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28.05.2010 17:39    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (711)    |   Stichworte: Elektroantrieb, Elektroauto, Leaf, MOTOR-TALK, Nissan, Umfrage

Zu welchem Preis würdest Du Dir ein Elektroauto kaufen?

Kürzlich gab Nissan die Preise für sein Null-Emissionsauto Leaf für die Länder innerhalb Europas bekannt, in denen der Kauf eines Elektroautos staatlich gefördert wird. (Siehe News: Elektroauto Nissan Leaf: Für unter 30.000 Euro durch die Gegend stromern ). "Der Verkauf beginnt dort, wo die Subventionen für Elektrofahrzeuge am größten sind", sagte Nissan-Sprecher Michael Bierdümpfl dazu. Der Stromer bleibt in diesen Ländern nämlich bei einem Preis unter 30.000 Euro – durchaus eine andere – für Otto Normalautofahrer leichter verdaulichere - Hausnummer als die bisherigen Preise für Elektrofahrzeuge. Der Nissan Leaf kann in besagten 4 Ländern ab Juli 2010 reserviert werden, ab Ende 2010 wird er ausgeliefert. Ob das Ganze sich dann zu einem ähnlichen Hype entwickelt wie in den USA in den vergangenen Tagen?

 

In den USA scheint die Ankündigung des Preises für den Nissan Leaf nämlich diese Tage den Anfang eines neuen Öko-Hypes zu manifestieren. Der Nissan Leaf wird dort, abzüglich des Steuerrabatts von 7.500 Dollar für schlappe 25.280 Dollar (umgerechnet ca. 18.7000 Euro) zu haben sein. Bestellt werden kann er bereits jetzt, verfügbar sein wird er ab Ende diesen Jahres. Wer in Kalifornien lebt, wird durch eine Prämie um weitere 5.000 Dollar beim Kaufpreis entlastet, wodurch der Nissan Leaf weniger kostet als Toyotas Hybridfahrzeug Prius (26.000 Dollar). Selbst Benziner der gleichen Fahrzeugklasse sind dann teils teurer als Nissans „Ökomobil“, denn allein ein durchschnittlich ausgestatteter VW Golf schlägt mit mehr zu Buche. Und dem Chevrolet Volt, der ebenfalls Ende des Jahres auf den Markt kommen soll und der mit seinem Preis von „deutlich unter 40.000 Dollar“ nach Abzug der Förderungen bisher als sicherer Kandidat für die Ingangsetzung einer massenwirksamen Öko-Revolution im Automobilbereich galt – und der zudem bereits seit 2 Jahren als „das“ Auto der elektroangetriebenen Zukunft gelobhudelt wurde – geht plötzlich der Saft aus – im übertragenden Sinne natürlich. Seitdem nämlich der Leaf vorbestellt werden kann, läuft die Website des japanischen Fahrzeugherstellers heiß. Die Vorbestellungen übertreffen alle Erwartungen. Allein in den ersten 3 Stunden wurden 2.700 Fahrzeuge vorbestellt. Das Ziel, bis Jahresende 25.000 Bestellungen zu haben, ist nach nur gut einer Woche bereits zur Hälfte erreicht. Mittlerweile sollen mehr als 12.000 Bestellungen eingegangen sein – knapp ein Viertel des Volumens, welches Nissan im ersten Jahr in Japan produzieren will.

 

Sinkt der Preis – steigt die Nachfrage. Das ist an sich ein absolut normaler Prozess in der freien Marktwirtschaft. Doch bei Elektroautos war der hohe Preis eigentlich bislang nur eines von vielen angeführten „Nachteilen“, die in den Raum geworfen wurden, wenn die Debatte um „Elektroautos – topp oder Flopp?“ ging. Vom schnöden „hässlich“, über „fehlende Infrastruktur“ und „unbrauchbar durch geringe Reichweite“ bis hin zu „der benötigte Strom kommt aus Atom-/Kohlekraftwerken und elektrisch angetrieben zu fahren ist deswegen genauso umweltschädigend“ ist die Liste der Gegenargumente lang. Der Nissan Leaf und die alle Erwartungen übertreffende Nachfrage nach ihm in den USA zeigen jedoch, dass der hohe Preis von Elektroautos ein höher zu gewichtendes Gegenargument zu sein scheint als bisher angenommen.

 

Nun sehen die aktuellen Planungen unserer deutschen Bundesregierung bisher keine staatlichen Fördermittel zur Subventionierung des Kaufes von Elektroautos vor, so dass mit einem derartigen Kampfpreis, wie aktuell in den USA, bei uns nicht zu rechnen sein wird, wenn der Leaf aller Voraussicht nach Ende 2011 auch in Deutschland auf den Markt kommt. Doch was wäre, wenn sich die Bundesregierung dazu entschließen würde, Elektroautos durch Kaufanreize wie etwa Zuschüsse zum Kaufpreis, Steuererleichterungen oder andere Arten von Fördermitteln zu subventionieren? Würdest Du Dir unter dieser Voraussetzung ein Elektrofahrzeug zulegen?


25.05.2010 11:59    |    Nicola    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: 2-Türer, fortwo, Mercedes, Mercedes-Benz, Open your mind, Punch, Smart, Smart-Klasse, think smart

Hier mal eine Autowerbung, die uns das Grinsen ins Gesicht trieb und die wir an dieser Stelle deswegen erwähnen möchten: Der Kurzfilm smart „Punch“. Alleiniger Inhalt des Films: Ein smart fortwo, 2 Männer als Insassen, der Fahrer schmeißt den Beifahrer aus dem Wagen - Ende. Da drängt sich jedem Zuschauer natürlich unmittelbar die Frage auf: „Was ist denn da bitteschön passiert?“

 

Genau nach diesem Motto - „Was ist passiert?“ - ist die seit kurzem laufende Kampagne des smart fortwo angelegt: Verprügelte Beifahrer, flüchtende Hot Dogs, liebeskranke Tankwarts und baumpflanzende nachtaktive Familienväter – Fahrzeugwerbung wird hier mal etwas anders betrieben, nämlich mit hohem Spaß- und Mitmachfaktor. Seit ein paar Wochen laufen im Kino, im Fernsehen und im Internet Zehn-Sekunden-Spots wie der Film namens smart "Punch", deren Handlungsstränge jeweils mit dieser Frage enden. Wer die Auflösung bekommen möchte, schaut sich dann auf der speziell zur Kampagne geschaffenen Microsite www.smart-klasse.de die ganze Geschichte hinter den kurzen, völlig überdrehten Clips in Langfassung an. Jeder Film inszeniert auf skurrile und lustige Weise eine der charakteristischen smart fortwo Eigenschaften, wie geringe Emission und geringer Verbrauch, hohe Reichweite, niedrige Gesamtkosten, etc.

 

Die Protagonisten der Kurzfilme sind Teil einer 3D-animierten Stadt, in der es neben den Kurzfilmen weitere Informationen zum smart fortwo interaktiv zu entdecken gibt. Ist wirklich mal was anderes, sehr nett gemacht, schaut es Euch einfach selber mal an!