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Wer weiß es ?

Themenstarteram 7. Mai 2008 um 18:47

Hallo...

 

mir ist ja bekannt, dass die Benzinpreise vor eventuellen Feiertagen gerne mal ein paar Cent anziehen.

 

Kann mir bitte mal jemand  erklären, was sich in meiner Region abspielt ?

 

Vor ein paar Tagen lag der Dieselpreis bei 1.38 und Normal/Super bei 1.49.

Heute lag Diesel bei 1.40 und Normal/Super bei 1.47.

 

Wurden die 2 Cent umgeschichtet ? Ich meine normalerweise sinken und steigen doch alle Sorten gleichermaßen. Ich habe es jedenfalls noch nie erlebt, dass Eine Sorte steigt ( in diesem Fall Diesel ) , während die anderen Sorten sinken.

 

 

Das soll nun keine Dieseldiskussion lostreten, dennoch würde mich diese Merkwürdigkeit mal interessieren.

 

In meinem Falle lohnt sich der Diesel selbst noch dann, wenn Diesel so teuer ist wie Benzin/Super, da man nun mal mit dem Diesel immer noch weiter fahren kann und die Festkosten in meinem Falle zu einem Benziner keinen Unterschied gemacht hätten.

 

 

Vielleicht weiß ja jemand etwas....

 

 

 

Schöne sonnige Tage

 

 

The Moose

Beste Antwort im Thema
am 20. Mai 2008 um 23:12

Zitat:

Original geschrieben von Swedishmoose

... und der Benziner läuft schön ruhig. Gut..mein Ford Motor ist uralter Bauweise und hat 3.0 Liter Hubraum....aber für ein US-Fahrzeug sind 10-12 Liter mit Automatik sicherlich ein guter Wert in der Stadt. Auf der Autobahn hatte ich schon einen Verbrauch von 7.5 Liter erreicht.

...

Darf ich fragen, was das für ein Auto (Ford?) ist? Hört sich nach Oldie-Liebhaberstück mit V6 Motor an. Falls ja, hat der vielleicht auch ein schönes "Blubbern"?

Aus gegebenem Anlass auch noch mal zurück zum ursprünglichen Thema:

Unterschied Diesel/Benzin an der Zapfsäule war hier in Marburg vor kurzem lediglich 3 Cent.

Ich denke aber nicht, dass der Staat deshalb mit Steuererleichterungen reagieren sollte, wie in einem vorherigen Beitrag angedacht wurde (Ökosteuer weg).

Aus folgenden Gründen:

Erstens hat der Staat sowieso kein Geld mehr, d.h. er wird sich den Verlust durch Senkung der Mineralölsteuer woanders wiederholen und zwar mit ziemlicher Sicherheit irgendwo beim Arbeitnehmer. Wir haben im Endeffekt also nichts davon. Im Gegenteil, durch die Ökosteuer werden momentan Kosten des Rentensystems vom Arbeitnehmer auf alle Kraftstoffverbraucher umgelegt. Ich glaube wir fahren damit also mit der bestehenden Regelung besser (welch ein Wortspiel, hihi :rolleyes:)

Zweitens ist die Mineralölsteuer von 65 respektive 47 Cent nicht preisgebunden und seit mehreren Jahren (ich glaube seit 2003) gleich. Im Umkehrschluss sind für die Preisteigerungen der letzten Jahre weitgehend die Marktpreise bzw. die Energiekonzerne verantwortlich, deren Gewinne ja auch nicht weniger werden, und nicht der Staat der lediglich ein paar Prozent an der Mehrwertsteuer mitverdient. Es gibt allerdings eine gewisse Partei voller Wirtschaftslobbyisten in Deutschland, die sich nach dem Verständnis ihres Vorsitzenden neuerdings als die "Freiheitsstaute der Republik" sieht und seit geraumer Zeit lautstark die Abschaffung der Ökosteuer fordert um sich damit quasi gegenüber dem Normalverbraucher als "sozialverträglich" zu profilieren. Im Allgemeinen verschweigt aber eben jene Partei, dass in den 80er und 90er Jahren, als sie an der Bundesregierung beteiligt war, die Mineralölsteuer um einen wesentlichen größeren Betrag als eben jene kritisierten 15 Cent angehoben wurde.

Um wieder auf den Punkt zu kommen, zitiere ich hier an einem Beispiel aus der Schweiz 22 "marktwirtschaftlich logische" Gründe -inklusive Erklärung- wieso der Kraftstoffpreis "freiheitlich" immer weiter steigen wird (völlig unabhängig davon, was der Staat gerade tut) (Quelle: www.webjournal.ch ):

"Der Benzinpreis steigt, weil…

-- Von Martin Kapp --

 

1. Die Opec-Länder steigern ihre Produktion

- der Benzinpreis steigt!

Dies ist auf grundlegende ökonomische Gesetze unserer Marktwirtschaft zurückzuführen: Die gestiegene Nachfrage nach Tankerkapazität verteuert die Frachtraten überproportional.

 

2. Die Opec-Länder drosseln ihre Produktion

- der Benzinpreis steigt!

Das ist ökonomisch bedingt: Das Angebot sinkt bei gleichgebliebener Nachfrage, damit wird die Ware teurer

 

3. Im Nahen Osten herrscht vorübergehend Waffenruhe

- der Benzinpreis steigt!

Die Ruhe ist trügerisch; die Lager werden vorsorglich aufgefüllt. Die zusätzliche Nachfrage erhöht den Marktpreis.

 

4. Im Nahen Osten wird gekämpft

- der Benzinpreis steigt!

Hamsterkäufe erhöhen die Nachfrage und damit den Marktpreis.

 

5. Die Verbraucher sparen

- der Benzinpreis steigt!

Der Minderpreis sorgt dafür, dass die Raffinerien weit unterhalb ihrer Kapazität produzieren müssen. Dies erhöht den Einheitspreis (Kosten pro Liter), den in einer Marktwirtschaft die Konsumenten zu tragen haben.

 

6. Die Verbraucher sparen nicht

- der Benzinpreis steigt!

Die Ölgesellschaften erfüllen eine lebenswichtige Funktion in der Marktwirtschaft: Durch Preiserhöhungen wirken sie einer noch grösseren Abhängigkeit vom Erdöl entgegen.

 

7. Die Verbraucher weichen auf Substitute aus

- der Benzinpreis steigt!

Die Verbundproduktion der verschiedenen Erdöl-Derivate kommt durcheinander. Das erhöht die Kosten pro Liter.

 

8. Der Rhein führt Hochwasser

- der Benzinpreis steigt!

Die Versorgungslage wird prekär. Vorsorge-Bestellungen erhöhen die Nachfrage und damit logischerweise den Marktpreis.

 

9. Der Rhein führt Niedrigwasser

- der Benzinpreis steigt!

Die Schiffe können nur zu einem Drittel ihrer Kapazität beladen werden. Die dadurch erhöhte Fracht pro Tonne Ladegut verteuert die Ware.

 

10. Der Rhein führt Normalwasser

- der Benzinpreis steigt!

Kaum 25 Prozent des eingeführten Benzins erreicht die Schweiz auf dem Wasserweg. Für die Kalkulation spielt daher die Situation auf dem Rhein eine geringe Rolle.

 

11. Der Dollar-Kurs steigt

- der Benzinpreis steigt!

Alle Erdöl-Kontrakte werden in Dollar abgerechnet. Die Konsequenzen für den Preis in Schweizer Franken liegen auf der Hand. In der freien Marktwirtschaft wirken sich alle Änderungen sehr schnell aus.

 

12. Der Dollar-Kurs sinkt

- der Benzinpreis steigt!

Längst nicht alle Abschlüsse auf dem für die Schweiz massgebenden Spotmarkt in Rotterdam werden in Dollar abgewickelt. Im übrigen dauert es immer eine gewisse Zeit, bis sich Änderungen beim Verbraucher auswirken.

 

13. Die Lager sind randvoll

- der Benzinpreis steigt!

Grosse Lagerbestände drücken auf die Gewinnmarge. Die Filialen der grossen Erdölkonzerne leisten freiwillig einen unschätzbaren Beitrag zur Landesversorgung in Notzeiten. In einer freien Marktwirtschaft ist es nur natürlich, dass sich die Konsumenten an den hohen Kosten dafür beteiligen.

 

14. Die Lager sind leer

- der Benzinpreis steigt!

Die hohen Lagerverluste wurden bisher stets von den Erdölgesellschaften zu Lasten ihrer Erfolgsrechnung getragen. Das ist nicht mehr länger möglich.

 

15. Der durchschnittliche Reingewinn der grossen Erdölkonzerne ist gegenüber dem Vorjahr um 380 Prozent gestiegen

- der Benzinpreis steigt!

Die Zahlen ergeben ein unvollständiges Bild. Im Benzingeschäft allein sieht die Lage schlecht aus. Vereinzelt entstanden sogar Verluste, die von den anderen Abteilungen getragen werden mussten.

 

16. Der durchschnittliche Reingewinn der grossen Erdölkonzerne ist gegenüber dem Vorjahr kaum gestiegen

- der Benzinpreis steigt!

In einer freien Marktwirtschaft kann ein Produzent nur mit einer angemessenen Umsatz-Marge existieren.

 

17. Ein Opec-Mitglied stoppt infolge innerer Unruhen sämtliche Ausfuhren

- der Benzinpreis steigt!

Das Angebot auf dem Weltmarkt hat sich verringert. Die Preise reagieren entsprechend.

 

18. Ein Opec-Mitglied nimmt seine Ausfuhren wieder auf

- der Benzinpreis steigt!

Die seither eingetretene Inflation wurde entgegen den Gesetzen einer freien Marktwirtschaft von den Konzernen aufgefangen. Das kann nicht ewig so weitergehen.

 

19. Neue Erdölvorkommen werden entdeckt

- der Benzinpreis steigt!

Es gibt viel zu tun, packen wir‘s an. Um die Versorgung in der Zukunft zu sichern, müssen heute gewaltige Investitionen getätigt werden. Die Produktionskosten werden ständig höher.

 

20. Bisherige ergiebige Ölfelder erschöpfen sich

- der Benzinpreis steigt!

Es wird immer schwieriger und teurer, der unverminderten Welt-Nachfrage nach Öl gerecht zu werden.

 

21. Zwei Erdölkonzerne fusionieren

- der Benzinpreis steigt!

Der Zusammenschluss ist ein Signal dafür, dass bei den gegenwärtigen Preisen das Überleben einzelner Gesellschaften nicht mehr gewährleistet ist.

 

22. Zwei Erdölgesellschaften fusionieren nicht

- der Benzinpreis steigt!

Der von den staatlichen Aufsichtsstellen abgelehnte Zusammenschluss verhindert beträchtliche Rationalisierungs-Vorteile. Die Konsequenzen hat der Konsument zu tragen."

Ihr seht, die Lage ist also völlig aussichtslos.:D Vielleicht sollten wir mal zu unseren europäischen Nachbarn rüberschauen. Dort werden auf teure SUVs (neuerdings) tausende Euro Luxussteuer bei der Zulassung erhoben. Hier zum entsprechenden SPON-Artikel. In manch einem Land bekommt man für diesen Steuerzuschlag quasi einen neuen Saab.:D Angesichts dieser Probleme lehnen wir uns doch einfach entspannt zurück und erfreuen uns an unserem (noch) "preiswerten" Kraftstoff. :):D

 

Viele Grüße,

nibohr

P.S. Sorry für den langen Beitrag. Es kam einfach über mich.;)

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Themenstarteram 22. Mai 2008 um 15:01

Hallo noch mal..

 

hatte vergessen, meine Rechnung mit einzufügen.

 

Ich bin jetzt in 3 Jahren 55000 km gefahren. Das sind 18333 km pro Jahr.

 

Mit meinem 175 PS Diesel SAAB könnte ich ca. 900 km mit einer Tankfüllung fahren.( Verbrauch um die 6 Liter +/-)

 

Mit einem gleichstarken SAAB Benziner käme ich ca. 670 km weit. ( Verbrauch um die 7-7,5 Liter +/- )

 

 

Meine Rechnung basiert auf einer Nachfüllung von immer 50 Liter .

 

 

 

jährliche Kraftstoffkosten mit dem durchschnittlichen momentanen Kraftstoffpreis beim Diesel : 1558 €

 

 

beim Benziner : 2105 €

 

 

Die Steuerbefreiung für den Benziner gilt auch nur 1 oder 2 Jahre ( oder ? )  und somit würde ich selbst mit den eingerechneten 308 Euro Steuern nicht über die Summe des Benziners hinauskommen. Versicherungsbeiträge wären fast gleich und die Inspektionskosten sind auch nicht sehr unterschiedlich.

 

Enger wird es, wenn ich weniger fahre oder wenn der Dieselpreis nun stärker steigen sollte.

 

Es spricht aber grundsätzlich für den Diesel, da er nun mal weniger Kraftstoff verbraucht und somit reell weniger konsumiert ( unabhängig von den Schadstoffen ).

 

Für jeden dürfte diese Rechnung aber anders ausfallen und man kann nicht pauschal sagen, dass sich heute Diesel bzw. Benziner nicht mehr lohnen. Es kommt ganz individuell auf die Umstände an ..

 

 

Das wollte ich noch kurz einschieben

 

 

 

The Moose

 

am 22. Mai 2008 um 21:09

Na vielleicht kommt ja bald abhilfe, ein schwedischer Saabtuner hat ja den 1. Saab 9-3 Diesel/Ethanol Antieb auf einer schw. Messe vorgestellt, vielleicht geht er ja mal in Serie.

Spass bei Seite, hier in Schweden ist Dieselkraftstoff im Vergleich zu Super 10-12 Cent teurer, stört mich aber nicht weiter da ich kein Dieselfan bin. Laut einer Autozeitschrift lohnt sich hier in Schweden ein Diesel erst bei einer

jährlichen Fahrleistung zwischen 30.000 und 40.000 km . Dabei wurde selbstverständlich der höhere Kaufpreis,

die höhere Steuer ( die CO2 Steuer kommt ja auch nach Deutschland :D) und der niedrigere Wiederverkaufswert des Diesels (da hier fast keiner Diesel fährt) mit einbezogen. Ich glaube das der Höhenflug des Diesels nun langsam zu

ende geht.

mfg.

sa-ko

am 23. Mai 2008 um 10:22

Zitat:

Original geschrieben von Swedishmoose

...

Aktueller Stand ist übrigens, dass in meinem Wohnbereich alle Kraftstorten 1,53 kosten.

Der Ölpreis ist aber heute auf 135 Dollar gestiegen und somit dürften die Preise in den nächsten Tagen über 1,53 liegen.

In der Tat. Dass es vor allen Dingen so schnell ging, bis ein gleiches Preisniveau erreicht ist, erstaunt mich. Mittlerweile kann sogar ich nachvollziehen, dass Dieselfahrer Augenkrebs kriegen, wenn sie an einer Tanke vorbeifahren und die Preise sehen.

Zitat:

Original geschrieben von Swedishmoose

Mein Vorschlag...

Energieunternehmen verstaatlichen ( sage ich als studierter Wirtschaftler ) , um der kleinen Interessengemeinschaft der Hedgefondspekulanten u.a. die Grundlage der steigenden Profitgier, die auf Kosten des kleinen Bürgers geht ( der kann die Rechnungen nämlich nicht mehr bezahlen ) zu nehmen. Und das gilt nicht nur für die Ölkonzerne, sondern auch für Stadtwerke, Wasserwerke, Stromversorgungsunternehmen . Die Mehrkosten, die mit Sicherheit auf den Staat zukommen würden ( durch eine Verstaatlichung ), könnte man durch eine einzuführende Luxussteuer auf ALLE Güter abmildern. Diese sogenannte Luxussteuer ist z.B. in Ländern wie Dänemark, Frankreich , Australien u.a. ganz normal.

Wenn sich jemand diverse Klunker, Nerze und Luxuskarossen leisten kann, dann kann er auch auf diese Produkte eine 10-15 % ige Luxussteuer verkraften.

( Warum jammern eigentlich immer die Reichsten ?!?!?! .....fühlen sie sich ungerecht behandelt ??? )

Des weiteren sollten Hedgefonds staatlich kontrolliert und deren verantwortungsloser Handlungsspielraum eingeschränkt werden. Gleiches gilt für Private Equity Unternehmen....und bitte kommt mir nicht mit dem Argument, dass es auch nur Unternehmen sind, die nach dem ökonomischen Prinzip einen Gewinn erwirtschaften möchten. Das ist ja auch ok....nur nicht auf Kosten anderer...sondern entweder durch gute Produkte, tolle Dienstleistungen oder anderes....aber nicht durch Befriedigung der Geldgier auf Kosten anderer.

Uiuiui...solche Worte von einem Wirtschaftswissenschaftler:eek:;) Mal im ernst: Ich denke, dass Dein nobles Ansinnen real unmöglich ist. Selbst wenn die Regierungen wollten, glaube ich nicht, dass sie die großen Ölkonzerne noch verstaatlichen könnten. Man führe sich nur einmal die schiere Größe, gepaart mit einer "Quasi-Multinationalität" der großen Konzerne wie Shell und ExxonMobil vor Augen. Beide haben (für sich genommen) einen Jahresumsatz, größer als des BIP von Österreich, in der Größenordnung von 350 Mrd. Dollar. Im Vergleich dazu Gasprom: 93 Mrd. Dollar, also quasi ein kleiner Fisch. Es heißt (angeblich), dass z.B. ExxonMobil seine Wirtschaftsmacht gegen Umweltschutz und Menschenrechte missbraucht und auch schon Bürgerkriege finanziert hat, um ihren Interessen nachzukommen. Die entsprechenden Unternehmen haben wahrscheinlich einen derart großen politischen Einfluss, dass man ihnen diesbezüglich quasi nichts mehr kann. (Alle Zahlen von Wikipedia.)

Bis vor kurzem hieß es doch außerdem: "Konkurrenz belebt das Geschäft und nützt dem Verbraucher." Das sieht man doch bei den deutschen bzw. europäischen Stromkonzernen :rolleyes:*hüstel*

Grüße,

nibohr

 

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