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03.02.2023 17:30    |    notting    |    Kommentare (118)    |   Stichworte: E-Auto, GegenHass, Hetze, SUV

Logo Mal wieder sinnfreie SUV-Hetze – auch zum Schaden der E-MobilitätLogo Mal wieder sinnfreie SUV-Hetze – auch zum Schaden der E-Mobilität

Diese Woche wurde in den Medien mal wieder auf breiter Front sinnfrei gegen SUVs gehetzt. Schauen wir uns das an.

 

Vorwort

Ich fahre einen Megane III, also kein SUV. Hab aber gemerkt, dass wenn man ein SUV will und insb. die Länge halbwegs ähnl. sein soll wie bei meinem jetzigen Auto (meine Garage ist nicht so groß), man bei ähnl. Kofferraum-Volumen bei aktuellen BEV-Modellen fast zwangsläufig bei einem SUV landet. Und ich brauche das Kofferraum-Volumen auch regelmäßig.

Meine Eltern sind von einem Familien-Van auf ein SUV umgestiegen, weil das aktuelle Nachfolge-Modell des Familien-Vans noch größer gewesen wäre und sie halt den höheren Einstieg brauchen. Und schon dort ist mir das Kofferraum-Volumen häufig zu klein.

 

Bin also kein SUV-Liebhaber, aber betrachte die Sache eben ganz nüchtern.

 

Wo wurde nun gegen SUV gehetzt?

Auf jeden Fall gab’s diese Meldungen wie auf https://www.heise.de/.../...-Energie-und-Ressourcenschutz-7475970.html

Zitat:

Der Deutsche Städtetag hat den Trend zu großen Autos kritisiert und höhere Parkgebühren für SUV und andere große Wagen ins Spiel gebracht. "Der Trend bei den Autos kennt offenbar nur eine Richtung: immer größer, immer schwerer", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten. "Das passt nicht in eine Zeit, in der wir über Energie- und Flächensparen, Klima- und Ressourcenschutz diskutieren."

[...]

Laut Kraftfahrt-Bundesamt stellten SUV im Jahr 2022 mit knapp 30 Prozent den größten Anteil der 2,65 Millionen Neuzulassungen.

Leser-Reaktionen, die auch gegen SUV sind

Das führte z. T. auch zu Leser-Reaktionen die sinngemäß ungefähr so lauteten: Niemand braucht eine Klimaanlage im Auto und die elektrischen Fensterheber die keiner braucht machen die Türen dick.

 

Breitere Türen durch elektr. Fensterheber, Fensterkurbeln reichen?!

Fangen wir mit letzterem an. Nachdem ich den Führerschein gemacht habe, bin ich jahrelang abwechselnd mit einem Renault R11 mit elektrischen Fensterhebern vorne und einem Opel Ascona-C der nur Fensterkurbeln hatte herumgefahren. Beide waren 4/5-Türer vom Ende der 1980er-Jahre. Meiner Erinnerung nach haben die Türen sich nicht wirklich in der Dicke unterschieden.

Die heute viel dickeren Türen dürften eher eine Folge der NCAP-Kriterien sein, sprich gut für die Fahrzeugsicherheit sein, falls man mal z. B. seitlich gegen einen Baum prallt.

 

Mal davon abgesehen: Wenn ich die Autos benutzt habe, standen die auch mal stundenlang in der prallen Sonne auf dem Parkplatz -> Hitzestau. Mit elektr. Fensterhebern konnte ich problemlos nach dem ersten Stückchen der Fahrt wenn die Hitze durch den Fahrtwind einigermaßen rausgeblasen wurde (Gebläse reicht nicht) während der Fahrt auch das Beifahrer-Fenster schließen, wodurch die Hitze besser rausgeht als wenn nur das Fahrerfenster offen ist. Obwohl es keine Konsole zwischen den Vordersitzen gab, habe ich es vor allem im angeschnallten Zustand nicht geschafft, gleichzeitig auf den Verkehr zu achten als auch die Kurbel gut anfassen zu können.

Sprich die elektr. Fensterheber sind auch quasi ein Sicherheitsfeature, da es mit ihnen a) einfacher ist den Innenraum kühler zu bekommen und b) wenn man die Kühlung nicht mehr braucht, mit ihnen viel sicherer während der Fahrt und somit ohne den Verkehr zu behindern auch wieder zu schließen.

 

SUV-Bestand

Schauen wir uns die Bestandsstatistik an. Wenn man https://www.kba.de/.../segmente_node.html hernimmt und nach den Bestandsanteilen von SUV sortiert:

Modell absolute Zahl Anteil [%] Länge [m]
FORD KUGA 322.178 6,7 4,6
BMW X1 276.192 5,7 4,5
NISSAN QASHQAI 270.022 5,6 4,4
MERCEDES GLK, GLC 262.690 5,4 4,5/4,7
OPEL MOKKA 225.500 4,7 4,2
DACIA DUSTER 194.370 4,0 4,3
VW T-ROC 190.613 4,0 4,3
HYUNDAI TUCSON 184.706 3,8 4,5
SKODA YETI 163.895 3,4 4,3
RENAULT CAPTUR 146.899 3,0 4,2

 

Von den Längen her sind das also eigentlich alles Kompakt- oder Mittelklasse-Fahrzeuge. Warum wird auf denen nicht genauso rumgehackt bzw. nicht z. B. auf deutl. längeren Fahrzeugen?! Vor allem warum nicht z. B. auch auf den großen Campern? -> https://www.youtube.com/watch?v=Q-1DD3_LKXs

 

SUV-Neuzulassungen Dez. 2022

Mal abgesehen davon, bei den Neuzulassungen vom Dez. 2022 die Top 10 der SUV so aussehen:

 

Modell absolute Zahl relativ zu allen Segmenten [%]
TESLA MODEL Y 7.382 6,9
FORD KUGA 7.289 6,8
VW ID.4, ID.5 7.191 6,7
MITSUBISHI ECLIPSE CROSS 4.881 4,6
OPEL MOKKA 4.149 3,9
VW T-ROC 4.179 3,9
HYUNDAI KONA 3.844 3,6
MERCEDES GLA 3.492 3,3
SEAT FORMENTOR 3.228 3,0
MERCEDES GLK, GLC 3.049 2,9

 

Bei Model Y und ID.4/5 ist klar, dass es BEVs sind. Beide zusammen stellen fast 14% aller neu zugelassenen Autos über alle Segmente in diesem Zeitraum. Die beiden Modelle gibt’s mit >500km Reichweite, was es bei Nicht-SUV-BEV kaum gibt, insb. wenn es noch eine nennenswerte offizielle Anhängelast haben soll. Zudem bedeutet ein größerer Akku, dass man tendenziell schneller laden kann und dass er entsprechend der Akkugröße mehr Fahrleistung aushält.

Das Model Y AWD braucht lt. ADAC Ecotest nur ca. 8% mehr beim Fahren ggü. dem Model 3 AWD und hat dafür z. B. eine viel höhere Anhängelast.

Der ID.4 ist nur ca. 7cm höher als der ID.3. An den ID.3 kann man offiziell ohne Garantie-/Kulanz-Verlust nicht mal einen Anhänger dran machen, um bei Bedarf die Transportkapazität zu erhöhen.

Ein Teil der Mokkas, Konas und GLAs/GLCs/GLKs (hier gehört AFAIK der EQA und EQC dazu weil die Statistik das so erfasst) sind auch BEV. Die wurden den Herstellern 2022 zieml. aus den Händen gerissen. U.a. Kuga, Eclipse Cross gibt auch als (P)HEV bzw. den Rest außer dem T-ROC IIRC auch. Sprich die fahren auch tendenziell leise und mit weniger Abgasen innerorts, insb. wenn sie in privater Hand sind (bevor der Einwand kommt: Viele Wallboxen bzw. öffentl. Lademöglichkeiten haben ein fest angeschlagenes Kabel, da kann man das beim Auto mitgelierter Kabel in der Verpackung lassen).

 

Fazit

An SUV gibt’s nicht mehr zu kritisieren als an Nicht-SUV, insb. wenn man beachtet, dass gerade auch wegen der Reichweite SUV als BEV tendenziell attraktiver sind. Deswegen gehört IMHO dieser pauschale SUV-Hass als Hasskriminalität bestraft.

 

notting

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03.02.2023 18:15    |    Trottel2011

Deiner Meinung nach, ja. Aber, wieso brauchen wir denn SUV? Und wieso muss die Fussballmutti ihr Kind mit dem SUV durch die Stadt Gondeln um es zur Schule zu bringen, wenn gerade öPNV dafür ideal ist? Und warum muss es dann ein SUV sein? Alleine schon SUV mit Frontantrieb... Sorry, das ist peinlich. Dir passt es nicht, dass der SUV gehasst wird, aber es wird gehasst, weil es eine absolut unnötige Konzeption eines PKWs ist und der gesamte Nutzen illusorisch durch Händler und Werbebroschüren bescheinigt wird.

 

Dass SUV schwerer sind als gleiche Innenraummaße bietenden Fahrzeuge, ist klar. Dass sie auch mehr Fläche brauchen, auch. Dass die Fahrzeuge selten geländegängig sind, auch. Was hat man dann? Einen schwereren, größeren, nutzlosen Wagen, dessen einziger 'Pro-Aegument' der Wiederverkauf ist.

 

Der Elektroantrieb wird das Ende des SUV einleiten. Mehr Reichweite schafft man nicht durch mehr Höhe und mehr Gewicht. Man schafft es durch bessere Aerodynamik. Ein Tesla Model X oder Y mag aerodynamisch sein, ist aber dennoch luftwiderständiger als sagen wir mal eine normale Limousine mit Fliessheck. Und wenn du dann mit SUV und BEV passen gut zusammen argumentieren willst... Schnitzel mit Moschus riecht auch gut. Aber ist dennoch Scheisse.

 

Den Hass, den das SUV sich selbst zuzuschreiben hat kommt daher, weil es eine Fahrzeuggattung ist, welches total überflüssig ist. Es kann nichts besser, als die ganzen Fahrzeugplattformen, die es ersetzen zu versucht. Das einzige was es kann, ist dem Hersteller mehr Geld bescheren, weil im SUV nicht auf Kompaktheit der Bauteile geachtet werden muss. Der Motor sitzt auf gleicher Höhe wie bei einem Kompaktauto. Aber die Haube ist höher. Das Dacch ist auf gleicher Höhe wie bei einer Grossraumlimousine... Aber es kann weniger Laden weil der Boden höher ist. Es ist länger, um Laderaum zu kompensieren, aber länger als ein Kombi mit weniger Länge und gleichen Innenraumabmessungen. Und die Sittposition ist höher, aber in einem Ducato oder gar Doblo sitzt man auch schon höher...

 

Den SUV als Konzept - egal in welcher Form - schön zu reden ist schon sehr traurig. Nutzwert deutlich geringer als bei einem vergleichbar grossen 'Normal' Auto, dabei wird damit geworben. Bei einem Cabrio wirbt man nicht mit 'Laderaum für 10 Tage Urlaub mit 5 Personen'. Beim SUV aber schon.

03.02.2023 18:40    |    notting

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 3. Februar 2023 um 18:15:36 Uhr:

Deiner Meinung nach, ja. Aber, wieso brauchen wir denn SUV? Und wieso muss die Fussballmutti ihr Kind mit dem SUV durch die Stadt Gondeln um es zur Schule zu bringen, wenn gerade öPNV dafür ideal ist?

Der ÖPNV ist dafür leider oft nicht ideal. Und wenn das auf dem Weg zur Arbeit von Mutti liegt?

 

Zitat:

Und warum muss es dann ein SUV sein?

Selbst den Smart #1 wird's wohl nie mit >=500km WLTP-Reichweite geben, das schafft nur z. B. ca. 10cm längere SUVs aus dem aus dem selben Konzern (Volvo (X)C40) und nur letztere haben eben offenbar einen Kofferraum auf dem Niveau meines Megane III. Zudem haben ältere Leute gerne einen höheren Einstieg. Die haben vorher oft Familien-Vans gekauft, die ungefähr so hoch sind wie ein SUV und entspr. verbrauchen. Also kaum ein Unterschied.

 

Zitat:

Alleine schon SUV mit Frontantrieb... Sorry, das ist peinlich. Dir passt es nicht, dass der SUV gehasst wird, aber es wird gehasst, weil es eine absolut unnötige Konzeption eines PKWs ist und der gesamte Nutzen illusorisch durch Händler und Werbebroschüren bescheinigt wird.

 

Dass SUV schwerer sind als gleiche Innenraummaße bietenden Fahrzeuge, ist klar. Dass sie auch mehr Fläche brauchen, auch. Dass die Fahrzeuge selten geländegängig sind, auch. Was hat man dann? Einen schwereren, größeren, nutzlosen Wagen, dessen einziger 'Pro-Aegument' der Wiederverkauf ist.

Quellen mit konkreten Werten bitte.

 

Zitat:

Der Elektroantrieb wird das Ende des SUV einleiten. Mehr Reichweite schafft man nicht durch mehr Höhe und mehr Gewicht.

Die Größe macht beim BEV nicht soviel beim Verbrauch aus, siehe Renault Zoe vs. Smart #1 Premium (weil sonst nicht mal 11kW 3phasig Typ2), Mercedes EQA 250(+), ..

Siehe auch z. B. https://www.motor-talk.de/.../...sind-bev-klein-st-wagen-t7369934.html

 

Zitat:

Man schafft es durch bessere Aerodynamik.

Genau daran wird eben bei kleineren weil billigeren Autos in der Entwicklung gespart. Und auch an der Effzienz des Antriebsstrangs. Beim Smart #1 sieht man das auch beim Reichweiten-Unterschied zwischen Pro+ und Premium. Letzterer hat SiC-Halbleiter.

 

Außerdem werden global betrachtet Kombis kaum nachgefragt. D.h. die Resourcen-Aufwendungen für die Entwicklung (die man absolut nicht überschätzen kann) verteilt sind auf viel weniger Fahrzeuge.

 

Zitat:

Ein Tesla Model X oder Y mag aerodynamisch sein, ist aber dennoch luftwiderständiger als sagen wir mal eine normale Limousine mit Fliessheck.

Das Model 3 hat eben z. B. 0,6t weniger Anhängelast als das Model Y.

 

Zitat:

Und wenn du dann mit SUV und BEV passen gut zusammen argumentieren willst... Schnitzel mit Moschus riecht auch gut. Aber ist dennoch Scheisse.

 

Den Hass, den das SUV sich selbst zuzuschreiben hat kommt daher, weil es eine Fahrzeuggattung ist, welches total überflüssig ist. Es kann nichts besser, als die ganzen Fahrzeugplattformen, die es ersetzen zu versucht. Das einzige was es kann, ist dem Hersteller mehr Geld bescheren, weil im SUV nicht auf Kompaktheit der Bauteile geachtet werden muss. Der Motor sitzt auf gleicher Höhe wie bei einem Kompaktauto. Aber die Haube ist höher. Das Dacch ist auf gleicher Höhe wie bei einer Grossraumlimousine...

Und was ist nun der Unterschied zu den Familien-Vans, die vorher stattdessen gekauft wurden? Alles was du schreibst passt IMHO praktisch genauso dort.

 

notting

03.02.2023 18:43    |    _RGTech

Ich verstehe, was notting sagen will.

 

Gerade Kompakt-SUV sind mit ihrem tiefen Boden für Elektromotoren und Batterien gut geeignet, ohne an die Garage anbauen zu müssen. Das Ladevolumen ist - okay, zumindest solange man die Länge eines Kombis nicht braucht. Aber - und da sind wir beim Hauptproblem - einen Kombi mit Laderaum findest du ja auch kaum noch! Die Dinger sind inzwischen hinten flacher und unnützer geworden, was dann durch die Länge tatsächlich MEHR Fläche verbraucht für den selben Laderaum, und dann trotzdem mit geringerer Reichweite gesegnet (so es rein elektrisch vorwärts gehen soll). Und das ist ja auch keine Alternative :(

Hochdachkombis oder Kompaktvans wie B-Klasse & Konsorten gibt es auch fast nicht mehr... oder soll ich lieber sagen, haben halt inzwischen nur SUV-Optik und andere Namen (eben GLA) bekommen? Technisch (Trottel, du nanntest den Frontantrieb - eben!) sind sie eh längst mehr aufgeblasene PKW als klassische SUVs.

 

 

Einziges direktes Argument gegen solche SUVs bzw. deren Umweltunverträglichkeit sind Gewicht (was aber gegen die Reichweite aufzurechnen ist, weil's großteils in den Akkus steckt, und bei "flachen" BEVs sieht das nicht deutlich besser aus, wird nur anders verteilt) und Luftwiderstand (was bei den meisten Stromern auch irrelevant ist, weil die sich eher weniger oft in Bereichen über 90 km/h aufhalten).

 

 

Um das zu verstehen, muss man aber bereit sein, SUVs und SUVs auseinanderzuhalten:

- Die kompakten, oben genannten, sind teils kleiner (kürzer) als 'ne A-Klasse - und die kann lang nicht so viel.

- Die richtigen Klötze, die GLE und GLS und Q7 und X5 und Touareg dieser Welt, die sind nach wie vor die geeigneten Hasskandidaten. Auch wenn die "Normalo-Autos" da ebenfalls schon aufgeholt haben. Und ganz ehrlich, inzwischen wirkt sogar ein Cayenne der 1. Generation neben einem Mini Countryman schon zierlich.

 

 

 

Ich mag zwar beide Sorten nicht (die nehmen mir den Durchblick! Fast so schlimm wie geschlossene Kastenwägen...) und werde mir sowas auch nicht in absehbarer Zeit zulegen (warum auch, meine alte C-Klasse ist außen klein genug und innen groß genug!). Ich bin aber auch kein BEV-Kandidat. Und dass man diese derzeit zu akzeptablen Kosten und damit Preisen nur in nicht-zu-Ende-miniaturisierter Form wie eben pummeligen SUVs unter die Leute bringen kann, ist leider nicht zu ändern und logisch. Realistisch gesehen, kann man eine pauschale Verurteilung also nicht rational begründen.

 

EDIT: Na toll, 3 Minuten zu langsam ;)

03.02.2023 18:54    |    _RGTech

Nachtrag noch zu den dicken Türen - DAS ist leider ein Effekt, den ich nicht so hundertprozentig nachvollziehen kann. Mein Benz hat schon durchaus Volumen da drin: mit Türtaschen, Seitenairbag, Seitenaufprallschutz, ausgeformter Armlehne, Lautsprechern, vollständig versenkbarer Seitenscheibe ohne Dreieck... trotzdem ist die Tür intelligent genug ausgeformt, um auch in engen Parklücken aussteigen zu können, ohne anzuecken. (Und ich hab "Fußballerwaden", sagte man mir!)

Daher geht das Parkplatzproblem heute höchstwahrscheinlich mehr aufs Design als auf die Sicherheit - Türausschnittsform und die Falze in der Seitenlinie sind Designertrends, denen der Praxisnutzen viel zu oft geopfert wird.

 

Das ist aber keine SUV-spezifische Schwäche... leider...


03.02.2023 19:34    |    Trottel2011

Zitat:

@_RGTech schrieb am 3. Februar 2023 um 18:43:04 Uhr:

Ich verstehe, was notting sagen will.

 

Gerade Kompakt-SUV sind mit ihrem tiefen Boden für Elektromotoren und Batterien gut geeignet, ohne an die Garage anbauen zu müssen. Das Ladevolumen ist - okay, zumindest solange man die Länge eines Kombis nicht braucht. Aber - und da sind wir beim Hauptproblem - einen Kombi mit Laderaum findest du ja auch kaum noch! Die Dinger sind inzwischen hinten flacher und unnützer geworden, was dann durch die Länge tatsächlich MEHR Fläche verbraucht für den selben Laderaum, und dann trotzdem mit geringerer Reichweite gesegnet (so es rein elektrisch vorwärts gehen soll). Und das ist ja auch keine Alternative :(

Hochdachkombis oder Kompaktvans wie B-Klasse & Konsorten gibt es auch fast nicht mehr... oder soll ich lieber sagen, haben halt inzwischen nur SUV-Optik und andere Namen (eben GLA) bekommen? Technisch (Trottel, du nanntest den Frontantrieb - eben!) sind sie eh längst mehr aufgeblasene PKW als klassische SUVs.

 

 

Einziges direktes Argument gegen solche SUVs bzw. deren Umweltunverträglichkeit sind Gewicht (was aber gegen die Reichweite aufzurechnen ist, weil's großteils in den Akkus steckt, und bei "flachen" BEVs sieht das nicht deutlich besser aus, wird nur anders verteilt) und Luftwiderstand (was bei den meisten Stromern auch irrelevant ist, weil die sich eher weniger oft in Bereichen über 90 km/h aufhalten).

 

 

Um das zu verstehen, muss man aber bereit sein, SUVs und SUVs auseinanderzuhalten:

- Die kompakten, oben genannten, sind teils kleiner (kürzer) als 'ne A-Klasse - und die kann lang nicht so viel.

- Die richtigen Klötze, die GLE und GLS und Q7 und X5 und Touareg dieser Welt, die sind nach wie vor die geeigneten Hasskandidaten. Auch wenn die "Normalo-Autos" da ebenfalls schon aufgeholt haben. Und ganz ehrlich, inzwischen wirkt sogar ein Cayenne der 1. Generation neben einem Mini Countryman schon zierlich.

 

 

 

Ich mag zwar beide Sorten nicht (die nehmen mir den Durchblick! Fast so schlimm wie geschlossene Kastenwägen...) und werde mir sowas auch nicht in absehbarer Zeit zulegen (warum auch, meine alte C-Klasse ist außen klein genug und innen groß genug!). Ich bin aber auch kein BEV-Kandidat. Und dass man diese derzeit zu akzeptablen Kosten und damit Preisen nur in nicht-zu-Ende-miniaturisierter Form wie eben pummeligen SUVs unter die Leute bringen kann, ist leider nicht zu ändern und logisch. Realistisch gesehen, kann man eine pauschale Verurteilung also nicht rational begründen.

 

EDIT: Na toll, 3 Minuten zu langsam ;)

Der Grund warum sowas wie Hochdachkombis und Grossraumlimousinen kaum noch auf deutschen Strassen gefahren werden, ist weil es eben uncool ist. In China sind MPV gerade zu ein Zeichen von Luxus. Toyota, Hongqi und Co liefern sich da gerade ein Kampf um den luxuriösesten MPV da draussen.

 

Die SUV sind momentan heiss weil die Hersteller darauf pochen. Sie sind günstiger herzustellen. Und weil es noch Trend ist. Singles fahren schon Tiguan. Die Hersteller ersetzen Volumenmodelle durch SUV. Dass z.B. die klassische Limousine noch gefragt ist, zeigt der Model 3. Volumenmodel von Tesla. Oder der Camry. Nur bei uns sind Limousinen seit den 70ern am Aussterben. In GB sind Limousinen auch noch immer gefragt.

 

Jedes Land hat einen eigenen Markt und dieser gilt es zu beliefern. Wenn man aber sagt, dass man alle Fliegen mit einem Auto erschlagen kann, dann wird es meistens ein Socially Unusable Vehicle.

 

Mehr Zuladung ist meistens falsch. Mehr Anhängelast auch. Wenn ein FWD Golf mehr ziehen darf als ein FWD 'Insert Beliebigen SUV hiere' passt das nicht zusammen.

 

Ich unterscheide zwischen SUV und Geländewagen. Städer mit Geländewagen sind noch unsinniger als Umlandbewohner damit. Ein Touareg hat z.B. vor einem Wohnwagen oder einem Pferdeanhänger einen Sinn. Oder beim Schleppen von einem Autoanhänger. Aber dann kommt die geliebte Autoschleppmaschine wieder: der Sharan. Den sieht man auf der Autobahn fast immer mit einem PKW auf einem Anhänger hinten dran. FWD, Platz, ausreichend Zugkraft, ausreichend Anhängelast. Aber leider nicht 'hip' oder 'cool'.

 

In meiner Strasse parken aktuell 3 SUV. Der Rest ist in etwas Polo-Golf-Pasat gross. Alles Autos, die in der Stadt Sinn ergeben. Aber die SUV nicht. Sie passen kaum auf den normalen Stadtstrassen. Sie passen nicht in Parkhausparkplätze. Wenn, wäre ich für SUV Parkebenen mit breiteren Parkplätze gegen mehr Geld (weil weniger Fahrzeuge dann auf der Ebene passen). Sie nehmen in der Strasse mehr Platz weg, machen es schwerer Rettungswagen in die Strasse zu lassen und die Müllabfuhr weigert sich mittlerweile unsere Mülltonnen vor der Haustür abzuholen, wenn die beiden SUV wieder am Strassenanfang parken (Einbahnstraße mit beidseitigem aufgesetztem Parken).

 

Es gab in meinem Leben, weder auf dem Dorf noch in der Stadt einen Grund, warum ich ein SUV hätte brauchen können. Weder platztechnosch noch umwelttechnisch (Wetter usw).

 

Aber die Leute kaufen diese komischen unnötigen Fahrzeuge. Sie sind teurer als vergleichbare normal Fahrzeuge. Sie sind nicht geräumiger. Sie sind nutzlosen. Sie sind nicht sparsamer. Sie sind breiter aber nicht innen. Sie sind schwerer.

 

SUV werden gehasst bleiben weil man es liebt sie zu hassen und weil keiner sowas braucht. Geländefahrzeuge (die wirklich ins Gelände können und Allrad haben mit Sperrdofferenziale usw.) dagegen haben eine Daseinsberechtigung, auch wenn die wenigsten ins Gelände gehen.

03.02.2023 19:54    |    _RGTech

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 3. Februar 2023 um 19:34:38 Uhr:

In meiner Strasse parken aktuell 3 SUV.

Ich frage mal anders, bewusst provokativ... bist du da sicher? SIND diese 3 Modelle wirklich größer als

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 3. Februar 2023 um 19:34:38 Uhr:

Der Rest ist in etwas Polo-Golf-Pasat gross.

? Kannst du das faktisch untermauern, Modellnamen und Abmessungen?

 

Oder WIRKEN die vielleicht nur größer - weil sie höher sind?

 

 

(Wie gesagt - ich mag die Dinger auch nicht! Ich versuche aber, objektiv zu bleiben. Selbst die Kackschüssel Sharan steht mit 4,85x1,90 Meter dem Touareg mit 4,88x1,98 Meter nicht viel nach in Sachen Platzverbrauch. Noch krasser wird's bei Tiguan vs. Touran. Die sind sich preislich, von Innenraum her, vom Antrieb, selbst von der Höhe viel zu ähnlich, um sie als verschiedene Genres zu betrachten. Ich seh das als dasselbe Auto in anderer Verpackung, mehr nicht. Ob das nun als SUV oder VAN vermarktet ist, ist mir dabei ziemlich egal. Ich mag auch keine Vans.)

03.02.2023 20:01    |    notting

@_RGTech Ja, du hast mich offensichtlich verstanden, wobei die Limousinen-Varianten der großen SUVs aber auch immer größer werden :-)

 

notting

03.02.2023 20:24    |    _RGTech

ALLES wird größer. Herrjeh, wenn eine blöde A-Klasse mit beengenden Sitzplätzen so lang ist wie mein Kombi, der auch viel mehr laden kann, stimmt doch was nicht - und das ist noch gar nicht durch Größen- und Gewichtswachstum durch Akkus begründbar! (siehe Fotos)

 

Ist aber - abermals! - kein SUV-eigenes Phänomen; die fallen nur immer mehr auf, weil's immer mehr gibt. Und das wiederum, weil sie immer mehr vorherige Genres ersetzen (auch logisch - wie bereits betont, bieten die die Kosten-Nutzen-günstigste Möglichkeit, in den Elektrobereich einzusteigen, und sei's nur als PHEV; und wenn ich als Hersteller merke, dass ein als BEV und PHEV konzipiertes Fahrzeug auch als Verbrenner produzierbar und verkäuflich ist, aber ein als Verbrenner konzipierter Wagen nicht unbedingt auch als BEV/PHEV - schon von Platz und Gewichtsverteilung für die eben immer noch notwendigen Akkus - warum sollte ich dann bisherige Verbrennerbaureihen weiterentwickeln?). Das ist eine Entwickung, die nicht jedem passt, aber nicht so unlogisch ist wie sie klingt. Man darf diese Kompaktkisten halt nur nicht mit den großen, schweren, lahmen und durstigen Erstgenerations-SUV gleichsetzen (oder noch schlimmer, mit den recht beliebten "City-Geländewagen" der 90er, wie dem Grand Vitara / Rav4 / Frontera / Wrangler, von denen auch etliche nie den Weg ins Gelände fanden, aber die Technik dazu mit rumschleiften!). DAS waren unnötige Kisten!

 

 

Zitat:

@notting schrieb am 3. Februar 2023 um 20:01:47 Uhr:

@_RGTech Ja, du hast mich offensichtlich verstanden

Es klappt nicht oft - aber ab und zu gelingt mir das :D


03.02.2023 20:32    |    MetalWarrior88

Jetzt hänge ich mich da auch mal ein wenig mit rein xD

 

Ich selber fahre einen 2019er Hyundai Tucson mit dem kleinsten Motor (136PS ohne Turbo) und bin damit was bequemlichkeit angeht sehr zufrieden.

 

Aber der wichtigste Aspekt ist bei mir das ich mit 1,97m und format Wandschrank das ich in diesem Auto wirklich gut sitzen und ein- bzw aussteigen kann (wobei der Laderaum auch nicht zu vernachlässigen ist).

 

Ich sitze gern bei Neuwagenvorstellungen probe und musste in den letzten jahren immer mehr feststellen, das ich wirklich nur in solchen großen Autos wie einige SUV's, Geländewägen/Pick-Ups und Minivans rein passe und da auch nicht überall (VW T6 ist z.B. grauenhaft was beinfreiheit angeht).

 

Und irgendwie habe ich das gefühl das dieser Aspekt gerne übersehen bzw. missachtet wird, was ich schade finde.

Es ist zwar nicht alltag, aber diesen fall gibt es immer wieder.

 

Und im vergleich zu den US_Panzern die gerne oft in Regionen von US-Kasernen vorkommen sind unsere SUV Spielzeug was die größe angeht.

03.02.2023 21:15    |    _RGTech

DU bist aber auch kein Normalformat... ;)

 

 

(und passt trotzdem - zugegeben, zum Fahren würd's vermutlich nicht reichen - sogar in den Ignis rein! Es ginge also theoretisch auch mit einem kleineren Wagen. Aber, s.o., - so was wird halt nicht entwickelt.)

 

 

(Der Tuctuc ist übrigens exakt so lange wie mein C. Nur 14cm breiter, und logischerweise etliches höher. So viel zur achsosehr höheren verbrauchten Grundfläche. ... ach, verbrauchen tut er mit 8 Komma auch noch weniger als der 1993er C180.)

03.02.2023 22:10    |    PIPD black

Wie Trottel schon sagt, die Hersteller schmeißen zugunsten der SUV-Marge die normalen und bezahlbaren (Klein)Wagen aus dem Programm. Da nicht jeder ins Lesing- oder Finanzierungshamsterrad möchte oder einen Firmenwagen bekommt, kan. man den SUV-Hass schon nachvollziehen. Dem nicht SUV-hörigen Kunden bietet man keine Auswahl mehr. Dann bleiben nur noch (aktuell teure) Gebrauchtwagen mit (zweifelhafter) Vergangenheit. Zuerst beschneidet man die Karosserieformen und dann auch noch die Antriebsart. Kein Wunder, dass bei sinkender Förderquote der Absatz einbricht.;)

04.02.2023 12:51    |    Stefan_200D

Ich liebe meinen G :)

04.02.2023 15:36    |    Trottel2011

Zitat:

@_RGTech schrieb am 3. Februar 2023 um 19:54:58 Uhr:

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 3. Februar 2023 um 19:34:38 Uhr:

In meiner Strasse parken aktuell 3 SUV.

Ich frage mal anders, bewusst provokativ... bist du da sicher? SIND diese 3 Modelle wirklich größer als

Zitat:

@_RGTech schrieb am 3. Februar 2023 um 19:54:58 Uhr:

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 3. Februar 2023 um 19:34:38 Uhr:

Der Rest ist in etwas Polo-Golf-Pasat gross.

? Kannst du das faktisch untermauern, Modellnamen und Abmessungen?

 

Oder WIRKEN die vielleicht nur größer - weil sie höher sind?

 

 

(Wie gesagt - ich mag die Dinger auch nicht! Ich versuche aber, objektiv zu bleiben. Selbst die Kackschüssel Sharan steht mit 4,85x1,90 Meter dem Touareg mit 4,88x1,98 Meter nicht viel nach in Sachen Platzverbrauch. Noch krasser wird's bei Tiguan vs. Touran. Die sind sich preislich, von Innenraum her, vom Antrieb, selbst von der Höhe viel zu ähnlich, um sie als verschiedene Genres zu betrachten. Ich seh das als dasselbe Auto in anderer Verpackung, mehr nicht. Ob das nun als SUV oder VAN vermarktet ist, ist mir dabei ziemlich egal. Ich mag auch keine Vans.)

Ich bringe mal 2 aktuell vergleichbare Fahrzeuge...

 

Mein Fiat Tipo (Typ 356) Hatchback vs. SKODA Karoq.

 

Mein Tipo ist 4368 mm lang.

Der Karoq ist 4382 mm lang (in der 'kurzen' Ausführung)

 

Beide bieten 5 Erwachsenen Platz. Im Tipo kann ich mit dem Fahrersitz so eingestellt, wie ich sitzen würde, hinten problemlos sitzen (182 cm gross). Im Karoq ist es deutlich beengter.

 

Der Fiat Tipo ist 1792 mm breit

Der Karoq ist 1841 mm breit

 

Im Fiat können hinten 3 Erwachsene sitzen. Im Karoq wird es sehr eng. Aber der Karoq ist breiter...

 

Der Tipo Hatchback wiegt maximal 1295 kg (voll ausgestattet ab Werk).

Der Karoq wiegt mindestens 1240 bis 1820 kg - Leergewicht!

 

Der Tipo hat 450l Kofferraumvolumen (also Hatchback).

Der Karoq 510l Kofferraumvolumen.

 

Das sind 60l mehr...

 

Das heisst, mehr Gewicht, mehr Grösse, weniger Sitzraumfläche usw. Nur damit man 60l mehr Kofferraum hat... Das hat sich ja gelohnt. Die Mehrfläche, Mehrbelastung, usw. lohnen sich definitiv im Vergleich zum deutlich kleineren aber besser nutzbaren Fiat Tipo...

 

Wenn man dann noch den Preis reinziehen, wird es noch kranker... Tipo, Basismotor aber voll Hütte zum Zeitpunkt wo ich meinen gekauft habe, waren 27990 EUR. Einen Karoq bekommt man erst ab 28500 EUR und kann den schnell auf mehr als 33000 und mehr EUR aufrüsten.

 

Man beachte, der Karoq ist Golfformat.

04.02.2023 16:34    |    notting

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 4. Februar 2023 um 15:36:51 Uhr:

Ich bringe mal 2 aktuell vergleichbare Fahrzeuge...

 

Mein Fiat Tipo (Typ 356) Hatchback vs. SKODA Karoq.

[...]

Der Tipo Hatchback wiegt maximal 1295 kg (voll ausgestattet ab Werk).

Der Karoq wiegt mindestens 1240 bis 1820 kg - Leergewicht!

Lt. Wikipedia scheint das höhere Gewicht vor allem die Allrad- und SCR-Kat-Modelle zu betreffen, was der Tipo nicht hat.

 

Außerdem:

Der Karoq hat 5 NCAP-Sterne in der Basisausstattung -> https://www.adac.de/.../

Der Tipo in Basisausstattung 3 und mit Sicherheitspaket 4 -> https://www.adac.de/.../

Gerade bei Erwachsenen und Kindern als Insassen ist der Karoq deutl. besser. Und die notwendigen Strukturen im Fahrzeug um genau das zu erreichen, dürften neben Allrad und SCR-Kat für ein höheres Gewicht sorgen - und deswegen wird Skoda wohl auch mehr verlangen als Fiat (wobei ggf. das Konzept sein kann, die Kunden mit niedrigen Anschaffungspreis anzulocken und bei den Ersatzteilen abzuzocken oder beim Fiat div. Ausstattungskleinigkeiten fehlen, die der Skoda hat).

 

Genau wegen solcher Dinge vergleiche ich nur innerhalb der Modelle des selben Herstellers.

 

notting

04.02.2023 16:41    |    Trottel2011

Du vergleichst die Sicherheitsbewertungen nicht korrekt. Gab vor ein paar Jahren Änderungen.

 

Ist aber auch egal. Viel mehr Gewicht (auch ohne Allrad) in der Basisversion als ein Tipo mit Vollausstattung.

 

Du verzerrt das mal wieder soweit, um dein Standpunkt zu rechtfertigen. Einzig mehr (60l) Ladevolumen (ohne umgeklappte Rückbank) ist hier das Ergebnis. Dass sie Kiste etwas sicherer ist, liegt an der jüngeren Entwicklung - der Tipo ist schliesslich seit 2015 auf dem Markt... Damals war es zeitgemäss.

 

Mein Punkt habe ich mit einem direkten Vergleich belegen können.

 

- schwerer

- teurer

- grösser

- kaum nutzvoller

 

Hätte ich mehr Zeit, würde ich andere Standard vs. SUV Vergleiche ziehen können.

04.02.2023 17:18    |    notting

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 4. Februar 2023 um 16:41:30 Uhr:

Du vergleichst die Sicherheitsbewertungen nicht korrekt. Gab vor ein paar Jahren Änderungen.

Der Crashtest vom Karoq (mit der besseren Bewertung) ist von Ende 2017 und der vom Tipo (mit der schlechteren Bewertung) ist von Ende 2016. Normalerweise werden die Kriterien schärfer, also das gleiche Fahrzeug kriegt wenn es später getestet wird tendenziell schlechtere Noten. Hab auch nichts finden können, dass dazuwischen die NCAP-Kriterien geändert wurden.

Jetzt erklär mal genauer, was du meinst.

 

Zitat:

Ist aber auch egal. Viel mehr Gewicht (auch ohne Allrad) in der Basisversion als ein Tipo mit Vollausstattung.

 

Du verzerrt das mal wieder soweit, um dein Standpunkt zu rechtfertigen. Einzig mehr (60l) Ladevolumen (ohne umgeklappte Rückbank) ist hier das Ergebnis. Dass sie Kiste etwas sicherer ist, liegt an der jüngeren Entwicklung - der Tipo ist schliesslich seit 2015 auf dem Markt... Damals war es zeitgemäss.

Es geht nicht darum, was zum Zeitpunkt der Entwicklung zeitgemäß war, sondern um eine bessere praktische Crash-Sicherheit. Am bestne kann man das Vergleichen unter selben Testbedingungen. Bessere Crash-Sicherheit geht eben tendenziell mit höherem Gewicht einher, weil die Strukturen die mehr Energie absorbieren können sollen tendenziell mehr Gewicht mitbringen. Das ist bei praktisch allen Weiterentwicklungen der Fall, auch wenn es eine Limousine ist.

 

notting

04.02.2023 19:18    |    HJFl

Wir fahren nur einen Volvo XC90 als Kompromiss, weil es für den Grand Espace, keine Alternative gibt Ein hochwertiger Van, etwas edel, der genug Platz bietet. Der XC90 hat 30% weniger Stauraum als der Espace, weshalb wir mit großer Dachbox in Urlaub fahren. Im Kofferraum sitzt ein unzufriedener Neufundländer. Trotz Zusatzfolie und Lüftung, wird es mit der Coupeartigen Heckklappe warm, die Innenhöhe ist zu gering und die Einstiegshöhe zu hoch. Da aber täglich, beruflich, ein etwas repräsentables Auto benötigt wird, haben wir keine echte Alternative gefunden. VW Bus sitzt man mit angewinkelten Beinen, geht nicht mit geschädigtem Meniskus.

05.02.2023 01:23    |    electroman

Tja, an den unterschiedlichen Beiträgen hier kann man ja deutlich erkennen, zu was für Stellungnahmen dieses Thema führt.

Zunächst mal sollte man, wie es notting ja auch getan hat, das ganze Thema differenziert betrachten. Die überwiegende Mehrzahl der in D fahrenden SUV sind im Bereich <4,5 m lang und <1,85 m breit unterwegs. Also in einem Bereich, der von vielen normalen Autos der sogenannten Kompaktklasse übertroffen wird, ganz zu schweigen von "Mittelklasse"-Autos. Wie lang ist denn ein Golf Kombi, ein Focus Kombi, ein Audi A4 oder ein Skoda Octavia? Richtig, mehr als 4,60 m und bis zu fast 4,80. Und breit? Richtig, alle zwischen 1,80 und 1,85 m. Wo da jetzt Vorteile bei den normalen Autos liegen sollen, bleibt mir schleierhaft. Natürlich gibt es dann auch die großen Brummer wie A7, X7, GLE usw. Aber welchen Anteil haben die? Umgekehrt gibt es aber auch bei den normalen Autos die S-Klasse, Bentleys, 7er BMW oder einenn A8.

Komischerweise wird aber nur bei den ach so bösen SUV alles über einen Kamm geschoren. Warum nicht bei den normalen Autos? Wird da auch undifferenziert eine S-Klasse mit einem Smart gleichgesetzt? Sicher nicht. Aber SUV ist SUV, es gibt nur "den SUV", basta. Kann man ja sooo toll draufhauen, ein Feindbild par excellence.

 

Selbst Autos der ehemals sogenannten oberen Mittelklasse erreichen heute Längen um die 5 Meter, bei Breiten von 1,90 m und mehr. Einfach mal nachschauen, was so ein 5er BMW, ein A6, ein Opel Insignia usw. an Fläche braucht. Und gewichtsmäßig? Da sind die eben genannten Autos teilweise locker im Bereich von 1,9 und mehr Tonnen unterwegs.

Und was ist mit den ganzen VW Bullis, V-Klassen + Konsorten? Da sagt niemand was. Die sind ja soo hip und cool. Auch wenn sie nur 1x im Jahr für die Urlaubsfahrt gebraucht werden, um den halben Hausstand in die sowieso schon komplett ausgestattete Ferienwohnung zu transportieren? Der Boom bei Wohnmobilen? Egal. Das ist ja soo toll, 3 Wochen im Jahr damit rumzugurken.

Und wer braucht eigentlich Sportwagen? Nur 2 Sitze, aber genauso groß wie ein 7-Sitzer-Van? Am besten sofort verbieten, braucht kein Mensch... Wo bleibt z. B so eine Aussage von der Verbieterfraktion? Wenn schon, denn schon.;)

 

Und das ewige Geseiere, dass die Hersteller den Käufer geradezu zwingen, SUV zu kaufen? Ich würde das Pferd andersrum aufzäunen und sagen, das ist eine klare Abstimmung mit den Füßen. Was in den letzten 20 Jahren bei den normalen Autos gelaufen ist, spottet jeder Beschreibung. Bei den Kombis wurde die Öffnungshöhe der Ladeluke immer niedriger, die Sitze kamen dem Boden immer näher. Alles wurde auf "sportlich" getrimmt, die Funktionalität immer mehr hintenangestellt. Weil der Käufer ja auch was sportliches will.

Ich habe vor 6 Jahren die Reißleine gezogen und als vormals "ewiger" Kombifahrer auf ein böses SUV umgeschwenkt. Der braucht weniger Grundfläche als die damals zur Auswahl gestandenen Kombis (z. B.Focus 3). Er wiegt etwa 100 kg mehr als der Focus 3, wenn ich aber den Allradantrieb und die Automatik rausrechne, ist er sogar leichter. Ein damals auch zur Diskussion gestandener Golf 7 Kombi Alltrack DSG war sogar schwerer als das böse SUV. Platzmäßig ist das SUV weit besser aufgestellt als die "Kompakten", viel luftiger und großzügiger, alles ist viel "entstresster".

Und auch die ewige Leier mit "ein SUV ist nichts für die Stadt", da kann ich nur müde lächeln. Mit keinem anderen Auto konnte ich bisher besser einparken, das geht perfekt und mühelos auf den Zentimeter, die Rundumsicht ist was ganz anderes als so ein Stockwerk tiefer, es fährt sich viel entspannter. Jaja, aber der Verbrauch... Ich brauche bei extremem Kurzstreckenverkehr 8,2 l (Sommer) bis 8,8 l (Winter). Bei normalen Strecken (> 10 km) sind es 7,8 l (kein Diesel, ist ein Benziner mit Wandlerautomatik und AWD). Früher bin ich über 40000 km pro Jahr gefahren (mit 9,3 l Diesel auf 100 km im Omega Kombi), heute fahre ich keine 10000 mehr im Jahr. In Spritmonitor steht mein böses SUV mit 8,63 l drin, ein vergleichbar motorisierter Insignia mit Automatik mit 8,56 l / 100 km, der Focus kommt auf 8,13 l, der Golf auf 8,67 l (Suchkriterien: Automatik/DSG, Benziner, Leistung 180 - 200 PS, ab 2015)

Aber alle diese Randbedingungen sind den SUV-Hatern egal, denn es wäre ja viel zu viel Aufwand, sein Feindbild mal zu überdenken und entsprechend anzupassen. Die Zeiten haben sich geändert, sogar sehr.

Von daher, und auch aufgrund meiner eigenen Erfahrungen mit dieser Karosserieform, halte ich ein SUV geradezu wie geschaffen für e-mobility. Mehr Platz für Passagiere und Gepäck und die E-Ausrüstung auf gleicher oder weniger Grundfläche als bei konventionellen Karosserieformen gibt es auf jeden Fall. Und über kurz oder lang wird sowieso eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 100 oder 130 km/h kommen, da macht der höhere Luftwiderstand den Bock auch nicht mehr fett. Zumal nicht fetter, als diese sinnlose Hochrüstung bei E-Autos mit 4-500 und PS und mehr. Achso, braucht auch kein Mensch, also bitte gleich das Verbot beantragen....

 

Gruß

electroman

05.02.2023 08:41    |    Swissbob

Zitat:

@HJFl schrieb am 4. Februar 2023 um 19:18:30 Uhr:

Wir fahren nur einen Volvo XC90 als Kompromiss, weil es für den Grand Espace, keine Alternative gibt Ein hochwertiger Van, etwas edel, der genug Platz bietet. Der XC90 hat 30% weniger Stauraum als der Espace, weshalb wir mit großer Dachbox in Urlaub fahren. Im Kofferraum sitzt ein unzufriedener Neufundländer. Trotz Zusatzfolie und Lüftung, wird es mit der Coupeartigen Heckklappe warm, die Innenhöhe ist zu gering und die Einstiegshöhe zu hoch. Da aber täglich, beruflich, ein etwas repräsentables Auto benötigt wird, haben wir keine echte Alternative gefunden. VW Bus sitzt man mit angewinkelten Beinen, geht nicht mit geschädigtem Meniskus.

Defender 130 oder V-Klasse mit Sitz und Lenkrad in unterster Position?

05.02.2023 14:39    |    Trottel2011

Zitat:

@notting schrieb am 4. Februar 2023 um 17:18:29 Uhr:

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 4. Februar 2023 um 16:41:30 Uhr:

Du vergleichst die Sicherheitsbewertungen nicht korrekt. Gab vor ein paar Jahren Änderungen.

Der Crashtest vom Karoq (mit der besseren Bewertung) ist von Ende 2017 und der vom Tipo (mit der schlechteren Bewertung) ist von Ende 2016. Normalerweise werden die Kriterien schärfer, also das gleiche Fahrzeug kriegt wenn es später getestet wird tendenziell schlechtere Noten. Hab auch nichts finden können, dass dazuwischen die NCAP-Kriterien geändert wurden.

Jetzt erklär mal genauer, was du meinst.

Zitat:

@notting schrieb am 4. Februar 2023 um 17:18:29 Uhr:

Zitat:

Ist aber auch egal. Viel mehr Gewicht (auch ohne Allrad) in der Basisversion als ein Tipo mit Vollausstattung.

 

Du verzerrt das mal wieder soweit, um dein Standpunkt zu rechtfertigen. Einzig mehr (60l) Ladevolumen (ohne umgeklappte Rückbank) ist hier das Ergebnis. Dass sie Kiste etwas sicherer ist, liegt an der jüngeren Entwicklung - der Tipo ist schliesslich seit 2015 auf dem Markt... Damals war es zeitgemäss.

Es geht nicht darum, was zum Zeitpunkt der Entwicklung zeitgemäß war, sondern um eine bessere praktische Crash-Sicherheit. Am bestne kann man das Vergleichen unter selben Testbedingungen. Bessere Crash-Sicherheit geht eben tendenziell mit höherem Gewicht einher, weil die Strukturen die mehr Energie absorbieren können sollen tendenziell mehr Gewicht mitbringen. Das ist bei praktisch allen Weiterentwicklungen der Fall, auch wenn es eine Limousine ist.

 

notting

Das ist aktuell egal. Wir vergleichen SUV und Konsorten. Nicht wer ist am sichersten. SUV sind einfach auf dem Markt, weil es der Markt einerseits will und andererseits der Hersteller sich keine großen Sorgen machen muss.

 

Beispiel Fußgängerschutz. Wenn ich einen flachen Sportwagen mit langer aber flacher Haube mit einem SUV vergleiche, so muss der Sportwagen die Motorhaube aktiv anheben, wenn ein Unfall mit einem Fußgänger droht. Der SUV Fahrer braucht sich da keine Sorgen machen, weil der Motor sowieso viel tiefer sitzt. Dies spielt auch in die NCAP Note mit rein. Heißt der Hersteller kann BILLIGER eine Bestnote erzielen als der Hersteller, der einen Kompaktwagen baut. Versuche mal ein Kleinstwagen im Bereich Fußgängerschutz mit 5* zu versehen... Das ist ohne viel Technik (was auch teurer ist und dann den Gewinn schmälert weil man ein Up! nicht zum Preis von einem Passat verkaufen kann) nicht möglich. Nimmt man dann aber ein Kleinstwagen, bläst die Karosserie nach oben auf, gibt dem Wagen ein paar größere Räder und schon ist es wieder besser, weil zwischen Haube und Motor mehr Platz vorhanden ist. Dass aber der Fußgänger, um in den Genuß von mehr Raum unter der Haube zu kommen, deutlich größer sein muss, wird verschwiegen, weil der Aufpralltest nur stationär mit einem Stempel samt Schädel/Kopf auf die Motorhaube prallt... Egal wie hoch das Auto ist, immer im selben Winkel. Ist das sicherer? Ich glaube nicht, Tim (Zitat von Al aus "Home Improvement").

 

Und besseren Crashschutz geht nicht mit mehr Gewicht einher. Da hat wer nicht ganz aufgepasst. Ja, mehr Gewicht mindert den Aufprall aufgrund dessen, dass man auf das Gegenüber sich verläßt. Knallt ein 2.5t Model Y in ein Ford Fiesta MK 2 wird der Model Y absolut gut aussehen. Die Passagiere des Fiesta sieht man aber nur noch in Fetzen herum liegen. Knallt aber der 2.5t Model Y in ein Schulbus (18t oder so), hat der Y ein Problem. Ohne ausgereifte Technik drum herum, wird das nichts.

 

Nicht umsonst ist man in einem 2.2t Chevy Belair aus den 50ern nicht ganz so sicher wie in einem Chevy Malibu aus 2010 mit 1.7t Leergewicht.

 

Man muss die korrekte Nutzung von hochfesten Stählen und zu nutzende Knautschzonenbereiche (und wie diese zu formen sind) umsetzen können. Dann kann ein leichtes Auto auch ein 5* Auto sein. Aber das würde teilweise mehr Arbeit bedeuten in der Entwicklung und Mehrarbeit kostet Mehrgeld und Mehrgeld ist doof. Lieber Mehrgewinn ;) Mit einem SUV kann man billig viel Schutz erreichen. Wie einst Mercedes mit der 1. A Klasse so viel Aufwand betrieben hatte, um die Kiste sicher zu bekommen. Sandwichboden, Motor der unter die Fahrgastzelle wandert, wenn ein Unfall kommt. Knautschzonen so gestaltet, dass sie mit 99% der Fahrzeuge auf dem Markt damals übereinstimmt und somit die Knautschzone richtig genutzt wird.

 

Was bringt mir ein 5* Kompakter wenn ein SUV, der unnötig hoch sitzt und dessen Knautschzone nicht auf gleicher Höhe ist wie meine, mich dann rammt? Sicher sind die Fahrgäste im SUV auf jeden Fall. Sind die anderen Fahrgäste im anderen Auto sicher? Da nutzen 5* nach 2022er NCAP auch nichts, wenn die Kack-Kiste über die Längsträger schliddert und dann durch die A Säule stürmt... DAS wird nicht getestet, wird aber auch von der Automobilindustrie verhindert... Wäre ja auch schlimm, wenn man ein Verkaufsverbot für das profitable SUV Segment bewirken würde.

 

Meiner Meinung nach sollten SUV einen deutlich höheren KFZ Steueranteil haben, nicht die 1% Dienstwagenbesteuerung unterliegen (gerne 5-10%, dann verschwinden die schnell) und am liebsten noch keine Werbungskostenerstattung beantragen können. Steuererklärung mit Angabe des Kennzeichens... Das wäre ja mal was!

05.02.2023 16:26    |    electroman

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 4. Februar 2023 um 15:36:51 Uhr:

Zitat:

 

 

Ich bringe mal 2 aktuell vergleichbare Fahrzeuge...

 

Mein Fiat Tipo (Typ 356) Hatchback vs. SKODA Karoq.

 

Im Fiat können hinten 3 Erwachsene sitzen. Im Karoq wird es sehr eng. Aber der Karoq ist breiter...

 

Der Tipo Hatchback wiegt maximal 1295 kg (voll ausgestattet ab Werk).

Der Karoq wiegt mindestens 1240 bis 1820 kg - Leergewicht!

 

Der Tipo hat 450l Kofferraumvolumen (also Hatchback).

Der Karoq 510l Kofferraumvolumen.

 

Das sind 60l mehr...

 

Das heisst, mehr Gewicht, mehr Grösse, weniger Sitzraumfläche usw. Nur damit man 60l mehr Kofferraum hat... Das hat sich ja gelohnt. Die Mehrfläche, Mehrbelastung, usw. lohnen sich definitiv im Vergleich zum deutlich kleineren aber besser nutzbaren Fiat Tipo...

Hm, da müssen die Tester vom ADAC ja völlig versagt haben.... Die kommen da zu komplett anderen Ergebnissen:

 

https://assets.adac.de/.../...Tipo_1.6_Multijet_Start_Stopp_Lounge.pdf

 

https://assets.adac.de/.../skoda-karoq-15-tsi-style.pdf

 

 

-Das Kofferaumvolumen beim Karoq ist um 65 / 170 / 300 Liter größer.

-Durchlasshöhe Heckklappe: Tipo 55 cm / Karoq 72,5 cm

-Der Karoq wiegt 50 kg mehr, hat aber 75 kg mehr Zuladung

-Der Fußgängerschutz erhält beim Tipo die Note 4,0, beim Karoq die Note 3,0

-Beim Insassenschutz erhält der Tipo die Note 2,6, der Karoq die Note 1,4

-Bei der Kindersicherheit erhält der Tipo die Note 2,8, der Karoq die Note 2,3

-Der Tipo steht aus 100 km/h nach 38,1 m, der Karoq nach 35,4 m

-Beim Raumangebot vorn/hinten erhält der Tipo die Noten 2,0 / 2,9, der Karoq 1,5 / 1,6

-Im Kapitel Rundumsicht erhält der Tipo die Note 3,6, der Karoq 3,2

-Innenraumvariabilität: Tipo 3,4, Karoq 2,0

usw.

 

Ach so, die Grundfläche, auf der das alles stattfindet: Tipo 7,827 m², Karoq 8,082 m². Differenz: gigantische 0,25 m². Nur nochmal zur Erinnerung: Der Tipo hier ist ein Hatchback, kein Kombi! Der Tipo als Kombi ist 4,57 m lang, der käme dann auf 8,19 m².

Ich will mir nicht vorstellen, was im o. g. Tipo an Raum noch übrigbleibt, wenn dort die komplette Elektrik für e-mobility untergebracht werden müsste. Man kann es drehen und wenden, wie man will (oder sich schöndeken/schönschreiben): Die Karosserieform eines SUV bietet derzeit am meisten Raum für e-mobility, bezogen auf die Verkehrsfläche und das zur Verügung stehende

Innenraum-/Gepäckraumvolumen.

 

edit:

Wendekreis: Tipo 11,6 m / Karoq 10,9 m

 

Gruß

electroman

05.02.2023 17:59    |    wirme

Ich bin dafür, dass SUV Fahrer weniger Versicherung zahlen sollten. Die verursachen Prozentual ja auch weniger Unfälle wie der Durchschnitt.

05.02.2023 19:02    |    notting

Zitat:

@wirme schrieb am 5. Februar 2023 um 17:59:03 Uhr:

Ich bin dafür, dass SUV Fahrer weniger Versicherung zahlen sollten. Die verursachen Prozentual ja auch weniger Unfälle wie der Durchschnitt.

Ich habe keine Statistiken zur Fahrleistung aufgedröselt nach Fahrzeugsegment gefunden etc. Hab nur z. B. so Aussagen gefunden wie "SUV sind in mehr Unfälle verwickelt, weil dickere A-Säule". Eine dickere A-Säule hatte aber schon mein Megane III als div. Vorgänger-Modelle. Ergo eine Entwicklung, die andere Segmente genauso betreffen wird.

Gut möglich, dass der Fahrer da mehr bzgl. Unfallhäufigkeit ausmacht als der Fahrzeugtyp. Sprich Vielfahrer mit entspr. mehr Erfahrung im Verhältnis zu anderen Fahrern in seiner Altersklasse, noch kein so langer Führerschein-Besitz oder relativ alter Fahrer, bei dem die Fähigkeiten so langsam nachlassen.

 

notting

05.02.2023 19:11    |    electroman

Von Statista gibt es da was zu tödlichen Unfällen nach Segment des Fahrzeugs. Siehe Screenshot im Anhang.

Kompaktklasse: Anteil 24,7 %; tödliche Unfälle 23,5 %

SUV: Anteil 8,9%; tödliche Unfälle 6 %

(Bezugsjahr ist 2020)

Die Quote liegt damit bei 0,86 bei SUV, bei der Kompaktklasse bei 0,95.

 

Gruß

electroman


05.02.2023 19:18    |    notting

Zitat:

@electroman schrieb am 5. Februar 2023 um 19:11:27 Uhr:

Von Statista gibt es da was zu tödlichen Unfällen nach Segment des Fahrzeugs. Siehe Screenshot im Anhang.

Kompaktklasse: Anteil 24,7 %; tödliche Unfälle 23,5 %

SUV: Anteil 8,9%; tödliche Unfälle 6 %

(Bezugsjahr ist 2020)

Die Quote liegt damit bei 0,86 bei SUV, bei der Kompaktklasse bei 0,95.

Ein seriöser Vergleich setzt aber IMHO voraus, dass man es im Verhältnis zur Fahrleistung betrachtet oder zumindest die Wahrscheinlichkeit der Hauptschuld ist, wenn es zu einem Unfall kommt.

 

notting

05.02.2023 20:04    |    wirme

https://www.verivox.de/.../

 

Hier ein Bericht dazu.

05.02.2023 20:09    |    electroman

Das ist klar. Wenn man es richtig aufdröselt, muss man das Alter, die Jahresfahrleistung, den Dauer des Führerscheinbesitzes, Männlein oder Weiblein und noch 100 andere Dinge mit reinnehmen. Der Screenshot zeigt eben die Zahl der verursachten tödlichen Unfälle in Relation zur Gesamtzahl am Bestand. Nicht mehr, und nicht weniger. Und da schneiden die SUV tendenziell eher besser und nicht schlechter ab als andere Karosserieformen, was ja nur allzu gerne von den Hatern verbreitet wird.

 

Gruß

electroman

05.02.2023 20:17    |    notting

Zitat:

@wirme schrieb am 5. Februar 2023 um 20:04:42 Uhr:

https://www.verivox.de/.../

 

Hier ein Bericht dazu.

Ein Haftpflicht-Schaden kann auch bei unverschuldeten Situationen entstehen. Ich schreibe hier bewusst nicht Unfall, weil ein Haftpflicht-Schaden auch sein kann, dass ein Auto beim an sich korrekten Parken die Umwelt mit Betriebsflüssigkeiten kontaminiert oder plötzlich anfängt zu brennen ohne dass Fahrer, Halter und Werkstatt nennenswert was dafür können und dabei andere Dinge beschädigt werden (wobei Brandstiftung kein Fall für die Haftpflicht ist, auch nicht wenn das Feuer andere Dinge drumherum beschädigt).

 

Aber immerhin schon mal ein bisschen aussagekräftiger als die Anzahl der Unfälle mit der jew. Anzahl von Fahrzeugen die irgendwie gruppiert sind ins Verhältnis zu setzen.

 

notting

05.02.2023 23:02    |    MZX60

Zitat:

@_RGTech schrieb am 3. Februar 2023 um 18:43:04 Uhr:

 

Um das zu verstehen, muss man aber bereit sein, SUVs und SUVs auseinanderzuhalten:

- Die kompakten, oben genannten, sind teils kleiner (kürzer) als 'ne A-Klasse - und die kann lang nicht so viel.

- Die richtigen Klötze, die GLE und GLS und Q7 und X5 und Touareg dieser Welt, die sind nach wie vor die geeigneten Hasskandidaten. Auch wenn die "Normalo-Autos" da ebenfalls schon aufgeholt haben. Und ganz ehrlich, inzwischen wirkt sogar ein Cayenne der 1. Generation neben einem Mini Countryman schon zierlich.

 

Ich mag zwar beide Sorten nicht (die nehmen mir den Durchblick! Fast so schlimm wie geschlossene Kastenwägen...) und werde mir sowas auch nicht in absehbarer Zeit zulegen (warum auch, meine alte C-Klasse ist außen klein genug und innen groß genug!).

"Durchblick" war für mich das entscheidende Argument.

Ich bin auch kein Fan von SUV's. Aber der Trend ist nun mal eindeutig. Man hätte die SUV's schon vor 20 Jahren, als der erste SUV vorgestellt wurde, verbieten sollen. Schon damals hat die Fachpresse darauf hingewiesen, dass diese Fahrzeuge unsinnig sind. Jetzt ist es jedoch zu spät für ein Verbot und man muss sich damit abfinden.

Ich habe mir jetzt auch einen SUV gekauft, da mich der oben angesprochene Punkt "Durchblick" in den letzten Jahren extrem gestört hat. Ich hatte einen MB CLA, mit dem ich sehr zufrieden war. Allerdings war ich damit überall der ge...te, ob beim rückwärts Ausparken aus Parktaschen (wenn neben mir ein SUV, Van oder Kastenwagen stand), beim Abbiegen aus Seitenstraßen, wenn o. g. Fahrzeuge am Fahrbahnrand parkten und auch auf der Autobahn, wo von drei Autos, die vor mir fuhren immer mindestens eines ein SUV, Van oder Kastenwagen war und man nach vorne so gut wie nichts sehen konnte. Jetzt sitze ich in meinem SUV auch höher (ein gern gehörtes Argument pro SUV) und kann nun auch besser sehen. Das Argument greift natürlich nur, solange man einer von wenigen ist, der höher sitzt. Wenn in ein paar Jahren alle SUV fahren, dann wird der nächste Wagen eine Sattelzugmaschine... ;-)

Und dann ist auch der Einstieg noch höher (ein weiteres gern gehörtes Argument pro SUV). :-)

Wie hat Aufofahren eigentlich funktioniert, als es noch keine SUV's gab?

05.02.2023 23:26    |    stromengl

Also ich verstehe den "SUV Hass" auch überhaupt nicht.

Die meisten SUV sind in Wirklichkeit "SUVchen", also eher kleiner als das Gleiche in Kombi.

 

Einen guten Vergleich habe ich vor rund 10 Jahren angestellt, als sich mein Vater um ein neues gebrauchtes Auto umschaute. Ein paar seiner Freunde fuhren damals einen Nissan Qashqai , somit kam auch dieser in die engere Auswahl. Sein voriges Auto war ein Ford Mondeo, also auch bei Ford nachgesehen und einen C-Max probegefahren. Es wurde letztendlich auch der C-Max. Interessant waren aber die Abmessungen der beiden Autos, sowohl in Länge, Breite und Höhe lagen keine 2 Zentimeter zwischen Ford und Nissan.

Das der zuvor gefahrene Mondeo zumindest in der Länge größer war, ist auch klar.

 

Durch die Optik der Autos wirken diese aber so unterschiedlich, gerade der (Modell 2009) Ford C-Max wirkt durch seine rundliche Form optisch nochmals deutlich kleiner als er tatsächlich ist.

Ein SUV hat meistens eine etwas agressivere Form und wird so optisch größer.

 

Da man ja älter wird, spricht vieles für eine etwas höhere Sitzposition, und da kommen einen die "SUVchen" doch deutlich entgegen. Mit Ü50 könnte ich mir auch einen kleinen SUV vorstellen, obwohl ich eigentlich (einer der letzten) Limousinen Fan bin.

 

Gruß, stromengl

06.02.2023 08:20    |    MZX60

Zitat:

@stromengl schrieb am 5. Februar 2023 um 23:26:00 Uhr:

Da man ja älter wird, spricht vieles für eine etwas höhere Sitzposition, und da kommen einen die "SUVchen" doch deutlich entgegen. Mit Ü50 könnte ich mir auch einen kleinen SUV vorstellen, obwohl ich eigentlich (einer der letzten) Limousinen Fan bin.

Ist der Einstieg im SUV wirklich besser/angenehmer? Mein Vater hat beim Einsteigen gesagt "Oh, das ist aber sehr hoch". Und ich sehe das auch so. Für mich ist die Einstiegshöhe ca. 5 cm zu hoch, um diese als bequem zu bezeichnen.

06.02.2023 12:46    |    Batterietester133717

ich hatte 1x ein SUV (GLC 350e). Ein furchtbares Auto. So hoch und schwer, der war auf der Autobahn kaum sicher zu handhaben, bremsen ja, aber in einer brenzlichen Situation mit dem Auto ausweichen? Das hätte auf dem Dach oder in der Leitplanke geendet. Beim Elchtest auf dem Hockenheimring (bin da häufig, berufsbedingt) habe ich regelmäßig die Pylonen platt gefahren. 1 km/h zu schnell und das Ding schiebt über die Vorderräder, da macht man gar nix mehr. Bei Nässe war es am allerschlimmsten.

 

SUV als Einsteighilfe und Sicht von oben runter sind eher so eine Eigenschaft für Vorsicht, alte, kranke und ungeübte Autofahrer unterwegs.

 

Mir kommt sowas nicht mehr ins Haus.

06.02.2023 14:55    |    wirme

Zitat:

@kartoffel911 schrieb am 6. Februar 2023 um 12:46:02 Uhr:

ich hatte 1x ein SUV (GLC 350e). Ein furchtbares Auto. So hoch und schwer, der war auf der Autobahn kaum sicher zu handhaben, bremsen ja, aber in einer brenzlichen Situation mit dem Auto ausweichen? Das hätte auf dem Dach oder in der Leitplanke geendet. Beim Elchtest auf dem Hockenheimring (bin da häufig, berufsbedingt) habe ich regelmäßig die Pylonen platt gefahren. 1 km/h zu schnell und das Ding schiebt über die Vorderräder, da macht man gar nix mehr. Bei Nässe war es am allerschlimmsten.

 

SUV als Einsteighilfe und Sicht von oben runter sind eher so eine Eigenschaft für Vorsicht, alte, kranke und ungeübte Autofahrer unterwegs.

 

Mir kommt sowas nicht mehr ins Haus.

Ich hab den vollelektrischen Bruder des GLC und bin zufrieden damit.

OK - der hat eine niedrigen Schwerpunkt und Allrad.

Das wird schon was ausmachen.

06.02.2023 18:01    |    _RGTech

Zitat:

@MZX60 schrieb am 6. Februar 2023 um 08:20:03 Uhr:

Ist der Einstieg im SUV wirklich besser/angenehmer? Mein Vater hat beim Einsteigen gesagt "Oh, das ist aber sehr hoch". Und ich sehe das auch so. Für mich ist die Einstiegshöhe ca. 5 cm zu hoch, um diese als bequem zu bezeichnen.

Wie soll man da sagen... Geschmackssache?

Oder eher, persönliche Präferenz...

 

Ich z.B. saß im MX-5 (war glaub ich ein NB) so "gut" drin, dass ich beim Probesitzen nicht mehr ohne Hilfe rauskam.

In einem Porsche Boxster wird's auch weniger elegant, geht aber. Besser jedoch ohne Jacke.

Meine "normalgroße" C-Klasse taugt mir normalerweise super, ist aber ein "hineinsetzen". Heißt, mit Rücken (nach 5 Stunden Stehplatz bei einem Konzert) merkt man's schon.

Der vorherige Octavia "Scout" (höhergelegter Kombi mit Schlechtwegefahrwerk und min. 16") war etwas höher. Für mich auch okay - optimal für meine Mutter.

Mein Ignis jetzt ist nochmal etwas höher vom Einstieg, für mich im Prinzip schon das Maximum (oder, bei Rücken, Optimum).

Mehr ist dann aber wieder blöd: in einen Tucson muss ich schon einsteigen, und das finde ich auf Dauer nicht bequem (kann auch für die Sitze nicht gut sein). Der Besitzer... misst etliche cm mehr als ich, für den passt's perfekt; ich fühle mich beim einsteigen an Kleintransporter erinnert.

 

-> Jeder Jeck ist anders.

 

Zitat:

@kartoffel911 schrieb am 6. Februar 2023 um 12:46:02 Uhr:

ich hatte 1x ein SUV (GLC 350e). Ein furchtbares Auto. So hoch und schwer, der war auf der Autobahn kaum sicher zu handhaben, bremsen ja, aber in einer brenzlichen Situation mit dem Auto ausweichen? Das hätte auf dem Dach oder in der Leitplanke geendet. Beim Elchtest auf dem Hockenheimring (bin da häufig, berufsbedingt) habe ich regelmäßig die Pylonen platt gefahren. 1 km/h zu schnell und das Ding schiebt über die Vorderräder, da macht man gar nix mehr. Bei Nässe war es am allerschlimmsten.

Hoher Schwerpunkt ist eben nicht sportlich... erst recht nicht in Kombination mit hohem Gewicht. Mit einer der Gründe, warum das für mich persönlich auch nix ist.

 

Zitat:

@kartoffel911 schrieb am 6. Februar 2023 um 12:46:02 Uhr:

SUV als Einsteighilfe und Sicht von oben runter sind eher so eine Eigenschaft für Vorsicht, alte, kranke und ungeübte Autofahrer unterwegs.

DAS merkt man leider auch inzwischen, die vorher typischen Rentnergolfs und A-Klassen gibt's so ja nicht mehr (da war man wenigstens gleich gewarnt!). Also ist die Chance, dass ein Klein-SUV vor einem planlos auf der Straße rumeiert, immer höher.

06.02.2023 20:28    |    kappa9

Da wird einerseits behauptet "Du fährst dieses Auto ja nur, damit andere das schön finden" und dann gleichzeitig "SUV ist böse, höre auf andere (SUV-Hasser)..."

 

Ja, okay. Also mich interessiert die Meinung eines SUV-Hassers einfach nicht.

07.02.2023 00:32    |    electroman

Zitat:

@kartoffel911 schrieb am 6. Februar 2023 um 12:46:02 Uhr:

 

SUV als Einsteighilfe und Sicht von oben runter sind eher so eine Eigenschaft für Vorsicht, alte, kranke und ungeübte Autofahrer unterwegs.

Na, da drehe ich mal den Spieß um und sage: Pylonen plattfahren und den Grenzbereich in einem Auto nicht ausloten können "sind eher so eine Eigenschaft für Vorsicht, alte, kranke und ungeübte Autofahrer unterwegs." Oder vielleicht "jung, krank und ungeübt"?

 

Merkste selber, wie platt das kommt, ne? So platt, dass es zwischen Wand und Tapete passt.;)

 

Gruß

electroman

07.02.2023 07:28    |    Batterietester133717

Zitat:

@electroman schrieb am 7. Februar 2023 um 00:32:19 Uhr:

Zitat:

@kartoffel911 schrieb am 6. Februar 2023 um 12:46:02 Uhr:

 

SUV als Einsteighilfe und Sicht von oben runter sind eher so eine Eigenschaft für Vorsicht, alte, kranke und ungeübte Autofahrer unterwegs.

Na, da drehe ich mal den Spieß um und sage: Pylonen plattfahren und den Grenzbereich in einem Auto nicht ausloten können "sind eher so eine Eigenschaft für Vorsicht, alte, kranke und ungeübte Autofahrer unterwegs." Oder vielleicht "jung, krank und ungeübt"?

 

Merkste selber, wie platt das kommt, ne? So platt, dass es zwischen Wand und Tapete passt.;)

Ich gehe auf die 60 zu und fahre regelmäßig auf div. Rundstrecken. Im Grenzbereich fährt man am Besten auf abgesperrten Rennstrecken oder eben beim Sicherheitstraining. Und manche würden erschrecken wie schnell ihr Auto den Abgang macht.

 

Ja, das war platt. Trotzdem gaukeln SUV eine Sicherheit vor die es schlichtweg nicht gibt. Meiner Meinung nach gehören die allesamt bei Tempo 120 abgeriegelt.

07.02.2023 07:51    |    kappa9

Zitat:

@kartoffel911 schrieb am 7. Februar 2023 um 07:28:37 Uhr:

Zitat:

@electroman schrieb am 7. Februar 2023 um 00:32:19 Uhr:

 

 

Na, da drehe ich mal den Spieß um und sage: Pylonen plattfahren und den Grenzbereich in einem Auto nicht ausloten können "sind eher so eine Eigenschaft für Vorsicht, alte, kranke und ungeübte Autofahrer unterwegs." Oder vielleicht "jung, krank und ungeübt"?

 

Merkste selber, wie platt das kommt, ne? So platt, dass es zwischen Wand und Tapete passt.;)

Ich gehe auf die 60 zu und fahre regelmäßig auf div. Rundstrecken. Im Grenzbereich fährt man am Besten auf abgesperrten Rennstrecken oder eben beim Sicherheitstraining. Und manche würden erschrecken wie schnell ihr Auto den Abgang macht.

 

Ja, das war platt. Trotzdem gaukeln SUV eine Sicherheit vor die es schlichtweg nicht gibt. Meiner Meinung nach gehören die allesamt bei Tempo 120 abgeriegelt.

Der Meinung darfst Du ja gerne sein.

 

Ich habe eine andere Meinung und beurteile das Fahrverhalten von Fahrzeugen individuell.

Da gibt es andere Fahrzeuge, die sehr viel weniger für Geschwindigkeiten oberhalb 100km/h geeignet sind und wieder andere (unter anderem SUV), die auch bei hohen Geschwindigkeiten ein sehr viel besseres Fahrverhalten zeigen, als das Durchschnitts-Michel-Auto.

 

Und ja, mein Fahrzeug ist auch begrenzt auf Vmax 210 km/h - das aber aus anderen Gründen.

07.02.2023 09:52    |    Gustaf_Larson

Heutzutage wird alles als SUV bezeichnet, was etwas höher ist.

Echte SUV waren und sind Klötze wie Q7, X5, Volvo XC90 etc.

Da kommen Länge, Breite und Höhe zusammen.

 

Wenn ich mir die Maße meines ehemaligen A6 Avant betrachte, so hat sich durch den Wechsel zu einem Volvo XC40 Pure Electric die Länge um 50 cm reduziert und der Verbrauch um rund 70 %.

Die Breite ist quasi identisch geblieben.

 

Nach den in der Presse zu lesenden Forderungen müssten dann also Kombis stärker belastet werden. Selbst ein Golf Variant ist 4,63 m lang und 1,50 m hoch.

 

Differenzierung in jeglicher Hinsicht wäre wünschenswert, sonst kommt das Ganze über Stammtischniveau nicht hinaus.

 

P.S.: Vmax ist beim Volvo auf 160 km/h begrenzt.

Der Audi hatte keine Sperre bei 250 km/h.

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