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08.05.2014 10:19    |    cookie.666    |    Kommentare (320)    |   Stichworte: Fahrer, Gegner, Geschwindigkeit, GSI, GTI, Leistung, OPC, Opfer, PS, R, RS, schnell, ST, Tod, Tuning, Turbo, Unfall, V6, V8

Darf ich vorstellen: Meier.

Bernd Meier.

Fahrer mit Leib und Seele.

 

Herr Meier ist Anfang 30, hat einen guten Job, eine Frau, die er liebt, einen dreijährigen Sohn und ist seit wenigen Wochen stolzer Besitzer eines kleines Häuschens am Standrand. Eines Häuschens mit genug Platz für die kleine Familie und einer Garage mit genug Platz für sein Auto.

 

Ja, auch wenn Herr Meier der typische Durchschnittsmensch ist, sein Auto ist es nicht. Zumindest ist Herr Meier dieser Meinung. Er hat sich dieses Auto gekauft, diesen Traum den er schon lange hegte. Groß ist es – groß genug, selbst wenn noch ein Kind kommt. Schwarz ist es – eine andere Farbe kam nie in Frage. Schnell ist es, sehr schnell – Autobahn, Landstraße, Stadt – egal – Meier ist immer der Schnellste. Meier liebt sein Auto, liebt die Geschwindigkeit, liebt es andere abzuledern. Er liebt die Überlegenheit seiner Maschine. Er liebt das Fauchen des Hochleistungsmotors, wenn sein schwarzes Geschoss andere Verkehrsteilnehmer zu bloßen Statisten in Go-Karts degradiert. Er liebt es, weil es ihn zu jemandem macht. Jemandem mit Macht. Macht über unzählige PS, Macht über die energisch wütende Maschine, Macht über andere Verkehrsteilnehmer. Dann ist er nicht länger der Durchschnittsbürger Meier. Er ist ein Beherrscher, ein Bezwinger der Urgewalt unzähliger schnaufender Pferdestärken – er ist ein Fahrer. Nein, er ist der Fahrer.

 

Nur eines liebt Meier ganz und gar nicht, wenn er Auto fährt. Und das sind Verkehrsregeln. Regeln, die aufgestellt wurden, um all den unfähigen Idioten in ihren fahrenden Verkehrshindernissen eine Nutzung der Straße – seiner Straße – zu ermöglichen. Wie Lemminge folgen sie den Anweisungen auf den Schildern am Straßenrand. Unwürdige. Ein wahrer Fahrer braucht diese kleingeistige Gängelung des Staates nicht. Er weiß wie er zu fahren hat. Es liegt ihm in Blut.

 

Und noch eine andere Sache gibt es, die Meier unwahrscheinlich nervt. Andere Möchtegerns, die sich für Fahrer halten. Mit ihren lächerlichen GTI, GSI, OPC, R, RS, ST, M und wie sie da alle heißen mögen. Tiefergelegt, verspoilert, lauter. Lächerlich für Meier. Keine Gleichgestellten, nur Opfer. Opfer für ihn und sein schwarzes Monster.

 

Aber heute ist alles anders. Familienausflug zu den Schwiegereltern in einem anderen Bundesland. Autobahn, Samstag vormittag, Sonnenschein. Perfektes Fahrwetter. Wenn da nur nicht diese ewigen Schleicher wären. Er schiebt einen Dieselkombi vor sich von der linken Spur, der grade mit lahmen 140 einen LKW überholt hat und tritt aufs Gaspedal. Die Bahn ist frei. Die Nadeln von Tacho und Drehzahlmesser bewegen sich zügig ins obere Drittel der Skalen. Die 200km/h Marke fällt spielerisch.

 

Meier merkt den tadelnden Blick seiner Frau recht neben ihm. Er muss gar nicht hinsehen. Er weiß es einfach. Allein wie sie sich verkrampft in ihren Ledersitz kauert. Statt die Geschwindigkeit zu genießen. Die Beschleunigung. Den röhrenden Klang der perfekt laufenden Maschine. Sein Sohn im Kindersitz auf der Rückbank dagegen jauchzt jedes Mal freudig, wenn er aufs Gas tritt. Ein echter Meier eben. Der hat Geschwindigkeit im Blut.

 

Aber was ist das? Im Rückspiegel. Den Rückspiegel nutzt Meier eher selten. Fast nie. Wozu? Da ist so wie so niemand. Jetzt sieht er zufällig hinein. Dicht hinter ihm, ein oranger Wagen. Flach, breit, sportlich. Ein Japaner wahrscheinlich. Gibt Lichthupe. Will, dass Meier Platz macht. Meiers Blut kocht plötzlich vor Wut. Seine Ehre gekränkt, sein Wagen verspottet. Nein, nein, Meier beruhigt sich – nur ein neues Opfer, das in seiner grellen Reisschüssel gleich sein blaues Wunder erlebt.

 

Meier tritt durch. Der Motorklang ändert sich von ruhig bollernd zu infernalisch kreischend. Der Wagen schießt vorwärts, drückt die Insassen in die Sitze. Klein-Meier quickst vor Freude auf dem Rücksitz. Die 250 wird fast im selben Moment erreicht. Ab hier ist Konkurrenz dünn gesät. Einem Abkommen der Luxuswagenbauer sei Dank, die für all die Unfähigen die Höchstgeschwindigkeit ihrer Gefährte beschränkt haben. Schranken für Beschränkte, denkt Meier. Der Orangene hängt immer noch im Rückspiegel. 280km/h. Der Orangene fällt langsam zurück. Meier triumphiert innerlich, ein Lächeln macht sich auf seinem Gesicht breit. Er bleibt auf dem Gas. Der orangene Drängler fällt weiter zurück. Keine Chance. Ein Opfer eben.

 

300km/h. Linke Spur. Vollgas. Rechts ein schier endloser Konvoi von LKW und Schleichern. Mittelspur, noch mehr Schleicher. Links freie Bahn. Meier lächelt. Eine leichte Rechtskurve vorraus. Meier geht vom Gas. 270km/h. Er kann die Kurve nicht ganz einsehen. LKW überholt LKW. Blockieren die Sicht, diese Idioten.

 

Meier hämmert das Bremspedal aufs Bodenblech. Ein Van, so eine elende Familienkutsche für kleinkarierte Spießer! Auf der linken Spur! Auf seiner Spur! Jetzt! Ausgerechnet jetzt! Mitten in der Kurve! Das wird eng…

 

Ein wahre Lichtshow beginnt im Armaturenbrett zu flackern. ABS, ESP und einige andere elektronische Helferlein versuchen Meiers schwarzes Geschoss kontrolliert zu entschleunigen. Der Minivan eben noch weit entfernt, plötzlich ganz nah. Meier registriert im Augenwinkel den weißen Rauch von vergehendem Gummi im Rückspiegel. Trotzdem rast er weiter auf das Heck des Vans zu. In letzter Verzweiflung reist er am Steuer um auszuweichen. Aber wohin?

 

Eine Stunde später:

Schmerzen. Wahnsinnige Schmerzen. Wo genau weiß er nicht. Überall. Meier blinzelt. Hell. Neue Schmerzen in den Augen. Zu hell. Blau und grün. Himmel und Bäume erkennt er verschwommen. Ein Kopf über ihm. Eine Frau. Notarzt steht auf ihrer Jacke. Ihr Mund bewegt sich, aber Meier hört nichts. Er versucht den Kopf zu drehen. Unmöglich. Er ist wie festgeschraubt. Er wird angehoben. Jetzt kann er einen Blick auf die Szenerie um sich erhaschen. Ein grotesk verformter Van wird auf einen Abschleppwagen gezogen. Die Hinterachse befindet sich in der Mitte des Fahrzeugs, der Aufbau sieht aus wie gesprengt. Blechfetzen und Plastikteile hängen in alle Richtungen davon. Daneben eine seltsame Skulptur. Verdreht, zerrissen, unkenntlich. Nur ein Rad, das im absurden Winkel an den Resten einer Achse baumelt, lässt erahnen, dass es sich wohl um die Reste eines Autos handeln muss. Ein Rad, das Meier bekannt vorkommt. Ein Rad seines Autos.

Am Boden liegen Tücher. Vier Tücher. Tücher die etwas bedenken. Die Körper bedecken. Tote Körper. Tote Menschen. Einen großen und drei kleine. Einen Erwachsenen und drei Kinder. In diesem Moment zieht ein Uniformierter die Tücher von den Köpfen. Blutige Gestalten darunter. Die große Gestalt trägt die blutverschmierte Kleidung seiner Frau. Eine der kleinen die Kleidung seines Sohnes. Meier will schreien, als ihn die Erkenntnis überkommt, aber es geht nicht. Die anderen zwei kleinen toten Körper kann er nicht zuordnen. Verzweiflung. Unglauben. Leugnen. Ein neuer Schmerz. Schlimmer als all die anderen. Reißend. Nicht körperlich. Seelisch. Meiers Augen rasen wie wild hin und her.

 

Etwas erregt seine Aufmerksamkeit. Eine greller Farbfleck, der so gar nicht hier her passen will. Der orangene Sportwagen. Sein Opfer. Kein japanisches Modell – ein Italiener. Intakt. Keine Schramme. Daneben ein Mann in kurzen Hosen und T-Shirt. Umringt von mehreren Polizisten.

Als zwei Sanitäter die Türen des Krankenwagens schließen fallen Meiers Augen zu.

'Ein schrecklicher Alptraum!' ist sein letzter Gedanke bevor sein Herz aufhört zu schlagen.

 

 

 

Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten und wurde an Hand von Zeugenberichten und Aussagen Beteiligter und Hinterbliebener geschrieben.

An diesem Tag tötete Meier nicht nur vier Menschen und sich selber im Geschwindigkeitsrausch. Drei weitere wurden teils schwerst verletzt. Weitere Traumatisiert. Das Leben der Hinterbliebenen zerstört. Und alles nur wegen...

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08.05.2014 10:36    |    Ascender

Ahm... die Fotos sind aber nicht von der hier beschriebenen Begebenheit? Hat mich etwas irritiert.


08.05.2014 10:47    |    -> Neurocil <-

Schreckliche Sache.

Tragisch besser wäre gewesen Herr Meier überlebt als einziger oder fährt

als einziger an einen Baum oder unter einen Auflieger.


08.05.2014 10:52    |    johBK

Sehr gut ge- und beschrieben; erinnert an Wolfgang Hohlbein, Dein Schreibstil.

Als ehemaliger Rettungssanitäter kann ich nur sagen, egal ob "Meier" echt oder fiktional ist, genau so sieht's "vor Ort" aus, kein schöner Anblick.

Also fahrt vorsichtig, lieber zehnmal bremsen als einmal tot....

 

Knitterfreien Flug wünscht Euch (auch nicht immer langsam unterwegs ;) )

 

Der Johannes


08.05.2014 11:18    |    Goify

Vielen Dank für deine fesselnd geschriebenen Gedanken. Puh, da wird einem ganz anders beim Lesen.


08.05.2014 11:34    |    nick_rs

Puh. Schwer verdaulich. Eine Geschichte, die zum Nachdenken aufruft.

 

Ein Dilemma.

- Einerseit: Maier hat schon recht. Spießer sein, puh, das möchte ich auch nicht. Mit 140 die Autobahn entlangtuckern. Ne! Ich gebe zu, ein wenig kann ich mich mit ihm identifizieren.

- andereseits sind es Sitzuationen wie die oben, die sich bei hohen Geschwindigkeiten einfach nicht vermeiden lassen.

Ich denke hier ist eine Kombination aus beidem die Richtige Wahl: Schnell ja, aber nicht um jeden Preis. Lieber lässt man einen Spinner vorbei, als mit einer Geschwindigkeitsdifferenz jenseits der 100kmh zum Überholten ein Rennen zu machen. Zum Schnellfahren gehört Verantwortung. Man muss immer abwegen: Wen gefährdet man (nur sich und den Baum oder sind auch noch Andere, ja gar Kinder mit in Gefahr), wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einen Unfall zu bauen und vorallem muss man immer auch mit der Dummheit der Anderen rechnen. Es kann immer sein, dass einer ohne in den Spiegel zu schauen raus fährt. Deswegen ist regel nummer 1: Vorrausschauend und konzentriert Fahren. Ist dichter Verkehr und nur die Linke Spur frei, dann sollte man es lassen. Ist die Autobahn leer kann man gerne auch mal Schnell fahren, trotzdem muss man immer Abwegen, was das Auto "da vorne" machen könnte. Wird es raus ziehen? oder auch "kann ich um die Kurve, über den Hügle schauen?


08.05.2014 11:39    |    Bayernlover

Jetzt ist mir schlecht. Was für eine Geschichte.


08.05.2014 11:48    |    Sebicca

Echt gut geschrieben, wobei mir das Wort gut bei dieser Geschichte irgendwie fehl am Platz vorkommt.

 

Am Ende der Geschichte will ich mich nicht recht entscheiden, bin ich wütend oder traurig...? Einen "Kloß" im Hals hatte ich jedenfalls.

 

Aber leider ist dies auf deutschen Straßen (und warscheinlich nicht nur dort) leider Alltag, der Ausgang nur meist nicht so tragisch.

 

Gegen schnelles fahren mit 200+ ist ja generell nichts einzuwenden, aber zum einen muss es die Verkehrslage zulassen (was hier wie geschildert nicht gegeben war) und zum anderen würde ich persönlich NIE diese Geschwindigkeiten fahren wenn meine Familie mit im Auto sitzt.


08.05.2014 11:59    |    Habuda

Das ist leider das Resultat, wenn jemand dort schnell fährt wo es einfach verantwortungslos ist, weil man nicht weit genug sehen kann und das Verkehrsaufkommen zu hoch ist. Dann noch mit der Familie an Bord ...... absolut unverantwortlich.

Sehr tragisch, dass es so schlimm endete.

 

Eine recht gut geschriebene Geschichte, wobei an einigen Stellen doch sehr reißerisch. Fiel mir schon beim Lesen auf. Aber wohl gerade auch deswegen fesselnd.


08.05.2014 12:29    |    sukkubus

vielleicht sollte ich mal eine geschichte schreiben:

 

müller, der verkehrserzieher

-einer, der plötzlich links rauszog, um andere das fürchten zu lehren. leider lernte er dabei petrus kennen.....

 

oder kalle, der narkoleptiker

der lkw-fahrer, der umgebremst auf das stauende auffuhr und 10 wagen auf ½länge reduzierte.

 

ich sehe in dieser tollen story nur reißerisches, mit polemik gespicktes blabla, garniert mit unfallbildern einer landstrasse:rolleyes:


08.05.2014 12:48    |    cookieMD

Danke für deinen schönen Text.

Macht ein wenig wach, grade wo ich mir auch so ein starkes Auto gekauft habe ruft es wieder in Erinnerung wie viel Verantwortung auch mit "mehr Leistung" einem gegeben wird. Viele der Sportwagen Fahrer können fahren, wissen wann genug ist.

 

Versuche mich, grade nach deinem Bericht, noch mal mehr Vorsicht walten zu lassen, grade mit so viel PS. Habe einige Assistenz Systeme wie bremsender Tempomat und Abstandswarner - aber die Physik ist allgegenwärtig.

 

Also danke noch mal für den Rüttler, lieber Keks.

 

Und bitte fahrt alle vorsichtig und haltet Abstand - drängeln muss nicht sein, einparken im Heck auch nicht. Seht die PS lieber als Sicherheit an, die euch gegeben wird, um sicher und schnell zu überholen anstatt jeden "Nass zu machen".

 

Viele Grüße,

ein nachdenklicher Michael


08.05.2014 12:58    |    Dortmunder 65

Man kann zu dem Geschriebenem stehen wie man will, aber zum Nachdenken regt es auf jedenfall an. Und es sollten sich nicht nur die Raser angesprochen fühlen, nein auch die plötzlich Ausscherenden, die Links- und Mittelschleicher und die Verkehrserzieher.

Wir sind gemeinsam auf der Strasse unterwegs und wir sind dort im Schicksal stark miteinander verbunden und zum Glück nicht immer mit dem Tod.


08.05.2014 12:59    |    masc103

Meiner Meinung nach passieren genau diese Unfälle fast ausschließlich auf Grund ausgeschalteten Hirns/Verstandes. Ich selbst bin seit meinem Führerscheinerwerb mit einigen Fahrzeugen unterwegs gewesen, die 250 km/h oder auch mehr laufen. Meine Faustregel ist und war, dass ich diese Geschwindigkeiten nur dann und auch nur dort fahre, wo ich die Strecke (Kurvenverlauf, Fahrbahnbeschaffenheit, etc.) und das Verkehrsaufkommen einigermaßen einschätzen kann. Jedoch trotzdem, auch wenn alles noch so einsehbar ist und man die Strecke in- und auswendig kennt, bei diesen Geschwindigkeiten muss man immer mit Fehlern anderer Autofahrer rechnen. Es ist mir bspw. einmal passiert, dass ich an einem Sonntagnachmittag auf einer nahezu freien Autobahn mit kerzengerader Strecke in besagten Geschwindigkeitsbereichen unterwegs war und ein Kleinwagen plötzlich ausscherte, um einen LKW zu überholen. Ich habe sehr beherzt auf die Bremse getreten und der Kleinwagen scherte sofort wieder zurück auf die rechte Spur. Zunächst dachte ich mir "Du Idiot, warum schaust du nicht in deine Spiegel bzw. drehst den Kopf", aber dann habe ich an mir selbst heruntergeschaut. Es gibt Autofahrer, die im Prinzip ausreichend schnell und auch sicher auf der Autobahn unterwegs sind. Da sie dort jedoch vielleicht nicht regelmäßig fahren, können sie die Geschwindigkeiten stark motorisierter Fahrzeuge oft einfach nicht richtig einschätzen. Das soll zwar keine "Allzweck-Entschuldigung" sein, aber ich denke, dass jeder der einmal ein Auto mit 60 oder 70 PS gefahren ist, das irgendwo nachvollziehen kann.

Das Einschätzen von Geschwindigkeiten gelingt Autofahrern selbst auf Landstraßen oftmals nicht. Wenn man spontan in einer recht kurzen Lücke überholt, dann bekommt man, obwohl man schon längst wieder eingeschert ist, nicht selten eine Lichthupe aus dem Gegenverkehr.

Was ich damit sagen will:

Ich bin nicht grundsätzlich gegen hohe Geschwindigkeiten. Wenn ich jedoch sehr schnell unterwegs bin, dann muss ich mir im Klaren darüber sein, welche Verantwortung ich in diesem Moment trage (für mich selbst und andere). Und genau hier trennen sich die gefühlten 90%, die ohne Hirn mit dem Denken "Ich hab den längeren (äh Verzeihung, schnelleren Wagen ;))", von den vielleicht restlichen 10%, die "mit Verstand rasen".


08.05.2014 13:00    |    cookie.666

Sehr gute Worte, Michael.

Kann man kaum besser sagen.

Die PS-starken Wagen sind nicht das Problem, sondern unsere leider allzu menschlichen Schwächen (dabei kann auch ich mich leider nicht ausnehmen).

 

Allen allseits gute und unfallfreie Fahrt und versucht euch nicht provozieren zu lassen (auch wenn's manchmal sehr, sehr schwer fällt)!


08.05.2014 13:12    |    nick_rs

@Micha: Du kennst sicher das Zitat in der Fotografie "Nicht die Kamera macht das Foto, sondern der Fotograf". Oder im IT Bereich "Das Problem sitzt vor dem PC".

Nichts anderes ist es beim Autofahren.


08.05.2014 13:21    |    waffentechnik

Ähm welcher Van schafft "locker / zügig" 280 km/h?

Mir sind da spontan keine bekannt, außer solche wie Porsche etc. Weiß einer mehr zu solchen Raketen.

Unser Mini-Van schafft 194 mit sehr sehr viel Anlauf.


08.05.2014 13:25    |    Dortmunder 65

Zitat:

Ähm welcher Van schafft "locker / zügig" 280 km/h?

Keiner (zumindest Serie) und Meier hatte keinen Van, sondern ist in einem reingerast


08.05.2014 13:43    |    flo-95

Hmm, diese Erzählung gibt tatsächlich zu denken und ich muss sagen, ich werde natürlich auch bei mir ansetzen. Das soll absolut nicht heißen, dass ich es oft darauf anlege, rase und mir dem Risiko einer hohen Geschwindigkeit nicht bewusst bin, vor allem seit ich den Peugeot fahre, fahre ich eigentlich eher ruhiger, überhole seltener (trotz 204 PS) und bleibe auch mal hinter dem Vordermann, auch wenn der statt 100 zum Beispiel nur 85 fährt. Ich bin der Meinung, ich fahre recht entspannt und dann komme ich eben 1 oder 2 Minuten später an, rege mich aber nicht über andere auf.

Dennoch fahre ich auch gerne schnell, wenn sich die Möglichkeit dazu (im legalen Rahmen) bietet, da lasse ich es auf der Autobahn auch gerne mit >200 km/h fliegen. Und da ist es mir in der Tat schon öfter passiert, dass jemand vor mir raus gezogen ist und ich auf 120 runter bremsen musste, was einer Vollbremsung gleicht. Ich fahre eigentlich auch vorausschauend und beobachte die anderen Verkehrsteilnehmer sowohl vor, als auch hinter mir aufmerksam, dennoch gibt es immer wieder Situationen, die man nicht kommen sieht. Daher sollte wirklich alle Verkehrsteilnehmer aufmerksam fahren und sich lieber mal etwas zurück nehmen, auch wenn sie deutlich schneller sein könnten.

 

Ich selbst werde in Zukunft in dieser Hinsicht hoffentlich viel bewusster fahren und hoffe, dass andere das genauso tun.

 

Zitat:

Seht die PS lieber als Sicherheit an, die euch gegeben wird, um sicher und schnell zu überholen anstatt jeden "Nass zu machen".

So sehe ich das auch seit ich den Peugeot habe. Ich muss nicht immer der schnellste sein und SIcherheit sollte immer vorgehen.


08.05.2014 13:49    |    Dortmunder 65

Der schnellste VW Bus schafft mit Porschemotor so um die 310 KM/h (ca. 180t €) und der schnellste Van ist wohl ein Espace mit F1 Motor etwa 312 km/h.


08.05.2014 14:32    |    Dynamix

Sehr gut geschriebene Geschichte. Auch wenn hier viele den "reißerischen" Schreibstil ankreiden, finde ich das doch gerade das einen zum Nachdenken bewegt. Wer von uns hatte diesen Gedanken nicht schon einmal? Seit ich den Peugeot habe ist mein Fahrstil auch aggressiver geworden als vorher. Seit ich den Caprice habe, fahre ich komischerweise wieder viel entspannter Auto und das färbt auch auf die Fahrweise mit dem Peugeot ab.

 

Seit neuestem schaffe ich mit dem Peugeot nämlich plötzlich gut 100km mehr pro Tankfüllung und mein Durchschnittsverbrauch ist um mehr als einen halben Liter runtergegangen trotz der Tatsache das wir seit ein paar Wochen auf dem Weg zur Arbeit eine Megabaustelle haben die einem zu viel Stop and Go zwingt.

 

Ich bin froh das ich nie einer war der über seinen Limits gefahren ist. Wenn ich mir in irgendeiner Situation unsicher bin, dann gehe ich auch kein Risiko ein, basta!

 

Wenn ich nicht weiß ob ich überholen (überholen kommt bei mir seltenst vor) kann, dann bleibe ich lieber noch die paar Minuten hinter dem Hintermann. Worüber ich mich aber viel und gerne aufrege sind Leute die andere wirklich in Gefahr bringen und das hat auch nichts mit Neid auf viele PS oder sonst irgendwas anderem zu tun. Leute die mal gerade mit doppeltem Tempo aus dem toten Winkel vor einen ziehen ohne zu blinken, einen mit Absicht ausbremsen oder mit Lichthupe und Blinker bedrängen gehören nicht an das Steuer eines Fahrzeuges. Ich bin wahrlich kein Engel, aber ich bin auch jemand der im Straßenverkehr durchaus Rücksicht nimmt und auch mal seine Vorfahrt aufgibt wenn es die hilft eine schwierige Situation im Verkehr schnell und sicher aufzulösen.

 

Was bringt es einem immer erster zu sein wenn einen dieses zwanghafte Verhalten irgendwann in so eine große Holzkiste befördert. Ich fahre wirklich leidenschaftlich gerne Auto und ich kann es auch nachvollziehen wenn man Spaß an der Geschwindigkeit hat, aber dieses Verlangen sollte man doch eher auf einer Rennstrecke ausleben wo einem nicht viel passieren kann.

 

Beim Thema Rennstrecke fällt mir eine kleine Anekdote ein:

 

Ich und meine bessere Hälfte waren vor ein paar Wochen am Nürburgring für ein Oldtimertreffen. Wir wollten erst mit dem Caprice fahren, sind dann aber zu Gunsten des Parkplatzes mit dem Peugeot gefahren. Wir hatten einen sehr schönen Tag. Auf dem Weg zur Nordschleife gibt es viele Kurven und Hügel zu überwinden. Auf dem Weg nach Hause kam mir kurz hinter einer Kuppe ein junger Mann in einem voll besetzten E-Klasse Kombi entgegen. Der junge Mann wollte wohl einen anderen Verkehrsteilnehmer überholen der die geforderten 70km/h fuhr. Der Mercedes fuhr wohlgemerkt den Berg hinauf, nicht runter genau auf die Kuppe zu hinter der ich und meine bessere Hälfte in dem Peugeot auftauchten. Hätte ich nicht aufgepasst und wäre ich nicht ausgewichen, dann wären bei der Aktion mit Sicherheit mindestens 8 Personen das Leben gekostet. Der Benz wäre mit gut 100 km/h in mich reingerauscht und der Aufprall hätte mit Sicherheit das überholte Auto auch erwischt.

 

Keine schöne Vorstellung. Ich hoffe der junge Mann in dem Mercedes hat damit wenigstens etwas für sein Leben gelernt.

 

An dieser Stelle noch einmal ein großes Danke für den Text. Mich hat er auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht.


08.05.2014 14:39    |    Hartgummifelge

Was lernen wir daraus?

Die Größe und die Leistung des Autos verhält sich idR umgekehrt Proportional zur Intelligenz des Fahrers..


08.05.2014 14:41    |    Goify

Wie kommst du denn darauf, Hartgummifelge?


08.05.2014 14:42    |    racer4679

Die Geschichte ist richtig fesselnd geschrieben - interessant aber auch gleichzeitig sehr traurig.

Sie sollte viele Raser aufschrecken lassen und zum überlegen bewegen. Bei der Anzahl von Menschen, welche ihr Leben lassen mußten kann man solche Begebenheiten nicht ignorieren.

1:0 für Hr. Meier. 1 min. Spaß und Adrenalinrausch stehen 0 Sinn, 0 Unvernunft und dem Auslöschen des Lebens gegenüber.


08.05.2014 14:59    |    pb.joker

Was soll man dazu noch kommentieren...

 

Vielleicht das: viele Fahrer kennen den Unterschied zwischen "schnell" und "zügig" nicht. Angepaßt fahren ist die Devise - das will gelernt sein. Und vor allem seine Umwelt erfassen, wozu auch die Nutzung der Rückspiegel gehört.

 

In einer Reportage samt echten Fahrexperten haben mehrere Fahrer analysiert, u.a. mit Spezialbrille, die die Sichtrichtung laufend erfaßte. Dabei kam heraus, daß die guten Autofahrer aktiv gegen den Tunnelblick arbeiten und immer breit ihren verfügbaren Sichtbereich nutzen.

 

Und: der Blick in den Innenspiegel und Außenspiegel lag pro Minute bei 6 oder höher.

 

Kann ja mal jeder sich selbst beobachten, ob er in diesen Disziplinen gut oder weniger gut ist :).


08.05.2014 15:12    |    nick_rs

Zitat:

In einer Reportage samt echten Fahrexperten haben mehrere Fahrer analysiert, u.a. mit Spezialbrille, die die Sichtrichtung laufend erfaßte. Dabei kam heraus, daß die guten Autofahrer aktiv gegen den Tunnelblick arbeiten und immer breit ihren verfügbaren Sichtbereich nutzen.

 

Und: der Blick in den Innenspiegel und Außenspiegel lage pro Minute bei 6 oder höher.

AMEN! So mache ich es auch. Besser zu viel gesehen, als zu wenig. Direkt nach vorne schaue ich (90%Autobahn-Fahrer) glaube ich am wenigsten. Ich schaue viel auf die Fahrzeuge vor dem Fahrzeug vor mir, sowie die auf den anderen Fahrspuren und analysiere deren Verhalten. Desweiteren schaue ich wesentlich öfter in den Rückspiegel, als 6 Mal pro Minute, gerade im Berufsverkehr. Wenn man sich ganz einfach langfristig merkt, welches Auto sich wo befindet und wie fährt, dann weiß man auch, wann und wie man einen Spurwechsel machen kann bzw. wo die Lücke ist. Ein Schulterblick (von dem ich in der Fahrschule noch nichts hielt) ist dabei unumgänglich. Zu oft wird man von Fahrern die dies nicht tun geschnitten.


08.05.2014 15:35    |    Sebicca

Zitat:

Was lernen wir daraus?

 

Die Größe und die Leistung des Autos verhält sich idR umgekehrt Proportional zur Intelligenz des Fahrers..

So ein Quatsch. Sie sind nur oftmals weitaus gefährlicher....


08.05.2014 15:54    |    pb.joker

Zitat:

von nick

AMEN! So mache ich es auch. Besser zu viel gesehen, als zu wenig. Direkt nach vorne schaue ich (90%Autobahn-Fahrer) glaube ich am wenigsten. Ich schaue viel auf die Fahrzeuge vor dem Fahrzeug vor mir, sowie die auf den anderen Fahrspuren und analysiere deren Verhalten. Desweiteren schaue ich wesentlich öfter in den Rückspiegel, als 6 Mal pro Minute, gerade im Berufsverkehr. Wenn man sich ganz einfach langfristig merkt, welches Auto sich wo befindet und wie fährt, dann weiß man auch, wann und wie man einen Spurwechsel machen kann bzw. wo die Lücke ist. Ein Schulterblick (von dem ich in der Fahrschule noch nichts hielt) ist dabei unumgänglich. Zu oft wird man von Fahrern die dies nicht tun geschnitten.

Leider lernt man sowas nicht im Entferntesten in der Fahrschule. Dabei wäre dieses Verhalten und die Vorteile so einfach zu vermitteln.

 

Das "6 pro Minute" war in der Reportage als Minimum zu verstehen. Je nach Situation waren deutlich höhere Raten gezählt worden. Unerfahrene Fahrer schauten fast nie in die Spiegel und hielten es in den jeweils geführten Interviews - den Spiegelblick zwischendurch - auch nicht für erforderlich... :eek:


08.05.2014 15:57    |    fire-fighter

Daumen hoch! Gut und spannend geschrieben, mit einer Prise Sarkasmus. Das Ende war vorhersehbar, aber trotzdem Gänsehautbildend.

 

Sicherlich, der Text kommt etwas "reißerisch" daher, aber manchmal braucht es halt so einen Text um aufzurütteln.

 

Ich habe seinerzeit meinen Blog mit einer ähnlichen Geschichte gestartet, aus der Sicht des Feuerwehrmanns. Wer mehr Gänsehautfeeling will kann es hier haben.


08.05.2014 16:34    |    528er

Wunderbare und erschreckende Story zugleich, die zum Nachdenken animiert/ animieren sollte. Ich denke 90% der Leser können sich an Situationen erinnern, in denen sie selbst "Der Meier" waren oder sein wollten.

 

Tragisch ist leider oft der Ausgang solcher Penisvergleichereien! Am meisten für die, die nichts falsch gemacht haben und sich kampflos dem Schicksal ergeben müssen.

 

Man sieht es immer wieder, wenn man auf der Autobahn unterwegs ist, oft ziehen LKW's oder andere PKW's einfach raus und man ist froh, dass man mit moderater Geschwindigkeit unterwegs ist. Man stelle sich an dieser Stelle vor man hätte 100-150 km/h mehr drauf,...schon wäre es passiert und es gäbe kein zurück mehr.

 

Ich persönlich fahre auch gern schnell, man sollte aber immer den Preis für die Geschwindigkeit im Auge behalten und sich dem Gedanken annehmen, dass dieser Preis sehr sehr oft mit anderen geteilt werden muss,..

 

 

Vielen Dank für dieses nachdenklich machende Portrait von H. Meier und schöne Grüße von einem Feuerwehrkameraden der mehr gesehen hat, als er wollte.


08.05.2014 18:07    |    nick_rs

Zitat:

Die Größe und die Leistung des Autos verhält sich idR umgekehrt Proportional zur Intelligenz des Fahrers..

Mit deinen 69PS widersprichst du dir dann aber total, denn eine solche Aussage ist dermaßen unqualifiziert, dass sie nicht von einem halbwegs intelligenten Menschen stammen kann :rolleyes:


08.05.2014 18:16    |    Spurverbreiterung142

Mega gut geschrieben (sag ich mal so als Hobby-Autor), aber zugegeben auch nichts, was man unbedingt lesen will. Warum? Weil es dann doch zu nah an der Wahrheit ist und man sich hin und wieder in einer der Personen wiederfindet. In welcher auch immer...

 

Gott sei Dank plagen mich derartige Gelüste eines Herrn Meier's nicht, schon gar nicht mit Frau und Kind an Bord, aber wie man sieht, auch als Unbeteiligter ist man noch lange nicht aus dem Schneider. Solchen Vollspackos wünscht man eigentlich nur, dass sie - im Falle eines Falles - allein mit ihrer Karre in die Botanik fliegen - ohne dass andere dabei zu Schaden kommen.

 

Dennoch nehme ich an, dass sich bei 98% der Leser jetzt Folgendes abspielen wird. Gelesen - kurz darüber nachgedacht - abgehakt...

 

Zitat:

Die Größe und die Leistung des Autos verhält sich idR umgekehrt Proportional zur Intelligenz des Fahrers..

Na ja, der übliche inhaltslose Käse eben.


08.05.2014 18:23    |    BMWFreak100

Schrecklich wenn sowas passiert.

Meistens Trift es unschuldige Leute:(


08.05.2014 18:56    |    tommy1181

Was für ein Schwachsinn sowas hier zu verfassen.

Was bringt Dir das?

Sorry, nur meine Meinung...


08.05.2014 18:57    |    nick_rs

Zitat:

Was bringt Dir das?

Wachrütteln

 

Und gehaltvoller als dein Blog allemal


08.05.2014 19:58    |    notting

Zu reißerisch geschrieben. Ich erlebe es oft genug, dass Leute sehr kurzfristig und ohne auch ohne (wirkliche) Vorwarnung die Spur wechseln. Da kriegt man auch mal öfters Probleme, wenn man nur mit RG auf der linken Spur LKWs überholt, weil da ein paar Idioten vor dem Spurwechsel nicht (richtig) kucken.

 

@Habuda: Ach, du lebst auch noch? ;-)

 

notting


08.05.2014 20:23    |    nick_rs

Zitat:

Zu reißerisch geschrieben. Ich erlebe es oft genug, dass Leute sehr kurzfristig und ohne auch ohne (wirkliche) Vorwarnung die Spur wechseln. Da kriegt man auch mal öfters Probleme, wenn man nur mit RG auf der linken Spur LKWs überholt, weil da ein paar Idioten vor dem Spurwechsel nicht (richtig) kucken.

Trotzdem, es sind nicht nur umangekündigte Spurwechsel. Mir persönlich erging es folgender Maßen: In der Fahrschule bin ich oft schnell gefahren, meine Eltern fahren immer schnell. Ich bin gerade 17 geworden, meine Praktische Prüfung hatte ich schon mit 16 fertig. 3 Tage nach meinem Geburtstag fahren wir eine 500km lange Strecke. Meine Eltern schlafen, ich fahre schnell, denn die Autobahn ist frei und es ist keine Gefahr in Sicht. Unerfahren wie ich bin denke ich aber nicht darüber nach, was hinter der Kuppe, die gleichzeitig eine Linkskurve ist, sein könnte. Was war: Stauende, komplettstillstand. Ich natürlich die Bremse voll reingehauen ABS, ESP, alles wild am Blinken, zum Glück reflexartig auch auf den Warnblinker gedrückt, denn Hinter mir fuhr ein 5er BMW. Ich kam mit qualmenden Reifen ca 2m Hinter dem stehenden Auto zum stehen, der 5er musste mir ausweichen und stand am Ende neben mir. Zum Glück kamen dann nur noch langsame Fahrzeuge... Jedenfalls hätte das Genauso enden können wie die Geschichte von Herrn Meier. Und da ist kein Spießer rausgezogen, das war ganz allein meine Schuld.


08.05.2014 21:15    |    7406

Interessante Geschichte, widerspricht aber ziemlich meiner Erfahrung. Ich fahre im Jahr ca. 30.000km privat und 60.000km dienstlich, gerne auch schnell, so schnell, wie es mit 101 bzw. 109PS halt möglich ist. Die Fahrer der "Dicken" Dieselkombis gehören idR schon zu den schnellen Fahrern (+200km/h), fahren aber sicher, aufmerksam und entschärfen so einige brenzliche Situationen,, die unachtsame Sonntagsfahrer verursachen.

Die rollene Gefahr sind hingegen Autofahrer, die weder ihr Fahrzeug, noch den Verkehr im Griff haben, aber trotzdem sich und ihr Auto überschätzen. Als ich eines Montags Richtung Osnabrück unterwegs war, konnte ich genau das beobachten. Es hat leicht geregnet, ich war mit 140km/h schon viel zu schnell unterwegs. Vor mir ein schwarzer Focus MK1, der sich dadurch ausgezeichnet hat sich immer und immer wieder hinter LkW einquetschen zu lassen um dann unverhofft nach links zu ziehen und mit Karacho zu überholen. Nach 1-2 km wieder nach rechts, Tempo runter und hinterm LkW hängen. Ein typisches Bild, wie man es von Fahranfängern mit untermotorsierten Kisten kennt.

Als der Focus mich das letzte Mal überholt hat, regnete es schon sehr stark. Ich bin mit 90 auf der rechten Spur unterwegs gewesen, als der Verkehr vor mir schlagartig in die Eisen geht. Stillstand auf beiden Spuren. Den Rest könnt Ihr hier nachlesen:

http://www.derwesten.de/.../...icher-unfall-auf-der-a45-id9244754.html


08.05.2014 21:23    |    meehster

Nachdenklich macht das auf alle Fälle.

 

Vor allem ist meine Tochter vor Kurzem 17 geworden und darf jetzt wenn ich auf dem Beifahrersitz sitze auch mal ans Steuer. Und zwar an das des 200-PS-Mittelklassekombis statt das des 56-PS-Kleinstwagens. Ich denke aber, daß genau das der richtige Weg ist. Der Kleinstwagen verleitet dazu, viel Gas zu geben, damit man vorwärts kommt, während die hohe Leistung des Kombis souverän macht.

 

Ich meine, ich fahre auch schon mal schneller und der Kombi ist ein Gaser, da tut der höhere Verbrauch dann auch lange nicht so weh. Aber man sollte es wirklich zu differenzieren lernen: Wann kann ich und wann sollte ich es besser lassen?

 

Ich fahre den besagten Kombi jetzt seit etwa 95.000 km und wie oft ich ihn ausgefahren habe, kann ich an einer Hand abzählen. Und ich habe die A31 quasi vor der Tür, wo man auch schon mal eine Viertelstunde mit Vollgas auf der rechten Spur sein kann.


08.05.2014 21:28    |    Garfield TDI

Eine Geschichte!

Eine wahre Geschichte!

Eine wahre Geschichte, die man nur allzu oft auf unseren Straßen erleben muß!

Eine Geschichte, die nachdenklich stimmt!

Eine Geschichte, die nachdenklich stimmen sollte!

Eine Geschichte, die niemand so erleben möchte!

Eine Geschichte, die (eigentlich) niemand so erleben muß!

 

Es herrscht Krieg auf den Straßen!

Der pure Kampf ums Überleben auf den Straßen!

Wir alle sollten dringendst über unser Verhalten im Straßenverkehr nachdenken!

 

Vielen Dank für DIE GESCHICHTE!


08.05.2014 21:41    |    dodo32

Zitat:

Es herrscht Krieg auf den Straßen!

Blödsinn :rolleyes: Sry...

 

Der Text ist ok und mag auf den einen oder anderen auch zutreffen, sonst wäre dieses Unglück nicht passiert. Verallgemeinern, kann man das nicht. Und wenn ich hier in den Kommentaren mal wieder das Wort "entspannt" lese in Verbindung mit langsamer fahren, bin ich lieber mal wieder raus. Das bringt nichts.


Deine Antwort auf "Gestatten, Meier. Fahrer. (Nach einer wahren Begenheit.)"

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