• Online: 3.610

07.05.2019 21:06    |    Celsi    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: 8S/FV, Audi, B&O, Bang&Olufsen, GLADEN, Hifi-Umbau, JL, MOSCONI, Subwoofer, Subwoofernachrüstung, TT, TT 8S, TT FV/8S, TTS 8S, Veränderungen am TTS

TEIL 1 - EIN PAAR WORTE ZUM B&O SYSTEM IM TT FV/8S UND VORSTELLUNG DER NEUEN KOMPONENTEN

 

Hallo zusammen,

 

TitelbildTitelbildnach längerer Pause melde ich mich zurück mit einem Umbaubericht für meinen TTS. Das vorhandene Soundsystem wird komplett entfernt und durch hochwertige Komponenten aus dem Zubehör ersetzt. Grundsätzlich ist dieser Umbau nicht nur für den TTS möglich, sondern alle TT-Modelle der Baureihe FV/8S sollten exakt auf die gleiche Weise umbaubar sein, mit nur leichten Unterschieden aufgrund verschiedener Ausgangs-Systeme:

  • Standard-Soundsystem
  • AUDI Soundsystem
  • BANG&OLUFSEN Soundsystem (B&O)
Bei meinem ist die Grundlage das B&O, was sich eher ungünstig auswirkt. Denn beim B&O wird das Audio-Signal nicht elektisch über Kupferkabel an den Verstärker weitergegeben, sondern optisch (Lichtleiter, Glasfaser) mit dem MOST150 Protokoll. Hierfür gibt es derzeit keinen kaufbaren Adapter, um das LWL-Signal in ein verwertbares elektisches Signal umzuwandeln, und laut den Experten der Firma AUDISON ist hier auch nichts in Entwicklung.

Dumm gelaufen für mich, aber kein Showstopper.

 

Zu Beginn möchte ich dann erst mal ein paar Worte zum BANG&OLUFSEN System verlieren. Das wird nicht jedem schmecken, denn mein Fazit wird recht verhalten, soviel kann ich schon mal vorwegnehmen. Aber dann wiederum erfolgt meine Kritik aus dem Munde eines Sound-Liebhabers, der auch daheim großen Wert auf hochwertige Wiedergabe legt und sich das Wohnzimmer noch mit 5 Lautsprechern (NUBERT) und einem Subwoofer zugestellt hat, der von vielen Gästen zunächst als "Beistelltisch" wahrgenommen wird. Das ist in der heutigen Zeit, wo die Musik bei vielen aus dem Bluetooth-Lautsprecher quäkt und man mit "Soundbars" versucht, Surround-Sound zu simulieren, wo keiner ist, vielleicht nicht mehr angemessen. Also denkt Euch Euren Teil zu mir und meinen Ansprüchen oder kritisiert meine "Flughöhe" auch gerne in den Kommentaren.

 

 

DAS BANG & OLUFSEN SOUNDSYSTEM IM TT FV/8S

Bang & Olufsen Logo im TTBang & Olufsen Logo im TTZur Besänftigung der zufriedenen Besitzer schicke ich eines Mal vorweg: Das B&O ist das beste Seriensoundsystem, das ich je in einem Auto hatte, und ist seinen Preis absolut wert. Trotzdem ist diese Aussage relativ zu sehen, denn die der Trend, "hochwertige" Soundsysteme in Premium-Fahrzeugen anzubieten, ist noch nicht sehr alt. Und trotzdem sparen die Hersteller hier an jedem Cent, getreu dem Motto: Wenn der Großteil der Käufer nicht meckert, ist es gut genug. Und so würde ich dem B&O im TT in Schulnoten tatsächlich eine 2-3 geben, denn das ist es in der Wahrnehmung der meisten: befriedigend oder sogar gut.

Aber ist das Gehör etwas Anspruchsvolleres gewohnt, nimmt man die Schwächen des B&O in der Regel wie folgt wahr:

- Das System klingt erst ab mittlerer Lautstärke relativ gut, wirkt darunter "unterversorgt" (mit Power)

- Höhenwiedergabe ganz okay für meine Ohren bei Reglerstellung 12 Uhr, darüber wird sie schnell zischelnd und überpräsent

- Die Mitten haben eine schlechte Auflösung, beim Zusammenspiel mehrerer Instrumente verschwimmen diese zu einem einzigen Matsch

- Die Tieftöner spielen unpräzise und werden schnell brummelig, besonders wenn man den Bass-Regler über 12Uhr hinaus dreht. Bei höherer Lautstärke wird es besser und der Bass bekommt ein wenig Punch, klopft angenehm gegen das Hosenbein. Leider fängt aber auch hinter der Türverkleidung eine Menge loses Zeug an, mitzuklopfen und zu schnarren.

 

B&O Mitteltöner aus dem TT FV/8SB&O Mitteltöner aus dem TT FV/8S- Das 2-Wege-System im Heck (Coupé) klingt in jeder Situation grottig.

- Der Surround-Regler verfälscht die Musik bereits ab 9 Uhr Stellung hörbar. Am besten auf Null lassen.

- Ein Subwoofer für ein wenig "Kick" auch bei geringerer Lautstärke wurde ebenso eingespart wie ein einfacher Equalizer - sogar ein VW Golf hat zumindest einen Mitten-Regler.

 

Wer einmal die Komponenten (die einzelnen Lautsprecher) des B&O Systems ausbaut und genauer anschaut, weiss auch, warum es nicht besser klingen kann. Die Tieftöner sind noch relativ aufwendig konstruiert, fetter Magnet und Doppelschwingspule. Aber die Mitteltöner z.B. wirken wie vom Grabbeltisch bei Conrad Elektronic.

 

DIE NEUEN KOMPONENTEN

Auch wenn ich Musik gerne auf hohem Niveau geniesse, lerne ich technisch im Car-HiFi immer noch. Da ist es gut, dass meine Freunde sich gut auskennen, der eine hat gutes und breites Allgemeinwissen zu Car-HiFi und Schrauberei am TT, der andere entwickelt beruflich Lautsprecher und Endstufen. Dazu befragt, welche Komponenten sich denn für mich eignen könnten, waren sich beide ziemlich einig:

1. Wenn ich ich mit meinen gehobenen Ansprüchen glücklich werden will, müssen wir klotzen, nicht kleckern.

2. Das deutsch-italienische Hersteller-Duo GLADEN (Lautsprecher) / MOSCONI (Endstufen, DSP) kann genau das bieten

Und dann kam noch eine Vorgabe von mir dazu, denn die beiden Kumpel sind es eigentlich gewohnt, die Ausbauten optisch recht extrovertiert zu gestalten:

3. Verdeckter Einbau (bis auf den Subwoofer, der unweigerlich sichtbar sein wird im Kofferraum). Kein bling-bling, keine Licht-Spielereien sondern Serien-Look, wo möglich. Hochwertige Materialien, sauber verlegte Kabel, aber unsichtbar unter dem Kofferraumboden.

 

Unpacking

Die Hardware auf einen Blick (ohne Kabel/Kleinmaterial)Die Hardware auf einen Blick (ohne Kabel/Kleinmaterial)Beim Auspacken und der Vollständigkeitsprüfung ist zunächst das folgende "Gruppenbild mit Woofer" :D entstanden. Für die Tieftöner in den Türen wurden von einer Spezialfirma eigens Adapter und Aufnahmen aus Alu gefertigt, sie liegen "vorne links" im Bild. Diese stellten sich jedoch zunächst als nicht passend, später sogar als überflüssig heraus und begleiten uns ab hier nicht weiter.

In den beiden großen Kartons rechts im Bild befindet sich spezielles Dämm-Material, das GLADEN zusätzlich geliefert hat.

 

Off-Topic: Bei diesem Bild fällt wieder einmal auf, wie sehr sich die Qualität von Bildern verschlechtert, sobald man sie bei MT hochlädt. Ich bitte dies zu entschuldigen. Die Qualität der Originalbilder ist deutlich besser.

 

Das Frontsystem

Frontsystem GLADEN Pro 165.3Frontsystem GLADEN Pro 165.3Ich gehe mal von vorne nach hinten vor. Beim Frontsystem ist unsere Wahl auf das GLADEN Pro 165.3 gefallen, und zwar die vollaktive Version.

  • 3-Wege Vollaktiv-System;
  • 2x 230/160 Watt (Mittelbass) 165mm
  • 2x 110/70 Watt (Mittelton) 80mm
  • 2x Hochtöner 25mm
  • 3 Ohm Impedanz (Hochtöner 4 Ohm)

Genaue Spezifikationen: https://www.gladen.de/GladenCompoCoaxPDFs/PRO165_3active.pdf

Testbericht (zwar teilaktiv, aber die Lautsprecher sind gleich): https://www.gladen.de/pics/tests/Gladen_CH318.pdf

 

Das Heckystem

Hecksystem - Verstärkte OriginalhalterungHecksystem - Verstärkte OriginalhalterungDem aufmerksamen Leser mag bereits aufgefallen sein, dass auf dem "Gruppenbild" kein Hecksystem zu sehen ist. Das liegt daran, dass dieses schon zuvor verbaut wurde in der Hoffnung, dass es die gröbsten Defizite des B&O, nämlich die Hecklautsprecher, ausreichend korrigieren würde. Hat leider nicht geklappt, im Grunde hat mir dieser Tausch nur schon in 2018 vor Augen geführt, wie gut mein Frontsystem klingen könnte, wenn ich es auch noch ersetze ... :D

Hinten sind GLADEN RSX 165 verbaut, ein 2-Wege System, das qualitativ nicht ganz auf der Höhe der Pro-Serie ist, aber wir wollen es vermeiden, die hinteren Seitenabdeckungen noch einmal abzubauen. Das ist eine Seuche, die wieder klapperfrei zu montieren.

Rechts mal ein Bild von den RSX165 in der originalen AUDI-Halterung. Die war ein Witz, aus hauchdünnem Kunststoff und kein Stück schwingungsgedämmt. Wir mussten sie durch einen Ring aus 1,9cm Multiplex-Holz und mit Alubutyl verstärken. Das Ergebnis ist optisch nicht toll, aber wird ja verdeckt verbaut und vor allem: Es funktioniert gut.

Hecksystem einbaufertigHecksystem einbaufertigAuch das Aussenblech war nicht gedämmt. Während AUDI damit wirbt, dass die vorderen Tief-Mitteltöner gekapselt sind und so kaum Musik oder Telefongespräch nach aussen dringen kann, plärren die Tief-Mitteltöner hinten lustig gegen das dünne Aussenblech. Also haben wir dieses zur Verbesserung der Akustik ebenfalls gründlich mit Alubutyl beklebt.

GLADEN RSX 165 2-Wege System:

  • 165 mm Mittelbass
  • 28 mm High-Performance Hochtöner
  • Belastbarkeit 110/165 Watt
  • 3 Ohm Impedanz

Genaue technische Spezifikationen Hecksystem:

https://www.gladen.de/GladenCompoCoaxPDFs/SpecificationsRS-X165.pdf

 

Der Subwoofer

...wird in einem geschlossenen Gehäuse aus 1,9mm Multiplex mit optimalem Volumen (Selbstbau) untergebracht. Er wird im Kofferraum an den Lehnen der Rücksitzbänke stehen und die einzige offen sichtbare Komponente des Systems ein. Einfach, weil unter dem Kofferraumboden neben den Endstufen kein Platz mehr für ein voluminöses Gehäuse ist und mir zudem das Prizip eines von unten gegen den Kofferraumboden klopfenden Woofers zuwider ist. Das Gehäuse wird mit Teppich in der Farbe des übrigen Kofferraumbezugs versehen (gefunden bei autix24.de) und wird weitgehend frei von Schnickschnack sein, es soll sich integrieren und nicht auffallen, trotz seiner notwendigen Größe.

Durch den hochwertigen Woofer im geschlossenen Gehäuse erhoffen wir uns einen extrem präzisen, trocknen Bass.Subwoofer ChassisSubwoofer Chassis

Natürlich ist das Subwoofer Chassis auch von GLADEN, es ist der "Pro 10":

  • 10"/25cm Woofer
  • 750/500 Watt
  • 4 Ohm Impedanz
  • 2,5” Schwingspule
  • Für Gehäuse ab 22-35 Liter geschlossen

Genaue Spezifikationen: https://www.gladen.de/GladenWooferPDFs/PRO10.pdf

Testbericht: https://www.gladen.de/pics/tests/Gladen_PRO10_CH517.pdf

 

Der Soundprozessor (DSP)

Ja, wozu einen Soundprozessor, was macht der, wozu ist er gut? In Kürze und auf die mir wichtigen Funktionen runtergebrochen:

1. Ich kann damit (bei meinem vollaktiven Frontsystem) den Klang und Frequenzgang jedes einzelnen Lautsprechers anpassen. Der "perfekte" Klang nach meinem eigenen Geschmack ist so möglich. Zum Zwecke der Einstellung wird der DSP per USB an einen Computer mit entsprechend installierter Software angeschlossen und kann so komfortabel nach Gehör eingemessen und eingestellt werden.

Digitaler SoundprozessorDigitaler Soundprozessor2. Noch wichtiger: Laufzeitkorrektur. Der Schall braucht vom Lautsprecher hinten rechts oder besonders vom Subwoofer im Kofferraum länger bis zu meinem Ohr als der Schall vom Lautsprecher in der Fahrertür. Das hört man, besonders beim Subwoofer, wenn der schon mal 20ms nachhinkt. Einige Stücke mit sehr trockenem, präzisen Bass (z.B. "Flames" von Sia) klingen so richtiggehend "falsch".

Mit dem DSP kann man einzelne Kanäle so lange verzögern, bis sie auf gleicher Höhe mit dem langsamsten (am weitesten entfernten) Teilnehmer liegen und so der Schall harmonisch und gleichzeitig vorne ankommt.

Auch der serienmäßige B&O Verstärker nutzt diese Technik übrigens, nur fliegt dieser ja "leider" :) raus.

Das DSP ist das GLADEN/MOSCONI DSP 8to12 PRO

  • 12 Kanal Digitaler Sound Prozessor

Mehr Details will ich hier gar nicht aufführen, denn die Liste ist ewig lang und selbst mir sagt die Hälfte aller Features nichts. Ich bin froh, dass ich den nicht selbst konfigurieren muss, das werden meine Freunde, die Experten, nach meinen Wünschen machen.

Wer es genau wissen will: https://www.mosconi.org/gladen_dsp_8to12pro.html

 

Die Endstufen

Die Endstufen (Bildmitte, 3 Stk.) kommen ebenfalls von MOSCONI/GLADEN. Ich habe ein wenig gebraucht, um mich an das eigenwillige Design zu gewöhnen, aber am Ende zählt doch nur die Technik, die drin steckt. Und die sieht so aus:

MOSCONI EndstufenMOSCONI Endstufen1. Pro 1|10 – "The Gentle Beast" (Endstufe für den Subwoofer)

  • 540W (Sound-Modus) bis 700W (Power-Modus) Monoblock (bei 4 Ohm)

Genaue technische Daten: https://pro.mosconi.org/pics/Technical_Data_PRO110.pdf

Testbericht: https://pro.mosconi.org/pics/042-043_Mosconi_CH418.pdf

2. Pro 4|10 (Endstufe für 2 der 3 Kanäle vorn)

  • 4 x 140W an 3 Ohm

Genaue technische Daten: https://pro.mosconi.org/Technical_Data_PRO410.pdf

Testbericht: https://pro.mosconi.org/pics/CarAndHifi0218.pdf

3. Eine weitere Pro 4|10 für den 3. Kanal vorn und 1 Kanal für das passive System im Heck

  • 4 x 140W an 3 Ohm

Technische Daten wie unter Punkt 2.

 

Mit dieser erschlagenden Fülle von technische Daten endet der erste Teil des Umbauberichtes nun.

Der kommende Teil wird sich mit den Freuden des Auseinanderbauens eines Autos widmen, das sich mit aller Kraft dagegen wehrt :)

 

Bis dahin,

Celsi

Hat Dir der Artikel gefallen? 18 von 19 fanden den Artikel lesenswert.

12.02.2016 21:39    |    Celsi    |    Kommentare (69)    |   Stichworte: 8S/FV, Audi, Audiringe ab, Embleme, Markenschilder, Ringe, Ringkampf, TT, Typenschilder, Veränderungen am TTS

Sieht es gut aus, wenn an meinem TTS die Audi-Ringe vorne und hinten entfernt sind?

Vergleichsbild Front (bitten aufzoomen)Vergleichsbild Front (bitten aufzoomen)Vergleichsbild Heck 1 (bitte aufzoomen) - Danke an User Uncle_Sam!Vergleichsbild Heck 1 (bitte aufzoomen) - Danke an User Uncle_Sam!Vergleichsbild Heck 2 (bitte aufzoomen)Vergleichsbild Heck 2 (bitte aufzoomen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Thema "Die Audi-Ringe runter vom Lack oder nicht?" hat in diversen Threads im FV/8S-Forum schon mehrfach zu erbitterten Diskussionen geführt und den ein oder anderen Thread ins OffTopic (OT) gerissen. In meinem letzten Artikel hatte ich die Ringe auf dem Lack in Zusammenhang mit den Türprojektoren erwähnt, und schon wurde das Thema begierig aufgegriffem und ich haben die Diskussion zu meinem eigenen Blog-Artikel ins OT geführt :p

Das zeigt mir, dass es hier gewaltigen Diskussionsbedarf gibt, und hier ist nun die Plattform dafür: Stimmt ab und diskutiert völlig OnTopic und bis zum Erbrechen über dieses Thema.

Ja ich weiß: Ich sollte in erster Linie das machen, was mir gefällt, und ich kann ich versichern, das werde ich auch tun. Aber in dieser Umfrage möchte ich explizit Eure Meinung wissen.

 

GRUNDLAGE DER UMFRAGE/DISKUSSION SOLL MEIN VEGASGELBER TTS SEIN:

Ich habe die Ringe vorne bereits am Tage der Auslieferung entfernt, weil sie nun nicht mehr im Kühlergrill sitzen, sondern vorne auf die Haube geklebt sind (siehe Vergleichsbild 1). Meiner Meinung nach haben sie da nichts zu suchen, rein optisch schon nicht. Als Pflegefreak und "Vielpolierer" stört mich aber zusätzlich, dass es Dreckfänger sind, deren Ecken und die Innenkanten schwer sauber zu halten und zu polieren sind. Bei maschineller Politur können Sie zudem die Polierschwämme beschädigen. Mir ist aber klar, dass dieses Argument für jemanden, dessen Lack nicht stets besser als Neuwagenzustand sein muss, schwer nachvollziehbar sein wird ....

 

AUDI TT 8J hinten ohne RingeAUDI TT 8J hinten ohne RingeBei den Ringen hinten bin ich noch unschlüssig: Noch sind sie dran, die Vergleichsbilder 2 und 3 sind "gefaked" (Danke für Bild 2 an User @Uncle_Sam). Ich finde die Ringe optisch dort okay, habe sogar Angst, ohne sie könnte das Heck "leer" wirken ... aber sie stören halt auch bei der Pflege. Zu "hinten" bin ich am meisten auf Eure Meinungen gespannt, ein wenig wird sie meine Entscheidung vielleicht doch beeinflussen ;)

Ich habe schon an 2 meiner Audis die Ringe hinten abgemacht: Dem orangen TT hat es in meinen Augen gestanden, aber den schwarzen A3 davor hat es entstellt.

 

Ich wollte erst noch die Optionen "Meine Meinung variiert nach Farbe" und "Ringe im Grill dürfen nicht ab" hinzufügen, aber damit würden wir uns von meinem Auto entfernen, um das es mir

hauptsächlich geht. Solche Einschränkungen könne ja immer noch in einem Kommentar untergebracht werden.

 

AUDI A3 8PA hinten ohne RingeAUDI A3 8PA hinten ohne RingeDass auch hier sehr kontrovers diskutiert werden wird, ist abzusehen. Ich lasse alle Meinungsäußerungen zu, Ihr dürft meinen Wagen, mit oder ohne Ringe, nach Belieben loben oder niedermachen.

Wäre aber schön, wenn immer ein gewisser Bezug zum Thema der Umfrage vorhanden wäre :)

Nur von persönlichen Angriffen auf Diskussionsteilnehmer bitte ich abzusehen, die könnten gelöscht werden, wenn sie besonders fies sind oder der Diskussionsteilnehmer mich darum bittet.

So, und nun bin ich auf das Abstimmergebnis gespannt.

 

Viele Grüße

Celsi

Hat Dir der Artikel gefallen? 1 von 6 fanden den Artikel lesenswert.

09.02.2016 20:15    |    Celsi    |    Kommentare (32)    |   Stichworte: 8S/FV, 8S88575527C0, 8S8 857 552 7C0, Airbag-Aufkleber, Airbag-Warnung, Audi, Audi-Logo, Audi Zubehör, Einstiegsbeleuchtung, Innenraum, Sonnenblende, TT, Türprojektoren, Veränderungen am TTS

KOSMETIK FÜR BLONDIE:

In diesem Artikel möchte ich über 2 weitere kleine, eher "kosmetische" Änderungen am Fahrzeug berichten. Auch mit kurzer "Montageanleitung", aber lange nicht so ausführlich wie beim Start/Stop-Automatik Modul (siehe vorheriger Artikel). Das ist auch gar nicht nötig, denn beide Lösungen lassen sich relativ unkompliziert und schraubenlos montieren, wenn man weiß, wo man hebeln/ziehen/drücken/stecken muss.

 

 

 

 

TAUSCH DER SONNENBLENDE:

Benötigtes Ersatzteil: AUDI-Teilenummer 8S8 857 552 7C0, Kosten um die EUR 80,00

 

1 Lagerspuren an Sonnenblende1 Lagerspuren an SonnenblendeDer absolut unpassende, rot-gelb-weiße Airbag-Warnaufdruck auf der Sonnenblende für schon im FV/8S Forum ausführlich diskutiert. Der fügt sich so harmonisch meinen sonst in dunklen Tönen gehalten oberen Teil des Innenraums ein wie ein Stück Stacheldraht ins Auge. Also habe ich die Sonnenblende ohne Aufdruck bestellt und eingebaut.

Der Kauf war aber nicht ohne Tücken: Es sind offenbar zahlreiche Exemplare mit Lagerspuren im Umlauf: Siehe Bild 1. Mein "Freundlicher" musste 4x nachbestellen, bevor er eine bekam, die einwandfrei war. Im erwähnten Forenthread berichten auch andere von diesem Problem: Also Augen auf beim Blendenkauf!

 

 

Der Umbau ist unkompliziert und schraubenfrei. Man muss eigentlich nur wissen, dass der kleinere Teil der Abdeckung des rechten Blendenfußes sich nicht wegschieben läßt, wie ich zunächst annahm. Es ist vielmehr eine Art Stopfen, eine Niete, die man nach unten (Richtung Fahrzeugboden) weghebeln muß (siehe Bild 5). Dadurch hat man die Blende auch gleich gelöst und in der Hand. Eine kleine Hürde ist der Steckerkontakt: Der Stecker lässt sich nur lösen, wenn man mit einem spitzen Werkzeug in das kleine Loch auf dessen flacher Seite sticht und so eine winzige Lasche runterdrückt. Auch kein Hexenwerk, wenn man das weiss.

 

2 Vorher2 Vorher3 Blende ausgebaut3 Blende ausgebaut4 Blendenfuß und Clip4 Blendenfuß und Clip

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Einbau der neuen Blende ist easy: Stecker rein ("klick"), Blendenfuß ins Loch halten, "Nietenstopfen" reindrücken ("klick"), fertig. Und schon ist der Innenraum um Einiges aufgewertet.

 

5 Nachher5 NachherHinweis: Der Wegfall des Warnaufdruckes könnte ein kleines Verwarngeld nach sich ziehen, wenn die Polizei darauf aufmerksam wird. Auch der TÜV könnte sich daran stoßen.

Grund: Nach §35a(8) StVZO muss ein mit einem Piktogramm versehener Warnhinweis auf den Beifahrer-Airbag im Sichtfeld angebracht sein. Es gibt da zwar (bei Abschaltung des Airbags) den beleuchteten Warnhinweis an der Innenbeleuchtung.

Aber der hat kein "Piktogramm" ... Ein Hoch auf die Paragraphenreiter: ich sch**** drauf.

Ich glaube, die Teilenummer 8S8 857 552 7C0 könnte eines der meistverkauften Ersatzteile für den 8S/FV werden.

 

 

 

 

TAUSCH DER EINSTIEGSBELEUCHTUNG:

Benötigtes Ersatzteil: AUDI-Teilenummer 4G0 052 133 A, Kosten um die EUR 85,00

 

6 Box Einstiegsleuchten6 Box EinstiegsleuchtenJetzt kommen wir zu einer wirklichen "Spielerei", die sogar die ursprüngliche Funktion etwas beschneidet (Helligkeit) und zudem den "Markenproll" etwas heraushängen lässt - aber ich finde es einfach zu cool, um mich daran zu stören. Die gewöhnliche Einstiegsbeleuchtung, die dafür gedacht ist, beim Aussteigen Pfützen oder anderen Unbill rechtzeitig zu erkennen, wird hier durch LED Projektoren ersetzt, die das AUDI Logo auf den Boden projizieren.

 

Aber von vorn: Ich habe die Projektoren in der Bucht zu einem recht günstigen Preis bekommen. An die noch günstigeren Lösungen anderer Hersteller habe ich mich nicht rangetraut, dafür habe ich in Userrezensionen zu oft von Überhitzungen und sich eintrübenden Linsen gelesen. Die Projektoren kamen in einer schicken Box, die niemand braucht, aber die jeder mit bezahlt.

7 Box Einstiegsleuchten offen7 Box Einstiegsleuchten offenAnleitung liegt bei, der Umbau ist einfach und schraubenfrei. Nur das Entfernen der alten Leuchten war leicht zickig: Man muss mit einem Schraubendreher eine Lasche etwas reindrücken, damit sich die alten Leuchten "aushängen" lassen. Diese Lasche ist aber irgendwie so gar nicht elastisch, wollte kaum nachgeben, ich habe jeden Augenblick damit gerechnet, dass es "knack" macht. War mir aber egal, es waren ja die alten Leuchten, und irgendwie ging es dann doch unfallfrei ab. Danach Stecker ab, Stecker wieder drauf, neue Leuchte bzw. Projektor einklipsen und die gestochen scharfe Projektion auf dem Boden bewundern.

Sie ist im Grunde recht hell, heller als das Original, aber gibt kaum Streulicht ab, weshalb sie als "Leuchte" nun nicht mehr so gut taugt. Aber das tolle Logo entschädigt für gelegentliche nasse Füße in einer Pfütze. Das Logo gibt es auch als "quattro" Schriftzug!

 

8 Eingebauter Projektor von unten8 Eingebauter Projektor von unten9 Projektion unter Fahrertür9 Projektion unter Fahrertür10 Saubere, scharfe Projektion10 Saubere, scharfe Projektion

Hat Dir der Artikel gefallen? 7 von 14 fanden den Artikel lesenswert.

30.01.2016 16:04    |    Celsi    |    Kommentare (28)    |   Stichworte: 8S, 8S/FV, Ampelstopp, Anlasser, Audi, Benzin sparen, CO2 Ausstoß, DSG, FV3, Scotty18, SSA, SSAM, Start/Stop, Start/Stopp, Start-Stopp, Start-Stopp Automatik, Start-Stopp-Automatik, TT, TTS, Veränderungen am TTS, Verbrauch, Verschleiß

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich habe nichts gegen Start/Stop Automatiken (Im Folgenden "SSA" abgekürzt). Alleine hier bei uns im kleinen Bad Mergentheim, wo Verkehrsflussplanung offenbar nur im Vollrausch vorgenommen wird und Schranken schon einmal volle 6 Minuten unten sind und Ampeln bis zu 2 Minuten rot zeigen, erkenne ich deren Sinn völlig an. In den Passats unserer Firmenflotte, die ich des öfteren fahre, habe ich auch gar kein Problem mit der SSA: Fuß von Kupplung, Gang raus - Fahrzeug aus. Will ich nicht, dass es ausgeht, halte ich die Kupplung einfach weiter gedrückt. Passt.

Beim Doppelkupplungsgetriebe (DSG) bzw. S-Tronic, wie AUDI es nennt, ist das weniger elegant gelöst: Da es keine Kupplung gibt, deren Entlasten als Zeichen für einen längeren Halt interpretiert werden kann, geht der Wagen einfach aus, sobald er steht und der Fuß noch auf der Bremse ist. Aber der Fuß muss bei einer Automatik auf der Bremse stehen, denn sonst rollt der Wagen mit Standgas wieder an bzw. weiter. Also geht der Bock an jedem Stop-Schild aus.

Der "Trick" ist es, nicht zu stark auf der Bremse zu stehen. Das Handbuch meines TTS beschreibt es so:

Sie können selbst steuern, ob der Motor abgestellt wird oder nicht, indem sie die Bremskraft verringern oder erhöhen. Wenn Sie die Bremse z. B. im Stop-and-Go-Verkehr oder beim Abbiegen nur leicht treten, wird bei Fahrzeugstillstand keine Stop-Phase eingeleitet (...).

 

1 Start/Stop Automatik Modul (SSAM) im Vordergrund auf dem Armaturenbrett1 Start/Stop Automatik Modul (SSAM) im Vordergrund auf dem ArmaturenbrettUnd das ist die Krux: ich kann mich nicht dran gewöhnen, wie stark genau man das Pedal treten muss, damit einerseits die SSA sich nicht aktiviert, aber andererseits die Bremsen nicht schleifen und der Antrieb bzw. die Kupplung(en) nicht gegen die Bremse arbeiten. Es ist schwer, hier den "Druckpunkt", wie man bei der Kupplung sagen würde, zu finden, eine Unterstützung wie den leichten Widerstand im Gaspedal beim Kickdown gibt es nicht. Ich kann mich aber weiterhin auch nicht dran gewöhnen, bei einer normalen Fahrt zum Einkaufen ca. 10x mehr Motorstarts zu haben als ohne SSA. Klar, die Hersteller sagen, die Anlasser und Motoren sind entsprechend robuster konstruiert, um das wegzustecken. Aber 10x robuster? Bei der harten Rotstiftpolitik, die gefahren wird, und die man bei AUDI z.B. in mangelhafter Unterbodenkonservierung, früh verschleißendem Leder, gammelnden Bremsscheiben, etc. immer wieder vorgeführt bekommt? Ich glaub nicht so recht dran ...

Ich will wieder selber bestimmen, wann es sinnvoll ist, den Motor abzuschalten. So, wie ich es schon immer getan habe, vor den Bahnschranken und der berüchtigten 2-Minuten Ampel ist der Motor bei mir schon immer aus gewesen. Und da kommt ein kleines Modul namens "SSAM" der Firma VAG-Diagnose ins Spiel (siehe Bild 1)

 

2 Kaffeenachschub und ein wenig Wärme in der Garage2 Kaffeenachschub und ein wenig Wärme in der GarageDas Modul kommt mit mit einer Einbauanleitung, die man sich am besten ausdruckt oder auf's Tablet lädt, um sie im Auto parat zu haben. Die Anleitung ist keineswegs schlecht, aber sie beschränkt sich auf die wirklich allernotwendigsten Angaben. Halt von Technikern geschrieben (sorry @Scotty18 :p). Man kommt damit zurecht, aber ich habe trotzdem so manches Mal geflucht, meist bei Dingen, für die die Anleitung bzw. das SSAM gar nichts können. Mit diesem Artikel will ich die Anleitung von VAG-Diagnose nicht ersetzten, aber ... um Umfeldinformationen ergänzen:

 

TIPPS ZUR VORBEREITUNG:

° Der Einbau kann auch von Nicht-Fahrzeugelektrikern vorgenommen werden, aber "easy" ist das Ganze nicht. Man 3 Gutes Licht in Form eines 50W LED Fluters3 Gutes Licht in Form eines 50W LED Fluterssollte schon zuvor einmal ein wenig mit Verkablung und Steckern an einem AUDI zu tun gehabt haben, finde ich. Außerdem sollte man die notwendige Zeit, Geduld und Sorgfalt mitbringen, bei den nachfolgenden Bildern wird schnell klar, warum. Für Kaffee-Junkies wie mich empfehle ich konstanten Nachschub, siehe Bild 2 :D

° Licht! Sorgt für gutes Licht, die Innenbeleuchtung plus schummriges Tageslicht im Winter reichen nicht aus! Ich habe mir einen 50W LED-Fluter vor's Fenster gestellt (siehe Bild 3) und musste "da unten" an der Schalterleiste immer noch mit einer Taschenlampe nachhelfen, obwohl ich in einer gut beleuchteten Garage stand.

° Schützt die Mittelkonsole vor dem DSG-Wahlhebel mit einem weichen Tuch (Bild 4). Es wird eng da unten werden, auch durch den unvermeidbar nach ganz vorne (P) geschobenen Wahlhebel, und Ihr werdet da mit Werkzeug rumfummeln. Kratzergefahr für die Mittelkonsole!

 

4 Schutz der Mittelkonsole durch weiches Tuch und zusätzliches Licht durch Taschenlampe4 Schutz der Mittelkonsole durch weiches Tuch und zusätzliches Licht durch Taschenlampe

BENÖTIGTE MATERIALIEN:

° Hand-/Taschenlampe

° Weiches Tuch

° Kleine Aale _ Ahle, einen sehr kleinen Präzisionsschraubendreher oder einen sehr kleinen Bohrer zum Auspinnen der Kabel aus dem Stecker. Zur Not auch ein kleinerer, aber langer Nagel. Die auszusteckenden Pins sind nur wenig mehr als einen Millimeter breit, also muss die Spitze vom Werkzeug entsprechend klein/spitz sein. Bei mir ist es ein Bohrer geworden, siehe Bild 5.

° Kleine spitze Schere, Nagelschere

° Isolier- oder Gewebeband

° Entriegelungswerkzeuge (AUDI Teilenummer 8E0 051 530)

 

5 Kleiner Bohrer benutzt zum Auspinnen5 Kleiner Bohrer benutzt zum Auspinnen

AUSBAU DER SCHALTEREINHEIT:

Dafür wird das 2teilige Entriegelungswerkzeug TN 8E0 051 530 benötigt. Zuvor sicherstellen, dass das weiche Tuch auf der Mittelkonsole unterhalb der Schalterleiste liegt, denn dort werden wir die ausgebaute Schalterleiste vorübergehend ablegen, solange sie noch am Kabel hängt.

An der Unterseite der Schaltereinheit befinden sich 2 kleine Schlitze (siehe Bild 6), hier werden die Entriegelungswerkzeuge eingeschoben, und zwar mit der abgeflachten Seite der "Fingerringe" nach außen zeigend. Ganz reingeschoben, rasten sie hörbar ein (Bild 10 zeigt den Mechanismus im Detail).

 

6 Entriegelungsschlitze in der Schalterleiste6 Entriegelungsschlitze in der Schalterleiste7 Schalterleiste entriegelt7 Schalterleiste entriegeltNun kann man die Schaltereinheit an den Entriegelungswerkzeugen herausziehen. Hierbei zunächst nicht zu weit ziehen, denn die Einheit hängt noch an einem Kabelstrang, der nicht allzu weit nachgibt.

Ist das Ding einmal draussen, muss als nächstes der rote Stecker ab. Das funktioniert wie bei vielen "VAG"-Steckern durch eine Lasche an der Unterseite des Steckers, die gedrückt gehalten werden muss, während man ihn abzieht. Bevor man die 8 Schalterleiste ausgebaut8 Schalterleiste ausgebaut9 Entriegelungswerkzeuge entfernen9 Entriegelungswerkzeuge entfernenSchaltereinheit dann erst mal zur Seite legen kann, müssen noch die Entriegelungswerkzeuge wieder herausgezogen werden. Bild 9 zeigt, wo man drücken muss, um die Werkzeuge freizugeben und herausziehen zu können.

Die Ausrichtung der Werkzeuge beim reinstecken (abgeflachte Seite nach außen) wird aus diesem Bild auch noch einmal deutlich.

 

 

DER GROSSE ROTE STECKER

10 Roten Stecker entriegeln10 Roten Stecker entriegeln

Aus dem werden wird später 4 Kabel auspinnen müssen. Und das wird er uns nicht leicht machen, denn zu der Enge vor dem Wahlhebel kommt hinzu, dass das Kabel dem roten Stecker nicht allzu viel Leine läßt. Das wird fummelig, und man wünscht sich wieder Kind zu sein - nicht wegen dem Spaß, sondern wegen den kleinen Händen.

Aber dafür müssen wir erst mal richtig an ihn rankommen, denn das rote ist nur eine Hülle, darunter ist er schwarz. Die rote Hülle muss seitlich am Stecker entriegelt werden, siehe Bild 10. Die von der Lasche muß entgegen dem Druck der (Kunststoff-)"Feder" in Pfeilrichtung (rote gestrichelte Pfeile) angehoben werden, indem man mit einem flachen Werkzeug (z.B. der Spitze eines der Entriegelungswerkzeuge) an der Stelle hebelt, die der große grüne Pfeil markiert. Alles klar? Nein? Kann ich Euch nicht verdenken, ich habe bestimmt 10 Minuten da rumgestochert, bis ich's hatte. Mit meinem Bild kriegt Ihr es vielleicht in 11 Schwarzes Stecker-Innenleben aus roter Hülle seitlich herausschieben11 Schwarzes Stecker-Innenleben aus roter Hülle seitlich herausschieben3 Minuten hin :)

Bild 11 rechts zeigt den eigentlichen, schwarzen Stecker, wie er sich aus der roten Hülle schiebt. Und es zeigt dem aufmerksamen Betrachter noch mehr: Das Gewebeband um den Kabelstrang hinter dem Stecker ist plötzlich weg, und ist da oben links nicht ein durchtrenntes Kabel zu sehen? Ja, ist es ... :(

Foto 11 ist gestellt, ich habe die rote Hülle später noch mal halb über den schwarzen Stecker geschoben - nur um das Bild zu machen. Davor hatte ich das schwarze Gewebeband entfernt, als die rote Hülle schon ab war. Das Gewebeband ist die Seuche - es ist stabil und klebt wie die Pest. Ich habe keinerlei "loses Ende" gefunden, an dem ich beginnen konnte, es vom Kabelstrang "abzuschälen", also nahm ich nach einer frustrierend erfolglosen Viertelstunde die kleine spitze Schere zu Hilfe (keine Bilder, weil keine Hand frei). Ich habe echt vorsichtig gearbeitet, nach jedem Millimeter Schneiden geschaut, ob nicht eine der Kabeladern dem nächsten Schnitt im Weg war. Trotzdem habe ich eine durchgezwickt, die sich von den anderen Adern im Strang gelöst hatte und für mich "unsichtbar" an der Innenseite des Gewebeband klebte ... da war ich erst mal geschockt.

Zum Glück kann ich mit dem Lötkolben umgehen, und nach einer kleinen Pause zum "Runterkommen" habe ich die beiden Enden einfach wieder zusammengelötet, Schrumpfschlauch drüber und gut. Muss man aber trotzdem nicht haben, deswegen meine eindringliche Warnung an Euch, drei mal hinzusehen, bevor Ihr einen Schnitt macht.

 

 

AUSPINNEN / UMPINNEN

12 Stecker-Durchnummerierung und Umpinn-Druckpunkte12 Stecker-Durchnummerierung und Umpinn-Druckpunkte"Umpinnen" bedeutet nichts anderes als die kleinen, gerasteten Metallhülsen im Stecker zu lösen, rauszuziehen und woanders wieder reinzustecken. Auf diese Weise integrieren wir das SSAM in die Bordelektronik. Diese Hülsen habe auf der Oberseite einen kleinen, federten Metallhöcker, der wie ein Widerhaken in den Kunststoff des Steckers greift und die Hülse im Stecker fixiert. Diesen Höcker muss man mit der Ahle, dem Bohrer oder dem sonstigen spitzen Werkzeug, das Ihr bereitgelegt habt, ein wenig runterdrücken, damit man das Kabel hinten aus dem Stecker rausziehen kann. Und das 2x pro Kabel , - Bild 12 zeigt genau, wo die Hülse am Stecker hängenbleibt und wo man (nacheinander) drücken muss.

Das Bild zeigt außerdem, wie die Hülsen, die Steckerkontakte durchnummeriert sind, sowohl auf dessen Vorderseite als auch auf dessen Rückseite. Hier muss sorgfältig drauf geachtet werden, dass man richtig zählt - man will ja nicht den falschen Pin umpinnen, das könnte fatale Folgen haben. Ich empfehle, sich ständig selbst noch einmal zu überprüfen. Sowohl während der Arbeit, als auch die gesamte Umpinnanleitung, die dem SSAM beiliegt, zum Schluß noch einmal Punkt für Punkt durchzugehen.

 

13 Die Steckplätze von St1a und St2a sind ebenfalls durchnummeriert13 Die Steckplätze von St1a und St2a sind ebenfalls durchnummeriertEs müssen insgesamt nur 4 Kabel aus dem großen Stecker ausgepinnt werden. Die dem SSAM beiliegende Anleitung führt einen hier sehr schön durch, nennt die Nummerierung der Pins und Farbe der Kabel. Was auf dem großen schwarzen Stecker ausgepinnt wird, landet in einem der beiden kleinen Stecker (Bild 12 zeigt auch einen davon), die dem SSAM beiliegen. Sie sind mit "St1a" und "St2a" beschriftet und damit gut zu unterscheiden. Sie haben jeweils nur 3 Steckplätze die ebenfalls durchnummeriert sind (Bild 13). Auf diese Nummerierung bezieht sich die Umpinnanleitung, und auch hier sollte sehr sorgfältig gearbeitet und Fehlbelegungen vermieden werden, wenn man die Kabel einpinnt.

In die dann leeren Steckplätze im großen Stecker, aus denen ausgepinnt wurde, wird je eines der 4 aus dem SSAM hervorkommenden "losen" Kabel mit Hülse wieder eingepinnt. Das Einpinnen ist jeweils sehr einfach, man muss nur darauf 14 Fertige Verkabelung14 Fertige Verkabelungachten, dass die Rastnase nach oben zeigt und die Hülse dann am Kabel in den (richtigen Steckplatz!) im Stecker schieben, bis es "klick" macht und nicht mehr weitergeht.

Am Ende hat man also dem Stecker, der aus dem Armaturenbrett kommt, 4 Pins entnommen und davon jeweils 2 in die 2 dem SSAM beiliegenden Stecker eingepinnt, während man die 4 aus dem SSAM herauskommenden Kabel in den Armaturenbrett-Stecker eingepinnt hat.

In einem letzten Schritt müssen nun noch die beiden soeben bestückten Stecker "St1a" und "St2a" mit ihren Gegenstücken am SSAM "St1" und "St2" verbunden werden - die beiliegende Anleitung lässt hier keine Fragen offen. Bild 14 zeigt die endgültige Verkabelung.

 

 

FUNKTIONSTEST

15 SSA Taste - LED an15 SSA Taste - LED anNun, nachdem alles vollständig verkabelt ist, ist es Zeit für einen ersten Funktionstest. Es macht wenig Sinn, alles ungetestet wieder zu verbauen. Dazu die Schalterleiste provisorisch an den schwarzen Stecker anschließen, dabei mithilfe der roten Hülle des Steckers abgleichen und sicherstellen, dass der ohne die rote Hülle nicht verpolungssichere schwarze Stecker richtig herum in die Schalterleiste gesteckt wird!

 

Testablauf:

  1. Zündung anschalten
  2. SSA mit Taster abschalten (LED im Taster muss leuchten)
  3. 5 Sekunden warten, dann Zündung wieder ausschalten.
  4. 5 Sekunden warten, dann Zündung wieder einschalten. LED im Schalter sollte immer noch leuchten. Das bedeutet, dass sich das Modul den letzten Schaltzustand der SSA gemerkt und ihn nach erneuter Zündung wieder hergestellt hat = OK. Andernfalls Verkabelung Stück für Stück erneut mithilfe der Anleitung überprüfen.
  5. SSA wieder anschalten (LED im Taster muss aus sein)
  6. 5 Sekunden warten, dann Zündung wieder ausschalten.
  7. 5 Sekunden warten, dann Zündung wieder einschalten. LED im Schalter sollte immer noch aus sein. Das bedeutet, dass sich das Modul den letzten Schaltzustand der SSA (hier: an) gemerkt und ihn nach erneuter Zündung wieder hergestellt hat = OK. Andernfalls Verkabelung Stück für Stück erneut mithilfe der Anleitung überprüfen.

 

 

ABSCHLIESSENDE ARBEITEN

16 SSAM durchs enge Loch hinten in der Schalterleistenaufnahme16 SSAM durchs enge Loch hinten in der SchalterleistenaufnahmeNun kann das Modul hinter das Armaturenbrett verbracht werden. Ich hätte es vorher gerne noch mit ein wenig Moosgummi-Folie beklebt, damit es dort drinnen nicht rappelt, wenn es irgendwo anstößt. Eigentlich hatte ich das sogar schon gemacht, nur um dann festzustellen, dass es dann nicht mehr durch das Loch hinten in der Aufnahme der Schalterleiste passt. Da ist kein Millimeter Platz mehr, es passt da so gerade durch (siehe Bild 16). Laut Hersteller ist aber kein Klappern zu befürchten.

Nachdem das Kästchen durch ist, auch noch die beiden Stecker und den Rest des Kabelbaumes vorsichtig hinterherschieben. Dabei darauf achten, dass nichts abgeknickt, eingeklemmt oder die Stecker-Verbindungen gelöst werden. Geduldig bleiben, das ist alles verdammt eng und eine ziemliche Fummelei, aber irgendwann klappt es.

Zum Schluß Schalterleiste nachschieben und wieder einrasten lassen. Erneuten Funktionstest vornehmen.

 

FERTIG!

 

Ich hoffe, meine Beschreibung hat Euch gefallen. Wie gesagt, es ist eine Ergänzung für die dem SSAM beiliegende Anleitung, kein Ersatz. Dafür ist mein Text auch viel zu umfangreich. Aber er schildert alle Vorgänge genauer und zudem auch die "Fallen" und Probleme, in die ich bei der Montage gelaufen bin und die in der kompakten beiliegenden Einbauanleitung nicht erwähnt werden.

Wer diesen Artikel sorgfältig gelesen hat und sich dann mit der dem SSAM beiliegenden Anleitung ins Auto setzt, sollte eigentlich auf jede Eventualität vorbereitet sein und es damit deutlich leichter haben als ich. Und das ist das Ziel dieses Artikels.

 

Viele Grüße,

Celsi

Hat Dir der Artikel gefallen? 23 von 24 fanden den Artikel lesenswert.

17.12.2015 19:26    |    Celsi    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: 16:9, 8S/FV, Audi, Celsi, Filme, Format, Media Interface, MMI, MMI Dateiformat, MMI Filme abspielen, MMI Umwandlung, MMI Video, MMI Video Format, MMI Videos wiedergeben, mp4, SD, TT, Tutorial, USD, Veränderungen am TTS, Videodateien, Video im Auto, Video in Motion, VIM, Virtual Cockpit

WORUM GEHT'S?

Das MMI (Multi Media Interface) des AUDI TT FV/8S ist in der Lage, nicht nur Inhalte von DVD wiederzugeben, sondern auch Filmdateien von USB-Datenträgern, SD-Karten, Jukebox oder Daten-CD/DVD. Die Video-Wiedergabe ist im Serienzustand unterdrückt (nur Ton), wenn der Wagen sich bewegt. Es ist technisch möglich, diese Sperre aufheben zu lassen ("VIM" - Video In Motion) - empfehlenswert ist es jedoch nicht, da es vom Verkehrsgeschehen ablenken kann. *1. Zudem hat der Beifahrer im TT einen schweren Stand, um von seiner Position aus etwas auf dem Bildschirm im Virtual Cockpit zu erkennen. Trotzdem mag der ein oder andere von Euch ein paar (Musik)videos im MMI abspielen wollen, und sei es nur im Stand.

Ich rechne weiterhin damit, dass AUDI in anderen Modellen mit Virtual Cockpit den Fehler nicht wiederholt, den Beifahrer aus dem optischen Infotainment auszuschließen - dieses Tutorial mag deshalb auch für andere AUDI-Modelle nützlich sein/werden.

 

Für die Videokonvertierung mithilfe dieses Tutorials sind praktisch keine Vorkenntnisse in der Videobearbeitung notwendig.

 

 

WOHER MUSIKVIDEOS BEZIEHEN?

Ich bin kein Apple-Nutzer, aber ich habe mir sagen lassen, dass man sich über I-Tunes Musikvideos runterladen kann. Außerdem ist es mit Freeware-Software wie z.B. "JDownloader" möglich, sich Clips von den einschlägigen, legalen Streaming-Portalen herunterzuladen. Dieses Downloaden ist nach heutiger Rechtslage legal *2 *3. Weiter ins Detail möchte ich hier aber nicht gehen, denn den Betreibern mancher Portale ist dieser Umstand ein Dorn im Auge, und sie gehen offenbar gegen Leute vor, die "Anleitungen" verfassen, wie solch ein Download genau zu bewerkstelligen ist. *4

Zum Glück haben wir ja noch eine weitere Option: Videos, an denen wir die vollen Rechte haben und die wir nirgendwo downloaden müssen: Selbstgemachte Videos. Mit dem Smartphone angefertigt, sind sie sicher kein Garant für HiFi-Sound, aber für dieses Tutorial reicht ein solches Video im Folgenden als Anschauungsobjekt. Es handelt sich um einen kleinen Film, den ich mal mit dem Smartphone "gedreht" hatte, um zu veranschaulichen, was Hologramme (auf dem Autolack) sind. Wen's genauer interessiert: Den Film gibt es auch bei Youtube.

 

1 Testfilm "Die Mutter aller Hologramme"1 Testfilm "Die Mutter aller Hologramme"2 Startbildschirm von Programm "XMedia Recode"2 Startbildschirm von Programm "XMedia Recode"3 Startbildschirm von Programm "Mediainfo"3 Startbildschirm von Programm "Mediainfo"

 

 

 

WELCHE SOFTWARE BENÖTIGEN WIR?

Folgendes Programm benötigen wird zum Recodieren der Videos in das vom MMI akzeptierte Format. Das Programm ist Freeware.

- XMedia Recode in der aktuellesten Version

Nicht unbedingt benötigt, aber hilfreich zum vorherigen Herausfinden des Formats der Ursprungsdatei (ebenfalls Freeware):

- MediaInfo in der aktuellesten Version

 

 

WELCHES ZIELFORMAT WOLLEN WIR ERREICHEN?

Dieser Part erklärt ein wenig die technischen Hintergründe. Er muss nicht unbedingt gelesen werden, zumal er etwas trocken ist. Bei Desinteresse an dem "Technobabbel" einfach diesen Abschnitt überspringen und der Anleitung im nächsten folgen.

 

4 Handbuch Seite 194 - Videoformate4 Handbuch Seite 194 - VideoformateJetzt wird's ein wenig kurios. Das Handbuch des TT/TTS behauptet auf Seite 194 nämlich Folgendes: siehe Bild links, roter Rahmen. Im Kasten "Eigenschaften wird unter anderem dort angegeben, dass die Framerate (Anzahl der Bilder pro Sekunde im Film) den Wert 25 nicht überschreiten dürfe und die Bitrate (die Anzahl der Daten, die die Datei pro Sekunde überträgt) nicht den Wert 2000kbit/s. Beides stimmt aber nicht, lediglich die maximale Auflösung (Höhe und Breite des Films in Pixel) ist richtig angegeben. Leider hat es eine ganze Weile und den Zufall gebraucht, bis ich festgestellt habe, dass auch höhere Framerates und Bitrates funktionieren.

 

Und das ist auch gut so, denn mit dem Smartphone angefertigte Clips oder Filme aus anderen Quellen weisen in der Überzahl eine Framerate von 30 bzw. 29,97FPS (Frames per second) auf. Diese kann man zwar "heruntercodieren" auf die verlangten 25FPS, aber das hat Folgen: Wir weisen das Video damit an, 5 Bilder (Frames) pro Sekunde weniger darzustellen. Aber das Video darf dadurch nicht zeitlich kürzer werden, alleine schon wegen dem Ton, der ja nicht schneller werden darf. Was passiert also: Durch die 5 entfernten Frames "stolpert" das Video 5x in der Sekunde über ein "Loch", weil es versucht, mit einer "Tonspur" synchron zu bleiben, die für 30FPS aufgenommen wurde. Das äußert sich dergestalt, dass Bewegungen im Clip unsauber und ruckartig erscheinen.

Sorry für diesen kleinen Ausflug in die technischen Hintergründe. Das klingt jetzt alles, als hätte ich voll den Durchblick, aber in Wirklichkeit war ich nach der ersten "Runterkonvertierung" von 29,97 auf 25FPS völlig ratlos, warum mein zuvor sauber laufendes Video plötzlich ruckelte.

Bei der Auflösung liegt das Handbuch jedoch richtig: Sobald diese 720x576Pixel überschreitet, kann das Video vom MMI nicht mehr abgespielt werden - tatsächlich wird es in der Dateiauswahl nicht einmal mehr angezeigt. Da in der Praxis die Clips oft im 16:9 Format sind, wird unsere verwendete Auflösung im Folgenden aber meist 720x406 sein.

 

Das vom MMI akzeptierte Zielformat, das wir erreichen wollen, ist also ein mp4-File mit 720x406 bis 576px, max. 2200kbp/s Bitrate und einer Framerate von maximal 30FPS. "Maximal", weil es unnötig ist, 30FPS in der Zieldatei erreichen zu wollen, wenn die Quelldatei nur 25FPS hat (kommt vor!). Dann ruckelt es auch nur wieder ...

 

So, das war nun ein wenig trocken und theoretisch ... fangen wir doch nun mal mit der Praxis an, indem wir uns das Ausgangsvideo "Die Mutter aller Hologramme.mp4" genauer anschauen:

 

 

ANALYSE DER QUELLDATEI (optional)

5 MediaInfo benutzen per Drag&Drop5 MediaInfo benutzen per Drag&DropIn diesem Schritt schauen wir uns das Format der Quelldatei, also des noch nicht für das MMI aufbereiteten Videoclips an. Dieser Schritt kann ebenfalls übersprungen werden, ist jedoch am Anfang ganz sinnvoll, um ein Verständnis dafür zu bekommen, was wir hier tun.

 

6 Mediainfo: Analyse Quellvideo6 Mediainfo: Analyse Quellvideo

Für die Analyse brauchen wir "MediaInfo", das Programm aus dem 2. Link. Dessen Bedienung ist denkbar einfach:

Wir ordnen die Quelldatei und das Programmfenster von "MediaInfo" auf dem Desktop nebeneinander an und ziehen dann die Filmdatei mit der Mouse in das Fenster (Siehe Bild 5 links)

Danach verrät uns MediaInfo folgende wichtigen Details über das Quellvideo (im Bild 6 rot unterstrichen):

- Es ist ein MPEG4 (mp4) Video (fein, das mag das MMI)

- Es hat eine Bitrate von 9985 kbps (zuviel für's MMI)

- Es ist in der Auflösung 1920x1080 (viel zu groß für das MMI)

- Es hat eine Framerate von 29,970 FPS (Handbuch sagt nein, aber wir wissen: Okay für's MMI)

- Der Ton hat 192kbps, das ist nicht optimal, aber okay. Es ist halt mit dem Handy aufgenommen.

 

 

KONVERTIERUNG IN MMI-KOMPATIBLES FORMAT

Bevor man nun ob der nachfolgenden Screenshot-Flut mit Grausen den Blog-Artikel schließt: Bis auf wenige Ausnahmen sind alle diese Einstellungen einmalig nur nach Neuinstallation von XMedia Recode zu machen. Das Programm "merkt" sich diese Einstellungen dann. Der ganze Tanz muss nicht für jeden Film wiederholt werden!

 

Jetzt folgt also das eigentliche Konvertieren, bzw. besser gesagt: Recodieren in das Zielformat mit dem Programm XMedia Recode. Da ich oben schon mehr als genug geschrieben habe, beschränke ich mich für die, die noch wach sind, nun auf eine Abfolge hoffentlich aussagekräftiger Bilder.

Kommentare innerhalb der Bilder und Rahmen um die Elemente, an denen Änderungen vorgenommen werden müssen, sollten das Ganze verständlich halten. In den Rahmen um die zu ändernden Elemente stehen stets die neuen Werte, die Ihr bei Euch noch einstellen müsst.

 

Los geht's:

 

Schritt 1: Quelldatei ladenSchritt 1: Quelldatei laden Schritt 2: Einstellungen in Tab "Format"Schritt 2: Einstellungen in Tab "Format"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 3: Tab Video, Sektion AllgemeinSchritt 3: Tab Video, Sektion Allgemein Schritt 4: Tab Video, Sektion BewegungsschätzungSchritt 4: Tab Video, Sektion Bewegungsschätzung Schritt 5: Tab Video, Sektion ExtraSchritt 5: Tab Video, Sektion Extra

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 6: Tab Audio, Sektion AllgemeinSchritt 6: Tab Audio, Sektion Allgemein Schritt 7: Tab Audio, Sektion Lautstärke KorrekturSchritt 7: Tab Audio, Sektion Lautstärke Korrektur Schritt 8: Tab Filter/Vorschau, Sektion VideogrößeSchritt 8: Tab Filter/Vorschau, Sektion Videogröße

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 9: Tab JobsSchritt 9: Tab Jobs Schritt 10: Ergebnisüberprüfung mit MediaInfoSchritt 10: Ergebnisüberprüfung mit MediaInfo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fertig. Sieht von den Screenshots her "kompliziert" aus, aber eigenlich kann man den Bildern einfach ohne groß zu denken folgen und sollte mit einer brauchbaren Videodatei belohnt werden. Und wie gesagt: Die meisten dieser Einstellungen sind nur einmalig zu machen, nur die Auflösung im Tab "Filter/Vorschau" muss man man jedes Mal neu einstellen - eine Sache von ein paar Sekunden mit ein wenig Übung.

 

 

ALTERNATIVEN

Da gibt es noch den Windows Movie Maker aus dem Windows Essentials 2012 Paket (Freeware). Dieser ist etwas einfacher zu bedienen, insbesondere beim Schnitt. Weiterhin hat er tolle Features wie Texte einblenden, Fade in und Fade out, und weitere Effekte, um einen Film mit wenigen Handgriffen richtig "profihaft" aussehen zu lassen.

Der Testfilm "Mutter aller Hologramme" wurde mit dem Movie Maker nachbearbeitet (Youtube Link siehe oben). MMI-kompatible Filmdateien habe ich auch damit hinbekommen, mich aber letztlich gegen die weitere Verwendung vom Movie Maker entschieden. Denn abgesehen davon, dass der Movie Maker nur einen Audio-Stream von max. 192kbps erzeugen kann (akzeptabel, aber nicht gut), verlieren Filme bei der Speicherung mit diesem Tool merklich an Bildqualität. Ist so auch in zahllosen Beiträgen im Web nachzulesen. Aber schon die nur 192kbps Audio-Bitrate hätten wahrscheinlich ausgereicht, um mich zum komplizierteren XMedia Recode zu treiben: Das Bang&Olufsen System in meinem TTS enttarnt mangelhafte Audio-Qualität stets gnadenlos.

 

 

FEHLERSUCHE

Wenn das Video nach erfolgter Konvertierung nicht gleich abgespielt werden kann, nicht sofort die Flinte ins Korn werfen. Über ein paar Sachen bin ich bei meiner tagelangen Experimentiererei (wie gesagt, ich bin auch ein relativer Laie auf dem Gebiet) auch gestolpert und habe eine Lösung/Erklärung gefunden:

 

PROBLEM:

Laut MMI ist die Datei auf dem Datenträger nicht vorhanden/unsichtbar. Am PC sehe ich sie jedoch auf dem Datenträger.

LÖSUNGSMÖGLICHKEIT 1:

Das MMI blendet Film- und andere Dateien, die nicht den Formatvorgaben entsprechen, einfach aus, als wären sie nicht da.

Bitte mit dem Tool "MediaInfo" (Downloadlink siehe oben) am PC prüfen, ob die "unsichtbare" Videodatei die folgenen Vorgaben einhält: mp4-File mit 720x406 bis 576px, max. 2200kbp/s Bitrate und einer Framerate von maximal 30FPS.

Dazu dann bitte das möglicherweise übersprungene Kapital "WELCHES ZIELFORMAT WOLLEN WIR ERREICHEN?" durchlesen.

LÖSUNGSMÖGLICHKEIT 2:

Das MMI "erkennt" Datenträger wieder, aber hat Schwierigkeiten, Änderungen darauf zu erkennen. Im Rahmen meiner Experimente hatte ich auf einem USB-Stick, dessen 5 Video-Dateien vom MMI einwandfrei erkannt und abgespielt wurden, am PC mal 4 davon auf dem Stick gelöscht. Dann habe ich eine weitere, neue Datei, die den Vorgaben entsprach, auf den Stick kopiert. Er enthielt danach also 2 Videodateien gemäß Vorgaben, eine "alte", die das MMI schon mal erkannt hatte, und eine neue, die das MMI erkennen sollte. Hat es aber nicht. Es zeigte mir stattdessen die alte, ihm schon bekannte Datei an, sowie die 4 gelöschten, die schon gar nicht mehr auf dem USB-Stick waren, allerdings mit einem Symbol für "defekt" dahinter.

ABHILFE: Ggf. alle Dateien vom USB-Stick auf den PC wegsichern, dann den Stick neu formatieren (Schnellformatierung reicht). Dateien alle wieder in einem Rutsch draufkopieren. Ab da ist der Stick auch für das MMI ein "neues" Medium, das es korrekt neu einliest.

 

PROBLEM:

Das Video nutzt im Virtual Cockpit nicht den ganzen zur Verfügung stehenden Platz, sondern wird kleiner dargestellt.

LÖSUNG:

Die native Auflösung des MMI ist das veraltete PAL Format, die "deutsche Fernsehnorm" mit einem Bildseitenverhältnis von 5:4. Fragt mich nicht, warum, vermutlich hat es was damit zu tun, dass die "Videofähigkeit" des Virtual Cockpit in erster Linie besteht, um DVB-T Sendungen wiederzugeben. Je nachdem, was für Videos Ihr wiedergeben wollt und woher sie stammen, werden sie aber meist im 16:9 (siehe oben verwendetes Beispielvideo) oder auch im 4:3 Format vorliegen. Das VC kann diese dann nur darstellen, indem es Teile der Darstellungsfläche ungenutzt lässt ("schwarzer Balken")

 

PROBLEM:

Das Video ruckelt in der Wiedergabe, speziell bei Kameraschwenks.

LÖSUNG:

Mit dem Tool "MediaInfo" (Downloadlink siehe oben) die Framerate von Quellvideo und re-codiertem Video vergleichen. Ist die nicht gleich, ist das die Ursache. Dazu dann bitte das möglicherweise übersprungene Kapital "WELCHES ZIELFORMAT WOLLEN WIR ERREICHEN?" durchlesen.

 

PROBLEM:

Ich habe im MMI nur Ton, kein Bild. Am PC jedoch wird auch ein Bild dargestellt.

LÖSUNG:

Auto anhalten.:D Im Serienzustand ist die Wiedergabe von Videos unterdrückt, während der Wagen in Bewegung ist.

 

 

Rückfragen beantworte ich in der Kommentarfunktion gern - wenn ich kann. Ich habe mir diesen ganzen Kram auch nur ohne weitere Vorkenntnisse selbst begebracht :)

 

NACHTRAG vom 10.01.2016:

- Änderungen am Bildseitenverhältnis, und seien sie noch so rechnerisch korrekt, führen sofort dazu, dass das MMI das Abspielen verweigert.

- Das Hochskalieren von Filmen mit kleinerer Auflösung (z.b. 640x480) auf 720x540 führt ebenfalls zur Nichtabspielbarkeit.

 

 

 

FUSSNOTEN

*1 : Ich würde diejenigen unter uns, die andere gerne sicherheitstechnisch / moralisch / politisch / juristisch belehren, bitten, diesen Drang an dieser Stelle zu unterdrücken. Ich denke von meinen Lesern gerne, dass es mündige, verantwortungsbewußte Personen sind, die sich des Risikos von Video-Betrachtung während der Fahrt bewußt sind. Es geht in diesem Artikel nicht um die Wiedergabe von Filmen während der Fahrt - es ist eine technische Anleitung, Videos so aufzubereiten, dass sie, wie von AUDI vorgesehen, (siehe Seite 194 Handbuch) mit dem MMI dargestellt werden können. AUDI sieht die Wiedergabe während der Fahrt explizit nicht vor, wie im Haupttext erwähnt. Ich behalte mir vor, Kommentare zu löschen, die sich belehrend, bewertend oder gar beleidigend zum Thema "Video in Motion" äußern - das ist hier nicht das Thema.

*2 : Quelle: Chip.de

*3 : Ich übernehme keine inhaltliche Haftung für die Rechtsauffassungen, die ich hier äußere, auch wenn diese nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und gemacht wurden. Aber ich bin kein Jurist - und Gesetze können sich jederzeit ändern. Möglicherweise, ohne dass der Autor dieses Artikels dies merkt und den Artikel anpassen kann.

*4 : Quelle: Caschys Blog

Hat Dir der Artikel gefallen? 8 von 9 fanden den Artikel lesenswert.

Verursacher:

Celsi Celsi

Audi

 

Ansichtssache

Dieser Blog ist optimiert für die Darstellung in Ansichtstyp "L - Groß". Bei kleineren Ansichtstypen kann es zu einer unharmonischen Aufteilung von Bildern und Text kommen. Der Ansichtstyp ist am Seitenende einstellbar (runterscrollen).

Auf dem Smartphone-Bildschirm hingegen wird meist alles durcheinandergewürfelt - da garantier ich für nix. Als die Blog-Software von MT hier entworfen wurde, gab es noch keine Smartphones ... :rolleyes:

Waren nicht schnell genug wieder weg:

  • anonym
  • klangbild
  • e30320
  • Bruckpower
  • JasonOG
  • ths15
  • tetekupe
  • Kikote
  • Chosenos85
  • Blue-Screen

Haben's nicht anders gewollt: (105)

Empfohlener Link: