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Life´s Stuff

....der Lesestoff aus unserem täglichen Autofahrer Leben!

02.03.2011 21:14    |    twindance    |    Kommentare (34)

alien-vs-predatoralien-vs-predator

Es ist wieder soweit - die Vögelein zwitschern, der brave Bürger werkelt liebevoll in seinem Vorgarten, während die Gemahlin sorgfältig Heim und Herd zum Glänzen bringt. Doch eine dunkle Bedrohung liegt über der trügerischen Idylle,

denn bedenket:

 

Es ist März!

 

Und somit erhalten die ersten Saisonkennzeichen der außerirdischen Tiefflieger-Geschwader Gültigkeit. Gleich bösartiger blutrünstiger Insekten erobern Rudel brüllender testosterongesteuerter Kampfmaschinen auf zweirädrigen Boden-Boden-Raketen das angestammte Territorium des friedlichen Automobilisten. Doch dieser ist nicht wehrlos. Die ständig lauernde Gefahr, die Ungewißheit - wann schlägt die unbekannte Lebensform unerwartet und gnadenlos zu - sie lässt den Bürger zu einem erbarmungslosen Kampfkoloss aus Tonnen von Stahl und Aluminium auf Rädern gepaart mit Standhaftigkeit unter dem Banner der Gerechtigkeit und der StVO mutieren! Und so treffen unversöhnliche Gegner auf dem asphaltierten Schlachtfeld aufeinander und ein blutiger Konflikt scheint unausweichlich..

 

Muss das sein? Sollten wir uns nicht bemühen, die Denk- und Handlungsweisen des Anderen kennen- und verstehen zu lernen? Ist es nicht erstrebenswert, aus Gegnern Partner werden zu sehen?

 

Doch ist es hierzu notwendig, die Denk-, Sicht- und Handlungsweise des Anderen zu kennen und ihr offen und tolerant gegenüber zu stehen. Darum möchten wir Euch hiermit bitten - sagt, was stört Euch an der "Gegenfraktion"? Worum bittet Ihr als Biker den PKW-Fahrer? Was erwartet der Vierrad-Fahrer vom Moppedtreiber? Wie steht der "duale" Maschinist zu den Gegebenheiten?


02.03.2011 21:53    |    Schattenparker16569

Ich hab überhaupt kein Problem mit Motoradfahrern. Klar man muss ein bishen mehr Acht geben aber die kleinen lahmen Moppeds nerven mich. Schlimmer sind jedoch die Fahrräder. Besonders hier in Berlin. Dan kann man pauschal eine Spur von jeder Straße Berlins aus der Karte streichen.

 

MEHR FAHRADWEGE IN BERLIN... oder Fahrradverbot.

02.03.2011 23:00    |    Achsmanschette47141

ich kanns als autofahrer verstehen wenn man von den motorrädern genervt ist was ich allerdings dann als mopedfahrer (simson schwalbe) nicht verstehen kann ist warum die autofahrer genau so bekloppt an den armen menschen auf ihren 50ccm mopeds vorbeiziehen. vorallem ist es mir rätselhaft warum mich autofahrer in nem 70er bereich überholen wo doch meine maschine auch 72/73kmh fährt und dann als besondere attraktion auch noch mit 30cm abstand überholen.

02.03.2011 23:12    |    Kurvenräuber48552

simsons sind ja noch okay, wenn sie in der stadt mitschwimmen können.

bei uns sind diese 25 und 45kmh mofas mode :rolleyes:

ich frag mich immer ob ich das mutig oder wahnsinnig finden soll, wenn sowas vor mir auf der umgehung mit 70 Schild zuckelt.

 

die 25er überhole ich öfter mit dem fahrrad, während sie mit unglaublichem lärm / gestank / verbrauch scheinbar auf der stelle treten.

so wie er hier ;)

http://www.youtube.com/watch?v=RBBDZgaY4kc&feature=related

02.03.2011 23:32    |    Trennschleifer29796

Worum wir Motorradfahrer bitten?

 

AUGEN AUF IM STRASSENVERKEHR !!!

 

Im Ernst, mich hätte letzte Saison fast mal einer abgeworfen, als er auf die Vorfahrtsstraße einbog. Zu Glück schrillte schon vorher meine Alarmglocke. Diese Verkehrsteilnehmerin hatte an ihrem Innenspiegel folgendes hängen:

-1 CD

-1 Diddl Maus

-1 Paar Kinderschuhe

Mich wundert, dass das die Scheibe ausgehalten hat. Und dann schaut sie mich erst entgeistert an, wo ich den nun hergebeamt kam und entschuldigte sich mit den Worten: "Ich hab Sie gar nicht gesehen ??!?"

 

Gruß,

Gerd

03.03.2011 01:44    |    Druckluftschrauber19399

@ Tigerflieger:

Ja .. ich wurde letztes Jahr auch 2x von Autofahrern, die beim Auffahren auf eine Straße nicht richtig gucken bzw ihre Spiegel nicht nutzen fast umgemäht.

2 Bekannte von mir wurden während des Überholens einer Kolonne von einem zum Überholen ausscherenden PKW erfasst. Einer ist im Graben gelandet, der andere mit 14 Tage alter Maschine ca. 100m über die Landstraße gerutscht. Kein Personenschaden (ein Hoch auf Schutzkleidung). Zum Glück fuhr hinter dem ausscherenden Auto eine Polizistin, sodass von Anfang an klar war, dass NICHT die bösen Motorradanarchos schuld waren. Die gleiche Situation nur mit glimpflichen Ausgang hatte ich ebenfalls vor 2 Jahren, wobei ich fast an die Leitplanke gedrängt wurde. Da half nur Vollbremsung & Hupen...

 

Das Problem ist, dass Motorräder (weil schmal) schwerer zu erkennen sind, als Autos und aus dem gleichen Grund auch ihre Geschwindigkeit schlecht einzuschätzen ist.

Auch das Beschleunigungsvermögen wird weit unterschätzt (der Gegenverkehr gibt mir gerne mal beim Überholen Lichthupe, obwohl nach dem Wiedereinscheren noch >50m Platz ist).

 

Was von Seiten der Autofahrer sicher zu bemängeln ist, sind Motorradfahrer auf dunklen Maschinen mit dunkler Kleidung. Sieht zwar cool aus (meine letzte Maschine war auch mattschwarz ^^), aber man muss sich bewusst sein, dass man unter bestimmten Bedingungen verdammt schlecht zu sehen ist.

Naja .. und die Fraktion der Pseudo-Ghostrider erwähne ich mal nicht. Wenn die iwo kleben bleiben, ist es meist ihre eigene Schuld .. aber ich denke, die machen unter den Verunfallten nur einen kleineren Teil aus.

 

Diese Doku hier ist recht interessant, besonders der Teil nach 2:10, wo es mal einen Perspektivenabgleich gibt.

03.03.2011 04:46    |    Achsmanschette938

Hallo und guten Morgen,

 

als Berliner Autofahrer nerven zuallererst die "sportlichen" Radfahrer, die trotz Radweg auf der ersten Fahrspur 2 Meter Abstand nach rechts zu den parkenden Autos haben; es könnte ja einer die Tür plötzlich aufreissen.

Dann aber brüllen, wenn sie wegen Gegenverkehr nur mit 20 Zentimetern Abstand überholt werden.

Fahren alle einzeln, aber sind top gestylt in ihren "sportlichen" Fahrrad-Dresses. Hupst Du den, bekommst Du eine Anzeige wg. Nötigung.

Selbst unsere Ordnungsmacht macht nix dagegen. Die haben irgendwelche Termine und fahren stur daran vorbei und wollen "bloß kein Ärger". Müsste Ordnungsmachtnix heissen.

Und es werden jedes Jahr mehr von diesen "Sportlern" auf den Hauptverkehrsstraßen.

Die glauben im Sportdress mit nackten Knien und kurzen Multifunction-T-shirts ist es eine "Sportveranstaltung" und die darf ja so fahren.

Völliger lebensgefährlicher Schwachsinn ! Moped-und Motorradfahrer haben wenigstens anständige Schutzkleidung und sind geschult.

 

Säuerlicher Gruß

03.03.2011 06:31    |    CopCar

Wenn man nicht veträumt durch die Gegend eiert und seine Umgebung wahr nimmt, hat man auch keine Probleme mit Motorradfahrern. Nein, ich fahre kein Motorrad. Und ja, diese Radrennfahrer werde ich auch nie verstehen. Was ist so geil daran mit Dieseldreck in der Lunge zwischen Autos rumzuradeln und in unübersichtlichen Kurven den Verkehr aufzuhalten?

Kauft Euch mal ein MTB und geniesst damit die Natur :D

03.03.2011 07:05    |    Mephisto735

Nun, ich kenne hier ein Paar Ecken in unserer Gegend, da stehen so einige Kreuze. Motorradfahrer! Zum einen selbst verschuldet, zum anderen unschuldig angefahren.

Man muss eins wissen, Motorradfahrer besitzen ein höheres Gefahrenpotenzial. Sie sind schwieriger zu erkennen und leider zu leicht verletzlich.

Rücksichtsvolles fahren im Straßenverkehr ist sowohl für Autos, als für MF höchste Priorität. Und das nicht nur in der Saison! Meist kommt es aber anders. Der MF fährt das erste mal im Jahr, verrückte Autofahrer gibt es immer und beide treffen sich leider zu oft unglücklich. Habe mal gehört, am Anfang einer Motorradsaison passieren mehr Unfälle, als im Hochsommer? Kann das jmd. bestätigen?

 

Es wird oft erwartet, der Autof. habe in dieser Zeit besonders zurückhaltend zu fahren. Aber liebe Mopedfahrer, dass erwarte ich von euch auch. Mal kein wahnsinniges Kurvenschneiden, mal nicht auf einem Rad über die Bundesstraße und bitte gesittete Überholmannöver. Das ist das, was wir brauchen.

 

mep

03.03.2011 07:09    |    TWINPIN

Moin Gemeinde!

 

Ich fahre seit meinem 16. Lebensjahr Mopped, begonnen auf Simson Schwalbe und MZ TS 150. Seit 11 Jahren nen großen V-Twin. Mein Fahrstil würde ich eher als defensiv bezeichnen. (Hab schließlich Frau und Kind!)

Ich hab schon einige brenzlige Situationen mit Dosen-Fahrern erlebt, wo ich das Gefühl hatte, die wußten nicht, was sie tun. Völlig neben der Spur. Absolut ignorant und sich dessen nicht bewußt, daß Motorrad-Fahrer nunmal keine Knautschzone besitzen. Da wird bei Rot über die Ampel gefeuert, wie bekloppt überholt und, und, und. Da fehlen einem die Worte! (Vom Kippe-aus-dem-Fenster-schmeißen oder Scheiben-Wisch-Wasch red ich gar nicht erst!) Allerdings gibt es mindestens genauso viele Hirnis auf 2 Rädern. Nach dem Motto "Zündung an - Hirn aus" wird ein Fahrstil an den Tag gelegt, als gäb's kein Morgen! Da werden die Motorräder zu Waffen.

Und noch was zu den Mopeds / Mokicks / Rollern / Scooter: Alles nicht schlecht für's Innenstadt-Gewusel, aber wer hat diese bescheuerte Regelung mit den 45 Km/h erfunden ??? Da kann man nur überholt werden. So'n Scheiß! Ich frag mich, wie wir zu DDR-Zeiten die "halsbrecherischen" 60 Km/h auf unseren Simsons überlebt haben. Da läuft's mir heut noch kalt den Rücken runter! (Zynismus-Modus - Aus!)

 

Grüße und allzeit unfallfreie Fahrt!

03.03.2011 07:32    |    Mephisto735

Zitat:

So'n Scheiß! Ich frag mich, wie wir zu DDR-Zeiten die "halsbrecherischen" 60 Km/h auf unseren Simsons überlebt haben.

Hatte damals noch geschummelt. Mein Simson Roller lief über 70 und war eine Waffe:D:cool:

 

mep

03.03.2011 07:39    |    TWINPIN

Zitat:

Zitat:

...

Hatte damals noch geschummelt. Mein Simson Roller lief über 70 und war eine Waffe:D:cool:

 

mep

.

 

RRRRRRESPEKT !!! :cool:

03.03.2011 09:55    |    Batterietester135750

Mich stören Zweiradfahrer, die bis auf wenige Zentimeter auffahren. Da habe ich immer Angst, dass bei einer scharfen Bremsung meinerseits der Hintermann plötzlich in hohem Bogen vor mir landet ...

Nicht, dass es nicht auch massenhaft Vierradfahrer gäbe, die das mit dem Sicherheitsabstand nicht so genau nehmen, aber mangels Motorhaube scheinen viele Moppedbesitzer eine ganz andere Einschätzung von Distanzen zu haben und gerade ohne diese Knautschzone und mit nur zwei schmalen Rädern erwarte ich eigentlich mehr Vorsicht.

03.03.2011 10:27    |    waidlerNr2

Soll man das hier nun nutzen um abermals über die Gegenseite herzuziehen oder worum geht es?

Da gibt es einige Motorradfahrer die ruhig auch mal mit dem Fehlverhalten von anderen rechnen könnten wenn sie mit 200 über die Landstraßen huschen....... und Autofahrer denen es nicht schaden würde mal eine Runde mit nem Bike zu drehen um das fremde Wesen besser kennen zu lernen.

Es gibt hier wie dort Schnarcher, Geisteskranke und die denen der Andere völlig Gleichgültig ist.

Man sollte einfach das Hirn einschalten, egal mit welchem Vehikel man am Straßenverkehr teilnimmt. ;)

03.03.2011 10:29    |    Trennschleifer29796

@Mephisto735

 

Zu Beginn der Motorradsaison gibt es die meisten Unfälle, das ist leider richtig. Gründe gibt es genügend, auf beiden Seiten. Einerseits wollen sich die Saisonfahrer nicht eingestehen, dass man in 5 Monaten einrosten kann, was das Fahren angeht und daher wie sonst auch loslegen. Aber auch die Autofahrer müssen sich erst wieder an die verstärkte Präsenz der Motorradfahrer im Straßenverkehr gewöhnen. Aber leider ist es immer noch so, dass etwa 3/4 aller Motorradunfälle auf Verschulden des Unfallgegners zurückzuführen sind. Wir Motorradfahrer könnten diesen Schnitt aber auch durch Mitdenken und defensivere Fahrweise drücken und die Gesamtzahl der Unfalltoten mindern.

Ausserdem kommt die Politik bei solchen Zahlen nur auf dumme Gedanken, beispielsweise die Pflicht der Warnwesten bei Tag.

 

Gruß,

Gerd

03.03.2011 10:36    |    Lewellyn

Wenn ich Auto fahre, nerven mich Motorradfahrer eigentlich nie. Wenns irgendwie machbar ist, lasse ich sie vorbei. Dafür werde ich auf unübersichtlichen Strecken sogar auch mal langsamer, blinke rechts und fahre ganz rechts. Ja, ohne das mir ein Zacken aus der Krone fällt.

 

Neben den ganzen Unaufmerksamen stoße ich hin und wieder auf eine ganz besondere Spezies Autofahrer: Den Kampflinienfahrer. "Du kommst hier nicht vorbei" scheint sein Motto zu sein Dafür fährt er möglichst Strassenmitte, wechselt häufig die Linie, zieht in Kurven schon mal auf die Gegenspur, damit er dem blöden Moppedfahrer mal zeigen kann, wer der Herr auf der Strasse ist. dabei fährt er sichtlich am Rande seiner Möglichkeiten, während man sich hinter ihm langweilt.

 

Noch hinterfotziger sind die Überholrennenfahrer. Während sie eher langsam durch die Gegend gondeln, warten sie auf einen auflaufenden Motorradfahrer, der dann nichtsahnend zum überholen ansetzt, während der freundliche Autofahrer den Kickdown betätigt und seine 500Nm freiläßt. Plötzlich hängt man dann auf der Überholspur fest und weil man nicht damit gerechnet hat, muss man entweder erstmal 2 Gänge runterschalten oder gar das Überholmanöver abbrechen, weil die nächste Kurve schon naht.

03.03.2011 11:40    |    Turboschlumpf19181

Ich mag's, in dem Vergleich das Alien zu sein. :-D

 

Ich versteh schon, dass die Dosentreiber uns quasi nicht sehen, die haben ja mehr Säulen als Scheiben. Im Prinzip hab ich nur zwo Wünsche:

 

- Platz lassen, damit wir locker vorbei kommen. Das heißt nicht mit dem linken Rad auf dem Mittelstreifen fahren (egal ob nun auf der Landstraße oder vor ner Ampel), in Autobahnbaustellen nicht die linke Spur hinter'm LKW blockieren an dem man nicht vorbei kommt und wenn man nicht überholen will, dann doch bitte so viel Abstand zum Vorausfahrenden lassen, dass wir bei Bedarf rein fahren können ohne drängeln zu müssen.

- Pünktlich die Fahrtrichtungswechsel anzeigen. Wenn ihr vor'm Überholen und vor'm Spurwechsel rechtzeitig das Vorhaben anzeigt, dann kümmer ich mich schon drum, genau dann an einer anderen Stelle zu sein.

 

 

Wenn wir durchgelassen werden und wissen was ihr gleich macht, gibt's eigentlich nie Probleme.

03.03.2011 12:02    |    twindance

 ? 03.03.2011 10:27 | waidlerNr2

Soll man das hier nun nutzen um abermals über die Gegenseite herzuziehen oder worum geht es?

Da gibt es einige Motorradfahrer die ruhig auch mal mit dem Fehlverhalten von anderen rechnen könnten wenn sie mit 200 über die Landstraßen huschen....... und Autofahrer denen es nicht schaden würde mal eine Runde mit nem Bike zu drehen um das fremde Wesen besser kennen zu lernen.

Es gibt hier wie dort Schnarcher, Geisteskranke und die denen der Andere völlig Gleichgültig ist.

Man sollte einfach das Hirn einschalten, egal mit welchem Vehikel man am Straßenverkehr teilnimmt.

 

------------

 

Hallo waidlerNr2

 

Zuerst danke für Deine 2 letzten Sätze - diese kann wohl jeder mit gutem Gewissen unterstützen.

 

Dein Einführungssatz soll nicht unkommentiert bleiben - auch für diesen danke ich Dir, da er eventuelle Missvertändnisse aufzeigt.

NEIN - es geht nicht um abledern, herziehen, beschimpfen oder Schuldzuweisung. Es geht allein darum, dem Gegenüber den eigenen Blickwinkel, das eigene Verhalten sachlich zu erläutern - damit dieser es verstehen, nachvollziehen und künftig im eigenen Verhalten berücksichtigen kann.

 

Ich persönlich fahre seit 30 Jahren Motorrad, aber erst seit 20 Jahren PKW (halt gelernter DDR-Bürger ;)). Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ein NUR-PKW-Fahrer beim Anflug eines Bikes denkt, reagiert, empfindet. So wie ein guter Schwimmer gern in die Ostsee springt und den schlotternden Nichtschwimmer einfach nicht versteht......

03.03.2011 12:07    |    Schattenparker16569

Ich bekenne mich ich fahr zu schnell... wie 90% der Berliner Fahrer.

Wenn der Verkehr mit 60km/h fließt dan sollte man nicht so streberisch sein und gefälligst mitziehen. Verhindert Stau und Unfälle wegen Überholvorgängen.

Dass Roller nur 45km/h fahren dürfen halte ich für absoluten Schwachsinn!

Würde ein Roller wenigstens 60 ziehen würde er sich ideal in den Verkehr einbinden und nicht den Verkehr lähmen.

 

Motoradfahrer sind meinerseits nicht unbeliebt. Man wird eher neidisch, wenn im Stau ein Fahrer sich zwischen den Autos durchschlängelt.

Lahm sind sie auch nicht und wenn man die Augen auf hat übersieht man sie auch nicht.

Um kein Risiko einzugehen lasse ich für Motoradfahrer immer genauso viel Platz wie für ein PKW, egal in welcher Situation.

 

Eine wirkliche Plage sind Berliner Radfahrer. Nicht, dass sie meist nicht wissen welche Rechte sie haben, sondern dass sie auch Fußgänger gefährden.

Eine Radfahrerin habe ich mal abends auf einem Parkplatz in die Seite erwischt. Ich fuhr am Parkplatzrand (Rechts von mir Bäume und Büsche, kein Weg) da kam sie ohne Licht aus dem Gebüsch gefahren. Hab zwar gebremmst aber wegen nasser Fahrbahn habe ich sie mit 10km/h auf die Motorhaube gelegt. Schmerzhafter war allerdings ihr Aufprall auf dem Boden, der mit Streugut berieselt war.

Erstaunlicherweise hat sie ihre Schuld eingesehen und sich entschuldigt. Auser, dass ihr Fahrad kaputt war und sie sich den Elenbogen gestoßen hat, ist ihr nichts passiert. Ich hatte ein paar leichte Spuren in der Motorhaube. Wir haben uns darauf geeinigt, dass ich sie 2km nahaus fahre und es dabei bleibt.

Mir wars nur recht, den als Autofahrer bekommt man immer die Schuld.

Trotzdem mache ich immer um Radfahrer einen ganz großen Bogen.

Deswegen nochmal:

MEHR RADWEGE FÜR BERLIN!

03.03.2011 12:20    |    Schattenparker16569

Zitat:

Ich persönlich fahre seit 30 Jahren Motorrad, aber erst seit 20 Jahren PKW (halt gelernter DDR-Bürger ;)). Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ein NUR-PKW-Fahrer beim Anflug eines Bikes denkt, reagiert, empfindet. So wie ein guter Schwimmer gern in die Ostsee springt und den schlotternden Nichtschwimmer einfach nicht versteht......

Ich fahre einfach weiter, wie bisher. Der Motoradfahrer wird sich schon selber was denken wie er micht am bessten überholt. Wenn ich panisch anfange zu bremsen oder zu beschläunigen verwirrt das nur den hinter mir. Wenn er dan sich entschließt zu überholen schaue ich ob er gefahrlos vorbei kommt oder ich ihm etwas entgegen kommen muss und meine Geschwindigkeit drossel.

Ich denke, dass ist der sicherste Umgang mit dieser Situation.

Weit rechts Fahren und dem Motoradfahrer Platz machen und Bremsen ist vieleicht nett allerdings meiner Meinung nach unangemessen.

1. Man könnte Schlaglöcher oder ähnliches erwischen

2. Wenn die Situation trotzdem so ist, dass der Fahrer nicht überholen kann und durch mich dan auch noch ausgebremst wird ist das dan nur eine unnötige Gefahrsituation.

03.03.2011 12:22    |    WorldEater666

Die Punkte von Lewellyn sind schonmal gut, da schließe ich mich an.

 

Ansonsten, liebe Autofahrer: An Kreuzungen, auch außerorts, bitte 2mal gucken! Wenn da ein Licht kommt, kann das ein 50er Roller sein, aber auch eine kompakte Sportmaschine mit doppelter Geschwindigkeit! Wenn dann die Geschwindigkeit falsch eingeschätzt wurde knallts im schlimmsten Fall.

 

Und damit meine ich nicht sowas: http://www.myvideo.de/watch/7284141/Beinahecrash_Motorrad_vs_Auto

 

Der Typ mit seiner Sportmaschine hat nämlich weitaus mehr Glück als Verstand...

03.03.2011 12:39    |    Turboschlumpf13057

Moinsen,

als "nur" Autofahrer, bin ich mit der Bikerfraktion eigentlich sehr zufrieden!

 

Im Gegensatz zu so manchem Autofahrer betätigt sich die Moppedfraktion nämlich dakenswerterweise höchst selten als Mittelspurschleicher/Linksspurblockierer auf der Autobahnen.

 

Zudem sind die meisten Biker auch in der Lage Überholmanöver ZÜGIG abzuschliessen, bzw. aus Ortschaften anständig herauszubeschleunigen.

Auch ist die Qute notorischer Oberlehrer/Verkehrserzieher, Rechthaber bei der Zweiradfraktion verschwindend gering.

 

 

Eine Bitte habe ich dennoch, wenn ihr Kurven in sportlicher Gangart angeht, bitte Gegenverkehr und Schräglage beachten! Ich hatte da letztes Jahr eine beinahe Kollision.

03.03.2011 12:43    |    waidlerNr2

Twindance schrieb:

Zitat:

NEIN - es geht nicht um abledern, herziehen, beschimpfen oder Schuldzuweisung. Es geht allein darum, dem Gegenüber den eigenen Blickwinkel, das eigene Verhalten sachlich zu erläutern - damit dieser es verstehen, nachvollziehen und künftig im eigenen Verhalten berücksichtigen kann.

Viele Beiträge gehen aber leider schon wieder in diese Richtung. Wenn ich den belehrenden Ton mancher Verkehrsteilnehmer hier schon wieder lese stellen sich mir die Nackenhaare auf.

Meiner Meinung nach geht es nicht um Autofahrer gegen Biker und ein generelles Fehlverhalten als solches, sondern um die Selbstverständlichkeit und Rücksichtslosigkeit mit der manche Leute ihre Boliden von A nach B steuern. Ein rücksichtsloser Autofahrer wird mMn. auch ein solcher Motorradfahrer sein und umgekehrt. Ich genieße das Biken eigentlich noch mehr als das Autofahren und verstehe null komma null warum manche sich auf Gedeih und Verderb an den Autos vorbeidrücken müssen wenn ein paar hundert Meter weiter doch eh wieder eine Stelle kommt an der ich ganz entspannt überholen kann.

 

Aber bevor ich mich jetzt auch wieder reinsteigere, freu ich mich lieber auf April dann gehts wieder los. ;)

03.03.2011 12:44    |    Lewellyn

Überlebensregel für Motorradfahrer:

 

"Immer so fahren, dass Du Dir selbst entgegenkommen kannst."

03.03.2011 12:51    |    Spannungsprüfer12603

Ich bin kein Motorradfahrer. Aber den Beginn der oben angesprochenen Saison sehe ich mit gemischten Gefühlen. Als geschützter Autofahrer sehe ich zwar keinen Grund Angst zu haben, aber es wundert mich schon, wie es für einige zweirädrige Zeitgenossen scheinbar keine Verkehrsregeln zu geben scheint.

 

Da fahren sie mit 100 km/h durch die Innenstadt und mit 200 km/h über Landstraßen, und das ist leider keine Seltenheit. Oft hört man sie auch beim spazieren Gehen schon über zig Kilometer hinweg, wenn ihre Motoren aufbrausen, als ob irgendwo in der Ferne ein Rennen veranstaltet wird. Und von waghalsigen Überholmanövern mal ganz zu schweigen. Und immer wenn es gutes Wetter gibt, werden nach den Wochenenden zig weitere von der Straße gekratzt. Und da sind noch nicht einmal die Autofahrer dran beteiligt. Nein, die Hornissen legen sich auch gern in kurvigen Straßen mit Leitplanken und anderen Hindernissen an, die gerade mal im Weg gestanden haben. Da bin ich froh, nicht derjenige zu sein, der die Teile aufsammeln muss.

03.03.2011 13:02    |    Andy_bln

Es sollten wohl beide Parteien besser aufpassen! Und als Mototradfahrer muss man ständig damit rechnen, dass ein Autofahrer träumt und einen übersehen könnte! Man ist als Motorradfahrer nunmal das schwächere Glied. Und notfalls gibts einen Tritt in die Tür oder gegen den Spiegel. :rolleyes:

03.03.2011 13:03    |    Turboschlumpf19181

Zitat:

Überlebensregel für Motorradfahrer:

 

"Immer so fahren, dass Du Dir selbst entgegenkommen kannst."

Mit der Überlebensregel würde ich aber ständig in der linken Front entgegenkommender PKW stecken.

03.03.2011 13:11    |    Reifenfüller38049

Klar gibt es Motorradfahrer, die "mit 100 km/h durch die Innenstadt und mit 200 km/h über Landstraßen" düsen. Aber zum Glück doch die Minderheit.

 

Der deutsche Durchschnitts-Motorradfahrer ist über 40, Familienvater in der Midlifecrisis, und hat einiges zu verlieren. Von daher siegt üblicherweise der Selbsterhaltungstrieb des Fahrers über den Spaß am Geschwindigkeitsrausch.

 

Also, gönnt den Jungs (und Mädels) den Spaß, und fahrt einfach noch ein bisschen vorsichtiger als ihr es sicher ohnehin immer macht.

 

Herzlichst, Dolce

03.03.2011 13:22    |    Turboschlumpf27448

Am schlimmsten sind die Motaradfahrer die einem in den Kofferrraum krichen, wie bescheuert überholen und auf der sich anschließenden Landstraße den Verkehr behindern mangels Ortskenntnis...

 

Grüße

03.03.2011 13:54    |    riedochs

Solange sich die Motorradfahrer an die Spielregeln halten habe mit denen kein Problem. Auf der Autobahn langt es ja meist schon etwas platz zu machen (Spurwechsel ist normalerweise nicht nötig) und schon können dir vorbei. Wich werde aber für keinen Kamikaze irgendwelche riskanten Manöver unternehmen, das ist dann (un)natürliche Auslese. Wobei gefühlt die Anzahl der Gehirnamputierten die letzten Jahren abgenommen hat.

04.05.2011 14:29    |    Multimeter4695

Zur Schlacht gehörn immer 2.

Wenn einer zurückzieht is die Schlacht vorbei, ehe sie angefangen hat.

Ich fahr selber wie Drecksau, hatte aber noch nie ne Schlacht. Feddisch!

04.05.2011 14:47    |    Andy_bln

Doof finde ich Autofahrer, die einem im Stau nicht vorbei lassen. Die sind nur sauer, dass andere eher zu Hause sein können...

 

In vielen Städten gibt es Busspuren. Wenn man diese für Mopets und Motorräder freigeben würde, würden sicherlich viele (wenn auch nur im Sommer) auf Roller umsteigen und schon wären die Städte nicht mehr ganz so doll verstopft :)

04.05.2011 16:01    |    twindance

Ich möchte aber auchmal eine Lanze für die Vierrad-Fraktion brechen. Oft verhalten sich deren Fahrer nicht nur tolerant, sondern schon zuvorkommend, fahren weit rechts, um das Überholen trotz durchgezogener Linie zu ermöglichen. Ist mir in den letzten Wochen verstärkt aufgefallen.

 

Meistens klappt das friedliche Miteinander, wollen wir uns bemühen, dass es so bleibt.

04.05.2011 16:53    |    Andy_bln

ja nette Autofahrer gibts wirklich viele. Aber das sind sicherlich auch alle Biker ;)

28.12.2022 19:52    |    HoJ

Ich bin Auto als auch 50er Roller-Fahrer. Fahrrad fahre ich auch.

 

Was mir sehr störend auffällt:

Hauptverkehrsstraße/Vorfahrtstraße, an beiden Seiten sind Wege, auf denen Fahrradfahrer legal fahren dürfen. Jedoch erlebe ich leider immer wieder, dass Fahrradfahrer dann auf der Straße fahren und damit den ganzen Verkehr ausbremsen auf ca. 18-20 km/h. Da diese Straße einspurig ist, besteht bei Gegenverkehr, wenn man den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand zugrunde legt, ein De-Facto Überholverbot.

 

Ich finde dieses Verhalten von den Radlern sehr rücksichtslos gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern. Aber selber bestehen die Radfahrer auf Rücksichtnahme. Wäre es nicht auch rücksichtsvoll gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern, nicht auf der Straße zu fahren, sondern auf den Wegen, wo es auch viel sicherer ist ? Daher habe ich mit dem ADFC und seiner Forderung, dass Fahrräder grundsätzlich auf die Straße gehören heftigste Bauchschmerzen, und halte eine Radwegsbenutzungspflicht wie beim Elektrokleinstfahrzeug für dringend geboten.

 

Rücksichtnahme beruht meines Erachtens auch auf Gegenseitigkeit.

 

on den Autofahrern wünsche ich mir mehr Gelassenheit gegenüber den Kleinkrafträdern, die ja leider nicht schneller fahren dürfen als die realitätsfernen 45 km/h.

Deine Antwort auf "Alien vs. Predator - die Schlacht auf deutschen Straßen!"

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Artikel beruhen auf unserer Fantasie, Erfahrungen und Meinungen.

Sie sind selten ein reines "Solo-projekt".

Geschrieben wird über vieles, dem Stoff des alltäglichen Lebens eben.

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vergeben. So diskutiert über unsere Artikel, kritisiert unsere Ansichten und

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Auch wir drei Autoren haben manchmal unterschiedliche Ansichten zu einigen

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(Popular Mechanics, forecasting the relentless march of science, 1949)

 

Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber

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(Arthur Schoppenhaür, dt. Philosoph, 1788-1860)

 

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(Rene Descartes, fr. Mathematiker u. Philosoph, 1596-1650)

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Twindance ist Mit-Blogautor und MT- Moderator. Ein Motorradfahrer "durch und durch".

Mit Themen aus dem Zwei - und Vierradbereich, möchten wir unseren Blog

weiterhin interessant für euch gestalten. Themen rund um das Leben

kommen auch weiterhin nicht zu kurz. Wie immer freuen wir uns über

Diskussionen unserer Artikel eurerseits.

 

Euer Blog-Autorenteam