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Zahnriemen vs. Steuerkette

Themenstarteram 12. Januar 2019 um 18:24

Hallo !

Eine kurze Frage an euch: Macht es bei einem Autoverkauf bspw. an einen Händler für diesen einen Unterschied, ob bei einem Benzinermotor ein Zahnriemen, oder eine Steuerkette verbaut worden ist?

Diese Frage ist unabhängig von Hersteller und einem bestimmten Modell und eher allgemeiner Natur. Also macht es sich u.U. positiver beim Verkaufspreis, wenn das Fahrzeug z.B. ca. knapp 8 Jahre alt ist, ca. 70.000KM gelaufen ist und statt einem noch nicht gewechselten Zahnriemen einen noch nicht gewechselte Steuerkette verbaut oder ist und wenn ja, warum ist das so?

Danke und Gruß

Marwief

Beste Antwort im Thema

Antwort von Radio Eriwan : . . . kommt drauf an . . .

Normalerweise haben Ketten keine festen Wechselintervalle, aber :

Wenn's ein Motor mit bekanntem Kettenproblem ist, wird wohl ein Zahnriemenmotor (noch dazu einer mit leicht zu wechselndem Riemen) vorteilhafter sein : Vorteil ZR

Oder eben genau umgekehrt : (Beschis....) ZR-Wechsel gegen zuverlässige Kette (die man nie wechseln braucht) : Vorteil Kette

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Bei Mercedes gibt es bis in die 90er rein Steuerkettenprobleme eigentlich nur bei den frühen M102 Motoren wo sie sich an einer Einreihigen Kette versucht haben. Schon die 170er Motoren in en 50ern hatten unten ne Kette statt Stirnrad und die hielten, zumindest die Ketten, bei den Pontons, /8ern und Heckflossen alles kein Thema. Bei den V Motoren, da fangen jenseits von 250, 300.000km schonmal die Ketten an zu rasseln, genau wie bei den BMW V8, dass liegt halt auch an der Kettenlänge (Die Ketten von MB / BMW waren Jahrzehntelang 1:1 gleich und vom gleichen Hersteller).

Von den M102 Motoren, die ab 200.000 mit Kettenthematiken anfingen, abgesehen gabs eigentlich nie Kettenprobleme... Die V6 und V8 halten auf den Ketten auch im Regelfall 300.000+km...

In den späteren 90ern fing das Thema bei MB erst an, als man 4 Zylinder wieder mit einreihiger Kette gebaut hat, und bei den V6 oder V8 Motoren Probleme mit dem unteren Kettenrad hatte (Zuliefererproblem).

Ansonsten war bei Mercedes über Jahrzehnte das Thema "Steuerkette" überhaupt kein Thema.

Bei meinem Mercedes (M103) wurde die Steuerkette nach 463.000km ersetzt, weil die Zylinderkopfdichtung aufgegeben hat und ich in dem Zuge die Kette mit neu gemacht habe, ich hatte sie eh grade in der Hand... Die Kette habe ich noch, die könnte man so wieder einbauen, die wäre noch n paar hundert tausend KM gelaufen... Überhaupt war das am Benzinmotor nach 463.000km die einzige Reparatur bisher, und das waren keine Langstreckenkilometer, der Motor wurde auch nie geschont und hat seinen roten Drehzahlbereich regelmäßig gesehen...

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 13. Januar 2019 um 11:10:08 Uhr:

Mercedes M100 als einer von vielen. ;)

Die Motoren sind zu Lebzeiten reihenweise auseinander geflogen, allerdings selten wegen der Ketten...

Bevorzuge die Steuerkette, weil sie bei mir wohl nie erneuert werden muss. :)

Diffizil wurde das Steuerkettenproblem ja erst, als die Nockenwellen vom Zylinderfuß in den Zylinderkopf wanderten, weil man sich die Stößelstangen sparen wollte und dadurch die Ketten entsprechend lang werden mußten.

Bei den älteren BMW Vier- und Sechszylindern hört man fast nie von Steuerkettenproblemen. Diese hat inzwischen 267000 km.

Img-20181018-140826641-hdr

Zitat:

@UTrulez schrieb am 13. Januar 2019 um 12:36:03 Uhr:

Bei den älteren BMW Vier- und Sechszylindern hört man fast nie von Steuerkettenproblemen.

Der N47 Motor bei BMW hatte größere Probleme mit vorzeitigem Verschleiß der Steuerkette. Für e36 Fahrer gehört der mit 2008, vielleicht zu den neueren Fahrzeugen.

Ich kenne auch BMW Motoren, da muss die Steuerkette häufiger gewechselt werden, als bei vielen Autos der Zahnriemen (sind allerdings Motorräder)

Mein jetziges Hauptfahrzeug hat seit 290.000km eine sorgenfreie Steuerkette. Davor hatte ich einen knapp 500.000 km sorgenfreie Zahnriemen, die halt ein paar Mal selbst gewechselt wurde, Kosten ca 30-50 Euro für den Riemen und eine halbe Stunde Arbeit.

Wenn ich einen Gebrauchtwagen für einen Preis um 5.000 Euro oder drunter kaufen würde, dann ist ein bevorstehender Wechsel ein Kostenfaktor, wenn man es in einer Werkstatt machen lassen muss.

 

 

In der Tat ;D

Kann das mit den 3 Generation Motoren vag einer bestätigen

Meine Frau fuhr 2 PSA-Motoren, ich 3 PSA-Motoren mit Steuerkette, jeweils die 3,0 V6 von Peugeot und Citroen.

1/2 Mio. Kilometer waren ohne Probleme immer drin. Bei Kunden lernte ich weitere dieser Motoren kennen, die auf der ersten Kette um 1,0 Mio. runter hatten - mit dem ersten Kettenspanner.

Bevor ich mir jedoch einen aktuellen Motor mit Steuerkette zulege, greife ich derzeit lieber zu einem mit Zahnriemen. Selbst bei einem V6 ist ein Zahnriemenriemenwechsel, baut man einen von Dayco ein, nicht vor 160.000 nötig. Was z. B. ZR von Conti durchhalten, weiß ich nicht, da ich keine mehr verbaue.

Bei den alten Benz hat die Steuerkette auch nicht ewig gehalten.

Aber der Austausch war ein Klacks.

Die alte Kette wurde aufgetrennt, die neue Kette an die alte angeschlossen. Das ergab eine doppelt lange Kette. Dann wurde der Motor gedreht, bis die Verbindung am andern Ende herauskam und die neue Kette geschlossen.

Da mußte nichts am Motor zerlegt werden.

Zitat:

@Spargel1 schrieb am 13. Januar 2019 um 15:52:43 Uhr:

Was z. B. ZR von Conti durchhalten, weiß ich nicht, da ich keine mehr verbaue.

In meinem 1.9 TD (AAZ) hat der Conti-ZR über 400 tkm gehalten (mit 2x nachspannen).

Grüße

Zitat:

@kat2 schrieb am 13. Januar 2019 um 17:13:14 Uhr:

Zitat:

@Spargel1 schrieb am 13. Januar 2019 um 15:52:43 Uhr:

Was z. B. ZR von Conti durchhalten, weiß ich nicht, da ich keine mehr verbaue.

In meinem 1.9 TD (AAZ) hat der Conti-ZR über 400 tkm gehalten (mit 2x nachspannen).

Grüße

Nachspannen? Wie ist die Herstellervorgabe?

Mir ist beim 1,9TD eher bekannt, dass er aufgrund der miserablen Spannrolle auf 400.000 mindesten 6 x reißt :-)

In welchen Kombis war denn dieser psa Wunder Motor verbaut

Zitat:

@MarMor2000 schrieb am 13. Januar 2019 um 18:05:36 Uhr:

In welchen Kombis war denn dieser psa Wunder Motor verbaut

Bei Citroen/Peugeot jeder 3L V6 mit 167PS (ZPJ) hatte den durstigen, aber unfassbar robusten Ketten-V6. Mussu gucken, was davon gebaut wurde. War aber glaube ich bis ca. 2000 Sense mit der Maschine. Sie war etwas durstig...

 

Der Ketten V6 (24V, 200PS(ZPJ4)) in einigen wenigen Citroen XM Break. Falls davon noch einer lebt, dürfte er mit Gold aufzuwiegen sein. Davon wurden glaube ich um die oder unter 100 gebaut. Auch der war haltbar. Meiner hat allerdings bei 190.000km ein Pleuel nach Frischluft gesucht. Da war's vorbei mit dem rasanten gleiten :( Andere ZPJ4 hielten aber ewig, meiner wurde verheizt.

 

Danach gab es den 190PS Riemen V6.

 

Zitat:

@Spargel1 schrieb am 13. Januar 2019 um 17:30:56 Uhr:

Zitat:

@kat2 schrieb am 13. Januar 2019 um 17:13:14 Uhr:

 

In meinem 1.9 TD (AAZ) hat der Conti-ZR über 400 tkm gehalten (mit 2x nachspannen).

Grüße

Nachspannen? Wie ist die Herstellervorgabe?

Mir ist beim 1,9TD eher bekannt, dass er aufgrund der miserablen Spannrolle auf 400.000 mindesten 6 x reißt :-)

Ja, Ausnahmen bestätigen dann wohl die Regel...

Laut Hersteller sollte der ZR alle 120 tkm gewechselt werden. Da das Auto nicht mehr viel wert war, habe ich es halt drauf angelegt (abgesehen vom Nachspannen, aber das war mit ein paar Handgriffen erledigt [keine autom. Spannrolle]) - und er hat gehalten.

Grüße

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