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530e (G30/JA91) Frage zu Laden und Leistung

BMW 5er G30
Themenstarteram 12. Dezember 2019 um 12:02

Moin,

ich hab seit exakt einer Woche einen 530e mit Fertigungsdatum 11/2019. Dazu habe ich einige Fragen:

  • wenn ich die Bedienungsanleitung und andere Quellen richtig interpretiere, ist die maximale Ladeleistung des Fahrzeugs 3,7kw (also 16A bei 230V). Das BMW Ladekabel Typ 2 3-phasig ist also Overkill, mehr als eine Phase braucht es nicht, korrekt?
  • wenn ich das Auto an einer Haushaltssteckdose mit dem beigefügten "Ladeziegel" lade, wieviel Ampere / kW werden dann in den Stufen "gering","reduziert" und "maximal" abgerufen?
  • die Systemleistung des 530e liegt bei 252PS. Wann liegt die an und wie lange ist sie abrufbar? Hier müssen ja Verbrenner und Elektromotor zusammenarbeiten, wie lange geht das gut?

Danke für die Antworten

Gruß

Christoph

Beste Antwort im Thema

Zu den Fragen des TE möchte ich konkret antworten:

[TE] wenn ich die Bedienungsanleitung und andere Quellen richtig interpretiere, ist die maximale Ladeleistung des Fahrzeugs 3,7kw (also 16A bei 230V). Das BMW Ladekabel Typ 2 3-phasig ist also Overkill, mehr als eine Phase braucht es nicht, korrekt?

[A-DR] Die Ladebuchse am Auto hat nur eine Phase belegt. Insofern ist ein 3-phasiges Ladekabel überflüssig, ein einphasiges reicht aus.

ABER: Manche Ladestationen verlangen ein 3-phasiges Kabel, sonst geben sie den Ladevorgang nicht frei. Diese leidige Erfahrung musste ich mehrmals machen. Mit dem 3-phasigen Kabel funktioniert das Laden dann auch mit einer Phase. Es genügt dann aber auch ein 11 kW Kabel (3 x 3,7 kW), das etwas leichter und günstiger ist. Die Art des Kabels (Anzahl Phasen, max. Stromstärke) ist im Stecker des Kabels auf Seite der Ladestation codiert (über einen Widerstand).

[TE] wenn ich das Auto an einer Haushaltssteckdose mit dem beigefügten "Ladeziegel" lade, wieviel Ampere / kW werden dann in den Stufen "gering","reduziert" und "maximal" abgerufen?

[A-DR] Folgende Wattzahlen habe ich gemessen:

maximal: 2256 W (ca. 10A)

reduziert: 1709 (ca. 7,5A)

gering: 1374 (ca. 6A)

Das ist aus Sicherheitsgründen so gemacht, weil auch eine 16A Absicherung nicht gewährleistet, dass in der weiteren Kabelführung bis zur Steckdose tatsächlich 16A über einen längeren Zeitraum geliefert werden kann. Das ist nur gegeben, wenn eine eigene Ladestation von einem Fachmann direkt an die Stromverteilung angeschlossen wird.

[TE] die Systemleistung des 530e liegt bei 252PS. Wann liegt die an und wie lange ist sie abrufbar? Hier müssen ja Verbrenner und Elektromotor zusammenarbeiten, wie lange geht das gut?

[A-DR] Da werden der rein rechnerische Wert und die Praxis auch voneinander abweichen. 252 PS ist die Systemleistung, die niedriger ist als die Summe der Maximalleistung der beiden Motoren, da Verbrenner und E-Motor ein unterschiedliches Leistungsprofil haben.

Der E-Motor hat 113 PS, das entspricht 83 kW. Wenn du die Maximalleistung vom E-Motor abrufst, hast du bei einer Nutzkapazität des vollen Akkus von 8,3 kWh die Batterie nach 1/10 Stunde = 6 Minuten leergefahren.

 

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Punkt 1

Korrekt, aus Sicht des Fahrzeugs. Da aber sehr viele Ladesäulen ein 32A Kabel fordern, ist der „Overkill“ sinnvoll.

Ich hab' das BMW Kabel nie benutzt. Also leider keine Ahnung. Lade zu Hause aus Typ2 (22kW Ladestation, 3,7W) reicht ja auch bei den kleinen Akkus, mehr würde Schaden anrichten. Sinn würde 16/10/6 A oder so machen. Schuko im Dauerbetrieb über 10A kann gut gehen, muss aber nicht.

Die Leistung ist ja relativ irrelevant, da wird der Elektromotor nur für sehr hohe Geschwindigkeiten gebraucht. Eigentlich braucht man ihn für den reinen EV Betrieb (wie lange das gutgeht wird ja angezeigt) oder zum Beschleunigen (Drehmoment). Das geht im normalen Betrieb quasi immer denn ab einer einstellbaren Grenze wird durch den Verbrennungsmotor nachgeladen.

Einfach nicht drum kümmern und fahren...

Hallo maxim.webster,

Da ist gedanklich was durcheinander geraten.

Laden geht mit AC also Wechselstrom oder mit DC Gleichstrom (Schnellladen).

Mit dem Typ2 Stecker ist nur Laden mit AC möglich.

Jetzt kommt es darauf an, ob in Deinem Fahrzeug die Gleichrichtung für eine Phase oder für drei Phasen verbaut ist.

Der beschriebene "Ziegel" deutet auf eine einphasige Gleichrichtung hin. Da können wir 3phasen gleich vergessen.

Der "Ziegel" ist übrigens ein Trafo, der nur die Spannung erhöht. Auf dem Ettiket auf der Rückseite meines "Ziegels" steht Max. 12 A. Mehr ist m. E. für zu Hause auch nicht sinnvoll, eine gewöhnlich mit 16 A abgesicherte Wechselstromsteckdose belastet man lieber nicht dauerhaft mit 16 A.

Wichtig: Kontrolliere die Wechselstromsteckdose, oft sind welche für maximal 10 A verbaut!!!

Die dürfte dann bei Dauerbelastung heiss werden.

Den maximalen Ladestrom von 12A kann man im Auto wie Du beschrieben in zwei Stufen reduzieren. Ich lade immer reduziert. Habe ja die ganze Nacht Zeit.

Somit sind höhere Ladeströme nur mit dem Ladekabel an öffentlichen Ladesäulen möglich. Wobei an öffentlichen Säulen fairer Weise die schnellste Ladezeit gewählt wird.

Übrigens häufige hohe Lade- und Entladeströme gehen zu Lasten der Lebensdauer des Akku.

Akku lieber öfter laden und seltener völlig leer fahren. Auch das gefällt dem Akku weniger.

MfG

J. Lange

Hä?

Akkus werden immer! mit Gleichstrom geladen. Entweder wird dieser zugeführt von Außen wie bei CCS möglich oder dem modifizierten Typ2 der alten Tesla SuC. Die meisten PHEVs laden aber AC und im Auto ist ein AC / DC Wandler (das eigentliche Ladegerät). Dann kann man AC zuführen wie im Haushalt üblich. Auch laden die meisten PHEVs nur einphasig und nur max. 16A, wie der 530e.

Der "Ziegel" ist kein Travo o.ä. sondern kommuniziert SAE J1772/IEC 61851 mit dem Auto und emuliert quasi eine Ladesäule mit einer Phase. Danach wird einfach 230V/<=16A geladen. An einer Ladesäule braucht man daher auch nur ein einfaches "dummes" Typ2 Kabel.

Danke für die Richtigstellung. Wie peinlich, würde diese komplett gruselige Antwort von Google gefunden. Diese wilde Vermischung von Strom und Spannung, AC und DC lässt einem ja den Atem stocken.

Ich freue mich schon auf den Tag, wenn ich meine erste Elektrokarre in Empfang nehmen und mich in den ganzen Spannungs- und Phasenklimbim einlesen darf... dann werde ich ganz leise vor mich hinmurmeln: "ach scheisse, früher war doch alles besser. Einmal kurz an die Tanke und gut war für 1000 km."

Genau genommen ist das ja durch Typ2/CCS so. Ein wenig sind die BEV schuld daran. Um überhaupt "Want Factor" zu erzeugen wurden für normale Anwender völlig überdimensionierte Akkus verbaut die 2x im Jahr gebraucht werden und dann auch noch DC Infrastruktur erfordern. Den wirklichen Mobilitätsbedarf könnten die meisten aus einer Haushaltssteckdose bestreiten und sich für die wenigen Ausnahmen einen Verbrenner mieten oder ein PHEV als Brückentechnologie nutzen. Es hätte viele unnütze Ängste vor elektrischer Mobilität vermieden wäre immer klar gewesen das diese auch aus der gewohnten Steckdose kommen kann und es keine Reichweitensorgen geben muss.

Zitat:

@G30-Sophisto schrieb am 16. Dezember 2019 um 22:51:38 Uhr:

Ich freue mich schon auf den Tag, wenn ich meine erste Elektrokarre in Empfang nehmen und mich in den ganzen Spannungs- und Phasenklimbim einlesen darf... dann werde ich ganz leise vor mich hinmurmeln: "ach scheisse, früher war doch alles besser. Einmal kurz an die Tanke und gut war für 1000 km."

Wenn jemand schon damit überfordert ist, einen Stecker in eine Steckdose und einen zweiten ins Auto zu stecken, der sollte es auch besser lassen. ;)

 

LG

Naja Ladestroeme und Phasen sind nicht unbedingt Allgemeinwissen (jaja ich weiss sollte eigentlich)

Zitat:

@sPeterle schrieb am 17. Dezember 2019 um 07:27:09 Uhr:

Naja Ladestroeme und Phasen sind nicht unbedingt Allgemeinwissen (jaja ich weiss sollte eigentlich)

Na, muss man das??

 

Elektriker fragen, Steckdose/Leitung prüfen/anpassen lassen, oder ggf. Wallbox installieren lassen, laden, fahren.

 

Manche machen aus "Laden" auch eine Wissenschaft. Wer es möchte: OK.

Aber kein Notwendiges Muss, schreckt eher ab....wie man bei oben sieht.

 

LG

Leute ... könntet ihr bitte zu den Fragen im Eingangsposting diskutieren? Es ist wirklich ermüdenden, dass speziell die E Themen permanent verwässert werden. In ein paar Beiträgen sind wir dann bei: E braucht kein Mensch.

Also bitte jetzt ...

Gruß

Zimpalazumpala, MT-Moderator

Zitat:

@maxim.webster schrieb am 12. Dezember 2019 um 12:02:04 Uhr:

  • wenn ich die Bedienungsanleitung und andere Quellen richtig interpretiere, ist die maximale Ladeleistung des Fahrzeugs 3,7kw (also 16A bei 230V). Das BMW Ladekabel Typ 2 3-phasig ist also Overkill, mehr als eine Phase braucht es nicht, korrekt?

Der Wagen lädt mit 16A 1phasig = 230V * 1 * 16 = 3,68kW. Ja, das 3-phasige Kabel ist theoretischer Overkill. Allerdings gibt es einige (wenige, in machen Regionen aber stärker vertretene) Säulen, die ein 32A zertifiziertes 3-phasen-Kabel erwarten! Also sollte es mindestens ein 32A Kabel sein.

Ich habe mir gleich ein 3-phasiges 32A Kabel geholt, um auch langfristig (jenseits des 530e) flexibel zu sein. Darüber hinaus sei angemerkt, das 5m zwar oft reichen, manchmal aber eben dann doch nicht. Ich würde mind. 7.5 bis 8m Kabellänge empfehlen.

Zitat:

@maxim.webster schrieb am 12. Dezember 2019 um 12:02:04 Uhr:

  • wenn ich das Auto an einer Haushaltssteckdose mit dem beigefügten "Ladeziegel" lade, wieviel Ampere / kW werden dann in den Stufen "gering","reduziert" und "maximal" abgerufen?

Keine Ahnung. Aber ob wirklich weniger als die vermutlichen 10A = 10 * 230V * 1 = ca. 2.3kW gehen, die der Ziegel üblicherweise zieht?

Hier sollte die Zuleitung zur üblicherweise genutzten Steckdose geprüft werden und auch die Dose selbst (z.B. deren Kontakte) sollte eine Dauerbelastung über Stunden aushalten können.

Zitat:

@maxim.webster schrieb am 12. Dezember 2019 um 12:02:04 Uhr:

  • die Systemleistung des 530e liegt bei 252PS. Wann liegt die an und wie lange ist sie abrufbar? Hier müssen ja Verbrenner und Elektromotor zusammenarbeiten, wie lange geht das gut?

Beim normalen Fahren benötigt man die Systemleistung eigentlich nie. Ich fahre teils wochenlang nur mit dem Elektromotor. Völlig ausreichend, solange man nicht zügig Überholen will. Ansonsten wird man immer die Zusatzleistung mittels eBoost zur Verfügung haben, solange man nicht über eine längere Strecke (z.B. 20km) Volllast fährt (wer dieses Szenario hat, sollte sich lieber einen modernen 6d-Temp Diesel holen). Auf Langstrecken stellt man eh auf BatteryControl (mit z.B. 40%) und hat immer genug Leistung (bis auf den angesprochenen "Dauerlast" Fall).

Zu den Fragen des TE möchte ich konkret antworten:

[TE] wenn ich die Bedienungsanleitung und andere Quellen richtig interpretiere, ist die maximale Ladeleistung des Fahrzeugs 3,7kw (also 16A bei 230V). Das BMW Ladekabel Typ 2 3-phasig ist also Overkill, mehr als eine Phase braucht es nicht, korrekt?

[A-DR] Die Ladebuchse am Auto hat nur eine Phase belegt. Insofern ist ein 3-phasiges Ladekabel überflüssig, ein einphasiges reicht aus.

ABER: Manche Ladestationen verlangen ein 3-phasiges Kabel, sonst geben sie den Ladevorgang nicht frei. Diese leidige Erfahrung musste ich mehrmals machen. Mit dem 3-phasigen Kabel funktioniert das Laden dann auch mit einer Phase. Es genügt dann aber auch ein 11 kW Kabel (3 x 3,7 kW), das etwas leichter und günstiger ist. Die Art des Kabels (Anzahl Phasen, max. Stromstärke) ist im Stecker des Kabels auf Seite der Ladestation codiert (über einen Widerstand).

[TE] wenn ich das Auto an einer Haushaltssteckdose mit dem beigefügten "Ladeziegel" lade, wieviel Ampere / kW werden dann in den Stufen "gering","reduziert" und "maximal" abgerufen?

[A-DR] Folgende Wattzahlen habe ich gemessen:

maximal: 2256 W (ca. 10A)

reduziert: 1709 (ca. 7,5A)

gering: 1374 (ca. 6A)

Das ist aus Sicherheitsgründen so gemacht, weil auch eine 16A Absicherung nicht gewährleistet, dass in der weiteren Kabelführung bis zur Steckdose tatsächlich 16A über einen längeren Zeitraum geliefert werden kann. Das ist nur gegeben, wenn eine eigene Ladestation von einem Fachmann direkt an die Stromverteilung angeschlossen wird.

[TE] die Systemleistung des 530e liegt bei 252PS. Wann liegt die an und wie lange ist sie abrufbar? Hier müssen ja Verbrenner und Elektromotor zusammenarbeiten, wie lange geht das gut?

[A-DR] Da werden der rein rechnerische Wert und die Praxis auch voneinander abweichen. 252 PS ist die Systemleistung, die niedriger ist als die Summe der Maximalleistung der beiden Motoren, da Verbrenner und E-Motor ein unterschiedliches Leistungsprofil haben.

Der E-Motor hat 113 PS, das entspricht 83 kW. Wenn du die Maximalleistung vom E-Motor abrufst, hast du bei einer Nutzkapazität des vollen Akkus von 8,3 kWh die Batterie nach 1/10 Stunde = 6 Minuten leergefahren.

 

Darf ich noch kurz nach den Erfahrungen bezüglich E-Reichweite mit dem „größeren Akku“ fragen?

 

Und das Gerücht, dass der Akku aktuell ausgelieferter Autos nicht mehr mit dem Benzinmotor, sondern nur noch mittels Steckdose geladen werden können, ist Blödsinn, oder?

 

Ganz vielen Dank für Eure Antworten!

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