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Widerruf vieler Darlehen von 2010-2016 möglich, insb. Fahrzeuge und Immobilien

Themenstarteram 28. März 2020 um 13:33

Hallo!

https://www.faz.net/.../...taetigt-widerruf-von-darlehen-16697810.html

Zitat:

Der Europäische Gerichtshof macht Millionen deutscher Verbraucher glücklich. Wer zwischen 2010 und 2016 eine Immobilie oder ein Fahrzeug finanzierte, besitzt nun gute Chancen den Vertrag widerrufen zu können.

Hier als Video von Anwälten erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=QiOw6AMVzoY

notting

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122 Antworten

„....weil die eben meist so kompliziert formuliert sind“ im obigen Kontext deutet eher eher auf „ich versuch’s gar nicht erst“ als auf „ich hab’s nicht kapiert“ hin....

Beim „Fragen“ geht es nicht um mündliche Nebenabreden (Frage und Nebenabrede passe auch gar nicht zusammen), sondern um das geschriebene zu verstehen. Das ist meines Wissens durchaus erlaubt...

Und zu Deiner Beruhigung: ich lese genügend Verträge, meist mache ich das sogar, bevor ich sie unterschreibe (verrückt oder) und in der Regel werfe ich sogar einen Blick in die AGB vor meiner Unterschrift, zumindest wenn es um bedeutendere Summen geht.

Die Diskussion führt aber zu nichts. Selbst auf meine im ersten Post enthaltene „Aufforderung“, sich einfach klar zu positionieren, kriegst du das nicht hin.

Nenn mir aus Deinem Bekanntenkreis einfach nur einen echten (!) Fall, in dem der Vertrag widerrufen werden sollte und das -fälschlicherweise- unterlassen wurde, da die Widerrufsbelehrung zu kompliziert geschrieben war. Dann nehme ich alles zurück.....

Wer einen solchen Vertrag aufgrund des Urteils widerruft handelt im Rahmen der jetzt geltenden Gesetzeslage.

Daran kann ich nichts Schlimmes, Verwerfliches oder gar Strafbares erkennen.

 

Ja, derjenige bereichert sich. Ohne das Urteil wäre er vermutlich nie auf die Idee gekommen den Vertrag zu widerrufen.

Das kann man Scheisse finden, aber so sind die Gesetze. Gesetze die Banken und Großunternehmen übrigens ebenfalls bis ins letzte für sich ausnutzen. Anders herum soll das nicht erlaubt sein? Seltsames Verständnis von einem Rechtsstaat.

Und wie bitte und in welchem Umfange kann sich derjenige daran bereichern?

Was kann er einklagen?

Doch wohl nicht ernsthaft die Erstattung aller geleisteten Zahlungen aus dem Dahrlehensvertag?

Damit hätte ich nämlich ein ernsthaftes Problem mit meinem Verständnis von unserem Rechtstaat.

Danke!

Genau so sehe ich das auch.

NAtürlich kann man darüber streiten ob man das für moralisch gut hält oder eben nicht.

Aber jegliche Konzerne nutzen auch deren Gesetzes-Spielraum aus..

Z.B. mussten hier in unserer Stadt die "alten" Stromzähler gegen aktuelle, digitale MEsseinrichtungen getauscht werden. Ich konnte mich nicht dagegen wehren, sonern muss den "Quatasch" auch noch jöhrlich bezahlen. Und ich bin Mieter... Finde ich auch nicht geil, aber so lautet nun mal das Gesetz...

Warum sollte ich also das Gesetz nicht auch nutzen dürfen?

Zitat:

@Thinky123 schrieb am 29. März 2020 um 16:01:45 Uhr:

Wer einen solchen Vertrag aufgrund des Urteils widerruft handelt im Rahmen der jetzt geltenden Gesetzeslage.

Daran kann ich nichts Schlimmes, Verwerfliches oder gar Strafbares erkennen.

Ja, derjenige bereichert sich. Ohne das Urteil wäre er vermutlich nie auf die Idee gekommen den Vertrag zu widerrufen.

Das kann man Scheisse finden, aber so sind die Gesetze. Gesetze die Banken und Großunternehmen übrigens ebenfalls bis ins letzte für sich ausnutzen. Anders herum soll das nicht erlaubt sein? Seltsames Verständnis von einem Rechtsstaat.

Zitat:

@Thinky123 schrieb am 29. März 2020 um 16:01:45 Uhr:

Wer einen solchen Vertrag aufgrund des Urteils widerruft handelt im Rahmen der jetzt geltenden Gesetzeslage.

Daran kann ich nichts Schlimmes, Verwerfliches oder gar Strafbares erkennen.

 

Ja, derjenige bereichert sich. Ohne das Urteil wäre er vermutlich nie auf die Idee gekommen den Vertrag zu widerrufen.

Das kann man Scheisse finden, aber so sind die Gesetze. Gesetze die Banken und Großunternehmen übrigens ebenfalls bis ins letzte für sich ausnutzen. Anders herum soll das nicht erlaubt sein? Seltsames Verständnis von einem Rechtsstaat.

So ist es. Würde es ein Urteil geben, was den Banken erlaubt die Zinsen im nach hinein zu erhöhen, würden sie es auch tun. Erinnert an den Finanz Crash in den USA, als die Banken den kleinen die Häuser genommen hat.

 

Keine Ahnung ob hier einige Leute bei der Bank arbeiten und selber durch das Kapitalistische System Geld verdienen, ansonsten kann ich mir den Quatsch echt nicht erklären den hier der eine oder andere schreibt.

Der kleine Mann jubelt jetzt natürlich. Manche machen sich daher sogar künstlich noch kleiner, damit sie noch mehr jubeln können. Denen da oben zeigt ihr es jetzt mal so richtig. Bravo!

Noch einmal meine Frage:

Welchen finanziellen Schaden haben die Darlehensnehmer erlitten?

Kann mir das bitte mal einer der Befürworter dieses Urteils sachlich und ohne Polemik erklären?

Das hier ist z.B. keine Erklärung, sondern Polemik:

Zitat:

"So ist es. Würde es ein Urteil geben, was den Banken erlaubt die Zinsen im nach hinein zu erhöhen, würden sie es auch tun".

Was muss denn da erklärt werden?

Einige handeln nach dem Urteil.. egal welcher Schaden da entstanden ist

Zitat:

@A346 schrieb am 29. März 2020 um 17:34:34 Uhr:

Noch einmal meine Frage:

Welchen finanziellen Schaden haben die Darlehensnehmer erlitten?

Kann mir das bitte mal einer der Befürworter dieses Urteils sachlich und ohne Polemik erklären?

Das hier ist z.B. keine Erklärung, sondern Polemik:

Zitat:

"So ist es. Würde es ein Urteil geben, was den Banken erlaubt die Zinsen im nach hinein zu erhöhen, würden sie es auch tun".

Ich schließe mich den Vorschreibern an, die widerrufen wollen. Aufgrund geltender Rechtsprechung zu handeln ist n.m.M. nicht verwerflich. Den eigenen Vorteil zu suchen ist in unserem Wirtschaftssystem immanent.

Zumal es nicht gegen die Oma von gegenüber geht, sondern gegen Großkonzerne, deren Rechtsabteilungen wohl nicht ordentlich gearbeitet haben, und die im umgekehrten Fall genau so, und zwar gnadenlos, handeln würden.

Übrigens hat der EUGH letzte Woche im Sinne der Verbraucher geurteilt - die Chancen für den Widerruf sind damit gar nicht so schlecht.

Übrigens sind auch Verträge, die längst abgeschlossen sind, betroffen.

Ich wünsche allen Mitwiderrufern viel Erfolg!

Gruß

Roland

Zitat:

@Schweinesohn schrieb am 29. März 2020 um 17:36:49 Uhr:

Was muss denn da erklärt werden?

Einige handeln nach dem Urteil.. egal welcher Schaden da entstanden ist

Zitat:

@Schweinesohn schrieb am 29. März 2020 um 17:36:49 Uhr:

Zitat:

@A346 schrieb am 29. März 2020 um 17:34:34 Uhr:

Noch einmal meine Frage:

Welchen finanziellen Schaden haben die Darlehensnehmer erlitten?

Kann mir das bitte mal einer der Befürworter dieses Urteils sachlich und ohne Polemik erklären?

Das hier ist z.B. keine Erklärung, sondern Polemik:

Zitat:

"So ist es. Würde es ein Urteil geben, was den Banken erlaubt die Zinsen im nach hinein zu erhöhen, würden sie es auch tun".

Klagen/handeln ohne einen finanziellen Schaden gehabt zu haben?

Das wirft bei mir ja noch noch mehr Fragen auf...

Zitat:

@A346 schrieb am 29. März 2020 um 17:34:34 Uhr:

Noch einmal meine Frage:

Welchen finanziellen Schaden haben die Darlehensnehmer erlitten?

Kann mir das bitte mal einer der Befürworter dieses Urteils sachlich und ohne Polemik erklären?

Das hier ist z.B. keine Erklärung, sondern Polemik:

Zitat:

"So ist es. Würde es ein Urteil geben, was den Banken erlaubt die Zinsen im nach hinein zu erhöhen, würden sie es auch tun".

Der Darlehensnehmer hat keinen Schaden erlitten. Er hat jetzt einfach die Möglichkeit aufgrund eines Gerichtsurteils seinen Leasing- oder Kreditvertrag zu widerrufen. Ja, und er kann auf eine erstaunliche Weise, eine Menge Geld zurückerhalten.

Ich habe einen solchen Leasingvertrag aus 2016 und überlege, ob ich widerrufe. Für mich entscheidend ist die Frage, ob der Händler am Ende derjenige ist, der auf den Kosten sitzen bleibt. Bei der Bank bin ich schmerzlos.

Wir wissen eben nicht von welchem Schaden du sprichst...

Klagen/handeln ohne einen finanziellen Schaden gehabt zu haben?

Das wirft bei mir ja noch noch mehr Fragen auf...

Und andere könnten von 4% Zinsen vielleicht auf 0% wechseln.

Zitat:

 

Ich habe einen solchen Leasingvertrag aus 2016 und überlege, ob ich widerrufe. Für mich entscheidend ist die Frage, ob der Händler am Ende derjenige ist, der auf den Kosten sitzen bleibt. Bei der Bank bin ich schmerzlos.

Das Problem sollte doch die Bank haben. Der Händler hat sein Geld von ihr erhalten und ist am Kreditvertrag nicht beteiligt.

Wenn zum Beispiel der Darlehnsnehmer nicht mehr zahlen kann, betrifft das doch auch die Bank und nicht den Händler.

Okay, jetzt sehe ich klarer. Danke für die diesbezüglichen Antworten.

Also vorher ist kein finanzieller Nachteil enstanden, nun könnte aber durch den Wiederruf ein finanzieller Vorteil realisiert werden.

Na dann...

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