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435i/40i Gran Coupe vs 435d Gran Coupe

BMW 4er F36 (Gran Coupé)
Themenstarteram 7. September 2017 um 21:02

Hallo,

ich bin derzeit am Überlegen, welchen BMW ich mir demnächst kaufe.

Nachdem ich mir den 5er angeschaut habe, bin ich nun wieder am Umschwenken zum 4er, weil mir der 5er irgendwie doch zu groß und massig ist, um damit täglich in die Arbeit zu fahren.

Der 4er Gran Coupe gefällt mir ziemlich gut. :)

Nun frage ich mich, welcher Motor passend wäre? Fest steht, dass definitiv ein 6-Zylinder zum Zug kommen wird.

Ich war zwar immer Benzinfahrer, habe aber nichts gegen den Diesel. Ich bin allerdings auch kein Vielfahrer.

Mir geht es primär um die Motorcharakteristik und Leistung! Ich möchte gerne sportlich unterwegs sein.

Kann man den 35d im 4er GC empfehlen?

Ist der Motor robust?

Gibt es bekannte Probleme?

Läuft der Motor ruhig?

Ich bin jahrelang den 35i gefahren. Der Motor hat definitiv Spaß gemacht. Laufruhe und Leistungsentfaltung waren super!

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@JCzopik schrieb am 8. September 2017 um 09:18:10 Uhr:

Zitat:

@jukkarin schrieb am 8. September 2017 um 09:05:03 Uhr:

...

- weil der Diesel im Alltag leiser ist als der Benziner

...

Das war vielleicht beim F10 und auf jeden Fall im F07 so.

Beim 4er ist der 435xd viel knurriger und insgesamt lauter als der 440i.

Bevor ich den 440i hatte, dachte ich auch immer, dass der Diesel wegen des allgemein niedrigeren Drehzahlniveaus leiser wäre, ist er aber nicht.

Für mich kam der 435xd aus vielen Gründen, hauptsächlich aber aufgrund der enttäuschenden Fahrleistungen nicht in Frage. Ich habe das schon oft geschrieben: nicht, dass der 435 schlechte Fahrleistungen hätte, aber bei dem Drehmoment und der Leistung erwartet man, dass einem die eigenen Haare im gehörigen Abstand folgen würden, Dem ist aber tatsächlich nicht so, egal in welchem Geschwindigkeitsbereich.

Ich habe den 440i ca. 800 km zur Probe gefahren, der Sound ist für mich zu viel zu hören - der 35d ist gemessen und gefhült leiser.

Und der 35d ist bis 160 kmh immer schneller, gemessen und von BMW gemeldet:)

Jukka

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Sehr gut erklärt. Vielen Dank für die Information. Das meine ich ernst.

Dann ist der Eindruck der besseren Beschleunigung subjektiv.

Der Eindruck bei mir ist schon so, dass der Benziner im oberen Drehzahlbereich besser geht als der Diesel. Jedoch habe ich bei gleicher Geschwindigkeit weniger Verbrauch

Fahr mal interesse- und spaßhalber n 440i Probe. Das Ansprechverhalten, die Leistungsentfaltung des B58 sind sehr beeindruckend und überraschend positiv und machen es gerade Dieselumsteigern, die den Punsch im unteren Drehzahlbereich gewöhnt sind, beim Umstieg sehr leicht. Ist auch schon zahlreich bestätigt worden. Von der früheren Zugeschnürtheit keine Spur mehr.

Werde ich machen. Bin mal gespannt.

Man braucht sich ja nur das Drehzahlband des maximalen Drehmoments anschauen.

Ein 30d bietet seine 560 Nm zwischen 1500 und 3000 1/min an.

Bei 35d sind es 630 Nm, aber nur im Bereich von 1500 bis 2500 1/min. Darüber ist seine Überlegenheit ggü. selbst dem 30d nicht mehr so deutlich, weil sein Drehmoment bei 3000 1/min sind es schon deutlich weniger, nämlich etwa 610 Nm. Also ist der Drehmomentvorteil gegenüber dem 30d nicht mehr 70 Nm, sondern "nur" noch 50 Nm.

Ein 440i bietet sein maximales Drehmoment zwischen 1380 und 5000 1/min.

Wie zuvor geschrieben, trennen den 35d vom 40i bei vergleichbarer Geschwindigkeit (gleiche Raddrehzahl bei gleicher Bereifung = gleiche Geschwindigkeit) dann nur eben diese 50 Nm, wobei die Leistung beim 40i schon leicht höher ist und noch bis 6000 1/min steigen kann. Der 35d (und selbstverständlich der 30d) hat aber sein Maximum schon praktisch erreicht. Damit es besser als beim 40i voran gehen könnte, müsste der nochmals schalten können - wir haben aber keine Gänge mehr drin... Wieder sehr vereinfachend, denn bei 5000 1/min im 8. Gang würde der 40i etwa 300 km/h machen. Berechnet nach folgender Formel: Abrollumfang eines 19-Zoll-Rades aus dem M-Paket rund 2 m, Drehzahl am Rad 2475. Ergibt eben diese 300 km/h. Dabei ist zu bedenken, dass es theoretisch bis 6000 1/min gehen könnte, also würde ein 440i ohne Wind im flachen theoretisch 356 km/h schaffen, wenn die Aerodynamik nicht da wäre. Der Luftwiderstand ist aber da und würde den 4er mit Sicherheit irgendwo vor 300 abbremsen. Ist alles wahnsinnig vereinfacht für den 8. Gang berechnet, ohne Berücksichtigung weiterer Einflussfaktoren.

Für das "gute" Fahrgefühl, welches früher als "elastischer Motor" bezeichnet wurde, ist tatsächlich die große Anzahl der Nm, aber unbedingt im breiten Drehzahlbereich verantwortlich. Mit einem solchen Motor, der sein Drehmoment beispielsweise von 1500 bis 4000 1/min konstant (wieder vereinfacht und theoretisch, denn solche "richtige" Plateaus (also Leistungsdiagramme mit einer geraden beim max. Drehmoment) gibt es nicht wirklich, das ist Näherung) abgibt, kann man schaltfauler fahren, als ein Motor mit insgesamt höherem Drehmoment, aber nur im Bereich von 2000 bis 3000 1/min. Der stärkere Motor wird schneller Beschleunigen, aber auch häufiger schalten wollen und auf Dauer eben weniger souveränen Eindruck vermitteln.

Das merkte man früher beispielsweise beim 20i (bis ca. 2003 als Sechszylinder gebaut) - der Motor war trotz allgemeiner Schwäche verhältnismäßig elastisch, musste aber zum Überholen schon gehörig geschaltet werden. Ich hatte den E39 als 520i mit 150 PS. Das Auto war angenehm zu fahren und lief bis 200 km/h gut und gleichmäßig (klar, keine Rakete). Ich weiß es nicht mehr, wie viele Nm das Auto hatte. Aber danach kaufte ich einen E39 525d. Der war stärker - 163 PS - und hatte deutlich mehr Nm. Also kaufte ich den Wagen OHNE Probefahrt, da ich eben das gleiche dachte, wie du geschrieben hast - der Diesel muss besser sein, weil er mehr Nm und auch PS hat. Die Enttäuschung war riesig. Ja, der Diesel hatte besseren Antritt und bis 100 ließ er dem 520i nicht den Hauch einer Chance. Aber dafür war es ab 150 ganz umgekehrt. Der 525d ging bis 180 noch einigermaßen, aber ab 180 hat mich praktisch jeder Golf, Audi A4 und sogar ein Renault Laguna (auf dem Annaberg in Polen aus Breslau kommend in Richtung Oppeln) abgezogen. So etwas war mir mit dem 520i nie passiert - dort musste man mehr schalten, aber der Laguna hätte mich nicht abziehen können, denn ich hätte zurückschalten können. Im 525d war es so: im 4. Gang war er schon am Ende, bevor ich 200 hatte. Und im 5. Gang war er schon am Ende, weil der Motor einfach nicht zog... Das war der schlimmste Motor, den ich je hatte.

Im 40i ist die Sache ganz anders. Du kannst mit 100 ganz entspannt im 8. Gang Gas geben und sanft ohne zu schalten beschleunigen. Oder du knallst den 3. Gang rein und die Post geht ab. Dabei wird der Wagen hoch drehen und relativ sanft schalten, und du siehst dich kaum um bis der 200 drauf hat. Nur der "Kick" wird im Diesel stärker werden, um dann den Druck etwas rauszunehmen. Im Benziner wirst du ohne den Kick, dafür aber gleichmäßiger und über längere Zeit vom Sitz "nachgeschoben". Das Fahrgefühl ist eben deutlich anders. Aber für einen Dieselfahrer absolut nicht enttäuschend - und wir hatten in der Reihenfolge einige 520i, dann 525d (E39), 525i (E60), 325d (E92), 530d (F07), 530d (F10). Daher weiß ich durchaus, wovon ich schreibe. Zumal der 530d als Diesel nicht gerade eine lahme Krücke war. Selbst der 530d GT war nicht wirklich lahm, nur aufgrund seiner Größe und des Komforts nicht als "Rennmaschine" wahrnehmbar. Und auch der schwächste im Bunde der neueren Diesel - E92 - bot mit seinen 197 PS adäquate Fahrleistungen.

https://youtu.be/UcUAnQbd71M

 

Thema hat mich interessiert habe nachgeschaut da werden ein paar Diesel und Benzin Fahrzeuge von F32 verglichen.

435d 435i Sprint 0-100 Diesel schneller aber dann der 435i.

440i ist leider nicht dabei der Vergleich wäre auch noch schön :cool:

Aber 40i gegen 35xd durchaus, nur nicht für F36: https://www.youtube.com/watch?v=_hsTm46k_YY

Es geht ja letztendlich um die Leistungsabgabe der Motoren und ihrer Effizienz. Ist der B58 ein hervorragender Motor, der sehr linear, also gleichmäßig auf das gesamte Drehzahlband seine Leistung abgibt, ist der N57 noch ein Motor, der

in einem eingeschränkten Drehzahlband eine bessere Abgabe der Leistung hat, geschuldet dem besseren Rad-Drehmoment in dem Bereich. Homogener läßt sich sicherlich im Moment der B58 fahren, auch wenn Überholvorgänge mitunter höhere Drehzahlen und auch Laufgeräusche verursachen. Aber, aber, der N57 ist eine Motorgeneration hinten dran, ich habe bereits den neuen B57 im 7er gefahren , als 740d, und war verblüfft, wie drehfreudig der bis 5000 ran geht, somit wird auch hier die Leistungsabgabe wesentlicher homogener, wenn er noch im G20 kommen wird, steht nämlich noch in den Sternen. Bezüglich Effizienz ist natürlich der Diesel meilenweit vor dem B58, da können auch ein paar spezielle Verbrauchsfahrten im Langsam-Fahrmodus mit Angabe der Verbrauchswerte nichts ändern.

Fazit, zwei superschöne Antriebe, als B58 und B57 jeweils State of the art, welcher der bessere Antrieb ist, muss letztendlich jeder selber entscheiden, zusehr ähneln sie sich.

Allerdings wieder Äpfel und Birnen, da der 435xd keinen B57 hat und wohl auch keinen bekommen wird. In dem 435xd werkelt noch der "alte" N57.

Ich habe mal einen ziemlich genauen Vergleich zwischen B58 und seinem Vorgänger N55 gelesen.

Es sind grundlegende Konstruktionsunterschiede vorhanden. Die beziehen sich auf den Motorblock, damit natürlich auch auf den Zylinderkopf, die Ladeluftkühlung und sogar Anordnung der Steuerkette...

Der 35i kann subjektiv besseres Leistungsvermögen haben, da sein max. Drehmoment von 1200 bis 5000 1/min anliegt, die maximale Leistung aber erst ab 5800 1/min erreicht wird. Beim 40i ist die max. Leistung etwas früher da und fängt auch an, früher abzufallen.

Das alles ist aber a) jammern auf wahnsinnig hohem Niveau und b) relativ schwer mit Daten belegbar, da die verfügbaren Diagramme stark idealisiert und begradigt sind.

Edith: Sorry, du hast dich ja auf den N57 und B58 bezogen.

Da sieht das wieder anders aus: in dem schmalen Drehzahlband von 1500 bis 2500 1/min kann der N57 den Eindruck vermitteln, besser zu ziehen - oder eben weniger Schalten zu verlangen. Das täuscht denke ich trotzdem, denn bei einer guten Gangwahl zum Überholen wird dem Benziner die Puste auch nicht so schnell ausgehen, und wenn doch, schafft es das tolle Getriebe sehr schnell, einen weiteren Gang einzulegen.

Bei den typischen Überholmanövern, wo es aufs Schalten und Beschleunigen auf der Landstraße geht (also Tempi zwischen 70 und ca. 120 km/h) wird es so sein, dass beim kurzen Überholen der 35d die Nase vorn haben wird, sollte es aber länger dauern (Kollonenspringen, mehrere Autos auf einmal), wird sich der 40i nicht verstecken müssen. Es ist allerdings sehr theoretisch, da in DE die wenigsten Autofahrer wirklich auf Landstraßen überholen können, die meisten gurken da nur herum. Man wird vom Gegenverkehr mit Lichthuppe aus gefühlten 1000 m Entfernung geblendet, wenn man nur versucht, mehr als ein Auto zu überholen. So etwas übte man früher gerne in Polen - sehr rühmlich ist's aber wohl nicht, denn bei erlaubten 90 war man oft mit +160 Sachen unterwegs. Auf einer deutschen Landstraße würde das Kolonnenüberholen, das ich von früher aus Polen kenne (mit ca. 60-80 anfangen, beim Einscheren aus manchmal knapp 160-180 abbremsen), zu einem dauerhaften Lappenverlust führen. Aber zugegeben, damals (so ca. 1990-2005) hätte ich einen 35d sehr gut gebraucht. Stattdessen sind wir mit 520i gefahren.

Vielen Dank für die guten Erklärungen. Nun bin ich auch besser informiert. Nix mehr Stammtischfloskeln :)

Jetzt werde ich ganz sicher mal ne Probefahrt mit dem 440i machen.

...und nicht vergessen den Fahrerlebnisschalter auf Sport zu stellen. Das beeinflusst nochmal signifikant das Ansprechverhalten! ;) (und Danke an JCzoptik für die ausführlichen Erklärungen)

Wobei ich nochmals betonen möchte, dass dies nur sehr vereinfachte Darstellungen sind. Experten unter uns würden dies bestimmt noch besser erklären. Ich habe diese Informationen noch aus viel früheren Zeiten von meinem Vater, der Kfz-Ingenieur war. Aus eigener Erfahrung kann ich nur über die sogenannten Plateaus auf den Leistungsdiagrammen berichten - denn diese kann man im wahren Leben wirklich "erfahren". Man merkt dies daran, dass ein Auto schaltfaul zu fahren ist, oder aber daran, dass man den Motor als "elastisch" bezeichnet. War bei den Saugmotoren auch wirklich direkt miteinander verknüpft, ist aber in den Turbo-Zeiten dann doch nicht mehr so einfach, da Turbo da Verfälschungen einbringt. Ein Sauger geht sofort zur Tat, ein Turbomotor muss dann doch einen kleinen Augenblick warten, bis sein Turbolader auf Drehzahl kommt.

Zitat:

@JCzopik schrieb am 18. September 2017 um 00:25:44 Uhr:

Aber 40i gegen 35xd durchaus, nur nicht für F36: https://www.youtube.com/watch?v=_hsTm46k_YY

Und ich wiederhole mich, wie man im Video sieht holt der Serien 40i den kleinen Rückstand aufgrund des Traktionsnachteil bereits bis 60 km/h wieder auf, das heißt konkret er beschleunigt logischerweise bereits ab 50 km/h aufwärts besser, wer trotzdem unbedingt über 600 NM braucht (aber ohne Werksgarantie) kann hier ganz aktuell nachlegen: :-)

http://www.auto-motor-und-sport.de/.../...mw-440i-tuning-12610005.html

Der Dähler wird mit 20Nm weniger als der 35xd seine liebe Mühe haben mit selbigem ;)

Schönes Geschoss aber! :)

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