3.0 TDI Motorschaden? Laute schlagende Geräusche

Audi A6 C6/4F

Jetzt hat es meinen schönen A6 glaube ich mit einem Motorschaden erwischt. Ich hatte in der Vergangenheit mit Kühlwasserlust zu kämpfen, bis mir hier bei euch mitgeteilt wurde, dass es sich bei Kühlwasserverlust sehr oft bzw. immer um einen defekt des AGR-Kühler handelt. Es war bei meinem auch so. Nach Austausch des AGR-Kühler war das Problem tatsächlich behoben. Gestern Abend nun, habe ich beim Überholen auf der Landstraße gemerkt, dass der Wagen nicht mehr wie gewohnt beschleunigt. Ich bin dann noch ganz normal ohne Probleme bis nach Hause gekommen ca. 3 km. Der Motor lief ruhig und hat sich nicht geschüttelt, allerdings ist er etwas rauh im Leerlauf zu Hause gelaufen. Daraufhin habe ich den Motor abgestellt und kurz danach wieder gestartet. Der Motor startete etwas schwer und lief daraufhin katastrophal. Er schüttelt sich ganz leicht imLeerlauf und gibt laute Geräusche (siehe Videos) von sich. Öl ist ausreichend im Motor, qualmen tut er auch nicht. Es hört sich aber überhaupt nicht gut an. Bei dem Wagen handelt es sich um einen 2006, BMK mit 440000 Kilometer. Ölwechsel alle 10.000 km. Ist der Motor hin, was denkt Ihr?

https://www.youtube.com/watch?v=9dSq3UwjyyQ

Beste Antwort im Thema

Ich habe nun endlich Zeit gehabt und den Motor geöffnet. Der Motor ist innen komplett verschlammt, obwohl ich alle 10.000 Kilometer Ölwechsel mit Synthetiköl gemacht habe und das Fahrzeug nur Langstrecke gefahren wird. Im Zylinder 6 hat das Kühlwasser gestanden und der Zylinder ist auch bereits oberflächlich angerostet. Risse sind im Zylinder und Zylinderkopf mit dem Auge nicht ersichtlich. Die Kopfdichtung sieht ebenfalls ok aus. Auf allen 6 Zylindern sind im Zylinderkopf an der gleichen Position die Kipphebel heraus gefallen und haben sich im Zylinderkopf verteilt. Alle 6 Hydraulikelemente an denen der Kipphebel herausgefallen ist, lassen sich nicht herausziehen und sitzen fest im Zylinderkopf. 3 Ausgleichselemente sind oben abgebrochen. Wahnsinn, dass der Motor überhaupt noch gelaufen ist. Ich lasse den Zylinderkopf nun überprüfen ob er gerissen ist. Ansonsten läuft der neue/gebrauchte Motor bis jetzt einwandfrei und ohne Probleme.

92 weitere Antworten
92 Antworten

Zitat:

@exgubblah schrieb am 27. Januar 2019 um 16:32:08 Uhr:


Die Geräusche, die wie ein Zwitschern Klingen, kommen sehr sicher vom Riementrieb. Im Vergleich mal mein 2.7er KLICK
Nach Erneuerung war alles wieder gut.

Motor hört sich doch sonst normal an?

Und nach 1000km so eine starke Ölverdünnung? Welches Öl hast du denn genommen?
Das ist ganz normal, dass es noch kaum schwarz gefärbt ist, da über 8 Liter Öl natürlich viel Schmutz usw. aufnehmen können. Meins sieht nach 2-3Tkm noch gelblich am Messstab aus (jedoch kein DPF/AGR mehr) und nur Lastarme Langstrecke.

EDIT:
Bei kaltem Motor bringt das Ablesen am Peilstab nichts. Da ist meiner auch deutlich über Max.
Steht auch explizit in der BDA: kurz nach der Fahrt bei warmen Motor.

Okay, gehen wir davon aus, dass aus Zufall das Zwitschern vom Riementrieb kommt, wo kommt dieses laute schlagende Geräusch her?

Ich nehme immer das Meguin 5W-40 Vollsynthetiköl und Wechsel es alle 10.000 Kilometer.

Ich habe auch kein DPF und AGR bzw. das AGR wurde deaktiviert.

Frage ist was den defekt verursacht hat

Wenn Du schon von Hand merkst, dass das von Dir kürzlich eingefüllte Frischöl aus der Ölflasche erheblich dickflüssiger und schmieriger ist, als das Zeug, was in Deiner Ölwanne drin ist, dann würde ich definitiv einen Ölwechsel machen, bevor Du diesen Motor weiter verwenden willst.

Meiner Meinung nach kann nach 1000 km so viel Diesel ins Öl gelangen. Zum Beispiel bei einem Injektoren-Defekt.

Mich wundert dann aber etwas, dass der Ölpegel nicht regelrecht überläuft. Aber andererseits schlägt die Kurbelwelle das Öl an der Oberfläche schaumig (meine Vermutung, keine Ahnung ob die Kröpfung der KW überhaupt den erhöhten Ölpegel erreichen kann) und die Öl-Luft-Bläschen fliegen durch die KGE dann in die Ansaugung.

Kann also sein, dass ein Teil Deines Öls diesen durch die KGE gefunden hatte und nun Deine LL-Leitungen unten am LLK regelrecht schwappen. (kann, muss aber nicht)

Zitat:

@RussForce schrieb am 27. Januar 2019 um 18:03:54 Uhr:


Frage ist was den defekt verursacht hat

Falls es durch Ölverdünnung durch Diesel gekommen ist, dann bleiben eigentlich nur die Injektoren als Ursache übrig. Kühlwasser kann eigentlich ausgeschlossen werden, da keine Emulsion im Öl vorhanden ist.

Ähnliche Themen

Zitat:

@a3Autofahrer schrieb am 27. Januar 2019 um 18:09:07 Uhr:


Wenn Du schon von Hand merkst, dass das von Dir kürzlich eingefüllte Frischöl aus der Ölflasche erheblich dickflüssiger und schmieriger ist, als das Zeug, was in Deiner Ölwanne drin ist, dann würde ich definitiv einen Ölwechsel machen, bevor Du diesen Motor weiter verwenden willst.

Meiner Meinung nach kann nach 1000 km so viel Diesel ins Öl gelangen. Zum Beispiel bei einem Injektoren-Defekt.

Mich wundert dann aber etwas, dass der Ölpegel nicht regelrecht überläuft. Aber andererseits schlägt die Kurbelwelle das Öl an der Oberfläche schaumig (meine Vermutung, keine Ahnung ob die Kröpfung der KW überhaupt den erhöhten Ölpegel erreichen kann) und die Öl-Luft-Bläschen fliegen durch die KGE dann in die Ansaugung.

Kann also sein, dass ein Teil Deines Öls diesen durch die KGE gefunden hatte und nun Deine LL-Leitungen unten am LLK regelrecht schwappen. (kann, muss aber nicht)

Man merkt es deutlich, dass das Motoröl was vor 1000 Kilometer eingefüllt wurde, wesentlich dünnflüssiger und nicht so schmierig, wie neues Motoröl ist.

Ich denke das ist ein guter Vorschlag von Dir, dass ich nochmal einen Ölwechsel machen soll und hoffe, dass die schlagenden Geräusche noch keinen Schaden angerichtet haben.

Das wäre aber wirklich heftig, dass ein oder mehrere tropfende Injektoren zu so einer Ölverdünnung führen und man es beim fahren nicht mitbekommt durch ruckeln, schlechten Motorlauf, weniger Leistung oder sonstiges.

Nein der Ölpegel läuft nicht über, der Ölpegel ist m. E. absolut ok. Das mit der LL-Leitung, lässt sich eigentlich ohne großen Aufwand überprüfen, indem man den Ladeluftschlauch auf der Beifahrerseite unterhalb des Luftfilterkasten demontiert.

Das Problem ist einfach, eine ehrliche Werkstatt zu finden die eine Diagnose erstellt (auch wenn es hinterher heißt, es ist ein Motorschaden). Die meisten Werkstätten sagen einfach Motorschaden, entweder aus Unwissenheit oder aus kommerzieller Sicht.

Wie aufwendig ist es eigentlich, den von Dir angesprochenen LLK von der LL-Leitung zu trennen? Wenn Du das selbst hinbekommst, dann würde ich das an Deiner Stelle glatt mal machen. 🙂

Vielleicht ist es doch am einfachsten, eine Ölprobe zu oelcheck einzuschicken. Dann hast Du eine Größe, auch sagen die Dir dann den Eintrag an Biodiesel und Diesel.

Wie schon geschrieben, ich würde dieses dünne Öl nicht mehr fahren...

War jetzt auch seit Freitag nicht zu Hause.

Zur Schmierung.
Falls das Kühlflüssigkeit ist im Motoröl, dann hat das einen gravierenden Schmierverlust zur Folge.
Dann kommt der Motortod ganz schnell.

Wenn es nicht Zuviel Diesel ist, lebt er sicher länger, weil Diesel selbst ja auch geringfügig Schmierfähigkeit besitzt.
Aber bei einer gewissen Menge stirbt er natürlich auch.

Zitat:

@a3Autofahrer schrieb am 27. Januar 2019 um 18:41:19 Uhr:


Wie aufwendig ist es eigentlich, den von Dir angesprochenen LLK von der LL-Leitung zu trennen? Wenn Du das selbst hinbekommst, dann würde ich das an Deiner Stelle glatt mal machen. 🙂

Vielleicht ist es doch am einfachsten, eine Ölprobe zu oelcheck einzuschicken. Dann hast Du eine Größe, auch sagen die Dir dann den Eintrag an Biodiesel und Diesel.

Wie schon geschrieben, ich würde dieses dünne Öl nicht mehr fahren...

Für mich ist es kein Problem die LL-Leistung vom LLK zu trennen um in den LLK zu schauen. Wenn möglich, werde ich es morgen Abend machen, je nachdem wie es zeitlich klappt.

Ich werde so wie du es vorgeschlagen hast, noch einmal einen Ölwechsel machen und den Motor erst dann wieder starten, eventuell sind da die Geräusche verschwunden...

Im Anhang habe ich mal ein paar Bilder vom Ölpeilstab des A6 und von meinem Passat 2.0 TDI 2016 Firmenfahrzeug angehängt. Es ist deutlich sichtbar, dass die Farbintensität deutlich abweicht.

Danke dir bereits vorab für Deinen Support!

Zitat:

@quattrofun schrieb am 27. Januar 2019 um 19:43:17 Uhr:


War jetzt auch seit Freitag nicht zu Hause.

Zur Schmierung.
Falls das Kühlflüssigkeit ist im Motoröl, dann hat das einen gravierenden Schmierverlust zur Folge.
Dann kommt der Motortod ganz schnell.

Wenn es nicht Zuviel Diesel ist, lebt er sicher länger, weil Diesel selbst ja auch geringfügig Schmierfähigkeit besitzt.
Aber bei einer gewissen Menge stirbt er natürlich auch.

Was denkst Du, kann es sich um Kühlflüssigkeit handeln? Müsste dann nicht eine Emulsion vorhanden sein?

Ich werde wie vom User A3Autofahrer noch einmal einen Ölwechsel machen und das Öl aufheben und ggf. zur Untersuchung Einschicken.

Zitat:

@Hesse89 schrieb am 28. Januar 2019 um 20:07:51 Uhr:


Für mich ist es kein Problem die LL-Leistung vom LLK zu trennen um in den LLK zu schauen. Wenn möglich, werde ich es morgen Abend machen, je nachdem wie es zeitlich klappt.

Ich werde so wie du es vorgeschlagen hast, noch einmal einen Ölwechsel machen und den Motor erst dann wieder starten, eventuell sind da die Geräusche verschwunden...

Im Anhang habe ich mal ein paar Bilder vom Ölpeilstab des A6 und von meinem Passat 2.0 TDI 2016 Firmenfahrzeug angehängt. Es ist deutlich sichtbar, dass die Farbintensität deutlich abweicht.

Ja, das Öl vom Passi ist deutlich dunkler. Wie lange ist das Öl schon im 2.0 TDI drin? Vielleicht ist das Passat-Öl älter und mehr mit Ruß beladen als vom V6 TDI.

Jedenfalls bin ich natürlich auch neugierig, was bei der Ölanalyse rauskommt und auch, ob Du relativ viel Flüssigkeit unten in den Ladedruckleitungen finden wirst.

Das Öl im Passat ist ca. 12000 Kilometer drinne. Die letzte Inspektion war bei 90.000 jetzt hat er 102.000 Kilometer.

Ich werde berichten wie es weiter geht. Egal was passiert, ich werde den A6 reparieren bzw. einen gebrauchten Motor einbauen lassen.

Zitat:

@Hesse89 schrieb am 28. Januar 2019 um 20:10:08 Uhr:



Zitat:

@quattrofun schrieb am 27. Januar 2019 um 19:43:17 Uhr:


War jetzt auch seit Freitag nicht zu Hause.

Zur Schmierung.
Falls das Kühlflüssigkeit ist im Motoröl, dann hat das einen gravierenden Schmierverlust zur Folge.
Dann kommt der Motortod ganz schnell.

Wenn es nicht Zuviel Diesel ist, lebt er sicher länger, weil Diesel selbst ja auch geringfügig Schmierfähigkeit besitzt.
Aber bei einer gewissen Menge stirbt er natürlich auch.

Was denkst Du, kann es sich um Kühlflüssigkeit handeln? Müsste dann nicht eine Emulsion vorhanden sein?

Ich werde wie vom User A3Autofahrer noch einmal einen Ölwechsel machen und das Öl aufheben und ggf. zur Untersuchung Einschicken.

Ich kann es dir von der Ferne nicht genau sagen, ob es wirklich Kühlflüssigkeit ist.
Auf jeden Fall sieht es sehr merkwürdig hell aus.
Und als ob es sich auch nicht richtig binden will mit dem Motoröl.

Riech doch mal daran!
Wenn zum Bsp. Zuviel Diesel im Öl ist, könnte man das riechen.
Kühlflüssigkeit müsste man auch riechen falls im Überfluss dabei ist.
Hat so einen komischen süßlichen Geruch.

Der Motor schlägt ja ganz ordentlich.
Passen die Steuerzeiten überhaupt?

Farbe ist wie bei meinem,als er immer am regenerieren war.

Zitat:

@vandybuz schrieb am 28. Januar 2019 um 22:44:41 Uhr:


Farbe ist wie bei meinem,als er immer am regenerieren war.

Klingt nach Verdünnung mit (gelben) Diesel.

Genau.

Deine Antwort
Ähnliche Themen