Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
Der hydrodynamische Schmierkeil benötigt keine allzu hohen Drehzahlen. Pleuellagerschäden gibts mehr in der heizenden BMW-Fraktion.
Und wer mal eine moderne Automatik fährt, wird bei Geschwindigkeiten um 100kmh auch unter 1500RPM bleiben. Lasst doch die Mär von dem erhöhtem Verschleiß.
Sagt doch niemand, dass man immer nur ab 1000RPM vollgas gibt und bei 1500 direkt hochschaltet. Aber bei 50 im letzten Gang in der Ebene zu gleiten, bedeutet weniger Verschleiß für den Motor und zudem eine exorbitante Spritersparnis. Und wenn man nur im Verkehr mitgleitet, langt der Bereich von 1500-2000 mit 3/4 Gas auch vollkommen aus.
Wie fahrt ihr eigentlich an? Schon Leerlaufdrehzahl vom Chiptuner auf 2500RPM anheben lassen, um Mischreibung beim anfahren zu vermeiden?
Verdrängerpumpe = Druck unabhängig vom Volumenstrom. Der Öldruck muss im Leerlaufzustand ausreichend sein um Mischreibung zu vermeiden.
Der Leerlaufzustand kann ganz flott zum Lastzustand werden.
Klima und ähnliche Verbraucher sorgen mal flott für eine Erhöhung der Motorlast um 70%, je nach Auslegung. Wenn man dann noch zügig vom Fleck will, weil man der erste an der Ampel ist, vollgepackt ist, oder am Berg steht - Aua!
Oder der Kaltstart, bei dem es die Ölpumpe noch nicht geschafft hat Öl ins Lager zu bringen, bevor der erste Schlag von oben kommt.
Dagegen ist rumgleiten bei 1xxx RPM pillepalle für die Lager.
Aber egal, lassen wir das.
Zitat:
@IncOtto schrieb am 27. September 2017 um 12:22:38 Uhr:
Der hydrodynamische Schmierkeil benötigt keine allzu hohen Drehzahlen. Pleuellagerschäden gibts mehr in der heizenden BMW-Fraktion.Und wer mal eine moderne Automatik fährt, wird bei Geschwindigkeiten um 100kmh auch unter 1500RPM bleiben. Lasst doch die Mär von dem erhöhtem Verschleiß.
Sagt doch niemand, dass man immer nur ab 1000RPM vollgas gibt und bei 1500 direkt hochschaltet. Aber bei 50 im letzten Gang in der Ebene zu gleiten, bedeutet weniger Verschleiß für den Motor und zudem eine exorbitante Spritersparnis. Und wenn man nur im Verkehr mitgleitet, langt der Bereich von 1500-2000 mit 3/4 Gas auch vollkommen aus.Wie fahrt ihr eigentlich an? Schon Leerlaufdrehzahl vom Chiptuner auf 2500RPM anheben lassen, um Mischreibung beim anfahren zu vermeiden?
Meine Kritik betrifft nicht die Konstantfahrt mit oder die sanfte Beschleunigung aus niederen Drehzahlen. Wenn ich KickDown trete trennt zumindest die WÜK oder der Automat schaltet herunter wenn der Wählhebel nicht in der manuelle Schaltgasse steckt.
Wenn Motorentester die unterschiedlichen Bedingungen testen und die Ergebnisse der nachträglichen Vermessungen einen gleichen Verschleißgrad zeigen akzeptiere ich das durchaus.
Ähnliche Themen
Ich finde die theoretischen Überlegungen des Für und Wider der Auswirkungen einer niedertourigen Fahrweise auf den Verschleiß auch immer sehr anregend.
Mir fallen dann aber doch schnell diese Berichte ein, wo Journalisten mal paar km bei Fahrern mitgefahren sind, welche mit ihrem Fahrzeug scheinbar mühelos die Million km vollgemacht haben oder daran kratzen.
Eins haben die immer gemeinsam: die fahren alle auffallend niedertourig. Der Verschleiß bei normal hohen Drehzahlen ist eben wohl doch dem langen Motorleben abträglicher als das permanent niedertourige Fahren.
Zitat:
@IncOtto schrieb am 27. September 2017 um 12:22:38 Uhr:
Der hydrodynamische Schmierkeil benötigt keine allzu hohen Drehzahlen.
Pleuellagerschäden gibts mehr in der heizenden BMW-Fraktion.
.
Die immer wieder veröffendlichte Stribeckkurve zur Ableitung des hydrodynamischen Schmierkeils, basiert auf Messungen in stationären Gleitlagern mit Einbereichsölen. In Verbrennungsmotore haben wir als Schmierstoff ein Gemisch aus Motoröl, Kraftstoffeintrag, Wasser und gelöstem Blow by. Motoröl kann unter atmosphärischen Bedingungen bis zu 8% Luft lösen. Dadurch verschiebt sich der Ausklinkpunkt zu etwas höheren Drehzahlen.
~ 8,5 % beträgt der durchschnittliche Leistungsverlust über die Reibung im Kurbel- und Ventiltrieb.
Die Entwicklung bei Ravenol zeigt auf das diese mit besseren Motorölen vorweg gehen, über PAO das Lasttragevermögen, die Reibung durch Zusatz von Molybdän und Wolfram erhöhen
https://cdn2.ms-motorservice.com/.../...A4den-an-Gleitlager_837292.pdf
https://www.schaeffler.com/.../schaeffler_kolloquium_2010_14_de.pdf
https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000036316/2746947
Der Druck im Ölkreislauf ist nebensächlich.
Entscheidend ist, das ausreichend Ölvolumen zum Lager gefördert wird und die Winkelgeschwindigkeit der Welle den Wert erreicht, das es den Schmierkeil im Lager dauerhaft aufrecht erhalten kann. Grundprinzip eines hydrodynamischen Lager ist nun mal, das es den benötigten Druck im Lager selbst, durch die Pumpwirkung der beiden sich gegeneinander bewegenden Teile erzeugt. Das muss bereits bei Leerlaufdrehzahl der Fall sein.
Die Lager sollten dafür ausgelegt sein, die maximale Kraft, die der Motor über die Pleuel an die Lager bringt aufzunehmen, ohne das es wieder in die Mischreibung geht. Auch bei Leerlauf.
Mischreibung sollte es nur bei Anlauf des Lagers geben, wenn das Lager mit den Öl - Restmengen den Schmierkeil aufbauen und "halten" muss, bis frisches Öl von der Pumpe kommt.
Hat der Herr Ingenieur also richtig gerechnet, das richtige Lager genommen, kann ich im Leerlauf bei betriebswarmen Motor voll drauf latschen und da passiert dem Motor rein gar nix 🙂
Die Last auf die Lager ändert sich! Ja, die Schmierung ist im Last armen Zustand im Leerlauf durchaus ausreichend. Nah der Leerlaufdrehzahl bei hoher Drehmomentabfrage ist sie es sicher nicht mehr.
Weil die Schmierung im Leerlauf ohne Last ausreichend ist, muss sie es auch bei hoher Last nah der Leerlaufdrehzahl sein? Tolle Idee! Setzen 6!
Die Opis, die ihre Millionen voll machen, sind sicher keine 25.000km Volllast gefahren.
Und es hat auch keiner behauptet, die Lager würden in den ersten Umdrehungen die Grätsche machen. Wenn man aber sein Auto länger als 3-4 Jahre fährt, sollte man sich mal darüber Gedanken machen, ob man seinen Wagen wirklich dauerhaft haltbar bewegt.
MfG
Zitat:
@Johnes schrieb am 27. September 2017 um 23:31:52 Uhr:
Die Last auf die Lager ändert sich! Ja, die Schmierung ist im Last armen Zustand im Leerlauf durchaus ausreichend. Nah der Leerlaufdrehzahl bei hoher Drehmomentabfrage ist sie es sicher nicht mehr.
Woraus diese Annahme?Weil die Schmierung im Leerlauf ohne Last ausreichend ist, muss sie es auch bei hoher Last nah der Leerlaufdrehzahl sein? Tolle Idee! Setzen 6!
Die Opis, die ihre Millionen voll machen, sind sicher keine 25.000km Volllast gefahren.
Und es hat auch keiner behauptet, die Lager würden in den ersten Umdrehungen die Grätsche machen. Wenn man aber sein Auto länger als 3-4 Jahre fährt, sollte man sich mal darüber Gedanken machen, ob man seinen Wagen wirklich dauerhaft haltbar bewegt.
MfG
Der pietsprock der mit seinem Skoda Fabia die Million gemacht hat fährt immer bei niedriger Drehzahl sehr viel Last. Bei 43 in den 5.Gang oder irgendwie sowas. Sind bestimmt um die 1000u/min
Ölwechselintervall dazu auch noch deutlich länger als 30tkm
Der Motor hat knapp 1.2 Millionen und ist top in Ordnung.
Und ich vermute, dass die meisten ihr Auto heutzutage nicht ganz so lange fahren.
Det sagte doch noch als er von Grip zu besuch war was in die Richtung "dass die Pleuel nicht rausgucken sei aber auch alles" auf die Tatsache, dass er auf der gemeinsamen Fahrt bei 35 in den 4.Gang und bei 43 in den 5.Gang schaltete.
Das alles liegt bestimmt daran, dass die Schmierung bei hoher Last nahe der Leerlaufdrehzahl nicht mehr ausreichend ist!
Und daran, dass er das Öl zudem selten gewechselt hat!
Und dass das Auto BJ2000 ist und somit noch nicht älter als 3-4 Jahre!
An dem Motor ist allerdings alles original. Selbst die Kupplung!
Den 3-Zylinder-Mini den er jetzt fährt wird ebenfalls mit sehr niedriger Drehzahl penetriert und hat jetzt schon mehr Kilometer runter (300.000km) als 95% der Autobesitzer mit so einem Auto überhaupt fahren würden. Ebenfalls mit großzügig verlängerten Ölintervallen.
Der hat allerdings sicher weit aus weniger Volllastanteil (Prozentual) erlebt verglichen mit dem Fabia.
Ich bleibe aber dabei.
Wenn es wirklich möglich ist, dass man durch fahren mit niedriger Drehzahl die Lager zerlegt, dann hat der Hersteller seine Hausaufgaben nicht gemacht.
Denn warum sollte ein Hersteller den Motor so konstruieren, dass bei hoher Drehmomentabfrage bei niedriger Drehzahl die Schmierung nicht mehr ausreichend ist?
Glaubt hier wirklich jemand, dass der Hersteller so blöde ist?
Bis das passiert fliegt wahrscheinlich 5x das ZMS weg!
Gut möglich, dass es dort in den Lagern wirklich höheren Verschleiß gibt wenn man wirklich immer 1000-1500u/min Volllast fährt!
Bzw ich halte das ebenfalls für wahrscheinlich.
Aber ist dieser Verschleiß denn überhaupt relevant?
Wenn die Lager statt 600tkm nur noch 400tkm halten ist dies nicht relevant.
Da 99.9% der Fahrzeuge diese Laufleistungen so oder so niemals erreichen werden.
Lagerschäden sind doch heutzutage bei sehr vielen Motoren überhaupt kein Thema mehr.
Zu vielen Motoren findest du nicht mal Suchergebnisse obwohl Millionenfach verkauft.
Man kann auch dort ein Problem herbeireden wo es eigentlich gar keines gibt.
Zitat:
An dem Motor ist allerdings alles original. Selbst die Kupplung!
Wahrscheinlich ist auch noch die erste Tankfüllung drin, oder die 1.2 Mio sind aufm Prüfstand gelaufen, so wie mal der schwachsinnige Test von Exxon / Mobil..und die ersten Bremsbeläge und die haben noch 60%
Es gibt immer wieder Motoren mit so einer Laufleistung, aber irgendwie klingt das ein bisschen unglaubwürdig..aber es steht natürlich im Internet
Naja, der Typ fährt ja fast nur Langstrecke. Wahrscheinlich hat der Wagen auf einer Mio km weniger Kupplungsvorgänge erlebt als so mancher Kleinwagen auf 100.000km...
Deshalb (wegen optimaler Betriebsbedingungen) geht das auch mit den verlängerten Ölwechselintervallen gut.
Wann geht das endlich in Eure Köpfe rein, daß die Zahl auf dem Kilometerzähler alleine vollkommen irrelevant ist. Wichtig ist, wie sie zustandegekommen ist. Hab ich Euch aber schon so oft erzählt (und gezeigt.)
Zitat:
@schelle1 schrieb am 28. September 2017 um 02:40:51 Uhr:
Wie funktioniert eigentlich die Schmierung in einem Lanz Bulldog bei 300 Umdrehungen. 😕
Sicher, das der Lanz-Hammer wie ein PKW-Motor aufgebaut ist? Aber, von dir habe ich keinen anderen Kommentar erwartet. Äpfel mit verwitterter Dachpappe verglichen! 🙄
___ ___ ___
@Leon596: Du hast natürlich immer neben dem Typen gesessen und gesehen, wie er wirklich gefahren ist... Ein slter Zetec von mir hat die 600.000 km schon überschritten. Der Bekannte fährt immer noch damit rum. Aber, er schaltet nicht bei 1500 U/min, sondern 3000-3500 U/min.
Bei geringer Last ist es kein Problem für den Motor bei niedrigen Drehzahlen. Aber, wenn man den Motor belastet, braucht man höhere Drehzahlen, als die Leerlaufdrehzahl um überhaupt wirtschaftlich und Material-schonend zu fahren. Dazu langen 500-1000 U/min mehr. Es sagt keiner, er müsste mit 3500 U/min fahren um seinen Motor zu schützen. Aber statt 1200 U/min mit 1800 U/min bei einem Benziner zu fahren, ist kein Beinbruch. Statt 5. Gang in den Vierten!
MfG
Zitat:
@Johnes schrieb am 28. September 2017 um 09:50:25 Uhr:
...........
Es sagt keiner, er müsste mit 3500 U/min fahren um seinen Motor zu schützen. Aber statt 1200 U/min mit 1800 U/min bei einem Benziner zu fahren, ist kein Beinbruch. Statt 5. Gang in den Vierten!MfG
So auch meine Meinung.
Zitat:
@Laurin-2008:
Dadurch verschiebt sich der Ausklinkpunkt zu etwas höheren Drehzahlen.
Passt alles zusammen.
Zitat:
@Johnes schrieb am 28. September 2017 um 09:50:25 Uhr:
Zitat:
@schelle1 schrieb am 28. September 2017 um 02:40:51 Uhr:
Wie funktioniert eigentlich die Schmierung in einem Lanz Bulldog bei 300 Umdrehungen. 😕@Leon596: Du hast natürlich immer neben dem Typen gesessen und gesehen, wie er wirklich gefahren ist... Ein slter Zetec von mir hat die 600.000 km schon überschritten. Der Bekannte fährt immer noch damit rum. Aber, er schaltet nicht bei 1500 U/min, sondern 3000-3500 U/min.
Bei geringer Last ist es kein Problem für den Motor bei niedrigen Drehzahlen. Aber, wenn man den Motor belastet, braucht man höhere Drehzahlen, als die Leerlaufdrehzahl um überhaupt wirtschaftlich und Material-schonend zu fahren. Dazu langen 500-1000 U/min mehr. Es sagt keiner, er müsste mit 3500 U/min fahren um seinen Motor zu schützen. Aber statt 1200 U/min mit 1800 U/min bei einem Benziner zu fahren, ist kein Beinbruch. Statt 5. Gang in den Vierten!
MfG
Nö, habe nicht neben ihm gesessen.
Aber aus welchen Gründen sollte er im Video Dinge erzählen und auf MT und Facebook Dinge erzählen die nicht stimmen? Das würde keinen Sinn machen.
Ich persönlich würde so auch nicht fahren.
Aber deine Behauptung, dass das so unfassbar schädlich sei beruht wahrscheinlich auf deinem Gefühl und der Tatsache, dass es von der Geräuschkulisse sich nicht besonders toll anhört.
Ich glaube auch, dass es verschleißsteigend ist.
Aber ist es relevant?
Das wird man hier wahrscheinlich ohne einen absoluten Motorenexperten nicht beantworten können.
Aber die Tatsache, dass es zu manchen Motoren im Netz nichtmal Treffer für Lagerschäden gibt fällt auf.
Sind die Leute plötzlich alle bahnbrechend gute Autofahrer die ausschließlich alle in der passenden Drehzahl unterwegs sind?
Oder Leute die einfach nur wenig Kilometer machen?
Das fällt mir halt einfach verdammt schwer zu glauben!
Jeder soll es so machen wie er meint.
Ich denke es gibt bei niedriger Drehzahl und viel Last andere Probleme, die relevanter sind.