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18.05.2020 11:52    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (4)

Du willst Dein Auto in Szene setzen - für dein Fahrzeugprofil auf MOTOR-TALK oder einen Fahrzeugtest? Mit unseren Tipps gelingen Dir ohne viel Aufwand gute Fotos von Deinem Auto.

 

Gute Auto-Fotos für das Fahrzeugprofil oder Fotoalbum kann man einfach und schnell machen - oder mit richtig viel Aufwand. Ganz nach Vorkenntnissen, Equipment und natürlich Lust und LauneGute Auto-Fotos für das Fahrzeugprofil oder Fotoalbum kann man einfach und schnell machen - oder mit richtig viel Aufwand. Ganz nach Vorkenntnissen, Equipment und natürlich Lust und Laune

 

 

Berlin - Ihr wollt Euer Auto fotografieren – für den Verkauf auf mobile.de, um es im Forum zu zeigen oder einfach nur so? Habt aber nur wenig Ahnung von Fotografie? Macht nichts. Mit unseren Tipps gelingen Euch trotzdem gute Fotos. Auch aus der Community gibt es hilfreiche Ratgeber. Fotografieren war noch nie so einfach wie heute, denn mit Kamera und Speicher könnt Ihr direkt loslegen – ohne teure Entwicklung. Zur Not tut es auch das Smartphone oder Tablet.

 

FOTOAUSRÜSTUNG: VON SMARTPHONE BIS SPIEGELREFLEXKAMERA

 

Mit (fast) jeder Kamera bekommt Ihr ordentliche Bilder hin. Spiegelreflex, Systemkamera oder Smartphone – alles geht. Wenn man weiß wie. Selbst eine „Actioncam“ wie die GoPro eignet sich für Fotos. Wer regelmäßig fotografiert, sollte über die Anschaffung einer Kamera mit manuellen Einstellmöglichkeiten nachdenken. Spiegelreflex- und Systemkameras bieten mehr Möglichkeiten und Kontrolle über das Bild.

 

Tipp: Nutzt für den Anfang einfach, was Ihr da habt. Macht Ihr regelmäßig Autofotos, lohnt sich die Anschaffung einer Kamera mit verschiedenen Einstellungen.

 


HAUPTSACHE LICHT

 

In der Garage herrschen in punkto Licht keine Idealbedingungen. Mit langer Belichtungszeit und einem Stativ funktioniert es aber auch hierIn der Garage herrschen in punkto Licht keine Idealbedingungen. Mit langer Belichtungszeit und einem Stativ funktioniert es aber auch hier

 

Licht ist nicht alles, aber ohne Licht ist alles nichts. Bei jeder Digitalkameras fällt – grob betrachtet – vom Motiv reflektiertes Licht auf einen Sensor. Der wandelt Lichtfarben und Lichtintensität in elektrische Impulse um, die der Bildprozessor zu Daten verarbeitet. Für „Actioncams“ und Smartphone-Kameras gilt deshalb: Je mehr Licht von außen, desto besser für das Foto.

 

Eine Spiegelreflex- oder Systemkamera kommt mit Hilfe eines Stativs auch mit wenig Licht aus. Nutzt möglichst den manuellen Modus. In Ausnahmesituationen kann die Belichtungsautomatik helfen. ISO-Wert und Blende sollten aber auch hier von Hand vorgewählt werden.

 

Der Vorteil gegenüber dem Smartphone: Belichtungszeit, Blende und Lichtempfindlichkeit könnt Ihr selbst bestimmen. Voreinstellungen für unterschiedliche Situationen findet Ihr weiter unten. Es erfordert Übung, macht aber Spaß.

 

Was bedeuten Blende und ISO-Wert? Als Blende wird die Öffnung bezeichnet, die das Licht in die Kamera lässt. Je größer sie ist, desto mehr Licht erreicht den Sensor. Der ISO-Wert beschreibt die voreingestellte Empfindlichkeit des Sensors. Je höher der Wert, desto weniger Licht braucht die Kamera für das Bild. Ein hoher ISO-Wert kann je nach Kamera zu starkem Bildrauschen bei wenig Licht führen. Das stört zum Beispiel bei großen, einfarbigen Lackflächen. Und davon haben die meisten Autos einige.

 

Tipp: Wichtig ist bei allen Kameras, dass Ihr ausreichend Licht auf den Sensor bekommt. Je einfacher die Kamera, desto mehr natürliches Licht. Könnt Ihr Blende und Belichtungszeit einstellen, könnt Ihr mit einem Stativ auch bei schlechterem Licht gute Bilder machen.

 

BILDER FÜR DAS FAHRZEUGPROFIL ODER VERKAUF

 

Entweder das Bild gefällt oder es gefällt nicht. Einige kompositorische und technische Grundregeln helfen dabei, handwerklich gute Autofotos zu schießen. Es kommt darauf an, wofür die Bilder gedacht sind. Sollen sie auf Leinwand gezogen über dem Sofa zu hängen? Oder sollen sie im Inserat die Stärken des Autos betonen?

 

Bei Fotos für den Verkauf steht das Auto im Mittelpunkt. Die Umgebung muss schlicht sein, der Hintergrund neutral. Eine Mauer oder Betonwand eignet sich gut. Ein sauberes Auto ist Pflicht, also: zuerst waschen und saugen. Die Farbwiedergabe und Schärfe sollten möglichst realistisch sein.

 

Wollt Ihr Euer Auto verkaufen, fotografiert es aus diesen PerspektivenWollt Ihr Euer Auto verkaufen, fotografiert es aus diesen Perspektiven

 

Bei Fotos für die private Galerie könnt Ihr spielen. Setzt das Auto in den goldenen Schnitt: Stellt Euch virtuelle Bildachsen vor, die das Bild horizontal und vertikal dritteln. Hier platziert Ihr den wichtigsten Teil des Bildes.

 

Tipp: Bei emotionalen Fotos könnt Ihr Eurer Kreativität freien Lauf lassen. Für Verkaufsanzeigen eignen sich Aufnahmen vor neutralem Hintergrund mit farbechter Nachbearbeitung.

 


DER RICHTIGE ORT

 

Unschärfe und Belichtungszeit von Hand einstellen: Das Spiel mit der Blickführung ist sehr reizvoll und bietet sich insbesondere bei Detailaufnahmen an. Hier ist die Belichtungszeit in der Regel kurz. Ihr lauft also nicht Gefahr, das Bild zu verwackeln. Je größer die Blendenzahl, desto kleiner wird die Öffnung, durch die das Licht durch die Linse auf den Sensor fällt.

 

Findet einen Ort, wo Ihr Ruhe habt und von jeder Seite an das Auto herankommt. Bringt Zeit mit, damit Ihr in Ruhe rangieren und Eure Kamera auf die Umgebung einstellen könnt. Für sogenannte „Mitzieher“ braucht Ihr einen Freund, der das Auto fährt. „Mitzieher“ sind Aufnahmen, bei denen ein Auto in Bewegung abgebildet wird und der Hintergrund verwischt. Das sieht sehr dynamisch aus.

 

Ruhig mit ungewöhnlichen Blickwinkeln und Perspektiven arbeiten. Ihr wollt den Scheinwerfer im Detail? Dann runter in die Hocke, auf Scheinwerferhöhe. Auch in Total-Aufnahmen des gesamten Autos wirkt das übrigens besser – denn die allermeisten Autos sind flacher als Menschen. Was auch toll wirken kann: Dreht Eurer Objektiv so weitwinklig wie möglich und positioniert Euch ca. 3 bis 6 Meter hoch – oft reicht es schon, die Arme auszustrecken.

 

VIDEO: EINFACHE TIPPS FÜR GUTE AUTO-FOTOS

 

 

 

 

TIPPS ZUR ARCHIVIERUNG UND NACHBEARBEITUNG FÜR GUTE AUTOFOTOS

 

Ein wenig Nachbearbeitung unterstreicht die Stärken des Fotos und des Autos. Die „Magische Drei“ der Bildbearbeitung sind Kontrast, Sättigung und Bildausschnitt. Für Verkaufsanzeigen muss ein Foto keine komplette Photoshop-Behandlung durchlaufen, aber: Wenn Farben und Kontraste frisch wirken, schadet das beim Verkauf nicht.

 

Die ehemalige MT-Redaktion nutzte für die Katalogisierung Adobe Bridge, zur Nachbearbeitung und Ausentwicklung der Kamera-Rohhdaten Lightroom. Das kostenlose Programm „Gimp“ kann aber auch schon einiges, beispielsweise Euch bei der Bildbearbeitung helfen. Eine kluge Ordnerstruktur hilft dabei, die Fotos später schnell wiederzufinden.

 

Tipp: benennt die Bilddaten nach Eurem Projekt (alle markieren -> Rechtsklick -> umbenennen) und ordnet die Daten in Ordnern an, die ihr nach Fabrikat, Farbe und Örtlichkeit des Fotoshootings benennt. Zum Beispiel: Ordername: „BMW_120d_estorilblau_Berlin“ im Oberordner „2016“. Die Dateinamen der Bilder von „IMG132145.jpg“ in „BMW_120d_estorilblau_Berlin_01.jpg“ umbenennen.

 

Einige Beispiele für Autofotos findet Ihr in der Bildergalerie. Wenn Ihr mehr wissen wollt, legen wir Euch den Blog der MT-Youngsters ans Herz. nick_rs beschreibt dort ganz detailliert und umfangreich bebildert, wie Ihr zu guten Auto-Fotos kommt – Schritt für Schritt.

 

 

Gute Auto-Fotos für das Fahrzeugprofil oder Fotoalbum kann man einfach und schnell machen - oder mit richtig viel Aufwand. Ganz nach Vorkenntnissen, Equipment und natürlich Lust und Laune Gute Auto Fotos für das Fahrzeugprofil oder Fotoalbum kann man einfach und schnell machen oder mit richtig viel Aufwand. Ganz nach Vorkenntnissen, Equipment und natürlich Lust und Laune

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19.05.2020 09:42    |    Trottel2011

Die besten Fotos erreicht man, wenn man nicht auf ideale Umgebungsmöglichkeiten pocht, sondern einfach probiert. Beispiele dunkele Fotos. Ich mache lieber Fotos, die auch trotz langer Belichtungsdauer immer noch dunkel sind. Am liebsten in Bewegung, sodass ein "Motion Blurr" eintritt und das Auto, trotz stiller Aufnahme, Bewegung zeigt...

 

Für eine Verkaufsanzeige gilt recht wenig: Sauber, trocken, in gutem Licht. Seite, Vorne, Seite, Hinten, Tacho, Sitze vorne, Sitze hinten (wenn vorhanden), Kofferraum, Motorraum. Da kann man auch mit einer alten Potato (Umgangssprache für alte Kamera mit keiner besonderen Qualität) gute Bilder schaffen. Und ganz wichtig: Fotos gehören QUER nicht HOCHKANT.

 

Wichtigste Sache: eine teure Kamera macht keine guten Bilder wenn der Fotograf hinter der Linse nur Automodus kennt. Für 90% der "Hobbyfotografen" reicht eine kleine Kompaktkamera oder Handykamera mit Automodus aus. 5% kommen mit einer DSLR so halb zu recht. Die restlichen 5% machen mit der DSLR das, was es soll...


19.05.2020 14:11    |    pico24229

Mein tipp: nicht in der prallen Sonne fotografieren. Optimal ist es bei hellem aber bedecktem himmel.


19.05.2020 14:15    |    Goify

Auch noch ein Tipp: Man kann einen Polarisationsfilter benutzen, um die Spiegelungen unter Kontrolle zu bekommen. So kann man hässliche Umgebung im Lack "wegspiegeln" oder den Wagen glänzen lassen, als wäre er aus Chrom.


19.05.2020 15:52    |    Lehmannnn

so dass Sie in Photoshop unnötige Blendung entfernen oder umgekehrt Helligkeit hinzufügen können.


Deine Antwort auf "SO GELINGEN DIR GUTE FOTOS VOM AUTO"

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