Die spätere Automobilmarke „Audi“ hatte ihre Anfänge im Jahr 1899, als der deutsche Maschinenbauingenieur August Horch in Köln das Automobilunternehmen A. Horch & Cie gründete. Zwei Jahre später kam das erste Auto auf den Markt und das Unternehmen ging an die Börse. 1909 verließ August Horch das Unternehmen nach einem Streit mit dem Aufsichtsrat und gründete die August Horch Automobilwerke GmbH in Zwickau. Aufgrund eines Rechtsstreits um den Namen Horch musste er sein Unternehmen umbenennen und wählte dazu die lateinische Übersetzung des Wortes Horch (= Imperativ von Horchen = Hören): Audi, angeregt durch den Vorschlag eines 10-jährigen Jungen.
1910 kam das erste Fahrzeug mit dem Markennamen Audi auf den Markt. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten schloss sich Audi 1932 mit den Automobilmarken DKW, Horch und Wanderer zur Auto Union AG mit Sitz in Chemnitz zusammen. Symbolisiert wurde der Zusammenschluss dieser vier Automarken durch die vier Ringe – auch heute noch das Logo der Marke Audi.
Nach dem zweiten Weltkrieg, währenddessen die Auto Union AG nur Rüstungsgüter produzierte, wurde das Unternehmensvermögen durch die sowjetische Besatzung enteignet und die Auto Union AG aus dem Handelsregister gelöscht. Ein Jahr darauf wurde allerdings das Automobilunternehmen neu gegründet, diesmal in Form einer GmbH - der Auto Union GmbH - und produzierte unter dem Markennamen DKW. Ende der 50er Jahre wurde das Unternehmen zunächst als Tochterunternehmen in die Daimler-Benz AG aufgenommen, sieben Jahre später aber bereits an die Volkswagen AG verkauft. Im Besitz der Volkswagen AG wurden die Fahrzeuge wieder unter dem Namen Audi produziert und mit dem Vier-Ringe-Logo versehen. Ende der 60er Jahre fusionierte die Auto Union GmbH mit der VW-Tochter NSU AG Neckarsulm zum Unternehmen Audi NSU Auto Union AG mit Sitz in Neckarsulm. Neckarsulm ist auch heute noch der Standort des zweiten Audi-Werks.
Im Jahre 1985 wurde das Unternehmen in den heutigen Namen Audi AG umbenannt, Ingolstadt ist seitdem Unternehmenssitz. Seit 2000 bildet Audi zusammen mit Seat und Lamborghini die Audi-Gruppe im Volkswagen-Konzern. Volkswagen ist weiterhin 99 prozentiger Anteilseigener der Audi AG. Die restlichen Anteile befinden sich in Streubesitz. Vorstandsvorsitzender seit 2007 ist Rupert Stadler.
Heutzutage gehören Sportwagen, Limousinen, Kombis, Cabrios, Roadster und Offroader zu den unter der Marke Audi vertriebenen Fahrzeugen.
1968 wurde der erste Audi 100 auf den Markt gebracht, wobei die Zahl 100 die PS des Autos angab. Im Jahre 1980 brachte Audi dann mit dem Audi Quattro das erste Sportcoupé mit permanentem Allradantrieb heraus. 1983 war Audi der erste Fahrzeughersteller in Deutschland, der eine allgemeine Betriebserlaubnis für Katalysatoren in seinen Autos bekam. 1985 brachte Audi das erste Auto mit vollverzinkter Karosserie auf den Markt - einen Audi 100 – und ging im gleichen Jahr damit noch in Großserie. Bereits drei Jahre später stieß Audi erstmals in das Oberklassensegment vor und brachte mit dem Audi V8 die erste Oberklassenlimousine mit permanentem Allradantrieb heraus. Die erste Serienlimousine mit selbstragender Aluminiumkarosserie, dem Audi Space Frame (ASF), kam 1994. Ebenfalls Mitte der 90er produzierte Audi sein erstes Kompaktklassen-Modell: den Audi A3. 2006 folgte mit dem Audi R8 der erste Mittelmotorsportwagen, den Audi als Serienauto für den normalen Straßenverkehr entwickelt hatte.
Im Motorsport ist Audi seit den 30er Jahren sehr erfolgreich. 1981 war Audi die erste Marke, die im Motorsport den Allradantrieb einsetze. 2006 gelang es Audi als Erstem, beim 24 Stunden Rennen von Le Mans einen Sieg mit einem Dieselantrieb zu erzielen.
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