bei allen GM aus dieser Zeit so.

Themenstarteram 23. März 2022 um 21:16

Danke für die Info

Ich hätte aber gedacht das diese Nähte verzinnt wurden im Werk... Spachtel wäre mir neu.

Themenstarteram 24. März 2022 um 6:43

Wenn ich morgen oder übermorgen dazu komm mach ich ein Foto und stell es ein. Ich hätte dabei jetzt nicht drauf getippt, dass das Original ist.

Was ich natürlich nicht weiß, ist ob eventuell nochmal neu gespachtelt wurde im Laufe der fast 50 Jahre.

Ich find es total spannend, es alles so zu ergründen und verstehen. Mittlerweile bin ich mit dem ersten US Teile Händler schon per Du und schauen was wir über seine Kontakte in den Staaten für Teile bekommen. Ein ganz anderes Erlebnis, als das bisherige Tuning an modernen Autos. Sonst muss man sich oft rechtfertigen, bei dem Oldie findet es jeder nur cool. Allein deshalb ist die Erfahrung es schon wert und die Arbeit macht wirklich viel Spaß.

Im Gegensatz zu meinem Alltag mit täglichen Termindruck, Ergebnisorientiert und immer Vollgas kann man sich hier ganz entspannt und Stück für Stück Vorarbeiten. ????

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