Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

107321 weitere Antworten
107321 Antworten

"Weil gute Motoren auch mit 0w-16 > 300tkm halten"

Kann sein, aber welche sind das, wie sind die aufgebaut, was ist anders, als bei den andern Motoren?

Zitat:

@broller schrieb am 6. Juni 2018 um 09:06:41 Uhr:



Zitat:

@HL66 schrieb am 6. Juni 2018 um 08:26:58 Uhr:


Interessant finde ich auch daß im Netz nicht darüber diskutiert wird Hilfe, mein Toyota hat nach 50.000 einen Motorschaden, liegts am dünnen 0W-16 Öl .....

Bei den Kleinwagen von Toyota geht das ja noch, da kann man die Motorgeräusche im Innenraum gut wahrnehmen und hört auch, wenn der "anders" läuft (metallischer, sanfter, rauher). Mit einer Portion Grundverständnis hört man auch beim Fahren auf sich ändernde Geräusche. Mir jedenfalls geht das so. Wenn ich Motorgeräusche höre, höre ich auch immer hin. Vielleicht auch deshalb, weil wir bei unserm XP9 auch schon bei ca. 170.000km den ersten wahrnehmbaren Schaden am Motor hatten. Allerdings fehlte mir damals noch die Erfahrung. Ich hatte den Wagen vor einer großen Belastungsstrecke (vollgepackt und ca. 700km am Stück gefahren, oft hochtourig und mit höherer Geschwindigkeit längere Streckenabschnitte und zum Beschleunigen auch gut getreten) zum Ölwechsel gebracht. Habe mir hinterher das Öl auch angeschaut, direkt nach dem Wechsel, da war es schon pechschwarz am Peilstab. Heute weiß ich: hätte so nicht sein dürfen. Und selbst wenn ein vollsynthetisches Öl genommen wurde (was dunkler sein kann) hätte es am Peilstab nicht so schwarz erscheinen dürfen, nachdem es gerade gewechselt und weniger als 20km gefahren wurde. Ist zwar etwas doof, aber heute wechsel ich Öl selber in wesentlich kürzeren Abständen, da weiß ich, was hinterher drin ist.

War da immer 0w-20 drin?

In meinem Honda war ab Werk auch 0w-20 drin und das war heller als Honig. Bin damit 13500km gefahren mit viel Autobahn unter anderem nach Kroatien und zurück.
Das alte Öl war beim Wechsel heller als das Addinol neu, welches ich danach reingekippt habe.
Soweit ich weiß sind alle 0w-20er vom Grundöl hochwertiger als 5w Öle, also eher als "vollsynthetisch" zu bezeichnen.

Wie ich jetzt weiß, war so dickes Öl (ASL 0540) für diesen Motor kein Vorteil. Hatte das nur genommen, weil es überal im Internet zu der Zeit pauschal empfohlen wurde und alle auf diese Viskosität schwören.

in den xp9 war immer 5w30 drin, der xp13 hybrid soll "eigentlich" 0w-20 bekommen. Der Händler nimmt 5w-30.

Croatien ist optisch eine schöne Strecke.

Zitat:

@broller schrieb am 6. Juni 2018 um 09:21:39 Uhr:


in den xp9 war immer 5w30 drin, der xp13 hybrid soll "eigentlich" 0w-20 bekommen. Der Händler nimmt 5w-30.

Croatien ist optisch eine schöne Strecke.

Nicht nur die Strecke, auch Kroatien ist zu empfehlen. 😉

Interessant. Weil dein Beitrag von vorhin liest sich als wenn du deinen Motorschaden auf 0w-20 Öl schiebst, dabei wurde das gar nicht verwendet. Um was handelt es sich eigentlich bei deinem "merkbaren Motorschaden"?

5w-30 erklärt übrigens eher das pechschwarze Öl. Beim 0w-20 passiert das nicht. Aber auch das muss nichts heißen. Bei deutschen Autos ist das Öl eigentlich immer pechschwarz, schon nach ein paar km. 😉
Wenn man in D 5w-30 bekommt, ist es meistens ein VW LongLife Öl. Die Norm scheint aber, unabhängig von der Viskosität, nicht das Gelbe vom Ei zu sein. Das würde ich definitiv meiden.

Zitat:

@broller schrieb am 6. Juni 2018 um 09:09:36 Uhr:


"Weil gute Motoren auch mit 0w-16 > 300tkm halten"

Kann sein, aber welche sind das, wie sind die aufgebaut, was ist anders, als bei den andern Motoren?

Wenn man außerhalb der EU schaut, vor allem in die USA. Halten so gut wie alle Toyotas und Hondas über 300tkm problemfrei. Die werden dort ohne Ausnahme (also auch die nicht-Hybride) mit 0w-20 seit ca 20 Jahren betrieben.

Aber ich weiß jetzt schon was hier für eine Antwort kommt: Die haben ja gar keine Autobahnen dort!!!11!!

🙄

Ähnliche Themen

Zitat:

@kev300 schrieb am 6. Juni 2018 um 09:30:35 Uhr:


5w-30 erklärt übrigens eher das pechschwarze Öl. Beim 0w-20 passiert das nicht. Aber auch das muss nichts heißen. Bei deutschen Autos ist das Öl eigentlich immer pechschwarz, schon nach ein paar km. 😉

Bei Diesel vielleicht, aber bei Benzinmotoren kann ich das nicht bestätigen. Ich wechsel mein Longlife-Öl (5W-30) in der Regel nach 15.000 bis 20.000 km, und da ist das Öl zwar merklich dunkler wie im Neuzustand, aber noch lange nicht schwarz.

Das einzige schwarze Öl, das ich mal in einem Benzinmotor hatte, war das Liqui Moly mit MoS2. Aber das ist schon im Neuzustand schwarz.

@kev300

Ich kenne Kroatien etwas von früher, das ist aber schon sehr lange her (in den letzten 40 Jahren dürfte sich einiges dort verändert haben), aber die Strecken dort sollen immer noch sehr schön sein. 🙂

Das 5w-30 ist nach dem Wechsel trotzdem nicht so schwarz, beim Benziner (Yaris XP9). Am Ölpeilstab sieht das ungefähr hellbraun aus, wenn es neu ist.

Ich hatte damals unterwegs so zweimal einen hörbare Klangveränderung beim hochtourigen Fahren in Richtung höhere Frequenz. Als ich ankam und gemütlich über Dörfer fuhr, ging in Kurven die Ölkontrollleuchte an. Entweder fehlte schon unterwegs viel Öl, was ich mir nicht erklären kann, da ich den Ölstand vorm Losfahren noch kontrolliert hatte und der fast an Max ran war. Ca. 700km später musste ich ziemlich genau 1L Öl auffüllen, damit der Ölstand wieder über Min war. Der XP9 hatte ein Gesamtvolumen von ca. 3.5L Füllmenge. Ab dem Tag aber ging ständig Öl verloren.

Zitat:

@broller schrieb am 6. Juni 2018 um 09:06:41 Uhr:



Bei den Kleinwagen von Toyota geht das ja noch, da kann man die Motorgeräusche im Innenraum gut wahrnehmen und hört auch, wenn der "anders" läuft (metallischer, sanfter, rauher). Mit einer Portion Grundverständnis hört man auch beim Fahren auf sich ändernde Geräusche. Mir jedenfalls geht das so. Wenn ich Motorgeräusche höre, höre ich auch immer hin.

.

Motorgeräusche beim Fahren sind besser differenzierbar, wenn auch die Reifen besonders leise abrollen.
Das EU Reifenlabel ist dabei sehr hilfreich, denn manche Reifen können im Latsch Resonanzen aufbauen die sich ins Getriebe und den Motor übertragen.
Diese Geräusche werden oft fälschlicherweise als Motorgeräusche angenommen.

Merke, Reifen mit 68-69dB Abrollgeräusch erweitern den Horizont.

https://www.dasreifenlabel.de/de/...kriterien_fuer_EU_Reifenlabel.html

Zitat:

@kev300 schrieb am 6. Juni 2018 um 09:30:35 Uhr:


Aber ich weiß jetzt schon was hier für eine Antwort kommt: Die haben ja gar keine Autobahnen dort!

Was wäre denn so falsch an dem Argument? Autobahnen gibt es natürlich in Japan, aber mit einem Tempolimit von 100 km/h. Dazu herrscht in den meisten Regionen mildes oder teilweise sogar kaltes Klima. Insofern finde ich es nicht verkehrt, wenn man japanische Erfahrungen mit Ölen nicht 1:1 auf Deutschland übertragen will.

In den USA laufen die Toyotas ohne Probleme mit 0W-20 im Death Valley bei 50 Grad Celsius im Schatten und auf den Interstates in den texanischen Wüstenregionen mit ca. 130 km/h legal ohne Probleme mehrere 100000 Meilen. Bei meiner Karre tuts mir regelmäßig leid, das neuwertig aussehende und riechende 0W-20-Öl beim Ölwechsel nach 15000 km zu opfern. Beim Skoda meiner Frau sieht das Öl schon nach 3000 km so aus, dass ich es am liebsten wechseln würde. Muss an der überlegenen Motorenbaukunst der deutschen Konstrukteure liegen.

Zitat:

@Florian333 schrieb am 6. Juni 2018 um 17:40:12 Uhr:



Zitat:

@kev300 schrieb am 6. Juni 2018 um 09:30:35 Uhr:


Aber ich weiß jetzt schon was hier für eine Antwort kommt: Die haben ja gar keine Autobahnen dort!

Was wäre denn so falsch an dem Argument? Autobahnen gibt es natürlich in Japan, aber mit einem Tempolimit von 100 km/h. Dazu herrscht in den meisten Regionen mildes oder teilweise sogar kaltes Klima. Insofern finde ich es nicht verkehrt, wenn man japanische Erfahrungen mit Ölen nicht 1:1 auf Deutschland übertragen will.

Weil es davon ablenkt, dass es in diesen Ländern auch Fahrer gibt, die das Öl stärker belasten.
Kurzstreckenfahrer oder vollgas kranke gibt es überall. 😁
Außerdem wird z.B. in Florida eher tatsächlich 140-150km/h üblicherweise auf den Highways gefahren, statt wie man hier immer meint nur 120 oder so. Beim Anfahren in der Stadt geben die auch meist ordentlich Gas und da darf man in der Stadt zu großen Teilen mal eben 70km/h fahren. Man erschreckt sich schon wenn man nur mit einem 2L Corolla Leihwagen unterwegs ist und mit Vollgas aus den Ausfahrten raus muss, weil der Verkehr mit 70 unterwegs ist. 😁

Hier darf ich mein Gaspedal nur streicheln (1.8L Sauger), um den ganzen Schlaftabletten nicht reinzufahren. 🙄
Zudem ist es in Florida, Kalifornien, Death Valley und auch in entsprechenden asiatischen Gebieten wesentlich heißer im Sommer.
Hier in NRW kann ich kaum mal über 150km/h fahren und wenn dann nur kurz. 80% der anderen Fahrer auf der AB, die ich so sehe, fahren dabei auch noch langsamer als ich. Es ist also eher selten und nicht die Regel, dass jemand hier ständig mit >200 über die Bahn knallt.

(Ich beziehe mich eher auf die USA. 100km/h in Japan sieht erst Mal tatsächlich langsam aus, aber dort ist es auch sehr bergig und im süden heiß und schwül. Ich war da aber noch nicht und kann nichts weiter zu Japan sagen. 😉 )

Zitat:

@broller schrieb am 6. Juni 2018 um 11:24:15 Uhr:


@kev300

Ich kenne Kroatien etwas von früher, das ist aber schon sehr lange her (in den letzten 40 Jahren dürfte sich einiges dort verändert haben), aber die Strecken dort sollen immer noch sehr schön sein. 🙂

Das 5w-30 ist nach dem Wechsel trotzdem nicht so schwarz, beim Benziner (Yaris XP9). Am Ölpeilstab sieht das ungefähr hellbraun aus, wenn es neu ist.

Ich hatte damals unterwegs so zweimal einen hörbare Klangveränderung beim hochtourigen Fahren in Richtung höhere Frequenz. Als ich ankam und gemütlich über Dörfer fuhr, ging in Kurven die Ölkontrollleuchte an. Entweder fehlte schon unterwegs viel Öl, was ich mir nicht erklären kann, da ich den Ölstand vorm Losfahren noch kontrolliert hatte und der fast an Max ran war. Ca. 700km später musste ich ziemlich genau 1L Öl auffüllen, damit der Ölstand wieder über Min war. Der XP9 hatte ein Gesamtvolumen von ca. 3.5L Füllmenge. Ab dem Tag aber ging ständig Öl verloren.

Danke für die Aufklärung. Sehr interessant. Frage mich was es da zerbröselt hat. Dein Öl hatte zumindest keinen abgeseknten HTHS, worauf man das hätte schieben können. 😉

EDIT: Ich habe jetzt ne Weile etwas über den 1.5er Motor gelesen und er scheint ein Problem mit den Kolbenringen zu haben. Die Bohrungen in dem Ölabstreifring sind sehr fein und verstopfen, je nach Öl, früher oder später. Wenn die dicht sind, steigt der Ölverbrauch schlagartig an.
Also ähnlich wie beim EA888 von Audi, nur später. 😁
In den Foren, war die Rede davon, dass der Ölverbrauch ab 160-200tkm plötzlich steigt. Ich vermute das war bei dir auch das Problem.

Interessant dabei. Die Leute, die dort schreiben, haben kein 0w-20 verwendet, sondern 5w-30 aus dem Baumarkt, weil es günstiger war.
Wenn man sich die ILSAC-GF5 Freigabe anguckt, geht es genau um den Punkt Verschmutzung.
https://www.oilspecifications.org/ilsac.php

Also nicht die Viskostität ist das Problem, sondern die Ablagerungen. Kennt man ja auch von LL Öl. 😉

Zitat:

@kev300 schrieb am 6. Juni 2018 um 19:55:06 Uhr:


Außerdem wird z.B. in Florida eher tatsächlich 140-150km/h üblicherweise auf den Highways gefahren, statt wie man hier immer meint nur 120 oder so. Beim Anfahren in der Stadt geben die auch meist ordentlich Gas und da darf man in der Stadt zu großen Teilen mal eben 70km/h fahren.

Zügiges Anfahren in der Stadt belastet das Öl ja gar nicht. Und 140-150 km/h Dauergeschwindigkeit dürfte selbst bei höheren Außentemperaturen noch keine Gefahr darstellen. Aber die Öltemperatur bei Vmax steigt dann schon sehr deutlich an, jedenfalls wenn der größte Gang nicht gerade eine ausgeprägte Schongangcharakteristik hat. Und da würde ich dann lieber nicht mit einem xW-16 oder einem xW-8 unterwegs sein ...

Zitat:

@aj0029 schrieb am 21. August 2017 um 19:42:16 Uhr:



Zitat:

@aj0029 schrieb am 2. März 2017 um 23:44:43 Uhr:


Hallo in die Runde,
Im Anhang die Altöl Analyse von meinem Audi A6 4f 2.0 TDI Bj.2011. Das Auto hat eine Leistungssteigerung von 136 auf 185PS und 58tkm runter.
Verwendet wurde das Motul x-clean 5w30 was ca 10tkm im Einsatz war.
Fahrprofiel ist 70% Autobahn der Rest ein mix aus Stadt und Bundesstraße.
Was haltet ihr von den Werten, ist der Eisen und Aluminium wert bedenklich?
Nun steh ich immer noch vor der Frage bei 5w30 bleiben oder doch auf 5w40 umsteigen, was würdet ihr bei den Werten machen?

Gruß
AJ

Hallo zusammen.
Hier nun eine Nachfolge Analyse von meinem A6 4f 2.0tdi.
Diesmal ca.10tkm mit Motul x-clean 5w40.
Fahrprofiel hat sich nicht großartig geändert, meiner Meinung nach sieht diese Analyse schon besser aus wie die letzte mit x-clean 5w30.
Was meinen die Experten dazu, sind die Werte okay?
Würdet ihr dieses Öl noch weitere 5tkm fahren oder gleich wechseln?
Gibt es eine bessere Alternative für den Motor mit dem fahrprofiel oder ist er mit dem Motul 5w40 gut bedient?
MFG
AJ

Hallo zusammen,
hier die nächste Nachfolge Analyse von meinem A6. Das Ravenol RUP hat sich meiner Meinung nach ganz gut geschlagen dafür das es den ganzen Winter über im Einsatz wahr.
Fahrprofil hat sich nicht geändert, Reparaturen gab es auch keine.
Was meint ihr dazu, lohnt sich der Mehrpreis für das RUP?
MFG
AJ

Zitat:

@Florian333 schrieb am 6. Juni 2018 um 21:51:36 Uhr:



Zitat:

@kev300 schrieb am 6. Juni 2018 um 19:55:06 Uhr:


Außerdem wird z.B. in Florida eher tatsächlich 140-150km/h üblicherweise auf den Highways gefahren, statt wie man hier immer meint nur 120 oder so. Beim Anfahren in der Stadt geben die auch meist ordentlich Gas und da darf man in der Stadt zu großen Teilen mal eben 70km/h fahren.

Zügiges Anfahren in der Stadt belastet das Öl ja gar nicht. Und 140-150 km/h Dauergeschwindigkeit dürfte selbst bei höheren Außentemperaturen noch keine Gefahr darstellen. Aber die Öltemperatur bei Vmax steigt dann schon sehr deutlich an, jedenfalls wenn der größte Gang nicht gerade eine ausgeprägte Schongangcharakteristik hat. Und da würde ich dann lieber nicht mit einem xW-16 oder einem xW-8 unterwegs sein ...

In den USA gibt es auch hier und da mal steile lange Anstiege auf den Highways.
Kombiniert mit sehr hohen Temperaturen.

Alle Leute die dort wohnen müssten direkt nen Motorschaden haben.
Haben sie? Haben sie nicht 😉

Zitat:

@aj0029 schrieb am 6. Juni 2018 um 22:02:36 Uhr:



Zitat:

@aj0029 schrieb am 21. August 2017 um 19:42:16 Uhr:


Hallo zusammen.
Hier nun eine Nachfolge Analyse von meinem A6 4f 2.0tdi.
Diesmal ca.10tkm mit Motul x-clean 5w40.
Fahrprofiel hat sich nicht großartig geändert, meiner Meinung nach sieht diese Analyse schon besser aus wie die letzte mit x-clean 5w30.
Was meinen die Experten dazu, sind die Werte okay?
Würdet ihr dieses Öl noch weitere 5tkm fahren oder gleich wechseln?
Gibt es eine bessere Alternative für den Motor mit dem fahrprofiel oder ist er mit dem Motul 5w40 gut bedient?
MFG
AJ

Hallo zusammen,
hier die nächste Nachfolge Analyse von meinem A6. Das Ravenol RUP hat sich meiner Meinung nach ganz gut geschlagen dafür das es den ganzen Winter über im Einsatz wahr.
Fahrprofil hat sich nicht geändert, Reparaturen gab es auch keine.
Was meint ihr dazu, lohnt sich der Mehrpreis für das RUP?
MFG
AJ

Das sieht sehr gut aus und rein von den Daten kann man da durchaus längere Intervalle fahren.
Zumindest ich würde das Öl bei den Verschleißwerten nicht nach 10.000km wechseln.
Oxidation und Nitration auch sehr gering.

Wie war dein Fahrprofil noch gleich? Glaube die wenigsten hier haben ein Mammuthirn 😁

Eine Sache fällt mir auf. Bzw zwei.
Der Bleiwert der letzten Analyse, Messfehler?

Und die Viskosität ist unplausibel stark abgefallen jetzt beim Ravenol.
Finde ich komisch.
Gälte abzuklären warum. Ob es da starke Schwankungen in der Rezeptur gibt oder ähnliches.
Weil das ist in meinen Augen unplausibel.

Deine Antwort
Ähnliche Themen