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14.08.2015 12:54    |    Shorty-McNugget    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: Meine Fahrzeuge, Mercedes, W123

Hi zusammen,

 

heute werde ich mal meinen Sommer-Diesel und seine mir bekannte Geschichte vorstellen.

 

Also, ich habe ihn ca. einen halben Monat nach meinem 18. Geburtstag gekauft. Da ich noch in der Ausbildung war/bin wollte ich mir zuerst gar kein Auto kaufen, da ich vermutete, dass eine solche Anschaffung meine Ersparnisse sowie mein Azubi-Gehalt zerfressen würde.

Anfangs, als mir der Kostenfaktor noch nicht bewusst war, sah ich mir fast jeden Tag Autos in mobile und Autoscout an. Meine Favoriten wechselte oft: Anfangs 190er, ganz kurz ein Golf IV, w202 C250 TD & 220 CDI, W124 200D, C124, e36 316i & 318i, Clk Cabrio, etc. Zwischenzeitlich bin ich sogar auch auf ein paar alte Strichacht gestoßen, welche aber mit meinem Budget nicht in gutem Zustand erhältlich waren. Irgendwann fing ich an bei jedem Fahrzeug die Kosten auszurechnen. Dabei wurde mir klar, dass so ein Auto kein billiges Hobby ist und mit der Zeit verlor ich dann auch die Motivation ein Auto zu kaufen, da ich erstens mit dem Firmenwagen (320d Bj. 2014)von meinem Dad auch fahren durfte und ich zweitens anfangs nicht wirklich bereit war, für ein Auto auf so viel zu verzichten, obwohl ich schon als Kind vom ersten Auto geträumt habe.

 

Es verging einige Zeit (zwischenzeitlich wurde ich 18.) in der ich nicht mehr so fanat auf ein Auto war, als ich durch eine Anzeige in Facebook der Gothaer für Oldtimer wieder auf die älteren Fahrzeuge aufmerksam gemacht wurde. Vor allem, als ich die Preise für eine Oldtimer-Versicherung sah. Vorher wurde ich immer von den hohen Versicherungsprämien als Anfänger von einem Autokauf abgeschreckt, doch durch die billigen Versicherungen der Oldtimer, die keine Rücksicht auf das Alter nehmen, rückte das erste eigene Auto in greifbare Nähe.

In den nächsten Tagen graste ich das halbe Internet nach bezahlbaren Fahrzeugen mit H-Zulassung ab. Auch hier war der Favoritenkreis groß: mehrere alte Opel, Volvo, BMW E30, W123.

Letzteren favorisierte ich am Ende, da sich mein Vater sehr gut mit der, sich in Grenzen haltenden, Technik auskennt, ich Mercedes von vorn herein schon bevorzugte und weil er als Diesel erhältlich ist und sich dadurch billig bewegen lässt. Ich fand sogar zwei Stück in meinem direkten Umkreis: ein 230E & einen 240D.

Als erstes kontaktierte ich den Anbieter 230ers telefonisch. Er machte mir schon von Anfang an einen komischen Eindruck. Als ich nach einem Termin fragte, meinte er, er müsse erst den Innenraum zusammenbauen und der Karosse müsse er auch nnochmal ran. Da war die Sache für mich gelaufen. NEIN DANKE!

Also beim anderen Mal Anfragen.

Das Gespräch am Telefon verlief im Großen und Ganzen ganz gut und ich konnte sogar am gleichen Tag einen Termin ausmachen. Also ins Auto rein, dahin und besichtigen. Der Wagen hatte kaum Schwächen, bis auf die bekannten, geschweißten Stellen unten an den vorderen Kotflügeln und an der Fahrertür ganz leicht, wo es ein bisschen blühte.

Die Probefahrt danach war Faszination pur. Einfach die komplette Entschleunigung. Gemütlich gefedert, Fenster und Schiebedach offen, milde Abendluft und das fleißige Nageln den 4-Zylinders schufen pure Entspannung. Nach dieser Probefahrt war ich schier begeistert von dem Auto. Ich musste mich für die Preisverhandlungen richtig zusammenreißen, was mir extremst schwerfiel. Ich wolte genau dieses Auto!

Die Verhandlungen waren zwar ein bisschen zäh aber dann doch recht erfolgreich. Mein Dad wollte aber dann doch, bevor ich den Kauf tätige, noch einmal in einer Werkstatt unters Auto linsen um sicher zu gehen. Zwei Tage später trafen sich der Verkäufer und mein Dad während ich in der Arbeit war und sahen nach. Und er war unten wie neu! Ich erfuhr dann erst, dass der Wagen auch eine Historie besitzt, die anzeigt, dass der Benz seit 1981 (Bj. 80) nicht mehr im Winter gefahren wurde und dementsprechend sah/sieht er untenrum aus.

Als die Whatsapp Nachricht, dass der Wagen ok ist, eintraf, herrschte bei mir schiere Begeisterung und ich wollte so schnell wie möglich heim um das Geschäft zu tätigen, jedoch war der Verkäufer geschäftlich unterwegs und erst wieder in 2 Tagen da.

Also fuhren wir erst zwei Tage später, die mir vorkamen wie die 18 Jahre davor, zum Herrn Verkäufer und der Deal ging von statten. Ich war stolz wie Bolle. Mein erstes Auto!!! Ein W123 240D!!!

Ich fuhr aus der Einfahrt raus Richtung trautes Heim und der Diesel nagelte dahin. Ein Gefühl, besser als meine erste Freundlin :D Einfach unbeschreiblich. 18 Jahre warten hatten hatten sich letztendlich gelohnt.

Dort angekommen erstmal allen Zeigen. Es war zwar mehr Verwunderung als Begeisterung, aber nach der ersten mitfahrt konnten viele mich verstehen.

Ich bekam so ungefähr von 10 Leuten die Zusage, dass diese mir einen vollen Tank zahlen würden, jedoch haben bis heute nur 3 Leute das Versprechen eingelöst.

Tja, und so ging das dann halt dahin. Ich nutzte Ihn eigentlich jeden Tag. Ich fuhr damit zur Arbeit, zu Freunden, zum Sport, etc. Auch die längeren Reisen machten ihm nix aus. Ich war einfach vollstens zufrieden. Bis der eine Tag kam...

Ich wollte mal wieder mein Auto säubern und aussaugen und entfernte dieses Mal, dass erste Mal seit der Besichtigung, die hinteren Teppiche und der SCHOCK... hinten rechts steht Wasser!!!

Ich war total perplex. Ich vermutete im ersten Moment, dass das Wasser aufgrund einer defekten Türdichtung reinläuft. Nachdem ich aber den Teppich, der den Schweller verdeckt, mit aller Kraft entfernt hatte, da dieser anscheinend mit allen Mitteln festgeklebt wurde, sah ich den Grund dafür: Ein circa 15cm langes, rostiges Loch, das entlang des Schwellers verläuft. Was für eine Sch****!!! Fu**!!! etc.

Da war natürlich erstmal Nachdenken angesagt, was aber in der damaligen Stimmung kaum möglich war. War ich wirklich an einen Blender geraten? Ich schlief erstmal eine Nacht drüber um einen halbwegs klaren Kopf zu bekommen. Jedoch hatte ich nur Fantasien, wie ich dem Verkäufer... (ihr könnts euch denken )

 

Naja, nach mehrmaliger Fehlersuche in den nächsten Monaten war der Fehler immer noch nicht gefunden, obwohl ich sämtliche Tipps & Tricks versucht habe (Loch abkleben, mit der Luftdruckpistole durchstechen, reinpumpen und wenn anderes fühlen lassen, ob irgendwo Luft rauskommt, etc.). Sämtliche Versuche waren vergebens. Mir blieb nichts anderes übrig, ihn schweren Herzens einzuwintern und über den Winter nach Lösungen zu forschen.

Während der kalten Jahreszeit war aber erstmal kaum an den Sommer-Diesel zu denken, denn wie ihr vielleicht wisst, hatte ich mit einem anderen Pferd aus meinem Stall Probleme ( http://www.motor-talk.de/.../...und-tiefen-mit-happy-end-t5191186.html ). Erst gegen März konnte und wollte ich mich der Problembewältigung stellen, jedoch kam jedes Mal etwas anderes dazwischen und wenn ich einmal Anfing zu suchen verlor ich ziemlich schnell die Geduld. Erst vor 2 Monaten riss ich mich zusammen und startete neue Versuche und siehe da: Nachdem ich die Spritzwand im rechten Kotflügel abgebaut habe und mit dem Wasserschlauch voll reingehalten hatte, lief Wasser in den Innenraum, zwar fiel mir dabei ein weiteres Loch auf der Höhe des Beifahrersitzes auf, jedoch hatte ich den großen Fehler gefunden. YEEESSSSSS!!! Endlich!!!

 

Jetzt war es an der Zeit,Um jetzt an das Loch zu kommen, was irgendwo hinter dem Kostflügel lag, musste dieser "erstmal" runter. "Erstmal" war der Plan, jedoch ist das Entfernen eines Kotflügels, dass dieser danach noch zu gebrauchen ist, bei dieser Baureihe eine nicht gerade einfach zu bewerkstelligende Angelegenheit. Jeder der das bei einem solchen Fahrzeug schon einmal gemacht hat, der weiß wovon ich rede. Der Kotflügel ist mit einer ca. 1,5 cm dicken Klebschicht so fest an die Seitenwand geklebt, so dass man das Gefühl bekommt, Thor höchstpersönlich hat den Kotflügen festgeklebt . Darüber ist noch eine PVC Schicht, die den Kotflügel von innen Schützen soll. Um jetzt den Kotflügel jetzt ab zu bekommen, soll man laut "So wird’s gemacht" mit einem Heißluftfön die ganze Brühe erhitzen und danach mit einem Messer durchschneiden. Doch vorher mussten noch die Schrauben entfernt werden, und siehe da, dass Wasser-Problem ist ausgemacht. Das hintere, untere Ende des Kotflügels ist mit 2 Schrauben befestigt, jedoch hatte hier die vordere Schraube keinen halt mehr, da das vorherige, kleine Loch in der Seitenwand sich in der Zeit zu einem gut 3cm großen, blühenden Loch ausgeweitet. So und jetzt kommt der Hammer: Einer meiner Vorbesitzer ist nun auf die kluge Idee gekommen, den Kotflügel an der Stelle ANZUSCHWEIßEN, ich wiederhole ANZUSCHWEIßEN. Anstatt das Problem zu lösen schweißt er den Kotflügel ans Auto an. Deswegen ist auch immer weiter das Wasser ins Fahrzeug eingedrungen und hat dort weitere Schäden verursacht.

Gott sei Dank konnte man den Kotflügel an der Stelle relativ leicht „wegflexen“, so dass daran wenigstens keine Schäden mehr entstanden sind.

Aber jetzt war es soweit, Kotflügel abbauen. Wie vorhin erwähnt ist das hier eine sehr schwierige Angelegenheit. Als alle Schrauben entfernt waren, musste mit einem Heißluftföhn der Kleber inkl. PVC erhitzt werden und danach mit einem Messer durchgeschnitten werden.

Hört sich einfach an, aber man kommt ums verre***n nicht an diesen Kleber ran. Ganz nebenbei holt man sich noch ne Staublunge inkl. sämtlicher Atemwegserkrankungen durch das verbrennende PVC, aber sonst ist eigentlich ganz ok :D

Dieses Prozedere dauerte ganze 1 ½ Tage. Dann war der Kotflügel aber nicht ab, sondern kaputt. Toll. Als wir dachten „Jetzt kommt er. Jetzt hat er verloren“ knickte er ein. Und wir verloren :D

 

Heißt ein neuer Kotflügel musste her, aber woher. Es gibt ungefähr 25 verschiedene Anbieter und als erstes Sah ich im Niemöller-Katalog nach, da es dort laut einiger Oldtimerzeitungen billiger ist als bei Daimler selbst. 460,-€ lautete die Schockdiagnose, vor allem weil ich plante beide Seiten zu erneuern, da der linke auch nicht mehr der frischeste war.

Zwei Tage später, an meinem 19., rief ich einfach aus Prinzip mal bei nächsten Mercedes-Fuzi an und siehe das: 260,-€ plus Steuer. Total verdutzt fragte ich den Typen am Telefon, ob das sein Ernst sei. Anscheinend dachte er, es wär mir zu teuer und versuchte sich gleich zu erklären, während ein riesiger Stein vom Herzen fiel.

Am gleichen Tag wurden beide Kotflügel bestellt und ich bekam die Info das sie gleich am nächsten Tag (Samstag) da wären, was sie dann auch waren. Gleich danach wurde der Weg zum Lackierer angetreten. Dieser meinte in Ur-Bayrisch: „Wennst ma´s am Montog bringst, donn hostas spätestens am Friedog wieda“ Deal!

Jetzt hieß in der Zeit zwischen Montag und „Freidog“ die verhängnisvollen Löcher zu stopfen, oder, wie wir es gemacht haben, zu schweißen :D und weitere, vorbereitende Arbeiten zu erledigen.

Zum ersten Mal lief alles nach Plan, sodass gleich am Samstag montiert werden konnten. Zwar gab es zwischenzeitlich kurz „Beef“ mit meinem Dad, jedoch glätteten sich schnell die Wogen und die Arbeiten wurden fortgeführt und fertig gestellt.

In der darauf folgenden Zeit wurde der Sommerdiesel noch Hohlraumkonserviert und bekam eine neue Ölwanne inkl. neues Öl und sämtliche neue Filter. Zusätzlich wurde er einmal richtig poliert und gewienert, um den TÜV´ler von eventuellen Unregelmäßigkeiten, von denen mir bis heute keine Bekannt sind, abzulenken.

Nach mehreren Wochen stand er da wie eine 1. Die Bilder an der Tankstelle waren am Tag, an dem er seine Plakette bekam, da sieht man wie er an diesem Tag ausgesehen hat. Das war letzte Woche Montag, der Tag der Wahrheit. Ich hatte mal wieder Stress mit meinem Dad, wie immer ging es um irgendeine Lappalie, bei der keiner nachgeben wollte. Wieder glätteten sich die Wogen und wir zogen mit meinem W124 230TE den Diesel zum TÜV luden ihn ab und los ging Untersuchung. Bei der Untersuchung, muss ich zugeben, hatte ich ziemliche Stimmungsschwankungen. Bei der ersten war sie im Keller, als mein Dad des TÜV´ler sah und sagte (bayrisch): „Ned der, der woa friara scho so a oasch

“. Jedoch legte sich das schnell, als der Mann von der Prüfbehörde kam und meinte (ebenfalls bayrisch): „Der is Nei oba a ned ondas do gschdanden“.

Es war im Endeffekt viel Lärm um nichts, den mein 123er kam ohne Mängel durch und wurde am gleichen Tag noch angemeldet und meine Swetlana (Kosename für meine Winterschlam*e W124 230TE) abgemeldet.

Und dann kam der magische Moment, als ich den Diesel vom TÜV-Gelände fuhr und wieder das nageln des Diesel hörte spürte ich einfach, dass es sich gelohnt hatte, dass ich in den letzten 4 Wochen keinen Tag Freizeit hatte und fast jeden Tag nach der Arbeit noch zum Auto raus bin um etwas zu erledigen. Es waren einfach enorme Glückgefühle mein Auto wieder dahin fahren zu dürfen, wohin ich will, anstatt immer in die Garage und aus ihrer hinaus. An diesem Tag lernte ich, dass es sich lohnt, an etwas lange zu arbeiten, denn umso länger und umso härter man dafür gearbeitet hat, umso schöner ist es, wenn es fertig ist.

Tut mir leid das der Artikel vielleicht den Benz etwas zu hoch lobt, aber bei meinen eigenen Autos kann ich nicht unparteiisch sein, wie beim Fußball :D

 

 

Shorty

 

P.S. Falls irgendwer Probleme beim Verstehen des bayrischen Wortlautes hat, kann ich gern den Translator spielen :D

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20.05.2015 12:46    |    Shorty-McNugget    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: Meine Fahrzeuge

KilometerkünstlerKilometerkünstler

Hallo zusammen,

 

nach einiger Zeit melde ich mich mal wieder mit einem Lob zurück, es geht an meine "Winterschlampe" :D

Sie/Er hat nun die 240000 km Marke geknackt. Daran war Anfangs gar nicht zu denken. Als ich den Daimler Anfang Dezember 14 mit ca. 235.000 Km in den Winterdienst beorderte sprang er nach 40 km nicht mehr an. Das gleiche nach 30 km wieder. Tauschen der Batterie, Untersuchen des Sicherungskasten und eine ewig lange Fehlersuche nach Stromverbrauchern veranlasste mich eher aus Verzweiflung die Lichtmaschine zu wechseln. Und siehe da, dat Ding läuft! (mehr dazu: http://www.motor-talk.de/.../...und-tiefen-mit-happy-end-t5191186.html).

Also Mitte Ende Januar war das Auto Fahrbereit, jedoch sind traten kurze Zeit später weitere Fehlerteufel auf, die Teil enorm Nerv tötend waren. Einmal funktionierte weder die Cockpit-Beleuchtung noch das rechte Abblend- & Rücklicht. Das ließ sich locker durch ein quer gezogenes Kabel lösen, dass beide Stromkreise miteinander verbindet. Ein anderes Mal verweigerten die Blinker ihren Dienst. Es kam nur ein Surren aus dem Relaiskasten. Dies ließ sich aber durch "einwiederhinbiergen" der Kontakte beheben und die Blinker blinkten wieder :D

 

Seit dieser Arbeit wurden nur noch beide Motorlager getauscht, was zu einer ganz schönen Strapaze wurde(Jeder der einmal das in Fahrtrichtung linke Motorlager mit banalsten Mitteln getauscht hat, weiß wovon ich rede :D )

Seit dem läuft er, im Gegensatz zu Vorher, wie ein Neuwagen. Ok vielleicht nicht ganz. Aber ähnlich :D

Guter Nebeneffekt: Man lernt Schraubertechnisch extrem viel dazu!

Ob kurz- oder Langstrecke, ob Sonnenschein oder 7 Tage Regenwetter, ob Plus 27 oder Minus 11 Grad, ob Stadt oder Land. Bis jetzt hat er jede Anstrengung gemeistert. Selbst längere Vollgasfahrten bei 190 Km/H machten ihm nicht aus.

Und am letzten Dienstag war es dann soweit, er hat die 240.000 Km geknackt.

Für das, dass er von meinem Dad ca. 5 Jahre als Auto für alles (Tankstelle, bei Bauarbeiten, etc.) vergewaltigt wurde und dann weitere 5 Jahre zugewuchert in der Botanik verkümmerte, ist das meiner Meinung eine gute Leistung. Und es wurden auch keine Wechsel von irgendwelchen Flüssigkeiten vorgenommen.

Trotz alle dem sieht er Karoseriemäßig bis auf ein paar kleine Roststellen hier und da noch recht gut aus.

Das einzige was noch ein bisschen nervt ist die 4 Stufen Automatik. Mittlerweile habe ich größtenteils gelernt wie man mit ihr schonend umgeht. Jedoch kommt es ab und zu vor, dass nach mehrmaligem Kickdown, beispielsweise beim Überholen, die Automatik nicht mehr hochschaltet und man im 3. Gang bei 100 Km/h bei über 4000 U/min hängt.

Aber sonst ist es ganz ok.

 

Und wenn jemand mal wieder ein Winterauto sucht, ist er mit einem W124er sehr gut beraten.

 

 

 

Shorty

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29.01.2015 16:00    |    Shorty-McNugget    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: Meine Fahrzeuge

Hi,

wie in meinem vorletzten Blogeintrag geschrieben hatte, hab ich ja Probleme mit meinem Winterauto. Mein größtes Problem, das er von irgentwoher Strom zieht, hab ich endlich erledigt. Jedoch war das Ganze ein Wechsel von Höhen und Tiefen mit Happy End. Aber von vorne.

 

Ich vermutete, dass beim meinem 124er die Lichtmaschine im A.... war. Denn wenn man alle Verbaucher abstellte, denn Maße-Anschluss von der Baterrie nahm und dort mit einer Prüflampe testete, leuchtete sie lichterloh, also konnte es meines Wissens nur der Generator sein.

Am Mittwochabend bestellte ich mir deswegen bei ebay eine passende LIMA mit 70A und hoffte, dass sie bis Freitag noch kommt. Freitag in der Arbeit vibrierte dann plötzlich mein Handy, Whatsapp Bild von meinem Dad, die LIMA ist da. YES!!! Wird wohl ein produktiver Samstag.

 

Also bin ich voller Vorfreude nach Hause und hab das Packet ausgepackt. Jedoch kam hier der erste Dämpfer. Die neue Lichtmaschine hat Stecker und keine Ringösen wie die alte. Weiteres Problem war das der Zubringer in zwei Stecker gesplittet worden ist. Vorher war es 1 Kabel mit einer Ringöse.

Samstagmorgen bin ich dann zu einem Küchen- & Elektrogeschäft gefahren. Von meinem Dad erfuhr ich, dass der Inhaber früher einmal eine Werkstatt hatte. Also bin ich da hin, habe ihm dann ein Bild von den Anschlüssen der LIMA gezeigt und er wusste sofort Bescheid und hat mir alles erklärt. Die drei Stecker hat er mir dann sogar für umsonst mitgegeben, obwohl ich ihn vorher gar nicht kannte. Danach bin ich heim und habe mich sofort mit einem Spezl ans Werk gemacht.

Als erstes mussten eine Abdeckung und der Viskolüfter weichen um an den Keilriemen zu kommen. Nach einem erheblichen Kraftakt und einem ein gezwickten Finger konnten wir den Riemen von der LIMA herunterbekommen und diese ausbauen. Die beiden Kabel der Ladekontrollleuchte und der Stromzufuhr für die Batterie wurden gleich mit ausgebaut.

Dann kam einer der schwierigsten Teile, das Flexen und Löten. Auf einer Seite flexte ich die Ringösen einfach ab, dass es nur noch Kabel war. Davon Isolierte ich das Ende ab und teilte dieses in zwei gleich große Teile, sodass ich später die beiden Stecker daran festmachen kann.

Danach mussten wir erst mal die Stecker vorbereiten. Aus einer Kabelrolle für Häuser wurden 4x einfingerlange Drähte entfernt, die von uns gleich danach verarbeitet wurden, indem wir jeweils zwei aneinander löteten. Im nächsten Schritt löteten wir den Doppeldraht am Stecker, in der dafür passenden Vorrichtung, fest. Wir wähnten uns schon in Sicherheit, dass der Stecker nur noch eine Frage von Minuten wäre, Nix is! Der doppelte Draht wollte einfach nicht am Kabel halten, da es so ein komischer Mix aus Draht und Fäden war. Es kostete gefühlte 5kg Zinn bis der Draht mal am Kabel festhielt. Es entstand dadurch ein fetter Zinnbatzen der erst mal abkühlen musste. Aber es hielt! Danach musste alles nur noch isoliert werden und tada, Fertig ist unser selbstgebastelter Stecker :D

 

Jetzt hieß es wieder raus in die Kälte, das Teil reinkloppen und beten, dass die alte LIMA der Fehler war. Das einbauen ging recht zügig und ohne Probleme, bis auf meinen Kollegen der es zum 2. Mal geschafft hat, sich einen Finger ein zu zwicken.

Dann kam der große Moment! Ich steckte das Prüflämpchen an der Karosserie an, nahm die Masse vom der Batterie und....? Es leuchtet so hell wie vorher. Fuck!!!:mad:

In diesem Moment hätte ich am liebsten einen Hammer genommen und mich am Auto abreagiert, aber dann fiel doch noch etwas ein. Um den Keilriemen leichter auf die Lichtmaschine zu bringen, habe ich die Automatik auf Neutralgestellt, was nur geht, wenn das Zündschloss in der Position steht, das die Zündung an ist. Also schaltete ich sie aus und siehe an, kein Stromverbrauch mehr :D:D:D Auch nach mehreren Versuchen leuchtete das Lämpchen nicht auf!

 

Nun war es Zeit für eine Probefahrt. Wir nahmen zur Sicherheit meine alte Dieselbatterie aus meinem 123er mit. Erst mal sind wir jedoch zu einer Tanke, haben Aufgetankt und den Luftdruck geregelt, dann ging es ab zum nächsten Media Markt. Dort wollte ich mir ein neues Autoradio kaufen wollte, da ich auf das 15 Jahre alte Radio in der Hitze des Gefechts, als ich damals mit dem Auto liegen blieb draufgestiegen bin als es ausgebaut im Fußraum des Beifahrers lag. Egal, das Auto geht wieder! Bei der Fahrt lief er eigentlich ganz normal, bis auf einen kurzen Moment. In einer langen Rechtskurve nahm der Wagen mit einem mal Gas weg und die ABS-Warnleuchte ging an, aber nur für einen Moment, also machte ich mir vorerst keine Gedanken.

 

Im Media Markt kaufte ich mir dann ein Autoradio mit allem drum und dran(Digitales Radio, Bluetooth, CD, USB, AUX, etc.). Ich wollte ein gutes Radio haben, eines das ich in meinem Sommerauto auch verwenden konnte.

 

Nach dem Einkauf sollte es wieder nach Hause gehen. Denkste. Schon beim Starten fiel mir auf das die Warnlichter nicht mehr so hell leuchten wie normal und der Blinker ging nicht mehr. Genauso wie damals als ich mit ihm liegen blieb. So langsam kam mir der Gedanke, dass das wieder so enden könnte. Und tatsächlich, neben einem Real fing er zum Stottern an, die Servo fiel aus und der Bremskraftverstärker leistete auch keinen beistand mehr. Gott sei Dank war direkt neben uns ein Parkplatz, in dem ich den angeschlagenen Daimler hinein rollen ließ.

Die Stimmung war am absoluten Nullpunkt angekommen. Was war das nur für ein Fehler? Wir bauten die dicke Dieselbatterie ein und fuhren auf dem direktesten Wege heim. Während dessen verfluchten wir das Auto 1000mal. Angekommen Motorhaube auf. Ich brachte die kleine Batterie in die Werkstatt und auf einmal fing mein Kumpel an lachen. Ich mit meiner verkackten Laune fragte ihn was los sei, er jedoch, zeigte nur auf den Selfmade-Stecker der einfach rausgerutscht ist. Ouh man! Der Stecker ist einfach rausgerutscht. Ich steckte ihn wieder rein;). Zum Glück standen die Befestigungsschrauben ein bisschen heraus. In der Werkstatt suchte ich ein kleines Blech und passende Muttern. Beides war schnell gefunden. In das Blech wurden zwei Löcher gebohrt und dann auf die LIMA geschraubt, sodass das der Stecker auf die Lichtmaschine gedrückt wird und nicht mehr aus kann. Noch eine kurze Probefahrt ohne Probleme durchgeführt. läuft!

 

Seitdem ist nix mehr vorgefallen und bin jetzt seit fast einer Woche Pannenfrei! :D

 

 

Euer Shorty

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