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el lucero orgulloso

28.10.2011 23:31    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (32)

FahrschuleFahrschule

Nun sind wieder 10 Fahrstunden ins Land gegangen, in denen wieder haufenweise neue Aufgaben auf mich zugekommen sind.

 

Zunächst mal aber bin ich stolz auf mich, die Marketing-Masche umkurvt zu haben, in dem ich mir direkt beim Anmelden im Mai nicht das Paket mit den 25 Fahrstunden habe andrehen lassen, welches wärmstens empfohlen wurde, und auch habe ich es geschafft, ohne 3 Zusatzstunden, die mir aus für mich unerklärlichen Gründen bei der „Évaluation de départ “ als „benötigt“ eingeredet wurden, auszukommen. :)

 

 

 

 

Jetzt aber zum "Fahrerischen":

Die Verwendung der Rückspiegel wurde in der ganzen Zeit automatisiert, damit ich auch immer schön schaue, wenn ich abbiege, bremse, beschleunige, in einer neuen Straße bin und so weiter und so fort.

In dem Zusammenhang wurde auch das Thema „Platzierung auf der Straße/Wahl der Fahrbahn“ durchgenommen. Das Rechtsfahrgebot scheint in Frankreich wirklich heilig zu sein, denn ich musste wirklich immer so rechts wie es nur ging fahren. Nur wenn ich aus einer Einbahnstraße links abbiegen wollte, platzierte ich mich so links es ging. Ansonsten immer „dans la voie la plus à droite“. ;)

 

Zwischendurch haben wir uns noch mit den verschiedenen Hinweisen und Anzeichen beschäftigt, die der Straßenverkehr so bietet. Die „festen“ Hinweise wären dann zum Beispiel Verkehrsschilder oder Fahrbahnmarkierungen, unvorhersehbare oder nicht kalkulierbare „Anzeichen“ sind Fußgänger, die die Straße plötzlich überqueren möchten, Tiere, Kinder die vor einem Bus hervor gerannt kommen (also im letzten Moment gesehen werden), lauter solche Sachen. Nach all dem sollte man immer Ausschau halten, und dementsprechend gegebenenfalls die Geschwindigkeit anpassen.

 

Als nächster Punkt standen Kreuzungen auf dem Programm. Das war an sich nichts sehr Spannendes, da es im direkten Zusammenhang mit dem vorherigen Thema stand und ich durch reines Beobachten bei meinen Eltern schon einiges wusste. „Wenn ich links abbiege nähere ich mich der Fahrbahnmitte“ oder „wenn ich an einer Ampel grün bekomme und links abbiege, halte ich in der Mitte der Kreuzung an und lasse den Gegenverkehr passieren“. Lauter solche Sachen, die jetzt mehr Gewöhnung und Beobachtung voraussetzten.

Beobachtung ist auch das Stichwort, denn ab jetzt sollte ich an jeder Kreuzung, auch wenn ich durch Vorfahrt „geschützt“ bin, immer nach links und rechts schauen, da es ja immer „Vollidioten“ geben kann, die rausgeschossen kommen könnten.

Daher immer kurz „links-rechts“, und natürlich beim Nähern einer Kreuzung nicht beschleunigen, und immer grünen Ampeln misstrauen, vor allem wenn sie schon länger grün sind. In Frankreich wird das recht streng gesehen. Da muss man schon flott reagieren. Einerseits sagen die dann aber "He, war doch schon gelb!, hättest bremsen sollen", andererseits, wenn man gebremst hat "He, hättest im Rückspiegel schauen sollen, der hinter dir war schon fast in unserem Kofferraum". :D

Hat halt alles so seine Tücken! ;)

 

Und gestern, na ja, da kann man fast sagen, dass ich meinen großen Tag hatte! Denn da hieß es... *Trommelwirbel*: Ab auf die Autobahn, attackieren wir den Highway!

Die Erklärungen hierzu, also das Auffahren, Beschleunigen und so weiter wurde kurz davor besprochen, die Fahrschülerin die vor mir dran war noch auf normalen Straßen nach Hause gefahren und dann ging es los. Das einzige Pech des Tages war, dass ich ausgerechnet den Fahrlehrer mit dem schwächsten Auto erwischte (Peugeot 207 mit 70 statt 90 PS), und ich musste sagen, das war schon deutlich zu spüren. Da wo der HDI 90 einfach wegzog, mühte und strampelte sich der 70er so ab, dass ich, um bei Steigungen im 5. Gang halbwegs auf Geschwindigkeit (ca. 100 Km/h) zu bleiben, schon meine ersten etwas längeren Vollgas-Passagen hatte. Man merkte einfach, dass etwas fehlte. Nichts desto trotz hatte ich viel Spaß auf der „Autoroute“, durch den kleinen aber feinen bezahlfreien Abschnitt wurde viel Auf- und Abfahren geübt, durch eine kleine Durchfahrt durch die Stadt noch das „Fahren im dichten Straßenverkehr“ (Fahrstunde von 17-19 Uhr --> Rush-Hour).

 

Nun fehlen mir noch 2 Fahrstunden bis zum Ende meiner Ausbildung, in denen werden wir auf jeden Fall noch das Kapitel „Einparken“ durchnehmen, und alles noch ein klein wenig üben, bevor ich eine weitere Doppelstunde habe, die zwar noch im Fahrschulauto statt findet, mein Vater jedoch bereits mitfährt und gemeinsam mit Fahrlehrer dann noch etwas geschaut werden kann, wie ich so fahre und Zeit dafür ist, eventuelle Fragen abzuklären.

 

 

Ich bin also fast durch! Schneller als ich dachte, um ehrlich zu sein!

 

Klar, nicht jeder Schaltvorgang klappt ohne Ruckeln, nicht jede Bremsung ist komplett gleichmäßig, hier und da übersehe ich noch ein Schild, aber das alles sind erst mal nicht meine Ansprüche. Wichtig ist für mich, Sicherheit zu gewinnen, das einige Abläufe wirklich ohne Nachdenken passieren, dass ich Situationen schneller analysiere, richtig reagiere, und einfach ein immer reiferer Autofahrer werden kann.

 

Gewiss, das wird mich viel Zeit kosten, aber die Zeit werde ich mir auch nehmen. Ganz perfekt, völlig fehlerfrei und todsicher kann wohl niemand Auto fahren, denn dann müsste man wohl auch alleine auf der Straße sein. Doch solange es Spaß macht (was bei mir definitiv der Fall ist) werde ich an mir arbeiten, bis ich auch mit mir zufrieden sein kann! ;)

 

 

Achja, und bevor jetzt einige mit „Viel Glück für die Prüfung“ kommen, vor allem diejenigen, die meine älteren Artikel (und die Kommentare) noch nicht gelesen haben, wozu ich an dieser Stelle alle noch mal herzlich einlade: In Frankreich macht man die Prüfung erst mit 18. Das dauert bei mir noch knappe 2 Jährchen und einige Blogartikel! ;)

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22.10.2011 00:44    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (15)

1 Jahr Motor-Talk1 Jahr Motor-Talk

Sehr geehrte Mitmotortalkerinnen, sehr geehrte Mitmotortalker,

 

Es ist nun, und ich glaube da können Sie mir alle zustimmen, auf den Tag genau 1 Jahr her, dass sich meine Wenigkeit, und das möchte ich an dieser Stelle besonders hervorheben, in der Europas größter Auto- und Motor-Community angemeldet hat. (Und da ich eine Schnarchnase bin, kommt sogar noch ein Tag dazu...).

 

 

Nun, was hat sich seit dem verändert?

Man könnte meinen, es hat sich nicht viel verändert, aber ich finde sehr wohl, dass sich etwas verändert hat, denn das besteht automatisch. Etwas hat sich verändert, was vielleicht nicht jeder auf Anhieb erspürt, aber denen die es erspürt haben, die haben es, und ich meine jetzt nicht nur die,

die es verstanden haben, sondern auch die, die es vielleicht zur Kenntnis nahmen, es aber noch nicht getan haben.

 

Ich bin sicher dass es diejenigen, und damit können sich auch alle angesprochen fühlen, noch erreicht, auch wenn, und damit meine ich nicht die zentrale Botschaft, sondern auch nicht das was Sie jetzt denken, sondern den anderen Teil.

 

Sie brauche sich wirklich keine Sorgen machen, denn ich werde mich nach diesem einen Jahr nicht auf meinen eigenen Lorbeeren ausruhen. Nein, im Gegenteil. Ich bin noch lange nicht fertig, und deshalb werde ich radikal fortschreiten. Mein weitbekanntes Motto wird sich hierbei nicht ändern. Sie können auf mich zählen, doch ich schaffe es auch so.

 

Meine Linie, die sie daraus entnehmen können, dürfte unmissverständlich und ich glaube da können Sie mir zustimmen, dass Sie auch nichts anderes als ein Fingerzeig oder nicht.

 

Das was ich geschafft habe, darauf kann ich wirklich zufrieden sein. Denn alle schauen nur auf sich, ich schaue lieber auf mich. Daher halte ich es für angebracht, dass wir jetzt, wo es besonders wichtig wird, und damit meine ich vor allem dass die die dann jetzt noch nicht aber erst später und immer weiter.

(Diejenigen, denen der Teil bis hierhin zu doof war, bitte kommentarlos weiterklicken... ;) )

 

Nun denn, für alle die es bis hier hin geschafft haben:

1 Jahr auf Motor-Talk, 1 Jahr hatte ich riesigen Spaß. Vorwiegend in der Mercedes-Ecke unterwegs, das geniale X6-Bilderrätsel und die paar Exkursiönchen Richtung Fahrzeugpflege, Fahrzeugtechnik und Verkehr und Sicherheit mal ausgeklammert, bin ich auf eine Menge sehr netter Leute gestoßen, mit denen teilweise so gut es eben geht PN-Kontakt gepflegt wird.

Mit meinem Alter bin ich dabei erstaunlicherweise nur absolut seltenst angeeckt. Ich glaube, es waren vielleicht 1-2 Male, aber noch nicht mal der Erwähnung wert, da die Diskussion drum herum meist eh hitzig genug war. ;)

Die positiven Momente war klar im Übergewicht. Hier und da eine Bestätigung meiner Aussage, ein paar Danke, dort ein Lob und ich fühlte mich immer wieder bestätigt, was mich einfach sehr froh machte.

 

Sodann habe ich an meinem Geburtstag meinen Blog eröffnet. „Wie Autos das Sprechen lernen...“ ist mein erster und mit 1093 Aufrufen gleichzeitig erfolgreichster Artikel gewesen.

 

Dies ist nun der 5. Blogartikel, mal schauen was der so schafft... ;)

Und so möchte ich euch fragen: Gibt es Themen, bei denen ihr denken würdet: Hach, das möchte ich mal vom lucero hören? Falls ihr Anmerkungen, Kritiken, Beschwerden, oder vielleicht auch ein kleines Lob loswerden möchtet, lasst es mich auch mal wissen. Ich denke, der Artikel hier eignet sich gut dazu, nach 1 Jahr Motor-Talk!

 

Ich sah neben dem zentraleren Thema Fahrschule noch 2 Artikel zu Mercedes, 1 Artikel zu Peugeot, 1 Artikel zum Fußball und bestimmt noch irgendwas Spontanes in der Röhre. Aber eure Ideen, falls ich mich in der Lage sehe, dass etwas realisierbar wäre, sind gerne Willkommen! ;)

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18.10.2011 19:05    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (36)    |   Stichworte: Fahrschule, Fahrstunden

FahrschuleFahrschule

Mich plagt das schlechte Gewissen, so lange nichts mehr geschrieben zu haben. Ich werde mir Mühe geben, dass hier etwas Regelmäßigkeit eintritt. ;)

 

Wie man vom Titel ableiten kann, habe ich jetzt 8 Fahrstunden + die Evaluation (siehe "Das erste Mal vorne links" ) hinter mir.

 

Was hat sich also getan?

Ich muss sagen, ich bin ein routinierter Autofahrer, der nun wirklich alles erlebt hat. Mich überrascht nichts mehr, keine Wetterverhältnisse, keine Geschwindigkeitsbereiche können mir noch etwas antun. Im Grunde genommen ist es jetzt schon fast langweilig...

 

 

 

...na, verwundert?

Ich auch! :D

 

Spaß beiseite, natürlich bin ich noch lange nicht am Ziel, obwohl ich sagen muss, dass ich eigentlich ganz gut vorankomme. Zumindest fuhr mich gestern eine Fahrschülerin nach Hause, die nach 15 Stunden noch nicht so weit war, wie ich nach 7.

 

In den ersten 2 Fahrstunden wurde die Lenkung perfektionisiert. Sprich Fahrlehrer bediente die Pedale und ich bediente Blinker und das Volant. Hauptaugenmerk lag auf der Position der Hände auf der oberen Hälfte des Lenkradkranzes zu halten und richtig umzugreifen, ohne immer die Arme gekreuzt zu halten. Dann haben wir das Lenken in Kreisverkehren geübt, da man doch etwas mehr zu tun hat, und es in Frankreich wirklich ewig viele Kreisverkehre gibt, sodass man dafür gerüstet sein soll.

 

Schließlich war dann Anfahren dran. Etwas Gas geben, Kupplung bis zum Schleifpunkt loslassen, bis 3 Zählen und komplett loslassen. Auf der breiten und kaum befahrenen Straße wurde auch gleich Anfahren bergab und Anfahren an leichten Steigungen geübt. Erkenntnis war, dass man bergauf keine Zeit hat, um den Schleifpunkt zu suchen, um den Hintermann nicht den Kühler einzudrücken, sondern praktisch direkt los muss, und dass man wenn es abschüssig wird, meist den Schleifpunkt leichter findet.

Zudem wurden Trockenübungen gemacht, wie man den Schaltknauf richtig bedient, ohne draufgucken zu müssen. 1. Gang, Schalthebel seitlich in die Hand nehmen, zur Seite und vor, 2. Gang zurück, 3. Gang mit der Handfläche nur nach vorne drücken, 4. Gang nur mit den Finger nach hinten, 5. Gang seitlich nehmen und dann nach vorne rechts. Vom 3. in den 2. und vom 4. in den 5 möglichst in einem Zug durch und nicht rumhacken.

Das war dann schnell soweit klar.

 

Dann kam Fahrstunde Nummer 3, das erste Mal mit dem Chef der Fahrschule. Der schubste mich, nachdem wir das wiederholt haben, was ich bereits konnte, gleich mal in‘s kalte Wasser. Nach dem wir 3 Mal angefahren sind, sollte ich abbiegen, er erklärte mir blitzschnell wie man in den 2 Gang schaltet, was ich in der Theorie durch's aufmerksame Beobachten meiner Eltern schon wusste, doch es mir in der Praxis nicht wirklich vorstellen konnte. Außer dass wir uns in einer engen Wohnsiedlung mit einigen Kreisverkehren und Steigungen befanden, was mich durchaus ins Schwitzen brachte, da man jetzt echt alles auf einmal machen musste, klappte es gut. Als wir schließlich in meinem Dorf ankamen, und er mich entließ, lobte er mich nur und schrieb in meine Unterlagen „Bon élève!“ (=guter Schüler, wie ich später erfuhr, passiert das nicht so oft :) ).

 

Die nächsten Stunden wurden dann weniger spannend. Es ging darum, das alles möglichst flüssig und automatisiert anzuwenden. Auch das Runterschalten, vor Kreisverkehren beispielsweise, sollte geübt werden, doch es gelang mir eigentlich zu 98% Prozent ruckfrei. Genau so ein Straße die angeblich keiner beim ersten Mal schafft, ruckfrei zu durchfahren, da man andauernd von links kommt und RVL-Vorfahrten beachten muss. Was an Neuem dazu kam, war das Anfahren an steilen Steigungen mit Zuhilfenahme der Handbremse. Handbremse anziehen, Gas geben, Kupplung langsam kommen lassen bis sich die Spitze der Motorhaube etwas hebt, und Handbremse langsam lösen. Ich kenne diese Methode jetzt zwar, werde aber versuchen, wenn grad niemand 20 cm hinter mir steht, immer die klassische Variante zu üben, da ich auch nur diese in den Mercedes anwenden kann.

 

Gestern gab es als Neuerung das Kapitel „Um sich herum schauen“. Dies hieß nun den Innenspiegel und die Außenspiegel mit in Betracht zu ziehen. Vor jedem Blinkersetzten, Abbiegen, Überholen, Beschleunigen und Abbremsen gilt es nun, sich umzuschauen. Auch wieder Gewöhnungssache. Wird schon. ;)

 

Abschließend kann ich sagen, dass das die Bedienung der Pedale einfacher ist, als ich es mir vorgestellt habe. Es ist eigentlich mit ein klein wenig Übung nicht mehr schwer, die richtigen Schaltwege sowie den Schleifpunkt an der Kupplung zu finden. Auch beansprucht das mich jetzt nicht so, dass ich in der Zeit nichts anderes mehr machen könnte. Einfach Gewöhnungssache.

 

Das Autofahren macht mir schon mal großen Spaß, ist im Ganzen nicht so kompliziert wie ich zunächst dachte, und um ehrlich zu sein nervt es mich jetzt schon, wenn ich mit meinen Eltern immer wieder immer noch vorne rechts Platz nehmen muss. Aber bald, sehr bald, wird sich das zumindest auf Fahrten auf französischem Staatsgebiet ändern. ;)

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06.10.2011 20:21    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (33)

Montag Morgen, Tag der Deutschen Einheit, und trotzdem schon Tumult im Haus. Normalerweise gehen wir solche Tage ganz sanft an, diesmal ging es aber schlecht.

 

Aber kommt, ich mache jetzt nicht so spannend wie bei meinem letzten Blogartikel, denn im Endeffekt war‘s auch als Erlebnis weit weniger spannend: Ich hatte meine erste Fahrstunde! (Nun gut, sie war keine richtige Fahrstunde, denn das allererste Mal im Fahrschulauto heißt in Frankreich „Évaluation de départ“, zu Deutsch so viel wie „Anfangsevaluation“ oder „Evaluation am Beginn“, doch trotzdem bin ich gefahren, will also schon mal was heißen. :D )

 

Wie dem auch sei, ab 8:58 schaute ich nur noch auf die Straße, pünktlich 2 Minuten später wurde ich erlöst, denn der weiße (oder silberne?) Peugeot 207 stand vor der Tür. Ohne mich noch ein mal umzudrehen stürmte ich aus dem Haus.

 

Die Fahrlehrerin stieg aus, begrüßte mich, und ließ die linke Tür auch gleich offen. „Vas-y, installes-toi!“ („Auf geht‘s, richte dich ein.“), sagte sie mir, und ich setzte es auch sogleich um. Bevor es ans Eingemachte ging, kam zuerst der Teil der Evaluation. „Aujourd‘hui, je te pose beaucoup de questions.“ („Heute stelle ich dir viele Fragen.“), war das nächste was mich also erwartete. Nun gut, dafür fühlte ich mich schon mal gerüstet. Der Teil verlief auch ganz gut, außer dass ich die Frage, wozu denn die Kupplung da wäre, natürlich viel zu technisch sah, indem ich antwortete, da wären ja Scheiben und das hätte was mit Motor und Getriebe zu tun, anstatt zu sagen, sie wäre zum Losfahren, Anhalten, Gänge wechseln etc. da.

 

Nächster Programmpunkt war zu zeigen, wie ich denn mit der Lenkung umgehen würde. Ich musste also Lenken, Kupplung, Gänge, Gas und Bremse wurden komplett von der Fahrlehrerin übernommen. Umso entspannter war ich auch, denn das war eigentlich die einzige Sache, vor der ich ein ganz klein wenig Bammel hatte. Ich lenkte und blinkte also was das Zeug hielt, von schärferen Kurven bis zu lang gezogenen Radien und Kreisverkehren war alles dabei.

 

Als wir dann anhielten, wurden mir erst mal meine Fehler erklärt. War nix Wildes, die einzige Bereicherung meines Wissens war, dass ich die Hände nicht zu kreuzen hatte, sondern in scharfen Kurven immer umgreifen müsse. Dass ich beim Linksabbiegen immer einen großen Bogen machen sollte und in Rechtskurven möglichst nah rechts am Bordstein bleiben müsste, verstand sich für mich von selbst.

 

Ein Mal musste ich dann doch anfahren, und dann wieder abbremsen, war das allererste Mal dass ich sowas machte, und die Tatsache, dass mir die Fahrlehrerin erst nach der Bremsung sagte, die Bremse wäre recht bissig und würde heftig draufhauen, machte es nicht einfacher. Was soll‘s, ich werde mich beim nächsten Mal bestimmt daran erinnern.

 

Nachdem wir dann eine Fahrschülerin abholten, und ich während dem nach Hause chauffiert werden aufmerksam beobachtete, lies ich die Stunde schon mal Revue passieren.

 

Fast schon als angenehme Überraschung empfand ich den Peugeot 207. Er fühlt sich gar nicht so winzig an wie man meinen könnte, sprich Sardinenbüchsen-Ambiente ist meines Erachtens nach Fehlanzeige. Und die Lenkung, die ich ausgiebig kennen lernen durfte liegt schon mal gut in der Hand, und man kann mit ihrer Hilfe den kleinen Löwen für meine Begriffe gut auf Kurs halten. Zumindest habe ich es nicht geschafft, einen anderen Verkehrsteilnehmer oder auch nur den Bordstein zu küssen. Ausweichmanöver oder Hilfestellung der Fahrlehrerin war zu keinem Zeitpunkt nötig. Als ich ab und an mal einen kurzen Blick auf den Geschwindigkeitsmesser riskierte, sah ich auch schon mal 80 Km/h da stehen. So schlecht konnte ich also nicht gewesen sein. ;)

Dass das Auto natürlich nicht so schwer und satt-sicher wirkt, und mit dem 90Ps-Dieselmotor auch nicht sehr leise ist, nehme ich dem Kleinwagen dann auch überhaupt nicht übel.

 

An Negativem fällt mir jetzt noch nicht mal etwas ein. Vielleicht hätte die Fahrlehrerin nicht ganz so wortkarg sein müssen, aber das hab ich erstens nicht selbst in der Hand, und zweitens ist es vielleicht so besser, als die ganze Zeit am Schnattern zu sein. Kann auch sein dass ich mit ihren männlichen Fahrlehrerkollegen besser in automobil angehauchte Gespräche komme.

 

Also, Fortsetzung folgt! Stück für Stück! ;)

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