Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Hi,
da es in diesem Öl-Thread jetzt ja tatsächlich wieder um Öl geht, habe ich noch Hoffnung, dass ich mit meiner Fragestellung vielleicht noch weiterkomme. Ich verweise mal auf:
http://www.motor-talk.de/beitrag62f10787389s.php
http://www.motor-talk.de/beitrag62f10790046s.php
http://www.motor-talk.de/beitrag62f10795562s.php

Um die Diskussion zu beenden, ob Ford das "wirklich" vorschreibt - sonst gäbe es diese Frage zumindest von mir gar nicht, weil obsolet - hier ein Scan des entsprechenden Teils der Seite 197 der BA Ford Focus von 2004.

HALT, ich lese gerade im Copyright von dem Pamphlet, dass ich den Scan gar nicht veröffentlichen darf... o Manno ...

Also tippe ich es ab, ich versuche die Formatierungen nachzuahmen:
--------------------------------
Motoröl
Motorölwechsel
Ford/Motorcraft Motoröl Formula E SAE 5W-30 verwenden.

Alternativ kann auch ein vergleichbares Motoröl der Viskositätsklasse SAE 5W-30 verwendet werden, das der Ford Spezifikation WSS-M2C913-B entspricht.

Motoröl nachfüllen
Sollte ein Öl nach oben genannten Spezifikationen nicht verfügbar sein .... (etc etc)

-------------------------------------
Die Formulierung ist leider sehr eindeutig.

Gruss

Zitat:

Original geschrieben von Sterndocktor


Ob der Pourpoint bei minus 54 oder sogar erst bei minus 63°C liegt, spielt eigentlich überhaupt keine Rolle.

Was für den Kaltstart zählt, ist einzig u. alleine die dyn. Visko bei Minusgraden. Kann sein, dass die bei einem Öl, welches noch einige °C weiter unten stockt, bei z. B. minus 25°C sogar etwas höher (= schlechter) ist, als bei einem anderen, welches einige °C früher stockt.

Wir haben nun also ein paar Öldaten:

Wir kennen ein paar Eckpunkte:
Castrol Edge 0W-40:
http://129.35.64.91/.../38CB518640B1300CC12571C0004C81EB?OpenDocument
Pourpoint: -63°C
Visko 40°C: 76
Visko 100°C: 12,8
VI: 171

Castrol 0W-40
http://129.35.64.91/.../DEEAB71054B6F587C12570990037AD74?OpenDocument
Pourpoint: -54°C
Visko 40°C: 80
Visko 100°C: 13,5
VI: 171

Castrol 0W-40
http://129.35.64.91/.../$file/018257.pdf
Pourpoint: -63°C
Visko 40°C: 75
Visko 100°C: 12,9
VI: (unbek.)

Mobil1 0W-40:
http://www.mobil.com/.../GLXXENPVLMOMobil_1_0W-40.asp
Pourpoint: -54°C
Visko 40°C: 80
Visko 100°C: 14,3
VI: 187

... ja, und nu? Die Castrolwerte widersprechen sich. Mal hat das Edga-Öl die Werte des normalen 0W-40 und mal hat das 0W-40 nicht die 0W-40-Werte einer anderen Quelle derselben Webseite!

mmmh .. egal.

Meine Auffassung ist aktuell, dass ein hoher VI besser ist und bedeutet, dass ein Öl seine Viskosität über einen Temperaturbereich weniger stark ändert als ein Öl mit niedrigerem VI?
Das Castrol ist in der Viskosität also stärker temperaturabhängig?

Weiterhin ist eine niedrige Viskosität für mich Indikator für eine höhere Fließfähigkeit. ... zu gering darf die Fließfähigkeit aber auch nicht sein, da ansonsten der Ölfil abreißt. Somit sollte die also möglichst konstant sein - geht nunmal aber nicht.

Das Mobil1 hat bei 100°C eine höhere Viskosität und einen höheren VI als das Castrol. Somit wird es bei noch höheren Temperaturen weniger schnell ausdünnen als das Castrol.
Also schlussolgere ich, dass das Mobil1 für diejenigen gut ist, die hin und wieder auf der Nordschleife oder bei Drifttrainings unterwegs sind.

Bei niedrigeren Temperaturen sehe ich, dass die Viskosität beim Castrol niedriger ist als beim Mobil1. Hier kommt nun wieder der VI ins Spiel. Um nun zu sehen, wie sich das Öl bei -20°C verhält,
Gehe ich der Einfachheit davon aus, dass der VI konstant bleibt, sehe ich beim Castrol eine Visko von 137,1 bei -20 °C und beim Mobil1 eine Visko von 145,7 ... das sind sicher keine Welten und diese Unterschiede könnten auch schon in Messungenauigkeiten aufgehen.

Deshalb ziehe ich nun den Pourpoint heran, um eine Aussage zu treffen, welches Öl für den Nordpol besser geeignet ist. Sollte mein Motor bei -50 °C eingefroren sein, bietet mir das Castrol eine bessere Shcmierfähigkeit. (ja, ich weiß, das Kühlwasser hätte den Motor schon kollabieren lassen)

Wenn ein Öl aber schon bei so massiv niedrigeren Temperaturen besser ist, dann doch bestimmt auch bei weniger extremen Temperaturen.

... und bei 40 °C wissen wir ja über den Visko-40°C-Wert, dass das Castrol dort die bessere Schmierfähigkeit bietet.

... fertig 🙄

Gruß, Frank

Nur wenn du jetzt noch den Zusammenhang von Viskosität und Schmierfähigkeit erklärst.Auch Wasser hat eine Viskosität,nur die Schmierfähigkeit hält sich stark in Grenzen.

Die Qualität eines Öls lässt sich nur schwer aus den Angaben der Datenblätter bestimmen da dazu Angaben nötig sind die dort nicht auftauchen.Wurde aber auch schon öfters nicht gerade beiläufig erwähnt.Ebenso das die Castrol 0W40 haarscharf in dieser Klasse landen und eigentlich fast schon 0W30 Öle sind.Das Sich die Werte von Castrol zum Teil je nach Land wiedersprechen wurde auch schon Angesprochen.Entweder sind es Fehler in den Datenblättern oder der Kunde wird verarscht.Das sie in jdem Land anderes Öl unter demselben Namen verkaufen dürfte eher unwahrscheinlich sein.

Irgendwie finde ich das Thema "Schmierfähigkeit bei -50° Celsius" auch zumindest exotisch. Das ist schon der Temperaturbereich von man üblicherweise Spezialfahrzeuge einsetzt, weil schon die Materialversprödung anfängt einem das Leben schwer zu machen.
Und ob man aus dem Viskounterschied von 5% bei 40° Grad überhaupt irgendwas ableiten kann? Die Viskositätskurve ist bei inhomogenen organischen Flüssigkeiten mit ziemlicher Sicherheit nicht linear.

Gruss

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Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald


Nur wenn du jetzt noch den Zusammenhang von Viskosität und Schmierfähigkeit erklärst.Auch Wasser hat eine Viskosität,nur die Schmierfähigkeit hält sich stark in Grenzen.

Naja, also ich ging bisher ehrlichgesagt davon aus, dass die Schmierfähigkeit in direktem Zusammenhang mit der Viskosität steht. Ein Öl, welches so heiß ist, dass es verdampft, kann nicht mehr groß zur Schmierung beitragen. Ebenso ein Öl, welches im festen Aggregatzustand vorliegt. Alles, was dazwischenliegt nehme ich zur Vereinfachung als "linear" an.

Und natürlich entsprechen Annahmen nie der Realität, vereinfachen uns aber die Betrachtung zu komplexer Systeme. Und wenn der Betrachtungsfehler eine sichere Ergebnisaussage zulässt, dann ist das schon ok ...

Gruß, Frank

Bei -50 zerbröseln ja schon die Reifen...

Es kam da mal kürzlich so eine Reportage über Sibirien...

Da machen die ganz krasse Sachen.... der Motor wird morgens erst mal vorgeheizt und zwar indem man ein Wanne mit Öl / Benzin uterm Motor anzündet.

Bremsflüssigkeit ist durch irgendwelche eigenen abenteuerlichen Mischungen ( Alkohol dazu) ersetzt weil die normalen Ausführungen versagen....jedenfalls die die man in Russland kaufen kann

Leider hat der Journalist nicht gesagt, welches Motoröl die verwenden *g*.. aber so rußland mäßig wird es irgendwas sein das nur marginal besser ist als Teer

Laut meinem Opa war im Krieg in Russland ein großes Problem daß die Motoren im Winter durch dickes Öl und Verkockungen komplett fest waren und sich nicht mehr drehen ließen.. sofern er irgendwann lief und genug Sprit da war wurden Leute abgestellt die dafür zu Sorgen hatten daß das Ding rund um die Uhr lief und auf keinen Fall mehr ausgehen durfte

Ok, kommt jetzt bei uns auf der A3 eher nicht so oft vor :-)

@incognito:
Dazwischen ist es eben absolut nicht linear.
Und ein Verhalten bei -40°C sagt rein gar nichts über das Verhalten bei -20°C aus.
Dein Gedankenansatz in Ehren - aber er ist schlichtweg falsch. 🙂

Zitat:

Original geschrieben von tsw123


@incognito:
Dazwischen ist es eben absolut nicht linear.

Das weiß ich auch ... deshalb die absichtliche Annahme als Diskussionsgrundlage, denn alles weist darauf hin, dass der lineare Ansatz als erste Annäherung und Vereinfachung gut taugt.

Zitat:

Original geschrieben von tsw123


Und ein Verhalten bei -40°C sagt rein gar nichts über das Verhalten bei -20°C aus.

Wenn man ein Verhalten bei -30°C kennt und ein Verhalten bei -20°C, dann lässt sich das Verhalten bei -25°C abschätzen.

Wir kennen aber nur die Zustände bei -54°C (bzw. -63°C), 40°C und 100°C Wenn das Verhalten zwischen 40°C und 100°C nicht als annähernd linear angenommen werden könnte, gäbe es keinen VI.

Und auch klar, dass der Viskositätsindex bei niedrigeren Temperaturen massiv abfällt. Aber er tut es bei beiden Ölen annähernd gleich.

Zitat:

Original geschrieben von tsw123


Dein Gedankenansatz in Ehren - aber er ist schlichtweg falsch. 🙂

Mach's besser 🙄

Die Fragestellung ist immernoch, ob sich anhand der gegebenen Daten ableiten lässt, welches der beiden Öl optimaler bei Kaltstarts ist - so zwischen -10 °C und 0°C.

(dass man in Sibirien brennende Ölwannen unter den motor schiebt, ist für mich genauso wichtig wie der chinesische umfallende Sack Reis. sorry ...)

gruß, Frank

Zitat:

Original geschrieben von MadMaxV8


Ne, das ist wahrscheinlich die Marketingabteilung von DC 😁.

Sterndoktor leistet hier gute arbeit.^^

Aber für mich, der seit 2000 Mobil 1 0w40 fährt, läuft das eh runter wie öl, die gut erklärenden Beiträge von Sterndoktor. 😛 🙂

@lncognito
Da das Viskositätsverhalten nunmal nichtlinear ist und die vorhandenen Daten nur Unterschiede von weniger als 5% aber in ganz anderen Temperaturbereichen hergeben, lässt sich eben genau nichts ableiten. In der praktischen Analytik und Messtechnik ist man oft froh, wenn man überhaupt eine 5% Genauigkeit hinbekommt.

Gruss

Zitat:

Original geschrieben von Sterndocktor


MB-Modelle sind sogar derartige "Konstruktionsfehler", dass wir drei E320CDI (mit DPF) gleich 30 Tage lang mit Vollgas in einem Hochgeschwindigkeits-Oval haben fahren lassen und dabei mehrere, neue Weltrekorde aufgestellt haben. 😉

Und momentan sind sogar gleich 33 E-Klassen (inkl. 3 Bluetec-Modelle) von Paris nach Peking unterwegs (gut zwei drittel der Strecke haben sie schon hinter sich). 😉

Wenn ich an die Kosten dieser Aktion denke wird mir zwar ganz schlecht - aber was tut man nicht alles, um zu zeigen, dass MB wieder sehr gute u. auch sehr zuverlässige Autos baut. 🙄

P. S. Ein bisschen entäuscht bin ich aber jetzt von "M15a" schon. Hatte eigentlich erwartet, dass er von einem Fall weiß, wo es bei einem MB kurz nach Ablauf der Garantie einen kapitalen Motorschaden (o. ähnliches) gegeben hat u. dann auch noch NULL Kulanz. 😉

*g*

Super Beitrag.

Kann man dich irgendwie anmailen Sterndoktor?

Ich wollte dich fragen was du von QMI SX 6000 hältst.

Ich fahre übrigens einen smart Cdi, und hab schon seitdem er 5tkm drauf hatte Mobil 1 0W40 drinne.
Früher noch das ind er Goldverpackung(wo drauf stand für Cdi Motoren besonders geeignet), später das Turbodiesel und nun seit 20tkm das Super Syn.

Der kleine hat nun 107tkm drauf.

Bin nun mal am überlegen ob ich ne Liqui Moly Motor Clean reinigung machen soll. Falls der Diesel doch mal etwas verkockt ist.
In letzter Zeit zieht er etwas schlechter.

Was mir noch am Motor auffällt ist, das es so aussieht wie dass es öl aus dem Motorblock herausdrückt. Entweder Zylinderkopf oder Ventildeckeldichtung.
Es ist aber nicht viel, könnt auch Schmutz sein, oder dass ich mal öl verschüttet hab.

Gibt's da nen Mittelchen, wo ich den Dichtungen was gutes tun kann?

Zitat:

Original geschrieben von AndyTHL


... Kann man dich irgendwie anmailen Sterndoktor?

Ein Tipp: Er antwortet nicht auf PNs, da er wohl sonst den lieben, langen Tag nichts Anderes mehr zu tuen hätte ... (so oder so ähnlich hat er es jedenfalls schon 'mal "kundgetan" 😉.) Der einzige Weg ist der, hier Deine Fragen an ihn reinzustellen - was Du ja hiermit getan hast 😉.

Zitat:

Original geschrieben von AndyTHL


Ich wollte dich fragen was du von QMI SX 6000 hältst.

Es sind zwar keine Antworten vom"Meister" aber immerhin: Schau' 'mal

hier

und

hier

.

Halt, hier hab' ich doch noch 'was vom Meister persönlich: Schau' Dir nach den vorher verlinkten Beiträgen doch einmal diesen

Beitrag

an, Stichwort: PTFE (erwähnt am unteren Ende des Beitrags). Dann weißt Du Bescheid!

(Übrigens: Alle Stellen gefunden mit "QMI" und "PTFE" in der

Suchfunktion

!

Das Forum steckt voller Wissen. Leider sind viele nur nicht bereit, auch danach zu suchen!

)

Zitat:

Original geschrieben von AndyTHL


Ich fahre übrigens einen smart Cdi, und hab schon seitdem er 5tkm drauf hatte Mobil 1 0W40 drinne. ...
Gibt's da nen Mittelchen, wo ich den Dichtungen was gutes tun kann?

Dann hast Du, wenn ich die Beiträge von Sterndocktor richtig in Erinnerung habe, ja schon das Optimum für den Elastizitätserhalt der Dichtungen gemacht. Da gibt's zwar noch das Wynn's Öl-Leck-Stop, was man bei älteren Motoren mit spröde gewordenen Elastomerdichtungen einsetzen kann, aber dieser Fall dürfte (insbesondere durch die Benutzung von Mobil 1) bei Dir nicht vorliegen.

Was man speziell dem Smart in diesem Bereich Gutes tuen kann, weiß ich nicht. Wahrscheinlich nur, die Dichtungsn zu wechseln. Aber wenn Du da schon im Smart-Unterforum keine Tipps bekommst ...

Schönen Gruß

Ja, mich hats ja auch nur wegen Dr Z., äh besser gesagt Sterndoktor hier her verschlagen.😉

Wie wärs mal mit nem Inhaltsverzeichnis, für diesen Fred? 😛
Zb: S100-150 Vw Motoren, S150-200 Mercedes Motoren, S450-460 Wiederlegung von Mercedes Konzernmachenschaften. 🙂

Zitat:

Original geschrieben von HL66


Laut meinem Opa war im Krieg in Russland ein großes Problem daß die Motoren im Winter durch dickes Öl und Verkockungen komplett fest waren und sich nicht mehr drehen ließen.. sofern er irgendwann lief und genug Sprit da war wurden Leute abgestellt die dafür zu Sorgen hatten daß das Ding rund um die Uhr lief und auf keinen Fall mehr ausgehen durfte

Ok, kommt jetzt bei uns auf der A3 eher nicht so oft vor :-)

Hi,

verschiedene Motoren (die russischen Sternmotoren für Flugzeuge z.T. bis heute) hatten z.B. ein Schmierölverdünnungsventil. Damit hat man dem Öl Benzin zugemischt, um wieder anlassen zu können. Sowas war natürlich nicht lebensdauersteigernd, aber besser, als erschossen zu werden...

Bei modernen Synthetik-Ölen bräuchte man das wohl nicht mehr.

Gruß
Stefan

>mit spröde gewordenen Elastomerdichtungen einsetzen >kann, aber dieser Fall dürfte (insbesondere durch die >Benutzung von Mobil 1) bei Dir nicht vorliegen.

Hat das M1 denn nun auch auf lange Sicht genügen Dichtungsweichmacher / Weichhalter oder soll man noch was zugeben ?

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