"Hoher" Verbrauch beim 1.6er Blue Motion
Hallo
Ich habe eine Golf 6 Variant 1.6 TDI BM. Ich fahre ihn im Alltag und zur Arbeit. Mein Arbeitsweg sind knapp 50km. Davon sind die ersten 14km Landstraße mit kleinen Dörfern dazwischen. Danach gehts auf die Autobahn, wo ich mit dem Tempomat 100-120 fahre. Jetzt habe ich heute bei Spritmonitor mal nach anderen Gölfen gesucht. Dort fangen die Verbräuche bei 3,8l an. Davon bin ich meilenweit entfernt. Mit meiner letzten Tankfüllung habe ich einen errechneten Durchschnitt von 4,99l geschafft. Ich finde das für den 1.6er im Vergleich zu anderen doch recht hoch. Dies kann doch nicht nur an den nicht originalen Rädern (205/55 16) liegen?
Hat jemand eine Idee, woran dies liegen kann?
Ich habe auch schon gelesen, dass der Motor "lernen" kann. Kann man die Lernwerte irgendwie zurücksetzen?
Gruß
Nils
Beste Antwort im Thema
3,8 Liter sind natürlich sehr gut, dazu bedarf es aber sowohl eines sehr bewussten Fahrstils als auch einer verbrauchsfreundlichen Strecke.
Ich habe meinen Golf VI BMT - Werksangabe 4,1 l/100km - über die letzten 37.000 Kilometer mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,26 l/100km bewegt.
Mein Arbeitsweg ist auch fast 50 Km (eine Fahrt). Wenn es wirklich unter 4 l/100 km werden soll, dann sind nach meiner Erfahrung schon 100 bis 120 Km/h zu schnell. Für solch niedrige Verbräuche muss man auf der rechten Spur mit den LKW "mitschwimmen", so mit 90 bis 95 km/h. Ich finde es selbst immer wieder bemerkenswert, wie groß der Verbrauchsunterschied z.B. zwischen 95 und 110 Km/h ist.
Nicht zu unterschätzen ist auch die Topographie. Wer im Flachland wohnt, hat Vorteile.
Gerade mit Blick auf die hinter und liegenden Monate ist zudem festzustellen, dass - so jedenfalls meine Erfahrung - irgendwo bei 10 Grad die Grenze ist. Darunter ist ein "Winterzuschlag" fällig. Im Sommer habe ich meinem Golf (mit eiserner Disziplin) auf unter 4 Liter gedrückt, bei Minusgraden und auch knapp über Null Grad ist bei selber Fahrweise 4,5 Liter kaum zu unterschreiten.
Unterschiede können sich gerade in der kalten Jahreszeit auch zusätzlich noch dadurch ergeben, ob das Auto draußen steht oder in einer Garage.
Wenn man in die Nähe der Werksangabe kommen will, muss man sehr bewußt fahren. Also sehr zurückhaltend, früh schalten, viel rollen lassen, seine Strecke kennen. Auch hilft es, den Momentanverbrauch (können die VW-Bordcomupter glaube ich immer anzeigen) im Auge zu behalten.
Insofern denke ich, dass 4,99 l/100km noch nicht das Ende der Fahnenstange ist.
Aber so schlecht ist das ja nicht, denn der Durchschnittswert beim oben angegebenen Spritmonitor-Link liegt bei 5,31 l/100km. Und nur 11 von 234 Eintragungen liegen bei einem Schnitt von weniger als 4,5 Litern.
Ingesamt aber würde ich auch sagen:
Für eine normal-moderate, aber nicht extrem auf Sparsamkeit ausgerichtete Fahrweise ist knapp 5 Liter okay.
42 Antworten
@Boingas321
Wenn du deinen Motor eine Stunde im Leerlauf hättest laufen lassen hätte er nicht 1l Sprit verbraucht. Wie lange hat denn die Start/Stopp-Automatik deinen Motor in den 19 Min etwa stillgelegt? Keine 5 Minuten wahrscheinlich. Was du dadurch bei 19 Min Fahrzeit eingespart hast war natürlich minimal.
Es wird eher so gewesen sein: Bei der Hinfahrt waren die Außentemperaturen niedriger und der Motor richtig kalt. Bei der Rückfahrt waren einfach die Bedingungen besser.
Genau darauf zielt ja auch meine Frage.
MFA Werte oder so Kurzstrecken sind in Wahrheit absolut wertlos und Selbstbetrug.
Kann ja meinen Wagen 15km bergab rollen lassen - lt. MFA 0,0 l.
Oder eben die Gasstellung bewusst so steuern. Die MFA ist mal nur ein Computer.
Verstehe wer es will, was man mit so Aussagen oder Werten beweisen will.🙄
Zitat:
Original geschrieben von G6V2012-austria
Real-Verbrauch oder MFA?
Es handelt sich um MFA Angaben. Von Kurzstrecke kann man bei 55 km nicht unbedingt reden. Realverbrauch und MFA unterscheiden sich bei mir auch nicht sehr viel.
Grüße
Michael
IMO sind 55km für eine längerfristige Verbrauchsauswertung unbrauchbar.
MFA "lügt" spez. bei Kurzstrecken - selbst bei einer Tankfüllung ist der Unterschied je nach Fzg. Modell und Fahrweise gegeben.
Bei mir fast immer zu Ungunsten - heißt ich verrauche weniger.
Bei z.B. rund 400 km war die Abweichung fast 1l - zum Ende der Tankfüllung pendelte es sich wieder bei rund 0,4l ein.
In den Sommermonaten gebe ich dir recht, da ist der Unterschied bei mir zwischen 0,1 und 0,2l.
Fakt ist aber, dass solche "Tests" - insbes. dann auch noch nach MFA nur eine Spielerei sind.
Weiß nicht, welche "Sportart" da ein paar entdeckt haben.😁
Was bringt mir, wenn ich auf 55km jetzt 3,8l oder w.a.i. verbrauche.
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Zitat:
Original geschrieben von raumteiler
Es handelt sich um MFA Angaben. Von Kurzstrecke kann man bei 55 km nicht unbedingt reden. Realverbrauch und MFA unterscheiden sich bei mir auch nicht sehr viel.
Um die Größenordnung einzuschätzen mag das zwar reichen. Aber wenn wir hier über Verbrauchswerte diskutieren, inbesonderen dann wenn es um 0,5l rauf oder runter geht, brauchen wir hier nicht über MFA-Werte reden.
Aber so ist das eben in diesen Threads fast immer. Da werden Zahlen in den Raum geworfen, die noch nicht mal nachgerechnet wurden. Ich verstehe nicht was das soll. 😕
Zitat:
Original geschrieben von illStyle
@Boingas321Wie lange hat denn die Start/Stopp-Automatik deinen Motor in den 19 Min etwa stillgelegt?
Es wird eher so gewesen sein: Bei der Hinfahrt waren die Außentemperaturen niedriger und der Motor richtig kalt. Bei der Rückfahrt waren einfach die Bedingungen besser.
Da hast du Recht war keine 5min. , vielleicht 3...
Außentemperatur hat sich maximal um +- 1°C verändert , der Motor war vor dem Fahren warm und auf dem Rückfahrt auch, es stand keine 15min am Ziel still.
Berge habe ich auch keine...
P.S Gestern früh hatte ich sogar auf die Strecke bloß 3,4L Verbrauch, allerdings war der Motor Kalt und Außentemperatur war auch 2°C...
Wie soll man das denn erklären ?
Gefahren bin ich wieder mit Tempomat auf City Strecke 50km/h und Land 90km/h.
Heute bei meinem normalen Fahren, betrug der Verbrauch 6,4L. auf die Hinfahrt...
Das ist ja um 3L. auf 100km. mehr.
Mein Fazit es gibt Menschen die Sparsam fahren können und es gibt Menschen die es zwar wollen aber nicht hinbekommen...
Gegenwind hat auch viel was zusagen...
Wenn man überlegt was alles zu 100% stimmen muss, dass der Verbrauch sich deutlich mindert, kannst auch schneller im LOTO gewinnen...
Also Gründe kann es dafür viele geben, einige sprichst du ja an. Da der Verbrauch ja nicht errechnet war kann alleine die MFA eine große Fehlerquelle sein.
Eines ist jedenfalls klar: Dieselmotoren verbrauchen im Leerlauf sehr wenig, deiner ohne Klimaanlage weniger als 1 l/h. Bei lediglich 3 Minuten Ampelstopp ist die Ersparnis durch die Start/Stopp-Automatik verschwidend klein. Die hat also den Unterschied mit 100%iger Sicherheit nicht gemacht.
so letzte Tankfüllung waren es jetzt 4,92l Verbrauch. MFA hat 5,4 gesamt errechnet. Am Mittwoch geht der Wagen auf Garantie zu VW. Motorupdate und Fehlersuche "StartStop" steht an. Ich hoffe danach gibt es einen Erfolg. Wenn ich im Durchschnitt bei 4,5L lande bin ich zufrieden 🙂 Ich gehe aber auch sehr stark davon aus, dass der Verbrauch im Sommer noch einmal runter geht. Aber auch dies werd ich herausfinden 🙂
Hallo zusammen,
ich habe den normalen 1.6 TDI aus 2009 nun seit knapp 11 Monaten.
Nach knapp 23.000 km liegt der Schnitt bei genau 5 Litern, also rund 11 Prozent über Werksangabe.
Höchster Verbrauch lag bei 5,42 Litern im Januar 2014, der geringste Verbrauch waren 4,58 Liter jetzt im Juli.
Mein Arbeitsweg sind hin und zurück jeweils 43 km Landstraße; Hinweg meistens 5,5, mit Glück auch mal 5,2 oder 5,0 Liter; Rückweg meistens 4,5 Liter, mit Glück auch mal 4,2 Liter, mit Pech auch mal 4,9 Liter. Ich brauche immer so zwischen 30 und 35 Minuten für einen Weg; je nach Verkehrsdichte halt.
Tempo innerorts 50 bis 60 im 4. Gang auf der Ebene und bei leichter Steigung, bergab geht es ab ca. Tempo 55 auch im 5. Gang. Bei etwas höherer Steigung geht unter Tempo 50 leider nur im 3. Gang :-(
Tempo außerorts in der Regel zwischen 70 und 120, bergab lasse ich den Wagen grundsätzlich immer rollen; Hochschalten in der Ebene bei 2.000, bergauf bei 2.500, bergab auch gerne mal schon bei 1.500.
Die Reifen (normale 195er) habe ich übrigens auf 2,5 Bar aufgempumpt.
Der Durchschnitt aller Goelfe liegt bei 5,3 Litern, so dass ich mit meinen 5 Litern recht zufrieden sein kann :-)
Nun noch kurz zum Bluemotion: es sollte angesichts der ganzen modernen Spartechnik zumindest ein Wert zwischen 4,2 und 4,5 Litern möglich sein.
Ich habe beim Bergabrollen doch den 5. Gang drin, wobei die Schubabschaltung aktiv ist; laut MFA habe ich dann einen Momentanverbrauch von 0,0 Litern.
Bei jedem Gefälle kann ich in der MFA einen sinkenden Durchschnittsverbrauch sehen.
Rollen lassen bergab kostet übrigens nur im Leerlauf Sprit.
Und Hochschalten bei 2.000 ist m.E. nicht zu spät; ich kann wegen der langen Übersetzung doch nur so zuegig vorankommen.
Und bergauf im 3. Gang mache ich nur, wenn einer mit Tempo 40 vor mir herzuckelt; im 4. fühlt es sich irgendwie komisch an, weil ich dann das Gefühl habe, dass mir der Motor gleich abstirbt bzw. ich das Tempo kaum halten kann.
Ich würde auch lieber früher hochschalten; das ist im normalen Alltagsverkehr wegen der langen Getriebeübersetzung allerdings nicht möglich.
Bitte aber auch nochmals zu beachten, dass die MFA max. nur ein RICHTWERT ist.
Bei mir, und nicht nur bei mir, zeigt die MFA sogar zu viel an.
Dass mit dem Raufschalten bei richtigen Drehzahlen etc. ist nur mehr etwas für Fanatiker und hat in der Praxis kaum eine Auswirkung.
Heißt nicht, dass ich jetzt beim Schalten auf 4000 U/min drehe, aber 2000 beim Berg rauf ist absolut nicht zu früh.
Denke auch, dass bei den Hügeln in DE auch hie und da etwas Power notwendig sein könnten 😉
Auf der anderen Seite beschweren sich wieder ein paar mit dem 1.6er könnte man nicht überholen 🙂
Verbrauch auf 2 Kommastellen gerechnet ist ohnehin nur eine Spielerei 😉
@Taxman: Unter Rollen verstehe ich ausgekuppelt und im Leerlauf. Mit Gang drin ist natürlich die Schubabschaltung aktiv und somit der Verbrauch 0,0