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05.11.2011 13:46    |    bert    |    Kommentare (39)    |   Stichworte: Audi, China, Q3, Reisen, Tour

In dieser Woche endete die Audi Q3 Trans China Tour 2011. In der großangelegten Promotion Tour gingen fast 150 internationale Teilnehmer (vornehmlich Journalisten und Blogger) auf insgesamt 16 Etappen, um sich von den Vorteilen des neuen Q3 und vom großen Engagement von Audi in China zu überzeugen. Für MOTOR-TALK durfte ich dabei im zweiten Abschnitt die kleine Kuh von Shanghai nach Shenzen treiben.

 

On the Road IOn the Road IObwohl und vielleicht gerade weil ich mich nicht immer ganz so genau an das offizielle Tourprogramm gehalten habe, durfte ich einige unvergessliche Eindrücke aus dem Land der Mitte mitnehmen. Ich erspare Euch an dieser Stelle einen detaillierten Bericht zum Fahrzeug, den ich in meinem Audi Q3 Testbericht bereits verarbeitet habe, und beschränke mich hier auf meine Erlebnisse auf den Straßen Chinas.

 

Audi in China

 

Vor dem eigentlichen Tourstart hatten wir zunächst in Changchun die Gelegenheit, uns vom großen Engagement von Audi und Volkswagen in China zu überzeugen. Seit 1988, als Audi mit dem Audi 80 dort die Produktion startete, hat sich vieles getan. Im letzten Jahr haben die Stückzahlen von Audi die Marke von einer Million durchbrochen.

 

Um zu verstehen, wie wichtig der Fahrzeugmarkt in China (von Audi als zweiter Home-Market bezeichnet) ist: In China werden im Jahre 2011 fast ebenso viele Fahrzeuge verkauft wie in ganz Westeuropa. In den letzten zwei Jahren ist der Markt dabei jeweils um drei Millionen Stück gewachsen, das entspricht etwa dem gesamten Jahresabsatz in Deutschland! Klar, dass Audi da vorne mitspielen will. Dadurch, dass schon frühzeitig auf eine Produktion IN China gesetzt wurde, ist das auch durchaus gelungen. Kein Wunder also, dass auch der Audi Q3 zukünftig in Changchun vom Band rollen wird...

 

Trans China Tour

 

Start in ShanghaiStart in ShanghaiDie Tour war in vier Abschnitte geteilt. Für mich ging es im zweiten Abschnitt auf die Strecke, mit dem Start in Shanghai, einer wirklich beeindruckenden Metropole. Zwischen riesigen Wolkenkratzern finden sich kleine Siedlungen mit 1-2 geschossigen Katen, die für ein stimmungsvolles Stadtbild sorgen. Aber auch die beindruckende Skyline kann nicht über eines der größten Probleme in China hinwegtäuschen: die enorme Umweltverschmutzung. Sie zeigt sich bei vielen Gelegenheiten: in der mal mehr und mal weniger undurchsichtigen Smog-Glocke genauso wie in der trüben, ekelhaften Brühe, die eigentlich Flusswasser sein sollte.

 

Von Shanghai gingen die ingesamt zwanzig Fahrzeuge auf die Strecke, um sich über die Zwischenstationen Hangzhou, Fuzhou und Xiamen bis zum Ziel in Shenzen durchzuschlagen. Zusammen mit meinem Mitfahrer Jan, der für "Abenteuer Reisen" berichtet, bestand unsere Strategie darin, möglichst vom Start weg zu heizen, um bis zum Nachmittag einen möglichst großen Vorsprung zu den anderen herauszufahren. Die so gewonnene Zeit haben wir dann genutzt, um Ziele abseits der Strecke zu besuchen.

 

ReifenschadenReifenschadenDiese Taktik ging voll auf, auch wenn unsere Fahrzeuge dadurch vielleicht etwas mehr Dreck aufgesammelt haben als andere. So war es sicher kein Zufall, dass wir für den einzigen technischen Zwischenfall der sonst zuverlässigen Fahrzeuge gesorgt haben: einen echten Reifenschaden.

 

Für viele Teilnehmer, die zwischen den Hotelbesuchen sonst nur die Autobahn gesehen haben, war das schon ein absolutes Highlight, weshalb unser Reifenwechsel in regelrechtem Blitzlichtgewitter der Journalisten aus den anderen Fahrzeugen stattfand...

 

Autofahren in China

 

Chinesischer RucksackChinesischer RucksackDas Fahren in China erfordert eine gute Hupe. Die Chinesen fahren heutzutage mit ihren Autos so, wie sie noch bis vor kurzem mit Fahrrädern unterwegs waren: dahin wo Platz ist. Spurkennzeichnungen sind dabei eher als Hinweis zu verstehen. Damit alle anderen auch Bescheid wissen, wo man sich gerade durchdrängelt, wird ständig gehupt. Das Hupen ersetzt dabei sozusagen den Auto-Radar und ist nicht wie in Deutschland als Vorwurf gemeint.

 

Ach ja: Platz wird grundsätzlich nicht gemacht, das Reißverschlussprinzip kennt man nur in den chinesischen Textilfabriken. Wer rein will, möchte das bitte durch zentimeterweises Drängeln (verbunden mit lautstarkem Hupen) derart risikovoll tun, dass der andere schließlich zum Bremsen gezwungen wird. Das Ganze klingt chaotisch, funktioniert aber erstaunlich gut. Da alle Fahrer wissen, dass sie quasi in einem hochgradig aggressiven Verkehr unterwegs sind, ist die Aufmerksamkeit einfach viel höher als im regelverwöhnten Deutschland.

 

Übrigens sieht man in China kaum ältere Fahrzeuge. Die einzigen "Oldies" sind Taxis und Polizeifahrzeuge, die anderen Autos sind keine fünf Jahre alt. Es dominieren Limousinen, vor allem in der Langversion, aber auch SUV's sind scheinbar schwer im Kommen.

 

Auf den Autobahnen gilt ein Tempolimit: 100 auf zweispurigen und 120 auf mehrspurigen Autobahnen. Es gibt dabei zahlreiche Blitzer, in manchen Distrikten mehr, in anderen weniger. Beim Fahren wird dabei sowohl rechts als auch links überholt, zur Not auch in der Mitte oder auf dem Seitenstreifen. Etwas anderes bleibt einem auch nicht übrig, wenn sich zwei Transporter (die der TÜV sofort aus dem Verkehr ziehen würde) mit Tempo 51 zu Tempo 50 allmählich überholen. Wir haben das Tempolimit sehr großzügig ausgelegt und hoffen, dass die chinesische Polizei keine Tickets nachsendet. Einen Eindruck davon könnte Ihr Euch in dem folgenden (etwa doppelt so schnell abgespielten) Video machen:

 

 

Bitte macht das nicht auf unseren Autobahnen nach! :)

 

Insgesamt war die Trans China Tour ein unvergessliches Erlebnis, welches die Lust auf weitere Reisen nach China geweckt hat. Für noch mehr Impressionen aus dem Land der Mitte klickt Euch einfach mal durch die Bilder der folgenden Galerie.

 


05.11.2011 17:23    |    Rockport1911

Ist schon gigantisch wie China sich in den letzten Jahren fürs Auto umgebaut hat. Gerade wenn man die neugebauten Autobahnen sieht, erkennt man den Fortschritt.

 

Bei der Geschwindigkeit mit der die Leute ans Autofahren gewöhnt werden, bleiben gewisse Verhaltensweisen eben ungelernt.

 

Der Audi Q3 ist hier in seinem Wachstumsmarkt unterwegs. Wenn der in Europa ein Flopp wird interessiert das Audi gar nicht ...


05.11.2011 19:25    |    DJ_Grony

Das Audi sich traut, das Video zu veröffentlichen, ist ein Wunder. Ist nicht als positiv zu bewerten....


06.11.2011 12:47    |    swallerius

Sehr interessant, wär ich auch gerne dabei gewesen. Gings eigentlich noch nach Hong Kong rüber, wenn ihr schon gerade in Shenzen wart?

 

@DJ Grony

Nicht Audi hat das Video veröffentlicht sondern MT. Die haben sich diesbezüglich also gar nicht "getraut", sondern nur MT bzw. der User "bert". ;)

 

Gruß

 

Simon


06.11.2011 13:12    |    Audianer3

Klasse Sache,

jetzt weiß ich auch warum mich mal eine Delegation darauf angesprochen hat, ich sollte da eine Fahrschule aufmachen....


06.11.2011 13:46    |    Mad_Max77

Kommt mir alles sehr bekannt vor..... :rolleyes:

Es wird auch sehr gerne während des Autofahrens telefoniert in China, leicht daran zu erkennen, dass der Fahrer dann, statt auf einer Spur, auf zwei Spuren unterwegs ist.

Was auch oft passiert: man fährt auf der Straße, auf einmal kommt von rechts, aus einer Seitenstraße, ein Roller herausgeschossen und fährt dir fast ins Auto, weil der Depp nicht in der Lage ist, vorher mal zu schauen, ob einer kommt.

Da fahre ich doch lieber in D rum, ist die reinste Erholung dagegen.


07.11.2011 08:07    |    US-Bimmer.E46uE36

Also ich finde man sollte sich in einem anderen Land benehmen und für sich selbst vorsichtig und vorrausschauend fahren, auch wenn es andere nicht tun! Gerade in einem Land, welches man nicht kennt, in dem mit bis zu vier Leuten auf dem Roller gesessen wird usw, kann alles Erdenkliche auf den Straßen passieren. Wie im Video zu erkennen, ist nur der Audifahrer wie ein Wahnsinniger geheizt, alle anderen fuhren soweit ersichtlich normal und angepasst. Letztendlich stelle man sich vor, er hätte Jemandem auf dem Roller umgefahren, welcher zudem noch ein Kind hinten drauf gehabt hätte und wird von einem chinesischem Gericht zur Todesstrafe verurteilt. In Russland gibt es durch genau diese Fahrweise immer wieder die schlimmsten Unfälle. Man hat sich einfach an die Regeln zu halten. Letztenendes bin ich am Überlegen, den Beitrag samt Video an Audi zu verlinken.:rolleyes:


07.11.2011 09:16    |    wumbo23

Komischer Kommentar, nur weil ein paar mal rechts überholt wurde, was dort vollkommen legal und legitim ist! Es fällt Dir schon auf, dass das Video in Zeitraffer abspielt und der Fahrer nicht tatsächlich mit 300 km/h fährt, oder? :rolleyes:

 

Zum Beitrag: Sehr schöne Bilder!


07.11.2011 09:37    |    Dr Seltsam

Wer den Text gelesen hat, weiß das der Fahrstyle dort Usus ist und die Leute das so gewöhnt sind. Und wo auf der Autobahn plötzlich ein Motoroller herkommen soll weiß wahrscheinlich nichtmal Mao persönlich.

 

Aber ich denk mal insgesamt zeigt das auch einfach die Verhältnisse. Während man sich hier in Deutschland lieber sinnlos den Kopf im Forum einschlägt, sitzt in China ein Mann auf der Straße mit drei Plastikschüsseln und verdient damit Geld. Legt damit vielleicht sogar den Grundstein für eine größere Handelskette und schaft sich damit ein gutes Auskommen.

 

Find es einfach beeindruckend wie China sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat und solche Bilder wie z.B. das wo der Mann einfach das Huhn am Straßenrand wäscht wie zu Maos Zeiten während im Hintergrund der Neuwagen glänzt, zeigen einfach welchen krassen Sprung China in den letzten Jahren hingelegt hat. Vor China hab ich somit meinen tiefsten Respekt, egal was die deutschen Meckerköppe wieder sagen. Dazu auch mal bitte das unten angehängte Bild betrachtend.

 

Allein Audis Absatzzahlen zeigen an wer hier bald den Ton angibt oder längst angibt. Man muss sich mal vorstellen, 3 MILLIONEN Autos ZUSÄTZLICH verkauft. ZUM Vorjahr. Wo schonmal das selbe + war. Kein Wunder das es Audi und Co da scheissegal ist wieviel wir hier über SUVs, dicke Schlitten und große Motoren meckern und nörgeln. Während wir zautern, zettern und uns im Kleinklein verlieren klotzt der Chinese mächtig ran und gönnt sich von den Früchten seiner Arbeit einfach ein gutes Auto. Deutschland kommt mir vor wie der miesepetrige Gartenzwerg an Chinas äußerem Gartenzaun.

 

China, du hast meine Bewunderung :)

 

Ich glaub ich muss mal nach China fahren. Sehr intressantes Land :)



07.11.2011 10:16    |    go_modem_go

Zitat:

China, du hast meine Bewunderung :)

 

Ich glaub ich muss mal nach China fahren. Sehr intressantes Land :)

Fahre mal hin. Ich war schon dort, 2x, aber noch nie in Shanghai, sondern Großraum Beijing & Guangzhou (ehem. Kanton, auch eine 13-Millionen Stadt!).

 

Der krasse Fortschritt im Schnellverfahren hat einen Gewaltigen Nachteil - eine Umweltverschmutzung die noch schlimmer ist als damals in der DDR in Bitterfeld oder vor 50 Jahren im Ruhrpott, weil Sie fast überall Gegenwärtig ist.

 

Ich schätze mal grob das etwa 300-500 Millionen Chinesen in komplett verseuchten Gebieten wohnen - z.T auch auf dem Land in Nordchina. Es wird überall mit Kohle ungefiltert Energie gewonnen und im Kleinen geheizt - Im Winter bin ich dort Tagelang durch endlose Mondlandschaften ohne Sonne gekommen. Bizarr, das Ganze!

 

Aber wir im Westen wollen ja unsere billigen Wegwerf- Konsumgüter - deren Massenproduktion und Export ist der Quell des neuen, schnellen Chinesischen Reichtums. Den Chinesen kann man noch nicht einmal einen Vorwurf machen!


07.11.2011 11:38    |    Dr Seltsam

Tja, und hier wieder Zuhause regen wir uns dann darüber auf wenn auch nur ein Molch zuviel geschupst wird, während in China durch unsre Mentalität riesige Mondlandschaften entstehen wie du sagst. Klingt ja echt heftig, nur warum hört man hier nichts davon. Du hast nicht zufällig Fotos!? Das würd mich jetzt wirklich mal intressieren.


07.11.2011 12:22    |    go_modem_go

Zitat:

Klingt ja echt heftig, nur warum hört man hier nichts davon

Stimmt so nicht. Das weiss doch jeder mit etwas Allgemeinbildung, der auch mal im TV von den öffentlich-rechtlichen -Volksverdummungssendern, oder den RTL / Prol7-Sat1 etc. Proletensendern wegschaltet - z.B. Arte TV, GEO TV, etc. Die Sendungen über die riesige Ostasiatische Smogwolke, die periodisch auftritt liefen doch auch hier ("Asian Brown Cloud "), sogar bei National Geographic und Discovery.

 

Gebe einfach mal im Gockel Bilder "China Umweltverschmutzung" ein...

 

Ist jetzt aber vom Thema etwas weg.


07.11.2011 18:20    |    Dr Seltsam

Das es in China Umweltverschmutzung gibt war mir bewusst, auch das es an einigen Ecken recht heftig sein soll. Das aber gleich komplette Regionen mit Millionen Menschen darin völlig versifft und lebensfeindlich sind, dass war mir bisher neu.

 

Zudem muss ich gestehen, dass ich sogut wie kein Fernsehn aus Zeitmangel und Desintresse gucke ;) Daher entgehen mir auch die potentiell guten Reportagen :)

 

Edit : Grad im Web gefunden:

 

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,796350,00.html


07.11.2011 19:12    |    go_modem_go

Zitat:

Das aber gleich komplette Regionen mit Millionen Menschen darin völlig versifft und lebensfeindlich sind, dass war mir bisher neu.

16 der weltweit 20 chemisch am Meisten vergifteten Städte der Welt befinden sich in China.

 

Wer die Größe & Bevölkerungsdichte chinesischer Industrieregionen schon mal persönlich erlebt hat, kann sich schnell ausmalen, das wohl mehrere Hundert Millionen Bewohner betroffen sind...

 

Dazu kommen noch mehrere Landstriche in der Größe von Belgien, die wegen illegalem Kohleraubbau (Dauerbrand der Flöze bzw. "ewiges Höllenfeuer" under der Erde ) zu unbewohnbaren Marslandschaften verkommen sind. Schlimm ist auch die wegen Raubbau rapide voranschreitende Wüstenbildung in Nord- und Westchina, da gehen Flächen verloren, die in Ihrer Größe und (ehemaligen) Bevölkerung einigen Europäischen Staaten entsprechen.

 

Ein Viertel der Chinesichen Landbevölkerung ist de fakto auf Wanderschaft - viel davon in Richtung boomende Südostchinesische Küstenregion (dort wo z.Z. die vielen neuen Audis, Mercedes, Buicks und Volvos gekauft werden ;)).

 

Aber unser Wachstum lief nicht viel anders ab - nur eben viel Langsamer, das was China in den letzten 20 Jahren erschaffen hat, hat bei uns 100 Jahre gedauert. D.h. Industrialisierung, gesellschaftlicher Umbau & Wachstum im Zeitraffer, inklusive der Nebenerscheinung...

 

Wie gesagt, keiner kann es denen Verdenken! Wir habe es vorgemacht - der Chinese lebt eben auch lieber existentiell Gesichert als Konsumbürger im Smog, als Gesund aber kurz vorm Verhungern in mittelalterlichen Bedingungen auf dem Land...


07.11.2011 19:23    |    Dr Seltsam

Wobei man, wenn man es weiterdenkt davon ausgehen kann das China bald vielleicht uns dann auch noch in Umweltsachen überholt. Ich weiß längst nicht soviel wie du darüber, aber haben die Chinesen mit eine der höchsten Quoten was das errichten von Solarfeldern angeht?! Bzw haben die nicht jetzt mit den ersten Umweltschutzmaßnahmen angefangen!?

 

Wenn die uns in dem Tempo nachmachen müssten sie ja Zwangsweise beim Umweltschutz landen. Und wenn nicht, dann kracht dort der ganze schöne Wohlstand wohl wieder zusammen. Was das dann aber für uns heißt möcht ich nicht wissen, auch wenn ichs mir denken kann.


07.11.2011 19:42    |    go_modem_go

Genau so ist es.

 

Wobei die Quote ans Solar- und Windkraftmaßnehmen wohl definitiv nicht zu den Höchsten gehört - aber bei DEM Gesamtenergieverbrauch zur Zeit sind auch nur 5% aus erneuerbaren Energien soviel, das man Deutschland fast komplett damit versorgen könnte! Das Wachstum bei alternativen Energien, Elektromobilen etc ist, wie sollte es auch anders Sein, phänomenal.

 

Sowas geht nur in einer zentral gesteuerten Wirtschaft, wo nicht lange gefackelt und rumdiskutiert wird wie bei uns, sondern DIREKT entschieden wird wo es lang zu gehen hat - mit gnadenlosem 5-Jahresplan, sowie Förderung durch Gesetze und materielle Anreize.

 

z.B.. Da werden mal eben so in mehreren Städten mit insgesamt 50 Millionen Einwohnern nach und nach sämtliche Benzingetriebenen Mopeds, Roller und Motorräder jeweils von heute auf Morgen VERBOTEN. Auch alte Autos ohne Euro 2 durften nicht mehr rein. Wegen des Smogs...

 

Resultat: Innerhalb nur einer Woche gab es Autogas-Umrüstkits für Benzinroller - LPG Roller waren in Shanghai und anderen Megastädten vor 5 Jahren DER RENNER, denn Benziner waren ja quasi verboten. Neuwagen mit Euro 3 wurden verkauft wie warme Semmeln, plötzlich hatte bestimmt so mancher VW Händler in einer mittelgroßen chines. Stadt zeitweise die Gesamtverkaufszahlen der VW-Vertriebsorganisation eine ganzen Bundeslandes in Deutschland... ;)

 

Inzwischen sind die aber schon längst weitergekommen: Es wurden quasi ÜBER NACHT monströs riesige Fabriken für Akkus, Elektrofahrräder & Elektroroller aufgemacht, die mehrere dutzend Million Stück Elektromobile pro Jahr ausspucken. Und innerhalb von 6 Monaten ist China natürlich unangefochtener Weltmarktführer in diesem Bereich geworden. Als nächstes sind die Elektroautos dran ;) Das Chinas Strom zum allergrößtem Teil aus dreckigen Kohlekraftwerken stammt, juckt erstmal nicht - das wird schon werden, der Markt für Entgiftungsanlagen boomt, die kommen kaum hinterher... ;)

 

China ist ein Land der krassen Gegensätze - fahr mal hin, du kommst aus dem Staunen nicht mehr heraus.


07.11.2011 20:09    |    Dr Seltsam

Ich glaub auch deswegen wird China uns in +/- 0 überholen. Sobald die erstmal ihre Umwelt im Griff haben werden wir nichtmal mehr die Rücklichter von China sehen, die uns jetzt deutlich vor Augen stehen.

 

Wenn ich allein daran denk wie lange wir für einen Bahnhof in Stuttgart gebraucht haben und wenn ich jetzt lese das die dort ganze Industriezweige über Nacht aus dem Boden stampfen. Dazu haben die mehr und mehr Studenten und bei der ihrer Masse ist die Chance das der nächste Dailmer, Einstein oder Newton aus China kommt extrem hoch.

 

China hat sogar mittlerweile ein eignes, chinesisches Raumfahrtprogramm. Während wir noch in Afrika uns überall wichtig machen mit unsren ganzen Deklerationen, Resulutionen und Embargos, legt China einfach Barres und Infrastruktur auf den Tisch und übernimmt. Sichert sich die Rohstoffe vor unsrer Nase weg.

 

Dazu noch die Konkubinenregel, dass heißt das ein Hersteller wenn er in China produzieren will mit einer chinesischen Firma kooperieren muss ( korrigiere mich wenn ich falsch liege ), wodurch wir unsren technologischen Restvorsprung quasi frei Haus liefern. Ich bin vorallem auch auf den Automarkt gespannt. Noch kaufen die Chinesen begeistert unsre Autos weil das der höchste Standart ist. Aber ich denk so an die 80er und Japan/Korea.

 

Waren auch erst belächelt Kloschüsseln auf Rädern. Dann fuhren die ersten Hersteller aus Deutschland rüber um zu sehen wie die die Dinger so effektiv gebaut kriegen. Jetzt sind es mittlerweile ernstzunehmende und schärfste Konkurrenten. Man denke da z.B. mal an Hyundai und VW in letzter Zeit. Was passiert erst wenn China mit seinem gigantischen Vorwärtsdrang da voll reinspringt. Mit Saab ist ja z.B. jetzt auch ein großer europäischer Name voll in Chinesen Hand.

 

Ich denke mal, Europa insgesamt kann sich warm anziehn. Ein Sturm zieht von Osten herrauf.


07.11.2011 20:23    |    go_modem_go

VW und Audi werden in China eher als einheimische Marke angesehen.

 

Die waren mit Ihren beiden Joint-Venture Kooperationen einer der allerersten ausländisch geführter PKW-Massenhersteller in China.

 

Vorher gab es meist nur unsäglich veraltete Sowjet-Lizenzen und von Staatsbetrieben zusammengenagelte Minijapsen.

 

Vor 25 Jahren ging es schon los, mit dem VW Jetta II, VW Santana und Audi 100 - die z.T. heute noch gebaut werden, aber eigentlich nur noch in der Provinz bei Taxifahren und Behörden beliebt sind.

 

Citroen war z.B. auch früh präsent, jede Gegend in China hat sowas wie einen lokalen Hersteller, dessen Autos man gehäuft sieht (der chinesische Citroen ZX Ableger war in einigen Städten Chinas quasi DAS Taxi, wie der Jetta II und Santana bis vor Kurzem anderswo). Aber die Vielfalt wächst beinahe täglich - ehemalige Einheitsmodelle wie der Santana für mittlere Bürokraten werden abgelöst durch dutzende verschiedene Lizenzmodelle von In- und Ausländischen Marken.

 

VW war lange Zeit mit 50% des Chinesischen Marktes bis vor etwa 10 Jahren fast unangefochtene N°1 - Jettas waren z.B. "Einheitsmodell Taxi Shanghai", Santanas und Audi 100 das Einheitsmodell für chauffierte Beamte und Firmeninhaber (davon gab es mehrere Millionen ;))

 

Die Zeiten sind aber vorbei, obwohl die Absatzzahl von VW/Audi immer noch (bzw. wieder) steigt. Denn der VW/Audi Marktanteil ist trotz höherer Produktionszahlen insgesamt stark gesunken, aufgrund des exorbitant viel höherem Gesamtwachstums bei den Neuzulassungen...


07.11.2011 20:27    |    Dr Seltsam

Vom chinesischen Kuchen will eben mittlerweile jeder sein Stück, da ist klar das die Stücke kleiner werden. Aber stimmt, ich erinner mich das wenn ich so an die chinesischen Polizeiautos denke, da waren viele VW dabei. Willst du nichtmal n Blog über China machen?! Du hast wirklich Ahnung davon und ich würde gern mehr darüber lesen :)

 

Im Fernsehn bzw den deutschen Medien kriegt man nur immer das Geweine um AiWeiWei mit, aber nicht die wirklich intressanten Fakten wie die, die du hier schon ausgelegt hast.


07.11.2011 20:37    |    go_modem_go

Ich habe mich schon länger nicht mehr mit China befasst - das letzte Mal war ich 2004 persönlich dort. Ich würde in den Städten wahrscheinlich nichts mehr wiedererkennen.

 

KEINER der Flughäfen auf denen ich damals vor fast 8 Jahren gelandet bin existiert so heute noch. Dabei waren die z.T. noch relativ neu, wurden aber seitdem durch noch größere, noch modernere und noch neuere Internationale Riesenflughäfen ersetzt! :eek:


08.11.2011 16:39    |    Rockport1911

Nächster Halt: Indien :)


08.11.2011 16:48    |    Dr Seltsam

Und jetzt rechnen wir mal alle durch welche Großprojekte in Deutschland in 8 Jahren realisiert wurden. Oder. Besser nicht :D


08.11.2011 17:18    |    go_modem_go

Na ja, der Deutsche ist halt lieber gründlich und steht sich selber im Weg. Bestes Beispiel ist der Transrapid. 40 Jahre lange nur Gelaber und Steuerverschwendung. Irgendwelche Polit-Berater, Lobbyisten und Consultants haben sich 4 Jahrzehntelang am Projekt dumm und dämlich verdient, es wurde trotzdem nichts daraus.

 

Wer hat's erfunden?

 

Und wer fährt damit täglich in Minutenschnelle mit der 450km/h schnellen Magnetschwebebahn zur Arbeit in die Stadt?

 

Logisch - die Chinesen - seit 8 Jahren ist das dort Alltag , dank der Deutschen Steuerzahler (die haben die Transrapid-Entwicklung bei Siemens und ThyssenKrupp finanziert! Fahren tut damit aber die Chinesische Volksmasse, für echt günstige Preise... ;))

 

China hat die Infrastruktur für 1.3 Milliarden Menschen innerhalb von nur 3 Jahrzehnten von der Steinzeit in die Moderne gebracht - inklusive Transrapid, demnächst High-speed Züge mit 350km/h Reisetempo überallhin (Harmony Express und Peking-Shanghai 1318km in weniger als 5 Stunden ist schon in Betrieb! ), die Höchste und teuerste Bahnstrecke der Welt mit 5000m übert den Himalaya, das größte, neueste und am schnellsten wachsende Fernstrassennetz der Welt, sowie 20 niegelnagelneue Flughäfen die MUC oder Berlin wie provinzielle Sportfliegergraspisten aussehen lassen - und in weniger als 5 Jahren hochgezogen wurden! :D

 

Bei uns dauert es mind. 35 Jahre bis gerade mal der ZUBBRINGER für eine zukünftige (evtl. nie gebaute) Schnelltrasse steht, oder ein bestehender Flughafen wie FFM um nur eine Startbahn ausgeweitet wird.

 

Selbst dann gibt es soviel Politisches Geschachere, das Schnellzüge und Autobahnen entweder gar nicht entstehen, oder in Schlangenlinien von Bundesland zu Bundesland verlaufen, damit auch jedes Kuhkaff alle 15km eine Ausfahrt oder eine ICE Haltestelle bekommt.... Die Franzosen sind da um Welten besser aufgestellt... :rolleyes:

 

Aber: Wenn "der Deutsche" mal in der Vergangenheit die Infrastruktur ordentlich und ohne Wenn und Aber in Angriff genommen hat, wurde er gleich Größenwahnsinnig bzw. hatte rein militärische Beweggründe... ;)


08.11.2011 17:25    |    Dr Seltsam

Ich denke vorallem das Problem heutzutage ist, dass wir eine Gummijustiz haben und gleichzeitig eine historische Klage und Jammermentalität. Guck mal allein hier:

 

http://www.ksta.de/html/artikel/1320495973448.shtml

 

Ein ganz simpler, freundlicher Artikel über den Dieselmotor. Direkt wieder der erste Kommentar, verbieten, verbieten, verbieten, Umwelt, verbieten, Umwelt.

 

Mit soner Mentalität kriegst du keine Wirtschaft auf die Beine. Jede Straße, jeder Feldweg wird in Deutschland verklagt bis in die 8te Instanz. Sieh mal allein was die Flughäfen angeht Frankfurt Main an. Die haben ne neue Startbahn, könnten jetzt wirtschaftlich einen draufpacken. Nebenbei noch paar Arbeitsplätze schaffen und Steuermehreinahmen dadurch generieren.

 

Was passiert?! Neue Startbahn gebaut, erstmal Nachtflugverbot. Die Lufthansa-Cargo macht dadurch erstmal schön Miese und weil sie Linien streichen und nach Köln ausweichen muss.

In Köln sägen sie aber bereits auch an einem Nachtflugverbot. Manche Leute wollen wohl nicht wahrhaben, dass bestimmte Grundstücke deswegen so günstig waren, weil sie in Flughafennähe sind.

 

Und bevor mir jemand auf den Busch hauen will, ich wohn selber in der Anflugschneise von Köln/Bonn, die Maschinen fahren hier das Fahrwerk aus und es ist wirklich auszuhalten. Es fliegen keine Teller aus den Schränken, wir sind nicht alle sterbenskrank. Vielleicht nervt mal irgend eine uralte Russenmaschine, aber die kommen gefühlt alle 8 Jahre vorbei und sind nach 2 Minuten auch wieder weg.

 

Um aber mal wieder aufs Thema zu kommen. Die Chinesen sehen das ein Problem besteht, die Chinesen erfinden eine Lösung, die Chinesen setzen sie um. Wir Deutschen verschweigen heutzutage erstmal das Problem, erfinden dann die teuerste Lösung, klagen nochmal 10 Jahre drauf rum ums noch teurer zu machen, setzen dann um und merken dann, dass der Plan längst wieder veraltet ist.

 

So wird das nichts.


10.11.2011 16:50    |    AR147

Zitat:

Insgesamt war die Trans China Tour ein unvergessliches Erlebnis, welches die Lust auf weitere Reisen nach China geweckt hat.

Warum? Weil du jetzt einmal durchgebrettert bist, und den armen Menschen deinen Audi unter die Nase gerieben hast? lol

 

Ich kann Ländern wie China oder Indien nichts abgewinnen, ich sehe das wie die Deutschen Firmen, es ist halt ein wichtiger Absatzmarkt, aber sonst nichts. Die Fehlentwicklungen und Politischen Missstände sind hanebüchen, die Lebensqualität unter aller Kanone.


10.11.2011 19:06    |    Mad_Max77

Warst du denn schon mal da? Ich glaube eher nicht......


10.11.2011 19:52    |    Dr Seltsam

AR 147, ließ mal was go modem go alles geschrieben hast. Dann siehst du wer hier wirklich die Rückständigen sind. Nur weil die Chinesen nicht jeden Querkopf wie bei uns auf den Thron und in den Mittelpunkt der Entscheidungsfindung stellen, heißt das noch lange nicht das sie rückständig sind. Ich sehe das sogar eher als Fortschritt.


11.11.2011 11:10    |    Edroxx

Warte mal ab ... wenn 1.3 Milliarden Chinesen auf dem Weg zur Gleichberechtigung, fairer Bezahlung, freier Informationspolitik und Lebensenfaltung, menschenwürdigen Lebensumfeldern, Mitbestimmung und sozialen Netzen (Gesundheit, Arbeitslosenvorsorge etc.) sind wie es dann ausschaut :) ... Das passiert bestimmt nicht heute oder morgen aber mit dem sozialen Aufstieg, dem "Luxus" kommen die Ansprüche .. gerade wenn es den Luxus und "menschenwürdige" Lebensumstände im Moment nur für ein paar Promille der Bevölkerung gibt.

 

Da ist "die Schere zwischen arm und reich" in Deutschland ein Witz gegen.


11.11.2011 16:35    |    Gnubbel

Da fragt man sich warum go_modem_go und Dr Seltsam bei dieser Begeisterung und den beschriebenen fantastischen Möglichkeiten, problemlosen Entscheidungswegen nicht längst in China wohnen und ihrem unbegrenzt wachsenden Wohlstand frönen... :cool:

Vielleicht weil man hier und da lieber die Klappe halten sollte wenn Parteifunktionäre an den längeren Hebeln sitzen? Mit so einer Äußerung wäre ich in China (und anderen totalitären Staaten) schon gefährdet. Kritik ist in diesen Ländern sehr unerwünscht. :eek: Materiell mag es steil bergauf gehen, das war es dann aber auch.

Wir haben den Chinesen aus der ferneren Vergangenheit trotzdem viel zu verdanken: Papier, Schwarzpulver, Porzellan, Nudeln etc.

Ich gönne den Chinesen ihren schnell wachsenden Wohlstand, hoffe aber gleichzeitig auf eine bessere Verteilung des entstehenden Reichtums in der Bevölkerung. Das jetzige Jahrhundert wird für mein Empfinden ein asiatisches werden, das letzte war ein amerikanisches, davor waren die Europäer in der Welt dominant. Dieses Karussell ist so lange in Bewegung wie es die Geschichtsschreibung gibt.

Auch wenn Audi absolut nicht meine Marke ist finde ich es trotzdem gut wenn deutsche Unternehmen vom chinesischen Wachstum profitieren, es wäre falsch dieses Stück Kuchen anderen zu überlassen.

 

Ciao!


11.11.2011 16:50    |    go_modem_go

In China wohnen?

 

Oh Gott, Nie - und ich war schon 14 Jahre meines Lebens beruflich & privat im Ausland, in zig-Ländern auf allen Kontinenten außer Antarktis. Nicht nur auf Montage, sondern auch als Lebensmittelpunkt (7 Jahre war mein längster Auslandsaufenthalt am Stück).

 

China gehört zu den Ländern, in die ich nicht umziehen würde - aber dort würde ich viel eher hingehen als z.B. nach Saudi Arabien (von wo ich auch schon Angebote bekam...).

 

Das mit den "Parteifunktionären" gibt es aber genauso hier.

 

Nur nennen die sich Beamte - wie gesagt, ich habe schon in ganz vielen Ländern gewohnt, aber wir haben in Deutschland eine "Diktatur der Bürokratie". In keinem anderem Land der Erde ist es mit Gesetzen, Anordnungen und Steuerregeln so ausgeufert wie in Deutschland. Und das sowohl auf Bundes, Landes, Kreis und erst recht Gemeindeebene. Erkundige dich mal wie hoch der Anteil der Verbeamteten und Anwälte bei den von dir / uns gewählten Volksvertretern (auf allen Ebenen) ist. Und vergleiche dann deren tatsächlichem Anteil an der Bevölkerung...

 

Alleine dieser bescheuerte Föderalismus, Transferbelohnung der Misswirtschaftenden Länder & Behörden und Kompetenzvervielfachung vernichtet hier eine eklatanten Teil der theoretisch möglichen Wirtschaftskraft und auch der persönlichen Freiheit... Es gibt so manches Schwellenland, wo die tatsächlich im Alltag gelebte persönliche Freiheit wesentlich größer ist als in Deutschland! Klar, China gehört nicht dazu... ;)

 

Jetzt wird es aber viel zu politisch...


11.11.2011 20:25    |    Dr Seltsam

Ich leb deswegen nicht in China weil ich kein chinesische kann udn ein Umzug wohl jetzt auch etwas zu teuer wäre. Mal davon abgesehen kann man ein Land auch mögen wenn man nicht dort wohnt. Die USA bewunder ich z.B. für ihre Kraft auch in schwestern Zeiten weiterzu machen und die britischen Inseln für den Menschenschlag der dort wohnt. Super, jetzt muss ich in 3 Staaten gleichzeitig ziehen. Stress, Stress, Stress....


14.11.2011 00:59    |    US-Bimmer.E46uE36

In China werden Menschen in Batterien zusammengeführt und müssen unter menschenunwürdigen Bedingungen Spielzeug oder Kleidung herstellen.

In Dörfern werden Menschen verschleppt, welche nur ein Wort gegen die chinesische Regierung sagten.

Diese werden nicht selten einfach erschossen oder gefoltert!

Hier gibt es auch Filme oder Reportagen die sich mit diesem Thema befassen.

Einer der bekanntesten mit Richard Gere

Auch sind chinesische Gefängnisse härter als die Deutschen

Gesetze der Menschenwürde, gibt es keine. Es ist eine Diktatur.

Ein Großteil von China ist ländlich und sehr verarmt, die Leute haben zum Teil nochnichtmal heißes Wasser und arbeiten von morgens bis abends auf den Feldern.

Es gibt einige Stellen in China, welche schlichtweg verseucht sind und wo trotzdem Leute leben.

Der alte Mann auf den Fotos hat sicher keine Krankenversicherung und ein Zahnarzt kostet zu viel.

Erst ab 2005 durften Menschen vom Land nach vielen Behördenkämpfen in Stadtnähe oder in die Stadt ziehen, bzw. sie bekommen die Möglichkeit an einem Auswahlverfahren teilzunehmen. Davor war es streng untersagt.

Die Landbevölkerung wird heute noch oft diskriminiert.

Medizinische Versorgung, Sozialhilfe und die Erlaubnis die Fam. nachkommen zu lassen gelten nur für Sädter, bzw. Chinesen, welche in der Stadt geboren sind.

Das Internet wird zudem in China stark zensiert und überwacht.

Bei den Olympischen Spielen wurde streng dafür gesorgt, dass man bestimmte Chinesen nicht zu Gesicht bekam, hier gab es sogar Umzugslager und Verschleppungen von Menschen, auch wurde überlegt, die olympischen Spiele in China aus genau diesen Gründen abzusagen.

Es gibt eine riesen Bevölkerung, jeder will ernährt werden.

Gute Straßen und Autobahnen führen in China meist nur durch solidere Gegenden.

Damit meine ich, dass zwischen größeren Stadten, welche viel Geld haben und durch welche viele ausländische Touristen und Investoren fahren auch gute solide Straßen gebaut sind, bei denen man die Armut weniger wahr nimmt, als wäre man zB. auf einem Landweg irgendwo in der Einöde unterwegs.

Inn abgelegenen Gebieten gibt es nach wie vor meist nur eine unzureichende Verkehrsanbindung.

Zudem fand man vor ein paar Monaten einige Massengräber, welche auch untersucht wurden.

Heraus kam, dass hier Menschen von ca 2004- bis 2010 begraben liegen/lagen. Vermutungen gingen in die Richtung, dass an diesen Orten verschleppte Menschen begraben wurden, nachdem sie gefoltert wurden.

Darüberhinaus wurde das Land schon von Erdbeben und dutzenden Naturkatastrphen heimgesucht.

Es ist ein Land deren Bevölkerungsdichte sehr hoch ist und welche viel für wenig Geld produzieren, aber wo, soweit ich weiß die Lebendsmittel, damit meine ich nicht nur Essen, auch sehr günstig sind.

Wenn Deutschland die Größe und Bevölkerungsdichte von China hätte und etwas koruppter wäre, wären wir wie ich empfinde auch eine Weltmacht. Aber hier gibt es jedenfalls Menschenrechte und keiner muss für ein paar Cent unter niedrigsten Bedingungen 20 Stunden in einer Fabrik, zusammengefährcht mit 200 anderen, arbeiten.

Wer sich darüber ärgert in Deutschland zu leben hat dies alles nicht bedacht.

Ich bin jedenfalls froh in einem Land zu leben, welches in anderen Ländern als modern angesehen wird.

Auch bin ich glücklich über unsere Autobahnen und wenn mich jeden Morgen die Sonne anlacht...lol


14.11.2011 12:03    |    US-Bimmer.E46uE36

Nachtrag...was ich vergaß. In den größten Teilen Chinas ist es "meist" nur Städtern erlaubt die Schule zu besuchen.

Wenn eine Schule besucht wird, ist der Schwerpunkt nicht umbedingt Mathematik, sondern Landeskunde.

Sollte einer nicht gehorchen gibt es die Prügelstrafe. Sollte ein Schüler etwas gegen die chinesische Regierung sagen wird er gemeldet. In einigen Landteilen bekommen Kinder von früh auf an Waffen in die Hände und lernen, dass sie im Ernstfall jemanden umbringen dürfen.

Soweit mir bekannt darf man in bestimmten Gegenden Chinas keine Kinder bekommen. In anderen Gegenden darf man nicht mehr als drei, in wiederrum anderen Bezirken nicht mehr als zwei bekommen.

Sollte man jedoch ein Kind erwarten, wird schon im Vorfeld geregelt, dass dieses weg gegeben wird.

Meist erfahren die Landbewohner nochnichteinmal wohin.

Die Korruption in China ist zudem sehr hoch. Es gab viele Fälle, in denen die chinesische Regierung für Straßen ganze Siedlungen räumen ließ. Hier wurde aber nicht einfach umgesiedelt. Die Menschen mussten ihren Neuanfang selber zahlen. Diejenigen, die dies nicht wollten wurden verschleppt oder gefoltert.

Seitlich der Straßen sollte man so wenig wie möglich von diesen Szenarien zu Gesicht bekommen.

Noch dazu gibt es in China einige giftige Insekten wie bestimmte Spinnen oder Schlangenarten.

Botflies sind zudem auch vertreten. Sollte man gebissen oder gestochen werden und keine Krankenversicherung haben, kann man sich alleine um seine Behandlung kümmern.

In vielen ländlichen Gebieten gibt es bochnichteinmal Ärzte.

-Kannibalismus ist auch heute noch ein Thema in einigen Randbezirken Chinas.

Auch ist nicht jeder Einwohner gemeldet. Daher sind die meisten Verschwunden Chinesen aus Städten gelistet.

Und bevor ich es vergesse. In den meisten Regionen Chinas kann man nicht einfach mal einkaufen gehen oder zum Supermarkt an der nächsten Ecke.

Wenn man einen Autounfall hat gibt es doch schon einige Chinesen, die in manchen Bezirken einfach an einem vorbei fahren, selbst wenn Jemand am Straßenrand liegt.

In China gibt es die Lungenpest, vorbeugungen und Seuchenbehandlung ist nicht immer möglich, da das Volk sehr unterschiedlich angepasst ist.

Es gibt Tierkämpfe aus Belustigung. Es werden hier und da mal Hundeköpfe in Supermärkten angeboten.

Es gibt Schlüsselanhänger mit lebenden Tieren drinne, welche irgendwann qualvoll sterben. Zudem gibt es kein Gesetz, welches dies verbietet. Es geht teilweise so ums Geld, dass Exportwahre (giftiges Spielzeug usw) einfach verschifft wird.

Dann sollte man als Deutscher doch lieber froh darüber sein, dass so Etwas nicht aus dem eigenen Land kommt.

Im Algemeinen wird in Deutschland eher geschaut, dass man Dinge nicht verfallen lässt und erhält. Dies betrifft die Häuser, Straßen, Autos und unser ganzes Leben hier.

Es gibt hier weniger Schein als sein, denn Häuser bei denen die Fassade schön aussieht, sehen hier meist auch von innen und seitlich schön aus. Währenddessen einem in anderen Ländern oft etwas als sein verkauft wird, was nur Schein ist. Nimmt man zB. mal einige Reklametafeln am Timessquare hinter denen sich zerschlagene Fenster befinden. Oder Hotels, welchen von außen wirklich schön aussehen und innen ein Alptraum darstellen. Diese sind in südlichen Urlaubsgebieten öfter vorzufinden. Wenn man zB. in Moskau ist und sich die schönen Fassaden anschaut, blickt man nur einmal hinter diese wird man eines besseren belehrt, da hier der Verfall und die Not ersichtlich werden.

Ich versuche daher nicht umbedingt nach Daten und Wirtschaftskurven zu gehen, sondern sehe es lieber im Allgemeinen. Das was ich vor Augen habe, danach versuche ich zu gehen.


14.11.2011 12:46    |    go_modem_go

@US-Bimmer.E46uE36:

 

Meine Güte - hat du dir das aus der Bildzeitung zusammengeklaubt?

 

Kannibalismus? :confused:

 

Ja klar, und in Frankreich essen Sie nur Frösche zum Frühstück und Schnecken zum Abendessen, die Russen sind sowieso nur in Wodka eingelegte Faultiere, die Koreaner essen täglich einen Hund pro Familie, die Italiener sind alles Mafiosis, die Griechen liegen nur Faul in der Sonne rum und kassieren EU-Alimente...

 

Aber wir in Deutschland sind seit Jeher quasi die aufgeklärte Zivilisation per Se, und uns scheint die Sonne aus dem A****!!! :rolleyes:

 

Meine Güte, ist das naiv - wenn nicht sogar eine gefährliche Argumentationskette...

 

Fahr erst mal nach China, und dann reden wir weiter.

 

Hunderte von Millionen Mittelschicht-Städter die in modernen Bedingungen leben gibt doch erst , seitdem China liberalisiert hat und uns unsere Konsumprodukte billig zusammenschraubt.

 

Deine Ausführungen klingen unglaublich arrogant, und vollkommen überspitzt dargestellt. Ich glaube du bist noch nie großartig gereist - weder in Schwellenländer, noch nichteinmal ins benachbartem EU-Ausland. Und wenn, hast du nur nach dem Übel gesucht, oder bist aus dem Touristenghetto nicht herausgekommen und hast Alltag erlebt! :D

 

Zitat:

"Es gibt hier weniger Schein als sein"

Dem muss ich heftigst widersprechen.

 

Den meisten Deutschen gehört Ihr Neuwagen gar nicht, sondern der Bank. Gleiches gilt für die vielen schönen neuen Reihenhäuser.

 

In den Neuen Bundesländern steht doch in so manch aufwendig optisch renovierten Innenstädten fast jedes 3. Haus leer, und vergammelt zunehmend Innen. Ein Stück weiter ist alles Einsturzgefährdet. Ganze Landstriche haben zwar niegelnagelneue Strassen und Autobahnen, Vergreisen und Verelenden aber zusehends - sowohl sozial als auch materiell.

 

Anderes Beispiel: Die Langzeitqualität sämtlicher Deutscher Premiumautos ist seit Anfang 90er gewaltig den Bach runter gegangen - alles nur noch Verbrauchs- und Wegwerfware, die mit kurzlebiger zumeist in China hergestellter Elektronik vollgestopft sind. Mehr Schein als Sein - auch das gehört hier in Deutschland immer mehr zur Prämisse. In allen Lebensbereichen ist diese Philisophie auf dem Vormarsch.

 

Die Zustände in China mögen zwar für Deutsche "Sesselfurzer" schockierend sein.

 

Man muss aber andererseits den Maßstab der Verbesserung zu Früher sehen. Weisst du, wie es in China vor nicht allzulanger Zeit unter Mao Tse-tung aussah? Bis in die 70er Jahre? Das war wie heute Nord-Korea, aber im Großmasstab für 900 Millionen Einwohner. Damals sind Dutzende von Millionen Leute einfach so verhungert, und so gut wie alle der damals knapp 1 Milliarde Chinesen wohnten nur knapp über (oder oft unter) dem Subsistenzminimum!

 

Heute hat Süd- und Ostchina sowohl bei der Wirtschaftsleistung, als auch bei den wirtschaftl. Wachstumsraten und auch bei den Lebensqualitätsindikatoren im Eiltempo aufgeholt. Auch auf dem Lande hat sich die Situation in einem Ausmaß verbessert,wie Sie kaum einer der arroganten westlichen "Experten" für möglich gehalten hat.

 

Man kann über China meckern wie man will - es ist alles relativ. Ich behaupte mal ganz kühn, den Chinesen ging es noch vor 25 Jahre VIEL schlechter, auch wenn es um Fragen wie persönliche Freiheit, Bildung und Aufstiegsmöglichkeiten ging.

 

Die Demokratie und den Wohlstand habe sich die Deutschen auch nicht aus der hohlen Hand herausgezaubert - Zufälligerweise ist dies ein reines Neben- buzw. Zufallsprodukt des verlorenen 2. Weltkrieges. Die (West-) Deutschen waren für die Westmächte nach dem Krieg ab 1948/49 das Kleinere Übel im Vergleich zu den Sowjetrussen, also wurde uns die Gnade Zuteil, Milliarden US$ aus dem Marshallplan zu bekommen, und eine Westlich orientierte Freiheitliche Bundesverfassung "diktiert" zu bekommen.

 

Wer glaubt dies wäre rein aus Eigenleistung selbst erkämpft, täuscht sich gewaltig. Siehe nur DDR - ich wage mal zu behaupten, der heutige Durchschnitts Chinese ist Freier als damals der total überwachte DDR Bürger.


14.11.2011 14:26    |    US-Bimmer.E46uE36

Nein, im Ausland war ich noch nicht, habe nur Großeltern die US-Amerikaner sind und ein anderer Teil meiner Fam. sind aus dem UK, ich selbst bin aber hier geboren.

Siehe auch Profilbild und Name..., vorsicht Ironie

Ich denke auch in Deinem Text steckt schon etwas Wahrheit, natürlich sind die Chinesen moderner geworden und haben irgendwann damit begonnen Straßen und Autobahnen zu bauen.

Aber wenn man von der Hauptstadt absieht, sind viele Arbeiterfamilien sehr arm und müssen ums Überleben kämpfen. Man kann sich dort natürlich vieles schönreden, in meinen Augen sieht die Realität ganz anders aus als hier umkämpft und dargestellt.

Du hast natürlich recht, wenn Du schreibst, dass hier in Deutschland Häuser und Autos oft auf Raten gekauft werden. Bei Häusern ist das aber meist auch normal, da eben nicht jeder gleich 150000 Euro bar auf der Hand hat und es eben manchmal eben besser ist anstatt Miete eben die Raten vom eigenen Haus zu bezahlen.

Dies sieht im Ausland nicht anders aus.

Was ich aber meinte ist der generelle Zustand von Dingen. Natürlich sind in Ostdeutschland noch viele Häuser, gerade in Dresden verfallen, dies ist aber mit einem Blick auf Gesamtdeutschland nicht die Regel.

Wenn ich mir zB. in den USA so manch ein Haus anschaue, welches einfach vergammelt und der Besitzer erhält nichts, dann kann ich behaupten, dass hier in Deutschland eher darauf geachtet wird.

Man nehme nur einmal den alten Bahnhof in Detroit, welcher zusehenst dem Verfall preisgegeben wurde.

Es hätte hier Möglichkeiten gegeben, diesen zu erhalten und die Polizei, Post und Einkaufszentren anzusieden, da auch zentral gelegen. Hier wurden aber lieber neue Häuser gebaut, dies ohne das Geld das bestehende abzureißen.

Wenn ich in einem Restaurant saß, wurde einmal über den Tisch gewischt, aber seitlich klebte die Soße der Vortage. Hier in Deutschland wird auch mal um den Tisch herum gewischt.

Wenn etwas gemacht wird, wird es hier meist ordentlicher gemacht und es wird für die Langzeit entwickelt.

Was einige Automarken und deren Sparkurse betrifft hast Du allerdings recht, das sieht man ja leider an den Rostproblemen von Mercedes. Trotzdem sind viele deutsche Autos sehr schön;-)

Wenn ich aber höre, dass Touristen einfach von der chinesischen Regierung umgebracht werden, nachdem ihnen sogar beweisbar Drogen untergejubelt wurden oder andere werden umgebracht, weil sie nur etwas gegen die Regierung sagten, wird mir schlecht. Ich unterstütze so Etwas uberhaupt nicht.

Und Jemanden Arrogant zu nennen ohne denjenigen zu kennen find ich auch nicht umbedingt nett.

Auch denke ich, dass ein deutscher Arbeiter immer beliebter sein wird als ein chinesischer, welcher für das gleiche Geld im Ausland arbeitet, da hier mehr aufs Detail geschaut wird.


14.11.2011 14:57    |    go_modem_go

Zitat:

Nein, im Ausland war ich noch nicht

Ok, Da brauchen wir gar nicht mehr weiterzureden. Also doch alles nur Hörensagen...

 

Diese Arroganz nehme ich mir jetzt raus... :rolleyes:

 

PS: Welche Geopolitische Vorbildung hast du durchlaufen? Mehr Schulbildung als die des Durchschnittschinesen (9 Jahre) dürften es wohl nicht sein, oder? ;)


14.11.2011 15:35    |    US-Bimmer.E46uE36

glaube Du hast die Ironie in meinem ersten Satz nicht verstanden..

Geopolitische Vorbildung? ahja...

Wir sollten mal lieber wieder zum Thema zurückkommen...;)


14.11.2011 15:50    |    go_modem_go

Zitat:

Wir sollten mal lieber wieder zum Thema zurückkommen...

Hast recht, ist wohl besser so! :D

 

Was war das nochmal?

 

Audi auf Trans-China Tour? :cool:


16.11.2011 18:10    |    Trackback

Kommentiert auf: Blog des Uhus:

 

Gigaliner – umweltschonend oder Sicherheitsrisiko?

 

[...] z.B. Chinesen, dass machen kannst du übrigens in den herrlichen Beiträgen von Go Modem Go hier lesen:

 

http://www.motor-talk.de/.../...rans-china-tour-2011-t3572659.html?...

[...]

 

Artikel lesen ...


22.12.2012 14:22    |    e90ioldie

Iiih! Chinas Dreck an Audis Blech :D ??!

Hätte da mal einen matt-schwarz/stumpf-carbon-farbenen Lack gewählt ...


Deine Antwort auf "Audi Trans China Tour 2011"