100.000km mit Astra GTC - das war`s jetzt mit Opel
Hallo liebe Gemeinde,
ich lese bereits seit mehreren Jahren hier bei euch mit, habe aber bisher wenige Beiträge selbst eingestellt. Ich möchte Euch hier meine Erfahrungen nach 100.000km mit meinem GTC 1.9CDTI 120PS mitteilen.
Habe den Wagen neu im November 05 gekauft da mich die Form des GTC beigeisterte. Obwohl nur 120PS, hat der GTC für "Normalos" ausreichend Power bei gleichzeitig niedrigem Verbrauch (im Durchschnitt 5,5ltr). Bis ca. 50tkm gab es keine größeren Beanstandungen. Es wurde lediglich gleich nach Auslieferung das CIM-Modul getauscht, da beim Lenken Schleifgeräusche hörbar waren (bekanntes Problem).
Danach fing es aber mit den Reparaturen an: nach dem Winter 09/10 bildete sich Rost unter der Chromleiste an der Heckklappe (Opel übernahm 90% Kulanz da alle Inspektionen beim freundlichen gemacht wurden). Kurz danach war der Klimakühler durchgerostet (!). Vier Wochen später war beim "normalen" Kühler das gleiche Problem - Durchgerostet. Die Kühler zu wechseln ist beim Astra H ja nicht so einfach, da hier jesemal der halbe Vorbau entfernt werden muss. Die Aussage der Werkstatt zu den 2 durchgerosteten Kühlern war: "das haben wir beim Astra H öfters. Liegt auch daran, weil im Winter mehr Salz gestreut wird". Gut, ich wohne in einer Region wo die Winter härter sind, aber das muss ein Kühler doch aushalten können. Bei meinen vorhergenden Opels gabs diesbezüglich ja auch keine Probleme (dafür andere). Zwischenzeitlich war auch die Umluftklappe defekt (Scheiben sind bei feuchter Witterung immer beschlagen)
2 Monate später war das AGR-Ventil der Grund des nächsten Werkstattbesuches. Nach dem Austausch lief das Fahrzeug nicht mehr "so wie vorher". Sobald die Außentemperaturen (!) höher als 15°C sind habe ich bei ca 1.800/2.000 Umdrehungen ein kurzes Ruckeln beim Beschleunigen. Unterhalb von 15°C Grad merkt man nichts. Das AGR-Ventil wurde noch 2mal erneuert-ohne Erfolg. Ruckeln weiterhin vorhanden. Daraufhin wurden kleinere Dichtungen eingesetzt (eine inoffizielle Änderung von Fiat-es handelt sich ja um einen Fiatmotor). Das Ruckeln war zwar fast weg, dafür leuchtet jetzt öfters die Werkstatt-Kontrollleuchte auf. Fehlerdiagnose: "Abgasrückführungsmenge zu gering". Dichtungen wurden wieder die originalen reingemacht, daraufhin war auch das Ruckeln wieder da. Insgesamt war wegen dieses Problems der Wagen ca 4 Wochen in der Werkstatt-ohne Erfolg, das Ruckeln ist nach wie vor vorhanden. Mittlerweile wurde es wieder Herbst und die Temperaturen gingen wieder nach unten, so daß das Ruckeln jetzt nicht mehr auftrat.
Im November letzten Jahres Poltern an der Vorderachse. Ursache: Koppelstange links defekt. Das gleiche 2 Monate später auf der rechten Seite. Aktuell ist wieder ein Poltern hörbar. Ursache: Traggelenk links ausgeschlagen.
Der Hammer kommt aber jetzt. Seit kurzem ist bei Tempo 50-70 im 3.und 4. Gang ein deutliches "Schleifen" hörbar. Diagnose der Werkstatt: "Getriebe". Halloooo, wie bitte- Getriebe nach 100.000km defekt!!!! Und das bei einem Diesel der eigentlich locker seine 200.000-300.000km laufen sollte. Also das kann und will ich jetzt wirklich nicht glauben. Irgendwo hört´s jetzt auf. Wer weiß, was mich mit diesem Wagen noch alles in naher Zukunft erwartet. Lichtmaschine ist ja auch noch so ein Thema beim Astra-blieb bisher davon verschont.
Ich muss ehrlich sagen, ich bin von der Langzeitqualität meines Astra echt enttäuscht. Fahre jetzt 25 Jahre Opel, bin einiges gewohnt, habe immer zu Opel gehalten, aber jetzt ist mein Vertrauen in die Marke echt weg. Was wurde in den vergangenen Jahren nicht alles von "neuer Qualität" bei Opel versprochen, aber bei mir ist davon leider nichts angekommen. Da nützt es auch nichts wenn aktuell ein Corsa oder Insignia Sieger beim Dekra-Qualitätstest wurden.
Was ich POSITIV erwähnen möchte: obwohl in Autozeitschriften bei Opel die Auspuffanlagen immer für ihre kurze Lebensdauer kritisiert werden, hab ich nach 100.000km immer noch die 1.Anlage drin. Die vorderen Bremsen mussten (inkl. Scheiben) erst bei 90.000km erneuert werden, obwohl bei uns eine bergige Region ist. Und auch nach 100.000km hab ich keine nennenswerten Klappergeräusche im Innenraum (obwohl ich mir eingestehen muß, dass ich diesbezüglich sehr kritisch bin)
Obwohl mir die aktuellen Opelmodelle sehr gefallen war`s das jetzt mit Opel. Die Enttäuschung mit meinem Astra ist einfach zu groß. Ich werd mich jetzt bei anderen Marken umschauen.
Grüße aus Kronach
Andreas
Beste Antwort im Thema
Garnix ! Verschleißfreie Technik ist noch nicht erfunden, selbst bei nem Maybach geht mal was Kaputt.
Gruß Dirk
33 Antworten
Das Problem mit den ausgeschlagenen Koppelstangen haben auch sehr viele andere Hersteller.
Ich weiß nur nicht was so schlimm daran ist wenn nach 100tkm die Koppelstangen nachgeben.
Garnix ! Verschleißfreie Technik ist noch nicht erfunden, selbst bei nem Maybach geht mal was Kaputt.
Gruß Dirk
Ja, ärgerlich sind diese Mängel, aber alle für die 2005´er Modelle leider nicht ungewöhnlich.
Ich könnte nun unseren Caravan 1.9 CDTI (100 PS) dagegen halten, EZ: 12/06, 160000 Km, bisher war nur das AGR 1x defekt und die Domlager wurden auf Garantie gemacht (undichte Dichtung, Flugrost).
Ansonsten nichts.............. Der Wagen steht da wie neu, nichts klappert, der Wagen wirkt stabil wie am ersten Tag, die Schaltung flutscht locker und das erste Fahrwerk wirkt noch richtig straff und gut.
Ich würde dieses Auto immer wieder kaufen, da es sonst kaum einen anderen Wagen gibt, der bei soviel Gegenwert im Unterhalt so wenig kostet.
Ich würde deinen noch einen Augenblick fahren und dann einen ausgereiften, neuen Opel kaufen. Die haben mittlerweile tolle Autos, mit super Fahrwerken und die Optik stimmt auch mittlerweile.
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Zitat:
Original geschrieben von Marco X
Das Problem mit den ausgeschlagenen Koppelstangen haben auch sehr viele andere Hersteller.
Ich weiß nur nicht was so schlimm daran ist wenn nach 100tkm die Koppelstangen nachgeben.
Das sehe ich auch nicht als Problem an. Mir ist klar, dass nach 100.000km Verschleiß nicht ausbleibt, darüber beschwere ich mich auch nicht, die Koppelstangen gehen ja auch nicht so ins Geld. Was mich einfach ärgert ist die Sache mit dem Getriebe und was das für die Kosten mit sich bringt. Ich bin der Meinung, ein defektes Getriebe dürfte nach dieser Laufleistung noch nicht vorkommen. Und wenn ich im Internet google, scheint es ja öfters Probleme in Kombination mit den 1,9 CDTI`s zu geben. Meiner Meinung nach wurde da einfach an der Qualität des Materials gespart, leider am faslchen Ende.
Wenn ich daran denke, früher liefen die Diesel teilweise 500.000km (Mercedes-Taxis) ohne Probleme.
Das Problem hat nicht nur Opel sondern auch Porsche, VW, Audi und BMW.
Bei VW trifft es das DSG Getriebe was um einiges Teurer ist als das M32 Getriebe. Das Porsche Getriebe geht auch öfters mal flöten. Da sprechen wir dann schon von Preisen weit über 10.000€.
BMW das selbe in Grün. Es liegt einfach nicht an Opel sondern am Getriebehersteller !
Das M32 wird direkt bei GM in Wien gebaut.......
Getriebeprobleme gibt es leider bei allen Herstellern..... Bei VW soll das 6 Gang Getriebe bei den Diesel auch nicht sonderlich gut sein, da gab es auch schon einige Getriebeschäden......
Ich hab ja auch ein wenig Angst von einem Getriebeschaden..... Ich glaub aber trotzdem das es relative wenige Getriebe erwischt, wenn man sich die Dichte an M32 beim Astra H überlegt liest man zum Glück relativ wenig davon..... Hier im Forum gibt es so viele 1.9er Diesel (ich würde sagen der großteil hier hat das M32 drinnen) welche alle das Getriebe haben.....
Ist zwar kein Trost für dich, ich wünsche dir mit dem nächsten Auto mehr Glück!
Lg Mike
Welches hat denn unserer 1.9 CDTI (100 PS), Bj. 12/2006 drin?
Der hat rund 160000 Km gelaufen und es schaltet sich butterweich und hakelt nicht.
Dann kann es doch aber nicht so schlecht sein, wenn es sich nach 160000 Km noch sauber schalten lässt. Wir haben ihn als Jahreswagen mit 40000 Km gekauft (war vorher gewerblich genutzt), was erlebt hat der Wagen/ das Getriebe daher schon.
Ich finde jetzt an der Geschichte vom TE außer halt defekten M32 nichts gravierendes dabei. Alles irgendwelche Peanuts.
Wie auch immer, veil Erfolg mit der anderen Automarke!
Zitat:
Original geschrieben von steel234
Ich finde jetzt an der Geschichte vom TE außer halt defekten M32 nichts gravierendes dabei. Alles irgendwelche Peanuts.Wie auch immer, veil Erfolg mit der anderen Automarke!
Naja, wenn du einen durchgerosteten Kühler, einen durchgerosteten Klimakühler, Rost an der Heckklappe (so das diese neu lackiert werden musste) ein defektes Getriebe als nichts Gravierendes, oder wie du sagst als Peanuts ansiehst, ist das deine Meinung dazu. Ich jedenfalls sehe das etwas anders.
Für das Kühlerproblem kann man jedes Jahr im Winter einen Wintercheck für 21€ abschließen. Da hat man auf sachen wie Wapu, Kühlwasserschläuche, Kühler etc. Garantie, falls diese den Winter nicht überleben sollten. Diese Aktion macht jeder FOH.
Und wie schon geschrieben gibt es noch mehr Hersteller die Probleme mit dem weggammeln des Kühlers haben. Da ist Opel nicht der einzige Hersteller.
Rost an der Heckklappe kann auch egal sein, wenn alle Insp. immer pünktlich beim FOh gemacht wurden. Dann übernimmt Opel dies auch. Sei lieber froh das dein Astra nicht so rostet wie z.b die Mercedes A und B Klasse...
Moin
Wenn bei so einem (Jung)Wagen etwas kaputt geht, spekulieren viele Händler auf einen Neuwagenkauf, zumindest wird es versucht, manchmal auch ganz offen, der Kunde wird gefragt, manchmal auch versteckt, man hofft der Kunde kommt von selbst drauf...
Dazu muss der Reparaturpreis möglichst hoch angesetzt werden und möglichst viel mit ausgetauscht, dazu ein netter Inzahlungsnahmepreis und supergünstiges Neuwagenangebot, vielleichts klappts ja🙄
Landet so ein Wagen in der Inzahlungnahme müsst ihr mal schauen wie fix und billig der wieder gemacht wurde und in der Verkaufsreihe steht🙂
Es geht auch anders:
Getriebe müssen nicht neu, man kann sie reparieren(zumindest bei Opel, bei VW siehts anders aus), eventeull ein Gebrauchtgetriebe,Kühler gibts zu Hauf im Angebot, man muss keinen original Opelkühler kaufen, mitunter sind billige Nachbauten sogar besser.
Ohne die Zahlen genau zu kennen sag ich mal das aus einer 3000eur Rep beim Foh auch eine 1500eur Rep in einer freien Werkstatt werden könnte, wenn man denn WILL.
In meiner jahrzehntelangen Opel-Autoerfahrung gibts keine Marke die sich billiger wieder herrichten lässt als ein Opel, daher sind die Kaskoversicherungen auch sehr günstig.
Zum Rost:
Solange die Karren aus Eisen gebaut werden rosten sie auch, der eine früher der andere später.
Das liegt zum Grossteil auch am Halter, man sollte eben ab und an mal nachschauen wo er gammelt und sich nicht auf "verzinkt" und "Garantie" und "Scheckheft" verlassen und schon garnicht auf die Monteure in der Werkstatt!!!
Mir gings mit meinem Astra G nicht besser, hätte ich den Neuwagen sofort behandelt wäre er mir niemals durchgerostet, ich hätte den Wagen noch heute.
Zu deiner Heckklappe:
Das geht schätzungsweise nur 1-2 Jahre gut, eine ganz neue Klappe mit anständiger Lackierung und Konservierung HINTER der Abdeckleiste mit Wachs wäre besser, aber das erkläre mal den Meistern!!!😰
Noch was:
Ist bei andern Marken was kaputt wirds ruckzuck repariert, Rechnung bezahlt und alle halten die Klappe, Einzelfall,hatten wir noch nie,schnell wieder vergessen...
Bei OPEL plappert die ganze Nachbarschaft und der Freundeskreis drüber, die Foren werden vollgetextet..
Eine selektive Wahrnehmung.
Gruss Willy