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Der Kei-Car Blog

Warum diese Fahrzeugklasse in Europa zu Unrecht unterschätzt wird und welche Vorteile Beschränkungen bei Motorisierung und Abmessungen haben könnte !

18.10.2008 12:32    |    25plus    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: 1KR-FE, Elektroantrieb, IAA, Mitsubishi, Subaru

Manchmal hört man hier in Deutschland etwas von einem Smart Fortwo, der da mit Elektroantrieb durch London fährt um die Citymaut zu umgehen, und der beweisen soll, dass Elektroantrieb alltagstauglich ist.

 

Solche Gedanken haben natürlich auch die japanischen Hersteller und statten ihre Kei-Cars mit Hightech-Komponenten aus, um die Besucher der großen Messen zu begeistern... schön wär´s.

Stattdessen stand der Subaru R1e versteckt in seinem kleinen Kämmerchen, scheinbar hat er niemanden interessiert, denn alle standen um den Lamborghini Reventon, den Fiat 500 und den Porsche-Monster-Hybridantrieb.

Was aus dem Subaru R1e und dem Mitsubishi i EV geworden ist kann ich daher nicht sagen, aber wenn es euch interessiert, könnt ihr ja ein bisschen im Internet stöbern.

Die technischen Daten hörten sich garnicht so schlecht an mit über 60 PS, 180 Nm und einer Reichweite von über 150 km.

 

Interessant war auch der Stand von Daihatsu (leider bei den Koreanern, Lada und den Chinesischen PKW... als könnte man Daihatsu nicht bei Lexus und Toyota unterbringen (Achtung Verschwörungstheorie ;))).

 

Als einziger Hersteller hat sich Daihatsu mit mehreren Kei-Car Studien auf die Messe getraut, der Blickfang war der Daihatsu OFC-1. So ähnlich wird wahrscheinlich das Nachfolgemodell des Copen nach Japan kommen, mit größerem Kofferraum, modernem 3-Zylinder, CVT-Getriebe und einem Klappdach, das noch weniger Platz benötigt.

An den technischen Daten erkennt man sofort die Einhaltung der Kei-Car Kriterien :). Videos gibt es bei Youtube, die Studie ist natürlich voll funktionstüchtig.

 

Etwas mehr Platz im Innenraum bietet der HSC, eine von der Serie etwas weiter entfernte Studie. Keine Rückspiegel und viele Kanten, sowie glatte Flächen verhelfen diesem Modell zu einem cW-Wert von 0,28 und einem Verbrauch von 4,1 l/100 km, was einem CO2 Ausstoß von 95 g/km entspricht.

 

Mehr Informationen zu den Studien von Daihatsu findet man auch bei Daihatsu, rechts oben kommt man auf die Motorshow-Seite und kann sich PDF Dateien (meist auch in Deutsch) und Bilder ansehen.

 

Europapremiere feierte letztes Jahr auch der Daihatsu Cuore, wie schon mehrmals erwähnt ist er allerdings kein Kei-Car mit seinem großen Einliter-Dreizylinder und 70 PS. Der Motorraum ist ziemlich vollgestopft, klar, in Japan gibt es nur 660 ccm Motoren. Die Stoßstange wurde um 5 cm verlängert um dem Kühler ausreichend Platz zu bieten, also ist er auch eindeutig zu lang.

Zum Vergleich: Mein Cuore, das Vorgängermodell, bietet bei gleichen Außenmaßen wie der neue Mira 10 cm weniger Platz im Innenraum und hat einen 10 cm kürzeren Radstand. Diesen ganzen Platz konnte man durch eine radikale Verkleinerung des Motorraums gewinnen, mit der Folge, dass der große Dreizylinder scheinbar keinen Platz mehr hatte.

 

Der 1KR-FE, so heißt der 3-Zylinder mit knapp 1000 ccm, wird derzeit im Daihatsu Cuore, Daihatsu Sirion, Toyota Aygo, Toyota IQ, Toyota Yaris, Citroen C1, Peugeot 107 und Subaru Justy verbaut.

Vom Sirion gibt es zudem noch eine Toyota-Version, den Passo.

Nur bei Daihatsu wird er mit der maximalen Leistung von 70 PS und 94 Nm angegeben, ist zudem auf Normalbenzin optimiert.

 

So in etwa, nur kleiner, kann man sich auch die japanischen Dreizylinder vorstellen. Variable Nockenwellenverstellung, mechanischer Gaszug, 12 Ventile, Langhuber, superintelligenter Katalysator am Motorblock nur als Stichworte.

 

Der Cuore ist derzeit übrigens der sparsamste Benziner auf dem Markt, aber auch alle anderen Modelle mit den sparsamen 3-Zylindern findet man in der Spitzengruppe bei Spritmonitor.

 

Als Kei-Car Fan musste man auch über die Tafeln von Webasto stolpern, der Copen hat einen Anteil von über 4 % bei den hergestellten Dächern, wenn ich diese Tafel richtig interpretiere.

 

So, das war mein Ausflug auf die IAA 2007, alle anderen Modelle wurden ja wohl schon in sämtlichen Automagazinen abgedruckt ;).

Schade, dass die IAA nicht mehr zu bieten hatte in Sachen Kei-Cars, aber nach Tokyo ist es mir (noch) ein bisschen zu weit und teuer.


18.10.2008 12:50    |    XC70D5

Die Daihatsus sehen doch richtig schick aus, da fragt man sich, warum sowas bei uns nicht (an)kommt.

 

Gerade der Copen-Nachfolger sieht nach richtig Spaß aus!

 

 

Gruß

 

Martin


18.10.2008 13:32    |    MichaelOesdorf

Der Subaru R1e wird in japan sehr erfolgreich getestet wenn du willst lass ich dir einen entsprechenden Artikel zukommen.

 

Gruß Michael


18.10.2008 20:04    |    kaschilein

der Daihatsu sieht wirklich gut aus, mich würde interessieren wie der aussieht mit geschlossenem Dach. Skeptisch steh ich dem cvt getriebe gegenüber. im Alten mini gabs das ja auch und da gabs irgendwie nur probleme :/

 

Ich glaube das die Elektro Fahrzeuge so auf Messen links liegen gelassen werden liegt einfach daran, dass sie rein optisch überhaupt nix her machen. Das Interessante stckt eben unter dem Blechkleid und in den Leistungsdaten und das kann man sich auch von zuhause angucken :)


18.10.2008 20:26    |    25plus

Im Artikel hab ich ja schon ein paar Links versteckt, hier noch einer zum OFC-1.

CVT-Getriebe haben in Japan jetzt sehr viele Kleinwagen und Kei-Cars, die werden das schon so optimiert haben, dass es eine ausreichend lange Haltbarkeit hat.


18.10.2008 20:55    |    kaschilein

Ja gut die links hatte ich überlesen, aber gefällt mir. Die schicke linie bleibt erhalten. könnte mir gefallen


18.10.2008 21:37    |    Duftbaumdeuter2649

Der Mitsubishi i EV soll im Sommer 2009 in Japan in Serie gehen! http://www.mitsubishi-motors.de/modelle/conceptcars/iev/feldversuch


18.10.2008 21:47    |    25plus

Schön, dass aus diesen Projekten doch noch etwas geworden ist. Die Frage ist nur: Was kostet ein Akku und wie lange hält er ?

Bei mehr als 10000 € und einer Haltbarkeit von nur 100000 km ist der Antrieb noch nicht rentabel für Leute die auf´s Geld schauen müssen. Die werden erstmal weiterhin in kleine Benziner "investieren".


18.10.2008 22:57    |    XC70D5

Zitat:

Skeptisch steh ich dem cvt getriebe gegenüber. im Alten mini gabs das ja auch und da gabs irgendwie nur probleme :/

Jaja, und die Multitronic bei Audi hat auch nur rumgezickt. Problem war, dass es sich nicht um japanische CVT-Getriebe handelte. Wenn jemand damit Erfahrung hat, dann die Japaner.

 

 

Gruß

 

Martin


19.10.2008 09:05    |    25plus

Ist eigentlich das gleiche wie mit den 3-Zylinder Motoren. Man kann wirklich sagen, dass Daihatsu den 3-Zylinder 4-Takt Motor erfunden hat und von den ersten Modellen (knapp 30 Jahre alte Charade) fahren immernoch welche herum. Von den Cuore aus den 80er und 90er Jahren ebenfalls, die Motoren sterben höchstens an schlechter Wartung :(.

Klar, die alten Motoren waren nicht unbedingt Hochleistungsmotoren, aber wenn man über 3 Jahrzehnte auf den Erfahrungen aufbaut hat man die Technik auch im Griff.

Das krasse Gegenbeispiel ist der alte Smart Fortwo... der neue fährt ja deshalb auch mit einem vergrößertem Kei-Car Motor von Mitsubishi ;).


21.10.2008 14:57    |    Spiralschlauch3535

Ich fahre seit nun 8 Jahren ein Kei-Car, den Suzuki Cappuccino und ich kann auch nur sagen diese 660ccm 3 Zylinder Motoren gehen richtig gut. MIt nur 64 PS auf 720 kg ist das auch recht verständlich und somit ergeben sich Fahrleistungen die mit einem normalen 150 PSer zu vergleichen sind. Und der Verbrauch liegt auch unter 7 Lieter es geht auch mit 5 aber wenn man richtig Spaß haben will sind es halt 6-7 und das ist für die Fahrleistung top.

Ich denke mal ähnlich wir es beim Copen sein, habe aber noch keinen gefahren.

Uns siehe da die deutschen Autobauer kommen ja auf einmal auch zu kleinen Hubräumen

zB 1,4 Tsi von VW ach es geht ja.....

Gruß Sven an alle Kei-carer


03.11.2008 16:30    |    Speed4Me

Zitat:

 

Schön, dass aus diesen Projekten doch noch etwas geworden ist. Die Frage ist nur: Was kostet ein Akku und wie lange hält er ?

 

Bei mehr als 10000 € und einer Haltbarkeit von nur 100000 km ist der Antrieb noch nicht rentabel für Leute die auf´s Geld schauen müssen. Die werden erstmal weiterhin in kleine Benziner "investieren".

Die Rechnung ist zum einen etwas übertrieben und zum anderen etwas zu kurz gedacht ;) E-Motoren halten sehr viele Betriebsstunden, länger als mechanische Motoren (vgl. Straßenbahnen). Dazu hat man viiiiel weniger Komponenten die defekt sein können und die komplexe und anfällige Mechanik wird ersetzt.

Was du alleine an Ölwechsel, Filter, Zahnriemen/Kette , ZKDs, Auspuff uvm. sparst, summiert sich sehr schnell auf. Und 10.000 Euro wird keine Batterie kosten, sobald der Markt erstmal da ist. Bereits die Batterien der Toyota Hybride sind deutlich günstiger.


03.11.2008 17:04    |    XC70D5

E-Motoren halten so lange, wie der Hersteller möchte dass sie halten PUNKT ;)

 

 

Gruß

 

Martin


Deine Antwort auf "IAA 2007 - ein etwas anderer Rundgang..."

Würde auch ein echtes Kei-Car fahren !

25plus 25plus

Benzinsparer ?


mein Cuore L251:

 

-Eibach Federn 30/30 mm tiefer

-15 Zoll Felgen vom Copen/YRV GTti

-Bridgestone Potenza Re040 165/50 R15 (Daihatsu Copen)

-Stabilisator an der Vorderachse nachgerüstet

-Kombiinstrument mit Drehzahlmesser vom Top

-Sportauspuff von GTG - durch konsequentes Benzinsparen konnte er seinen Klang niemals entfalten

-Querlenkerstütze von D-Sport (Japan)

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