Welche Reifen schlucken Spurrinnen am besten?

Mercedes CLK 208 Coupé

Hallo Leute,

hab jetzt endgültig die Schnauze voll von meinen Good Year Eagle F1, an sich ein super Reifen, wenn er nur nicht gierig jeder Spurrinne hinterher laufen würde...Bin nun auf der Suche nach einem Reifen der das besser kann...Leider wird in Reifen-Tests nie getestet wie sich der Reifen auf Spurrinnen verhält, warum eigentlich nicht? 🙁 Ich dachte da an die Michelin PS 2, jemand Erfahrung mit dem Reifen? Mein neuer Reifen sollte minimum genauso Grip bieten wie der Eagle F1, aber Spurrinnen besser meistern. Gleiche Nässeeigenschaften wie der Eagle wäre auch schön, aber da ist der Eagle schwer zu toppen glaube ich 😁

Will endlich wieder gradeausfahren ohne ständig zu korrigieren 🙁

Schönen Tag noch euch allen.

22 Antworten

ist kein MO

Hallo
Leider muß ich euch mal ein wenig enttäuschen, denn mein Wissen in Hinsicht auf Spurrillen ist nicht sonderlich groß:
Was Spurrillen sind, ist jedem klar. Hoffentlich auch, das LKW, welche diese ja verursachen, eine deutlich breitere Spur haben. Das bringt es mit sich, das man meist quasi auf dem mittleren Hügel zwischen den Spurrillen fährt. Kommt man mit einer Seite in die Rille, läuft die andere den "Berg" hinauf und dann zieht es das Auto quasi wieder runter. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine.
Ob ein Reifen auf Spurrillen reagiert liegt nicht nur am Profil sondern auch am Unterbau, also der Karkasse. Hier gibt es recht weiche Seitenflanken und auch extrem harte. Ich denke, das hat den größten Einfluß auf die Empfindlichkeit. Ebenso beeinflusst der Sturz die Empfindlichkeit auf Spurrillen.
Bereits eine Änderung der ET bzw. der Anbau von 5mm oder 10mm Distanzscheiben kann hier gravierende Änderungen bringen, positiv wie negativ. Auch die Breite sowie das Querschnittsverhältnis können bei gleichem Reifen Auswirkungen haben. Aussagen von Besitzern anderer Autos sind nur bedingt tauglich, da diese eine andere Spurweite haben können und somit gänzlich anders reagieren. Mein E30 (BMW) mit seinen 205/50 oder 205/55 "Ballons" kannte kein Problem mit Spurrinnen, egal ob ich Fulda, Conti, Barum oder General (nie wieder!!!) Reifen drauf hatte.

Mein Auto:
230K mit H&R 40mm und Seriendämpfern, 7,5J und 8,5J AMG´s mit 225/45 und 245/40 17", 2,6 Bar vorne und 2,8 Bar hinten, Tendenz eher steigend zu 2,8 und 3,0 Bar
Letztes Jahr mit den Toyxo Proxes TR1 ging die Kiste jeder Spurrinne nach. Der Reifen hinten lebte mit hängen und würgen 12 000 km, aber die Sägezahnbildung war minimal und der Reifen recht leise.
dieses Jahr packte ich auf die Hinterachse einen Bridgestone RE050 MO drauf und die Empfindlichkeit auf Spurrinnen ließ deutlich nach. Ebenso versetzt es mir nicht ständig die Hinterachse, wenn ich in der Stadt über kanaldeckel oder ähnliches drüberfahre. Leider zeigt dieser Reifen aber jetzt bereits, nach gut 2000 Km, die ersten Sägezähne, weswegen ich einen Anstieg des Geräuschpegels erwarte. Gegen den Gripp kann ich nichts sagen. In Kurven kam ich bisher noch nicht an die Quietschgrenze und auch bei nasser Bahn oder leichtem Regen gibt es keine Probleme, wenn die Nadel über 200 steht.
Generelle Tipps kann man hier schlecht geben, da bereits eine Tiefelegung oder eine breitere Felge alles umkehren kann. Ich kann daher nur raten, bei bewährtem zu bleiben. Es gibt nur ein "gutes Handling" und man kann das dann kaum noch toppen.
Mich selbst kratzt die Spurrinnenempfindlichkeit nicht so sehr, da ich auf der Autobahn nur selten die rechte Spur nutzen muß und auf Landstraßen nicht so häufig unterwegs bin. Und wenn, dann fahre ich halt 50cm weiter links oder rechts 😁
Wie sehr sich eine Spureinstellung auswirken kann, muß ich ja nicht extra sagen. Ob meine den Werksangaben entspricht... keinen Schimmer. Habe ihn mal vermessen, mußte dann feststellen, das sich meine Schlappen einseitig abfuhren und habe dann meine Spur vorne nach Gefühl so korrigiert, das meine Reifen sich vorne jetzt sauber abfahren. hat zwar paar kleinere Nachteile, aber die nehme ich gerne in Kauf, wenn der Reifen dafür 3000 + xxxx Km länger hält.
Achja, die Stoßdämpfer haben einen extremen Einfluß auf die Sägezahnbildung an den Profilschultern. Was hilft es, wenn der Reifen gut läuft, aber so laut brummt das man das GEfühl hat, die Radlager sind hinüber?

Hier hilft echt nur eines: Im Forum nach einem Auto suchen, das vom Fahrwerk her dem eigenen am besten entspricht und sich dann mit dem Eigentümer ausführlich unterhalten, sprich, Laufleistung, Fahrstil, Luftdruck etc unterhalten.

Sorry, aber mehr kann ich dazu auch nicht sagen. (Bin leider nicht im Reifenhandel tätig)
Leichti

PS: Mit dem Motorrad lässt sich das nicht recht vergleichen. Beim Motorrad gibt es 2 Extreme:
den 3-eckigen-reifen, also Landstraßenheizer, die das seitliche Profil stark abnutzen, aber in der Mitte das Profil noch stehen haben
und dann die
Vollgas-beschleuniger bzw. Autobahn-Heizer. Diese fahren sich die Reifen in der Mitte "platt".
Beide Profilabnutzungen bewirken unterschiedliches Fahrverhalten und Kurvenhandling.

Ich habe seit Anfang des Jahres 235/17er auf meinem E240, lief fast jeder Spurrille nach. Vor kurzem wurde die Spur in meiner Niederlassung eingestellt, und was soll ich sagen.
Es ist weg, läuft jetzt super.

Danke Jungs, jetzt bin ich schlauer als gestern. Schönes Wochenende.

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Bei meinem W107er hatte ich das gleiche Problem. Trotz mehrerer Werkstattbesuche, Durchsicht mit dem Werkstattmeister, (der auch Ahnung hatte), konnte das Problem nicht beseitigt werden.
Ich habe dann sämtliche Aufhängungsteile der Vorderachse inklusive des Stabilisators gewechselt. Eine SAUARBEIT!!! Nach peinlich genauer Achs- und Spurvermessung blieb das Problem trotzdem bestehen. Ich denke, es lag an den Reifendimensionen:
Vorderachse 235er, Hinterachse 255er.
Ich habe mich nachher damit abgefunden. Aber bei höheren Geschwindigkeiten war es schon ein "Scheiß Fahrgefühl".

Bei meinem W126 trat das Problem, mit den gleichen Reifendimensionen, dann aber nicht auf. Guter Geradeauslauf und kein Nachlaufen von Spurrillen.

Ich hab auch schon so ziemlich alle Teile an der VA kontrolliert die zu kontrollieren sind...Aber wieso bin ich Depp noch nie auf ne Achvermessung gekommen 😕 Werd ich nächste Woche machen.

Biste auf deinem 107er immer mit den gleichen Reifen gefahren?

Zitat:

Original geschrieben von Easy_F


Biste auf deinem 107er immer mit den gleichen Reifen gefahren?

Nein, habe zwei verschieden Fabrikate darauf gefahren (weiß aber nicht mehr, welche es waren). Das Problem war bei beiden gleichbleibend.

Zitat:

Original geschrieben von Easy_F


Hallo Leute,

hab jetzt endgültig die Schnauze voll von meinen Good Year Eagle F1, an sich ein super Reifen, wenn er nur nicht gierig jeder Spurrinne hinterher laufen würde...Bin nun auf der Suche nach einem Reifen der das besser kann...Leider wird in Reifen-Tests nie getestet wie sich der Reifen auf Spurrinnen verhält, warum eigentlich nicht? 🙁 Ich dachte da an die Michelin PS 2, jemand Erfahrung mit dem Reifen? Mein neuer Reifen sollte minimum genauso Grip bieten wie der Eagle F1, aber Spurrinnen besser meistern. Gleiche Nässeeigenschaften wie der Eagle wäre auch schön, aber da ist der Eagle schwer zu toppen glaube ich 😁

Will endlich wieder gradeausfahren ohne ständig zu korrigieren 🙁

Schönen Tag noch euch allen.

Ich habe sehr schlechte Erfahrung gemacht, wenn an der Hinterachse neue Reifen mit noch großer Profitiefe montiert sind, an der Vorderachse solche mit geringerer Profitiefe (übrigens unabhängig von der Marke der Reifen). Ich lasse neue Reifen (bzw. solche mit größerer Profiltiefe) immer an der Vorderachse montieren. Die Stabilität insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten und auch bei Seitenwind ist deutlich besser.

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