Winter/Sommer oder Allwetterreifen günstiger kurz- und mittelfristig?
Hallo,
ich habe einen Gebrauchtwagen geholt. Da sind 205/55/16 Sommerreifen auf Alufelge drauf. Bisher bin ich immer auf GJR Vector4Season gefahren. Da ich aber aktuell mehr Langstrecken fahre, bin ich am überlegen, was für mich wirtschaftlicher ist. Bin bei ca 20tkm/Jahr.
Einen Satz GJR Vector4Season Gen 3 oder einen Satz Winterreifen zu holen. Jeder Wechsel auf Alufelge kostet 50€ bei meinem Reifenmann. Oder ich könnte mir noch ein Satz Alufelgen holen für 100€/Stück.
Was würdet ihr sagen ist sparsamer für meine Bedüfrnisse? Abgesehen vom finanziellen wird ja auch immer gesagt GJR sind immer nur ein Kompromiss. Also Fahrsicherheit, Komfort, Spritverbrauch und andere Faktoren sind natürlich auch nicht unwichtig, aber das finanzielle ist momentan vorrangig. Würde mich daher von Erfahrenen Fahrern auf Entscheidungshilfe freuen.
Viele Grüße,
amar7
45 Antworten
Wie würdest du denn die "Beratung" im Hinblick auf Ganzjahresreifen beurteilen? Mir ist ein im Test mit gut abgeschnittener GJR jedenfalls lieber, als ein sog. China-Kracher.
Faktor 5 beim Motoröl? Wage ich zu bezweifeln, der Faktor dürfte deutlich höher sein...
Ja, du hast Recht. Das ist auch absolut nachvollziehbar und sollte kein Vorwurf dem Handel gegenüber sein. So empfinde ich die Lage einfach.
Viele Neuwagen-Leasingkunden, insbesondere Geschäftskunden, lassen den Rundum-Reifenservice auch im Autohaus machen, egal was es kostet. Dazu kommen dann noch Firmenwagenrichtlinien von vor x Jahren in größeren Unternehmen, wo dann drin steht "Sommer- und Winterreifen sind verpflichtend".
Ich wollte auf meinem ID.4 auch gerne GJR fahren, durfte aber nicht, obwohl es günstiger wäre.
Zitat:
@Thinky123 schrieb am 27. Februar 2025 um 18:10:04 Uhr:
Eine Beratung pro GJR erwarte ich daher im Handel erst gar nicht.
Wofür den eine Beratung? Selber nachdenken und eventuell die subjektiven Tests nach wichtigen Kriterien durchsuchen. Und ob sich Ganzjahresreifen gegenüber der Winter/Sommer Bereifung rechnen, lässt sich ganz simpel bei Autos von der Stange rechnen. Zweimal im Jahr für den Wechsel bezahlen, macht 100€/Jahr also 400€ in vier Jahren. Selbst wenn die Allwetterreifen nicht so lange halten sollten, dann wird es sich bei den meisten Normalfahrern rechnen, auf Ganzjahresreifen umzusteigen.
Dazu braucht es keiner Beratung, weil der Berater aus verständlichen Gründen nicht unparteiisch sein wird.
Und was machen die Selbstwechseler? Die sparen dann ja gar nichts?
😉
...und stehen eventuell als Österreicher anfangs Winter vor dem 4mm-Problem. Das Problem trifft eventuell andere Fahrer auch, wenn man ihnen zu mindestens 4mm für den Winter rät.
Kalkulierbar ist das nicht.
😰
Ähnliche Themen
Ja, das ist ein Punkt, der individuell zu beachten ist. Ganz nebenbei sparen die Selbstwechsler Lebenszeit.
"Und was machen die Selbstwechseler? Die sparen dann ja gar nichts?"
Arbeitszeit und Platz - ist ziemlich lästig, Räder aus dem Gartenhäuschen raus, in die Garage rein, Kompressor anwerfen, Schlagschrauber holen, Kappen entfernen, Auto aufbocken, 5 Schrauben entfernen, Rad abnehmen, neues Rad dran, 5 Schrauben befestigen, Auto wieder runter, Drehmomentschlüssel und Schrauben korrekt anziehen. Und das dann für alle vier Räder. Danach Luftdruck überprüfen, Geschwindigkeitsindex einstellen. Werkzeug wieder ordentlich unterbringen.
Abgenommene Räder mit dem Hochdruckreiniger und Bürste reinigen und ab ins Gartenhäuschen. Einige Tage später die getrockneten Räder abdecken und die Schrauben mit dem Drehmomentschlüssel kontrollieren.
Und das zweimal im Jahr für die wenigen Tage, in denen hier etwas Schnee liegen könnte.
Österreich kann mich da nicht erschüttern. Entweder fahren wir mit dem Wohnmobil (GJR) dahin oder mit dem Touareg, der hat Winter- und Sommerräder. Und das Problem mit der notwendigen Profiltiefe hast du doch bei jedem Reifen.
Das ist das, was ich mit Lebenszeit meine, die allerdings in unserer Gesellschaft bei der Berechnung kaum eine Rolle spielt.
Ich esse nur im Fastfood Restaurant, da geht mir weniger Lebenszeit verloren...
Wenn Zeit wirklich Geld wäre, dann hätten die ganzen Arbeitslosen einen riesigen Haufen Geld mehr als die Arbeitenden...
Sorry, das ist jetzt alles ziemlich platt... 😉
Was'n das für ne Logik, für manch einen Selbermacher ist das Hobby.
Vielleicht jetzt dann aber endgültig ein Thema für den OT-Bereich.
Auch der Selberwechsler muss zunächst einmal Geld ausgeben - zweiter Satz Felgen, zweiter Satz Reifen, ggfls. zweiter Satz Radschrauben, Wagenheber usw. Alles gespart, wenn auf den vorhandenen Satz Felgen sehr gute Ganzjahresreifen gezogen werden.
Das mit dem Fastfood Essen ist eine echt gute Idee, ziemlich ungesund und damit dürfte einiges an Lebenszeit verloren gehen. Hilft dann bei der Sanierung der Rentenkasse.
Das mit der Lebenszeit muß jeder selber entscheiden ob er sich das leisten kann, oder lieber das Geld dafür gibt.
Was mich massiv stört ist wenn einem ein Händler den GJR schlechtreden will, mit teils überholten oder gar falschen Argumenten.
Das mit Östereich und dem 4mm Problem sehe ich eher so das man im Winter ohnehin nicht unter 4mm gehen sollte und die Reifen im Sommer max auf 3mm runterfahren kann bevor die sowie so neu müssen.
Gruß
Alex
Richtig, und wer wenig fährt, fährt dann mit GJR günstiger. Denn unabhängig von der Profiltiefe sind die Reifen irgendwann altersbedingt nicht mehr verkehrssicher.
Zitat:
@Kfz-Fluesterer schrieb am 22. Februar 2025 um 18:29:42 Uhr:
Was bei GJR gern unterschätzt wird, ist der Verschleiß, gerade im Sommer.
Es gibt Rechenbeispiele, die sehen bei höheren Laufleistungen die Verwendung von zwei Sätzen als preiswerter.
Dabei muss man aber auch beürcksichtigen, dass 205/55 R16 eine besonders gängige, günstige Grösse ist.
400 Euro für einen zweiten Satz Felgen.
Wechseln selber? Dann nur Arbeit, sonst sicher auch 50 Euro pro Jahr für 2x wechseln.
20 Tkm im Jahr macht 10 Tkm pro Saison. Gute Reifen halten 60 bis 80 Tkm, grade wenn das Auto nicht extrem stark ist und man nicht sehr sportlich fährt.
WR und GJR halten 4 bis 5 Jahre, dann sind sie zu hart für den Winter. SR halten länger.
Macht auf 10 Jahre total:
2.5 bis 3 Sätze GJR je 350 Euro für den Satz. 3x 50 Euro fürs Aufziehen. 1025 -1200 Euro.
Gehe mal bei SR/WR von 20% tieferem preis aus, also Zweitmarken statt Premium.
1.5 Sätze SR: 420 Euro. Mit 2x Aufziehen 520.
2 Sätze WR: 560 Euro. Mit 2x Aufziehen 660.
Zweiter Satz Felgen 400.
Total 1520.
Selbst wenn ich die GJR mal nur mit 50 Tkm rechne, weil sie evtl weniger lange halten könnten bis 4mm da sind:
4 Sätze GJR, 1600 Euro.
Dann also minimal teurer, aber auch nur, wenn man keine Premium Ware für SR/WR nimmt, wohl aber beim GJR.
Und 50 Tkm kann eigentlich gar nicht passieren. GJR kauft man nämlich wenn immer möglich im Herbst neu. Damit das ganz frische Gummi nicht gleich in der Wärme leidet. Die werden eigentlich immer noch gut sein für den Sommer nach dem Winter, in dem sie die 4mm erreicht haben. Und ich sehe auch null Problem darinnen, wenn es gegen Ende Winter dann halt 3.7mm sind. Bei 20 Tkm im Jahr sind die also nach 40 Tkm oder nach 60 Tkm fällig aber nicht nach 50 Tkm.
Ich probiere für den F11 nun GJR für das ganze Jahr, bisher hatte ich sie nur als WR, für den Summer 245 18". Der Wagen reagiert mit den 18" Pirellis halt ziemlich allergisch auf viel Wasser. Obwohl die noch 5mm Profil haben. Ist halt was breiter und ist bestimmt auch nicht der SR, der den Spitzenplatz in der Aquaplaningwertung hatte.
Ich fahre auch 20 Tkm, die GJR waren bereits Winter 2023/2024 drauf. Bis Herbst 2026 machen sie bestimmt, ob dann noch ein Jahr drauf, wird man sehen. Meine kamen halt nur mit 6.5mm Profil.
Wenn sie 40 Tkm halten, bin ich zufrieden, SR hielten bei mit mit dem Kombi sonst meist 50 bis 55 Tkm, WR 4 Jahre, dann zu hart.
Wenn man nicht gerade in einer Gegend wohnt, in der Winterverhältnisse normal und lang anhaltend sind, dann sind Ganzjahresreifen ein guter Kompromiss, der zudem auch weitere Vorteile bietet. Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, ob man den "neutralen" Reifenhändler, der davon abrät, glauben will oder ob der gesunde Menschenverstand Gehör findet.
Letztendlich ist die Wahl auch immer abhängig von der jeweiligen Gesamtsituation.
Meiner Vater hatte, kurz bevor ich den Wagen übernommen habe, nochmal einen neuen Satz Winterreifen für unseren Twingo gekauft. Im Erzgebirge ist das durchaus zu vertreten.
Wir wohnen in Leipzig und normalerweise wären hier GJR die bessere Wahl.
Durch Zufall habe ich letztes Jahr auf Kleinanzeigen für 100€ einen neuen Satz Kumho Sommerreifen DOT0823 in 15 Zoll ergattern können, weil der Besitzer den Neuwagen gleich mit GJR ausstatten ließ. Das würde mir nie in den Sinn kommen. Ich finde das schon fast ein wenig zu verschwenderisch.
Die Felgen aus dem Zubehör hatte ich auch günstig ein Jahr zuvor geschossen und im Endeffekt hat mich der Sommerradsatz für den Zweitwagen keine 280€ mit Aufziehen und Wuchten gekostet.
Es war aber wie gesagt viel Glück dabei.
Ich denke grundsätzlich lässt sich das ganze nur sicher beurteilen, wenn man zwei identische Fahrzeuge hat und mit ihnen auch in etwa die gleiche Strecke zurücklegt. Aber wer macht das? Keiner.
Ich denke beide Modelle nehmen sich, wirtschaftlich gesehen, nicht viel.
Wenn man dann auch bei Ganzjahresreifen noch einen Wechsel der Räder von der Hinter- auf die Vorderachse anstrebt, um ein gleichmäßiges Abfahren zu gewährleisten, wird es richtig kompliziert.
Und zum Stichwort "Lebenszeit" : Ich hatte es schon oft, dass ich aus irgendeinem Grund in der Werkstatt warten musste.
In der Zeit hätte ich schon alle vier Räder zu Hause wechseln können.
Also mache ich es selbst, solange es körperlich irgendwie geht und hole gleich noch den Dreck hinter der Radhausschale raus. 😉
Macht doch Sinn, den Neuwagen gleich mit GJR auszurüsten. Alternative wäre doch, im Spätherbst dann einen Rädersatz mit Winterreifen zu kaufen. Hab ich bei den letzten beiden Neukäufen auch so gemacht, die Sommerreifen gleich gegen GJR getauscht und die Sommerreifen verkauft. Unterm Strich hab ich irgendwas zwischen 100 € und 200,- € dazu bezahlt.