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03.02.2017 11:51    |    spaetbremser    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: Tuning 55 Kompresssor AMG

Hallo zusammen.

 

In den letzten Jahren habe ich mir -zusammen mit Freunden- das eine oder andere an 55er-Kompressorwissenund Erfahrung erarbeitet.

 

Da in meinem Bekanntenkreis viele 55er Kompressor fahren, will ich hier das eine oder andere weitergeben.

 

Bei dem Motor handelt es sich um den sogenannten M113KE55ML-Motor aus dem Hause AMG.

Der 90°V8 ist im Aufbau recht stabil und der Block sollte locker seine 800PS vertragen. Vorteil des Motors ist die Verwandtschaft zum M112 und M113 aus zahlreichen Serienprodukten. Dadurch sind viele Teile aus anderen Fahrzeugen übernehmbar oder können durch sie ersetzt werden.

 

Zudem ist der Motor sehr stark mit dem M155 aus dem McLaren SLR verwandt, was wiederum Möglichkeiten bietet von dort hochwertigere Teile zu übernehmen.

 

Im Grundsatz gibt es 3 Themenfelder für Tuning:

- Innermotorische Änderungen

- Ladedruckanpassung

- Ladeluft-Management und weitere Themen

 

1.) Innermotorische Änderungen:

Der M113ML ist ein recht stabiler Freund, der im ersten schritt keine Abänderungen braucht. Pleuel, Kurbelwelle, Block etc sind für mehr als 700PS gut.

Schwachpunkt sind die Kolben, die im MJ2005 geändert wurden. Auch auch diese sind aus der Erfahrung heraus für ca. 640PS gut.

Darüber würde ich auf Rennsportkolben umsteigen, zB von Weistec oder CP

Die Köpfe sind sehr gut erweiterbar in den Kanälen, was einen deutlichen Leistungsgewinn bewirken kann. Die Auslassventile sollten bei >620PS ersetzt werden gegen die des McLaren SLR.

Die Nockenwellen können ebenfalls gegen die des SLR oder des CLK-DTM-AMG getauscht werden und bringen dadurch nochmals eine Mehrleistung.

 

2.) Ladedruckanpassung:

Die wohl einfachste Art den Tunings ist die Änderung der Kompressorübersetzung.

Dies kann auf 3 Arten erfolgen:

- Vergrösserung des Kurbelwellenrades

- Verkleinerung des Kompressorrades

- Kombination aus beidem

Allerdings rate ich dringend an ein Belt Wrap Kit zu benutzen!

(hierzu wird es weitere separate Artikel geben)

 

3.) Ladeluft-Management:

Die Ladeluftkühlung des M113ML basiert auf einem wassergekühlten Ladeluftkühler unter dem Kompressor, einer Umwälzpumpe und einem NT-Kühler in der Stoßstange.

Sollte man mehr als 560-580PS haben wollen ist es dringend angesagt, das Ladeluftsystem mit einem Upgrade zu versehen.

(hierzu wird es auch separate Artikel geben)

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29.09.2018 20:26    |    Viking69

Ich würde gern wissen welche Einspritzdüsen man am besten verwenden sollte. Original haben die Düsen wohl einen Durchlass von 420 bei 3 Bar.

Es heißt, dass die SLR Düsen den selben Durchlass haben sollen aber 6 anstatt 4 Löcher in der Düse und die Ionisierung besser ist. Nun hatte ich in den Foren was von 550 er Düsen gelesen. Ich weiß jedoch nicht welche besser sind und wo ich 550er herbekomme. Würde mich freuen wenn mir jemand weiterhelfen könnte. gern auch pn. ich selbst bin irgendwie zu blöd um selbst jemanden privat anzuschreiben. Dankeschön im Voraus. Gruß


29.09.2018 20:28    |    Mackhack

550er will ich mir auch noch einbauen. Da geht 25% mehr durch.


01.10.2018 14:12    |    spaetbremser

Die SLR-Düsen sind größer mit mehr Durchlass.

Reicht bis mindestens 750PS.

Die Seriendüsen reichen bis ca 630-640PS.


05.01.2020 21:11    |    Revolver1

Hey spaetbremser mich würde dass ladeluftmanagement sehr interessieren.Und zwar genauer gesagt beim cl 55!


06.01.2020 15:34    |    spaetbremser

Dann schreib mir doch eine Persönliche Nachricht mit deinem Anliegen.


Deine Antwort auf "Teil 1: Was man an einem 55er Kompressor alles machen kann..."