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Zeitungsbericht v. 01.12.2017 - TÜV, Millionen Kfz-Halter manipulieren die AGR-

VW Lupo 6X/6E
Themenstarteram 1. Dezember 2017 um 16:21

Hallo,

hier ein Zeitungsartikel der Aachener Zeitung, Titelblatt, vom 01.12.2017. Dieser Bericht spricht mir aus der Seele.

Vielleicht war es eine Reaktion darauf, dass ich zum Thema - Stickoxyde und Manipulation an den mit AGR ausgerüsteten Fahrzeuge - in der Vergangenheit einige Leserbriefe in verschiedenen Zeitungen geschrieben habe. Diese habe ich auch meinem Freund, Prüfingenieur beim TÜV-Rheinland, natürlich zu lesen gegeben.

Kann sein, muss nicht sein, dass er dies weiter gegeben hat. Er lächelt nur immer wenn ich ihn darauf anspreche.

Ich weis nur, dass die Fahrzeuge welche mit einem - NOx - Speicherkatalysator - ausgerüstet sind, auf Einhaltung der Werte geprüft werden. War selber bei einer solchen Prüfung schon dabei.

In den Foren habe ich schon viele Male auf solche Manipulationen hingewiesen, das sind ganz einfach Straftatbestände. Es gibt User welche sich mit solchen Straftaten in den Foren brüsten. Nicht mehr lange, habe ich erfahren.

Gruß Hans

Agr-tuev
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5 Antworten

Mit so einem Mist müssen wir uns nicht mehr herumschlagen wenn die E-Autos durchschlagen :)

Schätze noch 2-3 Jahre dann sind Eelektroautos billiger als Verbrenner. Wenn denn die freie Marktwirtschaft nicht wie früher manipuliert wird...

Ich vermute in den meisten Fällen wird die AGR auch deaktiviert weil die Sachen technisch nicht ausgereift sind und immer wieder Ärger machen. Ich habe kürzlich mit dem Meister einer KFZ Werkstatt von Opel geredet und dieser sagte mir dass Sie jeden Tag Fahrzeuge in Reparatur haben bei denen die AGR verrusst ist und es zu Problemen in der Motorsteuerung kommt (Abgaswarnleuchte). Die Reparaturen liegen teilweise bis zu 1000€ weil die Ventile nur umständlich auszubauen sind bzw.bei Ersatz teilweise bis 600-700€ kosten.Er sagte mir AGR Probleme sei mit Einführung Euro 4 ein Dauerbrenner, da verstehe ich den ein oder anderen schon der kein Geld hat für diese kostspieligen Reparaturen.

VG Jürgen

Themenstarteram 1. Dezember 2017 um 22:23

Hallo,

das mit den E-Pkws wird sicher noch 2 - 3 Braukohle-Kraftwerke auf den Plan rufen. Heute raten die Experten schon darüber wie die hochgiftigen und brisanten Batterien zu entsorgen sind. Gorleben hat bestimmt noch Platz dafür.

Die Millarden-Story - VW und die Stickoxyde - hat den Ursprung darin, dass selbst VW vor einigen Jahren noch im Ersatz-Teil-Katalog Platten führte, welche das AGR außer Betrieb setzten. Die amerikanischen Ingenieure sind bestimmt nicht blöd und haben diese Situation ausgenutzt. Die USA waren und sind in der Diagnose-Technik für Verbrennungsmotoren nicht umsonst führend in der Welt.

Die Abgasrückführung ist hauptsächlich durch die kraftstoff-sparende Bauweise der Motoren entstanden.

Das sind dann insbesondere solche Motoren welche für einen geringeren CO und HC Ausstoß ausgelegt sind. Stickoxyde, NOx, in Verbindung mit Wasser bilden die gefährliche Salpetersäure. Der saure Regen beinhaltet Salpetersäure und ist für den menschlichen und tierischen Organismus äußerst schädlich. Sterben jedes Jahr viele tausend Menschen dran.

Aus dem Grunde stuft die Justiz Manipulationen an der AGR als Straftat ein.

Durch die höheren Verbrennungstemperaturen erhöhen sich die Stickoxyde um ein Vielfaches. Um die Verbrennungstemperaturen zu senken wird den Motoren im Ansaugtrakt verbranntes Abgas, vom MSG dosiert, zu geführt. Abgas wird in der Größenordnung, je nach Motor, bis zu 40 % rückgeführt.

Durch die Rückführung von verbranntem, sauerstoffarmem Abgas wird die Verbrennungstemperatur erheblich abgesenkt .... je niedriger die Verbrennungstemperatur je weniger Stickoxyde entstehen bei der Verbrennung. Das ist das Ziel, auch heute noch.

Dazu kommt noch, dass die AGR nur im Teillast-Bereich erfolgt, also nicht im Leerlauf und erst recht nicht bei Voll-Last, bei letzterem würde der Motor keine Leistung mehr bringen und nur noch schwarz qualmen.

 

Was bringt also die AGR aus dem Tritt. Da das AGR-Ventil, beim Lupo wassergekühlt, voll im Abgasstrom eingebunden ist, kommen am Kegelventil auch oder fast nur, insbesondere bei den " Blei-Fuß-Fahrern ",

unverbrannte Kraftstoff-Anteile, halb verbrannte Motoröl-Anteile, Verbrennungsruß, Kondensate usw vorbei. Diese lagern sich ab und bauen sich auf, bis das Kegelventil, elektrisch durch Impulse vom MSG auf ein Magnetventil gesteuert, unbeweglich wird.

Das im AGR vorhanden Potentiometer mit dem Kegelventil mechanisch gekoppelt, meldet dem MSG eine

Position, welche dann kurz gesagt, eine Störung ausmacht und die Motorsteuerung versucht auszugleichen. Geht aber nicht weil das Ventil festhängt. Die MIL leuchtet auf und der Halter des Fahrzeuges flucht z.B. auf VW, weil der Motor nicht mehr richtig läuft.

Wie kann man dem entgegen wirken:

0.) Motor mit niedrigen Drehzahle warm fahren, bei hohen Drehzahlen ist viel "Schmutz" im Abgas

1.) Vollgasfahrten vermeiden

2.) Kurzstreckfahrten, wegen der Kondensate im Motor und letztlich im Abgas, vermeiden.

3.) Nur hochwertige Motoröle fahren ( Vollsynthetik )

4.) rechtzeitige Ölwechsel, insbesondere bei viel Kurzstrecken-Betrieb.

Um es abzukürzen. Vor wenigen Wochen hatte ich die Kupplung etc. am Lupo gewechselt. Bei dieser Gelegenheit hatte ich das AGR-Ventil mal abgeschraubt und nach gesehen. Es war rückstandsfrei und sauber .... hatte ich fürs erste mal nicht vermutet ( erstes AGR-Ventil, bisher 107.000 Km gelaufen ). Da habe ich aber schon verdreckte AGR-Ventile gesehen, da konnte man nur mit den Kopf schütteln.

Fazit: Eine saubere Verbrennung lässt ein AGR-Ventil recht lange leben. Dazu gehört die elektrische Zündung mit all ihren Komponenten, die Verbrennungsluft mit all ihren Komponenten und ebenfalls auch die Fahrweise.

Gruß Hans

 

 

 

 

Hallo,

auch ich hatte am Lupo schon Probleme mit dem AGR. Der Ausbau ist leider etwas kompliziert. Das Ventil war total verkokst und nicht mehr gangbar, wir haben es mit Glanzrußentferner für Kamine wieder wie neu bekommen.

@ Hans:

Leider ist es mit einem Lupo mit strammen 50 PS recht schwierig, sich im Teillastbereich zu bewegen. Logischerweise muß ich das arme Autochen meist am Limit (Vollgas (Haha..)) beim Beschleunigen usw. bewegen. Wenn das AGR das nicht aushält, ist die Technik wohl nicht so ganz ausgereift.

An meinem Land Rover mit 5 Zylinder, 2,5 l Diesel, mußte ich das AGR mal stilllegen. Ich dachte, ich träume und mir hätte jemand einen nagelneuen Motor eingebaut: Läuft sehr viel "ruhiger und geschmeidiger" (na ja, für einen alten Diesel), hat spürbar mehr Leistung und der Verbrauch ging um etwa einen halben Liter zurück. Toller Fortschritt, so´n AGR!

Ist denke ich für keinen Motor wirklich gut, den alten Dreck nochmal durchzuschicken.

Grüße

Win

PS: Natürlich habe ich das AGR in den Land Rover wieder eingebaut. Ganz ehrlich.......

Themenstarteram 9. Dezember 2017 um 12:59

Hallo Win,

bei Voll-Last ist und bleibt das AGR-Ventil geschlossen. Das Motorsteuergerät, das Gehirn des Motors, gibt dann keine Impulse zur Öffnung der mechanischen Teiles der Abgasrückführung. Ebenso ist im Leerlauf.

In beiden Fällen, wäre trotz bester Verbrennung und Abgasrückführung kein ordentlicher Motorlauf möglich.

Das an dem mechanischen Kegelventil die Abgase vorbei geführt werden, dürfte wohl einleuchten. Das heißt doch nichts anderes, im Abgas sind Rußpartikel ( schlechte Verbtrennung ),. Ölrückstande welche an sich nicht dahin gehören, verbrennen nur halb, Motoröl im Verbrennungsraum ( schlechte Verbrennung, dann entsteht wieder mehr Ruß ) ......... warum, dass liegt garantiert nicht am AGR-Ventil sondern an anderen Komponenten und Betriebsweisen des Motors. Wo lagern sich die Verbrennungsrückstände ab .... überall bis hin zum Endrohr.

Einen Augenmerk verdient das Endrohr, wenn dieses schwarz und rußig ist oder sogar ölig ist, ist ein mehr von diesen Verbrennungsrückstände im und um dem mechanischen Kegelventil und in ganzen Motor einschl. der Abgasanlage abgelagert. Ich kann es nur nochmal wiederholen .... dies ist nicht ein Problem des AGR-Ventils. Dies soll und darf im Normalfall nur verbranntes Abgas rückführen. Für die anderen Rückstande ist es nicht gebaut und kann sie auch nicht eliminieren. Es ist nun mal so.

Es soll und wird nur damit die Verbrennungstemperatur in den Zylinder um einige hundert Grad Celsius herab gesetzt und die Stickoxyde ( giftig, schlimmer als das CO ) deutlich vermindert.

Es ist den Motorenbauern noch nicht gelungen Motoren mit sehr vielen PS und niedrigem Verbrauch zu bauen. Wenn ja, zu Lasten der Stickoxyde. Oder besser auch Motoren mit niedrigem CO-Ausstoß und geringem Verbrauch.

Durch eben diese Abgas-Rückführung wird ein geringer CO-Ausstoß und insbesondere ein geringerer Ausstoß der Stickoxyde erreicht. Man spricht von NO (x) weil es einige gefährliche Stickoxyde sind.

Deshalb das ( x ) wegen der Zahl ... es sind einige giftige Stoffe.

Ich habe es versucht einfach zu erklären. Es sind ganz komplexe Vorgänge in der Chemie, chemische Vorgänge, Verbrennungs-und Motorentechnik. Das Thema der Stickoxyde ( Sperren von ganzen Innenstädte von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren usw. usw. usw. ) wird ein großes Problem in den nächsten Jahren.

Was in naher Zukunft kommt, ist einfach die Überprüfung ist einfach die AGR bei der Hauptuntersuchung. Ganz bestimmt oder hat da jemand Zweifel ?

Gruß Hans, der eine besinnliche Adventszeit wünscht

 

 

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