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30.01.2016 16:04    |    Celsi    |    Kommentare (28)    |   Stichworte: 8S, 8S/FV, Ampelstopp, Anlasser, Audi, Benzin sparen, CO2 Ausstoß, DSG, FV3, Scotty18, SSA, SSAM, Start/Stop, Start/Stopp, Start-Stopp, Start-Stopp Automatik, Start-Stopp-Automatik, TT, TTS, Veränderungen am TTS, Verbrauch, Verschleiß

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich habe nichts gegen Start/Stop Automatiken (Im Folgenden "SSA" abgekürzt). Alleine hier bei uns im kleinen Bad Mergentheim, wo Verkehrsflussplanung offenbar nur im Vollrausch vorgenommen wird und Schranken schon einmal volle 6 Minuten unten sind und Ampeln bis zu 2 Minuten rot zeigen, erkenne ich deren Sinn völlig an. In den Passats unserer Firmenflotte, die ich des öfteren fahre, habe ich auch gar kein Problem mit der SSA: Fuß von Kupplung, Gang raus - Fahrzeug aus. Will ich nicht, dass es ausgeht, halte ich die Kupplung einfach weiter gedrückt. Passt.

Beim Doppelkupplungsgetriebe (DSG) bzw. S-Tronic, wie AUDI es nennt, ist das weniger elegant gelöst: Da es keine Kupplung gibt, deren Entlasten als Zeichen für einen längeren Halt interpretiert werden kann, geht der Wagen einfach aus, sobald er steht und der Fuß noch auf der Bremse ist. Aber der Fuß muss bei einer Automatik auf der Bremse stehen, denn sonst rollt der Wagen mit Standgas wieder an bzw. weiter. Also geht der Bock an jedem Stop-Schild aus.

Der "Trick" ist es, nicht zu stark auf der Bremse zu stehen. Das Handbuch meines TTS beschreibt es so:

Sie können selbst steuern, ob der Motor abgestellt wird oder nicht, indem sie die Bremskraft verringern oder erhöhen. Wenn Sie die Bremse z. B. im Stop-and-Go-Verkehr oder beim Abbiegen nur leicht treten, wird bei Fahrzeugstillstand keine Stop-Phase eingeleitet (...).

 

1 Start/Stop Automatik Modul (SSAM) im Vordergrund auf dem Armaturenbrett1 Start/Stop Automatik Modul (SSAM) im Vordergrund auf dem ArmaturenbrettUnd das ist die Krux: ich kann mich nicht dran gewöhnen, wie stark genau man das Pedal treten muss, damit einerseits die SSA sich nicht aktiviert, aber andererseits die Bremsen nicht schleifen und der Antrieb bzw. die Kupplung(en) nicht gegen die Bremse arbeiten. Es ist schwer, hier den "Druckpunkt", wie man bei der Kupplung sagen würde, zu finden, eine Unterstützung wie den leichten Widerstand im Gaspedal beim Kickdown gibt es nicht. Ich kann mich aber weiterhin auch nicht dran gewöhnen, bei einer normalen Fahrt zum Einkaufen ca. 10x mehr Motorstarts zu haben als ohne SSA. Klar, die Hersteller sagen, die Anlasser und Motoren sind entsprechend robuster konstruiert, um das wegzustecken. Aber 10x robuster? Bei der harten Rotstiftpolitik, die gefahren wird, und die man bei AUDI z.B. in mangelhafter Unterbodenkonservierung, früh verschleißendem Leder, gammelnden Bremsscheiben, etc. immer wieder vorgeführt bekommt? Ich glaub nicht so recht dran ...

Ich will wieder selber bestimmen, wann es sinnvoll ist, den Motor abzuschalten. So, wie ich es schon immer getan habe, vor den Bahnschranken und der berüchtigten 2-Minuten Ampel ist der Motor bei mir schon immer aus gewesen. Und da kommt ein kleines Modul namens "SSAM" der Firma VAG-Diagnose ins Spiel (siehe Bild 1)

 

2 Kaffeenachschub und ein wenig Wärme in der Garage2 Kaffeenachschub und ein wenig Wärme in der GarageDas Modul kommt mit mit einer Einbauanleitung, die man sich am besten ausdruckt oder auf's Tablet lädt, um sie im Auto parat zu haben. Die Anleitung ist keineswegs schlecht, aber sie beschränkt sich auf die wirklich allernotwendigsten Angaben. Halt von Technikern geschrieben (sorry @Scotty18 :p). Man kommt damit zurecht, aber ich habe trotzdem so manches Mal geflucht, meist bei Dingen, für die die Anleitung bzw. das SSAM gar nichts können. Mit diesem Artikel will ich die Anleitung von VAG-Diagnose nicht ersetzten, aber ... um Umfeldinformationen ergänzen:

 

TIPPS ZUR VORBEREITUNG:

° Der Einbau kann auch von Nicht-Fahrzeugelektrikern vorgenommen werden, aber "easy" ist das Ganze nicht. Man 3 Gutes Licht in Form eines 50W LED Fluters3 Gutes Licht in Form eines 50W LED Fluterssollte schon zuvor einmal ein wenig mit Verkablung und Steckern an einem AUDI zu tun gehabt haben, finde ich. Außerdem sollte man die notwendige Zeit, Geduld und Sorgfalt mitbringen, bei den nachfolgenden Bildern wird schnell klar, warum. Für Kaffee-Junkies wie mich empfehle ich konstanten Nachschub, siehe Bild 2 :D

° Licht! Sorgt für gutes Licht, die Innenbeleuchtung plus schummriges Tageslicht im Winter reichen nicht aus! Ich habe mir einen 50W LED-Fluter vor's Fenster gestellt (siehe Bild 3) und musste "da unten" an der Schalterleiste immer noch mit einer Taschenlampe nachhelfen, obwohl ich in einer gut beleuchteten Garage stand.

° Schützt die Mittelkonsole vor dem DSG-Wahlhebel mit einem weichen Tuch (Bild 4). Es wird eng da unten werden, auch durch den unvermeidbar nach ganz vorne (P) geschobenen Wahlhebel, und Ihr werdet da mit Werkzeug rumfummeln. Kratzergefahr für die Mittelkonsole!

 

4 Schutz der Mittelkonsole durch weiches Tuch und zusätzliches Licht durch Taschenlampe4 Schutz der Mittelkonsole durch weiches Tuch und zusätzliches Licht durch Taschenlampe

BENÖTIGTE MATERIALIEN:

° Hand-/Taschenlampe

° Weiches Tuch

° Kleine Aale _ Ahle, einen sehr kleinen Präzisionsschraubendreher oder einen sehr kleinen Bohrer zum Auspinnen der Kabel aus dem Stecker. Zur Not auch ein kleinerer, aber langer Nagel. Die auszusteckenden Pins sind nur wenig mehr als einen Millimeter breit, also muss die Spitze vom Werkzeug entsprechend klein/spitz sein. Bei mir ist es ein Bohrer geworden, siehe Bild 5.

° Kleine spitze Schere, Nagelschere

° Isolier- oder Gewebeband

° Entriegelungswerkzeuge (AUDI Teilenummer 8E0 051 530)

 

5 Kleiner Bohrer benutzt zum Auspinnen5 Kleiner Bohrer benutzt zum Auspinnen

AUSBAU DER SCHALTEREINHEIT:

Dafür wird das 2teilige Entriegelungswerkzeug TN 8E0 051 530 benötigt. Zuvor sicherstellen, dass das weiche Tuch auf der Mittelkonsole unterhalb der Schalterleiste liegt, denn dort werden wir die ausgebaute Schalterleiste vorübergehend ablegen, solange sie noch am Kabel hängt.

An der Unterseite der Schaltereinheit befinden sich 2 kleine Schlitze (siehe Bild 6), hier werden die Entriegelungswerkzeuge eingeschoben, und zwar mit der abgeflachten Seite der "Fingerringe" nach außen zeigend. Ganz reingeschoben, rasten sie hörbar ein (Bild 10 zeigt den Mechanismus im Detail).

 

6 Entriegelungsschlitze in der Schalterleiste6 Entriegelungsschlitze in der Schalterleiste7 Schalterleiste entriegelt7 Schalterleiste entriegeltNun kann man die Schaltereinheit an den Entriegelungswerkzeugen herausziehen. Hierbei zunächst nicht zu weit ziehen, denn die Einheit hängt noch an einem Kabelstrang, der nicht allzu weit nachgibt.

Ist das Ding einmal draussen, muss als nächstes der rote Stecker ab. Das funktioniert wie bei vielen "VAG"-Steckern durch eine Lasche an der Unterseite des Steckers, die gedrückt gehalten werden muss, während man ihn abzieht. Bevor man die 8 Schalterleiste ausgebaut8 Schalterleiste ausgebaut9 Entriegelungswerkzeuge entfernen9 Entriegelungswerkzeuge entfernenSchaltereinheit dann erst mal zur Seite legen kann, müssen noch die Entriegelungswerkzeuge wieder herausgezogen werden. Bild 9 zeigt, wo man drücken muss, um die Werkzeuge freizugeben und herausziehen zu können.

Die Ausrichtung der Werkzeuge beim reinstecken (abgeflachte Seite nach außen) wird aus diesem Bild auch noch einmal deutlich.

 

 

DER GROSSE ROTE STECKER

10 Roten Stecker entriegeln10 Roten Stecker entriegeln

Aus dem werden wird später 4 Kabel auspinnen müssen. Und das wird er uns nicht leicht machen, denn zu der Enge vor dem Wahlhebel kommt hinzu, dass das Kabel dem roten Stecker nicht allzu viel Leine läßt. Das wird fummelig, und man wünscht sich wieder Kind zu sein - nicht wegen dem Spaß, sondern wegen den kleinen Händen.

Aber dafür müssen wir erst mal richtig an ihn rankommen, denn das rote ist nur eine Hülle, darunter ist er schwarz. Die rote Hülle muss seitlich am Stecker entriegelt werden, siehe Bild 10. Die von der Lasche muß entgegen dem Druck der (Kunststoff-)"Feder" in Pfeilrichtung (rote gestrichelte Pfeile) angehoben werden, indem man mit einem flachen Werkzeug (z.B. der Spitze eines der Entriegelungswerkzeuge) an der Stelle hebelt, die der große grüne Pfeil markiert. Alles klar? Nein? Kann ich Euch nicht verdenken, ich habe bestimmt 10 Minuten da rumgestochert, bis ich's hatte. Mit meinem Bild kriegt Ihr es vielleicht in 11 Schwarzes Stecker-Innenleben aus roter Hülle seitlich herausschieben11 Schwarzes Stecker-Innenleben aus roter Hülle seitlich herausschieben3 Minuten hin :)

Bild 11 rechts zeigt den eigentlichen, schwarzen Stecker, wie er sich aus der roten Hülle schiebt. Und es zeigt dem aufmerksamen Betrachter noch mehr: Das Gewebeband um den Kabelstrang hinter dem Stecker ist plötzlich weg, und ist da oben links nicht ein durchtrenntes Kabel zu sehen? Ja, ist es ... :(

Foto 11 ist gestellt, ich habe die rote Hülle später noch mal halb über den schwarzen Stecker geschoben - nur um das Bild zu machen. Davor hatte ich das schwarze Gewebeband entfernt, als die rote Hülle schon ab war. Das Gewebeband ist die Seuche - es ist stabil und klebt wie die Pest. Ich habe keinerlei "loses Ende" gefunden, an dem ich beginnen konnte, es vom Kabelstrang "abzuschälen", also nahm ich nach einer frustrierend erfolglosen Viertelstunde die kleine spitze Schere zu Hilfe (keine Bilder, weil keine Hand frei). Ich habe echt vorsichtig gearbeitet, nach jedem Millimeter Schneiden geschaut, ob nicht eine der Kabeladern dem nächsten Schnitt im Weg war. Trotzdem habe ich eine durchgezwickt, die sich von den anderen Adern im Strang gelöst hatte und für mich "unsichtbar" an der Innenseite des Gewebeband klebte ... da war ich erst mal geschockt.

Zum Glück kann ich mit dem Lötkolben umgehen, und nach einer kleinen Pause zum "Runterkommen" habe ich die beiden Enden einfach wieder zusammengelötet, Schrumpfschlauch drüber und gut. Muss man aber trotzdem nicht haben, deswegen meine eindringliche Warnung an Euch, drei mal hinzusehen, bevor Ihr einen Schnitt macht.

 

 

AUSPINNEN / UMPINNEN

12 Stecker-Durchnummerierung und Umpinn-Druckpunkte12 Stecker-Durchnummerierung und Umpinn-Druckpunkte"Umpinnen" bedeutet nichts anderes als die kleinen, gerasteten Metallhülsen im Stecker zu lösen, rauszuziehen und woanders wieder reinzustecken. Auf diese Weise integrieren wir das SSAM in die Bordelektronik. Diese Hülsen habe auf der Oberseite einen kleinen, federten Metallhöcker, der wie ein Widerhaken in den Kunststoff des Steckers greift und die Hülse im Stecker fixiert. Diesen Höcker muss man mit der Ahle, dem Bohrer oder dem sonstigen spitzen Werkzeug, das Ihr bereitgelegt habt, ein wenig runterdrücken, damit man das Kabel hinten aus dem Stecker rausziehen kann. Und das 2x pro Kabel , - Bild 12 zeigt genau, wo die Hülse am Stecker hängenbleibt und wo man (nacheinander) drücken muss.

Das Bild zeigt außerdem, wie die Hülsen, die Steckerkontakte durchnummeriert sind, sowohl auf dessen Vorderseite als auch auf dessen Rückseite. Hier muss sorgfältig drauf geachtet werden, dass man richtig zählt - man will ja nicht den falschen Pin umpinnen, das könnte fatale Folgen haben. Ich empfehle, sich ständig selbst noch einmal zu überprüfen. Sowohl während der Arbeit, als auch die gesamte Umpinnanleitung, die dem SSAM beiliegt, zum Schluß noch einmal Punkt für Punkt durchzugehen.

 

13 Die Steckplätze von St1a und St2a sind ebenfalls durchnummeriert13 Die Steckplätze von St1a und St2a sind ebenfalls durchnummeriertEs müssen insgesamt nur 4 Kabel aus dem großen Stecker ausgepinnt werden. Die dem SSAM beiliegende Anleitung führt einen hier sehr schön durch, nennt die Nummerierung der Pins und Farbe der Kabel. Was auf dem großen schwarzen Stecker ausgepinnt wird, landet in einem der beiden kleinen Stecker (Bild 12 zeigt auch einen davon), die dem SSAM beiliegen. Sie sind mit "St1a" und "St2a" beschriftet und damit gut zu unterscheiden. Sie haben jeweils nur 3 Steckplätze die ebenfalls durchnummeriert sind (Bild 13). Auf diese Nummerierung bezieht sich die Umpinnanleitung, und auch hier sollte sehr sorgfältig gearbeitet und Fehlbelegungen vermieden werden, wenn man die Kabel einpinnt.

In die dann leeren Steckplätze im großen Stecker, aus denen ausgepinnt wurde, wird je eines der 4 aus dem SSAM hervorkommenden "losen" Kabel mit Hülse wieder eingepinnt. Das Einpinnen ist jeweils sehr einfach, man muss nur darauf 14 Fertige Verkabelung14 Fertige Verkabelungachten, dass die Rastnase nach oben zeigt und die Hülse dann am Kabel in den (richtigen Steckplatz!) im Stecker schieben, bis es "klick" macht und nicht mehr weitergeht.

Am Ende hat man also dem Stecker, der aus dem Armaturenbrett kommt, 4 Pins entnommen und davon jeweils 2 in die 2 dem SSAM beiliegenden Stecker eingepinnt, während man die 4 aus dem SSAM herauskommenden Kabel in den Armaturenbrett-Stecker eingepinnt hat.

In einem letzten Schritt müssen nun noch die beiden soeben bestückten Stecker "St1a" und "St2a" mit ihren Gegenstücken am SSAM "St1" und "St2" verbunden werden - die beiliegende Anleitung lässt hier keine Fragen offen. Bild 14 zeigt die endgültige Verkabelung.

 

 

FUNKTIONSTEST

15 SSA Taste - LED an15 SSA Taste - LED anNun, nachdem alles vollständig verkabelt ist, ist es Zeit für einen ersten Funktionstest. Es macht wenig Sinn, alles ungetestet wieder zu verbauen. Dazu die Schalterleiste provisorisch an den schwarzen Stecker anschließen, dabei mithilfe der roten Hülle des Steckers abgleichen und sicherstellen, dass der ohne die rote Hülle nicht verpolungssichere schwarze Stecker richtig herum in die Schalterleiste gesteckt wird!

 

Testablauf:

  1. Zündung anschalten
  2. SSA mit Taster abschalten (LED im Taster muss leuchten)
  3. 5 Sekunden warten, dann Zündung wieder ausschalten.
  4. 5 Sekunden warten, dann Zündung wieder einschalten. LED im Schalter sollte immer noch leuchten. Das bedeutet, dass sich das Modul den letzten Schaltzustand der SSA gemerkt und ihn nach erneuter Zündung wieder hergestellt hat = OK. Andernfalls Verkabelung Stück für Stück erneut mithilfe der Anleitung überprüfen.
  5. SSA wieder anschalten (LED im Taster muss aus sein)
  6. 5 Sekunden warten, dann Zündung wieder ausschalten.
  7. 5 Sekunden warten, dann Zündung wieder einschalten. LED im Schalter sollte immer noch aus sein. Das bedeutet, dass sich das Modul den letzten Schaltzustand der SSA (hier: an) gemerkt und ihn nach erneuter Zündung wieder hergestellt hat = OK. Andernfalls Verkabelung Stück für Stück erneut mithilfe der Anleitung überprüfen.

 

 

ABSCHLIESSENDE ARBEITEN

16 SSAM durchs enge Loch hinten in der Schalterleistenaufnahme16 SSAM durchs enge Loch hinten in der SchalterleistenaufnahmeNun kann das Modul hinter das Armaturenbrett verbracht werden. Ich hätte es vorher gerne noch mit ein wenig Moosgummi-Folie beklebt, damit es dort drinnen nicht rappelt, wenn es irgendwo anstößt. Eigentlich hatte ich das sogar schon gemacht, nur um dann festzustellen, dass es dann nicht mehr durch das Loch hinten in der Aufnahme der Schalterleiste passt. Da ist kein Millimeter Platz mehr, es passt da so gerade durch (siehe Bild 16). Laut Hersteller ist aber kein Klappern zu befürchten.

Nachdem das Kästchen durch ist, auch noch die beiden Stecker und den Rest des Kabelbaumes vorsichtig hinterherschieben. Dabei darauf achten, dass nichts abgeknickt, eingeklemmt oder die Stecker-Verbindungen gelöst werden. Geduldig bleiben, das ist alles verdammt eng und eine ziemliche Fummelei, aber irgendwann klappt es.

Zum Schluß Schalterleiste nachschieben und wieder einrasten lassen. Erneuten Funktionstest vornehmen.

 

FERTIG!

 

Ich hoffe, meine Beschreibung hat Euch gefallen. Wie gesagt, es ist eine Ergänzung für die dem SSAM beiliegende Anleitung, kein Ersatz. Dafür ist mein Text auch viel zu umfangreich. Aber er schildert alle Vorgänge genauer und zudem auch die "Fallen" und Probleme, in die ich bei der Montage gelaufen bin und die in der kompakten beiliegenden Einbauanleitung nicht erwähnt werden.

Wer diesen Artikel sorgfältig gelesen hat und sich dann mit der dem SSAM beiliegenden Anleitung ins Auto setzt, sollte eigentlich auf jede Eventualität vorbereitet sein und es damit deutlich leichter haben als ich. Und das ist das Ziel dieses Artikels.

 

Viele Grüße,

Celsi

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08.01.2016 22:31    |    Celsi    |    Kommentare (38)    |   Stichworte: 8S/FV, Abperleffekt, ANGELWAX, Audi, Fahrzeugpflege, Frontscheibe, H2GO, Ombrello, Rain-X, Repellant, REVIEW, Scheibenversiegelung, Scheibenwischer, TT, Windschutzscheibe

LESERFANG :)

Zu Anfang dieses Reviews muss ich mich gleich mal selbst rügen: "... nie wieder Scheibenwischer?" ist weder realistisch, noch kenne ich eine einzige Scheibenversiegelung, die dies von sich behauptet - auch nicht das hier rezensierte H2GO.

Der Zusatz, den ich hinter die Produktbezeichnung gepackt habe, soll nur Aufmerksamkeit erregen und gleichzeitig schon im Titel mitteilen, wozu das Produkt gut ist - wenn Du das hier liest, hat es wohl funktioniert. :p

 

WAS KANN EINE SCHEIBENVERSIEGELUNG?

Im Grunde das gleiche wie eine Lackversiegelung: Sie weist Wasser ab. Nur dass sie chemisch darauf ausgelegt ist, auf Glas (eine Weile) zu halten. Die wasserabweisende Eigenschaft äußert sich im Stand und bei niedrigen Geschwindigkeiten durch Perlenbildung ("Beading"), bis immer mehr Wasserzufuhr durch den Regen die Perlen so sehr anfüttert, das sie zu schwer werden und ablaufen. Dies bewirkt schon im Stand einen gewissen Selbstreinigungseffekt während z.B. einer Regennacht. Ab einer gewissen Geschwindigkeit sorgt der Fahrtwind dafür, dass alle Tropfen, auch die kleineren, kontinuierlich von der Windschutzscheibe nach oben hin ablaufen. Jede Perle, die abläuft, nimmt alle weiteren auf Ihrem Weg nach oben hin mit, funktioniert also wie einer von Hunderten kleiner Scheibenwischer. Ab dieser besagten Geschwindigkeit kann man also auf den Einsatz der Scheibenwischer verzichten - die ablaufenden Wasserperlen arbeiten praktisch genauso gut.

 

Schutz gegen Steinschlag bietet eine Scheibenversiegelung entgegen einiger Gerüchte übrigens nicht mal ansatzweise.

 

 

WAS SIND DIE MÖGLICHEN NACHTEILE?

Ablaufspuren bei stehendem Fahrzeug im RegenAblaufspuren bei stehendem Fahrzeug im RegenWer mich kennt weiss, dass ich Dinge nicht pauschal in den Himmel lobe oder mir schönrede, weil ich sie nun einmal gekauft habe. Das hilft niemandem, ausser evtl. dem eigenen Ego.

So will ich auch, immer noch allgemein und nicht produktbezogen gesprochen, nicht mit den möglichen Nachteilen von Scheibenversiegelungen hinter dem Berg halten. Die Scheibenversiegelung ersetzt die Glasoberfläche mit ihrer eigenen, sie verbindet sich chemisch (für einen gewissen Zeitraum) mit der Glasoberfläche und "übersteuert" deren ursprüngliche Oberflächeneigenschaften. Neben den schon genannten positiven Effekten kann das bei einigen Produkten aber auch folgende Nebenwirkungen haben:

- "Ghosting": Müssen bei niedrigeren Geschwindigkeiten doch die Scheibenwischer eingesetzt werden, können sie einen leichten "Nachzieheffekt" bekommen, also einen leichten durchsichtigen Schleier hinter sich herziehen, der aber innerhalb einer halben Sekunde wieder verschwindet. Waschanlagennutzer kennen diesen Effekt von "Heisswachs" auf der Scheibe.

- Lichtbrechungseffekte oder Corona-Effekte bei Gegenverkehr im Dunklen oder bei Fahrt gegen die tiefstehende Sonne. Tritt bei Versiegelungen extrem selten und schwach auf - dies ist eigentlich nur ein Thema, wenn man ein Autowachs auf die Windschutzscheibe schmiert.

- Ratternde Scheibenwischer: Kann passieren bei Scheibenversiegelungen, die eine anfänglich leichte stumpfe/rauhe Oberflächenbeschaffenheit hinterlassen. Wischerblätter nahe am Ende ihres Lebenszyklus kommen da nicht gut mit klar und rattern dann. Abhilfe bringt ein Satz neuer Wischerblätter.

 

HATTE ICH DENN NICHT IMMER DIESES "OMBRELLO" EMPFOHLEN?

Ich bin auf das H2GO gestossen, weil ich Ersatz für meinen bisherigen Favoriten OMBRELLO habe gesucht. Obwohl ich mit dessen Wirkung und Haltbarkeit bis zu einem Jahr (!) viele Jahre lang zufrieden war, hat mich die aufwändige Verarbeitung mit der Zeit immer mehr angekekst: Das OMBRELLO kommt in einer Einwegkartusche mit integriertem Auftragsfilz; beim Öffnen der Kartusche wird der Filz automatisch mit dem Produkt getränkt, was ja zunächst praktisch klingt. "Getränkt" allerdings im Sinne von "klatschnass", und damit war es schlicht unmöglich, eine angemessen dünne Schicht des Produktes auf die Scheibe aufzubringen, im Gegenteil, sie war danach ebenfalls klatschnass. Das führte nicht nur dazu, dass das OMBRELLO aufgrund der schieren Menge nicht vollständig ablüften ("antrocknen") konnte, sondern es war auch stets ein Riesentanz, bis man es endlich wieder komplett rückstandsfrei abgenommen ("auspoliert") hatte.

Für den neuen TTS habe ich mir vorgenommen, mal etwas benutzerfreundlicheres auszuprobieren, also bin ich der erstbesten Empfehlung der Kollegen aus meinem Pflegeforum gefolgt und habe kurzerhand das H2GO bestellt.

 

VERARBEITUNG

Einfach, wie ich es mir gewünscht habe.

 

1) Vor der Anwendung jedweder Glassversiegelung sollte man die gründlich gewaschene Scheibe möglichst noch polieren. Dies entfernt auch die nicht herunterwaschbaren Anhaftungen wie Baumharze, Gummiabrieb, Silikon und hartnäckige Insektenreste. Wir wollen ja keinen Dreck mit versiegeln und eine optimale Sicht haben. Als Politur eignet sich grundsätzlich eine normale Autopolitur, auch welche aus dem Baumarktregel, in das ich sonst nicht so gerne greife. Optimal sind natürlich spezielle Glaspolituren wie z.B. das SONAX Profiline Glass Polish oder die ZAINO Z-12 Clear View Glass Politur. Diese Ausgabe muss aber nicht unbedingt sein: Nehmt, was gerade zu Hand ist.

Zur Verarbeitung eignet sich eine Exzenter-Poliermaschine optimal, aber die werden die wenigsten hier zur Hand haben. Also tut es auch ein fester Polierschwamm (z.B. LUPUS Handpolierschwamm hart) oder einfach die weiche Seite eines Küchenschwamms (nicht die rauhe!!!).

Abgenommen ("auspoliert") wird die Politur wieder mit einem preiswerten Mikrofasertuch (z.B. SONAX rot oder auch ein 1EUR-Tuch vom Supermarkt-Wühltisch).

 

2) Nun müssen die Rückstände der Politur noch von der Scheibe entfernt werden, sie muss komplett fettfrei sein. Hierzu entweder Isopropanol (IPA, Baumarkt oder EBAY) oder ein Glasspary (Haushalt) in ein weiteres günstiges Mikrofasertuch geben und die gesamte Scheibe gründlich abwischen.

 

3) Ein paar Spritzer (anfangs ins trockene Tuch 4 oder 5) ANGELWAX H2GO in ein drittes, frisches Mikrofasertuch sprühen und das Produkt damit systematischmatisch auf der gesamten Scheibe verteilen. Das H2GO ist wasserdünn und verteilt sich fast unsichtbar auf der Scheibe, man muss genau hinsehen, wo man schon war. Nicht zuviel verwenden, die Scheibe soll nicht "nass" werden, man muss auch nicht fest aufdrücken oder reiben - einfach nur einen hauchdünnen Film H2GO gleichmäßig verteilen. In das Tuch sprühen, nicht auf die Scheibe, damit nichts auf den Lack kommt.

 

4) Nach 10-15 Minuten Wartezeit das Produkt mit einem weiteren Mikrofasertuch wieder abnehmen ("auspolieren"). Alternativ kann auch Küchenrolle oder Werkstatttuch verwendet werden. Hierbei sehr gründlich arbeiten, um später eine absolut klare Sicht zu haben. Fängt das Tuch an zu schmieren und das produkt nicht mehr richtig aufzunehmen, wegtun und ein neues verwenden.

FERTIG! Optional könnte nun noch ein etwas Wartezeit eine 2. Schicht aufgetragen werden, um noch ein paar wenige Prozent mehr Performance aus dem Produkt rauszukitzeln. Muss jeder selbst wissen, ob es ihm das wert ist.

 

Gesamtzeitaufwand für die Windschutzscheibe ohne Ablüftzeit (Wartezeit) ca. 20 Minuten, mit Ablüftzeit ca. 35 Minuten. Auch abhängig von der Größe und Erreichbarkeit der Windschutzscheibe.

 

 

Brauchbare Wirkung ab ca. 50km/hBrauchbare Wirkung ab ca. 50km/h

WIRKUNG

Der Hersteller spricht von einer Wirkung ab 20mp/h, das sind etwa 32km/h. Ganz so optimistisch würde ich das nach meinen eigenen Tests nicht einschätzen, ich finde, so ab kurz über 50km/h sind die Scheibenwischer verzichtbar. Wobei es auch immer darauf ankommt, wieviel Gegenwind man hat: Kommt einem der Wind mit 20km/h entgegen, reichen auch schon 30km/h auf dem Tacho, weil sich die Geschwindigkeiten dann in ihrer Wirkung addieren.

Je schneller man fährt, desto kleiner und feiner werden die Tropfen, und desto schneller laufen sie ab. Ab spätestens 70km/h, würde ich schätzen, schaltet dann auch der empfindlichste Tröpfchenzähler den Scheibenwischer aus, weil die Scheibe sich selbst wischt. Und das ist eine gute Leistung des H2GO, denn bei dem zuvor verwendeten OMBRELLO gerieten erst bei 60-70km/h die Tröpfen in sichtbare Bewegung und bei ca. 80-90km/ war die Sicht so gut wie mit Scheibenwischer.

Auf dem Bild links ist der Tacho erst knapp über 50km/h, das Wasser läuft zwar schon nach oben ab, aber durch den starken Regen ist noch relativ viel Wasser auf der Scheibe.

Apropos "viel Wasser": Bei sehr heftigem Regen muss man den Scheibenwischer doch wieder hinzuziehen: Darin, große Mengen Wasser schnell von der Scheibe zu fegen, schlägt er jede Glassversiegelung.

Für Fahrten in normal starkem Regen und kleinen Schauern jedoch möchte ich den Komfort vom ANGELWAX H2GO nicht mehr missen. Nebenwirkungen habe ich trotz alter Wischer keine festgestellt.

Der Hersteller gibt die Haltbarkeit auf der Scheibe mit ca. 3 Wochen an. Danach muss es, optimalerweise direkt nach der Autowäsche, neu aufgetragen werden. Natürlich wieder auf eine pieksaubere Scheibe, aber nicht wieder mit vorheriger Politur. Die Scheibe war ja durch die vorherige Anwendung des H2GO vor nennenswerten Anhaftungen geschützt und sollte nur mit einem Glasspray und einem Mikrofasertuch leicht zu reinigen sein.

Der Neuauftrag ist in 5-10 Minuten durch, wenn man die Wartezeit nicht mitrechnet.

 

Video zur Anwendung: https://www.youtube.com/watch?v=8KCMKmzpngU

Video zur Wirkung: https://www.youtube.com/watch?v=bOnAKvJPDxw

 

PREIS UND DEUTSCHE BEZUGSQUELLE

Preis ca. 10 EUR für ein 100ml Fläschchen, das für ca. 15-20 Anwendungen ausreichen sollte

Bezugsquelle in Deutschland: www.carparts.koeln

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02.01.2016 16:59    |    Celsi    |    Kommentare (36)    |   Stichworte: 8S/FV, Allgemeines, Audi, C-Klasse, Mercedes, S205, TT

So, nach der schwer verdaulichen technischen Anleitung aus dem letzten Artikel mal wieder etwas Trivialeres. Aber es hat mich immerhin so beeindruckt, dass ich trotz außerordentlich schlechter (Nacht-)Bilder was dazu schreiben möchte.

 

Zur Weihnachtszeit war ich in NRW und habe meine Eltern und dortigen Freunde endlich mal wieder besuchen können. Freund Alex hatte sich fast zeitgleich mit meiner TTS-Bestellung auch ein angemessen motorisiertes Fortbewegungsmittel für sich und seine Familie bestellt, und nun war er da: ein C63 S AMG. Ich durfte ihn kurz fahren, fotografieren (in tiefster Nacht) und einen Eindruck gewinnen.

 

TECHNISCHE DATEN:

- 4 Liter V8 BiTurbo Motor

- 510PS/375 kW bei 5.500-6.250 1/min

- VMax (abgeregelt) 290km/h

- Beschleunigung 0-100km/h in 4,0 Sekunden

- max. Drehmoment 700nm

- Leergewicht 1.835kg

- Kraftstoffverbrauch innerorts 11,0 - 10,8 l/100 km

- Kraftstoffverbrauch außerorts 6,9 - 6,7 l/100 km

- Kraftstoffverbrauch kombiniert 8,4 - 8,2 l/100 km (:D:D:D: Die Realität liegt lt. meinem Kumpel zwischen 15 und 20 Liter)

- CO2-Emissionen kombiniert 195 - 192 g/km

 

OPTIK:

Fangen wir mit dem Punkt an, für den ich Kritik ernten werden, die Optik. Ich weise vorsorglich an dieser Stelle darauf hin, dass Geschmäcker verschieden sind und ich hier nur so sachlich wie möglich meine Meinung wiedergebe, die keinerlei Allgemeingültigkeit besitzt. Ich bitte darum, etwaige Kommentare unter gleichen Voraussetzungen abzugeben.

 

AUSSEN:

Obwohl ebenfalls gut motorisiert, könnte sich mein TTS kaum mehr von dem C63 S AMG meines Kumpels unterscheiden, der zudem ein Kombi ist. Zum jetzigen Zeitpunkt, wo ich noch auf grell geschminkte, flache 2 oder 2+2 Sitzer stehe, könnte ich mir den Kauf einer solchen Fahrzeugform nicht vorstellen, auch wenn ich die 120TEUR dafür aufbringen könnte. Dabei sieht der AMG aber keineswegs völlig "unsportlich" aus, der Grill, die aggressiven LED-Scheinwerfer, die Lufteinlässige in den Kotflügeln und die Heckschürze mit den 4 kantigen Endrohren flössen schon Respekt ein. Ich bin nur einfach noch nicht bereit für einen "Mercedes Kombi", den er im Endeffekt immer noch darstellt.

Zuletzt kommen dann auch noch in der Farbgebung zwei Dinge zusammen, die ich nicht mag: Silber und Mattlack. Aber wie gesagt, alles Geschmackssache.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

INNEN:

Der Innenraum ist selbstverständlich vom Feinsten: Leder und Alu dominieren, sowie irgendein dunkles oder schwarzes Holz(-imitat?), das ungewohnt aussah (selbst wenn es Holz war, das Licht war zu schlecht). Der Wagen war praktisch voll-ausgestattet, es wimmelte von stilvoll designten Schaltern und Lichtlein, und die üppige Ambientenbeleuchtung tat ihr übriges, um eine futuristische aber entspannt-gediegene Atmosphäre aufkommen zu lassen.

Ganz anders als der minimalistisch gehaltene Innenraum des TT, der ebenfalls über Ambientenbeleuchtung verfügt.

Weniger stilvoll: Der mittige Bildschirm (Touch), der so schön ins Cockpit integriert ist wie ein an die Scheibe gepapptes Wühltisch-Navi. Naja, immer noch besser als gar kein mittiger Bildschirm wie beim TT.

Die Sitze sind bequem und bieten guten Seitenhalt, und auch auf der Rückbank fühlt man sich nicht beengt.

 

 

BESCHLEUNIGUNG:

Der C63 S AMG ging schon heftig zur Sache, keine Frage. Ich kann auch nicht behaupten, dass ich enttäuscht war, aber als jemand, der noch nie etwas mit mehr als 4 Zylindern unter der Haube gefahren hat, habe ich mehr erwartet bei 510 V8-PS.

Man liest ja öfters was von "in den Sitz gepresst werden und die Arme nicht mehr richtig ausstrecken können" ... das war hier nur begrenzt so. Rein subjektiv ging der AMG nicht viel brachialer vorwärts als mein TTS, aber bei einer 4 vor dem Komma ist ja auch nur noch begrenzt Luft nach unten. Der TTS schafft die 0 auf 100km/h in 4,6 Sekunden, der C63 S AMG schafft sie in 4,0 Sekunden. Und genau nach diesen 0,6 Sekunden Unterschied fühlt es sich auch an, nicht mehr und nicht weniger. Zugunsten des AMG sollte man aber bedenken, dass dieser auch eine halbe Tonne mehr Gewicht mit sich rumschleppt als der TTS.

Spaß macht der AMG auf jeden Fall trotzdem, und zwar nicht zuletzt wegem dem ...

 

 

SOUND:

Zum Weinen genial. Zum Niederknien. So muss sich ein Sportwagen anhören. Der C63 S AMG bollert, rumpelt, sprotzelt, und wummert, dass einem die Tränen der Ergriffenheit in die Augen steigen. Ich traue mich nicht, hier auch nur den geringsten Vergleich mit dem schnurrenden Kätzchen im TTS zu ziehen. Bei Beschleunigen röhrt der AMG dumpf wie ein Elch auf Drogen, bei Lupfen des Gas-Fußes rumpelt, bollert, und knallt es hinten so sehr, das man es auch im Boden fühlt, als würde man in einer Rakete sitzen. WAHNSINN!!! Das Ganze natürlich über den Fahrmodusschalter steuerbar, der AMG kann nicht wirklich "auf Zehenspitzen", aber im Komfortmodus ist er durchaus langstreckentauglich "leise".

Ein Traum!

 

Eindruck zum Motorsound:

http://www.mercedes-amg.com/c63s.php?lang=deu#vehicle_overview_section

 

 

FAZIT:

Aus meiner Sicht schon ein tolles Auto, wenn man einerseits die Familie komfortabel in den Urlaub kutschieren will, aber auf der anderen Seite auch mal Spaß haben und sich an einem der immer rarer werdenden "echten" Motoren erfreuen will.

Hätte ich Kinder (und Geld wie Heu), käme der Wagen für mich definitiv auch in Frage. Bis dahin würde ich für das Geld jedoch einen JAGUAR F-Type R vorziehen, der, was Leistung und Sound angeht, in der gleichen Liga spielt.

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17.12.2015 19:26    |    Celsi    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: 16:9, 8S/FV, Audi, Celsi, Filme, Format, Media Interface, MMI, MMI Dateiformat, MMI Filme abspielen, MMI Umwandlung, MMI Video, MMI Video Format, MMI Videos wiedergeben, mp4, SD, TT, Tutorial, USD, Veränderungen am TTS, Videodateien, Video im Auto, Video in Motion, VIM, Virtual Cockpit

WORUM GEHT'S?

Das MMI (Multi Media Interface) des AUDI TT FV/8S ist in der Lage, nicht nur Inhalte von DVD wiederzugeben, sondern auch Filmdateien von USB-Datenträgern, SD-Karten, Jukebox oder Daten-CD/DVD. Die Video-Wiedergabe ist im Serienzustand unterdrückt (nur Ton), wenn der Wagen sich bewegt. Es ist technisch möglich, diese Sperre aufheben zu lassen ("VIM" - Video In Motion) - empfehlenswert ist es jedoch nicht, da es vom Verkehrsgeschehen ablenken kann. *1. Zudem hat der Beifahrer im TT einen schweren Stand, um von seiner Position aus etwas auf dem Bildschirm im Virtual Cockpit zu erkennen. Trotzdem mag der ein oder andere von Euch ein paar (Musik)videos im MMI abspielen wollen, und sei es nur im Stand.

Ich rechne weiterhin damit, dass AUDI in anderen Modellen mit Virtual Cockpit den Fehler nicht wiederholt, den Beifahrer aus dem optischen Infotainment auszuschließen - dieses Tutorial mag deshalb auch für andere AUDI-Modelle nützlich sein/werden.

 

Für die Videokonvertierung mithilfe dieses Tutorials sind praktisch keine Vorkenntnisse in der Videobearbeitung notwendig.

 

 

WOHER MUSIKVIDEOS BEZIEHEN?

Ich bin kein Apple-Nutzer, aber ich habe mir sagen lassen, dass man sich über I-Tunes Musikvideos runterladen kann. Außerdem ist es mit Freeware-Software wie z.B. "JDownloader" möglich, sich Clips von den einschlägigen, legalen Streaming-Portalen herunterzuladen. Dieses Downloaden ist nach heutiger Rechtslage legal *2 *3. Weiter ins Detail möchte ich hier aber nicht gehen, denn den Betreibern mancher Portale ist dieser Umstand ein Dorn im Auge, und sie gehen offenbar gegen Leute vor, die "Anleitungen" verfassen, wie solch ein Download genau zu bewerkstelligen ist. *4

Zum Glück haben wir ja noch eine weitere Option: Videos, an denen wir die vollen Rechte haben und die wir nirgendwo downloaden müssen: Selbstgemachte Videos. Mit dem Smartphone angefertigt, sind sie sicher kein Garant für HiFi-Sound, aber für dieses Tutorial reicht ein solches Video im Folgenden als Anschauungsobjekt. Es handelt sich um einen kleinen Film, den ich mal mit dem Smartphone "gedreht" hatte, um zu veranschaulichen, was Hologramme (auf dem Autolack) sind. Wen's genauer interessiert: Den Film gibt es auch bei Youtube.

 

1 Testfilm "Die Mutter aller Hologramme"1 Testfilm "Die Mutter aller Hologramme"2 Startbildschirm von Programm "XMedia Recode"2 Startbildschirm von Programm "XMedia Recode"3 Startbildschirm von Programm "Mediainfo"3 Startbildschirm von Programm "Mediainfo"

 

 

 

WELCHE SOFTWARE BENÖTIGEN WIR?

Folgendes Programm benötigen wird zum Recodieren der Videos in das vom MMI akzeptierte Format. Das Programm ist Freeware.

- XMedia Recode in der aktuellesten Version

Nicht unbedingt benötigt, aber hilfreich zum vorherigen Herausfinden des Formats der Ursprungsdatei (ebenfalls Freeware):

- MediaInfo in der aktuellesten Version

 

 

WELCHES ZIELFORMAT WOLLEN WIR ERREICHEN?

Dieser Part erklärt ein wenig die technischen Hintergründe. Er muss nicht unbedingt gelesen werden, zumal er etwas trocken ist. Bei Desinteresse an dem "Technobabbel" einfach diesen Abschnitt überspringen und der Anleitung im nächsten folgen.

 

4 Handbuch Seite 194 - Videoformate4 Handbuch Seite 194 - VideoformateJetzt wird's ein wenig kurios. Das Handbuch des TT/TTS behauptet auf Seite 194 nämlich Folgendes: siehe Bild links, roter Rahmen. Im Kasten "Eigenschaften wird unter anderem dort angegeben, dass die Framerate (Anzahl der Bilder pro Sekunde im Film) den Wert 25 nicht überschreiten dürfe und die Bitrate (die Anzahl der Daten, die die Datei pro Sekunde überträgt) nicht den Wert 2000kbit/s. Beides stimmt aber nicht, lediglich die maximale Auflösung (Höhe und Breite des Films in Pixel) ist richtig angegeben. Leider hat es eine ganze Weile und den Zufall gebraucht, bis ich festgestellt habe, dass auch höhere Framerates und Bitrates funktionieren.

 

Und das ist auch gut so, denn mit dem Smartphone angefertigte Clips oder Filme aus anderen Quellen weisen in der Überzahl eine Framerate von 30 bzw. 29,97FPS (Frames per second) auf. Diese kann man zwar "heruntercodieren" auf die verlangten 25FPS, aber das hat Folgen: Wir weisen das Video damit an, 5 Bilder (Frames) pro Sekunde weniger darzustellen. Aber das Video darf dadurch nicht zeitlich kürzer werden, alleine schon wegen dem Ton, der ja nicht schneller werden darf. Was passiert also: Durch die 5 entfernten Frames "stolpert" das Video 5x in der Sekunde über ein "Loch", weil es versucht, mit einer "Tonspur" synchron zu bleiben, die für 30FPS aufgenommen wurde. Das äußert sich dergestalt, dass Bewegungen im Clip unsauber und ruckartig erscheinen.

Sorry für diesen kleinen Ausflug in die technischen Hintergründe. Das klingt jetzt alles, als hätte ich voll den Durchblick, aber in Wirklichkeit war ich nach der ersten "Runterkonvertierung" von 29,97 auf 25FPS völlig ratlos, warum mein zuvor sauber laufendes Video plötzlich ruckelte.

Bei der Auflösung liegt das Handbuch jedoch richtig: Sobald diese 720x576Pixel überschreitet, kann das Video vom MMI nicht mehr abgespielt werden - tatsächlich wird es in der Dateiauswahl nicht einmal mehr angezeigt. Da in der Praxis die Clips oft im 16:9 Format sind, wird unsere verwendete Auflösung im Folgenden aber meist 720x406 sein.

 

Das vom MMI akzeptierte Zielformat, das wir erreichen wollen, ist also ein mp4-File mit 720x406 bis 576px, max. 2200kbp/s Bitrate und einer Framerate von maximal 30FPS. "Maximal", weil es unnötig ist, 30FPS in der Zieldatei erreichen zu wollen, wenn die Quelldatei nur 25FPS hat (kommt vor!). Dann ruckelt es auch nur wieder ...

 

So, das war nun ein wenig trocken und theoretisch ... fangen wir doch nun mal mit der Praxis an, indem wir uns das Ausgangsvideo "Die Mutter aller Hologramme.mp4" genauer anschauen:

 

 

ANALYSE DER QUELLDATEI (optional)

5 MediaInfo benutzen per Drag&Drop5 MediaInfo benutzen per Drag&DropIn diesem Schritt schauen wir uns das Format der Quelldatei, also des noch nicht für das MMI aufbereiteten Videoclips an. Dieser Schritt kann ebenfalls übersprungen werden, ist jedoch am Anfang ganz sinnvoll, um ein Verständnis dafür zu bekommen, was wir hier tun.

 

6 Mediainfo: Analyse Quellvideo6 Mediainfo: Analyse Quellvideo

Für die Analyse brauchen wir "MediaInfo", das Programm aus dem 2. Link. Dessen Bedienung ist denkbar einfach:

Wir ordnen die Quelldatei und das Programmfenster von "MediaInfo" auf dem Desktop nebeneinander an und ziehen dann die Filmdatei mit der Mouse in das Fenster (Siehe Bild 5 links)

Danach verrät uns MediaInfo folgende wichtigen Details über das Quellvideo (im Bild 6 rot unterstrichen):

- Es ist ein MPEG4 (mp4) Video (fein, das mag das MMI)

- Es hat eine Bitrate von 9985 kbps (zuviel für's MMI)

- Es ist in der Auflösung 1920x1080 (viel zu groß für das MMI)

- Es hat eine Framerate von 29,970 FPS (Handbuch sagt nein, aber wir wissen: Okay für's MMI)

- Der Ton hat 192kbps, das ist nicht optimal, aber okay. Es ist halt mit dem Handy aufgenommen.

 

 

KONVERTIERUNG IN MMI-KOMPATIBLES FORMAT

Bevor man nun ob der nachfolgenden Screenshot-Flut mit Grausen den Blog-Artikel schließt: Bis auf wenige Ausnahmen sind alle diese Einstellungen einmalig nur nach Neuinstallation von XMedia Recode zu machen. Das Programm "merkt" sich diese Einstellungen dann. Der ganze Tanz muss nicht für jeden Film wiederholt werden!

 

Jetzt folgt also das eigentliche Konvertieren, bzw. besser gesagt: Recodieren in das Zielformat mit dem Programm XMedia Recode. Da ich oben schon mehr als genug geschrieben habe, beschränke ich mich für die, die noch wach sind, nun auf eine Abfolge hoffentlich aussagekräftiger Bilder.

Kommentare innerhalb der Bilder und Rahmen um die Elemente, an denen Änderungen vorgenommen werden müssen, sollten das Ganze verständlich halten. In den Rahmen um die zu ändernden Elemente stehen stets die neuen Werte, die Ihr bei Euch noch einstellen müsst.

 

Los geht's:

 

Schritt 1: Quelldatei ladenSchritt 1: Quelldatei laden Schritt 2: Einstellungen in Tab "Format"Schritt 2: Einstellungen in Tab "Format"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 3: Tab Video, Sektion AllgemeinSchritt 3: Tab Video, Sektion Allgemein Schritt 4: Tab Video, Sektion BewegungsschätzungSchritt 4: Tab Video, Sektion Bewegungsschätzung Schritt 5: Tab Video, Sektion ExtraSchritt 5: Tab Video, Sektion Extra

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 6: Tab Audio, Sektion AllgemeinSchritt 6: Tab Audio, Sektion Allgemein Schritt 7: Tab Audio, Sektion Lautstärke KorrekturSchritt 7: Tab Audio, Sektion Lautstärke Korrektur Schritt 8: Tab Filter/Vorschau, Sektion VideogrößeSchritt 8: Tab Filter/Vorschau, Sektion Videogröße

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 9: Tab JobsSchritt 9: Tab Jobs Schritt 10: Ergebnisüberprüfung mit MediaInfoSchritt 10: Ergebnisüberprüfung mit MediaInfo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fertig. Sieht von den Screenshots her "kompliziert" aus, aber eigenlich kann man den Bildern einfach ohne groß zu denken folgen und sollte mit einer brauchbaren Videodatei belohnt werden. Und wie gesagt: Die meisten dieser Einstellungen sind nur einmalig zu machen, nur die Auflösung im Tab "Filter/Vorschau" muss man man jedes Mal neu einstellen - eine Sache von ein paar Sekunden mit ein wenig Übung.

 

 

ALTERNATIVEN

Da gibt es noch den Windows Movie Maker aus dem Windows Essentials 2012 Paket (Freeware). Dieser ist etwas einfacher zu bedienen, insbesondere beim Schnitt. Weiterhin hat er tolle Features wie Texte einblenden, Fade in und Fade out, und weitere Effekte, um einen Film mit wenigen Handgriffen richtig "profihaft" aussehen zu lassen.

Der Testfilm "Mutter aller Hologramme" wurde mit dem Movie Maker nachbearbeitet (Youtube Link siehe oben). MMI-kompatible Filmdateien habe ich auch damit hinbekommen, mich aber letztlich gegen die weitere Verwendung vom Movie Maker entschieden. Denn abgesehen davon, dass der Movie Maker nur einen Audio-Stream von max. 192kbps erzeugen kann (akzeptabel, aber nicht gut), verlieren Filme bei der Speicherung mit diesem Tool merklich an Bildqualität. Ist so auch in zahllosen Beiträgen im Web nachzulesen. Aber schon die nur 192kbps Audio-Bitrate hätten wahrscheinlich ausgereicht, um mich zum komplizierteren XMedia Recode zu treiben: Das Bang&Olufsen System in meinem TTS enttarnt mangelhafte Audio-Qualität stets gnadenlos.

 

 

FEHLERSUCHE

Wenn das Video nach erfolgter Konvertierung nicht gleich abgespielt werden kann, nicht sofort die Flinte ins Korn werfen. Über ein paar Sachen bin ich bei meiner tagelangen Experimentiererei (wie gesagt, ich bin auch ein relativer Laie auf dem Gebiet) auch gestolpert und habe eine Lösung/Erklärung gefunden:

 

PROBLEM:

Laut MMI ist die Datei auf dem Datenträger nicht vorhanden/unsichtbar. Am PC sehe ich sie jedoch auf dem Datenträger.

LÖSUNGSMÖGLICHKEIT 1:

Das MMI blendet Film- und andere Dateien, die nicht den Formatvorgaben entsprechen, einfach aus, als wären sie nicht da.

Bitte mit dem Tool "MediaInfo" (Downloadlink siehe oben) am PC prüfen, ob die "unsichtbare" Videodatei die folgenen Vorgaben einhält: mp4-File mit 720x406 bis 576px, max. 2200kbp/s Bitrate und einer Framerate von maximal 30FPS.

Dazu dann bitte das möglicherweise übersprungene Kapital "WELCHES ZIELFORMAT WOLLEN WIR ERREICHEN?" durchlesen.

LÖSUNGSMÖGLICHKEIT 2:

Das MMI "erkennt" Datenträger wieder, aber hat Schwierigkeiten, Änderungen darauf zu erkennen. Im Rahmen meiner Experimente hatte ich auf einem USB-Stick, dessen 5 Video-Dateien vom MMI einwandfrei erkannt und abgespielt wurden, am PC mal 4 davon auf dem Stick gelöscht. Dann habe ich eine weitere, neue Datei, die den Vorgaben entsprach, auf den Stick kopiert. Er enthielt danach also 2 Videodateien gemäß Vorgaben, eine "alte", die das MMI schon mal erkannt hatte, und eine neue, die das MMI erkennen sollte. Hat es aber nicht. Es zeigte mir stattdessen die alte, ihm schon bekannte Datei an, sowie die 4 gelöschten, die schon gar nicht mehr auf dem USB-Stick waren, allerdings mit einem Symbol für "defekt" dahinter.

ABHILFE: Ggf. alle Dateien vom USB-Stick auf den PC wegsichern, dann den Stick neu formatieren (Schnellformatierung reicht). Dateien alle wieder in einem Rutsch draufkopieren. Ab da ist der Stick auch für das MMI ein "neues" Medium, das es korrekt neu einliest.

 

PROBLEM:

Das Video nutzt im Virtual Cockpit nicht den ganzen zur Verfügung stehenden Platz, sondern wird kleiner dargestellt.

LÖSUNG:

Die native Auflösung des MMI ist das veraltete PAL Format, die "deutsche Fernsehnorm" mit einem Bildseitenverhältnis von 5:4. Fragt mich nicht, warum, vermutlich hat es was damit zu tun, dass die "Videofähigkeit" des Virtual Cockpit in erster Linie besteht, um DVB-T Sendungen wiederzugeben. Je nachdem, was für Videos Ihr wiedergeben wollt und woher sie stammen, werden sie aber meist im 16:9 (siehe oben verwendetes Beispielvideo) oder auch im 4:3 Format vorliegen. Das VC kann diese dann nur darstellen, indem es Teile der Darstellungsfläche ungenutzt lässt ("schwarzer Balken")

 

PROBLEM:

Das Video ruckelt in der Wiedergabe, speziell bei Kameraschwenks.

LÖSUNG:

Mit dem Tool "MediaInfo" (Downloadlink siehe oben) die Framerate von Quellvideo und re-codiertem Video vergleichen. Ist die nicht gleich, ist das die Ursache. Dazu dann bitte das möglicherweise übersprungene Kapital "WELCHES ZIELFORMAT WOLLEN WIR ERREICHEN?" durchlesen.

 

PROBLEM:

Ich habe im MMI nur Ton, kein Bild. Am PC jedoch wird auch ein Bild dargestellt.

LÖSUNG:

Auto anhalten.:D Im Serienzustand ist die Wiedergabe von Videos unterdrückt, während der Wagen in Bewegung ist.

 

 

Rückfragen beantworte ich in der Kommentarfunktion gern - wenn ich kann. Ich habe mir diesen ganzen Kram auch nur ohne weitere Vorkenntnisse selbst begebracht :)

 

NACHTRAG vom 10.01.2016:

- Änderungen am Bildseitenverhältnis, und seien sie noch so rechnerisch korrekt, führen sofort dazu, dass das MMI das Abspielen verweigert.

- Das Hochskalieren von Filmen mit kleinerer Auflösung (z.b. 640x480) auf 720x540 führt ebenfalls zur Nichtabspielbarkeit.

 

 

 

FUSSNOTEN

*1 : Ich würde diejenigen unter uns, die andere gerne sicherheitstechnisch / moralisch / politisch / juristisch belehren, bitten, diesen Drang an dieser Stelle zu unterdrücken. Ich denke von meinen Lesern gerne, dass es mündige, verantwortungsbewußte Personen sind, die sich des Risikos von Video-Betrachtung während der Fahrt bewußt sind. Es geht in diesem Artikel nicht um die Wiedergabe von Filmen während der Fahrt - es ist eine technische Anleitung, Videos so aufzubereiten, dass sie, wie von AUDI vorgesehen, (siehe Seite 194 Handbuch) mit dem MMI dargestellt werden können. AUDI sieht die Wiedergabe während der Fahrt explizit nicht vor, wie im Haupttext erwähnt. Ich behalte mir vor, Kommentare zu löschen, die sich belehrend, bewertend oder gar beleidigend zum Thema "Video in Motion" äußern - das ist hier nicht das Thema.

*2 : Quelle: Chip.de

*3 : Ich übernehme keine inhaltliche Haftung für die Rechtsauffassungen, die ich hier äußere, auch wenn diese nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und gemacht wurden. Aber ich bin kein Jurist - und Gesetze können sich jederzeit ändern. Möglicherweise, ohne dass der Autor dieses Artikels dies merkt und den Artikel anpassen kann.

*4 : Quelle: Caschys Blog

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07.12.2015 20:09    |    Celsi    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: 8S/FV, Audi, TT

... das stand als Kommentar unter meinem ersten Grundschulzeugnis, wirklich. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

 

Ich muss schreiben. Wenn ich etwas mühsam rausfinde, muß ich eine "Anleitung" schreiben. Wenn mich ein Fehler am Auto ärgert, muss ich den von allen Seiten beleuchten, beschreiben, beklagen. Wenn ich ein neues Pflegeprodukt supertoll finde: Ich muss es testen, reviewen, rezensieren.

Ich muss meinen Senf jedem aufdrängen, der sich nicht bei "drei" ... äh ... ausgelogt hat. ;) Ich kann nicht anders.

 

Bisher habe ich einfach in normalen Threads im 8S/FV Forum geschrieben, allerdings hat das immer einen Nachteil: Man kann Bilder nicht vernünftig einbinden. Die gammeln immer da unten am Threadende herum, ohne Vorschau, ohne Bezug zum Text.

Da ich allerdings gerade an einem längeren "HowTo" stricke, wollte ich diesen Nachteil nicht mehr länger in Kauf nehmen und habe kurzerhand meinen Blog neu aufgelegt.

Richtig gelesen, neu aufgelegt. Denn ich hatte zwischen 2009 und 2013 hier bei MT einen relativ erfolgreichen Blog, der allerdings auf Fahrzeugpflege spezialisiert war. Ich hoffe, der ein oder andere erinnert sich noch an das Wortmonster, ich jedenfalls blicke heute gern und sogar mit etwas Stolz darauf zurück.

So erklärt sich übrigens auch der seltsame Name dieses Blogs hier:

Irgendwann hat mein damaliger oranger TT 8J den Spitznamen "Saftorange" abbekommen, und obwohl ich meinen Blog anders genannt hatte, war er für viele nur "der Saftorangenblog". Mein aktueller TTS ist nun nicht mehr orange - der Blogname muss es aber einfach weiter sein.

 

So, genug des einführenden Geblubbers, eigentlich hätten auch 4 Worte gereicht: "Ich bin wieder da" :D.

 

Viele Grüße,

Celsi

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Verursacher:

Celsi Celsi

Audi

 

Ansichtssache

Dieser Blog ist optimiert für die Darstellung in Ansichtstyp "L - Groß". Bei kleineren Ansichtstypen kann es zu einer unharmonischen Aufteilung von Bildern und Text kommen. Der Ansichtstyp ist am Seitenende einstellbar (runterscrollen).

Auf dem Smartphone-Bildschirm hingegen wird meist alles durcheinandergewürfelt - da garantier ich für nix. Als die Blog-Software von MT hier entworfen wurde, gab es noch keine Smartphones ... :rolleyes:

Waren nicht schnell genug wieder weg:

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