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....der Lesestoff aus unserem täglichen Autofahrer Leben!

26.02.2013 03:07    |    Mephisto735    |    Kommentare (31)

KaugummiasphaltKaugummiasphalt

Ich habe es lange bezweifelt, aber nun muss ich mich selbst revidieren. N24 kann ja doch für mich informativ sein. Zumindest in folgender Sache.

Ein morgendlicher Bericht handeldte darüber - wir jährlich sowieso - der Winter auf unseren Straßen seine Spuren hinterläßt. Nix neues im Westen also. Deren Bekämpfung allerdings schon. So soll es laut N24 einem sächsischem Unternehmen gelungen sein, diese Frostspuren durch einen speziellen, in seinen Eigenschaften Kaugummi ähnlichen Asphalt, zu entwickeln. Eine Asphaltmasse die sowohl bei Minusgraden verwendet werden kann, als auch mit deutlich weniger Arbeitsaufwand "geteert" werden kann. Doch was steckt hinter dieser so innovativen Neuheit? Aus diesem Link habe ich einmal paar Aussagen zusammengefasst:

 

 

Grundsätzlich unterscheide sich das Kaltasphalt-Produkt, Kaugummiasphalt(?) von anderen Asphalten in seiner offenen Lagerfähigkeit von bis zu 2 Jahren sowie in seiner Langlebigkeit. Während sich herkömmliche Asphaltprodukte für den Schlaglochflick meist nur bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt einbauen lassen und zum Nachteil der Meistereien und Verkehrsteilnehmer nach kurzer Zeit wieder aus der Schadstelle herausbrechen, verspricht der Kaugummiasphalt das ganze Gegenteil.

 

 

Das Geheimnis des Produkts liege in der Zusammensetzung des zugeführten Additivs, das erst nach der Verdichtung (Handstampfer oder Rüttelplatte) einen Aushärtungsprozess in Gang setze. Randbereiche von Schlaglöchern brauchen keine besondere Behandlung wie Fugenverguss, das Additiv des Kaugummiasphalts reaktiviere das Bindemittel in den Randbereichen der Schlaglöcher und bilde so eine für Wasser und Frost undurchdringbare Oberfläche, ist aber dennoch lösungsmittelfrei.

 

Länder wie Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Hessen, Saarland und Bayern profitieren bereits vom Kaugummiasphalt. Auch über Deutschlands Grenzen hinaus findet das Produkt regen Zuspruch. Die Schweiz verbaut es schon, Rumänien, Niederlande und Polen haben Interesse gezeigt.

 

Das klingt schonmal recht vielsprechend. Aber wie Nachhaltig ist diese ganze Sache? Vermutlich wird auch dieser Asphlatkleister z.T. auf Erdölbasis bestehen und nicht gänzlich unabhängig von begrenzten Reccourcen sein. Ein weiterer Faktor wird natürlich der Bereich der Kosten sein. Laut N24 Bericht ist dieser Asphalt bis zu 30% teurer, dabei fehlt Ramsauer doch schon jetzt Milliarden, um unsere Straßen wieder plan zu gestalten.

 

Ob wir auch in Zukunft noch mit Schlangenlienen und Schrittempo über Landstraßen fahren werden, wird die Zukunft zeigen. Nur hat dieses Meissner Unternehmen es vielleicht geschafft, neben unseren Felgen und Stoßdämpfer auch unsere Nerven zu schonen. Aber wie immer ist es abhänging, ob unser Straßenproblem mal konstruktiv angegangen wird.

 

mep

 

Quelle des Bildes: http://www.freiepresse.de/DYNGAL/14740/198674_W606.jpg

http://www.wetterauer-zeitung.de/.../..._regid,3_puid,1_pageid,87.html


26.02.2013 09:45    |    Dr Seltsam

Und wer hats erfunden? Die Sachsen :cool:

 

Sollen sie mal einbauen. Hab mir neulich fast den Reifen zerlegt an sonem Schlagloch. Großer Bus vor mir, konnt die Straße also nicht auf weite Sicht vorraus einsehen und aufeinmal seh ich nur noch son richtig tiefes 10 CM Schlagloch und dann gehts schon BANG-BANG. Da ärgert man sich noch Wochen später drüber.


26.02.2013 09:49    |    7406

Naja, wenns kein Erdöl mehr gibt, werden die Straßen halt betoniert, wie es in wärmeren Gefilden üblich ist. Bescheidenes Trockenbremsverhalten, noch schlechteres Aquaplaning Verhalten, aber quasie unzerstörbar. Dumm nur, dass man damit keine Asphaltbeläge flicken kann (wobei ich auch schon Gehwege gesehen habe, auf denen genau das versucht wurde).


26.02.2013 11:06    |    Oetteken

Was soll daran jetzt so innovativ neu sein???

Kaltasphalt wird seit Jahrzehnten hergestellt und besonders im Winter für Reparaturarbeiten eingesetzt.

Die Firma Hilgers in Düsseldorf z. B. ist mir seit vielen Jahrzehnten als Hersteller von Kaltasphalt bekannt.

 

Liebe Grüße

Herbert


26.02.2013 12:48    |    sasisoli

Innovativ wäre z.B. das hier:

http://storimpex.de/index.php?id=11

Alphalt, der bis zu 99% recycelt wird. Will aber auf Grund der guten Arbeit der Asphalt- und Steinbruchlobby keiner haben...


26.02.2013 15:38    |    Oetteken

Auch Recycling (Asphalt, Beton usw.) wird bereits seit Jahrzehnten betrieben.

Es kommt aber immer auf den Ausschreibenden an, ob er Recyclingstoffe für zulässig und geeignet hält und dann auch zuläßt.

Hierbei sind die entsprechenden Vorschriften und Erlasse etc. zu beachten.

Nicht alles was möglich ist muß gleichzeitig auch gut sein.


26.02.2013 17:26    |    Ascender

Was erfinden die noch alles? :D


26.02.2013 18:41    |    Roland0815

Zitat:

...Nicht alles was möglich ist muß gleichzeitig auch gut sein.

...

Wie zum Beispiel sämtliche Varianten des Kaltasphalt. Egal ob Kaugummi oder nicht. Die "tollen" Eigenschaften erkauft man sich immer mit anderen Nachteilen.


26.02.2013 19:01    |    Oetteken

Kaltasphalt sollte immer nur als Provisorium dienen.

Leider ist dem aber häufig nicht so.

Für die Straßenunterhaltung steht leider meistens nicht genügend Geld zur Verfügung, weshalb oft noch nach Jahren keine ordnungsgemäße Reparatur von provisorisch mit Kaltasphalt ausgebesserten Flickstellen erfolgt ist.

Bei uns in der gepflasterten Innenstadt-Fußgängerzone werden Schadstellen, aus denen sich Steine gelöst haben, seit Jahren nicht mehr ordnungsgemäß wiederhergestellt, sondern auf die Schnelle mit Kaltasphalt zugeschmiert und das war´s dann für die nächsten Jahrzehnte.

Wenn dann das Ausmaß der Schäden gewaltig geworden ist und auf die Mißstände hingewiesen wird, dann wird die Sanierung wegen utopischer Kosten abgelehnt.

Wenn man sein Eigentum nicht pflegt und regelmäßig Instand hält, dann kommt sowas dabei raus.

Aber Hauptsache die Verantwortlichen kassieren dicke Gehälter.


26.02.2013 20:01    |    GaryK

Asphalt wird nicht alle. In jedem ausgebeuteten Erdölfeld liegen noch MASSEN Asphalt.


26.02.2013 23:24    |    schrotti_999

Zitat:

26.02.2013 20:01 | GaryK GaryK

 

Asphalt wird nicht alle. In jedem ausgebeuteten Erdölfeld liegen noch MASSEN Asphalt.

Dort liegen höchstens Bitumenähnliche Substanzen herum, aber kein Asphalt.

 

Was soll das Gejammere über die hohen Preise dieses Produkts? Es ist zum Ausbessern von Schadstellen gedacht und nicht zum Bauen neuer Strassen.

Das bekannte kalt zu verarbeitende Zeug taugt nur für kurze Zeit und fliegt nach und nach wieder weg. Wenn dieser Kaugummi nur doppelt so lange hält, ist viel gespart.

Die angesprochenen Punkte Lärm und Co² Minderungen sind Humbug.

Weniger Lärm oder geringerer Co² Ausstoß bedürfen glatteren Oberflächen, aber diese erwirken einen längeren Bremsweg.

Hierzu werden immer wieder Versuchsstrecken gebaut und anhand der gewonnenen Ergebnisse die Asphaltmischungen aller grösseren Strassen angepasst.

Hier "kocht" dann jeder seine "Suppe", sprich die Komunen, die Kreise, das Land und der Bund haben für jede Priorität "Ihre" Sorte und die wird dann eingebaut.


27.02.2013 00:37    |    Chris492

Soetwas hab ich schon 2011 im Fernsehen gesehen... effektiv merkt man aber nichts davon.

Ich fahre jeden Tag über die selben Schlaglöcher auf der Bundesstraße und auf der Autobahn... in der Stadt natürlich sowieso...


27.02.2013 10:09    |    Oetteken

Kaltasphalt ist immer nur ein Provisorium, egal ob Kaugummi oder sonst ein Phantasiename.

Kaltasphalt sollte, sobald die Witterung es zuläßt, durch den Originalbaustoff (Heißasphalt, Pflaster, Beton usw.) ersetzt werden.


27.02.2013 13:59    |    c-katze

Herrn Ramsauer fehlen keine Milliarden. Das Geld muss nur mal dort eingesetzt wedren, wo es nötig ist. Bei uns ist in zwei Jahren eine Straße 4x (in Worten: vier) neu gemacht owrden. Erst mit Asphalt breit und gross, dann mit Verbundpflaster und Inseln zum Verlangsamen, dann mit Kopfsteinpflaster und anschliessen doch wieder Verbund)

 

Am Ende sieht die Straße aus, wie vor dem ganzen Theater, nur mit neuen Steinen.

 

Noch Fragen?

 

Ein neuer Autobahnzubringer wurde nach 2.5 Jahren komplett neu asphaltiert. Es waren keine Schlaglöcher sonder nur leichte Lunken vorhanden. Zwei Wochen später wurde dann auf 70 bzw. 50 km/h begrenzt, da nun auf der neu asphaltierten Straße ohne Lunken plrötzlich und ganz überraschend schneller gefahren wurde.

 

Also erzähl bitte nichts von fehlendem Geld. Das Problem ist, wie überall in der Politik, wo geht die Kohle hin.

 

In diesem Sinne......


27.02.2013 18:53    |    andi_sco

bei den heutigen straßen kann nicht mal die bundesehr mit nem panzer drüber juckeln, der ist dann auch gleich ein fall für die werkstatt.


28.02.2013 12:41    |    DannyL

konstruktiv?

 

Straßenheizung, Strom entweder extern hinzuführen oder induktiv gewinnen

 

was nicht gefriert, kann nicht auffrieren, oder?

 

die Frage, die sich dann noch stellt, kann man dann auf das viele Salz und die Kosten für Gerät und Dienstleistung verzichten?


28.02.2013 16:27    |    syntax-error

Zitat:

Vermutlich wird auch dieser Asphlatkleister z.T. auf Erdölbasis bestehen und nicht gänzlich unabhängig von begrenzten Reccourcen sein

Naja, wenn irgendwann kein Erdöl mehr da ist braucht man sowieso keine Straßen mehr.


01.03.2013 16:02    |    andi_sco

das wird noch ein paar jahrzehnte dauern:D


02.03.2013 17:43    |    Erhan92

Ich hab meine Maurerlehre grade beendet und hab in den letzten 4 Jahren noch nichts von ""Kaugummiasphalt"" gehört :D

vielleicht sind wir in österreich noch etwas zu..primitiv für solche Fortschritte :D

Kaltasphalt ja..vielleicht in ner Tiefgarage oder andere Stellen die nicht so oft beansprucht werden,

aber auf ner Autobahn kann ichs mir nich vorstellen das,dass als langzeitlösung dienen soll..so stabil is das zeug dann doch wieder nich wies dort beschrieben wird.

 

mfg :))


02.03.2013 20:03    |    Si Na 276

Die Rümanen haben es, die Polen haben es, sogar die Niederlande hat es nur meine dumme "Stadt" hat es nicht .Wenn man vor meiner Tür die Teer Reste zusammen fegen würde könnte man ein ein "2 Meter tiefes Loch auffüllen.


02.03.2013 22:21    |    schrotti_999

Zitat:

02.03.2013 17:43 | Erhan92 Erhan92

 

Ich hab meine Maurerlehre grade beendet und hab in den letzten 4 Jahren noch nichts von ""Kaugummiasphalt"" gehört :D

vielleicht sind wir in österreich noch etwas zu..primitiv für solche Fortschritte :D

Kaltasphalt ja..vielleicht in ner Tiefgarage oder andere Stellen die nicht so oft beansprucht werden,

aber auf ner Autobahn kann ichs mir nich vorstellen das,dass als langzeitlösung dienen soll..so stabil is das zeug dann doch wieder nich wies dort beschrieben wird.

Nix primitiv!

Strassenbauen könnt ihr Ösis auf jeden Fall, aber was hat denn ein Maurer bitte mit dem Strassenbau zu tun?

Tiefgaragenböden sind doch sowieso meistens Betoniert und wenn da etwas herausbricht weisst du wohl am besten wie man flickt. Beton ist DEIN Fachgebiet.

Dass das Kaugummimaterial für die Dauer ist, hat doch niemand behauptet? Es hält nur besser als das altbekannte kalte Zeugs. Das fliegt doch schon nach Tagen bis Wochen davon.

 

 

Ich war bis vor ca 5 Jahren in einer grösseren Fa. die auch Strassenbau machen. Dieses "neumodische Zeugs" war dort nicht bekannt. Für Notreparaturen im Winter gab es hier in der Umgebung nur diese Kaltmischungen. Diese wurde nicht einmal angeboten, denn nachdem das eigene Mischwerk stillstand ging der schwarze Trupp in die Winterpause.


03.03.2013 08:32    |    Goify

@schrotti:

Maurer und Betonbauer sind schon unterschiedliche Lehrberufe auch wenn es sicherlich Überschneidungen gibt.

 

Ich bin jedenfalls gespannt, wie lange es dauert, die Löcher in der Straße vor meinem Haus zu flicken. Letztes Jahr brauchten sie bis in den Spätsommer hinein.


03.03.2013 08:59    |    Erhan92

Naja im Prinzip hast du recht aber in ner kleinen Firma wird sehr viel selber gemacht zum Teil auch asphaltiert zb im eigenen grund "" Büro bau für die Firma selbst "" Zufahrt - Parkplätze usw Kleinigkeiten eben :)

 

So weit ist "" betonbauer "" - Schalungstechniker garnicht von uns "" Maurern"" entfärnt.. die Lehre ist die selbe nur mit einem Jahr verlängerung.

Oder meinst du mit Betonmischer? im mischwerk?

 

Du wirst lachen aber in der 3 Klasse ( Berufsschule ) mussten wir uns sehr viel mit "" Asphalt "" oder eher mit dem Erdölprodukt.. Bitumen beschäftigen.

Und da unser Baustoffkundenlehrer sehr fixiert auf Kaltasphalte war kams mir eben nur witzig vor das ich nichts von diesem Kaugummiasphalt gehört habe :D

 

Also wir haben in einpaar Wohnanlagen (16 wohungen mit Tiefgarage ca 20 Abstellplätze )

auch asphaltiert nur weis ich eben nicht ob das auf Wunsch der Mieter bzw Käufer war..

 

Mir kamen die Straßen in Deutschland garnicht so schlecht vor zu meinem Besuch im letzten Jahr..

zumindest auf der AB.

 

Mfg erhan


05.03.2013 17:56    |    logoft

Als ich durch die DDR fuhr sah ich wie Bauarbeiter Teer auf die Straße legten und mit nem Stampfer festdrückten. Ich dachte damals wie promitiv. Und der Teer in der DDR war weich und im Sommer wurde er flüssig und klebte an den Schuhen.

 

Und dann sah ich auch das es in der BRD gemacht wurde.

 

Die Frage ist, was macht die Straße kaputt? Die Lkw die im Sommer die Straße verformen. Der Winter mit seinem Frost.

 

Was muß her? Ein Temperaturausgleich. Eine Wärmepumpe braucht Strom. Vielleicht geht auch ein Heatpipe wie beim Computer, Wärme wird über eine Metallstange abtransportiert. Vielleicht würde es schon reichen ein Drahtgitter wie beim Bau mit einzuteeren? Nennt man das so? Die Temperatur könnte sich verteilen.

 

Ich sah an einer Autobahn war der Erdwall viel breiter und Solarzellen waren dort gesetzt. Ideen für Strom sind da der sich nutzen lies.

 

Ich denke es ist wie überall, eine richtige Lösung will nicht gefunden werden. Wir werden auch noch in -300- Jahren Straßen ausbessern.

 

Man könnte auch Löcher bohren und Erdwärme senkrecht nutzen, ohne Pumpe. Ich denke wird das Frostproblem gelöst, löst es auch die Ausbesserungsintervalle die zu kurz sind. Und wenn im Winter ausgebessert wird, dann gibt das jemand in Auftrag. Wir bauen Flughäven die nie fertig werden oder ein Bahnhof der viel zu teuer wird. Sind aber nicht in der Lage eine haltbare Straße zu bauen?

 

Eine Idde die probiert wurde um haltbare Straßen zu bauen, man pflegte Kunststoff mit ein. Was daraus wurde weiß ich nicht.

Was die Brücke mit Straßenheizung macht weiß ich auch nicht, die vor einem Jahr etwa gebaut wurde.

 

Der Frost muß bekämpt werden und nicht die Löcher stopfen.


06.03.2013 23:29    |    Incoming

Pfusch am Bau

 

Schlaglöcher entstehen vor allem, weil der Unterbau der Straße nicht mehr in Ordnung ist.

 

Statt die Straßen aber zu sanieren, kippen viele Gemeinden einfach neuen Teer auf die entstandenen Löcher und wundern sich daß im nächsten Winter wieder alles im Eimer ist.

Über soviel Inkompetenz kann man eigentlich nur lachen, oftmals kuckt noch der Pflasterstein von anno dazumal aus den Schlaglöchern raus. Bisweilen bleiben auch mal Trams, Busse oder LKWs drin hängen.

 

Besonders lustig ist auch wenn im Winter der Schnee bestreut wird anstatt ihn wegzuräumen. Vorzugsweise mit ner gestreckten Sand/Salzmischung, weil man ja nicht genug Salz kaufen wollte. Um die Einnahmen zu verbessern werden aber Anwohner verklagt, die aufgrund ihrer Arbeitstätigkeit nicht rund um die Uhr Schnee schippen können.


07.03.2013 10:43    |    vfggtuovfs

Auch Recycling (Asphalt, Beton usw.) wird bereits seit Jahrzehnten betrieben.

 

Es kommt aber immer auf den Ausschreibenden an, ob er Recyclingstoffe für zulässig und geeignet hält und dann auch zuläßt.

 

Hierbei sind die entsprechenden Vorschriften und Erlasse etc. zu beachten.

 

Nicht alles was möglich ist muß gleichzeitig auch gut sein.

 

 

 

 

 

 

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08.03.2013 00:18    |    schrotti_999

Teer, wie viele Leute sagen, wird im Strassenbau schon sehr lange nicht mehr verwandt. Das schwarze Gold, das unsere Strassen zusammen hält nennt sich Bitumen.

Der Frost macht keine Strasse kaputt, deren Asphaltdecke noch in Ordnung ist. Erst wenn Risse in der Oberfläche entstehen, dringt dort Wasser ein und Väterchen Frost macht seine "Arbeit".

Der Grund für diese Risse ist vielfältig. Der warscheinlich Häufigste ist der schlechte, bzw ungenügende Untergrund. Wie alles unterliegt dieser auch einer Art Verschleiss. Der aufgeschüttete Untergrund "vermischt" sich durch die Walkarbeit mit dem Mutterboden, bzw letzterer drückt sich einfach in die Aufschüttung. Dadurch wird diese weich, die darüberliegende Asphaltdecke muss zuviel "arbeiten" und geht kaputt.

Problematisch sind auch zu magere Mischungen. Bei denen kann man nach relativ kurzer Zeit (1-5 Jahre) fast zusehen wie die Strasse rissig wird. Je nachdem welche/wieviel der Schichten reissen, müssen die abgefräst und erneuert werden. Zu fette Mischungen werden im Laufe der Zeit Speckig und gefährlich glatt. Hier kann man dann die Oberfläche mit einer Fräse aufrauhen.

 

 

Zitat:

Eine Idde die probiert wurde um haltbare Straßen zu bauen, man pflegte Kunststoff mit ein. Was daraus wurde weiß ich nicht.

In bestimmte höherwertige Oberschichten wird Zellulose "eingearbeitet".


08.03.2013 12:02    |    Oetteken

Hallo Schrotti,

 

teilweise stimmen Deine Angaben, teilweise aber auch nicht.

Mutterboden im Straßenunterbau gibt es bei einer ordnungsgemäß hergestellten Straßenaufbau nicht.

Das Erdplanum besteht aus verdichtetem tragfähigem Boden. Um das sicherzustellen werden Druckversuche vor dem weiteren Straßenaufbau gemacht.

Auf dem Erdplanum wird dann eine Frostschutzschicht (z. B. Kies), dann eine Tragschicht (z. B. 20 cm Kalkstein-Mineralgemisch), dann eine bituminöse Tragschicht, dann Grobbinder, dann Feinbinder und dann erst die Verschleißschicht (z. B. Asphaltbeton oder Gußasphalt) aufgetragen. Die Gesamtaufbauhöhe beträgt bei stark belasteten Straßen ca. 70 cm.

Staßen werden überwiegend durch schwere Lastwagen zerstört, PKW pflegen die Straße eher.

 

Liebe Grüße

Herbert


08.03.2013 13:20    |    schrotti_999

Ich weiss wie eine neue Strasse aufgebaut ist, möchte aber nicht ins Detail gehen oder gar mit irgendwelchen Ing´s eine Diskussion beginnen. Ausserdem haben wir sehrsehr viele alte und uralte Strassen, die noch in den 30ern bis 60ern gebaut wurden und deren Unterbau ist nicht sooooo perfekt.

 

Unter jedem Aufbau ist Mutterboden, der drückt sich über lange Zeit in den Unterbau und macht den weich. Lange heist in diesem Fall irgendwas über 20 Jahre und länger.

 

4 schichtige Ashaltdecken werden höchstens bei Autobahnen und dergleichen gemacht, für alles andere ist das zu teuer.

Klar macht der schwere LKW über die Zeit die Stassen kaputt, aber wenn man nur die Gelder die die LKW´s an Steuern und Maut ect. abdrücken "dürfen" in neue Strassen, bzw in brauchbare Reparaturen investieren würde, müssten wir uns nicht über soviele "Buckelpisten" quälen. Aber das ist ein anderes Thema :mad:


08.03.2013 14:13    |    Oetteken

Hallo Schrotti,

 

ist ja teilweise richtig, aber Du verwendest den Begriff Mutterboden und das ist definitiv falsch.

Mutterboden ist das, wo der Bauer seine Kartoffeln drin pflanzt oder Du evtl. Erdbeeren drin züchtest.

Im Straßenbau wird der Mutterboden bei Baubeginn abgeschoben, der ist nämlich wertvoll und darf nicht vernichtet werden.

Der von mir genannte Straßenaufbau ist nicht nur im Autobahnbau sondern auf Bundes- und Landstraßen der Standard.

 

Liebe Grüße

Herbert


08.03.2013 15:12    |    schrotti_999

Wenn für dich Mutterboden = Humus ist, hast du Recht. Für mich ist Mutterboden einfach der Dreck, oder auch nicht, der darunter liegt.

Kein halbwegs Intelligenter in der Baubranche wird Humus zuschütten, denn erstens ist es verboten und zweitens kann man damit Geld verdienen.

Hier in der Gegend werden Bundesstrassen und Landstrassen nur mit 3 Lagen Asphalt gebaut. Kleine Kreisstrassen 2 lagig.

Unterschichten zB aus Gemischen mit Asphaltrecycling und Zement, wie sie teilweise eingebaut werden, gehören für mich nicht zum Asphalt. Aus den 30ern existieren noch einige wenige Strassen, die einen Basaltschotter Untergrund haben, der mit "Teer" gemischt war. Sprich er ist bei einer Grundsanierung ect. ein Problem.

Da wir hier eine Kiesgegend sind, wird viel davon verbaut. Wenn durch Erdbewegungen anderweitig verwendbares Material anfällt, wird dieses eben mit Kalk eingebaut.

In den 70ern wurde hier ein Stück Autobahn durch ein Moosgebiet gebaut. Das Baumaterial war zu 98% Frostkies, der zu 1000enden Tonnen aufgeschüttet und auch in das Moosgebiet gesprengt wurde.

 

Und nun genug vom Strassenbau, denn der hat nix mit dem Kaugummi zu tun.


16.05.2013 23:42    |    lake_of_fire

@Oetteken:

 

Das innovative am Kaugummiasphalt ist, dass man ihn jahrelang wie ein Sand- oder Schotterhaufen unter freiem Himmel lagern kann, ohne dass er aushärtet. Das bringt kein anderer Kaltasphalt, Heißasphalt oder Beton. Erst im Schlagloch nach der Verdichtung härtet das Produkt aus. Im Winter produziert niemand Heißasphalt, da er bei Minusgraden nicht eingebaut werden kann. Kaugummiasphalt schon. Zudem spart man sich den Weg ins Asphaltmischwerk um sich eine Ladung auf dem Multicar zu holen. Bauhöfe können sich den Kaugummiasphalt vorrätig auf dem Hof lagern, wie sie es mit Sand und anderen Baustoffen auch tun. Und wenn dann was gebraucht wird, nimmt man sich eine Ladung mit. Fallen nach einem Arbeitstag Rester an, können diese wieder dem Haufwerk zugeführt werden und Wochen oder Monate später wieder verarbeitet werden. Ein vergleichbares Produkt gibt es nicht unter 80 weiteren Kaltasphalten in Deutschland. Da kann auch Firma Hilgers nicht mithalten.


Deine Antwort auf "Schlagloch? Nicht beim Kaugummiasphalt!"

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