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11.06.2016 14:10    |    Celsi    |    Kommentare (20)    |   Stichworte: 8S/FV, Antenne, Audi, Außenantenne, Autotelefon, Bauchladen, Bin Laden, Bluetooth, Durchladen, Empfang, Empfangsverstärker, Fahrzeugantenne, induktiver Antennenabgriff, induktives Laden, kabelloses Laden, Kein Netz, Ladeschale, Phonebox, QI, Signalstärke, Smartphone, Stand der Technik, TT, TTS, wireless charging

Hallo zusammen,

 

lange hat's gedauert bis zum Teil 2, aber in Job und Privatleben geht es zur Zeit echt rund bei mir. Die Grippe musste mich nun mal an die Wohnung fesseln, damit ich dies hier endlich fertig schreiben konnte. Vom angekündigten Shanghai-Artikel mal ganz zu schweigen, an dem gibt es seit Monaten kein einziges Wort Fortschritt - leider :(

 

Also, meine Phonebox kann nun induktiv laden - mit einem Eigenbau. Im folgenden stelle ich nun vor, wie ich es gemacht habe, und beginne mit der ...

 

EINKAUFSLISTE

1 Innenleben der Ladeschale1 Innenleben der Ladeschale1. Ladeelektronik plus Ladespule

Hier habe ich mich für folgendes Modell einer fertigen Ladeschale entschieden, um ihr dann die notwendigen Teile zu entnehmen: klick. Falls der Link irgendwann nicht mehr funktioniert: Der EBAY-Shop heißt "Shoptronics24".

Warum ausgerechnet dieses Teil?

  • Geringer Preis, geringes "Lehrgeld", wenn was schief geht
  • Schale ist easy zu öffen und die Innereien sind leicht zu entnehmen
  • Die Ladespule und die Platine sind beide nur etwas über 2mm dick. Im Boden der Phonebox steckt auf die Spule für den induktiven Antennenabgriff. Ich will so wenig wie möglich (Abstand, aber auch mglw. abschirmende Elektronik) zwischen meinem Handy und dem Antennenabgriff haben. Die Nachrüstung des induktiven Ladens soll die empfangsverbessernden Eigenschaften der Phonebox (siehe Teil 1 dieses Artikels) so wenig wie möglich beeinflussen.
  • Ich habe dieses Gerät auch bewußt den deutlich schneller ladenden, 3spuligen und leistungsstärkeren Versionen vorgezogen. Abgesehen davon, dass diese merklich dicker sind, erzeugen sie auch ein deutlich kräftigeres Magnetfeld. Neben einer größeren Wärmeentwicklung in der nicht belüfteten Phonebox kann zumindest in der Theorie ein so starkes Magnetfeld die Empfangseigenschaften der Phonebox empfindlich stören. Der Antennenangriff erfolgt schließlich auch magnetisch/induktiv über eine Spule im Phonebox-Boden. Nachgewiesen habe ich die Verschlechterung aber nicht.
  • Die Kehrseite dieser Vorsicht: Das Handy wird relativ langsam geladen, mit ca. 30% pro Stunde. Aber der Zweck meines Umbaus ist auch in erster Linie, dass das Handy sich während längerer Fahrten nicht übermäßig leert. Wenn es pro Stunde noch 30% Ladung 2 Fertige Ladeplatte, (bitte aufzoomen!)2 Fertige Ladeplatte, (bitte aufzoomen!)dazu bekommt: Ziel erreicht.

2. Kurzes (15cm) USB-Kabel, doppelt gewinkelt

Drauf achten, dass der große USB-Stecker so gewinkelt ist, dass der Kabelabgang in Richtung Fahrzeugheck zeigt, wie z.B. bei diesem hier: klick. Das der Ladeschale beiliegende Kabel ist für uns ungeeignet.

3. Balsaholzplatte

Mindestens 9cmx15,5cm (Bodenmaß der Phonebox), 2,5mm dick, einfach zu beziehen über EBAY.

4. Ein Blatt dünne Pappe

Mindestens 9cmx15,5cm (Bodenmaß der Phonebox), dienst als dünne Grundplatte, auf der alles aufgebaut wird. Habe die Rückseite eines Schreibblocks genommen.

5. Weiterhin:

Lötzeug, 20cm 2adriges Kabel 0,5quadrat, Schrumpfschlauch in richtiger Größe für je 1 Ader Kabel oder behelfsweise Isolierband, Klebstoff (z.B. Pattex 100%), Cuttermesser mit frischer Klinge, Schere, Schleifpapier 240er Körnung, Filzstift, etwas Klettband, Lineal

 

FERTIGUNG

Ich habe keine Einzelbilder zur Anfertigung, nur zum Endresultat, siehe Bild 2 (aufzoomen für Details). Es ist jedoch nicht sonderlich kompliziert, ich werde es in Worten schildern.

1. Ein Stück aus der Pappe herausscheiden (Schere), exakt 9cmx15,5cm

2. Ein Stück aus dem Balsaholz herausscheiden (Cuttermesser), exakt 9cmx15,5cm. Die Ecken leicht mit dem Schleifpapier anrunden, damit es besser in die Phonebox passt. Die Schnittkanten ebenfalls mit Schleifpapier leicht abfahren und von Fasern und Spanresten säubern.

3. Die gekaufte Ladeschale öffen (ist nur geklippst), Platine und Ladespule auf Ferrit-Platte rausnehmen. Die beiden Kabel von Platine zu Spule ca. in der Mitte durchtrennen. Vorher eines der Kabel mit Stift markieren, damit man später noch weiß, welche Kabelenden zusammengehören.

4. Genauen Mittelpunkt der Balsaholzplatte mit Lineal ermitteln und anzeichnen. Spule auf Ferritplatte mittels Loch in der Mitte der Ferritplatte genau mittig auf der Holzplatte ausrichten, dann mit Filzstift Außenrand abfahren und Kreis anzeichnen.

3 Fertige Ladeplatte, mit OEM-Matte darüber3 Fertige Ladeplatte, mit OEM-Matte darüber5. Mit dem Cuttermesser den Kreis aus dem Holz rausschneiden, hier kommt später die Spule rein, siehe Bild 2. Mit Schmirgelpapier den kreisrunden Ausschnitt so lange nachbearbeiten, bis die Spule auf der Ferritplatte mühelos da rein passt.

6. Von diesem kreisrunden Auschnitt einen "Kanal" schneiden bis zu einer der schmalen Längsseiten der Holzplatte. Hier kommt später das Kabel rein, Bild 2 genau ansehen zum besseren Verständnis. Der "Kanal" ist im Bild aber leider schon mit den Papp-Stückchen von oben verdeckt. Das Kabel muss bequem in den Kanal passen!

7. Bearbeitete Holzplatte nun mit geeignetem Klebstoff auf die Papp-Grundplatte kleben.

8. Abgeschnittene Kabelende von Platine Ablöten, dann Platine und Spule mit neuem 2adrigem Kabel neu verbinden (löten). Die Kabellänge so bemessen, dass die Platine ca. 7-8cm entfernt von der Holzplatte entfernt angebracht werden kann (Siehe Bild 2). Darauf achten, die Kabelenden wieder richtig zu verbinden (nicht verpolen, auf die vorher angebrachten Markierungen achten!) Die Lötstellen mit Schrumpfschlauch überziehen, zur Not auch mit Isolierband.

Das Kabel mit den isolierten Lötstellen sollte immer noch perfekt im Kabelkanal untergebracht

werden können, sonst Kanal mit Cuttermesser verbreitern!

4 Geringe Bauhöhe der Konstruktion4 Geringe Bauhöhe der Konstruktion9. Optional: Den Kabelkanal mit dünner Pappe von oben zukleben (siehe Bild 2), um das Kabel darin zu fixieren, ohne das Kabel selbst festzukleben (Austauschbarkeit bei Defekt).

10. Einsetzen in die Phonebox, passt die Grundplatte in die Bodenöffnung? Bei Bedarf mit Schleifpapier Material wegnehmen, bis sie perfekt passt.

11. Platine nun mit Klettband an ihrer glatten Rückseite an der hinteren (dem Heck zugewandten) Seite der Phonebox fixieren. Klebestelle vorher entfetten. Der USB-Port der Platine sollte der Beifahrerseite zugewandt sein und noch genügend Platz zur beifahrerseitigen Wand der Phonebox haben, so dass der abgewinkelte Stecker des USB-Kabels reinpasst. USB-Kabel besser vor Ankletten der Platine schon einstecken, dann passt es garantiert.

12. USB-Kabel in USB-Port in Phonebox einstecken und am Rand über oder unter der Platine "unsichtbar" verlegen (siehe nachfolgende Fotos)

13. Funktionstest, Gummimatte drüber, fertig.

 

ERGEBNIS

Im Idealfall und bei sauberer Arbeit sieht man von der Nachrüstung gar nichts. Die Platine oder das USB-Kabel sind nur zu sehen, wenn man die Nase bzw. bei den nachfolgenden Fotos die Kamera direkt in die Box hält.

Die Platine ist sehr dünn (bis auf den USB-Port, den man wohl hätte auslöten müssen), sie hätte theoretisch auch mit in die Bodenplatte gepasst, der Platz wäre da. Ich habe mich erneut wegen dem Antennenabgriff im Phonebox-Boden dagegen entschieden, und weil es auf der Platine 2 Kontroll-LEDs gibt:

- Rot für "betriebsbereit",

- Blau für "lädt".

Unter der Gummimatte sähe man nichts mehr von den LEDs. Aber bei meiner Methode der Anbringung leuchten die LEDs die Phonebox in der jeweiligen Farbe aus, und selbst am hellichten Tag sieht man die Reflektion der LED im Griff des Phonebox-Deckels (siehe Bild 7). Das war nicht so vorhergesehen/geplant, erfreut mich deshalb aber umso mehr.

 

Weder Kabel noch Platine stören beim Einlegen oder Entnehmen des Smartphones.

 

Und nun Bilder von der fertigen Arbeit. Leider ohne Smartphone in der Box, denn mit dem mache ich die Fotos :)

 

5 In der Phonebox, noch ohne Matte. Die Platine ist an die vordere Stirnwand geklettet, die rote Bereitschafts-LED leuchtet schon5 In der Phonebox, noch ohne Matte. Die Platine ist an die vordere Stirnwand geklettet, die rote Bereitschafts-LED leuchtet schon6 In der Phonebox, mit Matte. Man kann ein wenig die Kabelführung des abgewinkelten USB-Kabels erkennen6 In der Phonebox, mit Matte. Man kann ein wenig die Kabelführung des abgewinkelten USB-Kabels erkennen7 Von außen sieht man gar nichts - außer die hilfreiche Reflektion der Status-LED (hier rot, bei Laden blau) im Chromgriff des Deckels (optimal!)7 Von außen sieht man gar nichts - außer die hilfreiche Reflektion der Status-LED (hier rot, bei Laden blau) im Chromgriff des Deckels (optimal!)

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04.05.2016 20:12    |    Celsi    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: 8S/FV, Antenne, Audi, Außenantenne, Autotelefon, Bauchladen, Bin Laden, Bluetooth, Durchladen, Empfang, Empfangsverstärker, Fahrzeugantenne, induktiver Antennenabgriff, induktives Laden, kabelloses Laden, Kein Netz, Ladeschale, Phonebox, QI, Signalstärke, Smartphone, Stand der Technik, TT, TTS, wireless charging

1 - Phonebox im TT vor Wahlhebel1 - Phonebox im TT vor Wahlhebel

WAS BITTE IST EINE PHONEBOX?

Nein, das ist nicht die Rückkehr der Telefonzelle auf Neudeutsch :) Es ist (im TT) eine Mulde mit Schiebedeckel anstelle des Aschenbechers, in der man das Smartphone ablegt. Im Boden der Box ist eine Art Antenne verlegt, die die Signale vom und zum Smartphone aufnimmt, und über einen Verstärker von/zur Fahrzeug-Außenantenne weiterleitet. Damit wird das Problem gelöst, dass man im Auto in einem faraday'schen Käfig sitzt, in dem "der Empfang" stark eingeschränkt ist.

 

2 - China-Ladeschale und Innenleben2 - China-Ladeschale und Innenleben

WARUM IST DAS EINEN ARTIKEL WERT?

Seit Audi induktives Laden in der Phonebox für den TT ab Modelljahr 2017 angekündigt hat, bin ich leicht verstimmt, dass ich mit MJ 2016 diese Technik verpasst habe. Denn mein Samsung Galaxy S7 kann induktiv geladen werden. Das kabelgebundene Laden wäre zwar auch eine Option, aber die hat Audi ja vermurkst: Zwar gibt es in der Phonebox gleich 2 USB-Ports, von denen einer sogar ausdrücklich zum Laden vorgesehen ist, aber herkömmlich große Smartphones passen mit eingestecktem Ladekabel leider nicht mehr vernünftig in die zu klein geratene Phonebox.

Also bleibt als vernünftige Lösung nur das Nachrüsten des induktiven Ladens. Funktionierende Lade-Pads für dieses "wireless charging" nach "QI-Standard" gibt es in EBAY aus China schon für einen 10er, was wohl daran liegt, dass nicht viel drin ist (siehe Bild 2). Diese flache Geraffel sollte sich doch problemlos in den Boden der Phonebox integrieren lassen, sollte man meinen. Eigentlich bin ich nicht mal der erste mit dieser Idee - User @elektrostapler hat das in diesem Thread schon realisiert und vorgestellt.

Daraufhin hatte ich Bedenken geäußert, nämlich dass der induktive Antennen"empfang" unter der dazwischenliegenden induktiven Ladespule leidet, weil diese abschirmt bzw. im aktiven Modus sogar "dazwischenfunken" könnte. Das wollte ich heute mal genauer wissen, und habe es ausprobiert. Praktischerweise beantwortet dieser Test auch gleich die allgemeinere Diskussion/Frage, ob die Phonebox überhaupt was bringt oder eher dem "Techno-Voodoo" zuzuordnen ist.

 

3 Mobile Signal App Screenshot3 Mobile Signal App Screenshot

DIE MESSERGEBNISSE

Die Messungen sind natürlich mit Laien-Mitteln ausgeführt. Das heißt, ich habe den Wagen an eine mir bekannte Stelle gefahren, wo der "Empfang" ziemlich auf der Kippe steht. Zum messen der Signalstärke kam auf meinem Samsung Galaxy S7 die Android-App "Mobile Signal" zum Einsatz (siehe Bild 3)

 

Test 1: Signalstärke mit dem Handy neben dem Auto stehend, Hand deckt Smartphone-Rückseite nicht ab für optimalen Empfang:

-103 bis -99db, was in der App (Farbscala) so gerade nicht mehr roter Bereich ist, und 1 (wackeligen) Balken von 5 in der Balkenanzeige des Smartphones bedeutet.

 

Test 2: Signalstärke des Handys im Auto, auf dem Beifahrersitz liegend:

-105db bis -103db, alles "roter Bereich" und kein Balken, am Rande von "kein Netz".

 

Test 3: Signalstärke des Handys in der Phonebox, ohne QI Ladeeinrichtung dazwischen, Zündung aus:

-103db bis -99db, 1 Balken, kaum besser als auf dem Sitz

 

Test 4: Signalstärke des Handys in der Phonebox, ohne QI Ladeeinrichtung dazwischen, Zündung an.

Stabile -95 bis -93db, was bis zu 4 von 5 Balken sind!

 

Test 5: Signalstärke des Handys in der Phonebox, mit QI Ladespule dazwischen, Zündung an:

-95db und 3 Balken, manchmal kam der 4. Balken (-93db) kurz hinzu, und ging beim nächsten Messzyklus wieder.

 

FAZIT

1. Die Phonebox bringt bei eingeschalter Zündung (was wahrscheinlich "eingeschalteter Antennenverstärker" bedeutet) einen deutlichen "Emfangs"zuwachs.

2. Die dazwischenliegende Ladespule beeinträchtigt den "Empfang" nur marginal, falls der geringe Unterschied nicht ohnehin auf andere Einflüsse zurückzuführen ist (das war halt kein Test unter Laborbedingungen).

 

Ich hoffe, die Ergebnisse sind interessant für Euch. Teil 2 wird meine Umsetzung der Integration der Ladespule in den Phonebox-Boden dokumentieren.

 

Viele Grüße,

Celsi

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28.04.2016 19:38    |    Celsi    |    Kommentare (27)    |   Stichworte: 8S/FV, Audi, Audi Service, Beschädigungen, Murks, Pfusch, Stand der Technik, TT, Umgang mit Kundeneigentum, Werkstattqualität

So, nun muss ich noch mal einen kleinen Hass-Artikel dazwischenschieben ... ohne viele Bilder, ohne tolle Formatierung ... ich muss mich einfach nur entladen.

 

Heute morgen habe ich meinem langjährigen Audi-Service Autohaus die lange überfällige rote Karte gezeigt... Nachdem ich den nun neuen TTS (vorher meinen TT, davor meinen A3) zum x-ten Male mit neuen Beschädigungen aus einer Reparatur zurückbekommen habe.

 

- 5 tiefere Kratzer im Schweller, wahrscheinlich durch achtloses Einsteigen und schrammen des Schuhs über der Schweller. Der TT ist ja schon ungewohnt, wenn man nur das Einsteigen in "normale" Limousinen gewohnt ist...

Noch vor Ort habe ich den Meister darauf angesprochen, der eigentlich ein freundlicher und ehrlicher Mensch ist und gar nicht erst irgendwas abstritt. Er bot mir an, das rauspolieren zu lassen ...

Von wegen! Die Kratzer waren relativ tief und der Schweller ist aus Kunststoff. Wenn da irgendein Werkstattfuzzi eine Rotationsmaschine in die Hand nimmt und schnell-schnell zum Erfolg kommen will, habe ich danach sicher Hitzeschäden am Schweller (Kunststoff leitet die Reibungshitze des Polierens nicht ab). Dann wird der ganze Schweller getauscht, und ausser der Freude über zusätzliche Werkstattzeit habe ich dann wahrscheinlich noch die berüchtigten Farbabweichungen am Hals, die dann wiederum "Stand der Technik" sind.

Dann lieber selbst ran, aber ich habe die Kratzer mit meiner Maschine nicht rausbekommen, sie sind zu tief. Am Wochenende gehe ich da mit Nass-Schliff ran (ja, ich weiß was ich tue, ich bereite (oft auch sehr mitgenommene) Autos seit 2008 auf).

 

- Die Tür ist über dem Türgriff voller Swirls, der Lack sieht in der Sonne an dieser Stelle aus wie eine Eislaufbahn. Der Rest der Tür einwandfrei (der Wagen ist praktisch neu und in den Händen eines Pflegefreaks), nur auf einem kuchentellergroßen Bereich sind Spuren wie 6 Jahre lang jeden Samstag Waschlage. Dort haben sie wahrscheinlich irgendwas mit einem dreckigen Putzlumpen vom Lack gewischt. Ein Fall für den Aufbereiter ... gut, dass ich einer bin.

 

In der Lederwange am Fahrersitz ist nun ein große, tiefe Falte. Bisher war das Leder eigentlich relativ faltenfrei, aber wenn mann sich seitwärts auf den Sitz setzt (Beine zur Tür raus), quetscht man die Wange des Sitzes nach unten zusammen und diese Falte entsteht. Ja, Leder bekommt immer Falten mit der Zeit. Aber warum muss mein Fahrersitz bei nicht mal 3.000km auf der Uhr aussehen wie mit 50.000km auf der Uhr? Ich steige immer vorsichtig ein und sitze nie seitwärts auf dem Sitz, weil ich weiß, was dann passiert. Und Audi-Mechaniker wissen es nicht ?! Oder es ist ihnen einfach nur scheissegal ....

 

So, das waren die Auslöser für meinen nun erfolgten Abgang dort. Der Servicemitarbeiter nannte das "Arbeitsspuren", die nicht auszuschließen sind, auch nicht in der Zukunft. Er kann nicht mehr tun als seine Mechaniker zur Sorgfalt anzuhalten, er kann sie nicht ständig überwachen.

Klartext: Er hat sie nicht im Griff. Auf Wiedersehen.

 

Weitere Highlights der Vergangenheit: (Autos vor dem jetzigen gelben TTS)

 

- Motorabdeckung stark verkratzt auf Oberseite, weil mit der Oberseite auf den Boden ... gelegt? geworfen? Keine Ahnung, ich war nicht dabei, ich kenne nur das Ergebnis.

- Wagen nicht mehr fahrbereit nach Lampentausch hinten, wurden wohl mehrere Drähte beim Abziehen eines Steckers mit vom Stecker abgezogen und falsch wieder eingepinnt *brizzel*

- Wagen nicht mehr fahrbereit nach Xenon einstellen: Im Laufe der Prozedur wurde ein ABS-Sensor (fragt mich nicht, wie) gekillt, der nicht auf Lager war.

- Kriege meinen Wagen mit frisch lackierten Innenkotflügeln zurück (zu sehen am mit einlackierten Abklebeband): Beim Wechsel des Zweimassenschwungrades ist wohl irgendwas draufgefallen. AUF BEIDE ?! Das Rätsel habe ich nie gelöst.

- und zum Schluß das Highlight: Hole den Wagen im Dunklen von der mehrtägigen Reparatur ab. In der ersten Kurve poltert was im Beifahrerfußraum. Ich halte an, mache die Innenbeleuchtung an ... liegt dort ein leeres 5-Liter Bierfass. Muss ich erwähnen, dass es nicht meines war ?!

Als ich mit dem Teil zurück zur Reparaturannahme kam und ich das Fass auf den Tresen knallte, dachten die erst, ich wolle sie beschenken. Bis sie dann merkten, dass es leer war und mich fragten, was damit sei. Ich fragte zurück, woher ich das wissen sollte, und dass es in meinem Fußraum lag ... (verständnisloser Blick) ... und dass ich kein Bier trinke. Langsames Verstehen, Entgegennahme des Fasses, aber keine Erklärung.

 

Mein neuer Händler ist nun ein großes, bekanntes Autohaus mit ausgezeichntem Ruf unter meinen audifahrenden Kollegen im weiteren Umkreis (Spindler in Kitzingen). Ich muss zwar 45km (eine Strecke) fahren, aber ich habe ein gutes Gefühl, mein Auto unbeschädigt zurückzubekommen - es kann ja nur besser werden.

 

Das besagte Autohaus werde ich übrigens namentlich nicht nennen (und bitte auch die "Detektive" unter Euch, es in den Kommentaren nicht zu tun) - ich will seinen Ruf nicht schädigen. Und außerdem: Ersatzteile traue ich mich da noch zu kaufen, dafür muss ich keine 45km fahren :)

 

Ahhhh, tat das gut.

Danke für's zuhören ;)

 

Celsi

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Verursacher:

Celsi Celsi

Audi

 

Ansichtssache

Dieser Blog ist optimiert für die Darstellung in Ansichtstyp "L - Groß". Bei kleineren Ansichtstypen kann es zu einer unharmonischen Aufteilung von Bildern und Text kommen. Der Ansichtstyp ist am Seitenende einstellbar (runterscrollen).

Auf dem Smartphone-Bildschirm hingegen wird meist alles durcheinandergewürfelt - da garantier ich für nix. Als die Blog-Software von MT hier entworfen wurde, gab es noch keine Smartphones ... :rolleyes:

Waren nicht schnell genug wieder weg:

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