Wertverlust-Abschätzung 911er 997 vs. neuer Taycan

Porsche 911 6 (997)

Ein Bekannter von mir findet einen gebrauchten Porsche 911 GTS 25 Jahre Exklusivmodell (60000 km) interessant, ein 10 Jahre alter 997. Der Verkäufer meinte, der wird kaum Wertverlust haben. Als Alternative habe ich einen neuen Porsche Taycan in Basismotorisierung genannt, etwa gleich teuer. Elektro findet er auch reizvoll, aber den 911er würde er favorisieren. Wie schätzt ihr den Wertverlust bei 10000 km/Jahr ein? Kann der Verkäufer Recht haben?
j.

110 Antworten

Zitat:

@tuskg60 schrieb am 8. August 2021 um 15:23:38 Uhr:


Die derzeitige eMobilität scheitert schon daran, dass ganz ganz viele Menschen in der Stadt wohnen und als Laternenparker kaum/keine Lademöglichkeit haben. Auch sind viele der innerstädtischen Garagen ohne Strom.

Man muss davon ausgehen, dass es noch mehr Ladesäulen werden, z.B. bei jedem Supermarkt, bei Baumärkten, Einkaufszentren etc.. Dann ist das kein Problem mehr. Bei z.B. 15000 km/Jahr und nachladen alle 250 km muss man 60x im Jahr nachladen, also etwa 1x pro Woche oder 2x 125 km nachladen pro Woche. Das sollte doch kein Problem sein. Es müssen auch längst nicht alle Parkplätze Ladesäulen haben, denn 1. muss man nicht bei jedem Einkauf laden und 2. laden eben auch viele noch zuhause. Mit 50 bis 100 kW sind viele eAutos noch nicht an der Obergrenze ihrer Ladeleistung und es reicht zeitlich locker aus, das Auto 1x pro Woche aufzuladen (50 kW über 1 Stunde ergeben 50 kWh Kapazität. Bei 20 kWh/100 km sind das 250 km).

Zitat:

Unschön ist wohl auch, wenn man nach oder bei Regen das feuchte und dreckige Ladekabel ins Auto legen muss. Sauber werden die Finger dabei nicht bleiben.

Bei DC ist das Ladekabel immer an der Ladesäule. Nur bei AC braucht man öfter ein eigenes. Laternenparker werden wohl hauptsächlich DC laden.

Zitat:

Ich denke und hoffe, dass es in baldiger Zukunft noch andere umweltschonende Energiequellen geben wird. Wasserstoff ist eine davon....

Herbert Diess sagt: Bei Wasserstoff braucht es 3x so viele Windmühlen wie bei Batterietechnik, vorausgesetzt, man will grünen Strom haben und Wasserstoff nicht, wie derzeit zumeist, aus Erdgas erzeugen. Ich denke, das sagt schon alles.

Zitat:

@Croni schrieb am 8. August 2021 um 13:42:17 Uhr:


Was ich absolut nicht für möglich halte: Wertstabile Elektroautos. Die werden austauschbare Massenware, was älter als 3 Jahre ist wird massiv im Preis fallen. Siehe Notebooks, Handys, Digitalkameras, etc...
Die nächsten 2-4 Jahre evtl. noch nicht, aber das hat andere Gründe.
Elektro-Oldtimer (außer im Museum) wird es auch nie geben, da nach 30 Jahren das Plastik, die Zellchemie, etc. seinen Geist (Weichmacher) aufgeben wird und wenn überhaupt nur zu horrenden Kosten am Leben erhalten werden kann. Von Softwareupdates reden wir mal erst gar nicht ;-)

Ich stimme dir im Großen und Ganzen zu. Aber E-Oldtimer kann man ja mit neuem Akku versehen. Ich weiß jetzt nur nicht, wie das mit der Zulassung aussieht, wenn es kein originaler ist.
Je länger die E-Technik auf dem Markt ist, desto eher können E-Autos wertstabiler bleiben. Die ersten E-Autos werden technisch schneller überholt sein als spätere. So ist das auch bei Digitalkameras. Der Taycan ist schon ziemlich fortschrittlich. Alleine die Reichweite könnte noch besser sein. Nachfolger werden über 500 km und über 600 km nach WLTP haben. Die aktuelle Reichweite von ca. 430 bis 480 km nach WLTP sehe ich etwa wie 12 MP bei Digitalkameras. Das blieb noch recht lange eine gute Zahl. Aber inzwischen sind 24 MP Standard. Das wäre etwa wie 600 bis 700 km nach WLTP.
j.

Zitat:

@jennss schrieb am 08. Aug. 2021 um 23:15:06 Uhr:


Man muss davon ausgehen, dass es noch mehr Ladesäulen werden, z.B. bei jedem Supermarkt, bei Baumärkten, Einkaufszentren etc..

Is klar, wenn ich eine Tour plane, fahre ich erstmal zum Baumarkt laden...
Das ist doch alles an der Realität vorbei.

Es macht Nachts auch keine den Ladeplatz frei, wenn der Akku voll ist.

Hallo tuskg60,
kennst Du denn die Realität eines Elektro Fahrers?

Ich habe mein Fahrzeug seid Mitte Mai und bin jetzt knapp 10.000 km damit gefahren…
Davon 4000 km im Urlaub nach Italien und Österreich.

Es ist überhaupt kein Problem in der Stadt oder unterwegs zu laden und ein schmutziges Ladekabel hatte ich auch noch nicht.

In der Zeit habe ich 2 mal zuhause geladen an der 11 kw Box.
Ansonsten immer in der Stadt (HH ) oder unterwegs an den Autobahnen ohne Wartezeiten und Ladeprobleme.

Hier in HH fahre ich morgens zur Shell hole mir einen Kaffee und lade das Auto am 150 kW Lader für 15 min oder an den reichlich vorhandenen 11/22 kw Ladern im Stadtgebiet an denen man denn noch umsonst parken kann für 3 Stunden.
Muss ich mal nach Berlin fahren geht es für 20 min an den Ionity Schnelllader.

Wo ist das bitte an der Realität vorbei…

Zitat:

@tuskg60 schrieb am 8. August 2021 um 23:35:54 Uhr:


Is klar, wenn ich eine Tour plane, fahre ich erstmal zum Baumarkt laden...
Das ist doch alles an der Realität vorbei.

Warum zum Baumarkt? Wie wäre es mit einer Raststätte? Im Alltag geht das Laden so nebenbei. Man braucht nicht mehr zur Tankstelle zu fahren.

Zitat:

Es macht Nachts auch keine den Ladeplatz frei, wenn der Akku voll ist.

Das Dramatisieren geht an der Realität vorbei 😉. Die Ladesituation wird mit Ausbau der Infrastruktur immer besser. Aktuell ist es auf Tour noch ganz gut mal zu schauen, wo die Schnelllader an der Strecke liegen. Das wird aber irgendwann nicht mehr nötig sein.
j.

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Z.B. das ich hier in Berlin meinen Kaffee Zuhause trinke, dann mein Auto suche, schnellstmöglich zur Arbeit fahre, da wieder einen Parkplatz suche. Weder Zuhause noch auf Arbeit kann ich laden. Weder Zuhause noch auf Arbeit sind bei den drei Supermärkten Ladesäulen und bei allen drei Supermarktparkplätzen darf man/n nur zum einkaufen parken und nicht über Nacht oder seinen Arbeitstag.

Ich habe auch gar keine Lust zwei Mal die Woche an einen Baumarkt zu fahren damit ich nach Hause komme und nächsten Tag wieder auf Arbeit und dafür Stunden zu verbringen. Seit dem Coronawahnsinn meide ich sämtliche Einkäufe, nicht aus Angst vor dem „Grippevirus“ sondern weil mich das maskierte rumlaufen und unsoziales Verhalten (Distanz, kein Kontakt, keine Nähe) ankotzt!

Zitat:

@jennss schrieb am 8. August 2021 um 23:15:06 Uhr:


Je länger die E-Technik auf dem Markt ist, desto eher können E-Autos wertstabiler bleiben. Die ersten E-Autos werden technisch schneller überholt sein als spätere. So ist das auch bei Digitalkameras. Der Taycan ist schon ziemlich fortschrittlich. Alleine die Reichweite könnte noch besser sein. Nachfolger werden über 500 km und über 600 km nach WLTP haben. Die aktuelle Reichweite von ca. 430 bis 480 km nach WLTP sehe ich etwa wie 12 MP bei Digitalkameras. Das blieb noch recht lange eine gute Zahl. Aber inzwischen sind 24 MP Standard. Das wäre etwa wie 600 bis 700 km nach WLTP.
j.

Das bin ich mal gespannt, ob es zu einem "Quäntchensprung" zwischen der Akkueffizienz Taycan vs. E-Macan kommt. Schließlich liegen da ja auch wieder 4 Entwicklungsjahre dazwischen, obwohl beide auf der gleichen Plattform aufbauen.

E-Macan und Taycan werden vom Nutzwert (Raumvolumen) her ähnlich sein, nur wird der Taycan mehr Leistung bieten. Wenn der E-Macan effizienter wird, dann bin ich mal gespannt, ob und wie er den Taycan kannibalisiert.

Günstiger wird er auf jeden Fall.

Was das Fahren mit dem EV angeht, so halte ich es wie der Carmaniac. Mein Cayenne Turbo wird kommendes Jahr durch einen Cayenne Hybrid ersetzt. So kann ich im Kurzstreckenverkehr rein el. fahren und somit den Verbrenner schonen und auf Langstrecken habe ich das Ladeproblem nicht, sondern kann ganz normal tanken. Für mich der perfekte Übergang, bis die Ladetechnik und Infrastruktur nachgezogen hat.

Als Zweitwagen kommt 2023 ein E-Macan in die Garage, der den aktuellen Macan ersetzt. Der E-Macan läuft zu 99% nur Kurzstrecke und kann zu Hause oder in der Firma (über geförderte Wallboxen) kostengünstig geladen werden. Sollte man mal in die Verlegenheit kommen und eine Langstrecke mit dem E-Macan fahren müssen, so garantiert das 800V-Netz eine kurze Ladedauer.

O.T.: vermutlich wird schon im kommenden Jahr der Firmen-Up durch einen ID3 ersetzt, da es hier aktuell sehr attraktive Leasingkonditionen für meine Branche gibt.

Zitat:

@LM1965 schrieb am 09. Aug. 2021 um 00:7:15 Uhr:


kennst Du denn die Realität eines Elektro Fahrers?

Wie man lesen kann, scheint es verschiedene Realitäten zu geben!

Ich habe vom Laternenparker gesprochen. Und die scheint es ja auch zu gehen, wie man weiter unten im Thread lesen kann.

An meiner Meinung hat sich nichts geändert!

Zitat:

@jennss schrieb am 09. Aug. 2021 um 01:32:19 Uhr:


Das Dramatisieren geht an der Realität vorbei

Ich dramatisiere nicht, ich rede von der Realität!

Zitat:

@JägerJan schrieb am 09. Aug. 2021 um 01:35:10 Uhr:


Z.B. das ich hier in Berlin meinen Kaffee Zuhause trinke, dann mein Auto suche, schnellstmöglich zur Arbeit fahre, da wieder einen Parkplatz suche. Weder Zuhause noch auf Arbeit kann ich laden. Weder Zuhause noch auf Arbeit sind bei den drei Supermärkten Ladesäulen und bei allen drei Supermarktparkplätzen darf man/n nur zum einkaufen parken und nicht über Nacht oder seinen Arbeitstag.

Ich habe auch gar keine Lust zwei Mal die Woche an einen Baumarkt zu fahren damit ich nach Hause komme und nächsten Tag wieder auf Arbeit und dafür Stunden zu verbringen.

Danke!
Von der Realität spreche ich.

Es geht doch um den Stand in der Zukunft. Da wird es an vielen Punkten Lademöglichkeiten geben. Mit Baumarkt, EKZ und Supermarkt war nur ein Beispiel. Bei meiner Arbeit werden gerade viele Wallboxen aufgestellt. Das kommt sicher auch an vielen anderen Arbeitsplätzen. Laden über Nacht beim Supermarkt ist Quatsch. 30 Minuten laden pro Woche reichen evtl schon, je nach Kilometern pro Woche. Dass aktuell noch nicht jeder Laternenparker komfortabel im Alltag ein E-Auto laden kann, ist klar. Aber mit Ausbau der Infrastruktur sieht es immer besser aus. Ladezeiten werden auch niedriger, Akkus besser etc. Das wird klappen, dafür wird gesorgt. Von Jahr zu Jahr finden immer mehr Menschen die Möglichkeit umzusteigen.

Der Taycan hat einen relativ hohen Verbrauch. Das liegt sicher an der starken Akkuklimatisierung wg. hoher Leistungsfähigkeit. Das wird sich nicht so schnell ändern. Die Fahrkosten liegen dennoch deutlich unter dem 11er.
j.

Wo wir schon bei (Elektro) OT sind :
Das nächste Problem bei der Elektromobilität wird uns bei der Entsorgung der (ausgelutschten) Batterien einholen.
Da ist das Gejammer dann wieder groß; und die ersten die am lautesten schreien sind diejenigen, die jetzt die Elektromobilität wehement fordern ! Verrückte Welt....

Zitat:

@Gangy schrieb am 9. August 2021 um 11:03:48 Uhr:


Wo wir schon bei (Elektro) OT sind :
Das nächste Problem bei der Elektromobilität wird uns bei der Entsorgung der (ausgelutschten) Batterien einholen.
Da ist das Gejammer dann wieder groß; und die ersten die am lautesten schreien sind diejenigen, die jetzt die Elektromobilität wehement fordern ! Verrückte Welt....

Nö, da sehe ich Null Probleme, sondern nur Chancen.
Aktuell gibt's da noch nicht viel, aber es entwickelt sich gerade eine ganz neue Branche die sich mit Recycling und Second-Life von Batterien befasst. Deren Problem aktuell ist, das es noch zu wenig "Rohmaterial" in Form von alten Batterien gibt. Sobald da mal genügend Alt-Batterien da sind, wir diese Branche boomen.

Üblicher Lebenslauf des Akkus:
3. 10 bis 15 Jahre Nutzung im Auto
2. 8 bis 10 Jahre Nutzung als Speicher für PV oder Wind mit geringerer Leistungsanforderung
3. Recycling. Es sollen 97% der Batterie recyclet werden können.
4. Rohstoffverwertung in neuen Batterien.

Wo ist jetzt das Problem? Wenn sogar Regierungen e-Mobilität fördern, kann sie wohl nicht so schlecht sein. Oder haben die alle nicht richtig nachgedacht?
j.

Zitat:

@jennss schrieb am 9. August 2021 um 11:17:35 Uhr:


Wo ist jetzt das Problem? Wenn sogar Regierungen e-Mobilität fördern, kann sie wohl nicht so schlecht sein. Oder haben die alle nicht richtig nachgedacht?
j.

Von einer politischen Entscheidung auf deren Sinnhaftigkeit schließen? 😕😕

Zitat:

@Gangy schrieb am 9. August 2021 um 11:03:48 Uhr:


Das nächste Problem bei der Elektromobilität wird uns bei der Entsorgung der (ausgelutschten) Batterien einholen.
Da ist das Gejammer dann wieder groß; und die ersten die am lautesten schreien sind diejenigen, die jetzt die Elektromobilität wehement fordern ! Verrückte Welt....

Im Silicon Valley sammeln gerade Start-Ups im Bereich Batterie-Recycling hohe Geldsummen ein. Glaube kaum dass die Investoren alles ideologisch verblendete Naivlinge sind.
Groß jammern werden am Ende wahrscheinlich mal wieder die ewig gestrig konservativ eingestellten Diesel-Fahrer, die E-Autos und H2-Autos scheuen wie der Teufel das Weihwasser.

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