Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Zitat:

Original geschrieben von wastlsepp



Zitat:

Original geschrieben von W. Dohl


Die 229.5 erlaubt längere Wechselintervalle als die 229.3 - falls der Motor für diese längeren Intervalle freigegeben ist. Falls nicht, so bringt die 229.5 nur auf dem Papier einen Vorteil, den man zwar mit bezahlen muss, aber nicht nutzen kann.
Die 229.5 weist gegenüber der 229.3 noch ein erhöhtes Spritsparpotential auf. Durch den längeren Wartungsintervall, den man ja nicht ausnutzen muß, ergibt sich eine größere Sicherheit in bezug auf extreme Betriebszustände (v.a. Kurzstrecke). Insgesamt sind jedoch die Anforderungen auch in bezug auf Verschleißschutz bei der 229.5 gegenüber der 229.3 nochmals erhöht. Es macht also schon einen erheblichen Unterschied, ob 229.3 oder 229.5. 229.5 bietet auf jeden Fall wichtige Sicherheitsreserven im praktischen Betrieb!

Ich überlege echt grade ob du Techhandel sein könntest ???

Komm doch mal wieder runter du schreibst allen ernstes das ein öl nach der Norm 229.3 grade noch ok ist und eines nach 229.1 gar nicht mehr !! Gut ein öl nach 229.1 würde ich auch nicht unbedingt wollen aber gegen eine 229.3 ist definitiv nix zu sagen und hat extrem hohe Ansprüche !!! Vor 2 Jahren gabs die 229.5 noch nicht und es sind keine Motoren an einer 229.3 gestorben ! Dan währen ja alle Öle schlecht gewessen vor 2 Jahren und schon ist die 229.5 da und alles andere taugt nix mehr ! Das zum einen zum anderen brauchst du dich nicht über Imclehmann zu beschweren weil er dir angeblich ausweicht bzw dir nicht das sagt was du hören willst , machst du doch auch was die 229.3 angeht hast du ganz schnell das Thema gewechselt und sagst das sollen Leute beurteilen die sich damit auskennen da du dich hier aber schon sehr weit aus dem Fenster lehnst und so tust als weist du alles passt das nicht ganz !! Was glaubst du eigentlich wieviel du mit ner 229.5 im Vergleich zu ner 229.3 sparst ? 3 Liter auf 100 ?? Ausderdem sind das MB Motoren auf die diese Norm zutrifft und kannst das nicht mit nem VW oder Opel Motor gleichsetzten ! ein 229.3 und ein 229.5 erfüllen beide die 502.00 so was mache ich den jetzt wenn ich VW fahre?? Klar weis ich worauf du hinaus willst aber vie du das hinstellst ist schon hart ! Ein Öl mit ner 229.3 ist grade so zu empfehen das ist schon ein Hammer !!

Auch weil du schreibst Wörtlich :

bezug auf Verschleißschutz bei der 229.5 gegenüber der 229.3 nochmals erhöht. Es macht also schon einen erheblichen Unterschied, ob 229.3 oder 229.5. 229.5 bietet auf jeden Fall wichtige Sicherheitsreserven im praktischen Betrieb!

Man beachte erheblich ....... woher hast du das ? Wo steht das ? Habe mir heute für 12 € 5 Liter Highstar gekauft im Praktiker mit leider nur der 229.3 ich hoffe mein Motor überlebt das weil ihm der erhebliche unterschied an Verschleisschutz feht !!

Beib doch mal locker du steigerst dich da ganz schön in was rein was nicht so extrem ist wies scheint !

Ist aber nicht bös gemeint !

Gruß Hunter

Hallo Hunter, eigentlich schätze ich Deine Beiträge ja sehr, aber jetzt verstehe ich Dich nicht ganz. Mir ist es ja egal, was sich jemand in seinen Motor hineinschüttet. Aber hier im Thread geht es ja um das "beste Motoröl", oder? Und das "Bessere" ist halt der Feind des "Guten"! Wieso einen Saft nach 229.3 verwenden, wenn es um wenig Geld mehr einen nach 229.5 auch gibt. Und MB und Porsche werden sich schon Gedanken machen, warum sie so strenge Maßstäbe ansetzen und warum eben der 229.3 noch die 229.5 obendrauf gesetzt wurde. Also für mich gibt es beim Motoröl wirklich nur das beste; ich glaube auch, daß ich mich da nicht hineinsteigere, sondern daß es mir meine Motoren sehr danken werden, daß ich sie so pfleglich behandelt habe!
(Beispiel aus dem Getriebeölbereich, genauer ATF: hier gibt es bei MB geradezu eine Überfülle an Vorschriften, beginnend ab 236.1 bis 236.9 und weiter 236.10 bis 236.14. Fast jedes Jahr wurden hier die Vorgaben verschärft. Ich habe zufälligerweise vor 3 Wochen mein Automatikgetriebeöl bei meinem Benz wechseln lassen, was ich brav alle 60000 km mache, und siehe da, der Saft, der die höchste Spezifikation 236.14 erfüllt, in diesem Fall ist es ein ATF von Fuchs, ergab geradezu einen Quantensprung zum bei mir bisher verwendeten ATF nach 236.6 - das Getriebe ist nicht mehr wieder zu erkennen - Laufgeräusch, Schaltverhalten extremst weich - einfach unglaublich).

Zitat:

Original geschrieben von Hunter123


Habe mir heute für 12 € 5 Liter Highstar gekauft im Praktiker mit leider nur der 229.3 ich hoffe mein Motor überlebt das weil ihm der erhebliche unterschied an Verschleisschutz feht !!

Ich würde mir angesichts der Herkunft des Öls eher darüber Gedanken machen, ob die Firma Highstar tatsächlich ein 229.3-Zertifikat besitzt.

HIGHSTAR ist ein Handelsname. Hersteller ist ADDINOL Lube in Leuna, einer der ältesten deutschen Schmierstoffproduzenten. Mit Zertifikat und allem drum und dran.

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Zitat:

Original geschrieben von neverman


HIGHSTAR ist ein Handelsname. Hersteller ist ADDINOL Lube in Leuna, einer der ältesten deutschen Schmierstoffproduzenten. Mit Zertifikat und allem drum und dran.

Ah OK ... die Raffinerie in Leuna kenne ich. Auch deren HC-Produktion ...

Zitat:

Original geschrieben von wastlsepp


Hallo Hunter, eigentlich schätze ich Deine Beiträge ja sehr, aber jetzt verstehe ich Dich nicht ganz. Mir ist es ja egal, was sich jemand in seinen Motor hineinschüttet. Aber hier im Thread geht es ja um das "beste Motoröl", oder? Und das "Bessere" ist halt der Feind des "Guten"! Wieso einen Saft nach 229.3 verwenden, wenn es um wenig Geld mehr einen nach 229.5 auch gibt. Und MB und Porsche werden sich schon Gedanken machen, warum sie so strenge Maßstäbe ansetzen und warum eben der 229.3 noch die 229.5 obendrauf gesetzt wurde. Also für mich gibt es beim Motoröl wirklich nur das beste; ich glaube auch, daß ich mich da nicht hineinsteigere, sondern daß es mir meine Motoren sehr danken werden, daß ich sie so pfleglich behandelt habe!
(Beispiel aus dem Getriebeölbereich, genauer ATF: hier gibt es bei MB geradezu eine Überfülle an Vorschriften, beginnend ab 236.1 bis 236.9 und weiter 236.10 bis 236.14. Fast jedes Jahr wurden hier die Vorgaben verschärft. Ich habe zufälligerweise vor 3 Wochen mein Automatikgetriebeöl bei meinem Benz wechseln lassen, was ich brav alle 60000 km mache, und siehe da, der Saft, der die höchste Spezifikation 236.14 erfüllt, in diesem Fall ist es ein ATF von Fuchs, ergab geradezu einen Quantensprung zum bei mir bisher verwendeten ATF nach 236.6 - das Getriebe ist nicht mehr wieder zu erkennen - Laufgeräusch, Schaltverhalten extremst weich - einfach unglaublich).

Hi ist ja auch nicht falsch was du schreibst und klar es geht ums beste Motorenöl auch richtig wobei wir da wieder beim Thema sind das man das so Pauschal nicht zuordnen kann welches das beste ist !!

Es ist nicht falsch das bester Öl zu nehmen ich war am Anfang des Therads genau so und ich habe auch ein Tick in Sachen Öl das gebe ich zu allerdings mus man da auch realistisch bleiben . Nehme doch mal einen normalen Wald und wiesen Motor 1,8 Liter 90 Ps von VW oder den 60 Ps oder ganze Gold 2 und 3 Faktion Opel Corsa , Astra und wie sie alle heisen . Da kenne ich ne ganze Hand voll Leute da ich wirklich viel mit Autos zu tun habe die schon Motoren mit 300000 Km Laufleistung haben und fahren 10W40 und 5 W40 HC und extreme Kurzstrecken . Die laufen alle und verbrauchen kaum Öl . Ich bin der Meinung diese Motoren bekommst du mit nem Highstar 5W40 mit nur der 229.3 nicht Tot ! Mein Vater fährt Mit seinem Ducato Bus zwischen 30000 und 40000 Km im Jahr und hat das Highstar jetzt seid 75000 Km drine () natürlich wird alle 10000 KM gewechselt . Der Motor hat jetzt 260000 Km runter braucht null Öl auf 10000 Km und sieht unterm Ventildeckel wirklich 1 A sauber aus . Ich verfülle das Highstar bei meinen Dad und bei vielen anderen die es fahren wollen ich selber würde es bei mir in den Toledo oder den Astra nicht eibfüllen obwohl ich genau weis der würde damit auch nicht füher sterben aber das ist eben wieder mein Tick von dem ich sprach . Dennoch gegen Öl mi mer 229.3 und der 502.00 kannst du schon von nem Top Produkt ausgehen 229.5 stellt eben absoluten Luxus da . Aber ich gebe dir natürlich völlig recht wenn du sagst das man ein Öl wie das M1 mit der 229.5 für gutes Geld bekommt ich mir für mehr Geld kein schlechteres holen würde das ist wohl ganz klar !!

Weis voll und ganz was du meinst nur das kommt dann eben so rüber als würden alle anderen Öl nix mehr taugen .

Gruß Hunter

Zitat:

Original geschrieben von JeanLuc69



Zitat:

Original geschrieben von neverman


HIGHSTAR ist ein Handelsname. Hersteller ist ADDINOL Lube in Leuna, einer der ältesten deutschen Schmierstoffproduzenten. Mit Zertifikat und allem drum und dran.
Ah OK ... die Raffinerie in Leuna kenne ich. Auch deren HC-Produktion ...

Ok das finde ich gut . Und was hälst du von denen ?? Wie gesagt habe mit dem Highstar schon echt gute Erfahrungen gemacht vor allem in Sachen Laufruhe , Ölverbrauch , und Kaltstart kein Hydroklackern und nichts !!

Gruß Hunter

das zeug kommt aus leuna. das kann nur gut sein. vom küchenfenster aus sehe ich die raffinerie sogar😁😁
habe das auch bei mir drinne. zero probleme, warum auch?

mfg

martin

Zitat:

Original geschrieben von JeanLuc69



Zitat:

Original geschrieben von neverman


HIGHSTAR ist ein Handelsname. Hersteller ist ADDINOL Lube in Leuna, einer der ältesten deutschen Schmierstoffproduzenten. Mit Zertifikat und allem drum und dran.
Ah OK ... die Raffinerie in Leuna kenne ich. Auch deren HC-Produktion ...

Echt? Die Raffinerie in Leuna gehört zur Total - Schmierstoffe produziert die nicht, da kommen Kraftstoffe am Ende raus...

Zitat:

Original geschrieben von wastlsepp


Inclehman, Dein Verweis bestätigt fast exakt meine Aussagen!

Verstehst du auch, was du liest? Der Verweis bestätigt, das man ein Mehrbereichs-Motoröl nach SAE nicht gänzlich ohne VI-Verbessere einstellen kann... Und es heißt l

M

clehmann...nicht das ich einen gesteigerten Wert auf einen dämlichen Nick lege, zeigt es aber, wie du die Dinge hier aufnimmst und verstehst...

Zitat:

Original geschrieben von wastlsepp


Von den 0W-40 erfüllen die Voraussetzung MB 229.5 und Porsche-Freigabe (keine Gewähr auf Vollständigkeit):

Aral Super Synt 0W 40
Castrol Edge rs 0W 40
Mobil 1 0w 40
Shell Helix Ultra 0W 40
Shell Helix Ultec 0W-40

Dazu von Mobil und Shell mehrere Versionen (einige davon jedoch in D wohl nicht erhältlich)

Das aktuelle Edge RS von Castrol hat 229.51, also ein Öl mit abgesenkter TBN. Von Aral gibt's hier Super Tronic, das hat ebenso MB 229.51.

Bleibt das Shell und wer in der Nähe einer Westfalen-Tankstelle wohnt das Westfalen Gigatron (neben dem gehypten M1).

Ist ein 0w-30 oder 5w-30 nach 229.5 einem 0w-40 nach 229.3 in Deinen Augen vorzuziehen?

-------------

Das Addinol MV 046 0w-40 hat übrigens einen höheren HTHS-Wert (3,85) als das Mobil 1 (3,7) und das Shell Ultra(3,68) . TBN des Addinol 0w-40 ist ähnlich wie beim Mobil 1 (11,2 zu 11,3; Shell k.A.). Das Shell ist deutlich dünnflüssiger bei 100 Grad als die beiden anderen, 13,1 zu 14.

-------------

Zitat:

Original geschrieben von Hunter123


Ok das finde ich gut . Und was hälst du von denen ?? Wie gesagt habe mit dem Highstar schon echt gute Erfahrungen gemacht vor allem in Sachen Laufruhe , Ölverbrauch , und Kaltstart kein Hydroklackern und nichts !!

Die Raffinerie in Leuna und die in Wesseling stammen aus derselben Epoche und wurden seinerzeit (Mitte der 30er-Jahre) spiegelbildlich gebaut ... ursprünglich, um aus Braunkohle durch "Kohleverflüssigung" Treibstoffe herzustellen.

Die dort ansässige HC-Produktion ist die einzig verbliebene, welche noch mit Hochdruck-Wasserstoffreaktoren arbeitet, die das anerkannt reinste und beste HC-Produkt bereitstellen.

Was Leuna betrifft, bin ich mir nicht mehr sicher, ob die Produktion mittlerweile nicht auf Mitteldruckverfahren umgestellt wurde, da wir in Wesseling seinerzeit jede Menge Ersatzapparate aus Leuna übernommen und aufgestellt haben. 😁 Aber man kann davon ausgehen, daß die Qualität dort nach wie vor spitzenmäßig ist.

Zitat:

Original geschrieben von lmclehmann


Echt? Die Raffinerie in Leuna gehört zur Total - Schmierstoffe produziert die nicht, da kommen Kraftstoffe am Ende raus...

Ursprünglich Elf-Aquitaine ... im Zuge der Fusion dann TotalFinaElf und später Total.

Die HC-Produktion erzeugt nicht nur Basisschmieröl, sondern auch andere wichtige Fraktionen.

Der Ablauf sieht in etwas so aus ...

Vakuumdestillate und Schwerdestillate aus athmosphärischer Destille (je nach Rohölqualität) -> HC (Hydrocracking) -> HC-Destillation -> HC-Redestillation -> Diesel, Jet A1 und Gruppe-III-Basisöl

Aus der HC-Behandlung werden direkt Schwefelverunreinigungen (als H2S) und Stickstoffverbindungen (hauptsächlich als Ammoniak) abgezogen. Weitere Verfahrensschritte zur Entschwefelung (hauptsächlich für Diesel und Jet A1) werden zusätzlich vorgenommen.

Zitat:

Original geschrieben von lmclehmann



Zitat:

Original geschrieben von wastlsepp


Inclehman, Dein Verweis bestätigt fast exakt meine Aussagen!
Verstehst du auch, was du liest? Der Verweis bestätigt, das man ein Mehrbereichs-Motoröl nach SAE nicht gänzlich ohne VI-Verbessere einstellen kann... Und es heißt lMclehmann...nicht das ich einen gesteigerten Wert auf einen dämlichen Nick lege, zeigt es aber, wie du die Dinge hier aufnimmst und verstehst...

Lieber Inclehman, sorry Imclehmam, lies Dir die Seite doch noch mal durch, Du widersprichst Dir da selbst in Deiner Argumentation. Das haben ja die anderen Kollegen auf dieser Seite schon analysiert ... Oder schau mal hier:

http://www.viragotech.com/fixit/AllAboutOil.html

Da steht: "Mobil 1 uses no viscosity improvers in their 5W-30"

Also zum mitdenken:
1. Sind SAE 5W und 30 Viskositätsklassen?
2. Ist ein SAE 5W-30 Öl ein Mehrbereichsöl nach SAE?
3. Ist Mobil 1 5W-30 demnach ein Mehrbereichsöl nach SAE?

WENN man also die drei Fragen mit ja beantworten kann, DANN muß man unter Zugrundelegung des Sachverhaltes "Mobil 1 uses no viscosity improvers in their 5W-30" logisch zwingend zum Schluß kommen, daß Mobil 1 5W-30 ein Mehrbereichsöl nach SAE IST, das KEINE VI-Verbesserer enthält.

Demnach ist Deine Aussage, daß man Mehrbereichsöle nach SAE nicht ohne VI-Verbesserer einstellen kann, im Sinne von Sir Charles Popper (kritischer Rationalismus) falsifiziert, also als unrichtig bzw. als unwahre Behauptung bewiesen!

So, ist das logisch stimmig, oder muß ich es nochmals Schritt für Schritt erklären (obwohl das jetzt auch schon meine vierjährigen Zwillinge verstehen würden)?

Zitat:

Original geschrieben von Minzestrauch



Zitat:

Original geschrieben von jw61


Das M1 hat KEINE Freigabe nach VW 50301 mehr, die ist ausgelaufen und wird auf den neueren Behältern auch nicht mehr aufgeführt, sh. auch Datenblatt auf der Mobil HP. Lediglich der ein oder andere Online-Shop hat davon noch nichts mitbekommen und nennt sie weiterhin.
Sollte die 50301 noch auf den Behältern genannt sein, handelt es sich garantiert um eine ältere Abfüllung 😉
Moinsen,

ich habe gerade noch auf der US-Website von Mobil die Freigabe VW 503.01 für das Mobil 1 0W-40 gefunden www.mobil.com/USA-English/MotorOil/Files/Mobil_1_Product_Guide.pdf mit Datum vom 4/7/09. Aber selbst wenn die Freigabe ausgelaufen ist und Mobil das Datenblatt einfach nur zu korrigieren vergessen hat . . . (peinlich, peinlich) . . . hat sich ja m.W. nicht die Formulierung geändert und es erfüllt nach wie vor die Forderungen der VW 503.01 und kann natürlich auch entsprechend eingesetzt werden.

LG - Minzestrauch.

Stimme dir voll und ganz zu, dass sich an der Leistungsfähigkeit des M1 selbst NICHTS geändert hat, aber da das M1 laut dem 

aktuellen Datenblatt

KEINE Freigabe nach 50301 (mehr) hat, wird es keine VW-Werkstatt während der Garantiezeit für einen Neuwagen im LL-Modus einfüllen, deshalb ja auch mein Hinweis, nach Ablauf der Garantie/Kulanz ...quasi inoffiziell und auf eigene Gefahr...hätte ich keinerlei Bedenken es auch im LL-Modus zu verwenden.

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