Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von GreG_M
[...]
"Kompressor Öl Motorex Evolution FS-X SAE 5W/30, vollsynthetisch oder ein anderes vollsynt. Motorenöl".
-->
www.motorex.comAlso das "Evolution" habe ich direkt dort (auf die schnelle) nicht gesehen, allerdings das folgende:
XPERIENCE FS-X 0W/30
Vollsynthetisches PKW-Motorenoel mit einzigartigen Leichtlaufeigenschaften. Spart spürbar Kraftstoff
Extrem kaltstartsicher und temperaturstabil
Speziell formuliert und getestet für Hochleistungs-Benzin- und -Dieselmotoren.
Maximaler Verschleissschutz und kürzeste Durchoelungszeit.
Herstellervorschriften beachten
Spezifikation:
ACEA A3/ B4
API SL/ CF
VW 502 00, 503 01/ 505 00
MB 229.3
Safety + Performance:
BMW LL-98
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Edit2:
Das "XPERIENCE FS-X 0W/40" hat sogar Porsche Freigabe.
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Nach den Spezifikationen kann es sooooooooooo schlecht nicht sein. Da es auch eine MB-Freigabe hat, kann unser Sternendocktor sicherlich noch was dazu sagen.
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EDIT : Wenn es ein guter Hersteller/Lieferant ist, dann bekommst Du sicherlich auf Anfrage auch ein Datenblatt.
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EDIT 3:
Hab grad mal nen Preis gefunden und mich geschüttelt:
Motorex Xperience FS-X 0W/30:
8 x 4 Ltr. Kanister
VK: 469,57 Eur
Motorex Xperience FS-X 0W/40:
1 x 58 Ltr. Fass
VK: 625,03 Eur
Karton:
24 x 1 Ltr. Dose
VK: 349,95 Eur
Karton:
8 x 4 Ltr. Kanister
VK: 444,70 Eur » 55,59 Eur/Stk.
http://www.keszler-top-brands.de/nav_detail.php?db=Z&ID=P04#M08136
Grüße
Schmudi
Kettenantriebe gleich welcher Art sind der "natürliche Feind" der Motorenöle auf PAO-Basis!
Bei einem Fahrad im praktischen Renneinsatz halte ich die Verwendung eines Newtonschenöles für angebracht.
Stichwort: Scheerstabilität.
Bei allen kettengsteuerten Aggregaten z.B. im VR6 ist das Öl vom Hersteller mit Bedacht auszusuchen da die Öle durch den Kettenantrieb geradezu in Rekordzeit kaputtgeschert werden.
Deshalb enthalten Vollsyntetische Motorenöle auf PAO-Basis auch Esteröle die auch bei fortgeschrittener Ölalterung eine Restviskosität und Scheerstabilität gewährleisten.
Da VW die Öle testet sind mit freigegebenen Ölen keine Probleme zu erwarten.
Wird in einem solchen (Altöl)-Motor nun ein frisches Öl mit einer zu geringen Visko eingefüllt kann es zu Motorschäden Kommen.
Da die ÖLanbieter sich auf den DAU einstellen müssen ist die Aussage keine Öle unterschiedlicher Visko einzufüllen richtig.
"Bei Eintritt der Dämmerung ist mit Dunkelheit zu rechnen"
Bei GM und Ford mit Steuerketten unbedingt Öle mit den richtigen Freigaben kaufen
Der Ford ST FOFO bekommz eine Ölfreigabe nach der C-Klasse.
Genaugenommen sind die A und B ACEA Freigaben zusammengefasst zu den C-Klassen und durch die C-Klassen ersetzt.
Die C-Klassen 02/04 sind also nicht nur für Diesel
Es gilt nur noch HTHS unter oder über 2.9
Wieso nicht füttern?
Hallo Jan, hallo Type-IV:
Eine Antwort ist besser als keine Antwort, sie bietet zumindest wieder Anlass zur Diskussion. Wenn die Aussage von Typ IV stimmt, dann weiss ich jetzt, was n i c h t das Optimum ist. Welches Öl/welche Substanz ich nun nehmen soll, allerdings auch (noch) nicht. Und wenn sie (in Bezug auf Fahrradkette und/oder Motorkette) nicht stimmt, dann bitte berichtigen.
Grüsse EposEs14
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@eposes14
Da Type IV hier bisher ausnahmslos geballten Blödsinn geschrieben hat, ist es fraglich, ob noch jemand darauf eingehen will.
Hallo Jan
...das ist kein Grund, gleich vor Fütterung zu warnen. Ob man füttern will oder nicht, sollte jedem selbst überlassen bleiben.
Im übrigen bin ich aber doch auch etwas verwundert über die Schärfe, die hier im Thread jüngst eingeschlagen wurde: Bis ca. S. 240 hielt sich das mit Ausnahme einer Verstimmung von Sterndoc in Grenzen...jetzt wird, nachdem ich einige Seiten ausgelassen habe, ein Poster "per se" verurteilt, weil vielleicht nicht alles richtig ist (andere behaupten: alles falsch, ich vermag das nicht zu beurteilen). Aber genau das ist der Punkt: Ich maße mir nicht an, alle Aussagen zu beurteilen, oder besser: sie zu widerlegen.
Wenn man nun immer auf Type IV rumhakt, ist das vielleicht etwas einfach. Viel interessanter wäre doch, ihn zu widerlegen (wenn's denn falsch ist). Nur da stelle ich irgendwie fest:
Zwar gibt es genügend, die sich über ihn lustig machen - ob zu Recht oder zu Unrecht - aber f a c h l i c h kommt doch meist nur von einem Einzigen Kontra. Das kann ich natürlich auch: Warten, bis eine Gegenmeinung kommt, und dann selbst auftreten im Sinne "ich hab's doch auch schon immer gewusst". Etwas mehr "Nächstenliebe" würde dem Thread mal wieder guttun - was nicht heißen soll, sich nicht auchmal in freundlicher Form über falsche Antworten zu amüsieren.
Grüsse EposEs14
Zitat:
Bei GM und Ford mit Steuerketten unbedingt Öle mit den richtigen Freigaben kaufen
Aus diesem Grund kann man dann wohl auch bei Opel auf feste Ölwechselintervalle umstellen und dann auf die GM-LL Öle verzichten?
So so ....
Zitat:
Original geschrieben von wvn
Aus diesem Grund kann man dann wohl auch bei Opel auf feste Ölwechselintervalle umstellen und dann auf die GM-LL Öle verzichten?
So so ....
Endlich hast Du es verstanden! Und alle vollsynth. Öle, die trotz minderwertiger PAO Basis die VW 502.00 (VR6) schaffen, haben Ester-Anteile. Klar? 😁
Und wie machen das eigentlich MB, Porsche und BMW mit ihren Ketten?
Zitat:
Original geschrieben von Jan0815
Endlich hast Du es verstanden! Und alle vollsynth. Öle, die trotz minderwertiger PAO Basis die VW 502.00 (VR6) schaffen, haben Ester-Anteile. Klar? 😁
Und wie machen das eigentlich MB und BMW mit ihren Ketten?
Sorry, kann Dir im Moment nicht folgen - was sollte ich denn nicht verstanden haben?
@eposes14:
Aaaalso, wenn man mal ein paar Sachen von hier zusammenfügt, möchte ich mal vorausschicken, daß Du doch schon ein paar ganz vernünftig klingende Tips zum Produkt bekommen hast.
Darüberhinaus, von seiten Motoröl kommend könnte man sagen, daß viele für Mot-öl wichtige Sachen, für die Fahrradkette, überhaupt nicht oder ganz anders in Frage kommen. Die Partikelgeschichte z.B., da sind nun wirklich himmelweite Unterschiede zwischen den Anwendungen. Wasser auch, Viskosität, Temperaturbeständigkeit u.s.w. ....
Wie gesagt, Du hast ein paar Produktempfehlungen, worauf kann man da horchen? Die Wasserverdrängung ist wichtig,
die Hochdruckeigenschaften ( EP ) sind vielleicht wirklich nicht so unwichtig.... Wenn das Zeug nicht so unverschämt teuer wäre, so könnte sogar div. von Mathy's und Konsorten in Frage kommen. Hatten wir mal hier, dieser "berühmte" Versuch, mit dem gleiten Metall auf Metall ( kenne es selbst nicht aus eigener Anschauung, liege vor Lachen immer unter dem Tisch 🙂 ). Da werden nur diese Hochdruckeigenschaften gepusht, Zauberwort ZDDP. Das könnte ein Punkt sein für ein Fahrradkettenöl.
Dein Problem besteht vielleicht also darin, daß Du vergleichbare Facts wie hier nicht über das Produkt bekommen kannst, Motoröle sicher nicht das richtige sind, und es schwierig sein dürfte, vergleichbare Experte(n) mit Prüflaborhintergrund 😉 für Fahrräder zu finden.
Jetzt habe ich auch Deine Fragen wiedergefunden, also konkret:
Zitat:
- könnte Motoröl, und wenn ja, welches, eine Alternative sein
- was ist dran an der Vermutung "Hypoid-Getriebeöl ist das richtige"
- sind die genannten Drücke realistisch?
- Führt erst das Reissen des Ölfilms zum genannten Schmirgeln, oder schmirgelt es "sowieso"?
Motoröl ist aus meiner Sicht, unter Berücksichtigung des oben genannten und des im Thread geschriebenen, keine Alternative. Wie gut es um Wasserverdrängung und evt. sogar um eine UV-Beständigkeit der Additive steht, dürfte zum Teil sogar unbekannt sein bei den Motorölen.....
Die Vermutung Hypoid-Öl 🙂 geht sicher in die richtige Richtung, weil eben Öle für Hypoid-Getriebe ( Differentiale ) genau diese Hochdruckeigenschaften besonders haben, viel mehr als gewöhnliche Motoröle.
Ein Reißen des Schmierfilms kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, solch hohe Scherungen ( unterschiedliche Geschwindikeiten der Reibpartner/Oberflächen ) hat man doch nicht an einer Fahhradkette, selbst wenn man J.U. und L.A. auf 'n Tandem setzen würde....
So, auf das kann man kommen, wenn hier fleißig mitliest, ein bisserl drüber nachdenkt, was meint Ihr? Anderes Forum?
Zumindest aber wird's Zeit, für 'nen neuen Thread,
vielleicht bei Mercedes, dort wurde vor kurzem mal ein S 600 Eco TA ( TA= TretAuto ) erwähnt 😁
Viele Grüße,
Torsten
Zitat:
Original geschrieben von wvn
Sorry, kann Dir im Moment nicht folgen - was sollte ich denn nicht verstanden haben?
So subtil war meine Ironie doch nun wirklich nicht...
@eposes14
Das liegt einfach dadren, dass dieser Tread schon sehr lang ist und sehr viele Erfahrungen hier ausgetauscht wurden.
Viele haben ihre Vermutungen, Vorurteile oder sonstigen Erfahrungen hier gepostet und es wurde viel darüber diskutiert, bis eingesehen werden musste, dass bestimmte Fakten halt so sind.
Manches wurde belegt was jeder schon wusste, andere Dinge komplett wieder legt oder halt in Teilen verbessert.
Das sind Bereiche die schon lange durchgekaut wurden und eigentlich Jeder der den Tread aus den Anfängen verfolgt hat, weiß das auch.
Und wenn leute wie Type-IV jetzt nach längerer Zeit wieder die alten Stuss-Geschichten rausholt und genau diese Ammenmärchen erzählt wie sie am Stammtisch herrschen, dann ist das irgendwie traurig und viele reagieren da entweder nicht drauf oder schreiben halt zur Belustigung einfach nur mal kurz 1. Satz und fertig, da alle Treadverfolger eh wissen was stimmt und was nicht.
Der Eine mehr der Andere weniger, aber mittlerweile Jeder mehr als Type-IV.
Und ich kann mir nicht vorstellen, dass du anders reagieren würdest, wenn du in der Sitiation wärst, dass du alles von Anfang an kennen würdest.
Stell dir vor einer behauptet fest und steif zu dir
1 + 2 = 7,5
Wenn du 5 Jahre alt bist und das zum Ersten mal hörst, fragst du auch mama, papa oder sonst wen, ob das stimmt.
Wenn du es dann aber gelernt hast, dass 1 + 1 =2 und die Regeln kennengelernt hast, dann versucht du vielleicht noch 1-2 mal die Leute die es nicht wissen aufzuklären, aber wenn Jemadn immer wieder behauptet 1 + 1 = 5 oder 1 + + = 7,5 oder so was, dann reagierst du auch nicht mehr drauf oder halt nur noch zur Belustigung.
Und so im groben ist dass das was hier passiert.
Nur weil man weis, dass 1 + 1 = 2 ist und nicht anders, ist man noch lange kein Matheprofi, aber einer der nicht weis, dass 1 + 1 = 2 ist, der ist ziemlich sicher eine Matheniete, entweder lernt er dann Mathe oder lässt es und lebt damit, dass er es nicht kann, aber soll bitte nicht Märchen posten, es gibt Leute die auch noch bei den Grundlagen sind und sich durch Stuss leicht beeinflussen lassen, da sie sich noch nicht auskennen und das verlangsamt die Leute nur beim Lernen.
@Torsten = Enzo F
Hallo Torsten,
siehste, das ist doch mal eine schöne, ausführliche (und hoffentlich richtige) Antwort...und Du hast auch gleich die Begründung mitgeliefert, warum ich es nicht in einem anderen Forum versuche...eben weil es mutmaßlich nicht so viele Ölexperten, und schon gar nicht in einem Radforum gibt (bzw. dort eben dann wieder nur die pauschalen Antworten kommen "nimm xyz, das hilft" - deswegen bin ich eben kein Freund davon, einfach ohne Background ein Kettenöl wie von R.... zu übernehmen - obwohl Du natürlich Recht hast, das war einer der bereits "vernünftig klingenden Tipps"😉.
Mehr davon!
Grüsse EposEs14
Lebenslanges Lernen...
@Epsoses 14
Ich kann mich dir nur anschliessen, hast vollkommen Recht.
Leider ist es nun mal so, daß hier in dem Forum sehr viele Leute mittlerweile gibnt die von der materie keinen Plan haben und von sich besserwisserisch nen Mißt von sich geben daß es nur noch blutende Augen gibt den scheiß hier manchmal zu lesen.
Mich wunderts nur, daß es mittlerweile so vielen Deppen hier schon gibt, die wirklich noch an ihr stümperhaftes Wissen anscheinend glauben....
Das ist der Grund wieso ich jetzt nur noch die Beiträge nur noch flüchtig lese da ich mittlerweile Beiträger nur noch von ein Paar Leuten hier enrnst nehme, die Ahnung haben...
Leider sind es vielleicht nur noch 5 von 100....
@jimmy007
Hallo,
ich gebe zu (siehe oben), dass ich zwischen Seite 240 und 360 eine „Wissenslücke“ habe, insofern also z.B. auch den Einstieg von Type 4 nicht mitbekommen habe (und damit vielleicht auch grobe Schnitzer nicht). Mir kommt es allerdings – immer mit der Einschränkung, dass ich 120 Seiten „weisse Flecken“ habe – auf den letzten Seiten so vor, als ob hier nur drauf gewartet wird, wieder auf einen (Bestimmten) draufhauen zu können, egal, was er sagt/schreibt, so nach dem Motto „wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht“…und bei allem Respekt für den Sterndoc, von dem dieser Thread lebt, dem ich für seinen Arbeitseinsatz danke und von dem ich die Hoffnung hatte, dass er sich - weil, wenn ich’s recht in Erinnerung habe, in Öl promovierte - auch zu meinem speziellen Thema äußern würde: Ich werde das Gefühl nicht los, dass er hier zum Meinungsmacher wird/gemacht wird: Was der Sterndoc – gut begründet – gut findet, wird „Allgemeingut“ – auch meins, aber wenn der Sterndoc mal auf einen sauer wird, dann hängt sich die „öffentliche Meinung“ auch gleich im gleichen Ton dran. Das find’ ich halt nicht so gut, zumal – vielleicht habe ich dann doch nicht aufmerksam genug gelesen – ich das Gefühl habe, dass nun auch jedes Wort von Type 4 auf die Goldwaage gelegt wird. Soll heißen, wenn es nicht sauberst „universitär“ ausformuliert wird (und nicht alle können das, und manches aus der Uni ist auch ohne Worte), findet man ein Haar in der Suppe oder dreht es so zurecht, wie er es sicher nicht g e m e i n t hat (selbst wenn das Geschriebene, aus dem Kontext gerissen, so zu verstehen wäre). Ohne alles auseinanderzufieseln und auch auf die Gefahr hin, dass man m i c h jetzt widerlegt (ich habe mir jetzt die Posts nicht zur Sicherheit noch mal alle angeschaut): Ich habe seinen Worten nicht entnehmen können, Öle seien komprimierbar; auch das Thema Petroleum ist heikel, kann ich auch nicht sehen, dass er sein Auto damit (dauerhaft) betreiben wollte oder behauptet hätte, dass es gut schmiert – aber das es nominell ein „Öl“ ist mag doch richtig sein, oder?...und nur darum geht’s mir: Ein bisschen mehr Fairness wäre schon ganz nett.
Aber wie gesagt…ich habe 120 Seiten Lücken, und: nein, ich bin meines Wissens weder mit Type IV verwandt, bekannt, verschwägert.
Gruss EposEs14