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[Insignia B] NCAP Crashtest

Opel Insignia
Themenstarteram 11. Juli 2017 um 10:55

Ich habe mir die Adac Crashtests mal angesehen.

 

Verwundert haben mich doch einige Sachen:

 

Zum Thema aktive Sicherheit:

 

Insignia: Der Speed Limiter ist manuell einzustellen (1,3 Pkt.).

 

Arteon: Der Speed Limiter ist manuell einzustellen (1,5 Pkt.).

 

Häh!? Wenn beide manuell einzustellen sind, warum dann ein Unterschied.

 

Insignia: Nur für die vorderen Sitzplätze ist ein optischer und akustischer Gurtwarner verbaut (2,0 Pkt.).

 

Das stimmt grundsätzlich mal. Allerdings gibt es für 300 Euro ein Airbag Paket, in dem die hinteren Außenairbags dabei sind und die Gurtwarner für hinten. Wenn man schon ein Auto mit Sonderausstattung testet, warum dann nicht mit dieser sicherheitsrelevanten Sonderausstattung?

 

Arteon: Gurtwarner auf allen Sitzen und damit 3 Punkte.

 

Weiß denn jemand, ob das Serie oder auch irgendeine Sonderausstattung ist?

 

Insignia: Der automatische Notbremsassistent arbeitet ab 8 km/h bis 80 km/h und vermeidet Auffahrunfälle auf langsam vorausfahrende Fahrzeuge aus bis zu 50 km/h (2,2 Pkt.). Über 80 km/h bis 220 km/h findet eine Warnung an den Fahrer statt.

 

Auch hier gibt es den adaptiven Geschwindigkeitsregler als Sonderausstattung, der neben der automatischen Anpassung der Geschwindigkeit an den Vordermann auch eine Notbremsung bereits ab 4 km/h einleitet. War hier also auch nicht dabei.

 

Arteon: Der automatische Notbremsassistent arbeitet ab 4 km/h bis 250 km/h und vermeidet Auffahrunfälle auf langsam vorausfahrende Fahrzeuge aus bis zu 70 km/h (2,7 Pkt.).

 

Eine Notbremsung aus 250 km/h? Das hab ich auf der VW-Homepage nirgendwo so lesen können. Soweit mir bekannt, ist das bei VW auch eine City-Notbremsfunktion und darüber hinaus auch nur eine Geschwindigkeitsanpassung. Übrigens in der kleinsten Ausstattungsvariante eine Sonderausstattung. Bitte verbessern, wenn ich da falsch liege.

 

Fußgängerschutz:

 

Insignia: Die Frontschürze und die vordere Motorhaubenkante bieten mittig ein sehr geringes Verletzungsrisiko, an den äußeren Ecken in Höhe der Scheinwerfer ist es jedoch sehr hoch.Die Bereiche am Windlauf und an den A-Säulen bergen ein mittleres bis sehr hohes Verletzungsrisiko.Das Verletzungsrisiko im Bereich der Motorhaube ist gering bis sehr gering, die Motorhaube stellt sich beim Personenunfall leicht auf zur Abfederung des Aufpralls auf die Motorhaubenfläche.Der automatische Notbremsassistent erkennt Fußgänger und Kinder serienmäßig, er verhindert den Zusammenprall selbst mit einem Kind, das aus einer Sichtverdeckung herauseilt, aus bis zu 35 km/h.

 

Arteon: Die Frontschürze und die vordere Motorhaubenkante bieten ein sehr geringes Verletzungsrisiko.Die Bereiche an den A-Säulen bergen ein hohes bis sehr hohes Verletzungsrisiko.Das Verletzungsrisiko im Bereich der Motorhaubenfläche ist gering bis sehr gering, die Haube stellt sich zur Abfederung einer aufprallenden Person leicht auf.Der automatische Notbremsassistent erkennt Fußgänger und Kinder und verhindert den Zusammenprall mit Erwachsenen aus bis zu 30 km/h, vor Kindern, die aus einer Sichtverdeckung auf die Straße eilen, kann das Fahrzeug aus bis zu 35 km/h rechtzeitig zum Stehen kommen.

 

Hier wundert mich, das beim Insi explizit auf die hohe Verletzungsgefahr im Bereich der Frontscheinwerfer hingewiesen wird, beim Arteon aber rein gar nix zu dem Thema steht. Sind deren Scheinwerfer aus Gummi? Wenn hier jemand Infos hat, was an den VW-Scheinwerfern so besonders ist, bitte mal was zu schreiben.

 

Insassenschutz:

 

Hier schneiden beide ja recht ähnlich ab, bis auf.

 

Insignia: In der zweiten Sitzreihe ist das Risiko, beim Heckaufprall an der HWS verletzt zu werden, mittel.

 

Stellt sich die Frage, ob das mit dem Airbag-Paket besser wäre.

 

Zum Schluss stellt sich für mich die Frage, wie der ADAC denn seine Testwagen auswählt. Der Insi wurde als Business Edition getestet, also sozusagen die billigste Ausstattungsvariante mit ein wenig zusätzlicher Bequemlichkeit. Beim Arteon wurde mit der Elegance Version die Luxusvariante gewählt. Ja, ich weiß, die R-Line ist teurer, ist ja aber eher auf Sportlichkeit getrimmt. Werden die Autos von den Herstellern nach eigenem Gutdünken rausgerückt oder guckt die sich der ADAC selber raus? Und wenn der ADAC aussucht, was gilt dann betreffend sicherheitsrelevanter Sonderausstattung; grundsätzlich mit reinnehmen oder nur was Serie ist? Liegt das im Ermessen der Tester?

 

Puh! Da ist der Post doch länger geworden, als gedacht.

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 11. Juli 2017 um 13:39

Damit ergibt sich dann: Airbag Paket und die adaptiven Geschwindigkeit sind ja nicht Serie, also zunächst irrelevant. Nachdem Sie jedoch auch für alle Basis-Fahrzeuge verfügbar ist, kann Opel angeben, das die Pakete mit berücksichtigt werden. Nachdem Opel aber schon 5 Sterne hatte, dachte sich Opel wohl: Passt! Da müssen wir nicht nochmal testen lassen.

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11 Antworten

Zitat:

@Tikian82140 schrieb am 11. Juli 2017 um 10:55:36 Uhr:

Zum Schluss stellt sich für mich die Frage, wie der ADAC denn seine Testwagen auswählt. Der Insi wurde als Business Edition getestet, also sozusagen die billigste Ausstattungsvariante mit ein wenig zusätzlicher Bequemlichkeit. Beim Arteon wurde mit der Elegance Version die Luxusvariante gewählt. Ja, ich weiß, die R-Line ist teurer, ist ja aber eher auf Sportlichkeit getrimmt. Werden die Autos von den Herstellern nach eigenem Gutdünken rausgerückt oder guckt die sich der ADAC selber raus? Und wenn der ADAC aussucht, was gilt dann betreffend sicherheitsrelevanter Sonderausstattung; grundsätzlich mit reinnehmen oder nur was Serie ist? Liegt das im Ermessen der Tester?

Interessante Fragen, wobei ich mal vermute, dass der ADAC die Hersteller bittet, ihm für Tests ein Fahrzeug zur Verfügung zu stellen.

Wobei diese Fragen sicher direkt an den ADAC gestellt werden sollten, hier kommen wieder nur zig Vermutungen zu Stande.

Hi @Tikian82140

Ich würde auch sagen, stelle die Frage mal bitte beim ADAC und da bin ich auf die Erklärung vom ADAC gespannt.

Gruß André

Zitat:

@xx771 schrieb am 11. Juli 2017 um 11:07:51 Uhr:

... , hier kommen wieder nur zig Vermutungen zu Stande.

Wir sind hier auch nur ein User-Forum und keine Schiedsstelle. :p

Eben....

Themenstarteram 11. Juli 2017 um 11:42

Zitat:

@Ehle-Stromer schrieb am 11. Juli 2017 um 11:22:38 Uhr:

Wir sind hier auch nur ein User-Forum und keine Schiedsstelle.

Deswegen sollte das, was wir uns hier ausdenken, uneingeschränkte Gültigkeit haben. :D

 

Anfrage an den ADAC ist raus. Mal sehen, wie die Antwort lautet.

Themenstarteram 11. Juli 2017 um 13:04

Das ging schnell mit der Antwort:

 

Zitat:

Bei Euro NCAP wird die Basisausstattung getestet, also ohne aufpreispflichtige Extras. Es ist jedoch für den Hersteller möglich, ein aufpreispflichtiges Sicherheitspaket zu benennen, das für Basis-Fahrzeuge erhältlich sein muss. Dann geschieht eine Bewertung des Basis-Fahrzeugs und eine mit dem aufpreispflichtigen Sicherheitspaket im sogenannten Dual-Rating. Erreicht jedoch das Fahrzeug in Basis-Ausstattung bereits 5 Sterne, verzichten die Hersteller auf eine zweite Bewertung.

Also bedeutet es, das der Insignia das auch ohne diese Sachen geschafft hat und dadurch nicht relevant sind ?

Themenstarteram 11. Juli 2017 um 13:39

Damit ergibt sich dann: Airbag Paket und die adaptiven Geschwindigkeit sind ja nicht Serie, also zunächst irrelevant. Nachdem Sie jedoch auch für alle Basis-Fahrzeuge verfügbar ist, kann Opel angeben, das die Pakete mit berücksichtigt werden. Nachdem Opel aber schon 5 Sterne hatte, dachte sich Opel wohl: Passt! Da müssen wir nicht nochmal testen lassen.

Themenstarteram 11. Juli 2017 um 13:40

Zitat:

@andi.36 schrieb am 11. Juli 2017 um 13:27:56 Uhr:

Also bedeutet es, das der Insignia das auch ohne diese Sachen geschafft hat und dadurch nicht relevant sind ?

Ja genau. Die Pakete hätten natürlich noch ein paar Punkte gebracht. Aber es hätte keinen Einfluss auf die grundsätzliche Bewertung gehabt.

Interessant, das Vorgehen war mir nicht bewusst. Wieder was gelernt, danke Tikian :-)

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