VAG
Wie "Focus Online Money" berichtet, stehen im VW Konzern einige neue Personalentscheidungen an. Besonders auch Veränderungen im Hause Audi, sollen durch Martin Winterkorn getroffen werden.
Zitat:
Martin Winterkorn wagt einen großen Schritt. Der Volkswagen-Chef krempelt die Führungsmannschaft des Autoriesen um und besetzt Dutzende Spitzenpositionen neu. Bis 2018 soll der Konzern an die Weltspitze.
„Der Umbau war notwendig“, hieß es in Konzernkreisen. Winterkorn habe Schlüsselpositionen mit engen Vertrauten sowie Managern mit technischem Sachverstand besetzt. An manchen Stellen im Konzern habe es deutlich gehapert, vor allem bei der zäh verlaufenden Lkw-Allianz der Töchter MAN und Scania . Doch nicht nur der Vorstandschef, auch sein „Ziehvater“, Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch, führt beim Umbau Regie.
Den Riesenumbau verkündet Winterkorn in einer eilig einberufenen Pressekonferenz in einem kleinen Saal eines Flughafenhotels in Stuttgart. Es ist Samstagmittag, Piëch sitzt in der ersten Reihe, stellt selbst eine Frage und ruft ab und an dazwischen. Die Stimmung ist heiter, auch wenn nur wenige Kilometer entfernt mit Porsche eine weitere Großbaustelle des Konzerns wartet. „Für den Volkswagen Konzern, für unsere Marken und für uns als Management bleibt noch vieles zu tun“, sagt Winterkorn.
Suche nach den Nachfolgern
Die beiden Ingenieure wollen VW bis 2018 nicht nur an die Weltspitze führen, der Konzern soll da auch bleiben, wenn beide nicht mehr auf der Brücke stehen. Winterkorn, mit 65 im besten Rentenalter, und der 75-jährige Piëch bestellen mit dem überraschenden Großumbau auch den Hof für mögliche Nachfolger. Einige Kandidaten haben nun Gelegenheit, sich zu empfehlen.
Das Personalkarussell hat Wiko, wie der Boss oft genannt wird, bereits in bester Piëch-Manier angeworfen. Viel drang über das Megaprojekt zunächst nicht nach außen. Dabei scheute Winterkorn auch nicht davor, wichtige Top-Manager auszuwechseln – wie China-Chef Karl-Thomas Neumann, der als ein Nachfolgekandidat galt und zuletzt aus Wolfsburger Sicht offensichtlich an einer zu langen Leine lief. Winterkorn hat Neumann den Job als Entwicklungschef bei der tschechischen Tochter Skoda angeboten, wie aus Konzernkreisen verlautete. Ob Neumann diesen annimmt, ist aber mehr als fraglich, die Zeichen deuten auf Abschied.
Nicht genug Zusammenarbeit von MAN und Scania
Neuer China-Chef wird nun der bisherige Lkw-Vorstand Jochem Heizmann. Und das kam so: Die Unzufriedenheit mit Heizmann sei in Wolfsburg zunehmend größer geworden, heißt es. Heizmann habe es nicht geschafft, zwischen MAN und Scania mehr Zusammenarbeit zu erreichen. Schaffen soll dies nun der bisherige Scania-Chef Leif Östling, der neuer Lkw-Konzernchef wird. Für Heizmann – ein enger Vertrauter Winterkorns – aber musste ein neuer Job gefunden werden. Fündig wurde der VW-Boss in China.
Auch bei Audi hat es kräftig geruckelt, Rivale BMW fährt vorneweg. Winterkorn schickte einige neue Leute in den Vorstand. Audi ist zwar der Goldesel des Konzerns, die Nobelmarke verdient einen Löwenanteil des Geldes. In Wolfsburg herrscht allerdings Unzufriedenheit über Motoren, Verbrauch und Design der Audi-Modelle, heißt es in Konzernkreisen.
Seit längerem ist hier auf Motortalk zu lesen, dass häufig Kritik im Umgang mit dem Kunden seitens VW (ferner Audi) ausgedrückt wird. Viele VW/Audi Fahrer forderten, bessere Kulanzreglungen, ähnlich wie es angeblich BMW bei seinen Kunden handhaben soll.
Doch dient der Wechsel im Managment nicht doch eher dazu, dass der VW Konzern schlicht und ergreifend das Ziel erreichen will 2018 Weltmarktführer zu sein? Wie auch immer das erreichbar sein soll

Ihr seid dran,
mep
http://m.focus.de/.../...-starten-umbau-von-volkswagen_aid_761962.html
P.s. Danke an Sascha S., der diesen Artikel zuerst im A6 (4G) Forum postete!
Kommentare: 18
04.06.2012 02:02 |
Speedy1st
Audi - Nobelmarke?
Möchten doch erstmal Premium werden, dann sehen wir weiter.
04.06.2012 08:36 |
quattro_rulez
@Speeds1St:
Audi ist auch nicht mehr oder weniger ein Premiumhersteller wie Mercedes oder BMW. Vielmehr können es die anderen beiden nicht ab, dass man in Ingolstadt mittlerweile aufgeschlossen hat.
Ich hatte durchaus auch schon den ein oder anderen Benz bzw. auch BMW. Aber Audi kann sich damit allemal!!! messen.
04.06.2012 08:44 |
touran_bert
VW/Audi hat noch einen weiten Weg um das Neveau von z.B. BMW zu erreichen. Zun einem PremiumHersteller gehört mehr als nur Autos zu bauen. Da gehört auch Kundenzufriedenheit und Service dazu.
Wenn ich mir da die Komödie des TSI-Steuerkettenproblem ( Täuschen, tarnen, relativieren ) ansehe ...
04.06.2012 08:58 |
Käfer1500
Schade, daß Dr. Neumann so abserviert wurde. Ich habe ihn mehrfach persönlich erlebt. Er ist einer der wenigen "Oberen" bei VW, denen ich Ehrlichkeit, Geradlinigkeit und technischen Sachverstand zubillige, und die auch noch "Bodenhaftung" zu denen haben, die das Geld wirklich erarbeiten.
Die Arroganz in Form von Piëch und Winterkorn hat leider gewonnen. "Das Böse siegt immer" (die Ärzte). Piëch mag Ingenieur sein, ein guter ist er IMHO nicht, sondern nur ein machtbesessener, der auch technischen und wirtschaftlichen Schwachsinn wie Phaeton und VR/W-Motoren wider aller Vernunft durchboxt.
04.06.2012 09:06 |
quattro_rulez
@Käfer1500:
Zur Person Piëch hast du (leider) recht. Schade eigentlich.
Winterkorn würde auch besser daran tun, sich um Qualität in seinem Laden zu kümmern. Ich bin der festen Ansicht, dass VW (als Konzern) erstmal andere Aufgaben hat (siehe Motorenprobleme usw), als unbedingt und um jeden Preis "Weltmarktführer" werden zu wollen. Bitte? Weltmarktführer? Marktführer sollte man werden, weil man besser ist, als anderen - nicht, weil man mehr absetzt...
Schade, sehr schade, diese Verschiebung des Fokus.
04.06.2012 09:36 |
spillerkiller
Da hilft nur ein, diese Monopolisten zu boykottieren ! Stiller Protest, wie an der Tankstelle.
04.06.2012 14:22 |
Benzfahrer91
richtig! ich boykottiere VW und Fahrzeuge dieses Konzerns. Bis auf den Phaeton, den würde ich mir mal als gebrauchten gerne zulegen, hat ja viel luxus zum kleinen preis das ding
Was den piechj angeht: der is doch nur machtbesessen! Geld, Geld Geld um jeden Preis! Egal wie viele gute leute er rausschmeist, hauptsache VW hat den größten umsatz.. ich kann den kerl nicht leiden.
04.06.2012 14:22 |
Eric E.
}Schade, daß Dr. Neumann so abserviert wurde. Ich habe ihn mehrfach persönlich erlebt. Er ist einer der wenigen "Oberen" bei VW, denen ich Ehrlichkeit, Geradlinigkeit und technischen Sachverstand zubillige, und die auch noch "Bodenhaftung" zu denen haben, die das Geld wirklich erarbeiten.{
tja, so einer scheint zu stören beim Weg nach Oben und zu mehr Rendite.
Gut für die Aktionäre. Schlecht für die, die die Autos kaufen und fahren.
Grüße,
Eric
04.06.2012 16:04 |
Trackback
Kommentiert auf: Volkswagen News:
VW ordnet den Konzern neu
[...] Thema hatten wir ja hier schon: http://www.motor-talk.de/.../...sich-was-bei-audi-und-vw-t3955682.html
Und auch die Aktionäre scheinen es (wie ich) nicht gut zu finden, der VW Kurs rutscht gewaltig ab ... [...]
Artikel lesen ...
04.06.2012 16:14 |
Edroxx
Kurze Korrektur
Das ist (unter anderem) evtl. ein Ziel für 2018. Wobei es hier auch nicht zwangsläufig darum geht "der Größte" zu sein.
http://www.volkswagenag.com/.../Investor_Day.html
04.06.2012 17:13 |
Mephisto735
Danke für die Info, war ein Tippfehler.
mep
04.06.2012 19:39 |
Edroxx
Kein Thema
!
04.06.2012 23:04 |
M@ster_X_2002
Hoffentlich geht das nicht zu lasten der Qualität
Und was das Design betrifft sehen doch alle Autos im Konzern wie aus einem Ei ,da gehts doch lang nicht nur um Audi
05.06.2012 11:50 |
Mars_gib_Gas
Die neue Generation von Skoda wird sich bald auch nicht mehr von VW und Audi unterscheiden können. Kleinerer Grill, kleine Schlitzaugen, mehr LED Mist.
06.06.2012 18:56 |
ditre
Der Umbau hat vielleicht nur sekundär was mit dem Ziel Weltmarktführer zu werden was zu tun. Ich glaube das hat mehr mit den neuen Märkten in Asien zu tun. Der deutsche Markt ist mit Autos aus dem VW Konzern nicht mehr aufnahmefähig. Die Zulassungszahlen von VW gehen real seit einem Jahr schon zurück. Die Qualität der Autos, die der VW Konzern dem deutschen Michel zumutet würde in Asien nie Akzeptiert werden. Im speziellen Chinesischen Markt ist es üblichen das ein Unzufriedener Kunde und da soll es bekanntlich in Deutschland mehr geben, vor dem Autohaus seinen Wagen schrotet und die Presse zu diesem Event, mit TV Übertragung einlädt. Jeder Manager hat vor solchen Bildern, die dann um die Welt gehen Angst.
M.f.G.
06.06.2012 20:37 |
Alfons007
Sich Ziele zu setzen, ist sicher richtig. Ob es Weltmarktführer sein muß, bleibt fraglich. Das sagt noch lange nichts über die Profitabilität und die Qualität der Produkte aus. Und da gibt es sicherlich noch einiges zu tun.
Und wenn man Weltmarktführer werden will, muß man auf Weltmärkten die innovativsten und zuverlässigsten Produkte anbieten. Und da fehlt auf breiter Front die jahrelang vernachlässigte Hybridtechnologie.
06.06.2012 22:17 |
quattro_rulez
Ich denke nicht, dass "Weltmarktführerschaft" ein Ziel sein kann. Sie sollte eher ein Resultat sein...
Ob da der Fokus im VW-Konzern nicht "etwas verrutscht" ist?
13.08.2012 04:17 |
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