Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
Hinter IGAT AG verbirgt sich ROWE.
http://www.rowe-mineraloel.com/
Die "Freigaben" bzw Qualitätsmerkmale " API SJ" , "A3/B3" sind nicht mehr aktuell; normalerweise ist es "A3/B4" bzw mind API SL od API SM.
Die Formulierung ..."erfüllt die Anforderungen nach....." sind keine namentlichen Freigaben.
Was haben wir also? imho eine Mogelpackung. Wobei es mir auffällt, daß die Fa ROWE es bei verschiedenen Produkten oft schwammig formuliert, ob eine Freigabe besteht oder "nur"die Anforderungen "erfüllt" werden. Kleine, aber feine Unterschiede.
Beim Praktiker High Star steht dick und fett oben "Freigaben" : VW 502 00/ 505 00 ,BMW Longlife- 98, Mercedes Benz 229.3, Porsche.
Zitat:
Original geschrieben von Laurin-2008
Porschefreigabe sagt nichts aus.
Porsche hat,
Motore meist mit Trockensumpfschmierung,
Motorölsystemvolumen meist über 10Liter,
überdurchschnittliche große Motorölkühler.
Also alles was die Motorölalterung reduziert.
Ergänzend zu brainstormers Antwort auf Deinen Beitrag möchte ich noch einwerfen, dass eine Trockensumpfschmierung dazu dient, eine kontinuierliche Ölversorgung zu gewährleisten, etwa bei hoher Querbeschleunigung. Mit MotorölALTERUNG hat eine Trockensumpfschmierung nichts zu tun.
Gruß, W. Dohl
Nochmal eine Frage an die Ölexperten:
Ein Motorradmotorenöl kann ich wohl ohne Bedenken auf einen Automotor fahren?
Was für einen 600er Supersportler mit 120Ps und fast 17tsd Umdrehungen geht, wird wohl für einen Benziner mit Turboaufladung völlig ausreichend sein oder?
Motorenöl PROCYCLE SAE 5W-40:
Vollsynthetisches Motorenöl.
Entspricht JASO T903 MA, API SL-EC/CF, ACEA A3/B3.
Für bessere Beschleunigungswerte.
Weniger Reibung.
Längere Lebensdauer des Motors.
Entwickelt und abgefüllt von einem namhaften deutschen Öl-Hersteller.
· · ·
Hinweis: Dieses Produkt erfüllt z.B. auch die Freigaben von Porsche, VW (502.00 / 505.00) Mercedes-Benz (229.1) und BMW (LL-98).
Gruß Markus
Zitat:
Original geschrieben von RC42
Nochmal eine Frage an die Ölexperten:
Ein Motorradmotorenöl kann ich wohl ohne Bedenken auf einen Automotor fahren?
Was für einen 600er Supersportler mit 120Ps und fast 17tsd Umdrehungen geht, wird wohl für einen Benziner mit Turboaufladung völlig ausreichend sein oder?
Moin,
es wäre hilfreich, wenn du uns noch sagst, welchen Wagen / Motor/ BJ du meinst und was laut BA dafür vorgeschrieben ist.
LG - Minzestrauch
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Zitat:
Moin,
es wäre hilfreich, wenn du uns noch sagst, welchen Wagen / Motor/ BJ du meinst und was laut BA dafür vorgeschrieben ist.
LG - Minzestrauch
Uups, hab ich in der Eile ja ganz vergessen, ist schon ein etwas älterer Audi A4 mit 1.8T Maschine aus den späten 90er, frag mich jetz nicht nach der genauen Modellbezeichnung, bei VW/Audi habe ich nicht so den Überblick. Mein bekannter hat den gut Gebraucht von Privat gekauft, hat nichtmal 80tkm gelaufen, wurde wenig gefahren, der letze Ölservice liegt schon ein paar Jahre zurück, ein kleiner Check ist da mal wieder nötig.
Gruß Markus
Zitat:
Original geschrieben von RC42
Uups, hab ich in der Eile ja ganz vergessen, ist schon ein etwas älterer Audi A4 mit 1.8T Maschine aus den späten 90er, frag mich jetz nicht nach der genauen Modellbezeichnung, bei VW/Audi habe ich nicht so den Überblick. Mein bekannter hat den gut Gebraucht von Privat gekauft, hat nichtmal 80tkm gelaufen, wurde wenig gefahren, der letze Ölservice liegt schon ein paar Jahre zurück, ein kleiner Check ist da mal wieder nötig.Zitat:
Moin,
es wäre hilfreich, wenn du uns noch sagst, welchen Wagen / Motor/ BJ du meinst und was laut BA dafür vorgeschrieben ist.
LG - MinzestrauchGruß Markus
...ein paar Jahre zurück? Na dann würde ich aber sofort wechseln. Schau auch mal mit der Taschenlampe in den Motor, z.B. durch den Öleinfüllstutzen, ob da schwarz-braune Ablagerungen oder sogar Verkrustungen zu sehen sind, in dem Fall evtl. vorher noch eine Motorspülung machen.
Das von dir angefragte Öl würde ich nicht verwenden, so weit ich weiß, verlangt der 1,8 T mindestens eines nach VW-Norm 503.01, da reicht VW 502.00 definitiv nicht aus. Also wenn du mich fragst, wäre das Mobil 1 0W-40 die erste Wahl (wen wundert's).
Und falls der schon Wartungsintervallverlängerung WIV hat, vergiss das und wechsel alle 15.000 km oder nach 1 Jahr.
LG - Minzestrauch
Zitat:
Original geschrieben von Minzestrauch
...ein paar Jahre zurück? Na dann würde ich aber sofort wechseln. Schau auch mal mit der Taschenlampe in den Motor, z.B. durch den Öleinfüllstutzen, ob da schwarz-braune Ablagerungen oder sogar Verkrustungen zu sehen sind, in dem Fall evtl. vorher noch eine Motorspülung machen.
Das von dir angefragte Öl würde ich nicht verwenden, so weit ich weiß, verlangt der 1,8 T mindestens eines nach VW-Norm 503.01, da reicht VW 502.00 definitiv nicht aus. Also wenn du mich fragst, wäre das Mobil 1 0W-40 die erste Wahl (wen wundert's).
Und falls der schon Wartungsintervallverlängerung WIV hat, vergiss das und wechsel alle 15.000 km oder nach 1 Jahr.LG - Minzestrauch
Da muß ich ein wenig korrigieren... in das Uraltöl KEINE Motorspülung füllen, sondern einen "Zwischenwechsel" mit neuem Filter machen. Der alte Filter ist möglicherweise schon dicht, und dann ist eine Spülung Gift. Gut und sehr günstig: Praktiker Highstar 5w-40. (Die 502.00 ist freigegeben und reicht für den Motor, sofern kein Longlife.)
Das Highstar ne Weile fahren, dann Motorspülung dazu, und dann erneuter Wechsel mit neuem Filter. Mobil 1 0w-40 wäre auch meine Wahl, am besten noch Wynn's Ölleckstop zur Dichtungspflege dazu.
Und erst danach ein bißchen Gas geben 😉.
So wäre es perfekt...
Zitat:
Original geschrieben von W. Dohl
Ergänzend zu brainstormers Antwort auf Deinen Beitrag möchte ich noch einwerfen,
dass eine Trockensumpfschmierung dazu dient,
eine kontinuierliche Ölversorgung zu gewährleisten, etwa bei hoher Querbeschleunigung.
Mit MotorölALTERUNG hat eine Trockensumpfschmierung nichts zu tun.Gruß, W. Dohl
Hallo W. Dohl,
Trockensumpfschmierungen,
haben als System und zur Luftabscheidung größere Ölvolumen,
somit ist auch die Belastung in KW pro Liter Motoröl geringer.
Weiterhin wird über das Gesamtsystem der Trockensumpfschmierung
die mittlere Ölvorlauftemperatur deutlich abgesenkt,
somit die oxidative Öl-Alterung sehr deutlich reduziert.
Durch die Motoröl-Entgasung und Motorölkühlung in
Trockensumpfschmierungen ist ein stabilerer / höherer
und füllender Gleitlager-Öldruck im Motor stetig gegeben.
Dadurch war es P…. möglich zeitweilig auch HD 30
anstelle der Motoröle mit blitzschnell zerhackten VIV,
als Motoröl zuzulassen.
15.000Km : 50Km/h => sind 300 Betriebstunden mehr nicht.
Manche Motore mit üblicher Ölwanne maletrieren das Motoröl
so stark, das 300 Betriebstunden schon zuviel sind.
Für diese wäre es besser das Öl nach 10.000 Km zu wechseln.
Also besser metallorganisch unkastrierte Motoröle Freigabe MB 229.5 einfüllen.
Leider ist das zum Mobil 1 alternative Motoröl Aral Super Tronic 0W-40
MB 229.5 nicht mehr in Europa erhältlich
es wird nach Übersee, Indien und China exportiert .
Gruß
Hallo,
anbei der Bericht meiner Ölanalyse. Bin etwas geschockt und enttäuscht. Hätte etwas anderes erwartet hinsichtlich dem Super duper Ruf des M1...
Hinweise für die Diskussion: Umrüstung auf E85 , vom Intervall wurde ca. 10.000km auf reinem E85 gefahren, die restlichen 5000 auf Benzin. Bei E85 Betrieb wird LM Ventilschutz zugemischt, kann das einige der Werte erklären ? Z.B. Kalium ?
Einsatzdauer ca 6 Monate
Auf jeden Fall zeigt das, daß auch bei hochwertigen Ölen regelmäßige Ölwechsel notwendig sind und ich kann nur jeden ausdrücklich bedauern der Longlife betreibt..schon ein 15.000er Intervall ist offensichtlich nicht ideal hinsichtlich bestmöglichem Verschleißschutz
Hab jetzt keine Zeit aber bin mal gespannt, was ihr dazu zu sagen habt
Werde auf jeden Fall wieder auf 10.000km zurückgehen
Moin moin,
also ich sehe hier gar keinen Grund zur Beunruhigung. Vergleiche die Werte deines Motoröls mal mit den Richtwerten zur Verschleißbeurteilung, die Wearcheck selbst angibt:
http://www.wearcheck.de/images/pdf/oelchecker/frue2001.pdf auf Seite 6 / 7.
Für ein Öl mit über 16.000 km Laufleitung scheint mir das absolut im grünen Bereich zu liegen. Natürlich kann kein Motoröl den Verschleiß völlig verhindern, es liegt unvermeidbar in der Natur der Sache, dass jeder Motor mit jedem Öl selbst unter schonendsten Fahrbedingungen verschleißt. Aber nochmal: Katastrophen sehen anders aus, und selbst zum Stirnrunzeln besteht kein Anlass, deine Metall-Verschleiß-Werte liegen alle ganz in der Nähe der jeweiligen Untergrenzen, ich wäre mit diesem Ergebnis jedenfalls durchaus zufrieden. Ich sehe noch nicht mal einen Grund, das 15.000 km Intervall zu unterschreiten, sooo verbraucht sieht dein Altöl ja noch gar nicht aus. Wo das viele Kalium herkommt, keine Ahnung.
LG - Minzestrauch
Ich kenne keine vergleichbaren Werte von anderen Ölen.... ich hätte persönlich trotzdem weniger erwartet...habe irgendwo mal einen Test von einem 15W50 Motul gesehen und da waren kaum Metalle nachweisbar..allerdings bei nur 7000km Laufleistung
Das Kalium habe ich mittlerweile geklärt:
Ich mische bei E85 Betrieb 1ml/L Ventilschutz für Gasfahrzeuge zu .. und das sind Natrium/Kalium Verbindungen... was der hohe Kaliumwert im Öl aber bewirkt, weiß ich nicht.
Es ist mir klar daß die Werte keinen akuten Schaden oder zeichen für schlechte Schmierung bedeuten...vielleicht hab ich mich in die Null-verschleiß Theorie verrant, aber wie Du sagst gibts das nicht..und vermutlich sind die Werte a) so niedrig daß sie sich auf die 300.000km Lebensdauer gar nicht auswirken und b) bei anderen Ölen wahrscheinlich viel höher
Schade, daß der Doc nicht mehr da ist, der könnte uns jetzt mehr zu den Werten sagen
Was ist aber am Super Syn Packet so besonders ? Es scheint Zink und Schwefel als EP / Verschleißschutz drin zu sein ... das ist nix besonderes und bei anderen ölen genau so
Mal 'ne ganz grobe Abschätzung mit der Handkante: Wenn du die mg/kg Lagermetalle aus deiner Analyse mal auf 300.000 km = 20 Ölwechsel à 4 Liter hochrechnest, kommst du auf unter 0,15 cm³ Abtragung, bei grob geschätzten 200 cm² Gleitlagerfläche wäre das eine abgetragene Schichtdicke von deutlich unter 0,01 mm, also weniger als 1 Hundertstel mm. Das sollte schon klappen.
(Jaaa, natürlich findet die Abtragung speziell an den Druckseiten der Lager statt, und die Schätzung ist auch sonst Hau-Ruck-mäßig, aber sie soll ja auch nur eine erste Vorstellung der Größenordnung des Verschleißes sein, die sich aus der Analyse ergibt.)
Zitat:
Original geschrieben von HL66
Ich kenne keine vergleichbaren Werte von anderen Ölen.... ich hätte persönlich trotzdem weniger erwartet...habe irgendwo mal einen Test von einem 15W50 Motul gesehen und da waren kaum Metalle nachweisbar..allerdings bei nur 7000km LaufleistungDas Kalium habe ich mittlerweile geklärt:
Ich mische bei E85 Betrieb 1ml/L Ventilschutz für Gasfahrzeuge zu .. und das sind Natrium/Kalium Verbindungen... was der hohe Kaliumwert im Öl aber bewirkt, weiß ich nicht.Es ist mir klar daß die Werte keinen akuten Schaden oder zeichen für schlechte Schmierung bedeuten...vielleicht hab ich mich in die Null-verschleiß Theorie verrant, aber wie Du sagst gibts das nicht..und vermutlich sind die Werte a) so niedrig daß sie sich auf die 300.000km Lebensdauer gar nicht auswirken und b) bei anderen Ölen wahrscheinlich viel höher
Schade, daß der Doc nicht mehr da ist, der könnte uns jetzt mehr zu den Werten sagen
Was ist aber am Super Syn Packet so besonders ? Es scheint Zink und Schwefel als EP / Verschleißschutz drin zu sein ... das ist nix besonderes und bei anderen ölen genau so
Vielleicht das Marketing?
Dass zumindest die Aussage von Sterndocktor/Goldfinger zum Supersyn, die ja impliziert das Supersyn Verschleissschutzpaket funktioniert nicht auf Grundlage des gängigen ZDDP Zusatzes, Unsinn ist, war ja schon vor einiger Zeit durch einen Link auf die Mobil Seite geklärt.
Zitat Sterndocktor: (seite 29)
"Selbst die besseren Castol-Öle enthalten aber immer noch die alten metall-organischen (konkret das alte Zinkdithiophosphat kurz ZDDP genannt). Das neue Mobil 1 enthält dagegen ein neu entwickeltes synthetisches EP/AW (Hochdruck u. Verschleißschutz)-Additiv, welches Mobil "SuperSyn" nennt. Dieses ist den alten metall-organischen haushoch überlegen."
Gruß
Ich bin mittleriweile zwar etwas beruhigter aber irgendwie auch durcheinander...selbst mir als M1 Verfechter stellt sich da jetzt irgendwie die Frage ob es wirklich so extrem überlegen ist und ob der Abstand zu anderen Spitzenölen wirklich so hoch ist .. lt der Analyse ist zwar wenig Verschleiß vorhanden, aber es ist welcher da... hätte das ein Castrol oder ein Shell 0W40 wirklich so viel schlechter gemacht ? Oder muß ich das Komplettpacket sehen ? Die Motorsauberkeit ist beim M1 wirklich überragend... selbst nach bald 140.000km sieht man absolut nichts, die Kopf sieht innen aus wie neu...Ölverbrauch ebenfalls sehr niedrig
Bin wie gesagt etwas verwirrt und wir können gerne noch etwas drüber diskutieren... fachliche bzw neue Diskussionen waren eh etwas knapp in letzter Zeit
Zitat:
Original geschrieben von Laurin-2008
Porschefreigabe sagt nichts aus.
Porsche hat,
Motore meist mit Trockensumpfschmierung,
Motorölsystemvolumen meist über 10Liter,
Kleine Auswahl der Füllmengen gefällig - "meist über 10 Liter"?
944 Turbo: 7,5 Liter
968: 7 Liter
Boxter: 8,8 Liter
993er 911 Carrera RS: 9 Liter
996er 911 turbo: 8,3 Liter
997er 911 Carrera 3.6: 8,3 Liter
Cayenne Turbo: 8,5 Liter
Den 914er und den 924er lasse ich hier mal weg, wäre unseriös.
Zum Vergleich ein AMG SLK Kompressor: 8 Liter
Die Porsche-Füllmengen sind also meist über 10 Liter und ungewöhnlich groß?
Und, sorry, aber eine Trockensumpfschmierung senkt zwar die Öltemperatur (da liegst Du richtig), aber sie hält den Alterungsprozess des Öles nicht nennenswert auf, denn der eigentliche Verschleiss findet ja nicht in der üblichen Ölwanne oder halt im Öltank statt, sondern im Zylinder. Diese Art der Ölversorgung gibt es fast nur bei Sportwagen und Motorrädern, und zwar hauptsächlich, um eine Unterbrechung der Ölversorgung bei starken Fliehkräften oder Schräglagen zu vermeiden. Du solltest auch nicht den gefährlichen Trugschluss in die Welt setzen, wegen Trockensumpfschmierung könne ein Motoröl minderer Qualität zum Einsatz kommen. Und wenn die Porsche-Freigabe nichts aussagt, warum können sich dann nur so relativ wenige Motoröle mit dieser Freigabe schmücken? Bestimmt nicht, weil sie so wenig gefragt ist. Schon aus Marketing-Gründen ist sie garantiert begehrter als ein Aufdruck wie "ACEA A3" oder "MB 229.3", mit dem die Mehrheit der Käufer nichts anzufangen weiß.
Gruß, W. Dohl