Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Zitat:

Original geschrieben von Sachte


Kommst zurück, alle steigen aus und während sie direkt schon ihre Brocken aus dem Kofferraum holen bemerkst du, daß die Nachlauf-Kühlung grad ausging. Nach ~15s
Soll ich mir jetzt wirklich Gedanken machen, ob ich denn nicht doch was falsch mache? 😎

die Nachlaufkühlung, wie du das nennst, ist aber nicht von der Öltemperatur abhängig und auch nicht dafür gedacht das Öl zu kühlen, sondern dazu einen Hitzestau unter der Haube zu vermeiden, damit sich da kein Hitzestau bildet und der Kübel abbrennt… ist bei jedem Auto anders, und bei fast jedem Motor anders, weil anders programiert (Schalter, Sensor, was auch immer)… es sei denn es gibt eine elektrische Umlaufpumpe (Kühlmittelnachlaufpumpe), dann laufen die auch länger nach, und ist dazu da, um Hitze-Risse im Zylinderkopf zu vermeiden mit dem Nebeneffekt, dass auch der Lader ein bisschen mitgekühlt wird.

aber ja, kann auch sein das da ein Sensor bei dir kaputt ist… LOL

Was hab ich jetzt von der Info, bei einem BMW ist das anders programmiert/realisiert? Bzw., was hat das mit dem Quote zu tun?

Elektrische Kühlwasserpumpe. Damit wäre die eine Kurve noch gekriegt.

Die zweite aber nicht. Wenns rennt, wird ein Sensor wohl falsche Werte liefern 😁 Sehr souveräne Gegenmeinung...

Hi,

ich habe mir mal das Datenplatt von Addinol´s Pole Position Motorrad-Motorenöl zuschicken lassen. Mail abgeschickt am 18.07. um 05:00 Uhr, Antwort erhalten um 08:50 Uhr...

Prima, muss noch ne Mail schreiben, die Experten geben mal wieder nur den mindest-HTHS an. Mit 2,9 aber sehr, sehr mager.
Ich dachte bisher immer, das Getriebe braucht ein besonders Scherstabiles Öl ???

Viele Grüße, Alex

Zitat:

Original geschrieben von Sachte



Zitat:

Original geschrieben von casey1234


Um Gottes willen... 🙁 😮

Theoretisch darf man Öle mischen, gleicher Visko sowieso, keine Frage, ABER man sollte es aufgrund der verschiedenen Additivierungen wenn's geht vermeiden!

Du, und die beiden anderen Experten verdrängt mit eurem Reinheitsgebot fortlaufend, daß die Mischbarkeit mit dem und mit jenem Motoröl eine VORAUSSETZUNG ist für die meisten Freigaben.
Es gibt kein Rumpanschen. Das einzige was man hinterher nicht weiß sind nur die genauen Zahlen, um wieviel man die Gesamtmenge mit einem schwächeren Öl nach unten oder mit einem stärkeren Öl nach oben gezogen hat. Das ist alles.

Reinheitsgebot ist was anderes, bin ich aber auch Fan von 😁

B2T: Ich sag ja nicht, dass man nicht mischen DARF?! Hab's ja deswegen EXTRA mit reingeschrieben. Aber ich würd's halt trotzdem lassen 😉 Du darfst ja gern weiterpanschen 😛

Zitat:

Original geschrieben von Sachte



Zitat:

Und den Sound des Motor durch Ölgepansche zu verbessern... Wer macht denn sowas?? 😕

Sound kommt aus dem Auspuff. Das andere nennt sich Laufgeräusch 😉

Und genau das meinte ich mit "Sound des Motors", sonst hätt ich ja "Sound des Auspuffs" geschrieben 😉

Würde es trotzdem lassen, ein besseres LAUFGERÄUSCH künstlich mit Ölgepansche und anderweitigen Zusätzen zu züchten, nur damit sich der Motor besser anhört 😮 Aber wie oben schon geschrieben: Du darfst natürlich gerne weiterpanschen. 😉

Zitat:

Original geschrieben von Sachte



Zitat:

Wie kann man nur so einen "Tipp" (ganz dicke Anführungszeichen!!) geben? Ein Ahnungsloser liest das, denkt sich "Geil, W12 Sound!" und macht das auch noch 🙁

Und dann? Schreibt er eine Beschwerde-PN an mich, weil es hört sich mit 100Tkm jetzt zwar fast wie der Neuwagen von Nachbar, aber noch lange nicht so wie ein W12? (Scheibenwischer?)

Und bei nem Motorschaden übernimmst du die Kosten, stimmt's? 🙄

Aber natürlich "wird das NIEMALS passieren", um deine Antwort vorwegzunehmen 😉

Edit 1:

Hmm ohne aggressive Grundhaltung geht's bei dir wohl nicht? (Scheibenwischer?)

Edit 2:

Dafür, dass du dich ein paar Seiten vorher als guten Rhetoriker angepriesen hast, ein Tipp: Bei Kausalsätzen steht das Verb am Ende. Im Übrigen fehlt auch "an". *grammer-naz1-modus-off* 😛

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Wir können die Diskussion beenden, du wirst mich nicht davon überzeugen, rumzupanschen. 😉
ALLERHÖCHSTENS wenn sich der Bordcomputer meldet und ich nachschütten soll und gerade nicht das da habe, was drin ist. Aber bei nem frischen Ölwechsel auf keinen Fall, so ein Quatsch 😁

Schöne Grüße
Sebi 🙂

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Ich habe auch schonmal gepanscht und es ist mir nichts negatives aufgefallen. Solange das alles hochwertige Öle sind mit ähnlichen Freigaben, wird das wohl auch kein allzu großes Problem sein.

Zitat:

Original geschrieben von salieridai


Ich habe auch schonmal gepanscht und es ist mir nichts negatives aufgefallen. Solange das alles hochwertige Öle sind mit ähnlichen Freigaben, wird das wohl auch kein allzu großes Problem sein.

Was soll bitte passieren wenn ich pansche? Alle Öle mit einem Acea Profil müssen miteinander mischbar sein.

Ich würde jetzt nicht 20W50 mit M1 New Life mischen wollen, auch wenn das geht, macht das keinen Sinn.
Aber "das Gute" Addinol mit Peak Life mischen, warum nicht? Beides Fullsaps-Benzineröle

Sie sind mischbar und der Motor wird Dir dabei nicht um die Ohren fliegen. Ich habe auch schon eine Mischung von Highstar und Total QE 9000 5w-40 verfüllt. Aber nicht, weil ich mir davon Vorteile versprach, sondern weil das Highstar ein Restbestand war. Auch habe ich zuvor das Highstar in einen scheckheftgepflegten BMW Benziner (also LL-04 5w-30) immer wieder nachgekippt, dessen erheblicher Ölverbrauch damit sukzessive zurück ging. Dennoch sollte man wissen, dass man damit das Additivpaket wahrscheinlich schwächt. Die Additive jedes Öles sind ein penibel abgestimmte Mixtur. Mit Zugabe eines anderen Öles bringt man die Mixtur wahrscheinlich, wenn auch nicht zwingend, aus dem Gleichgewicht. Die einzig halbwegs sinnvolle Mischung, wenn man denn eine Viskosität in der Mitte der beiden Öle erzielen möchte, ist und bleibt für mich Mobil 1 New Life 0w-40 und Mobil 1 Peak Life 5w-50. Hier kann man mit einiger Sicherheit von identisch aufgebauten Additivpaketen ausgehen.

Wobei man sich dann trefflich über den Sinn unbedingt zwischen den Viskositäten rauskommen zu wollen, streiten kann.
Praktisch relevante Effekt dürften da marginal sein.
Aber sei's drum.

Das ist wohl richtig. Vielleicht eine Maßnahme bei sportlichen Motoren, deren Hersteller eh schon ein 40er vorschreiben (AMG, Porsche, Ford Focus RS, Nissan GT-R, ...) und man hier "ein bißchen" mehr tun will.

Zitat:

Original geschrieben von Jan0815


Mit Zugabe eines anderen Öles bringt man die Mixtur wahrscheinlich, wenn auch nicht zwingend, aus dem Gleichgewicht.

Genau das ist es. Wenn man das jetzt nochmal langsam und konzentriert liest, kommt man drauf was ich meine.

Genauso die demgegenüber aber schon massiv schlechtere Ausführungen von casey1234.
Keiner sagt ja man darf es nicht (von der Spezifikation her bzw. herstellerseitig), übernehme ich aber die kosten für den Motorschaden... Was für ein BS.
Die Schwerpunkte des Probanden sind im letzten Absatz herausgearbeitet. Leider sind die nicht einer technischen Natur.

Zitat:

Die einzig halbwegs sinnvolle Mischung, wenn man denn eine Viskosität in der Mitte der beiden Öle erzielen möchte, ist und bleibt für mich Mobil 1 New Life 0w-40 und Mobil 1 Peak Life 5w-50. Hier kann man mit einiger Sicherheit von identisch aufgebauten Additivpaketen ausgehen.

Als ich das davor mal tat, war das damals aber auch alles andere als gut. Wie im richtigen Leben also. Für die Bewertung ist es vielen nicht nur wichtig was man tut, sondern wer es tut 😁

Also ich hab so eine Mischung jetzt gemacht: 2L 300V 15w50 + 3L Mobil 1 New Life
Bin damit jetzt knappe 1500km unterwegs.. Was soll ich sagen.. Vorher war 0w30 drin.. Merke kein Unterschied im 320td BMW..

Toppspeed ist genauso wie vorher.. Beim Laufgeräusch kann ich auch keinen signifikanten Unterschied feststellen..

Auto hat jetzt über 400tkm...

Edit:
Und noch etwas für die Ökofetischisten:
Der Verbrauch ist auch nicht signifikant gestiegen.. Würde eher meinen der ist sogar leicht gefallen...
Hmmm

@martins42
Wie schon mehrmals erzählt geht es dabei darum, daß die Leute mit stärkeren oder leicht aufgemotzten Maschinen feststellen, daß ein Großteil der Tests im Rechner erledigt wird und der Markt selbst dann die Informationen liefern muß, wo bei der nächsten Generation noch nachgebessert werden sollte. Oder, könnte...
Dazu kommt noch die Sache mit der Steigerung der Effizienz durch immer wässrigere Motoröle, ohne daß gleichzeitig ein jedes Aggregat dafür speziell Beschichtet wird.

So versuchen diese Leute mit stärkeren Ölen dem entgegenzuwirken, dazu beitragen zu müßen, wo denn noch nachgebessert werden muß.
Konträr dazu steht aber die ab Werk Auslegung des Schmiersystems. Primär die Pumpen und die "Ölbohrungen". Es ist sehr schwer herauszufinden, ob bei einem System für welchen max. ein 5W-40 freigegeben ist mit einem 19 oder 22er /100°C Öl die Schmierung gleich generell verbessert werden kann. Bildlicher wird es wenn man 100ml 5W-30 und dann 5W-50 bei 25°C durch eine und die selbe Spritze mit der gleichen Nadel durchdrückt...

Die Forschung des Anwenders selbst ist durch sein Wissen und seine technischen Möglichkeiten stark begrenzt. Halbwegs erforschte Gebiete sind z.B. bei VAG V6T und V8 (CFSA usw.) Da scheint ein 5W-50 bestens zu funktionieren. Ob das bei einem AXX aber auch generell und mit ziemlicher Sicherheit der Fall ist? Dafür muß man halt viel mehr mutmaßen als beim V8.
Deswegen versuchen die Mixer sich irgendwo in der Mitte zu treffen. Der Klassiker sind 2,5L NewLife und 2L PeakLife. Das bin ich selbst jahrelang im BHZ gefahren.

http://www.motor-talk.de/.../...ammtisch-rund-ums-oel-t230315.html?... kann ich trotzdem nicht relativieren. Der "Ampelklang" gefällt mir kalt wie warm nochmals besser.
Und ein "um Gottes Willen" darauf ist so oder so jenseits jeglichen technischen Wissens und eben BS.

p.s.:
An relevant große Unterschiede bei der Additivierung bei 229.5 2012 Ölen glaube ich weniger. Und NewLife scheint auch die zu meistern. Und PeakLife hat weiterhin eine fast identische Additivkeule. Und laut M1 ist es auch SN seit einiger Zeit (?) Dabei bleiben all die Dinge A3/B4.
Was soll da also genau passieren, wenn man zu 3,5L 0540 1L PeakLife dazu kippt im Gegensatz zu NewLife/PeakLife? Phosphor wandelt Calcium in Kieselerde? 😉

Und falls die Besonderheiten von VR-1 hier nochmals auftauchen...
http://forums.corvetteforum.com/.../...-the-oil-we-thought-it-was.html

Bis denne mal.

so, ich habs jetzt auch getan an meinem versuchs-spielauto😁.

addinol 0540 ~50:50 gemischt mit addinol 5w50.

erster eindruck:
die kaltlaufphase ist deutlich verkürzt.
ist aber wahrscheinlich den aussentemperaturen von 30°c geschuldet.

der motor hört sich an wie ein 1/3 zwölfzylinder😁
zumindest erwarte ich bei fast gleichen produkten eines herstellers nicht, das er total verschiedene additive verwendet.
schaun wa mal.

nach einem kleinen highspeed-test wird in 2 wochen das lubegard blau beigemischt.

also das lubegard fürs automatikgetriebe hatte mich tatsächlich schwer beeindruckt. das war wie eine getrieberevision. deutlich sanfteres schalten ist schon spürbar (anders als subjektive akustik-diagnosen beim motor😁)

wenn 'blau' nur halb so gut ist, hätte sich die investition gelohnt😉

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